Zeitleiste

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Zeitleiste gibt alle Ereignisse wieder, die auf Alsterweiler dargestellt sind. Siehe auch Attribut "ist erwähnt". In der anschließenden Tabelle werden alle Ereignisse in Alsterweiler chronologisch aufgelistet.


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Alle Ereignisse in Alsterweiler

AusstellungIst ZitatTitel WerkArchivnummerVorkommnis
960 JLalles was er im Speyergau besitztÜbertragung des Speyergau mit WeinsweilerCodex minor
26 Oktober 1292 JLAls Bürgen benennt Graf Walram die Herren Heinrich I. von Veldenz...Jakob von Dürkheim...Graf Walram I. von Zweibrücken vereinbart mit dem Grafen Friedrich IV. von Leiningen / Jakob von DürkheimUB Hd Lehmann 93
21 August 1307 JLAgleisterwilreDer kranke Stiftspräbendar Cunrad bei St. German zu SpeierHStA M Rheinpfalz-Urkunden Nr.1633
21 August 1307 JL"Genuss einer jährlichen Gült von (...) 12 Ohm Wein (...) in den Dörfern (...) Agleisterwilre"Zitat aus dem Text
21 Januar 1314 JLJohann von Diedesfeld, Pfarrer zu Munzisheim.Verkauf eines Zinses an Alsterweiler BürgerLA Sp F 7 Nr.347
21 Januar 1314 JLAuleisterwilre
21 Januar 1314 JLunam amam vini clariZitat aus dem Text
21 Januar 1314 JLquam ipse super vinea eorundem fratrum dicta der eichelbergZitat aus dem Text
1318 JLIn einer Eußerthaler Urkunde von 1318 werden Reben am Schloß zu Maikam erwähnt.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
21 November 1338 JLGLA Ka 42 Nr.1631
24 Februar 1344 JLan dem slossePriester Petrus de Kirwilr vermacht am 24. Februar 1344 für sein Seelenheil dem Zisterzienserklosters Eußerthal einen Zins von 4 Pfund HellerLA Sp X 55 Nr.1022 fol.849
24 Februar 1345 JL24. Februar 1345. Vor dem bischöflichen Gericht zu Speyer vermacht der Priester Petrus von Kirwilr, Alrads sel. Sohn, dem Cisterzienserkloster Eußerthal zu einem Seelengeräte einen jährlichen Zins von 4 Pfund Heller auf Gütern zu Menkemere . . . an dem Flosse, an der Huben, auF der Heiden und unter der Muren.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1347 JL
1347 JL(S.49-49),Absatz 120, Abschnitt 1, Kapitel Spiserius Item redditus 13 ß h super quibusdam certis vonis Wernheri de Venyngen in Wynswilr sitis. (120) Hinzugefügt von matzinger

Kommentar: Unter den Einträgen 118 Coquinarius - K und 120 Spiserius - K.

(S.53-53),Kapitel anhang ii her Engelhart von Wynsperg (Winsperg). Hinzugefügt von matzinger (2013-07-08 16:29:53)
Das älteste Lehnbuch des Hochstifts Speyer.
1347 JL(S.48-49),Absatz 118,Abschnitt 2,Kapitel Coquinarius - K - - - - - Passage Weinsweiler: Item redditus 40 h in Winswilr super domo relicto quondam Wernheri notarii civitatis Spirensis. Hinzugefügt von matzingerDas älteste Lehnbuch des Hochstifts Speyer.
1347 JL(S.47-47),Absatz 116, Abschnitt 2, Kapitel Venyngen - K. 116 Venyngen - K Johannes de Venyngen armiger tenet ab ecclesia Spirensi ratione feodi sui castrensis redditus supra bonis infrascriptis: Primo videlicet redditus 12 maldrorum siliginis de et super molendino ad Sanctum Martinum sub castro Kropsperg. Item redditus 17 unicarum h vel loco eorundem h duos porcos sibi in eodem molendino ut moris est depascendos. Item redditus 4 maldrorum siliginis super molendino Meynkemmer Kroners mule nuncupator. Item redditus unius carrate vini super beta vini in Agelesterwiilre et in Meynkemmer.(1343/47 bzw. 1394/96)Das älteste Lehnbuch des Hochstifts Speyer.
1370 JLLeichter zu erklären ist der Name Alsterweiler. Er kommt vor 1370 als Ageleisterwilre, 1464 als Aglasterweiler und 1495 als Allasterwyler. Es ist also ein Weiler (mhd. wilr — kleines Gehöft, ahd. wilari, mlat. villäre — Gehöft), der von dem Vogel Elster seinen Namen hat.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1371 JLXXX
1382 JLXXX
1392 JLDie Burg Spangenberg - Im Jahre 1392 wird ein Gerhart von Dalheim als Schaffner zu Kirrweiler und Spangenberg genannt. 1431 vertraute Bischof Raban die Burg dem Edelknecht Eberhart von Sickingen an. Anfang des 16. Jahrhunderts ließ der Bischof im Tal einen Stutengarten anlegen. Einer der Stutenmeister war ein Eberhart von Hattstein.800 Jahre Kirrweiler
1424 JLXXX
18 Januar 1424 JLkham zu gerichtes weiß Lang Contz von Alsterweyler und GretheLang Contz zu Alsterweiler gibt V Heller Zins.BA Sp A Rechnungen Nr.32
6 April 1436 JLLehensrevers des Sigfried von Oberstein für Offstein, Rodenfels und AldenburgLHA Ko 1 B Nr.1724
1450 JLIn unserem Gebiet war, wie wir aus Verkaufs- und Tauschurkunden wissen, vor dem 15. Jahrhundert der Dekan mitsiegelberechtigt 4). Zu Beginn der Neuzeit (um 1450) wurde eine Differenzierung der Siegelung schon aus Gründen des Handels notwendig. Die Wappen — Abbilder der Siegel — sind in den einzelnen Orten und Dekanaten in der Symbolik gleich, in der Gestaltung jedoch verschieden; einige Zeichen aus unserem Dekanat: Maikammer (1), Roschbach (2), Venningen (3)Wappen der Gemeinde Maikammer
1450 JLIn unserem Gebiet war, wie wir aus Verkaufs- und Tauschurkunden wissen, vor dem 15. Jahrhundert der Dekan mitsiegelberechtigt 4). Zu Beginn der Neuzeit (um 1450) wurde eine Differenzierung der Siegelung schon aus Gründen des Handels notwendig. Die Wappen — Abbilder der Siegel — sind in den einzelnen Orten und Dekanaten in der Symbolik gleich, in der Gestaltung jedoch verschieden; einige Zeichen aus unserem Dekanat: Maikammer (1), Roschbach (2), Venningen (3)Wappen der Gemeinde Maikammer
1455 JL
4 Januar 1455 JLHansen von Talheim unserm lieben besundern und Kathrin von Mulhouen siner elichen huisfrauwen
uff samstag nehst nach dem heiligen nuwen jares tage als man schreibe nach Cristi unsers herren geburt tusent vierhundert funffzig und funffe jare
Verkauf einer Mühle in Steinweiler im Dorf gelegenDHM Do 90 1086
25 Juni 1463 JLFriedrich I. ernennt Johann vom Steyn zum Weinsticher
Johann vom Stein zum Diener
GLA Ka 67 Nr.813
1464 JL
Seit 1464 war der Lehrer zugleich Kirchendiener und hatte die Glocke zu bedienen.Glockenstein und Trullo
2 Oktober 1468 JLDiehterß seligen sunHeiratsverschreibung der Eltern Hans von Dalheim und Beatrix von Altdorf für die Tochter Margarethe von Dalheim und Herman von ZeuternLA Sp D 21 Nr.96
1470 JLXXX
5 April 1475 JLunß zu eynnem zu gelt und ee stuer gegebben wurdden ist der halbe huphoffe zu Odenkoben mit allen sinen guttern zinßen und zugehorde dar in fallen ist wie dem Hug vom SteynKonrad von Schweinheim und Steßgen von Stein veräußern 1/2 Hubhof in Edenkoben an Elisabeth von Altdorf genannt von Kropsburg.LA Sp F 7 Nr.1826
25 April 1480 JLYmeas von Oberstein bevolhen ein heuptman zu sinAls Hartmann Beyer von Bopartten zu einem heuptman uber das buchsen geschutz gesetzt und gemacht ist.GLA Ka 67 Nr.814
15 Juni 1487 JLEntscheid des pfalzgräflichen Hofgerichts hinsichtlich des Erbes des Hugo vom Stein-Kallenfels.HStA W 128/1 Nr.1681
1489 JLItem ein halb om weins von dem gartten uf der leymgruben zu Alschterweyler, nyedwendig der muelgassen und oben an Heinrich Decken und nyeden den Herren von Eusserstall, gibt Groß Peter ein logel und Hieffen Erhardt, der Schultheiß von Meynkemmer, das ander Logel.Heylspruck Schaffney Zinsbuch de anno 1489LA Sp F 2 Nr.35b
2 Januar 1492 JLunser meßen zu Meynckemmern genant die Diethers wißen mit sampt dem burgkstadell do selbstVerkauf der Dietherwießen und der KredenburgLA Sp D 1 Nr.916
1495 JLXXX
1502 JL
1660
1509 JLPallas von ObersteinVerzeichnis
24 Dezember 1518 JLmein Vater Heinrich von ObersteinVerkauf des halben Teils von DuttweilerGHA OAN 200
14 Mai 1520 JLLehen von HohenfelsErlaubnis zum Verkauf des halben Teils von Duttweiler durch Viax von Oberstein an den KurfürstenGHA OAN 202
1523 JLIch Viacrus vom Oberstein bekhen offentlich mit diesem BrieffeGLA Ka 67 Nr.1058, 420
14 Dezember 1523 JLIch Viacrus vom Oberstein bekhen offentlich mit diesem BrieffeGLA Ka 67 Nr.1058, 149
1525 JLIm Bauernkrieg (1525) revoltierten die Bauern von Maikammer gegen den Grafen von Oberstein auf der Kredenburg in Alsterweiler, wie es in der Urkunde heißt, „ohne Fehde und Feindschaft" und nur die Zugehörigkeit zum bischöflichen Hochstift war schuld daran, daß nicht alle Bauern mit Sack und Pack zur lutherischen Neuerung übergingen.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
11 Juli 1525 JLJunkher Viax vom Oberstein onsern lieben Junckeheren und gutten nachbarem
hauß und wonung by uns gelegen, genant Kredenburgk
Kostenübernahme für die Wiederherstellung der Kredenburg durch die Gemeinde MaikammerLA Sp D 1 Nr.793
1530 JL
1530 JLDie erste bekannteste Zahl der Einwohner ist vom Jahre 1530. Damals wohnten in Maikammer 674, in Alsterweiler 451 Seelen, zusammen 1125.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
13 Januar 1530 JLWittum von NiederhochstadtWittumsübertragung Niederhochstadt durch Viax von Oberstein für Ehefrau Margarethe von TalheimStA Wt R-US 1530 Januar 13
15 Januar 1530 JLLehen von NiederhochstadtLehensrevers des Viax von Oberstein für Niederhochstadt gegenüber Friedrich von Löwenstein und zu ScharfeneckStA Wt R-US 1530 Januar 14b
1 März 1531 JLOberstein, Christoph 1531 III I Diener vom Haus aus mit zwei reisigen Pferden (313, 17v).Dienerbücher des Bistums Speyer (1464-1768)
27 Februar 1532 JLVergleich über 1600 Gulden für Heiratsverschreibung auf Gütern zu LindenfelsStA Da B 15 Nr.40
1533 JLBeforchung des Alsterweiler Guths, dem löblichen Stift zu allerheyligen in Speyer zu gehörigLA Sp D 2 Nr.734
1533 JL1539 macht er (Viax von Obertein) einen Vergleich mit der Gemeinde Jaxweiler wegen der Frond. Er verlangte nämlich, daß sie ihm sein Heu nach Offstein fahren sollten. Die Gemeinde wendete dagegen ein, zwar zu einer Fahrt verpflichtet zu sein, aber nur nach Börrstadt, wo sein Vater und seine Voreltern wohnbaft gewesen.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1 September 1534 JLSpeichermeisterVermittlung im Streit zwischen Hochstift Speyer und Vyax von Oberstein und anderenLA Sp F 9 Nr.87
1535 JL1535 schließt er einen Vertrag mit den Gemeinden Alsterweiler und Maikammer wegen des Wasserlaufs von der Spring durch das Alsterweiler Tälchen. (gemeint ist Viax von Oberstein)Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
29 Juni 1535 JLWasserlauf von der Spring durch das Alsterweiler TälchenLA Sp D 1 Nr.63
6 Dezember 1535 JLNießer und Inhaber des Amtes Steinweiler sind die Domherren von Speyer. Es sind...Pallas von Oberstein...Anteile am Amt Steinweiler für Pallas I. von Oberstein (Gundheimer Linie?)LA Sp D 21 Nr.695
22 August 1536 JLErbbestandszinsLA Sp F 7 Nr.2570
1537 JL
20 November 1537 JLConrad Deck Einwohner zu Germersheim 100 GuldenViax von Oberstein verschreibt sein Lehen Niederhochstadt an Conrad Deck zu Germersheim für 100 GuldenStA Wt R-US 1537 November 20
1539 JLErstlich Hauß und Hoff mit seinem Begriff zu Alsterweiler gelegenGüterverzeichnis Allerheiligenstift SpeyerLA Sp D 22 Nr.117
6 März 1540 JLTeilung eines Hauses in SteinweilerDHM Do 78 430
26 November 1541 JLLehensvertrag Johann von Hohenfels und Reipoltskirchen mit Viax von Oberstein über ein Burgstadel in Duttweiler und das halbe DorfStA Da C 1A Nr.63
1542 JL1542 wurde der Distrikt des Glockenzehnten erneuert.Glockenstein und Trullo
27 Februar 1542 JLIch Viax vom Oberstein bekenn unnd thuen kunthVerleihung des Zehnten zu Niederhochstadt an Viax von ObersteinStA Wt R-US 1542 Februar 27
27 Februar 1543 JLim gericht erschienen die bescheyden Hans Stilffantt und MargredeHans Stilfant erhält 30 Gulden vom Dechanten und vom Domstift Speyer.BA Sp Domstift Nr.85
20 April 1543 JLErbpacht Mühle von Steinweiler
Vlrich Weigeln von Wintzingen unnd seinen erben unsere mule zu Steinweyler erblich verlyhen haben unnd verleyhen.
Bestätigung zur Erbpacht für eine Mühle in SteinweilerDHM Do 79 113
7 November 1543 JLdenn edeln unnd truwestenn Viax vom Oberstein unnsern gnedigen liebenn junckhernViax von Oberstein als beurkundende Person für ein Grundstücksgeschäft zwischen der Gemeinde Edenkoben und dem Kloster Heilsbruck.LA Sp F 7 Nr.2642
1544 JLSein Sohn Friedrich war vermählt mit Gertrud von Dilling. Als Lehensmann der Abtei Limburg hatte er das Dorf Oberweiler samt Waldungen und Wiesen zu Lehen. 54) Er empfing 1458 von Kurpfalz zu Lehen 26 Pfund Heller für die Wiese zu Jachsweiler, genannt Wohnholz, Heiersbusch und für den Wingert genannt Gyrstbühel, 1 Malter Korngeld für die Wiese unten am Gyrstbühel, 64 Pfund Heller für den Wald zu Börrstadt, genannt Heimbuch, da die Straße geht, genannt Steinbacher Weg, die Wiese hinter Birscheid, das man nennt die „Freiheit", 9 Pfund Heller für die Dorflei zu Wellstein. Freiherr von Oberstein soll ferner Burgmann geben zu Nuwenburg. Dieses Lehen hatte er vormals von dem Raugrafen Otto getragen, von dem sie Kurpfalz erworben hatte. 40)Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
22 August 1544 JLSchlichtungsspruch in vier Punkten Heiratsvertrag Georg und Agnes MayerGLA Ka 37 Nr.3807a
1545 JL1545 schloß Viax von Oberstein einen Vertrag mit den Gemeinden Alsterweiler und Nlaikammer weqen Teilung des Wassers aus dem Alsterweiler Tälchen durch seine Wiese, die Dieterswiese genannt.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
4 Februar 1545 JLLA Sp D 1 Nr.65
1548 JLSchwägerin von Junker von ObersteinKloster Heilsbruck verkauft eine jährliche Gült von einem Wingert in Maikammer.LA Sp A 1 Nr.1267
1549 JLDorfordnung 1549LA Sp U 103 Nr.36a
1549 JL11. So ein Gemeinsmann ein Eigert (mhd. Egerd — Brachland) hätt in der Mark zwischen den Wingerten liegen und gibt die Bed (-Steuer) gleich den Wingerten dafür, so die Wingertmaß ist und begehrt dieselbig gehaupt zu haben, soll derselbig ein Raisch (Wisch) auf gemeld Eigert stecken, was dann daroben ergriffen wird, es wäre Pferd, Kühe oder jemand grase solche soll zu poen 2 Schilling Pfennig verfallen sein. Auch soll, wann ein Gemeinsmann ein Äckerle mit der Haue (Hacke) bebaut hat, niemand darauf gehen oder fahren bei obgenannter Einung.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1549 JLIn diesem buchlein sind des dorffs zuw Meinkeimer herbrachte und geüpte ordenunge, so man bei vermerckten peen und straffen zuw halten schuldig begriefen etc. Laus deo semper. Sub Dato 1549.Dorfordnung 1549
1549 JLErstlichs so einer wolt wein schencken und geschickt mit stallunge auch anderm als leger, derselb sol ein reyfe ußstecken und ein ganz jare wein schenkken wie von alter her beschehen, bey derer eynunge 1 pfundt pfeninge oder sol dem weinschanck obersteen.Dorfordnung 1549
1549 JLItem wa einer ein reyfe under dem jare abwerfen tett, derselbig soll die obgemelt eynunge unnachleßlich verfallen sein und sol dem nach in eim jare kein reyf ußstecken, bei auch I lb d zur eynunge.Dorfordnung 1549
1549 JLItem es soll kein wurt wein ausserm dorf kaufen, es were dann ganz keyn wein im dorf zu verkaufen, bey straffe 1 lb d.Dorfordnung 1549
1549 JLItem die Meinkeimer kirwey hat freyheit und mage jederman uff soliche zeit acht tag vor oder nach der kirwey ungeferlich wein schencken; doch welicher wein schencken will zur kirwey oder sunst, derselb soll von stunden an vor dem weinschanck sein geschir lassen eychen, bey der einunge 1 pfundt heller.Dorfordnung 1549
1549 JLItem die wurt sollen keinen gast ußschlagen und dem andern heimweysen bey 1 lb d, es were dan, das der gast nit wolt bey dem ersten wurt benungicht sein mit seiner arm tagen, so mage derselb wurt jnen wol furter weysen; kunt man dan erkennen, das er seinen muglichen vleiß geton hett, solt derselbigk wurt der einunge embresten sein.Dorfordnung 1549
1549 JLItem welicher wurt oder gemeinßman, auch die muller und weber, so moeßgeschire haben, als soemern, halbsomen und imel, das man zum marck braucht, desgleichen so gewicht haben, dieselgiben
sollen soliche meßgeschire und gewicht alle jare zum wenigsten einmal lassen eychen und brennen, und alß dick man daruber clagt bey pene 1 lb heller.
Dorfordnung 1549
1549 JLItem welicher wirt wein kauft, derselb sol den dorfmeisern bey seinem eyt sagen, wie hoch er denselben wein kauft hat; sol der wurt uff yeder maß 1 d haben an alle geferdt, 1 ß d minder oder mehe uff der ome, bey der einunge wie obstett.Dorfordnung 1549
1549 JLItem so eyn wurt oder gemeinsamen woelt hering, stockfisch, blatheysen und bueckinge feilhaben, derselbig sol kaufmansgut haben bey der eynunge 1 lb heller; und wan jme solchs von den dorfmeistern verbotten wurd, sol derlebigk uberfarer nit mehe desselbigen unkaufs vertreyben bey genanter eynunge.Dorfordnung 1549
1549 JLItem es soll kein wurt ein frembden gast, als wandelpersonen und gemeine dirn uber ein nacht behalten, es were dann, daß der gast schulden hett inzupringen oder ander erlich gescheften, die jnen uffhallten tetten, bey der eynunge 1 lb heller.Dorfordnung 1549
1549 JLItem von alter her ist verbotten, das neyemand in gemeinen wegen und soenderlich auff dem uberfelt was soll hawen; deßgleiche sol man die rech nit außroden und insetzen bey pene 1 lb heller. Dann wa ein wege nott wurd sein in der marck zu machen, wuort die gemein selber tuon wie von alter her, und sol daruober eyn jglicher gemeinsman sampt den verordenten schutzen bey seinem eyd den ubertretter anpringen und ruogen. Deßgleichen sol niemand greben machen uber die gesatzten stein, auch bey der eynungen eyn pfundt heller.Dorfordnung 1549
1549 JLItem so gemeinsman ein eygert hat in der marck zwuschen den wingarten liegen und gipt die beth gleich den wingarten darvon, so da wingart maß ist, und begert dieselbig geheuet zu haben, sol derselbigk ein wüsch uff gemelt eygert stecken. Was dann daroben ergriffen würd, es wer pferdt, kuhe oder jemands grassen, solchs soll zu peen 9 d verfallen sein. Auch sol, wa eyn gemeinßman ein eckerlein mit der hawen gebaut hett, niemands daruff geen oder faren bey obgenanter eynunge.Dorfordnung 1549
1549 JLItem welicher wisen uff die gemeine wege stossen hatt und zu wessern begert, derselbig soll wessern, doch der gemein on schaden: Und wa von alter her brücken uber die gemein wege geen, soll man dieselbigen uffrichten bey pene 1 lb heller. Solicher punct der wesserunge halb sol allein den inheimischen und nit den frembden erlaupt sein.Dorfordnung 1549
1549 JLItem wa einer ein pferdt bei nacht in die weidt tut und im felt oder wissen unangebunden funden wurt, derslebigk soll eyn pfund
heller unnachleßlich verbrochen haben.
Dorfordnung 1549
1549 JLItem so einer in der mark ein wissen hatt, die dreye graß dragen mage, derselbigk soll genante wiß zum zweyten mal mehen vor unser lieben frawen tagk würtzweyhe und dieselbige wißen sollen beheuwet seyn und pleiben biß zu sant Michels tagk. Aber welicher nach gemeltem unser lieben frawen tag das zweyt graß mehen tut, soll darnach nit mer gefreyt sein.Dorfordnung 1549
1549 JLItem wann ein frembd person herkompt auß einer andern herschaft oder reichstetten und begert bey der gemein hie zu wonen, derselbigk soll unserm gnedigen heren von Spyer 2 lb d und der gemein auch 2 ld d bezallen und geben.Dorfordnung 1549
1549 JLItem es soll keiner in der gemein ein frembden uffnemen an wissen und willen dr amptleut und der gantzen gemein, bey der eynunge ein pfundt pfenninge.Dorfordnung 1549
1549 JLItem so ein beracht mensch stirbt, so sollen neun die nechsten uff alle wege bey dem gestorben sein mit wachen und waß sich gepurt zu tun, auch zur begrebnus bestettigen, jeder bey peen 9 d und soll man kein zeichen leuten, es sterbe dann ein beracht mensch.Dorfordnung 1549
1549 JLItem alle jare soll man ein newen weinsticher ziehen, und so die schwoben oder andere fuerleut omen in das dorf und begerten wein zuw kaufen, so sol man sie zu dem weinsticher weysen. Wa aber der weinsticher im dorf oder gemarcken nit were, sol man sie zu dem dorfmeyster weysen, damit die fuerleut nit gehindert werden. Und so ein furman weyn kauft, sol derselbig kaufer 4 d und der verkaufer 2 d von eim fuder weins zuw geen schuldig sein.Dorfordnung 1549
1549 JLItem wa ein gemeinßman wolt kaufleut umbfuren wein zu versuchen, on befehle deß schultheißen oder der dorfmeister, derselbigk soll der gemein fur ein halb pfund heller verfallen sein.Dorfordnung 1549
1549 JLItem so ein weinsticher oder gemeinsman fuerleut ausser dorf furen tett, derselbig ubertretter sol der gemein 1 lb d verfallen sein.Dorfordnung 1549
1549 JLItem es soll ein metzler, so zu Meinkeimer wonnhaft ist, sein banck underm rathaus haben, sampt seinem bewerten gewicht, und das fleisch daselbst umb ungeferlich zwo uhrn außhawen uff den sambstag und den inwondern vor andern helfen sonder allen betruge und vorteil, bey straff eins lb hellers.Dorfordnung 1549
1549 JLItem gemelter metzler soll auch sein fleisch mit dem gewicht verkaufen und das selbig geben wie andere umbstosser, bey eynunge 1 lb hellers es were dan sach, daß einer ein ochsen oder ander rinder kaufen tett, das hohe am gelt wert were, so soll derselb metzler zu den dorfmeistern geen und jnen solchs an zeigen; kunden dan die dorfmeister erkennen, das es besser seye dan der gemein kaufe ist, sol man jnen dasselbigk ein pfundt 1 d hellers hoher lassen verkaufen dann das ander fleisch.Dorfordnung 1549
1549 JLDorfordnung 1549
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1549 JLItem so eyn gemeinßman oder wer daß were, die brunendröcke oder stein on bescheid bey tagk oder nacht ab oder außlaufen lassen wurd, der oder dieselbigen sollen der gmein, so oft und dick daß geschicht, für 1 lb d zu straff und eynunge verfallen sein.Dorfordnung 1549
1549 JLItem wann ein ganß oder enten uff der gassen durch die schutzen erfunden, sollen dieselbigen geruegt werden, jedes stuck fuer 9 d, und sol der gemein vom stueck 6 d und dem schuetzen 3 d zugehoerigk sein.Dorfordnung 1549
1549 JLPallas II. von ObersteinVerzeichnis
1549 JLOrdenunge, wie es mit den widern gehalten werden sol.

Item wann ein scheffer zu österlichen zeyten umbget und den lemern außschneid, auch jnen bedunckt der gemein wider nott sein, kumet [oder kumpt?] der dann in einen stall, da er gut geschickt lemmer find, sol er zu demselbigen nachpern sprechen: Du solt das lamp zu einem wider laßen geen, und so dasselbig lamp oder wider über jare kompt, so soll es die erst pfrundt ledig gehn für sich selbst und danach die ander pfrundt, so man nent die Michelspfrundt soll genanter wider selbdritt ledigk gehn, und soll derselbigk bawer oder nachper, der den wider hatt, inen in gantz keinen wege verkaufen on des schultheißen, der dorfmeister und deß scheffers wissen und willen.

Item es soll auch einjglicher gemeinsman kein frembd lamp oder schaff bey der nacht und besonder die wyder ußjagen, bey der eynunge 1 lb heller, und soll der nechst nachper als ein gemeinßman bey seinen pflichten und eyden solchs dem schultheißen und den dorfmeistern anzuzeigen schuldigk sein.
Dorfordnung 1549
1550 JL
1555 JL
Beklagte erhebt Widerklage wegen Injurien [beg 1] derart, dass Viax von Oberstein sie im Jahr 1546 in der Gaststätte "Zum Hecht" (Hecht) [web 1] in Heidelberg beschimpft habeHerausgabe von 66 Goldgulden und 60 fl. Batzen.Reichskammergerichtsprozess 2219
1550 JLAnastasius Spiel siegelt im Jahre 1550 eine Urkunde des Ritter Hans von Altdorf genannt von Kropsburg.800 Jahre Kirrweiler
5 Februar 1553 JLHeiratsvertrag von Katharina von Oberstein (1528) aus dem Jahre 1553Heiratsverschreibung Oberstein - SchmidtburgGLA Ka 45 c.1553 Februar 5
14 November 1553 JLKaiser Karl V. belehnt Friedrich von Oberstain mit Güter und GefällenKaiser Karl V. belehnt Friedrich von OberstainStA LB 139a I U 394
24 Februar 1557 JLVergleich zwischen den Söhnen der verstorbenen Margarethe von Oberstein.HHStAW 128/1 Nr.965
1572 JLInname gelt In der gemeynn zu MeykhamerLA Sp U 103 Nr.99
1573 JLKaufvertrag zur KlauseLA Sp D 1 Nr.653
1573 JLAn- und Herkunft gerürtes Bechels oder Flüling jährlich ein paar Rappen zu Zins, in dero Hauß Kirrweiler reichenBitte um Umleitung des Witschbachs und Errichtung eines Mühlrads, darin: Tausch der Klause in der Witschbach gegen Grundstücke in Alfersheim und Waltenthum.LA Sp F 2 Nr.51
1573 JLIm Klausental stand im 16. Jahrhundert eine Kapelle mit Klause. Sie wurde von einem Waldbruder bedient. Zu ihr gehörten Acker, Wiesen und Wald, Wein- und Geldzinsen. Von dem alljährlich dort stattfindenden Klausenfeste gingen die Teilnehmer nach Alsterweiler und aßen und tranken. Daraus soll die Kirchweih entstanden sein. Im Jahre 1573 vertauschte der edle Stephan zum Jungen und seine Hausfrau Ursula v. Dalheim die Klause nebst Kirche und allem Zubehör, die sie von ihrem Vater ererbt hatte, an seinen Schwager Moriz von Morschheim. 53)Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1576 JLLA Sp U 103 Nr.100
1579 JLLA Sp U 103 Nr.101
1580 JL
1619
1669
1730
LA Sp F 2 Nr.221
1580 JLa) ein bischöfliches Weingartgut; am 1. Februar 1580 verkaufte Bischof Marquard von Speyer an seinen Hintersassen Christoph Groß zu Maikammer des Hochstifts Behausung und Hofraide, welche zum genannten Gute gehörte, für 400 fl. (Quelle 19 und 52).Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1580 JLIm Wiesenbereich lag auch die Gewanne:

auf der Großwiese (mdal. uff de Groußwiß) Die Lage ist: westlich die Gewanne im Böbig, östlich die Gewanne auf der Hartwiese, südlich die Gewanne in der oberen Leber, nördlich die Gewanne auf der Ahlmühl 1669 großwieße (LASp F2/221) Zu mhd. groz ist die Bezeichnung für den Umfang. Der Flurname kann sich aber auch nach einem früheren Besitzer entwickelt haben, zumal schon 1580 ein Hans Groß hier vorkommt. Die Wiesenbewirtschaftung war durch die Dorfordnung geregelt: Item welicher wisen uff die gemeine wege stossen hatt und zu wessern begert, derselbig soll wessern, doch der gemein on schaden. Un wa (sofern) von alter her brücken über die gemein wege geen, soll man dieselbigen ujfrichten bey pene (Strafe) Hb heller. Solicher punct der wesserunge halb sol allein den inheimischen und nit den frembden erlaupt sein.

Item so einer in der mark ein wissen hatt, die dreye groß dragen mage, derselbigk soll genante wiß zum zweyten mal mehen vor unser lieben frawen tagk würtzweyhe (Maria Himmelfahrt, 15. August) und dieselbige wysen sollen beheuwet seyn und pleiben biß zu sant Michels tagk (29. September). Aber weliche nach gemeltem unser lieben frawen tag das zweyt groß mehen tut, soll darnach nit mer gefreyt sein. LASp U103/36a
Die Flur von Maikammer-Alsterweiler
1580 JLb) ein Eußerthaler Propstei-Erbbestands-Weingut Quelle 7); es wurde im Jahre 1580 an Thomas Boscher gegen 4 Ohm schönen Wein im Erbbestand verliehen. 1759 weigerten sich die Erbbeständer weiter Erbgült zu entrichten, es sollten wegen schlechten Ertrages 2 Ohm eingezogen werden; es wurden aber bei der Renovation 1759 die 4 Ohm belassen.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1580 JLDie O e l m ü h l e , auch obere Oelmühle, war 1688 Johann Tretter in sicherem Bestände überlassen worden. Durch den Krieg 1689-1700 wurde sie ruiniert und geriet in Abgang. Am 3. Dezember 1699 wurde sie wiederum im Namen des Fürstbischofs Joh. Hugo dem Joh. Tretter erbbestandsweise überlassen. Der Erbbeständer mußte sie selbst aufbauen und dann Dach und Fach unter halten. Die ersten 6 Jahre war er darum vom Zinse frei, dann mußte er 4 Jahre lang jährlich 4 fl., darnach jährlich 5 fl. an Martini an die Schaffnerei Kirrweiler abliefern.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
29 März 1580 JL1580 März 29 - Haus des Klosters Eußerthal in Maikammer als Erbbestand an Thomas BoosArchiv der Gemeinde Maikammer (Gemeindearchiv) U 103 Nr.2
30 Juli 1580 JLFehltAufteilung des SpielfeldsLA Sp U 103 Nr.2
30 Juli 1580 JL1580 Juli 30 - Spielfeld Streitigkeit zwischen Maikammer und St. Martin (Teilung der Flur)Archiv der Gemeinde Maikammer (Gemeindearchiv) U 103 Nr.1
1582 JLDer Besitz bestand aus: einem Hof oben im Dorf „an der Pfarr"Erbstreitigkeit über die Hälfte des Besitzes zu SteinweilerReichskammergerichtsprozess 3039
8 Januar 1582 JLDomdechant des Domstifts Speyer Andreas von Oberstein anwesend bei Huldigung Kleinfischlingen für Bischof Eberhard.NN Archiv 1582 Januar 08 Nr.447
1588Vom Jahre 1588 an läßt sich dann ein Lehrer nachweisen, der sämtliche schulpflichtigen Kinder der Orte Maikammer und Alsterweiler zu unterrichten hatte. Das Schulhaus befand sich am Lindenplatz beim Gemeindehaus.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1588Jagdrecht in Börrstadt, Weitersweiler und Jakobsweiler.Reichskammergerichtsprozess 126Reichskammergerichtsprozess 126
1589Am Anfang von Alsterweiler liegt nördlich die Gewanne: im Grund (mdal. im Grund)

Die Lage ist: im unteren Grund westlich die Gewanne im oberen Grund östlich die Gewanne in der oberen Sau südlich die obere Friedhofstraße nördlich die Gewanne auf der unteren Heide im oberen Grund westlich die Gewanne in der Langheck östlich die Gewanne im unteren Grund südlich die Hauptstraße nördlich die Gewanne auf der mittleren Heide 1589 ein Stück Baumgart = Acker im Grand (LASp Dl/68) 1624 Ein virtel Wingart im Grundt (LASp D2/635) 1669 Grandhohl (LASp F2/221) 1669 grundt (LASp F2/221) 1721 Grand (LASp F2/227) Zu mhd. grünt Eigentlich grobkörniger Sand. Später erhielt es die Bedeutung von Grund, Wurzel, Vertiefung, Tal, Mulde1 Von Höhen, Hügeln umgebene Tallage(2) Feuchte Senke(3) Hier ist es der Talgrand des Wetterkreuzberges. In einem Bericht über die zum Schlößlein Credenburg in Alsterweiler gehörigen Güter vom 18. November 1712 wird ein Weinberg „im langen grund" und einer „im kurtz grand" beschrieben und erwähnt, daß letzterer „in ziemlich stocklosem Zustand" sei und man habe es versäumt, „Einlegner" zu machen.(4)

Nach der Parzellenkarte von 1821 lag der „lange grand" im heutigen unteren Grund und der „kurtz grand" im oberen Grand.(5) (1)Schirmer - (2)Keinath - (3)Leonhardt - (4)Hener - (5)LASp W41/526
Die Flur von Maikammer-Alsterweiler
1589am Eichelberg (mdal. am Äächelberch)

1669 Ein halber Morgweingart und Kestenberg im Eichelberg (LASpF2/221) Der Eichelberg oder oft nur Berg genannt, ist der gerodete Teil des Wetterkreuzberges1. Der Name kommt von der früheren Bepflanzung mit Eichen, deren Frucht die Eicheln zur Schweinemast verwendet wurden. Die Eicheln stellten ein nahrhaftes, wertvolles Schweinemastfutter dar, die Tiere wurden zur Futteraufnahme in die Eichenwälder getrieben.(2) Über Jahrhunderte holten die Bauern ihre Streu (Schdrääßel) für den Stall aus dem Walde und entzogen ihm dadurch den Humus, so daß heute nur noch die anspruchslosen Kiefern hier wachsen, von den Kastanien am Waldrand einmal abgesehen. Mit einer Rechtsverordnung vom 28.1.1992 des Landkreises Südliche Weinstraße wurden große Teile der Gewanne „am Eichelberg" zum Naturschutzgebiet erklärt. Dies diente dem besonderem Schutze von Natur und Landschaft in ihrer Ganzheit. Im Besonderen für den Lebensraum der Zaunammer, eines vom Aussterben bedrohten Vogels und der vielfältigen und artenreichen, teilweise auch seltenen Flora und Fauna.(3) (1)Leonhardt - (2)Bingenheimer - (3)Schickel-Kühner Am Wetterkreuzberg unterscheidet man auf Maikammerer Gemarkung noch die Alsterweilerer Süd- und Nordseite, sowie die Diedesfelder Nordseite. Im Bereich Eichelberg zieht sich hinter dem Waldhaus „Wilhelm" von

der Kaimitstraße bis zur „Schleif der „Hexenweg". Urban Ziegler hat dazu eine nette Geschichte ausgegraben. Kurz vor dem 30jährigen Krieg hat dort eine 14jährige Halbweise aus Kirrweiler, ein rechtes Früchtchen offensichtlich, Anzeige wegen Hexerei erstattet. Am Anfang sollen es sechs bis acht Frauen gewesen sein, die in der Walpurgisnacht dort alles mögliche Unanständige mit dem Bösen getrieben haben sollen. Sie selbst, so die 14jährige namens Wagner weiter, sei von einer Frau auf einem schwarzen Bock mitgenommen und am alten Venninger Bildstock abgesetzt worden, weshalb sie allein in der Hexennacht habe heimlaufen müssen. Im Lauf des 2jährigen Prozesses belastete sie dann 200 Personen, darunter auch die meisten Schöffen des weltlichen Gerichtes. Aber auch dieser taktische Trick fruchtete nicht. Am Ende des Prozesses bezog die 14jährige Wagner ihre Hiebe und wurde „ausgestabt", durfte also kein bischöfliches Gelände mehr betreten. Dieser Vorfall hat Vorgeschichte. Hexen waren nicht unbedeutende Erscheinungen im Maikammer des frühen 17. Jahrhunderts. Nachdem sie verschlüsselt schon 1583 auf dem ersten Tauf-, Heirats- und Sterbebuch des Ortes erwähnt worden waren, machte man sie offen für den schweren Hagelschlag 1601 und zwei Erdbeben im Jahr danach verantwortlich. Zu dieser Zeit mixte ein Apotheker in der Krottenburg unterhalb der Alsterweiler Kapelle die „Hexensalbe", die aus einer Palette berüchtigter Giftpflanzen besteht, nämlich Schierling, Mohn, Tollkirsche und Bilsenkraut. Das empfängnisverhütende Mittel kann, so ergaben Untersuchen der Uni Göttingen, durchaus jene Halluzinationen auslösen, die zum Hexenkult gehören, so das Fliegen neben abgrundtiefen Stürzen und die Erscheinung seltsamer Wesen. Die Salbe kam reichlich zur Anwendung, vermutet Urban Ziegler. So ist im Pfarrbuch zu lesen, daß um 1634, als Maikammer von Kriegswirren verschont blieb, dennoch kaum mehr Kinder im Ort zur Welt gekommen seien. Der Hexenweg lag damals noch mitten im Wald. Der Bereich zwischen ihm und der Berggasse, dem heutigen Wanderweg Deutsche Weinstrasse, wurde erst am 29. April 1834 aus dem früheren Haingeraide-Besitz versteigert. Ein entsprechender Beschluß der Gemeinde fiel schon am 1.11.1827 nach gütlichem Vergleich mit der Regierung. Dennoch gab es in Maikammer erheblichen Widerstand gegen die Versteigerung, auch von Seiten des Pfarrers. Nun war aber Maikammer eine königliche Pfarrei und so konnte es geschehen, daß am 1. Juni 1832 dem Kaplan gekündigt wurde. Der versteigerte Wald brachte 10140 Gulden und wurde dann wohl umgehend gerodet.(1) Auch volkstümliche Sagen liefern oft den Stoff für Wegnamen.(2) In exponierter Lage wurde von Franz Lederle im Jahre 1835 dieses weithin sichtbare Häuschen errichtet. Im Urkataster der Steuergemeinde Maikammer ist für das Jahr 1839 eingetragen: Wingert und Gartenhäuschen am Eichelberg. Lederle war ein reich begüteter Winzer und von 1833-1835 Maikammerer Bürgermeister. Aus dem alten Gartenhäuschen wurde in den vergangenen 165 Jahren durch mehrfachen Umbau das heutige schöne Weinbergshäuschen. Es diente sicherlich nicht nur den Weinbergarbeitern zum Unterstellen bei Unwetter, sondern wurde auch als Wochendhaus und zum Feiern kleiner Feste benutzt.LASpL56/772
Die Flur von Maikammer-Alsterweiler
1592Vorrangig hat bei uns der erste Dorfmeister das Gemeindezeichen verwendet. Ihm unterstand in der Gemeinde alles, was mit Zahlen zu tun hatte, also die Dorfrechnung, das Steuereinsammeln, das Vermessungsamt, das Eichamt usw. Soweit bekannt, zeichnete er individuell, z. B. Hans Barchen (16), (auch am Tor Marktstr. 17 aus dem Jahre 1592) oder Peter Hertel (17) (i. J. 1605). Von Hans Hertel dem Jüngeren ist aus dem Jahre 1633 unser Dorfzeichen in Verbindung mit dem Schultheißenzeichen erhalten (18)Wappen des ersten Dorfmeisters Hans Barchen
26 März 1594fehltSchaftrieb in die HaingeraideLA Sp U 103 Nr.302
1595Das Haus von Oskar Hafner, Alsterweiler Hauptstraße wurde 1595 erbaut. Es zeigt über dem Torbogen außer den Anfangsbuchstaben des Namens eine schwörende Hand, welche auf den Beruf eines Gerichtsschöffen hinweist.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
12 Oktober 1595Wir Catharina wittib vom Schmittburgks geborene vom Oberstein, und Hanß Philips vom Schmittburgk, Mutter und sohneVerschreibung von 300 Collnischen TalernLA NRW RKG 02025 Bd 2 0378
23 Februar 1597von Dalheim, Philipp Melchior. 1597 II 23 Kämmerer (323, 291). 1597 V 1 Stallmeister (323, 292 v.). 1599 XI 1 Faut am Brurain (323, 401). 1604 VII 9 Hofmeister mit 4 reisigen Pferden (323, 758 v.). 1620 XI 13 Hof- und Ritter-Richter, Rat von Haus aus (326, 130)Dienerbücher des Bistums Speyer (1464-1768)
1 Juni 1597Hacker, Johann. 1597 VI I Zollschreiber zu Vdenheim (323, 287). 1600 IV 23, Diener von Haus aus (323, 670). 1606 V 30 Visitator der Keller und Speicher (323, 770). 1624 IV 23 Kammer- und Landschreiberei-Rat (326, 164 v)Dienerbücher des Bistums Speyer (1464-1768)
1598Der Anlaß für den Streit war eine Messerstecherei zwischen zwei Keßlern oder "Pfannenpletzern"Streitigkeiten zu FußgönheimReichskammergerichtsprozess 2220
1600Maikammer und Alsterweiler hatte um 1600 fast die gleichen Straßen wie heute, nur wird die Deckelgasse nicht erwähnt, die Hintergasse hieß Obergasse, die Spreiselgasse Hubengasse.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1600Die oberamtliche Verordnung um das Jahr 1600 ordnet wegen des vielen Trinkens in den Wirtschaften an, daß zu Sommerszeiten abends um 8 Uhr und zur Winterszeit um 7 Uhr geläutet werde und daß dann alle Wirtshausbesucher heimzugehen hätten. „Es soll auch kein Wirt über gemelde Zeit ihnen Wein geben. Wo aber ein Wirt solches übertritt und nach der Zeit Wein oder anderes geben wird, der soll ein Pfund Pfennig und ein jeder, so in der Zech ist, 10 Schilling Pfennig, so oft es geschieht, zu der Tätung unnachläßlich geben. Doch sollen fremde Gäste, so bei der Nachtzeit sich züchtig und gebührlich halten, hierein nit gemeint sein.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1600Maikammer und Alsterweiler hatte um 1600 fast die gleichen Straßen wie heute, nur wird die Deckelgasse nichr erwähnt, die Hintergasse hieß Obergasse, die Spreiselgasse Hubengasse.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1600Vom Zeichen her wäre es möglich, das Wappen von Maikammer auch so zu gestalten (10), wie es sich in der Tat zum Zeichen der Trauer, umgekehrt auf dem von der Gemeinde im Jahre 1727 errichteten Friedhofskreuz, heute auf der Totengedenkstätte, findet. Die Stellung des Lotsymbols (la) hat aber eine besondere Bedeutung: a) Daran ist zu erkennen, zu welchem Dekanat eine Gemeinde gehörte (Bildvergleich (1)—(9), und b) innerhalb unseres Dekanates (Weyher ab 1399 für ca. 300 Jahre) unterscheidet die dem Petruskreuz ähnliche Anbringung den Gemeindemandatsträger von sonstigen Amtsträgern. Deutlich zeigt dies der Vergleich verschiedener Amtsträgerzeichen: das Zeichen für unseren Gemeindewaldschützen (11), für einen Haingeraideschützen (12), für einen Amtshaagschützen (13) ) oder für einen Amtsschöffen (14) )Wappen des Amtsschöffen Hans Rösser
1600Die oberamtliche Verordnung um das Jahr 1600 ordnete wegen des vielen Trinkens in den Wirtschaften an, dass zu Sommerzeiten abends um 8 Uhr und zu Winterzeiten um 7 Uhr geläutet werde und dass dann alle Wirtshausbesucher heimzugehen hätten: „Es soll auch kein Wirt über gemelde Zeit ihnen Wein geben. Wo aber ein Wirt solches übertritt und nach der Zeit Wein oder anderes geben wird, der soll ein Pfund Pfennig (1,70 bis zwei Mark) und ein jeder so in der Zech ist zehn Schilling Pfennig (rund eine Mark) sooft es geschieht, zu der Tätung unnachlässlich geben." (Gemeinde-Archiv Maikammer)Glockenstein und Trullo
1600Es soll auch kein Wirt über gemelde Zeit ihnen Wein geben. Wo aber ein Wirt solches übertritt und nach der Zeit Wein oder anderes geben wird, der soll ein Pfund Pfennig (1,70 bis zwei Mark) und ein jeder so in der Zech ist zehn Schilling Pfennig (rund eine Mark) sooft es geschieht, zu der Tätung unnachlässlich geben.Glockenstein und Trullo
1602
16021602 waren in Maikammer 149 und in Alsterweiler 74 Familien.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1602Das „Verzeichnis aller jetzigen und nachkünftig Gemeindsmanner, Weibern, Wittiben und Kindern samt ihrem Religionsbekenntnisse zu Maycammer und Alsterweiler. Angefangen 1602" enthalt folgende Namen: Anshelm (in Alsterweiler),Funk (in Alsterweiler),Hertzel (in Alsterweiler),Röder (in Alsterweiler),Hoffmann (in Alsterweiler), Jörg (in Alsterweiler), Kaufmann (in Alsterweiler), Kelblin (in Alsterweiler), Krug (in AIsterweiler), Kugel (in Alsterweiler), Müller (3 in Alsterweiler), Nachbaum (1 in Maikammer, 1 in Alsterweiler), Pfaff (in Alsterweiler), Röder (in Alsterweiler), Rudolf (in Alsterweiler), Schupfer (in Alsterweiler), Schwab (in Alsterweiler), Seiler (in Alsterweiler), Schultes (in Alsterweiler), Stachel (in Alsterweiler), Teutsch (in Alsterweiler), Wingerter (2 in Alsterweiler), Weiß (in Alsterweiler), Wirth (in Alsterweiler).Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1602Die Siedlung Altenkirrweiler (um bei dieser Bezeichnung zu bleiben), heute Wüstung, lag südöstlich der zu ihr gehörenden Hammelmühle. Die örtliche Lage verzeichnet eine um das Jahr 1800 verfertigte Militärkarte (Quelle Stadtarchiv Kaiserslautern, Kartensammlung (Revol. Kriege). Die Verkaufsurkunde aus dem Jahre 1602 sagt etwa folgendes: Ein freies Schlößlein und Burg, gelegen im Hochstift Speyer. Das Schlößlein nebst Burg umzog ein Wassergraben. In dieser Anlage waren Nebengebäude und die Ägidiuskapelle zu finden. Ein gewisser Bereich um Altenkirrweiler umschloß den Burgfrieden. Zur Anlage gehörten folgender Besitz: sodann die Kaplaneigüter und das Patronatsrecht zur Ägidienkaplanei (Quelle Remling, neuere Urkunden). Altenkirrweiler war ein frei adeliger Sitz und Gut, keinem Herrn mit Mittel unterworfen (Quelle LA Sp Abteilung Hochstift Speyer D 1). Es war ein Freigut. Flüchtete sich ein Missetäter, so Leib und Leben verbrochen, in den Burgfrieden, so sollte er sechs Wochen und drei Tage frei sein (Quelle LA Sp Abteilung Hochstift Speyer D 1). In Altenkirrweiler stand eine Sankt Gilgenkapelle.800 Jahre Kirrweiler
1603Das Maikammerer Wappen ist wohl einer Gruppe zuzuordnen, die als Dekanatszeichen zu bestimmen ist und vornehmlich in der Vorderpfalz vor- kommt. In unseren alten Urkunden wird es Maßzeichen, Gemeindezeichen, meist jedoch einfach „das Zeichen" genannt. Als ,Maßzeichen' symbolisiert es sicherlich die damaligen Maße: (la) das Lot = ca. 12 cm, (lb) den Fuß = ca. 30 cm, (lc) die Elle = ca. 60 cm 2). In Maikammer wird das ,Maßzeichen' im Jahre 1603 in einem das Eichamt betreffenden Gesuch des ersten Dorfmeisters Peter Hertel erwähnt 3)Wappen der Gemeinde Maikammer
1603Zu dieser Zeit versah ein Edesheimer Bürger in Maikammer und Alsterweiler den Eichdienst. Das Gesuch enthielt die Bitte, einen Maikammerer das Eichen ausführen zu lassen, wobei die Aufsicht darüber und das Eichen der Eichgefäße weiterhin bei Edesheim bleiben sollten. In dem Schreiben heißt es, man wolle ,aufbrennen das Maß, das Gemeintmaßzeichen und die Registrierungsnummer'. Ferner bat der Dorfmeister um die Erlaubnis, ein Registrierbuch anlegen zu dürfen.Wappen der Gemeinde Maikammer
1604Ein Ortszeichen, das auch für das Maikammerer Wappen Beweiswert hat, sei noch angeführt: das ursprüngliche Zeichen von Burrweiler (31). Es ist aus dem Jahre 1604 in Verbindung mit dem Schultheißenzeichen erhalten. Burrweiler war gleich Maikammer durch das Patronatslehen (Pfarrgeschichte Seite 26) mit dem Kloster Heilsbruck verbunden, jedoch hatte das Kloster dort schon ab 1265 das Präsentationsrecht inne. Die Pfarrei mußte jedoch wie auch die Pfarrei Winden mit Weltpriestern besetzt werden (Braun). Im Wappenzeichen steht über dem Fuß die kurpfälzische Raute. Da Burrweiler nie kurpfälzischer Ort war, kann die Raute nur im Zusammenhang mit dem Präsentationsrecht (= Recht zur Einsetzung eines Pfarrers in die Pfarrei) gesehen werden, das sich aus der kurpfälzischen Schirmherrschaft über das Kloster Heilsbruck ableitete.

Damit ist diese Raute ein wichtiges Indiz für die Heraldik des Maikammerer Altarbildes. Aber noch in anderer Hinsicht ist das alte Burrweilerer Wappen beachtenswert: Am Zeichen sind noch Reste von Gold und im Feld von schwarzer Farbe zu erkennen. Die Farbgebung war demnach gleich der des Maikam- merer Ortswappens. Dazu die Erklärung: Die erste Siegelform eines Pfarrortes waren der Kirchenpatron oder wie in Maikammer die Patrone. St. Kosmas und St. Damian werden heute noch im Maikammerer Pfarrsiegel ver- wendet. Bei der Vergabe der beschriebenen Wappengruppe wurden die Farben desjenigen genommen, der zur damaligen Zeit das Patronatsrecht besaß, bei Burrweiler und Maikammer also des Klosters Heilsbruck, das wiederum unter den ,Farben', d. h. der Schirmherrschaft der Kurpfalz stand. Auch bei anderen Orten kann dies beobachtet werden. So hat Kirrweiler in seinem Ortswappen die Farben der Speyerer Bischöfe Raban und Reinhard aus dem Geschlechte derer von Helmstädt: schwarz-weiß (= silber). (Da Reinhard 1455 starb, kann das Wappen nur in der schon erwähnten Zeitspanne entstanden sein.) Die dominierenden Farben der Kurpfalz waren immer schwarz-gold, die Farbe Rot war untergeordnet. Schreibt doch schon Conrad von Mure i. J. 1250: „Ecce palatini Reni forma leonis, ex auro, nigrum tarnen hinc Campum fore ponis!" (frei übersetzt: Sieh, der pfälzisch-rheinische Löwe aus Gold auf schwarzem Feld).

Das Burrweilerer Wappen wurde noch im 17. Jahrhundert in der Längsachse verdoppelt, sodaß daraus eine heraldische Lilie entstand. Die Farbgebung blau-weiß geschah wie in vielen anderen Gemeinden auf Vorschlag der königlich-bayrischen Wappenkommission i. d. J. 1830/31.
Wappen der Gemeinde Maikammer (Alternativ)
1605Vorrangig hat bei uns der erste Dorfmeister das Gemeindezeichen verwendet. Ihm unterstand in der Gemeinde alles, was mit Zahlen zu tun hatte, also die Dorfrechnung, das Steuereinsammeln, das Vermessungsamt, das Eichamt usw. Soweit bekannt, zeichnete er individuell, z. B. Hans Barchen (16), (auch am Tor Marktstr. 17 aus dem Jahre 1592) oder Peter Hertel (17) (i. J. 1605). Von Hans Hertel dem Jüngeren ist aus dem Jahre 1633 unser Dorfzeichen in Verbindung mit dem Schultheißenzeichen erhalten (18)Wappen des ersten Dorfmeisters Peter Hertel
1 April 1606Renovation der Güter in DeidesheimLA Sp F 9 Nr.97
16 September 1606Erbe des ohne eheliche Leibeserben verstorbenen Andreas von ObersteinMargarethe von Frankenstein regelt den Nachlass des verstorbenen Sohnes Andreas von Oberstein zugunsten der beiden Brüder Rudolf und Georg von Oberstein.HHStAW 128/1 Nr.1531
2 Juni 1611Hans Philipp starb am 2. Juni 1611 zu Alsterweiler.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
16191619 waren in Maikammer 163 und in Alsterweiler 87 Häuser. Sie waren nicht numeriert und wurden nach der Lage zu den Nachbarn bezeichnet.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
16191619 waren in Maikammer 160 Häuser, in Alsterweiler 90.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
2 Februar 1624gutwillig fürgestreckt und geliehen hat, nemblich fünffzig ReichsthalerBekantnuß über Capital de dato 1624 (Brief)LA Sp D 2 Nr.635-1
19 Februar 1624unß gutwillig fürgestreckt und geliehen hat, nemblich virtzig zween ReichsthalerBekantnuß Schuld (Brief)LA Sp D 2 Nr.635-2
1629Das Domkapitel hatte das Langhaus abreißen und neu aufbauen lassen. Die Einwohner mußten durch Fronarbeit beim Bauen helfen.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1631an dem adelichen Hauß und Güttern KredenburgLA Sp D 1 Nr.794
1633Vorrangig hat bei uns der erste Dorfmeister das Gemeindezeichen verwendet. Ihm unterstand in der Gemeinde alles, was mit Zahlen zu tun hatte, also die Dorfrechnung, das Steuereinsammeln, das Vermessungsamt, das Eichamt usw. Soweit bekannt, zeichnete er individuell, z. B. Hans Barchen (16), (auch am Tor Marktstr. 17 aus dem Jahre 1592) oder Peter Hertel (17) (i. J. 1605). Von Hans Hertel dem Jüngeren ist aus dem Jahre 1633 unser Dorfzeichen in Verbindung mit dem Schultheißenzeichen erhalten (18)Wappen des ersten Dorfmeisters Hans Hertel dem Jüngeren
1635Niclauß Cannachern von undt zu CredenburgLA Sp D 1 Nr.795
1656von Oberstein, Georg Christoph. [1656/57] Forstmeister (327, 68).Dienerbücher des Bistums Speyer (1464-1768)
1659Von d. Pfennigmeister u. seinem Amt (Seite 793) ...gang der ältern Protocollorum Plenis bis zum Jahre 1656. ermanglen die weitere Nachrichten älterer Zeiten, hingegen von dieser Zeit an hat der ehmalige tapfere Herr Assessor von Sontborn als Deputatus ad Cassam nach des Pfenningmeisters Krebsen 1732. erfolgtem Absterben einen vollständigen Auszug aus denen beeden vorhandenen ältern Protocollis Pleni von 1656. bis 1670. und von 1671. bis 1688. das Pfenningmeistersey-Amt betreffend, verfasset, welcher dem Protocollo Pleni 1732. einverleibet ist, und viele merkwürdige Nachrichten enthaltet: Ich bemerke daraus nur kürzlich folgendes: Im Jahr 1659 hat Gisbert de Maere ein so wohl von kaiersl. Majestät als auch von Chur=Maynz als Reichs Erz=Canzlern ertheiltes Expectanz-Decret bey damahligem grosen Alter des geweßten Pfenningmeisters Lindenmajers dem Collegio Camerali übergeben, das Collgeium faßt hierauf den Schluß, den Adjuctum Gisbert de Maere zur Verwaltung bis auf ferner der Ständen Verordnung zu zulassen. Nach Absterben des Lindenmajers erfolgte die förmliche Präsentation desselben von kaiserl. Majestät alleinig. Nun wurde er zwar testante Protocollo pleni 1663. als würklicher Pfenningmeister aufgenommen. Seine Verwaltung aber hat kein gutes Ende genommen, s.(siehe) v.(von) Ludolf Hist. Sust. Cameral. et Acta Deputat. 1672. An dessen Stelle ernannten und präsentierten Kaiserl. Majestät 1673. D. Franz Ludwig Huben von Gülcheg. Bey dessen Annahm mußte selbiger nebst generaler Verpfändung seines Vermögens, annoch gleich seiner Vorfahren eine special=Caution durch Bürgschaft von 10 000. fl. prästiren.Concepte der Reichskammergerichtsordnung auf Befehl der jüngsten Visitation (Dritter Teil) - Über den Prozeß, Selchow, Johann Heinrich Christian von, Verlagsort: Göttingen, Erscheinungsjahr: (1782) Verlag: Vandenhoeck Signatur: J.publ.g. 754-1
4 April 1666Cörver, Adolph Adam. 1666 VI 4 Keller zu Magdenburg und' zu Clingenmünster für die Gemeinschaft Landeck (327, 201). 1679 II 23 Schaffner zu Kirrweiler (328, 42)Dienerbücher des Bistums Speyer (1464-1768)
1667
23 Januar 1683Ofen reparierenBestandt Brieff über die Ziegelhütt zu MaycammerLA Sp D 1 Nr.72
1685Schlößlein zu CredenburgLA Sp D 1 Nr.796
1687Schlössel zu CredenburgLA Sp D 2 Nr.192neu
1689Da ein Mädchen von hier namens Apollonia Anstand als Laienschwester im Kloster der Franziskanerinnen in Speyer war, flohen die Schwestern dieses Klosters 1689 nach Alsterweiler, wo sie ein Haus besaßen.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1689Da ein Mädchen von hier namens Apollonia Anstand als Laienschwester im Kloster der Franziskanerinnen in Speyer war, flohen die Schwestern dieses Klosters 1689 nach Alsterweiler, wo sie ein Haus besaßen.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1698CredenburgLA Sp D 1 Nr.939
9 März 1699Im Kriege 1689—1700 wurde die Mühle von den Franzosen zerstört und kam am 9. März 1699 an Johann Martin Wetzel. Er war von der herrschaftlichen Fron befreit.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1700Einspänner (ebenso Seite 100, der Einspänner namens Johann Georg Barthel).800 Jahre Kirrweiler
17081708 zogen kaiserliche und französische Truppen hier durch. Es mußten Fronden und Lieferungen geleistet werden.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1719Doch scheint die Sammlung nicht viel eingetragen zu haben, denn im Jahre 1719 erbaute die Gemeinde, „des schlechten Aussehens der Kirche überdrußig", das Chor so ziemlich aus eigenen Mitteln. Die Bürger leisteten Fronarbeit, aus dem Ueberschuß der Kirche wurden 75 fl. genommen, dazu kamen 200 fl. Opfergeld und die Gemeinde schoß zirka 1000 fl. zu. Dies Chor mit Spitzbogen steht heute noch.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1719Als Geläut der Gemeinde wird in früherer Zeit genannt: Die Mittagsglocke; das Läuten um 4 Uhr morgens von Michaeli bis Georgi, das den Zweck hatte, die Weinfuhrleute in der Frühe zu wecken. (Hier beklagte sich die Gemeinde Maikammer 1719, dass der Lehrer nicht gleich seinen Vorgängern in dieser Zeit geläutet habe.)Glockenstein und Trullo
1721dan dieselbige durch die mansfeldische gantz undt gar verderbt undt abgebrochenBeschreibung aller im fürstlichen Hochstifft Speyer sich befindenden Mühlen- und ZiegelhüttenGLA Ka 78 Nr.1072
25 April 1735Hans Georg Thirolf nahm ein aufgefundenes Kind mit Nainen Maria Susanna an. Am 25. April 1735, wurde er dafür bis zum 12. Lebensjahr des Kindes vom Frondienst der Gemeinde befreit.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1739fol. 23

außgab geldt
zu beeth und güldten
der schaffnerey Kirrweyhler zu mayhen beeth
geliefferet l: q: N: 24 ˶60˶ ˶-˶ ˶-˶
dahien zur herbst beeth ˶76˶ ˶-˶ ˶-˶
zur schatzungs güldten dahien ˶120˶ ˶10˶ ˶3 1/2˶
ahn reducirten gülden [˶-˶ ˶3]9˶ ˶3˶
zu rindt fleisch geldt alles lauth q: N: 25 ˶7˶ ˶-˶ ˶-˶
ferners zur schaffnerey gelieffert atz geldt ˶1˶ ˶30˶ ˶-˶
schenckh geldt ˶3˶ ˶-˶ ˶-˶
einspänninger geldt alles l: q: N: 26 ˶8˶ ˶30˶ ˶-˶
ahn reducirten gülden [˶-˶ ˶3]9˶ ˶3˶
zu rindt fleisch geldt alles lauth q: N: 25 ˶7˶ ˶-˶ ˶-˶

der jungfer Dinkherin von 200 fl capital zu zinnß l: q: N: 27 ˶10˶ ˶-˶ ˶-˶
Maikammerer Bürgermeister Rechnung (1739-1740)
1739fol.35

Transport. ˶204˶ ˶36˶ ˶-˶ dem botten, so die trauben prob nacher Bruchsall getragen ˶-˶ ˶12˶ ˶-˶ vor unschlith zu denen fessern in dem gemeinen keller ˶-˶ ˶12˶ ˶-˶ vor 2 1/2 malter einspänninger habern l: q: N: ˶6˶ ˶30˶ ˶-˶ vor 18 booschen strohe theils vor die armen theils in die gemeind gelieffert l: q: S: N: 787 et 798 ˶1˶ ˶12˶ ˶-˶ dem krämer allhier vor unter schiedliche waharen so daß jahr hindurch zu gemeins kösten ver braucht worden zahlt l: specificat: sub N: 79 ˶40˶ ˶28˶ ˶-˶ zu unterhaltung der ziegeüner und weisen kindter zahlt ˶14˶ ˶15˶ ˶-˶

Latus [˶26˶ ˶25˶ ˶-˶]
Maikammerer Bürgermeister Rechnung (1739-1740)
11 November 1740anteceßoribus Hermann Säuler und Andreas JungMayhcammerer Burgermeister Rechnung (1740)LA Sp U 103 Nr.193
17441744 erbrachte dieser dem Lehrer zwei Malter vier Simmern Korn, drei Fuder Wein, ein Malter Spelz und ein Malter Gerste. (Ein Malter sind zwei Zentner oder sieben Simmer.) Der Lehrer lag öfters mit der Gemeinde im Streit, weil es ihm halt immer zu wenig war. Dazu meinte das Gemeindegericht, der Lehrer könne im Jahre fünf bis sechs Fuder Wein machen. Außerdem hatte er das Recht, auf dem Friedhof das Gras um die Gräber für seine Kühe und Geißen zu holen.Glockenstein und Trullo
11 November 1745An Martini 1745 übernahm sein Bruder, Johann Haffner, die Mühle in Pacht vom Bischof. Er erhielt Personalfreiheit in herrschaftlicher und Gemeinde-Fron. 1 Pferd durfte er für die Mühle halten, mit einem weiteren, das er zum Ackerbau hielt, war er zu fronden verpflichtet.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1 Dezember 1747Koch, Emanuel, Aufsichtträger zu Alsterweiler. 1747_XII_1 Besohldungsregelung (335, 222)Dienerbücher des Bistums Speyer (1464-1768)
1749Jetzt wollte Alsterweiler einen Präzeptor, weil der Weg nach Maikammer zu weit und zur Regen- und Winterszeit schlecht sei und die Kinder schlechte Kleider hätten. Pfarrer Weber war dagegen.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
17531753 kam es wegen kleinlichsten Ursachen zu einem erbitterten Streit zwischen der Kurpfalz und dem Bistum Speyer . . . 900 Mann kurpfälzische Truppen fielen in die Ämter Deidesheim und Kirrweiler ein und nahmen vor allem die Weine mit sich nach Neustadt. Die reichsten Winzer von Maikammer, St. Martin und Diedesfeld wurden eingezogen und in Neustadt ins Gefängnis geworfen; . . . vielfach wurden die Weinberge und Felder verwüstet. Die bischöflichen Gemeinden sollen zirka 9000 Gulden Kosten gehabt haben: die Gemeinden Hambach, Diedesfeld, Maikammer-Alsterweiler und St. Martin zusammen 5109 Gulden.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
17541754 wurde das Pflaster zu Alsterweiler gemacht, es kostete 90 Gulden, der Plattenweg 70 Gulden. Die Gemeinde zahlte ihre Schuld an die Kirche zurück.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1758Die beiden ersten Jahre des siebenjährigen Krieges (1756-1763) waren hier unmerklich vorübergegangen. Aber schon im Jahre 1758 begannen die Lieferungen, Einquartierungen und Kriegsfrondienste für — die Franzosen, die wieder einmal Truppen in dem Gebiete der Pfalz stehen hatten. Bürger mußten Mehl, Fourage und Pferdefutter meist nach Frankfurt a. M. fahren. Die Lieferungen an Hafer, Heu und Stroh gingen teils an das französische Magazin nach Speyer, teils nach Deidesheim und beliefen sich von 1758—60 auf 10 637 Gulden 24 Kreuzer.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1764Schloß zu Greidenburg, im schlössel GeraidtenburgLA Sp W 1 Nr.2005
29 Januar 1765Durch oberamtlichen Befehl vom 29. Januar 1765 wurde beanstandet, daß Leute im Oberamt ihre Felder und besonders die Weinberge schlecht und nachlässig, nicht zu rechter Zeit oder gar nicht baueten. Darum sollten vertraute und verständige Männer bei den Arbeiten Aufsicht führen und Bericht erstatten. Die Lässigen sollten mit Geldstrafen beleqt werden, wovon die Aufpasser die Hälfte bekamen.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1766Da kein Schulhaus zu Alsterweiler war, stellte Schmitt sein eigenes Haus zur Verfügung. Dazu erbat er sich, den armen Kindern umsonst Unterricht zu erteilen; nur bat er um die hohe Gnade, von Jagd-, Wacht- und Frondiensten befreit zu werden.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1766Da kein Schulhaus zu Alsterweiler war, stellte Schmitt sein eigenes Haus zur Verfügung. Dazu erbat er sich, den armen Kindern umsonst Unterricht zu erteilen; nur bat er um die hohe Gnade, von Jagd-, Wacht- und Frondiensten befreit zu werden. Nach einiger Zeit bat nun Schmitt, auch Tagschule halten zu dürfen. Dekan Johann Bapt. Fischer aus Hambach hatte sich darüber gutachtlich zu äußern. Das Gutachten fiel schlimm aus. So wurde unter anderem festgestellt, daß Schmitt selbst sehr schlecht schreibe und darum die Schreibvorlagen von Kindern aus Maikammer entlehnte. Seine Nachtschule ging daher ein, und die Kinder von Alsterweiler, etwa 82, hatten wieder die Schule zu Maikammer zu besuchen.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
25 November 1766Unterm 25. November 1766 richtete der Alsterweiler Bürger Peter Schmitt an das Generalvikariat die Bitte, es möge erlauben, daß den Kindern von Alsterweiler einige Nachtstunden in der christlichen Lehre durch ihn gegeben werde. Als Grund gab er weiten Weg und schlechte Kleidung der Kinder an. Pfarrer Gödecke war dagegen, weil er vermutete, daß es den Alsterweilerer Bürgern nicht um Nachtschule, sondern um eigene Tagesschule zu tun sei. Dem Lehrer von Maikammer wäre auch ein Teil des Schulgeldes entgangen. Das Generalvikariat entschied zugunsten des Schmitt, da das allgemeine Wohl dem privaten vorgehe; der Pfarrer sollte fleißig nachsehen.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
4 August 1768Wenn ein Untertan von dem Fürstbischof vom Frondienst befreit war, so sollte er auf Wunsch der Gemeinde (4. August 1768) doch in der Gemeindefron bleiben, weil er auch den gemeinen Nutzen genieße.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
13 März 1769Actum Maycammer den 13ten Marty 1769LA Sp F 14 Nr.2646
21 Juli 1770A m 21. Juli 1770 wurde von der hochfürstlich speyerischen Rentkammer in Bruchsal der Vorschlag gemacht, die Fronden, wegen deren sich die Untertanen besonders wegen der dabei vorkommenden Ungleichheiten oft beschwerten, mit Ausnahme der Jagdfronden abzuschaffen und dafür monatlich oder jährlich Geld zu erheben. Es blieb aber bei den seitherigen Leistungen.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1772An fronbarem Vieh waren in diesem Jahr vorhanden 9 Pferde und 3 Ochsen (1772).Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
17721772 stiftete die Registratorswitwe Vitterine von Mannheim, die in Alsterweiler Haus, Hof und Güter hatte, 50 Gulden für eine ewige Ampel, welche Samstag morgens beim Betglockläuten angezündet und abends beim Betglockläuten ausgelöscht werden sollte. 10)Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
17741774 wurden im Alsterweiler Tälchen Sandsteine gebrochen zum Dombau in Speyer. Es gab nicht sehr viel aber guten Wein.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1779
1939
1785Gegen Ende des 18. Jahrhunderts erhielten die Froner eine kleine Bezahlung. Doch wurde vom Fürstbischof 1785 festgesetzt, daß Spannfröner höchstens 6 Kreuzer und Handfröner höchstens 3 Kreuzer von der Gemeinde erhalten dürften.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1785Außer diesem Geldbezug hatte der Lehrer freie Wohnung mit Garten, war von sog. Ämtern, von Wach- und Frondienst frei und die Kinder brachten von Allerheiligen bis Georgitag (23. April - "Zu Georgi blinde Reben - volle Trauben später geben") Holz mit.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1786Als im Jahre 1786 die Schulstelle erledigt war, bat der Schullehrer Lorenz Zöller zu Kirrweiler für seinen Tochtermann Friedrich Matt um den Glöcknerdienst in Maikammer, der bei Neubesetzung der Schule leicht vom Schuldienst zu trennen sei. Er gab sich viele Mühe, erreichte aber nur, daß das Domkapitel den Glöcknerdienst vom Schuldienst trennte und dafür Kaspar Henkel von Speyer empfahl, der den Dienst erhielt mit dem Glockenzehnt als Bezahlung.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1786Die Lehrer lehnten es mit der Zeit ab, den Glöcknerdienst zu versehen, sodass die Gemeinde Maikammer 1786 einen Mann als Glöckner einstellte, der den Glockenzehnt als Bezahlung bekam.Glockenstein und Trullo
1786Eine weitere Rarität im südpfälzischen Raum ist das Weinberghäuschen in der Gewanne „im Böbig". Hier steht ein typi- scher „Trullo". Ein einräumiger, steinerner Rundbau mit rundförmigem Kraggewölbe und einem Rundknauf an der Spitze. An diesem Kragkuppelbau ist ein Zinnenkranz eingearbeitet. Diese steinerne Bekrönung ist der „Zippus". Wahrscheinlich hat sein damaliger Besitzer, der königlich-bayerische Amtsrichter Carl 
Schott, der in Frankenthal tätig war, die im nahen Rheinhessen von italienischen Wanderarbeitern dort erbauten „Trullis" gesehen und in seinem Weinberg „im Böbig" ein solches errichten lassen.Glockenstein und Trullo
1786Der rheinhessische Weinberghäuschenexperte Dr. Wolfgang Bickel hat den „Trullo" vermessen und festgestellt, dass alle Maße bereits im metrischen System sind. So datierte er die Bauzeit auf das ausgehende 18. Jahrhundert. Es war die Zeit, in der Steinmetze aus der Lombardei, in den rheinhessischen Steinbrüchen von Flonheim arbeiteten und die „Trullis" nach ihren heimatlichen Mustern bauten. Diese Bauten findet man auch in Apulien und in der Provence. Sie sind verwandt mit den „Nuraghen", kegelförmigen Steinbauten in Sardinien aus der späteren Steinzeit und waren Zufluchtsorte in Kriegszeiten, sowie mit den „Bories" in der Provence.Glockenstein und Trullo
9 Januar 1787honestum viduum Georgum Koch civem ac vietorem in AlsterweillerGeorgum KochLA Sp D 2 Nr.306/265
1789daß Kriege immer unserer Gegend Einquartierung, Fronden und Lieferungen gebracht hatten.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1789Nach der weiteren Regelung der Gemeindeverwaltung wurde in Maikammer Friedrich Schwarzwälder Agent und Emanuel Heilweck Adjunkt, in Alsterweiler Peter Adam Koch Agent und Friedrich Eisenbiegler Adjunkt (1789).Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1792Am 29. November verlangte der prov. Kommissär in Speyer alle Zehnten und Gülten des Domkapitels und der anderen hiesigen Stifter. Diese waren aus Vorsicht in Geld umgewandelt worden, welches gegen Quittung in Speyer abgeliefert worden war. Nur die Weine der Klosterfrauen von St. Klara aus ihrem Besitz in Alsterweiler waren nach Speyer gefahren worden. (1792)Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
September 1792In Alsterweiler fiel auf einen Offizier der Verdacht demokratischer Gesinnung. Er wurde deshalb wegen einer früheren Entwendung von 11 Gulden angeklagt, verurteilt zum Tode und im Tälchen erschossen (1792).Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
5 September 1792Am 5. September nachts 1/2 1 Uhr fiel ein Wolkenbruch. Das Wasser riß den oberen Brunnenstock zu Alsterweiler ab und verursachte auch sonst großen Schaden (1792)Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1793„Liebe Kinder, wie leben wir in einer so bösen Zeit! Das Rasen der Franzosen ist so hoch gestiegen, daß sie ihrem König auf dem Schaffot in Paris das Leben durch den Henkersknecht, gleich als dem ärgsten Marder genommen, den 21. Januar und die Königin auf das grausamste behandelt, in unserer Gegend mit Geben und Fronen belästigt, ja soweit gebracht, daß Schultheiß und Vorgesetzte sich flüchtig gemacht hat, das ganze Oberamt verjagt." (1793)Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1793Ausfautheidirektor, Hofrat Kraus800 Jahre Kirrweiler
2 April 1793Am 30. März nahm Kommissar Wambsgans mit 6 Mann 50 Kühe aus den Stallungen in Maikammer, am 2. April 80 Kühe aus den Stallungen von Alsterweiler.Wut und Verzweiflung erfaßte die Bewohner. Man verrammelte die Tore, bewarf die Eindringlinge mit Holzscheiten und widerstand mit Gewalt, aber alles half nichts. Nur wer rechtzeitig in den Hinterwald gefahren und sich dort einige Tage aufgehalten hatte, rettete seine Kuh. (1793)Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
11 Dezember 1793Am 11. Dezember wurde Alsterweiler noch einmal geplündert. Truppen des deutschen Korps Benjowsky waren am 9. Dezember aus Edenkoben zurückgedrängt worden und mußten am 10. Dezember bis hierher zurückweichen. Mit einigen Freischützen brachen die Soldaten zu St. Martin und Alsterweiler in die Keller ein, schleppten Schweine und Kühe fort und erpreßten von den Einwohnern Geld unter Androhung des Todes. Hier wurde Schultheiß Rieth überfallen und mißhandelt. (1793)Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
16 Juni 1795Kleidung für Heinrich Koch (1781)
Werkzeug für Heinrich Koch (1781)
Actum Maikammer den 16ten Juni 1795LA Sp F 14 Nr.2798a
1798Das Kloster St . Klara (Franziskanerinnen) hatte ein Haus am Hübel (Nr. 54) und ein Doppelhaus in der Deckelgasse (Nr. 6 und 8) und 8 Morgen Wingert (Nonnenwingert (noch 1798).Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1798Nach der weiteren Regelung der Gemeindeverwaltung wurde in Maikammer Friedrich Schwarzwälder Agent und Emanuel Heilweck Adjunkt, in Alsterweiler Peter Adam Koch Agent und Friedrich Eisenbiegler Adjunkt.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1798Nach den nun geltenden Bestimmungen erhielten Gemeinden unter 1500 Seelen einen Munizipalagenten und einen Adjunkten. Hier wurden Friedrich Schwarzwälder Agent und Emanuel Heilweck Adjunkt, in Alsterweiler Peter Ad. Koch Agent und Friedrich Eisenbiegler Adjunkt.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1798In diesem Jahre der Vereinigung der Pfalz mit Frankreich wurden in vielen Orten wieder Freiheitsbäume gesetzt, so auch in Alsterweiler, das durch die neue Verwaltung mehr Selbständigkeit erhalten hatte. (1798) (das Jahr 6 nach französicher Rechnung 22. September 1797 bis 22. September 1798)Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
20 Januar 1798Am 20. Januar 1798 wurde die Verwaltung der Gemeinde den Bürgern Jakob Denier, Lambert Thormann, Jakob Frantz und Friedrich Frankmann übertragen. Die Bürgermeister, welche die Gemeinderechnung führten, blieben bis 1804.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1800
1843
1900
1800An die Stelle des Munizipalagenten trat der Maire. Sie hatten nach dem Gesetze vom 7. Februar 1800 dieselben Verrichtungen wie die Munizipalagenten. In jeder Gemeinde sollte ein Munizipalrat (Gemeinderat) sein. Dieser sollte sich jedes Jahr am l5. Pluviose versammeln und höchstens vierzehn Tage versammelt bleiben. Der Maire hatte auch die Grund-, Personal-, Luxus-, Tür- und Fenstersteuer zu erheben. Erster Maire war Jakob Denier, dem 1801 Jean Müller (bis 1813) folgte.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
25 November 1802Durch Gesetz vom 25. November 1802 wurde der Verkauf aller Nationalgüter angeordnet. In Mainz begann die Versteigerung aller früheren herrschaftlichen Güter. Die Credenburg zu Alsterweiler kam in den Besitz der Gebrüder Lederle in Hambach, 60 Morgen Äcker und 24 Morgen der Dieterwiese gingen in Privatbesitz über. Das sogenannte Nonnenhaus kaufte Franz Peter Schwarzwälder in Alsterweiler samt dem dazu gehörigen Gut um 465 Frs., zahlbar in 3 Terminen.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
20 April 1807Witwe, starb in der "Deckelgass 267"Ortsfamilienbuch Maikammer-Alsterweiler Band 1 und 2 Einwohner 1587 - 1918/1937
19 Juli 1807starb in der "Deckelgass 270" Mutter angebl. geb. WackOrtsfamilienbuch Maikammer-Alsterweiler Band 1 und 2 Einwohner 1587 - 1918/1937
27 Dezember 1808Johann Matthias, Witwer, angebl. 74 J., starb in der "Deckelgass". War um 1776 in der Fremde (AA 2857)Ortsfamilienbuch Maikammer-Alsterweiler Band 1 und 2 Einwohner 1587 - 1918/1937
22 August 1811angebl. 47 J., starb in der "Deckelgass 270"Ortsfamilienbuch Maikammer-Alsterweiler Band 1 und 2 Einwohner 1587 - 1918/1937
1 Juni 1812Maria Salome Jung, starb in der "Deckelgass 266"Ortsfamilienbuch Maikammer-Alsterweiler Band 1 und 2 Einwohner 1587 - 1918/1937
19 Januar 1814Stephan Kühn, starb in der "Deckelgass 269"Ortsfamilienbuch Maikammer-Alsterweiler Band 1 und 2 Einwohner 1587 - 1918/1937
26 Februar 1814(Andreas Frankmann, †26.02.1814 rk Alst.) Starb in der Deckelgass 179 (Quelle StA)Ortsfamilienbuch Maikammer-Alsterweiler Band 1 und 2 Einwohner 1587 - 1918/1937
17 März 1814Maria Eva Müller, starb in der "Deckelgass"Ortsfamilienbuch Maikammer-Alsterweiler Band 1 und 2 Einwohner 1587 - 1918/1937
14 Januar 1815Maria Elisabeth Bender, Witww, 90 J. (lt. Sterbebuch 96 J.), starb in der "Deckelgass 281"Ortsfamilienbuch Maikammer-Alsterweiler Band 1 und 2 Einwohner 1587 - 1918/1937
9 Oktober 1815Georg Conrad starb in der "Deckelgass 273"Ortsfamilienbuch Maikammer-Alsterweiler Band 1 und 2 Einwohner 1587 - 1918/1937
1816Von München kam ein Geometer mit Frau und 14jährigem Meßgehilfen nach Maikammer und nahm bei dem damaligen Gemeindeschreiber Hauck Wohnung. Dessen Sohn half auch beim Messen mit. Dieser erzählt von diesen Waldgängen in der Palatina. So fanden sie im Walde viele "balkenlange und pickelshelmsdicke" Schlangen. Einmal fanden sie bei der Kropsburg einen Storch, den eine Schlange umwickelt hatte. Sie befreiten den Storch. Der Geometer war ein eigentümlicher Mann, den die Leute Waldmesser nannten. Wenn sie ihm begegneten, grüßten sie ihn immer: „Guten Tag, Herr Waldmesser!" Darüber ärgerte er sich und erwiderte: „Ich bin kein Waldmesser nicht: ich bin Geom'ter!" Die damals nicht feinen Leute, die auch infolge des Krieges und der Nachkriegszeit roher geworden waren, trieben ihren Spott mit ihm und riefen ihm, wo sie ihn von weitem sahen „Land-mes-ser" nach. Einmal ging er auch von der Vermessung durch Alsterweiler nach Hause; im Walde hatte er sich einen dicken Stock zum Benutzen beim Gehen abgeschnitten. Als er an die Deckelgasse kam, standen einige böse Buben dort und belästigten ihn durch Zurufen. Dabei schlug er dem Frechsten seinen Stock über. Die Folge war, daß man ihm Steine nachwarf und ihn bis zu seiner Wohnung verfolgte. Als auch noch nachts Steine in die Wohnung fuhren mit den Zurufen: „Wir schneiden ihm den Hals ab! Wo ist der Waldmesser, er muß sterben; der will kein Waldmesser sein!", brach er nachts noch auf und verließ das ungastliche Maikammer. Ein Knecht des Bürgermeisters Reinig brachte ihn mit der Chaise fort.(1816)Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1816Nun ging das Schelten an. Da er einen Knebelbart trug, nannten sie ihn „Gäsebart". Nun schallte es den Berg hinauf und herab, das Tälchen hinein und heraus, wie früher „Landmesser" jetzt „Gä—se—ba—rt". Aber der Förster behielt seinen Gleichmut. Als er einen der Alsterweiler Buben mit einem Kreuzer belohnte, weil er am lautesten „Gäsebart" schreien konnte, taten's die anderen nicht mehr, weil sie nichts bekommen hatten, und das „Gäsebart"-Geschrei nahm ab. (Palatina Jahrgang 1889 S. 403 f.)Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1816Jetzt kam der 15er Wein in den Preis. Friedrich Eisenbiegler in Alsterweiler verkaufte 1 Fuder zu 415 Gulden und 1 Kronentaler (1816)Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
14 April 1816Alsterweiler
10 Dezember 1817"Die Platten genannt"...Urteil Könglich baierisches Bezirks-Gericht zu Landau (1817)LA Sp U 103 Nr.26
18 Dezember 1818pr. den 14. Dezember 1818.

Maykammer und Alsterweiler. (Versteigerung des Weinstichamts und Nachtwachöls.) Den 30sten Dezember d.J., des Nachmittags um 2 Uhr, wird zu Maykammer auf dem Gemeindehause das Weinstichamt an den Meist= und die Lieferung des Nachtwachöls für Maykammer und Alsterweiler an den Wenigstbiethenden auf ein Jahr versteigert. Maykammer, den 12ten Dezember 1818. Das Bürgermeisteramt.

Jacob Denier.
Intelligenzblatt des königlich baierischen Rheinkreises
16 Mai 1820Am 16. Mai 1820 stellten die 4 Bürgermeister mit Bevollmächtigten vor dem Landkommissariate Landau den Antrag auf Teilung. Zugleich gaben sie an, daß von dem ganzen Teile die Gemeinde Maikammer wegen ihrer stärkeren Bevölkerung ein Zwanzigstel voraus erhalten und der Rest zu 4 gleichen Teilen geteilt werden solle.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1821
1822Die Gemarkung von Maikammer-Alsterweiler umfaßt mit der Dorffläche 605,67 Hektar, davon sind 521 Hektar Wingert, Äcker und Wiesen. Die letzte allgemeine Vermessung geschah im Jahre 1822, weshalb auch die Grenzsteine neben dem Zeichen des früheren Gerichtssiegels und den Buchstaben MK die Jahreszahl 1822 tragen. Es ergaben sich 7110 Parzellen.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1822Nur das Spielfeld gehörte bis zum Jahre 1580 den Dörfern Maikammer und St. Martin gemeinsam. Es wurde bis zu diesem Jahre hauptsächlich als Weideplatz benutzt, woran die Namen Viehweg, Viehtrieb und Geißweide noch erinnern. Vielleicht fanden dort auch Feste statt, worauf der Teil „An der Schießmauer" hinweist. Die St. Martiner hatten angefangen, die ihnen am nächsten liegende Seite als Wingert und Äcker anzulegen, während die hiesigen Bewohner den ganzen Platz seinem bisherigen Zwecke erhalten haben wollten. Es entstand deswegen ein Streit, der erst beigelegt wurde, als am 3o. Juli 1580 das ganze Feld in der heute noch bestehenden Art und Neise geteilt wurde. Die Teilung fand auf dem Oberamt Kirrweiler statt. Der Speyerer Fürstbischof Marquard hatte dazu den Fauth von Marientraut, Jakob Hundt v. Salheim, den bischöflichen Rat Dr. Johann Konrad Breuning und den Domkostus zu Speyer und Domherrn zu Worms Christoph Nagel v. Dürmstein, beide letztere als Abgeordnete des Domkapitels, und den fürstbischöflichen Schaffner in Kirrweiler Philipp Dierolf abgeordnet. Im Beisein der Gemeindedeputierten wurde das Feld besichtigt und dann geteilt.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
5 November 1823Seite 1496

Schulpräparanden-Prüfung III. Klasse der hinlänglich Befähigten.

Franz Hauck, kath. geboren zu Alsterweiler, den 17ten October 1803; im Gesang hinlänglich, im Orgelspiel schwach.
Intelligenzblatt des königlich baierischen Rheinkreises
1824In diesem Jahre wurden zum erstenmal Leichenträger angestellt, 5 für Maikammer und 5 für Alsterweiler. Die Gemeinde kaufte 5 schwarze Mäntel und Hüte. Die Trägergebühr betrug 20 Kreuzer. Am 15. Mai wurden die bisher üblichen Leichenschmause verboten. (1824)Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1824Als zweiter Gehilfe wurde 1822 Jakob Hildenbrand angestellt, dem im Frühjahr 1824 Georg Adam Müller, geb.1803 zu Alsterweiler, folgte. Nach seiner Versetzung an die neue Stelle zu Alsterweiler folgten ihm als Gehilfen in Maikammer Joh. Adam Borell von Hainfeld von Herbst 1830 bis Herbst 1832. Joh. Adam Schlegel von Edesheim von Herbst 1832 bis Herbst 1834.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1824AlsterweilerAlphabetisches Verzeichniss der Gemeinden des Rheinkreises mit Angabe der zu denselben gehörigen einzeln stehenden Häusern, Höfen und Mühlen...
16 Februar 1824Am 16. Februar 1824 beschloß der Gemeinderat zur Erinnerung an das 25jährige Regierungsjubiläum des Königs Max I. der Kalmit den Namen „Maxhöhe" zu geben und daselbst ein Denkmal aufzustellen. Steinhauer Johann Martin Baumann schuf dasselbe um 1666 fl.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
18251825, 2218 Einwohner, 1509 in Maikammer, 709 in Alsterweiler.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
25 Februar 1825Beitrag: Was heißt GeraidenVon den Geraiden
29 April 1825Beitrag: Von den Geraiden

... 10) Die fünfte Hain-Geraide, oder die Unterhain Geraide, auch die Telder-Geraide genannt. (Was das Wort Telder bedeuten sollte, weiß der Unterzeichnete nicht.) Sie gehörte denen von Diedesfeld, Kirweiler, Maikam (So in Verwaltungsakten der Jahre 1801 und 1802 genannt, nicht Maikammer,) mit Alsterweiler und Sankt Martin. Der Geraide=Stuhl war bei Maikam.

Der Wald auf der östlichen Seite des Wasischen Gebirges heißt von dort an der Hard=Wald oder die Hard, und so ist auch die Benennung Hard-Geraide gewöhnlich geworden.
Von den Geraiden
1826Bis 1826 wurde das Geschäft des Weinstichers und der Weinläder jährlich verpachtet. Letztere zahlten 75 fl. Pacht. Vom Jahre 1827 an wurden die 2 Adjunkten (Joh. Ernst und Sebastian Hauck) Weinsticher. Ihre Gehilfen und die Läder bestimmte der Gemeinderat.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
18261826 war ein Betrag für Pflaster durch Alsterweiler im Gemeinde-Voranschlag eingesetzt, 1828 sollte eine Strecke gemacht werden, aber erst 1832 und 1833 wurde es ausgeführt. Es kostete 1873 fl. 34 Kr.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
16 Mai 1828Intelligenzblatt des königlich baierischen Rheinkreises
1829Müller erhielt 1829 200 fl. und freie Wohnung, die zu 25 fl. veranschlagt war; 1832 erhielt er 3oo fl. mit dem Vorbehalt 1. so fleißig wie seither weiter zu arbeiten, 2. sich nie von Alsterweiler fortzumelden und 3. nie einen Gehilfen zu verlangen.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1829Man war aber in Alsterweiler immer frommgläubig und hielt streng am Althergebrachten. Darum war es schon lange ihr Streben, eine Schule und ein Gotteshaus zu bekommen. 1829 wurde die Schule eingerichtet.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
13 Januar 1829Intelligenzblatt des königlich baierischen Rheinkreises
13 Januar 1829Intelligenzblatt des königlich baierischen Rheinkreises
1830Trotz der Abtrennung von Alsterweiler war die Schülerzahl in Maikammer noch so groß, daß das Landkommissariat Landau 1830 die Gemeinde mehrfach aufforderte, wieder einen Gehilfen anzustellen.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1830Als im Jahre 1830 wieder ein Gehilfe angestellt werden mußte, wollte die Gemeinde dessen Gehalt von dem der Lehrer abziehen, weil Maikammer für sich allein nur 1664 Einwohner zählte und Alsterweiler jetzt eine eigene Schule hatte.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
18301830 2349 Einwohner, 1664 in Maikammer. 685 in Alsterweiler.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1831Mitteilung der geschichtlichen Merkwürdigkeiten Maikammer-Alsterweilers an den geschichtlichen Verein des Rheinkreises 1831, von Pfarrer Weckesser.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
2 Juni 1831Spezialbetreff: Trennung des Ortstheiles Alsterweiler von der Gemeinde MaikammerLA Sp U 103 Nr.589
2 Juni 1831Am 2. Juni 1831 richteten Bürger von Alsterweiler an das Landkommissariat Landau die Bitte, Alsterweiler von Maikammer zu trennen und zu einer selbständigen Gemeinde mit eigener Verwaltung zu erklären. Als Gründe führten sie an die Vernachlässigung des Ortsteils Alsterweiler in den letzten 15 Jahren und die mutwillige Verschleuderung des Gemeindeeigentums in Alsterweiler zum Nachteil der Gemeinde. Die Schrift enthält viele scharfe Ausdrücke, woraus man die tiefe Erbitterung der Alsterweilerer Bürger ersieht. Der Zufahrtsweg von Maikammer nach Alsterweiler, der Plattenweg, war meist in derartig schlechtem Zustand, daß Fuhrwerke bis an die Achse einbrachen, und Fuhrleute, die Flachs, Weiden, Kartoffeln u. a. von auswärts brachten, es vorzogen in Maikammer zu bleiben.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
2 Juni 1831Am 2. Juni 1831 richteten Bürger von Alsterweiler an das Landkommissariat Landau die Bitte, Alsterweiler von Maikammer zu trennen und zu einer selbständigen Gemeinde mit eigener Verwaltung zu erklären. Als Gründe führten sie an die Vernachlässigung des Ortsteils Alsterweiler in den letzten 15 Jahren und die mutwillige Verschleuderung des Gemeindeeigentums in Alsterweiler zum Nachteil der Gemeinde. Die Schrift enthält viele scharfe Ausdrücke, woraus man die tiefe Erbitterung der Alsterweilerer Bürger ersieht. Der Zufahrtsweg von Maikammer nach Alsterweiler, der Plattenweg, war meist in derartig schlechtem Zustand, daß Fuhrwerke bis an die Achse einbrachen, und Fuhrleute, die Flachs, Weiden, Kartoffeln u. a. von auswärts brachten, es vorzogen in Maikammer zu bleiben.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
22 Dezember 1838Am 22. Dezember 1838 fand noch einmal eine Regelung statt. Es wurden für Maikammer und Alsterweiler je 2 Weinsticher, die von nun an dem Gemeinderat angehören sollten, gewählt. Jedes Jahr schied einer aus. Durch das Los kam ein neuer dazu. Ein Weinhändler konnte kein Weinsticher werden. Der Käufer hatte von 1 Fuder Wein 1 Gulden 30 Kr. zu zahlen. Davon erhielt der Weinsticher 5 Kreuzer Stichgeld, 15 Kreuzer Eichgeld, der Läder bezog 15 Kreuzer, der Rest von 55 Kreuzern floß in die Gemeindekasse. Kaufte ein hiesiger Weinhändler hier Wein, der auch hier blieb, so erhielt der Läder 40 Kreuzer Trägerlohn, wovon 8 Kreuzer in die Gemeindekasse flössen.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1840Bürgermeister wurde J. F. Frantz, 1. Adjunkt J. Friedr. Schwarzwälder bis 1840, 2. Adjunkt A. Platz bis 1840.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
18401840 wurde Peter Pfoh 1. Adjunkt und Peter Ad. Frankmann 2. Adjunkt, 1842 Franz Kögel Bürgermeister.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
18401840 gab es in Maikammer 301, in Alsterweiler 104 Häuser.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1842Die übrigen 16 Gemeindräte von Maikammer waren gegen die Trennung:1. weil zwei getrennte Haushaltungen kostspieliger zu führen wären als eine einzelne, 2. weil die Wasserleitung doch gemeinsam bleiben müsse und durch Alsterweiler geleitet werde; Reibereien und Prozesse würden entstehen, 3. weil die Trennung sehr bedeutende Kosten verursachen würde, 4. weil sich in zehn Jahren die beiden Dörfer durch Neubauten doch berühren würden und eine Wiedervereinigung notwendig machte.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
4 März 1842Sitzung vom 4. März. Nicolaus Schöffler, 25 Jahre alt, Metzger, geboren und wohnhaft zu Deidesheim. (Vertheidigt durch den Herrn Rechtskandidaten Medicus). Der Oekonom Karl Theodor Rieth von Alsterweiler besitzt in dieser Gemeinde ein zweistöckiges Wohnhaus, dessen oberer Stock von dem Revierförster Wolf, der untere aber von dem Eigenthümer bewohnt wird. Am 31. Okt. vor. Jahres gegen 5 Uhr des Abends, verließ Rieth seine Wohnung, um sich nach Edenkoben zu begeben, wo an jenem Abend Ball war. Da derselbe ledig ist und keine Dienstboten im Hause hat, auch der Revierförster mit seiner Familie vereist war, stand das wohlverschlossene Haus in jender Nacht leer. Den Schlüssel hatte die Haushälterin des Rieth, welche nicht in diesem Hause wohnt. Am Abend des folgenden Tages kehrte der Revierförster zurück und man entdeckte nun, da eine große Quantität dem Rieth zugehörender Effekten, bestehend in Bettung, Kleidungsstücken, Weißzeug, Zinn u. gestohlen worden war. Eine Stunde später kam auch Rieth von seiner Lustparthie zurück und überzeugte sich, daß der Diebstahl zur Nachtzeit mittelst Einsteigens und Einbruchs verübt wurde. Ein unbestimmter Verdacht fiel alsbald auf den Angeklagten, weil er einige Tage vorher in Alsterweiler gesehen wurde, und mit den Localitäten genau bekannt war. Dieser Verdacht hat sich dann auch durch die Untersuchung zur vollkommenen Gewißheit gestaltet. In der Nacht des Diebstahls kam Schöffler, mit einem großen Pack auf dem Rücken, zu dem Ackersmann Wilhelm Theobald in Lachen, und ersuchte denselben sehr dringend, ihn in seine Heimath nach Meckenheim zu fahren. Dabei gab er an, er sei ein Halstuchhändler und komme von Landau und Edesheim, wo er Geschäfte gemacht habe. Das ängstliche Benehmen dieses Menschen, kam dem Theobald verdächtig vor, und er wurde in seinem Verdachte noch besonders bestärkt, als er in jenem Pack eine zinnerne Platte bemerkte, und als ihn der Angeklagte, in Meckenheim angekommen, bat, nicht nur seinen Namen und Wohnort zu verschweigen, sondern ihn auch um das Dorf nach einem Judenhäuschen zu fahren. Dort legte er seinen Pack ab und begab sich mit Theobald in das Wirthshaus des Adjunkten Forschner, wo er dem Fuhrmann seinen Lohn geben wollte. Da er aber kein Geld hatte, lieh er von Forschner, gegen Versatz eines Ueberrocks, einiges Geld, zahlte den Fuhrmann und drängte diesen zur schnellen Heimkehr. Er gab bei mehreren Personen vor, er kommen von Philippsburg, wo er als Metzger gearbeitet habe und ließ seinen Pack durch einen Boten nach Worms tragen. In Worms angekommen, begab sich Schöffler zu dem Pfandhaustaxator Horch und versetzte demselben den größten Theil der in dem Pack befindlichen Gegenstände gegen eine Summe von 30 fl. Dem Wirth Conrad März von Mutterstadt gab er später ein kleines Päckchen zum Aufbewahren. Am 4. November erschien Schöffler nochmals in Lachen und trug einen zweiten Pack mit Effekten. Dießmal gab er sich für einen Tuchhändler aus Lambrecht aus. Er suchte den Fuhrmann Theobald nochmals zu einer Fahrt zu bewegen was diesen bewog, Anzeige bei dem Ortsvorstande zu machen. Der Bürgermeister von Lachen verhaftete hierauf den Angeklagten weil derselbe keine Legitimationspapiere hatte, und sich auch über den rechtlichen Erwerb der bei sich führenden Sachen nicht ausweisen konnte. Er wurde der Gendarmeriestation zu Neustadt zum Weitertransport vorgeführt, und hier wollte es der Zufalle, daß gerade der bestohlene Rieth zugegen war, welcher sogleich in den bei dem Angeklagten vorgefundenen Effekten einen Theil seines entkommenen Eigenthums entdeckte. Im Laufe der Untersuchung gestand Schöffler ein, den Diebstahl verübt zu haben. Derselbe wurde übrigens als ein höchst leichtsinniger Mensch geschildert, der in wenigen Jahren ein bedeutendes Vermögen durchgebracht und dabei noch so viele Schulden gemacht hat, daß er sich nach Frankreich flüchten mußte. Ja er bestahl sogar seinen Wohlthäter Rieth, der ihn nach seiner Rückkehr aus Frankreich gastfreundlich aufnahm, und mit Rath und That unterstützte. Die Geschworenen erklärten den Niklaus Schöffler des ihm zur Last gelegten Diebstahls mit allen erschwerenden Umständen schuldig, worauf ihn das Assisengericht zur Strafe der Zwangsarbeiten auf 5 Jahre verurtheilte.Sitzung vom 4. März
28 August 1842Am 28. August 1842 wurde wieder im Gemeinderat über die Trennung des Ortsteiles Alsterweiler von Maikammer verhandelt. 5 Gemeinderäte waren ganz dafür, Gg. Frz. Straub wollte nur Trennung der Gemeindekasse. Andr. Platz war dafür, wenn die Straße nach Edenkoben nicht gerade, sondern in der Richtung des alten Weges gebaut wurde und das Pflaster der Deckelgasse gemacht werde. Die übrigen 16 Gemeinderäte von Maikammer waren gegen eine Trennung.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
28 August 1842Am 28. August 1842 wurde wieder im Gemeinderat über die Trennung des Ortsteiles Alsterweiler von Maikammer verhandelt. 5 Gemeinderäte waren ganz dafür, Gg. Frz. Straub wollte nur Trennung der Gemeindekasse. Andr. Platz war dafür, wenn die Straße nach Edenkoben nicht gerade, sondern in der Richtung des alten Weges gebaut wurde und das Pflaster der Deckelgasse gemacht werde. Die übrigen 16 Gemeinderäte von Maikammer waren gegen eine Trennung.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
28 August 1842Am 28. August 1842 wurde wieder im Gemeinderat über die Trennung des Ortsteiles Alsterweiler von Maikammer verhandelt. 5 Gemeinderäte waren ganz dafür, Gg. Frz. Straub wollte nur Trennung der Gemeindekasse. Andr. Platz war dafür, wenn die Straße nach Edenkoben nicht gerade, sondern in der Richtung des alten Weges gebaut wurde und das Pflaster der Deckelgasse gemacht werde. Die übrigen 16 Gemeinderäte von Maikammer waren gegen eine Trennung.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1843Die Wahl 1843 brachte wenig Änderung; Kögel blieb Bürgermeister bis 1846, Peter Pfoh blieb 1. Adjunkt, Andreas Platz wurde 2. Adjunkt.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1843Jakob Platz (1832)Jahresbericht
3 Februar 1843In einer weiteren Sitzung am 3. Februar 1843 stellte Michael Eisenbiegler den Antrag, in Alsterweiler eine Abstimmung durch einen Regierungsbeamten vornehmen zu lassen. Es blieb aber bei dem vorigen Beschluß.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
3 Februar 1843In einer weiteren Sitzung am 3. Februar 1843 stellte Michael Eisenbiegler den Antrag, in Alsterweiler eine Abstimmung durch einen Regierungsbeamten vornehmen zu lassen. Es blieb aber bei dem vorigen Beschluß.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
19 Februar 1843Da das Landkommissariat mit diesem Standpunkt nicht zufrieden war, erneuerte der Gemeinderat am 19. Februar 1843 seinen früheren Beschluß. Als Gründe führte er an: Da die Lehrer seither zusammen 990 fl. bezogen, und jetzt 1350 (+ 200) fl. beziehen sollen, so wären, da in Alsterweiler die Anstellung eines Gehilfen sehr nötig war, 560 fl. mehr aufzubringen.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
20 März 1843Am 20. März 1843 richteten mehrere Bürger von Alsterweiler ein Gesuch um Trennung von Maikammer an die Regierung der Pfalz. Die Mehrheit war aber gegen eine Trennung.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
13 August 1843In einer Kommissionssitzung der Höchstbesteuerten der ganzen Gemeinde am 13. August 1843 sprach man sich auch dagegen aus.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
13 August 1843A m 20. März 1843 richteten mehrere Bürger von Alsterweiler ein Gesuch um Trennung von Maikammer an die Regierung der Pfalz. Die Mehrheit war aber gegen eine Trennung. In einer Kommissionssitzung der Höchstbesteuerten der ganzen Gemeinde am 13. August 1843 sprach man sich auch dagegen aus. Der neugewählte Gemeinderat verhandelte noch einmal am 28. August 1843 darüber, 20 Gemeinderäte, darunter 4 von Alsterweiler waren gegen eine Trennung nur Lorenz Groß und Pet. Ad. Frankmann beharrten auf ihrem seitherigen Standpunkt. So war diese Angelegenheit endgültig erledigt.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
28 August 1843Der neugewählte Gemeinderat verhandelte noch einmal am 28. August 1843 darüber, 20 Gemeinderäte, darunter 4 von Alsterweiler waren gegen eine Trennung nur Lorenz Groß und Pet. Ad. Frankmann beharrten auf ihrem seitherigen Standpunkt. So war diese Angelegenheit endgültig erledigt.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
19 September 1843die Usupation eines Theils des Streitwinkels betreffend , angeblich sieben Centimeter breit,Urteil Friedensgericht Edenkoben Nr.590 (1843)Friedensgericht 590
18441844 reifte der Plan zum Kapellenbau. Nikolaus Groß und seine Kinder Lorenz und Katharina Barbara stellten Grund und Boden zur Verfügung, die ledigen Jungfrauen Anna Maria Platz und Eva Margareta Hauck gaben die ersten namhaften Beträge (Alsterweiler).Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1844Jakob Platz (1832)Jahresbericht
23 April 1844Urteil Bezirksgericht Landau vom 23. April 1843Bezirksgericht Landau 1844 April 23
1845Jakob Platz (1832)Jahresbericht
2 Mai 1845Zwei Sammlungen brachten zusammen 2123 fl. 49 Kreuzer. Der erwähnte Nikolaus Groß, der als der eigentliche Bauherr genannt werden kann, teilte seinen Plan Pfarrer Weckesser mit und ließ dann die Kapelle durch Maurermeister Joh. Georg Schneider von Edenkoben aufbauen. Am 2. Mai 1845 wurde begonnen, am 25. Juli war die Maurerarbeit fertig (Alsterweiler).Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
29 August 1845Da Groß keine Genehmigung zum Bauen eingeholt hatte, erschien am 29. August ein Herr von Speyer und nahm verschiedene Messungen vor, machte aber keine Beanstandungen (Alsterweiler).Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
26 April 1846[Bild von Tanz]

Nächstkommenden Sonntag, den 26. im Monat wird die Kirchweihe in Alsterweiler abgehalten; bei dieser Gelegenheit findet man bei Unterzeichntem Sonntags gutbesetzte Tanzmusik und Montags Harmoniemusik. Für gute Speisen und Getränke wird derselbe ebenfalls besens besorgt sein und ladet er hiermit höflichts ein.

Gabriel Buchenberger, Wirth zur Maxburg.
Alsterweiler Kirchweihe
28 April 1846Nächstkommenden Dienstag, den 28. April, in dem Wirtshause zur Maxburg in Alsterweiler, läßt Gabriel Buchenberger öffentlich versteigern:

1 Wallachenpferd, 6 Jahre alt, brauner Farbe; eine Stute 9 Jahre alt, mit einem Füllen, 18 Tage

alt; 2 breite Wagen, 1 schmalen Wagen, 1 Char-à-banc mit Chaisengeschirr, Pferdsgeschirr (worunter ein ganz neuer Reitsattel) und große und kleine Ketten.
Alsterweiler Kirchweihe
Oktober 1847Meiň Trauweprob.

Dhut Sankt Michel Budde trage, Werds em waarm im Sunnescheiň, Kann kaaň Bauer sich beklage, Dann do git's en gude Weiň.

Schpringe Raaf ab vun de Dauwe An der Brenk im Wintgartspad, Do sin zuckrig aa die Trauwe Un der Moscht e wohrer Schtaat.

Un wann zuckrig sin die Beere, Babbt aam in der Hand die Hoob, Un doch git's, i kann druf schwöre, Noch e bessri Trauweprob.

Wann se süß sin, dann is babbig Aa des Mäulche wo ich maan, Un e Kuß die Probe, - 's wär dabbig, Nähm ich im Varbeigehň kaan.

Alle Kamerade küsse Jo ihr Mahdle frank und frei, Un die Alde dörfe's wisse, Dofor isch's heut Herbscht, juchhei!

's isch jo nit erscht jetz erfunne, 's war schun so zu ihrer Zeit, Un e mancher alder Kunne Dhät recht geern noch küsse heut.

Alder Weiň duth jo noch treiwe, Un kümmt nit ans Dageslicht; Un e Borsch sollt ruhig bleiwe

Wann er liewe Mahdle sicht?
Fröhlich Palz, Gott erhalt’s!
Oktober 1847Fröhlich Palz, Gott erhalt’s!
Oktober 1847’s is e argi Welt.

Die Welt, die riecht noch Deiwelsdreck Wo ich nor hiñ mag rieche; Die Sunn, die schtinkt, die Erd, die schtinkt, Die Ros, die Lilje, ‚s Veilche schtinkt; Un Hölleschwade fliege, - Doch die Kinner der Welt, die rieche’s nit!

Un wann der Deiwel Pille dreht, Der höllisch Theriakskrämer, - Do kummese in Schwärm erbei Un schluckese for Arznei; Un gibter’n ’s Gift aus Eemer, Die Kinner der Welt, die schmecke’s nit!

Er geht erum, ball als e Bock, Ball als a Löb mit Kralle; Er trächth die Fedder uffem Hut, Er brüllt in seiner Höllewut Daß alle Berg erschalle, - Doch sie höre un sehe und riechenen nit!

Un käm r’ in schwarzer Sammethaut Un hätt sein Schwanz gekringelt, Die Welt dhät sage: „Seht wie zart, Des is e Mohre-Engelsart.“ Un speichder Feur und züngelt, Die Kinner der Welt erkennenen nit!

Doch mir, mir auserwähldi Schar, Mir höre schtets seiñ Brülle, Mir sehenen wie er schäkt und hinkt; Mir rieche’s üwweraal wie’s schtinkt; - Dreh du der Welt deiñ Pille, Die Kinner der Gnad, die nemme se nit!

Ach! wo die Gnad zum Durchbruch kummt, Den heeßt die Welt en Mucker! Wann’s süß und schaurig in uns zuckt, Do sächt die Welt: „Er muckt, er muckt!“ - „E Pietischt, e Mucker!“

Doch em höllische Feuer entgehe se nit!
Fröhlich Palz, Gott erhalt’s!
1848Lehrer Müller von Alsterweiler wettete am Pfingstmontag beim Frühschoppen in der „Krone", daß er nach dem Amte das Königslied singen werde, auch wenn die Freischaren es hören würden. Er sang es, wurde aber am nächsten Tage von Willich verhaftet und nach Kaiserslautern abgeführt. (1848)Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1848Als Pfarrer Weckesser im Pfarrhause belästigt wurde und er gar vom Altar weggeholt werden sollte, eilten die Bauern von Alsterweiler mit Sensen und Dreschflegeln zu Hilfe. Damals soll der Spruch entstanden sein: „Weg do newe, weg do newe, for unsern Parre lossen mer unser Lewe." (1848)Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1848Da errichteten die Katholiken am 1. November 1848 eine Privatschule und holten dazu den geprüften Seminaristen Heinrich Werner von Ruppertsberg. Er erhielt 71 Schüler aus Zieglers Schule, 35 blieben bei Ziegler. Die Katholiken hatten einen Schulsaal verlangt, der vorhanden war und den auch die Mehrheit des Gemeinderats zugestand; da sich aber die Schüler schon jetzt „Heckerer" und „Mucker" schalten, so waren Reibereien zwischen den Schülern zu befürchten, und die Privatschule kam in den Schwanensaal, bis am 14. Januar 1849 der leerstehende Saal bezogen werden durfte. Regierungspräsident Alwens kam selbst nach Maikammer, visitierte diese Schule und erkundigte sich über alle sonstigen Verhältnisse.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
April 1848Immer neue Anklagepunkte wurden gegen Ziegler gesucht. Besonders hatte er damit großes Mißfallen erregt, als er am Pfingstmontag den Republikaner Robert Blum, ohne Auftrag hierzu zu haben, im Namen der Gemeinde empfangen und dabei die Gemeinde als republikanisch hingestellt hatte. Auch sein Verkehr mit Republikanern und Heckerern mißfiel,Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
7 Juni 1848So erhielt am 7. Juni der Löwenwirt Michael Hauck in Alsterweiler vom Rentamt Edenkoben, wo derselbe Rentbeamte weiter wirkte, die Mahnung, binnen 3 Tagen beim Rentamt Edenkoben 200 fl. als Zwangsanlehen zu zahlen. Hauck wollte nicht. Am 13. Juni kam eine 2. Mahnung mit Androhung der Verhaftung. Am 14. Juni zahlte er 100 fl. auf Abschlag. Weil er nicht ganz zahlte, wurde er gefangen nach Kaiserslautern abgeführt. (1848)Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1 November 1848Da errichteten die Katholiken am 1. November 1848 eine Privatschule und holten dazu den geprüften Seminaristen Heinrich Werner von Ruppertsberg. Er erhielt 71 Schüler aus Zieglers Schule, 35 blieben bei Ziegler. Die Katholiken hatten einen Schulsaal verlangt, der vorhanden war und den auch die Mehrheit des Gemeinderats zugestand; da sich aber die Schüler schon jetzt „Heckerer" und „Mucker" schalten, so waren Reibereien zwischen den Schülern zu befürchten, und die Privatschule kam in den Schwanensaal, bis am 14. Januar 1849 der leerstehende Sall bezogwen werden durfte.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1849Bürgermeister Lederle suchte sich in dieser aufregenden Zeit seiner Verantwortung zu entziehen. Leonhard Ullrich wurde zum Adjunkten und stellvertretenden Bürgermeister gemacht, wofür er sich später zu verantworten hatte.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1849Nun wechselten wieder Bürgermeister und Adjunkten.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
11 Juli 1849Die nächste Wahlperiode 1848—1853 umfaßte die Zeit der Revolutionen und der Freischarenkämpfe. Fr. Lederle wurde Bürgermeister, trat am 11. Juli 1849 zurück und schied 1850 aus dem Gemeinderate aus; G. Ant. Platz wurde 1. Adjunkt, trat am 18. Oktober 1849 als solcher zurück. Franz Wingerter wurde 2. Adjunkt und versah vom 11. Juli bis 18. Oktober 1849 die Bürgermeistergeschäfte und trat 1849 aus dem Gemeinderate aus.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
15 Oktober 1849Von Juni bis 11. Juli 1849 führte Leonhard Ullrich für den abwesenden Bürgermeister dessen Amt , am 15. Oktober 1849 wurde I. A. Straub Bürgermeister, G. F. Straub und J. Ph. Eisele wurden Adjunkten.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1850Karl Theodor Rieth in Alsterweiler verkaufte sein Haus mit 2 Gärten um 4000, fl. und ging nach Amerika. (1850)Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1851Vom Jahre 1851 an wurde die Stelle des Eichers alljährlich besetzt, einer für Maikammer und einer für Alsterweiler.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1852Zur Erinnerung an die in der Pfarrkirche Maikammer von den Hochwürdigen Vätern der Gesellschaft Jesu Roder und Zeil vom 27ten Juni bis 11ten Juli 1852 abgehaltenen Mission.Missionskreuz
18531853 wurde Franz Friedrich Schwarzwälder Bürgermeister, J. Ph. Eisele blieb 1. Adjunkt bis 1856, Franz Gg. Straub 2. Adjunkt.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1854Jakob Platz (1832)Verzeichnis
22 Juli 1854Am 22. Juli besuchte König Ludwig I. von der Villa aus die Alsterweiler Kapelle. (1854)Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
31 Dezember 1854Der Weinverkauf ging im Herbste sehr schlecht. Most kostete die Hotte Traminer 71/2 fl. Das Fuder Wein kostete 190 fl. Im Dezember gab es einige Verkäufe zu 230 fl., 1855 kostete er in Maikammer 125, in Alsterweiler 130 fl.(1854)Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1856Seb. Gerlach, seit 1856 Adjunkt.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1857Müller schreibt: „In allen Gesichtern ist Zufriedenheit zu erblicken." „Soviel Geld ist noch nie nach Alsterweiler für Wein gekommen wie dieses Jahr, ein glückliches Jahr."(1857)Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1857Das Jahr 1857 war für Maikammer und Alsterweiler ein sonderbares Jahr. Im Juni wollte man verhungern und schenkte wegen Futtermangels das Vieh halb weg; im Herbst gab es noch genug Rüben und Kraut. Im November und Dezember war es noch warm. Der Wein kostete im November 140—147 fl., im Dezember 150—160 fl.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
10 Februar 18571857 war am 10. Februar Gemeinderatswahl. Seb. Frantz wurde 1. Adjunkt und 1860 Bürgermeister, Herm. Damm 2. Adjunkt, den 1860 Peter Ad. Koch ablöste..Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
5 Oktober 1859Am 5. Oktober begann der Herbst; am 4. durfte das Faule geholt werden. In Alsterweiler gab es einen halben Herbst, in Maikammer etwas weniger. Der Most wog 75—90 Grad. Es gab einen vorzüglichen Wein. Portugieser kostete 6—8 fl., Traminer 6 fl. 12 Kr. die Hott. Der Weinverkauf ging schlecht. Im Dezember wurde in Alsterweiler ziemlich verkauft zu 125—130 fl.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
22 Oktober 1860Am 22. Oktober begann die Weinlese. Franken gab es viel, Gutedel und Traminer wenig. Der Ertrag war in Maikammer besser als in Alsterweiler. (1860)Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
10 Oktober 1861Am 10. Oktober begann die Weinlese. Es gab sehr wenig, aber vorzüglichen Wein; in Alsterweiler etwas mehr als in Maikammer. (1861)Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1862In Alsterweiler hatte man den Schoppen zu 6 Kr. über die Straße verkauft. (1862)Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1863ES SEI FERN VON MIR DASS ICH MICH RÜHME ALS IN DEM KREUTZE UNSERES HERRN JESUS CHRISTUS“ ERRICHTET 1863 (Vorderseite) „SIHE DAS LAMB GOTTES WELCHES HIN NIMT DIE SIND DER WELT" (Rückseite)Wetterkreuz
1863Wetterkreuz
20 Februar 18631863 war am 20. Februar Gemeinderatswahl. Wegen der in den 50er Jahren zurückgegangenen Bevölkerungsziffer wurden nur noch 16 Gemeinderäte gewählt. Seb. Frantz blieb Bürgermeister, Christ. Rech wurde 1., Peter Adam Koch 2. Adjunkt.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1 Juni 1866Am 1. Juni 1866 wurde Lehrer Müller in Alsterweiler pensioniert. Er bezog am 27. Oktober 1868 sein Haus zu Maikammer, später zog er nach Ludwigshafen a. Rh., wo er im Alter von 87 Jahren starb.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1868Bis November war in Alsterweiler der meiste Wein verkauft. (1868)Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
12 März 18681868 war am 12. März die Wahl. Bürgermeister und 2. Adjunkt blieben, Lorenz Platz wurde 1. Adjunkt.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
29 April 1869Am 29. April 1869 wurde die neue Gemeindeordnung Gesetz. Diese brachte den pfälzischen Gemeinden das Recht der vollen Selbstverwaltung, wozu auch das Recht gehörte, sich ihre Vorstände frei zu wählen. Maikammer erhielt wegen seiner Einwohnerzahl (1871: 2272) 1 Bürgermeister, 1 Adjunkten und 16 Gemeinderäte.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
14 Dezember 1869Seither war der 2. Adjunkt stets von Alsterweiler, jetzt erhielt es, weil räumlich von Maikammer getrennt, nach § 73 der Gemeindeordnung einen Polizeiadjunkten. Die Wahl war am 14. Dezember 1869. Sebastian Frantz blieb Bürgermeister, Lorenz Platz Adjunkt, Peter Adam Koch wurde Polizeiadjunkt;Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1870Von November 1870 bis Januar 1871 starben viele jungen Männer, in der Deckelgasse allein 5 Männer und eine Frau. Die Blattern, die schon an vielen Orten gehaust hatten, kamen auch hierher.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1870Einmal ging er (Geometer,Waldmesser) auch von der Vermessung durch Alsterweiler nach Hause; im Walde hatte er sich einen dicken Stock zum Benutzen beim Gehen abgeschnitten. Als er an die Deckelgasse kam, standen einige böse Buben dort und belästigten ihn durch Zurufen. Dabei schlug er dem Frechsten seinen Stock über.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1872""Maikammer, 20. Sept.
1874Das Todtenbuch des Speirer Domstifts
1874Wein wurde in Alsterweiler viel zu 260 und 265 f l . verkauft. Im Januar 1874 kostete er 205 fl.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1874Zur Geschichte des Bischofs Gerhart von Speier: Beilagen zum Copialbuch
10 November 1874Im Jahre 1874 war am 10. November die Wahl für die neue Periode 1875—1880. Als Polizeiadjunkt für Alsterweiler wurde Georg Schlosser gewählt.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
10 November 1874Im Jahre 1874 war am 10. November die Wahl für die neue Periode 1875—1880. Als Polizeiadjunkt für Alsterweiler wurde Georg Schlosser gewählt.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1880In der Wahlperiode 1880—1885 blieben Bürgermeister und Polizeiadjunkt. Seb. Bachtier wurde Adjunkt.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1880Urkunde, fortgesetzte Reihe:

1869 /Nr. 22 1871/ Nr. 23 1872/ Nr. 24 1874/ Nr. 26

1880/ Nr. 32
Pfälzische Regesten und Urkunden (Fortsetzung)
1 November 1883In Alsterweiler waren immer viele Schüler, daß lange Abteilungsunterricht abgehalten werden mußte. Endlich am 1. November 1883 wurde eine zweite Stelle errichtet und mit einem Schulverweser besetzt. Man hatte sich lange, aber vergeblich für eine Schwester gewehrt.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1884Rechts zieht das mit Maikammer eine Gemeinde bildende Alsterweiler hinan gegen das rings mit Reben umpflanzte Gebirge, auf dessen erstem Vorhügel das frommbesuchte Wetterkreuz von Maikammer, wie einen Hügel näher, das von Diedesfeld, verkündend Gottes Liebe und Gnade, weit in die Ebene hinableuchtet.Die Maxburg bei Hambach
3 Dezember 1884Die Gemeinderatswahl am 3. Dezember 1884 war für die Wähler Alsterweilers verhängnisvoll. Sie brachten ihre eigens aufgestellten Kandidaten nur zu Ersatzmännern. Sebastian Frantz blieb Bürgermeister, Seb. Bachtler Adjunkt... Von Alsterweiler wurden dazu genommen, nachdem zwei Gemeinderäte zurückgetreten waren, Seb. Christmann als Polizeiadjunkt und Andreas Platz, denen 1888 noch Jak. Garth folgte.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
3 Dezember 1884Die Gemeinderatswahl am 3. Dezember 1884 war für die Wähler Alsterweilers verhängnisvoll. Sie brachten ihre eigens aufgestellten Kandidaten nur zu Ersatzmännern. Sebastian Frantz blieb Bürgermeister, Seb. Bachtler Adjunkt; Nikolaus Reif, Karl Reinig, Andreas Heilweck, Friedrich Schwarzwälder (trat gleich zurück), Karl Lederle und Christian Rech wurden wiedergewählt. Peter Schmitt, Balthasar Gerlach, Otto Ziegler, Peter Breiling, Franz Ziegler, Franz Ullrich, Karl Platz I., Adam Ullrich und Rochus Gerlach (+ 1888) wurden neu gewählt. Von Alsterweiler wurden dazu genommen, nachdem zwei Gemeinderäte zurückgetreten waren, Seb. Christmann als Polizeiadjunkt und Andreas Platz, denen 1888 noch Jak. Garth folgte.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
7 Dezember 1884Die Gemeinderatswahl am 7. Dezember 1884 war für die Wähler Alsterweilers verhängnisvoll. Sie brachten ihre eigens aufgestellten Kandidaten nur zu Ersatzmännern. Sebastian Frantz blieb Bürgermeister, Seb. Bachtler Adjunkt; Nikolaus Reif, Karl Reinig, Andreas HeilweckGeschichte von Maikammer=Alsterweiler
1885Der Verweser in Alsterweiler bezog 428.60 M Grundgehalt, 98.40 M Teuerungszulage und 43 M für Wohnung, zusammen 570 M.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
15 Juni 1885SS.47-48 Anmerkung der Redaktion: Daß «Widder» in seiner Beschreibung der alten Kurpfalz besagter «Kredenburg» (vielleicht besser «Gredenburg», von «Geraidenburg», «Gerädenburg», «Grädenburg», weil Maikammer sonst zu der V. Haingeraide zählte) gedenkt, ist uns neu, und blieb auch unser Nachschlagen im Werke nach dersselben erfolglos. Wohl führt der alte Chronist in dem Geschlechtsregister einige «Obersteiner» an; doch unterliegt es keinem Zweifel, weil er darin nur von Adeligen und Dienstmännern «im Umfange der Rheinischen Pfalz» spricht, daß diese «Obersteiner» nicht, wie der Herr Verfasser meint, auf der Kredenburg bei Maikammer saßen. Denn die Burg lag im bischöflichen speyerer Gebiete, und ihre Bewohner zählten nicht zum pfälz. Dienstadel. Auch die Namen der genannten Junker «Viax» und «Hans Friedrich» finden sich nicht in erwähntem Register von Widder. Nicht eine «gar mächtige Familie» waren die Obersteiner auf der Kredenburg, sondern «ein Zweig eines adelichen Geschlechts» wie die Mitteilungen des historischen Vereins besagen. Die Lage des Schlößchens selbst, der gänzliche Mangel an Vorkehrungen zur Verteidigung, die Terrainverhältnisse, das frühere, nunmehr verschwundene große Einfahrtsthor mit landwirtschaftlichen Gebäuden u. s. w. der Umstand, daß wohl «Junker», aber keine «Ritter» die Kredenburg bewohnten, bestimmen uns zu der Annahme: keine stolze Familie beherbergte die Burg, wohl aber einfache sog. «Krautjunker», die kaum in Verträgen oder sonstigen Verbriefungen und Aktenstücken sich bemerkbar machten. Bezüglich des Austserbens der «Kredenburger» im Jahre 1661, so bezieht sich diese Behauptung ebenfalls teilweise auf eine «Widder’sche» Notiz, ist aber ganz unrichtig hier verwendet, weil, wie gesagt, es sich um «pfälz. Obersteiner» handelt, und nicht um solche, die wahrscheinlich speyerische Lehensleute waren und die Kredenburg bewohnten.

Ob die «Kredenburger» dem gleichnamigen Rittergeschlechte von Oberstein an der Nahe, oder jenem im Oberamte Alzey angehörten, bleibt vorerst schwer nachzuweisen. Auch ist die Eußerthaler Urkunde, welche von «Reben zu Maikam an dem Schlosse» spricht, höchst vorsichtig mit der Kredenburg in Beziehung zu bringen, weil letztere zu Alsterweiler, dem unmittelbar darum liegenden Dorfe, zählte, zu welchem es heute noch gehört, und Maikammer selbst am südlichen Ende des Dorfes eine Burg aufzuweisen hatte, wie uns im Jahre 1840 ein alter lokalkundiger Bürger von da mitteilte.

Das Geschlecht der Obersteiner, welches «Widder» erwähnt, hauste auf der Burg Oberstein im alten Oberamte Alzey, bei dem eingegangenen Dorfe Lindesheim, in der Nähe Offsteins. In der nördlichen Pfalz und Hessen sehr begütert, standen diese Obersteiner als Beamte in kurpf. Diensten, oder waren Lehensträger. Nur ein einziger der Familie tritt als Domdechant zu Mainz in der Geschichte auf. Der letzte Obersteiner, Christoph, starb im Jahre 1661 ohne Leibeserben als pfälz. Lehensmann; war also keiner der Kredenburger Familie. - 

Unrichtig ist ferner, als sei «jede Erinnerung an die Burg und die Burgherrn verschwunden.» Das in den fünfziger Jahren erschienene Geschichtswerk der rheinpfälzischen Schlösser von P. Gärtner, welches ebenfalls die eingans berührten kurzen Notizen über die Kredenburg bei Alsterweiler enthält, ist überall bekannt geworden. Der verstorbene Gastwirt Herr Hauck in Alsterweiler, in dessen Besitz das Schlößchen sich befand, gab uns oft genauen Bescheid über dasselbe und seine früheren Bewohner, auf Grundlage besagten Werkes. Er war es auch, der uns auf die Grabsteine der Obersteiner auf dem alten Maikammerer Friedhofe, wie auch auf die wenigen Wappen und Rudera des Schlößchens selbst, öfters aufmerksam machte. Die Inschriften auf den Grabmonumenten wurden schon häufig von Einheimischen und Fremden, gelegentlich der Besichtigung des berühmten Gemäldes in der Kirche nebenan, gelesen und notiert.

Was endlich die einstöckigen Häuser betrifft, die, von den Maikammerern auf den Fundamenten der von ihnen zerstörten Burg erbaut, den Namen einer «Burg» nicht mehr verdient hätten, so verdanken diese Wohnungen ihren Ursprung einer viel neueren Zeit und einem anderen Bauherrn. Nicht diesen gilt die Bezeichnung «Schlößchen», sondern der Stelle, darauf die «Kredenburg» gestanden.

Die Behauptung aber, auf den vorerwähnten Grabsteinen nach dem Jahre 1525 fehle die Bezeichnung «zu Kredenburg» deshalb, weil «diese höchst einfachen Bauten «Burg» zu nennen eine Ironie gewesen wäre, erscheint uns als eine sehr kühne. Einer Erwähnung der Grabmäler in der Blaul’schen Schrift, Ausgabe 1838, vermochten wir, trotz eifrigen Suchens, nicht zu begegnen.
Die Kredenburg bei Maikammer.
1886In Alsterweiler konnte gut verkauft werden, in Maikammer weniger gut. (1886)Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1887Appellrat Kast Nr. 2 des „Pfälzischen Museums» brachte bereits einige

kurze Bemerkungen über unser verstorbenes Vereinsmitglied den k. Appellationsgerichtsrat a. D. Cajetan Kast. Nachdem uns von sehr geschätzter Weise über das Leben des Verschiedenen genauere Angaben gemacht wurden, welche auch für weitere Kreise von Interesse sind, so veröffentlichen wir hiermit dieselben in der Monatsschrift, für welche er so kräftig eintrat, welche er mit mehreren schätzbaren Beiträgen unterstützte und welche er mit weiteren Mitteilungen aus seinem Wissen zu bereichern gedachte; um so schmerzlicher ist es für uns diese Blätter statt mit seinen Darstellungen nun mit Darstellung seines eigenen Lebens füllen zu müssen. Cajetan Kast war geboren den 2. Oktober 1825 zu Würzburg als der Sohn des damaligen Hauptmannes und späteren Oberstlieutenants Käst, seine Blutter war eine geborene Freiin v. Tautphöus. Da sein Vater später in die Pfalz versetzt wurde — er stand zuerst in Spei er, dann in Germersheim und zuletzt in Landau in Garnison —, so erhielt Käst seine ganze Schulbildung in L>peier, er die Volksschule, das humanistische Gymnasium und das Lhceum be- suchte. 1844 bezog er die Universität zu Würzburg und hie- raus die zu München; hier verkehrte er viel im Hause des be- kannten Architekten Gärtner, und die hier gewonnenen Ein- drücke blieben maßgebend für sein ganzes Leben. Nachdem er 1850 das juristische Staatsexamen in Speier bestanden, wurde er Polizei-K o miss ür in Landau und 1853 Advokat da- selbst. 1855 vermählte er sich mit Auguste Molique, der Tochter des verstorbenen Bezirksgerichtsdirektors Molique. 1859 trat er als Staatsprokurator-Substitut in den Staatsdienst über, war von 1860—1866 B e z i r ks r i ch t e r in Frankenthal dann Staatsprokurator in Landau, bis er 1872 zum Apcl- lationsgerichtsrat in Zweibrücken befördert wurde. Hllr trat bei ihm immer stärker ein Nervenleiden hervor, das er sich durch Überarbeitung zugezogen hatte; denn es war die Ge- wohnheit des Verstorbenen sich den Geschäften seines Berufes mit ganzer Kraft hinzugeben. 1879 sah er sich genötigt, dem Drängen seines Arches nachgebend, um die Versetzung in den Ruhestand nachzusuchen, welche ihm „unter wohlgefälliger An- erkennung seiner mit Eifer und Treue geleisteten vorzüglichen Dienste» gewährt wurde. Noch 7 Jahre der Ruhe konnte der Verstorbene im Kreise der Seinen zubringen, er hielt sich größtenteils in Landau aus, doch den Sommer nahm er regelmäßig seinen Aufenthalt in einem Landhause zu Alsterweiler, von wo er häufig das Casino in Edenkoben besuchte, wo er ein stets gerne gesehener Gast war. Am letzten,Tage des Jahres 1886 machte ein Herzschlag dem Leben des im 62. Jahre stehenden Mannes ein Ende. Er hinterläßt ein Wittwe und zwei Söhne, von denen der eine, vr. Hermann Käst, Privatdozent der Chemie am Poly- technikum zu Karlsruhe ist und der andere Sekondlieutenant im k. b. 18. Infanterie-Regiment in Landau. Ehre dem Andenken des trefflichen Mannes!

Edenkoben. vr. Schmitt.
Noch 7 Jahre der Ruhe konnte der Verstorbene im Kreise der Seinen zubringen, er hielt sich größtenteils in Landau auf, doch den Sommer nahm er regelmäßig seinen Aufenthalt in einem Landhause zu Alsterweiler, von wo er häufig das Casino in Edenkoben besuchte, wo er ein stets gerne gesehener Gast war.
Appellrat Kast
1 Oktober 1887Über März- und Maifeld, sowie die Ortsnamen Maikammer und Diedesfeld.
19 November 1889Am 19. November 1889 war die nächste Gemeinderatswahl. Da die Einwohnerzahl auf über 3000 gestiegen war, erhielt Maikammer 1 Bürgermeister, 2 Adjunkten und 20 Gemeinderäte. Bürgermeister blieb Seb. Frantz, 1. Adjunkt Seb. Bachtler, 2. Adjunkt Seb. Christmann, der schon 1891 starb.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1 Juni 1891Michael Groß (seit 1. Juni 1891 2. Adjunkt)Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1892Abhandlung über die Weistümer im Gebiet der Rheinpfalz. Dazu zählen auch viele Gemeinde im Regierungsbezirk Trier und Koblenz. Nur Maikammer verzeichnet (S. 107), nichts für Alsterweiler.Die Weistümer der Rheinpfalz: Mitteilungen des historischen Vereins der Pfalz Band XVI
21 Juli 1892Da Pfarrer Herres in der Folge Altkatholiken das katholische Begräbnis und ihren Kindern die Taufe verweigerte, wurde er heftig angegriffen. Was Herres nicht tun wollte, besorgte der abgefallene Priester Peter Kühn, der von Alsterweiler stammte und in dieser Zeit eine traurige Rolle spielte. (Kühn war bis 1882 altkatholischer Seelsorger zu Landau (wohl Landau in der Pfalz), studierte dann zu Straßburg und München Geschichte und Philologie, wurde 1888 geistesgestört und starb am 21. Juli 1892 in der Anstalt zu Klingenmünster, nachdem er kurz vor seinem Tode in lichten Augenblicken dem Hausgeistlichen erklärte, daß er alles bereue, und die Lossprechung empfangen hatte).Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
22 September 1893Der Sommer war trocken. Am 22. September gab es noch ein Gewitter mit Schloßen, die südlich von Maikammer und Alsterweiler schadeten. (1893)Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1 Oktober 1896Am 1.Oktober war Weinlese. In Alsterweiler gab es sehr viel Wein, in Maikammer weniger. Der Most wog 50—65 Grad. Der Wein war gering. Portugiesermost kostete 5. M, Franken 6,50—7 M, Weißwein 180 bis 200 M. Der Mostverkauf war in Alsterweiler lebhaft, in Maikammer weniger.(1896)Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1902In den unteren Lagen gab es viel Spring- und Heuwurm, in Alsterweiler wenig. (1902)Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1 Dezember 1904Die Wahl am 1. Dezember 1904 brachte eine größere Veränderung. Eduard Wolf wurde Bürgermeister, August Heilweck wurde 1. Adjunkt, Franz Garth 2. Adjunkt.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1905Als Lehrer an der unteren Schule zu Alsterweiler sammelte ich vom Jahre 1905 alles, was in Büchern, Schriften und Hausbüchern zu finden war, um Stoff für den geschichtlichen Teil der Heimatkunde zu erhalten.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1905Die Landvogtei im Speiergau: Programm des K. Humanistischen Gymnasiums für das Schuljahr 1904/5 und zugleich 1905/6
1910Vom Kanzelfels wandert man nach Süden, der neuen vom Kgl. Forstmeister Aull angelegten Waldstraße nach und erreicht in ca. 3/4 Stunden die Stelle, wo von links her das gelbgrüne Kreuz aus der Tiefe des Argenbachtales heraufkommend an den Platz kommt, wo mehrere Waldwege sich kreuzen.Drei Denkmäler aus dem Gebiete der Pfälzischen Haingeraide.
15 Mai 1912Am 15. gegen Abend gab es ein Gewitter mit Schloßen, die oberen Lagen von St. Martin, Alsterweiler, Diedesfeld und Hambach wurden ganz zerschlagen.(1912)Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1917Herr Adjunkt Franz Garth stiftete eine neue, die den Namen „Maria" trägt und mit den Glocken von Maikammer geliefert wurde.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1 Mai 1919Am 1. Mai 1919 übernahm Lehrer Leonhardt, der am 21. April aus dem Felde zurückgekehrt war, die obere Schule zu Alsterweiler.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1 Oktober 1920Vom 1. Oktober 1920 bis 31. Dezember 1920 führte Schulamtsbewerber Arthur Rutz von Hermersberg, Seminaraustritt 1920, die obere Schule zu Alsterweiler, dann übernahm sie Lehrer Peter Bayer von St. Martin, seither Lehrer in Wiesbach.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1923Im Januar 1923 wurden auf Grund der Bestimmungen des Gesetzes über Schulpflege, Schulleitung und Schulaufsicht an den Volksschulen vom 1. August 1922 Oberlehrer Maginot zum Schulleiter in Maikammer und Hauptlehrer Distler zum Schulleiter in Alsterweiler ernannt.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1926Nachdruck aus dem Jahr 1983 durch Verlag Arbogast, Offenbach, Herausgeber Carl Werner Müller. Nur Bilder zu Brunnen in Maikammer Alsterweiler, kein Text.Pfälzische Brunnen
1928Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1928Das Haus von Adam Wilhelm, Deckelgasse 9-11, durch seinen Turm auffallend, wurde 1591 erbaut.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1928Festschrift zum Jubiläum mit Beiträgen von Johannes Leonhardt25-jähriges Stiftungsfest Jubiläums-Ausstellung
1928ee) Nach der früheren Benützung: ... Wolfsloch an der Gemarkungsgrenze, Loch zum Fangen von Wölfen;Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
1931"daß aber gerade die Not der Zeit mit all ihren drückenden Begleiterscheinungen den Plan, die Straße auszubauen, verwirklicht, ist das eigenartige." / "Wir haben dafür unzählige Ämter und Stellen; wir haben soviel, damit immer die eine den Unterstützungsbedürftigen auf die andere abschieben kann." / "Vor allem fällt aber der asoziale Zustand in der Gemeinde weg, daß auf der einen Seite sparsame Winzer schwer arbeiten und sagen können, sie müßten für 100 andere sorgen, die nicht arbeiten, und daß auf der anderen Seite Menschen feiern müssen, die arbeiten wollen. Und nicht zu vergessen, daß fast das [ganze] aufgewandte Geld nur innerhalb der Gemeinde weiter umgesetzt wird, an Geschäftsleute, Krämer, Bäcker, Metzger u. dergl."Die Kalmitstraße. Ein Sozial- und Wirtschaftsproblem.
1932An der Projektierung und Bauausführung der Straße hat ein Sohn der Gemeinde, Geheimrat Allmaras in Berlin, in hervorragender Weise mitgewirkt... im Bezirks-Anzeiger vom 10. und 14. Oktober 1931, Nr. 235 und 238, ...veröffentlichtDie neue Kalmitstraße: In ihrer geologischen und verkehrsgeographischen Bedeutung.
6 Juni 1937
1948Die Dienerbücher des Bistums Speyer 1464-1768
August 1952Geschichte von Börrstadt/Pfalz
1956Beiträge zur Wirtschaftsgeschichte des Klosters St. Klara in Speyer am Rhein
1957Abtfischbach bis AltripPfälzische Weistümer
1959Umfassende Darstellung zu dem Priesterleben. Peter Kühn war der Enkel des Peter Kühn, der den Fensterstreit mit Michael Hauck bestritt.Peter Kühn (1844-92). Der erste altkatholische Pfarrer in der Pfalz.
1961Ortschronik Maikammer Alsterweiler
1961Wappen unserer Mitglieder 1. Jung.
1962
1970Das Maikammerer Altarbild
1970Das Geschlecht der Dalheimer stammt aus dem Württembergischen (nicht mit den Dalberger auf der Kropsburg verwechseln!). Wahrscheinlich kam es über die Benediktinerklöster Zwiefalten, Hornbach oder Weißenburg in unsere Gegend. Besonders in Edesheim übten Angehörige dieses Geschlechts im 15. Jahrhundert verschiedene Funktionen aus. Die Dalheimischen Lehensgüter in vielen Gemeinden der Umgegend geben Zeugnis von dem Reichtum des Geschlechts vor der Reformation. In Maikammer findet sich ihr Wappen neben dem Wappen der Obersteiner sowohl an der Kredenburg, als auch am Grabmal neben der katholischen Kirche. Obersteinisches Wappen: heraldischer Löwe auf weißem Feld; Dalheimer Wappen (38). Besonders erwähnenswert ist ihre große Verehrung der heiligen Anna, vermutlich gehen die St. Anna-Wallfahrt und die St. Anna-Kapelle auf eine Stiftung dieses Geschlechts zurück.Kleine Wappenkunde
1970Singt dem Herrn ein neues Lied!
1971
1974Die Geschichte des Kurbrunnens (Edenkoben) aus der Sicht Maikammerer Urkunden
1974Besitz in Maikammer und Alsterweiler. Nur St. German bis 1468, St. German und Moritz danach.Das Stift St. German vor Speyer
1975Die Kredenburg zu Maikammer-Alsterweiler
1975Kaplan Mühlhäuser geht nach Lambrecht-Grevenhausen am 1.12.1842 und wird dort Pfarrverweser. „Die Drohungen gegen meine Person waren grauenhaft.“Pfarrer Mühlhäuser und die Lambrechter Tuchmacherei
1975100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Maikammer
1975Die Geschichte der Feuerwehr von Maikammer-Alsterweiler in der Zeit von 1575 bis 1875 Maikammer
1976Denkmalpflege und Ortshistorie sowie Zeichen der Geraide, des Handwerks und Gliederung der Verwaltungen.Kurzfassung meines Vortrags vor dem Gemeinderat am 17.2.76: Geschichte der Gemeinde Maikammer dargestellt anhand denkmalpflegerischer Objekte
1977Marquard von HattsteinDie Niederadligen von Hattstein, ihre politische Rolle und soziale Stellung
1978»Auch ein Armer soll mit seinem Weib ein Ohm Wein alleine trinken».
1978Lehnsrecht, Lehnspolitik und Lehnsverwaltung der Pfalzgrafen bei Rhein im Spätmittelalter
1982Das älteste Lehnbuch des Hochstifts Speyer.
1984
1984Abriss zur Entstehung bzw. zur Aufnahme der dritten Strophe des DeutschlandsliedsDie Hymne der Bundesrepublik Deutschland
1984Rosina von Oberstein *2. Dezember 1544, Tochter von Paul Schliederer von Lachen und Anna von Venningen. Sie heiratete am 30. August 1568 Rudolf von Oberstein aus der Linie Gundheim. Vier Wappen sind erkennbar: - Schwiegerelten Johann Siegfried und Margarete von Oberstein, die am 15. März 1547 vom Mainzer Erzbischof Sebastian von Heusenstamm mit dem Ort Gundheim (Gundheimer Linie) belehnt wurden. - Ehemann Rudolf von Oberstein ?2. November 1610.Gräber, Grabsteine und Epitaphien in der Liebfrauenkirche zu Worms
20 Februar 1987Flurnamen sind nicht nur mehr oder weniger phantasievolle Bezeichnungen für Gewannen. Sie sind eine Heimatkunde in Stichworten. Im Flurbereinigungs-Abschnitt Maikammer I, südlich des alten Alsterweiler, ist ihnen Urban Ziegler auf den Grund gegangen. Der Teilnehmergemeinschafts- Vorsitzende hat sich schon seit vielen Jahren der Heimatkunde verschrieben.

„Im Letten“ ist ein Flurnamen, der Ziegler kein Kopfzerbrechen machen konnte. „Letten“ ist nichts weiter als ein toniger Boden; nährstoffreich, aber schwer zu bearbeiten. Doch die Mühe lohnt sich für den Winzer, denn auf Let¬ten gedeiht vor allem der Silvaner bestens und kann sogar zum Eiswein reifen. Außer, der Letten ist kält und naß, weshalb man ihn weitaus lieber auf den Hügeln als in den Niederungen sieht Auch „Held“ war einfach zu erklären - es heißt nichts anders als „Halde“ und meint ein Hügelgebiet Der Steilhang heißt hingegen „Stotz“. Die Flurnamen „Zwischen den Wegen“ und "Ackerbrückenweg“ bedurften keiner Deutung. Anders das „Spielfeld“. Fußball kann wohl kaum gemeint sein. Ziegler holt weit in die Geschichte aus - in jene Zeit, da hier noch Kastanienwald stand. Die Früchte dienten zur Nahrung über Win¬ter. Aber um 1450 wurden aus England Getreideneuzüchtungen eingebracht, welche die Kastanien mehr als ersetzten. Maikammer und St. Martin teilten sich anno 1572 die Fläche, die Getreidenutzung begann. Weizen wurde angebaut - „Spelz“, wie man ihn nannte. Auch heute nennt man um Maikammer dieses Kulturgras noch „Schpelwel". Liegt hier die Wortwurzel des „Spielfelds“? - Vielleicht Es könnte auch, wie das sogenannte „Kirchspiel“, ein Gemeinschafts-Besitztum gewesen sein. Oder es hat etwas mit „sehen“ zu tun und dabei den gleichen Ursprung wie beispielsweise „Spiegel“.- Denn die Fläche ist exponiert, man sieht eine Menge von dort aus. Auf die Haingeraide deutet auch das „Mundrecht“ hin. Ursprünglich lautet das Wort „Mannrechtsspruch“ - das Gesetz für die Haingeraide, die frühen Genos-senschaftswälder zwischen Queich und Speyerbach, und für die Genossen. Dieses Recht enthielt auch reichlich makabre Höchststrafen für die schlimmste Untat, die vorsätzliche Brandstiftung: Der Mis¬setäter wurde aufgeschlitzt, sodann wur¬den seine Gedärme herausgezogen - was er logischerweise nicht überlebte. Das letzte Mundrecht wurde 1550 festgelegt - inclusive dieser drakonischen Methode. Aus der alten Waldzeit stammen auch „Geißweide“ und „Viehtrieb“: Sie deuten auf die Waldweidenutzung hin. Nördlich des Flurbereinigungs-Abschnittes ist „Die Sau“: Schweine wurden getrennt vom anderen Vieh in den Wald getrieben. Grund war deren lästige Eigenschaft, sich im Futter der anderen Viecher herumzusuhlen. Diese Wälz-Domäne ist ihnen nunmehr genommen, seit dort ein Neubaugebiet entstand. „Säulebuschgasse“ heißt noch der Weg der Rüsseltiere mit dem Ringelschwanz zur Waldwiede. Der „Schindwasen“ hieß seit etwa 1600 „Kuhkirchhof“. Irgendwo mußte ja auch das verendete Vieh hin. Ende des vergan¬genen Jahrhunderts wandelte sich die Funktion: Es wurden Bäume gesetzt, Bänke aufgestellt. Das Vieh lockte auch Wölfe an. Ihnen ging man mit Fallgruben zu Leibe, worauf der Flurname „Wolfsloch“ hinweist Nur brauchte man auch einen Wolfsfänger. Wie macht man aber einen solchen ausfindig in der vortelefonischen Zeit? - Glasverkäufer mußten sich im Salz-Herings-Ölamt zu Edesheim melden. Zur Glasherstellung brauchten sie Quarzsand und Pottasche aus Buchenholz; das gab's reichlich im Wald zwischen Weißenburg und Bitsch. In diesem Wald heulten auch reichlich Wölfe, demzufolge hoch war die Dichte der Wolfsfänger. Im Amt mußte nun jeder Glasverkäufer einen Wolfsfänger aus seiner Gegend benennen. Ein Wolfsfänger leistete seinen Job wahrhaftig preiswert: Für ein Jungtier erhielt er einen Pfennig, für ein Vatertier fünf bis sieben, für ein Muttertier sieben. Im Amtsbezirk Edesheim wurde im Schnitt eine jährliche Wolfsausbeute von einem Dutzend erzielt Sieben Pfennig - damit konnte auch ein Mann als Tagelöhner rechnen; eine Frau mit zweien, und dafür konnte sie sich gerade zwei Eier kaufen. Urban Ziegler fand in den Gemeindeakten einen Wolfsfänger-Nachlaß: „Reich war er bestimmt nicht!“. Seit dem 30jährigen Krieg liegen keine Unterlagen mehr über die Wolfsfängerei vor. Der Flurname „Waschhütte“ erinnert an ein altes Handwerk, nämlich die Herstellung von Erdfarben. Stellenweise steht am Haardtrand ein blauer Ton an. Er wurde gestochen, ausgeschlämmt und in der Waschhütte zu blauer Farbe verarbeitet. Eine wichtige Farbe, brauchte man sie doch für Mützen und Kutten der Küfer. Erst die Gründung der BASF im Jahr 1866 setzte der Erdfarben-Gewinnung ein Ende. Die Waschhütte holte ihr Wasser vom „Petersbrünnel" - auch ein Flurname. Ebenso wie „Im Färber“ außerhalb des Bereinigungsabschnittes, wo die Tuche gefärbt wurden. Bedarf bestand: 1823 gab es in Maikammer 22 Leinenweber,

Die „Schießmauer“ ist urkundlich gut belegt 1578 begann die Gemeinde, sie nebst Schützenhaus für die „Schützeneinigung“ zu bauen. Denn die Schützen waren ihr wichtig. Alljährlich wurden zwölf von ihnen ausgelost, um die Flur zu bewachen - als „Feldschützen“. Sie hatten noch zur Aufgabe, Sturm zu läuten, wenn ein Wetter auf zog. Dann mußten die Bürger ihre offenen Feuerstellen löschen, die sonst zum Brandherd werden könnten. Und brannte ein. Haus, so brannten sie fast alle. Die einzigen auch bei Sturm geduldeten Feuer waren der Gemeindebackofen und das Ewige Licht in der Kirche. Die Feldschützen hatten auch noch mit dem Zehnten an den Bischof zu tun. Jeder hatte seinen Weinbeitrag in die Zehnerbütt, tatsächlich ein Faß, zu kip¬pen. Verschnitt war seinerzeit sowieso die einzige Weinsorte. Als Maß diente dem Feldschütz ein geeichter Stock, mit dem er außerdem eventuellen Übeltätern kräftig 'eins überziehen konnte. Der Lohn ging nach dem Weinertrag. Meist gab es einen ganzen Pfennig pro Monat. Zwei weitere Flurbereinigungsabschnitte stehen in Maikammer noch bevor; einer davon ist schon in Arbeit. Für diese Flächen stöbert Urban Ziegler in alten Akten, um den Flurnamen auf den Grund zu gehen.
Von der Geißwiese zum Wolfsloch
24 Juni 1987Alte Grenze führt vorbei am «Kirrweilern Galgen»
1988Das erste Reich der Deutschen Geschichte der Merowinger und Karolinger
1990Seite 166

Alsterweiler, katholische Kirche Historische Substanz: Gehäuse. 1981 erwarb die Gemeinde für die Kapelle das Gehäuse der 1844 von Johann Eichenauer aus Speyer erbauten Orgel der katholischen Kirche Berghausen, entworfen von Bauschaffner Foltz aus Speyer. Orgelbau Späth aus Ennetach-Mengen bauten in das Gehäuse eine neue Orgel mit mechanischen Schleifladen ein. Die Orgelweihe fand am 26.7.1981 statt. Das Gehäuse ist die einzige aus Eichenauers Werkstatt erhaltene Arbeit, die ursprünglich das 1740 für die Prot. Kirche von Lambsheim erbaute barocke Orgelwerk in Berghausen aufnahm. 1878/79 erstelle dann Gustav Schlimbach in diesem Gehäuse eine neue mechanische Kegelladenorgel, die 1929/30 von Franz Kämmerer aus Speyer erweitert und umgebaut wurde. In die drei Mittelfelder des Untergehäuses ist nun der Windfang der Kirche eingebaut. Disposition 1981 Manual C-g Praestant 8' Holzgedackt 8' Oktave 4' Sesquialter 2f. VA Terz 1 3/5'D Sifflöte 2' Mixtur 3f. 1 1/3' Pedal C-f' Subbaß 16'

Pedalkopopel
Denkmalorgeln in der Pfalz
1991Domkapitel, Hof und Universität. Speyerer Domherren als Amtsträger und Klienten des Königs und der Fürsten im Spätmittelalter.
1995Sicher besaß Alsterweiler eine Kirche im 18. Jahrhundert als Filiale von Maikammer150 Jahre Mariä-Schmerzen-Kapelle zu Alsterweiler
1995Nullum hic exstat sacellum150 Jahre Mariä-Schmerzen-Kapelle zu Alsterweiler
1995Nullum hic habetur sacellum150 Jahre Mariä-Schmerzen-Kapelle zu Alsterweiler
1995Überlegungen zu einer Erweiterung der Kapelle150 Jahre Mariä-Schmerzen-Kapelle zu Alsterweiler
1995Im Jahr des Herrn 1845, am 29. Mai, unter dem Pontifikat Papst Gregors XVI., zur Zeit, da in der Rheinpfalz Ludwig I., der König von Bayern, regiert, und Doctor Nikolaus Weis den Bischofsstuhl von Speyer innehat, wurde von mir, dem unterzeichneten Johannes Nepomuk Weckesser aus Neustadt, gegegenwärtig katholischer Pfarrer in Maikammer und Alsterweiler, nach dem Ritus der heiligen Mutter Kirche der Grundstein (*) dieser Kapelle gesegnet. Sie ist erbaut auf einem Grundstück von Nikolaus Groß, Winzer in Alsterweiler, dank seiner und seiner Mitbürger Freigebigkeit, zur größeren Ehre und Verherrlichung Gottes, des Al- lerhöchsten, der Jungfrau und schmerzhaften Mutter Maria, sowie zur Erbauung und zum Nutzen der Gemeinde der Gläubigen. Dieser Feier wohnten als Zeugen mehrere bei: der hochwürdige Herr Johannes Adam Leys, Frühmesser in Maikammer; Nikolaus Groß, Sebastian Hauck, Andreas Wirth, die Hauptförderer des frommen Werkes; Franz Lederle, consiliarius provincialis (**) und Fabrikratspräsident mit den Kirchenverwaltern; Johannes Franz Kögel, Bürgermeister; Peter Pfoh und Andreas Platz, Adjunkte, mit den Gemeinderatsmitgliedern; Johannes Georg Schneider, Architekt, Antonius Schneider, Maurermeister, beide aus Edenkoben; und viele andere, die diese in den Grundstein eingefügte und mit dem Siegel der Pfarrei versehene Urkunde mit mir unterschrieben haben."

(Nach der Kopie der lateinischen Urkunde, beglaubigt von Pfr. Weckesser,im Taufbuch der Pfarrei 1830 - 1845, Seite 283. Der Text der Urkunde ist vermutlich von Pfr. Weckesser selbst verfaßt.) (*) Der lateinische Text spricht nicht von "Grundstein" (lapis primarius oder fundamentalis), sondern von "lapis angularis" = "Eckstein", wohl in Anlehnung an 1 Petr 2,6.

(**) Welche überörtliche Ratsfunktion mit "consiliarius provincialis" = "Provinz-Ratgeber" gemeint ist, läßt sich aus dem Zusammenhang nicht erkennen. Vielleicht gehörte Franz Lederle zu dieser Zeit zum Distriktsrat des Kantons Edenkoben.
150 Jahre Mariä-Schmerzen-Kapelle zu Alsterweiler
1995Der erstgenannte Nikolaus Groß erklärte: Er habe, unterstützt von mehreren frommen Gebern, deren Namen verschwiegen bleiben sollen, auf ein Stückchen Feld, welches seine verstorbene Frau von ihren Eltern ererbt habe, welches frei sei von Schulden, Güten und anderen Lasten und Dienstbarkeiten, dessen Flächenraum er jedoch aber nicht mit Bestimmtheit angeben könne, eine Kapelle erbaut, und wünsche, diese Kapelle zum öffentlichen Gebrauch zu überlassen. Die beiden Geschwistrige Lorenz Groß und Kath. Barbara Groß fügten dieser Erklärung wörtlich bei: Wir verschenken den Grund und Boden, auf welchem unser Vater die Kapelle erbaut hat, nicht nur zu dem frommen Zweck, zu welchem er ihn bestimmt hat, sondern treten auch den von diesem Felde beim Kapellenbau noch erübrigten freien Raum ab, und wollen, daß dieser freie Raum auf ewige Zeiten zu der Kapelle gehören soll.150 Jahre Mariä-Schmerzen-Kapelle zu Alsterweiler
2000Über die Statuten des Priesterseminars. Kein Bezug zu Alsterweiler direkt.Das Bruchsaler Priesterseminar während der Regierungszeit des Kardinals Franz Christoph von Hutten
2000Rieß-Stumm, Susanne, „Primum est vivere“ – Das Neustadter Tal im 19. Jahrhundert, S. 253-278.„Primum est vivere“ – Das Neustadter Tal im 19. Jahrhundert
20013. Und dann ist zu wissen, dass, wenn ein Armer es fertig bringt, ein Ohm Wein
Anm.2] [in sein Haus] zu kaufen, um es mit seinem Weibe allein zu trinken, dann soll man’s ihm gönnen und nicht verwehren, und er ist der Herrschaft nichts dafür schuldig.
Das mittelalterliche Weistum für Elmstein und Iggelbach: Versuch einer Übertragung in heutiges Deutsch
2002Die Flur von Maikammer-Alsterweiler
2002Seite 135 (Alsterweiler) nur Güterangabe ohne genaue Nachweise.

Interessant:

Seite 180 wird ein Rechtsstreit aus Alsterweiler berichtet. Der Hofgerichtsrat Johann Theodor von Linden / St. German Stift Speyer (wohl das Anwesen in der Hauptstraße).
Der Speyerer Weihbischof Andreas Seelmann (1732-1789)
2007Heimat und Pfalz.Zwischen Heimat und Nation: Die pfälzische Identität im 19. und 20. Jahrhundert
2010Beiträge zum Bienwald und zur Auswanderung. Darin auch Übertragung des Textes der Ordnung aus dem Original von Matthias Ramung „Liber secretorum“ (1466).
Seite 61 - 1563 befreite Bischof Marquard von Hattstein seinen „Waldfaut zu Rheinzabern“, den „Engelwirt“ Georg Schwein, von der Bede und anderen „bürgerlichen Beschwerden.“
Die ältesten Ordnungen für den Bienwald, des Stifts (Speyer) wertvollsten und besten Kleinodien eines
2012Regesten zur Geschichte der Stadt Saarbrücken (bis 1545)
2013Vierte Mittelhaingeraide. Beteiligt an dieser Geraide waren Diedesfeld, Kirrweiler, Maikammer und St. Martin, alle schon Mitte des 14. Jahrhunderts unter bischöflicher Ortshoheit.Weistümer und Ordnungen pfälzischer Marknutzungsgenossenschaften und Großwaldungen
2013Einwohner von Maikammer und Alsterweiler nach den Listen zum Gemeinen Pfennig von 1495
2015Die Reuerinnen von Kanskirchen
2015Einwohner von Maikammer und Alsterweiler im Liber secretorum des Bischofs Matthias Ramung von 1469/70
2017Franz Gabriel Allmaras und die Kalmitstraße
2019Weistum
2020Wolfsjäger in den ältesten Stadtrechnungen Neustadts (bis 1528)
2020SchlußsteinSchlußstein Familie Platz 1805

Alle Ereignisse in Alsterweiler nach Leonhardt, Johannes

AusstellungIst ZitatHat SchlagwortHat Schluessel
1318 JLIn einer Eußerthaler Urkunde von 1318 werden Reben am Schloß zu Maikam erwähnt.Eußerthal
Schloß
Maikammer
1318
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler#Seite 15/1
24 Februar 1345 JL24. Februar 1345. Vor dem bischöflichen Gericht zu Speyer vermacht der Priester Petrus von Kirwilr, Alrads sel. Sohn, dem Cisterzienserkloster Eußerthal zu einem Seelengeräte einen jährlichen Zins von 4 Pfund Heller auf Gütern zu Menkemere . . . an dem Flosse, an der Huben, auF der Heiden und unter der Muren.Eußerthal
Petrus von Kirrweiler
Seelgerät
Alrad von Kirrweiler
An dem Flosse
An der Huben
Auf der Heiden
Unter den Muren
1345
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler#Seite 15/2
1370 JLLeichter zu erklären ist der Name Alsterweiler. Er kommt vor 1370 als Ageleisterwilre, 1464 als Aglasterweiler und 1495 als Allasterwyler. Es ist also ein Weiler (mhd. wilr — kleines Gehöft, ahd. wilari, mlat. villäre — Gehöft), der von dem Vogel Elster seinen Namen hat.Aglasterweiler
Ageleisterwilre
Allasterweyler
Weiler
Elster
Villare
Gehöft
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler#Seite 13
1525 JLIm Bauernkrieg (1525) revoltierten die Bauern von Maikammer gegen den Grafen von Oberstein auf der Kredenburg in Alsterweiler, wie es in der Urkunde heißt, „ohne Fehde und Feindschaft" und nur die Zugehörigkeit zum bischöflichen Hochstift war schuld daran, daß nicht alle Bauern mit Sack und Pack zur lutherischen Neuerung übergingen.Hochstift
Oberstein
Lutherisch
Bauern
Kredenburg
Urkunde
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/151bis180#Seite 173/1
1530 JLDie erste bekannteste Zahl der Einwohner ist vom Jahre 1530. Damals wohnten in Maikammer 674, in Alsterweiler 451 Seelen, zusammen 1125.Bewohner
Einwohner
Seelen
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/101bis125#Seite 125/3
1533 JL1539 macht er (Viax von Obertein) einen Vergleich mit der Gemeinde Jaxweiler wegen der Frond. Er verlangte nämlich, daß sie ihm sein Heu nach Offstein fahren sollten. Die Gemeinde wendete dagegen ein, zwar zu einer Fahrt verpflichtet zu sein, aber nur nach Börrstadt, wo sein Vater und seine Voreltern wohnbaft gewesen.Börrstadt
Jakobsweiler
Fron
Jaxweiler
Viax von Oberstein
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Seiten#Seite 156/1
1535 JL1535 schließt er einen Vertrag mit den Gemeinden Alsterweiler und Maikammer wegen des Wasserlaufs von der Spring durch das Alsterweiler Tälchen. (gemeint ist Viax von Oberstein)Spring
Wasserlauf
Alsterweiler Tälchen
Viax von Oberstein
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/151bis180#Seite 156/1
1544 JLSein Sohn Friedrich war vermählt mit Gertrud von Dilling. Als Lehensmann der Abtei Limburg hatte er das Dorf Oberweiler samt Waldungen und Wiesen zu Lehen. 54) Er empfing 1458 von Kurpfalz zu Lehen 26 Pfund Heller für die Wiese zu Jachsweiler, genannt Wohnholz, Heiersbusch und für den Wingert genannt Gyrstbühel, 1 Malter Korngeld für die Wiese unten am Gyrstbühel, 64 Pfund Heller für den Wald zu Börrstadt, genannt Heimbuch, da die Straße geht, genannt Steinbacher Weg, die Wiese hinter Birscheid, das man nennt die „Freiheit", 9 Pfund Heller für die Dorflei zu Wellstein. Freiherr von Oberstein soll ferner Burgmann geben zu Nuwenburg. Dieses Lehen hatte er vormals von dem Raugrafen Otto getragen, von dem sie Kurpfalz erworben hatte. 40)Friedrich von Oberstein
Oberweiler
Burgmann
Neuburg
Nuwenburg
Gertrud von Dillingen
Viax von Oberstein
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Seiten#Seite 156/3
1545 JL1545 schloß Viax von Oberstein einen Vertrag mit den Gemeinden Alsterweiler und Nlaikammer weqen Teilung des Wassers aus dem Alsterweiler Tälchen durch seine Wiese, die Dieterswiese genannt.Dieterswiese
Alsterweiler Tälchen
Viax von Oberstein
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/151bis180#Seite 156/2
1549 JL11. So ein Gemeinsmann ein Eigert (mhd. Egerd — Brachland) hätt in der Mark zwischen den Wingerten liegen und gibt die Bed (-Steuer) gleich den Wingerten dafür, so die Wingertmaß ist und begehrt dieselbig gehaupt zu haben, soll derselbig ein Raisch (Wisch) auf gemeld Eigert stecken, was dann daroben ergriffen wird, es wäre Pferd, Kühe oder jemand grase solche soll zu poen 2 Schilling Pfennig verfallen sein. Auch soll, wann ein Gemeinsmann ein Äckerle mit der Haue (Hacke) bebaut hat, niemand darauf gehen oder fahren bei obgenannter Einung.Egerte
Raisch
Wisch
Brachland
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Seiten#Seite 145/1
1573 JLIm Klausental stand im 16. Jahrhundert eine Kapelle mit Klause. Sie wurde von einem Waldbruder bedient. Zu ihr gehörten Acker, Wiesen und Wald, Wein- und Geldzinsen. Von dem alljährlich dort stattfindenden Klausenfeste gingen die Teilnehmer nach Alsterweiler und aßen und tranken. Daraus soll die Kirchweih entstanden sein. Im Jahre 1573 vertauschte der edle Stephan zum Jungen und seine Hausfrau Ursula v. Dalheim die Klause nebst Kirche und allem Zubehör, die sie von ihrem Vater ererbt hatte, an seinen Schwager Moriz von Morschheim. 53)Klausental
Dalheim
Morschheim
Kapelle
Kirche
Kirchweih
Alsterweiler
Klause
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/101bis125#Seite 106/1
1580 JLb) ein Eußerthaler Propstei-Erbbestands-Weingut Quelle 7); es wurde im Jahre 1580 an Thomas Boscher gegen 4 Ohm schönen Wein im Erbbestand verliehen. 1759 weigerten sich die Erbbeständer weiter Erbgült zu entrichten, es sollten wegen schlechten Ertrages 2 Ohm eingezogen werden; es wurden aber bei der Renovation 1759 die 4 Ohm belassen.Eußerthal
Beständer
Hofgut
Beständer
Renovation
Kloster Eußerthal
Erbbestand
Propstei-Erbbestands-Weingut
Erbgült
Thomas Boscher
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/101bis125#Seite 111/3
1580 JLa) ein bischöfliches Weingartgut; am 1. Februar 1580 verkaufte Bischof Marquard von Speyer an seinen Hintersassen Christoph Groß zu Maikammer des Hochstifts Behausung und Hofraide, welche zum genannten Gute gehörte, für 400 fl. (Quelle 19 und 52).Hofgut
Hattstein
Weingartgut
Hofraide
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/101bis125#Seite 111/2
1580 JLDie O e l m ü h l e , auch obere Oelmühle, war 1688 Johann Tretter in sicherem Bestände überlassen worden. Durch den Krieg 1689-1700 wurde sie ruiniert und geriet in Abgang. Am 3. Dezember 1699 wurde sie wiederum im Namen des Fürstbischofs Joh. Hugo dem Joh. Tretter erbbestandsweise überlassen. Der Erbbeständer mußte sie selbst aufbauen und dann Dach und Fach unter halten. Die ersten 6 Jahre war er darum vom Zinse frei, dann mußte er 4 Jahre lang jährlich 4 fl., darnach jährlich 5 fl. an Martini an die Schaffnerei Kirrweiler abliefern.Beständer
Hofgut
Ölmühle
Beständer
Erbbestand
Johann Tretter
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/101bis125#Seite 112/1
1588Vom Jahre 1588 an läßt sich dann ein Lehrer nachweisen, der sämtliche schulpflichtigen Kinder der Orte Maikammer und Alsterweiler zu unterrichten hatte. Das Schulhaus befand sich am Lindenplatz beim Gemeindehaus.Lehrer
Schule
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/181bis203#Seite 181/1
1595Das Haus von Oskar Hafner, Alsterweiler Hauptstraße wurde 1595 erbaut. Es zeigt über dem Torbogen außer den Anfangsbuchstaben des Namens eine schwörende Hand, welche auf den Beruf eines Gerichtsschöffen hinweist.Hauptstraße
Hauptstraße Nr.25
Oskar Hafner
Schwörende Hand
Gerichtsschöffe
Torbogen
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler#Seite 18/1
1600Die oberamtliche Verordnung um das Jahr 1600 ordnet wegen des vielen Trinkens in den Wirtschaften an, daß zu Sommerszeiten abends um 8 Uhr und zur Winterszeit um 7 Uhr geläutet werde und daß dann alle Wirtshausbesucher heimzugehen hätten. „Es soll auch kein Wirt über gemelde Zeit ihnen Wein geben. Wo aber ein Wirt solches übertritt und nach der Zeit Wein oder anderes geben wird, der soll ein Pfund Pfennig und ein jeder, so in der Zech ist, 10 Schilling Pfennig, so oft es geschieht, zu der Tätung unnachläßlich geben. Doch sollen fremde Gäste, so bei der Nachtzeit sich züchtig und gebührlich halten, hierein nit gemeint sein.Wirtschaft
Wirt
Läuten
Trinken
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Seiten#Seite 167/2
1600Maikammer und Alsterweiler hatte um 1600 fast die gleichen Straßen wie heute, nur wird die Deckelgasse nicht erwähnt, die Hintergasse hieß Obergasse, die Spreiselgasse Hubengasse.Deckelgass
Hintergasse
Obergasse
Spreiselgasse
Hubengasse
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Seiten#Seite 18/3
1600Maikammer und Alsterweiler hatte um 1600 fast die gleichen Straßen wie heute, nur wird die Deckelgasse nichr erwähnt, die Hintergasse hieß Obergasse, die Spreiselgasse Hubengasse.Deckelgasse
Straße
Hintergasse
Obergasse
Spreiselgasse
Hubengasse
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler#Seite 18/2
16021602 waren in Maikammer 149 und in Alsterweiler 74 Familien.Einwohner
Familie
Maikammer
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/101bis125#Seite 125/4
1602Das „Verzeichnis aller jetzigen und nachkünftig Gemeindsmanner, Weibern, Wittiben und Kindern samt ihrem Religionsbekenntnisse zu Maycammer und Alsterweiler. Angefangen 1602" enthalt folgende Namen: Anshelm (in Alsterweiler),Funk (in Alsterweiler),Hertzel (in Alsterweiler),Röder (in Alsterweiler),Hoffmann (in Alsterweiler), Jörg (in Alsterweiler), Kaufmann (in Alsterweiler), Kelblin (in Alsterweiler), Krug (in AIsterweiler), Kugel (in Alsterweiler), Müller (3 in Alsterweiler), Nachbaum (1 in Maikammer, 1 in Alsterweiler), Pfaff (in Alsterweiler), Röder (in Alsterweiler), Rudolf (in Alsterweiler), Schupfer (in Alsterweiler), Schwab (in Alsterweiler), Seiler (in Alsterweiler), Schultes (in Alsterweiler), Stachel (in Alsterweiler), Teutsch (in Alsterweiler), Wingerter (2 in Alsterweiler), Weiß (in Alsterweiler), Wirth (in Alsterweiler).Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/126bis150#Seite 126/3
2 Juni 1611Hans Philipp starb am 2. Juni 1611 zu Alsterweiler.Hans Philipp von Schmittburg
Graf von Schmittburg
Katharina von Oberstein
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/151bis180#Seite 156/2158/1
16191619 waren in Maikammer 163 und in Alsterweiler 87 Häuser. Sie waren nicht numeriert und wurden nach der Lage zu den Nachbarn bezeichnet.Nummer
Haus
Alsterweiler
Leonhardt (1928)/Seite18/3
16191619 waren in Maikammer 160 Häuser, in Alsterweiler 90.Haus
Maikammer
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/101bis125#Seite 125/5
1629Das Domkapitel hatte das Langhaus abreißen und neu aufbauen lassen. Die Einwohner mußten durch Fronarbeit beim Bauen helfen.Kirche
Fron
Langhaus
Abgabe
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Seiten#Seite 163/1
1689Da ein Mädchen von hier namens Apollonia Anstand als Laienschwester im Kloster der Franziskanerinnen in Speyer war, flohen die Schwestern dieses Klosters 1689 nach Alsterweiler, wo sie ein Haus besaßen.Speyer
Apollonia Anstatt
Apollonia Anstand
St. Klara
Franziskanerinnen
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/26bis50#Seite 26/1
1689Da ein Mädchen von hier namens Apollonia Anstand als Laienschwester im Kloster der Franziskanerinnen in Speyer war, flohen die Schwestern dieses Klosters 1689 nach Alsterweiler, wo sie ein Haus besaßen.Ansatt,AlsterweilerGeschichte von Maikammer=Alsterweiler/Seiten#Seite 43/1
9 März 1699Im Kriege 1689—1700 wurde die Mühle von den Franzosen zerstört und kam am 9. März 1699 an Johann Martin Wetzel. Er war von der herrschaftlichen Fron befreit.Fron
Abgabe
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Seiten#Seite 112/1
17081708 zogen kaiserliche und französische Truppen hier durch. Es mußten Fronden und Lieferungen geleistet werden.Fron
Abgabe
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Seiten#Seite 27/1
1719Doch scheint die Sammlung nicht viel eingetragen zu haben, denn im Jahre 1719 erbaute die Gemeinde, „des schlechten Aussehens der Kirche überdrußig", das Chor so ziemlich aus eigenen Mitteln. Die Bürger leisteten Fronarbeit, aus dem Ueberschuß der Kirche wurden 75 fl. genommen, dazu kamen 200 fl. Opfergeld und die Gemeinde schoß zirka 1000 fl. zu. Dies Chor mit Spitzbogen steht heute noch.Kirche
Fron
Langhaus
Abgabe
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Seiten#Seite 163/2
25 April 1735Hans Georg Thirolf nahm ein aufgefundenes Kind mit Nainen Maria Susanna an. Am 25. April 1735, wurde er dafür bis zum 12. Lebensjahr des Kindes vom Frondienst der Gemeinde befreit.Fron
Abgabe
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Seiten#Seite 28/1
11 November 1745An Martini 1745 übernahm sein Bruder, Johann Haffner, die Mühle in Pacht vom Bischof. Er erhielt Personalfreiheit in herrschaftlicher und Gemeinde-Fron. 1 Pferd durfte er für die Mühle halten, mit einem weiteren, das er zum Ackerbau hielt, war er zu fronden verpflichtet.Fron
Abgabe
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Seiten#Seite 114/1
1749Jetzt wollte Alsterweiler einen Präzeptor, weil der Weg nach Maikammer zu weit und zur Regen- und Winterszeit schlecht sei und die Kinder schlechte Kleider hätten. Pfarrer Weber war dagegen.Alsterweiler;Präzeptor;Pfarrer WeberGeschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/181bis203#Seite 182/1
17531753 kam es wegen kleinlichsten Ursachen zu einem erbitterten Streit zwischen der Kurpfalz und dem Bistum Speyer . . . 900 Mann kurpfälzische Truppen fielen in die Ämter Deidesheim und Kirrweiler ein und nahmen vor allem die Weine mit sich nach Neustadt. Die reichsten Winzer von Maikammer, St. Martin und Diedesfeld wurden eingezogen und in Neustadt ins Gefängnis geworfen; . . . vielfach wurden die Weinberge und Felder verwüstet. Die bischöflichen Gemeinden sollen zirka 9000 Gulden Kosten gehabt haben: die Gemeinden Hambach, Diedesfeld, Maikammer-Alsterweiler und St. Martin zusammen 5109 Gulden.Kurpfalz
Diedesfeld
Hambach
Gulden
St. Martin
Kosten
Maikammer
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/26bis50#Seite 29/1
17541754 wurde das Pflaster zu Alsterweiler gemacht, es kostete 90 Gulden, der Plattenweg 70 Gulden. Die Gemeinde zahlte ihre Schuld an die Kirche zurück.Plattenweg
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/26bis50#Seite 29/2
1758Die beiden ersten Jahre des siebenjährigen Krieges (1756-1763) waren hier unmerklich vorübergegangen. Aber schon im Jahre 1758 begannen die Lieferungen, Einquartierungen und Kriegsfrondienste für — die Franzosen, die wieder einmal Truppen in dem Gebiete der Pfalz stehen hatten. Bürger mußten Mehl, Fourage und Pferdefutter meist nach Frankfurt a. M. fahren. Die Lieferungen an Hafer, Heu und Stroh gingen teils an das französische Magazin nach Speyer, teils nach Deidesheim und beliefen sich von 1758—60 auf 10 637 Gulden 24 Kreuzer.Fron
Abgabe
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Seiten#Seite 30/1
29 Januar 1765Durch oberamtlichen Befehl vom 29. Januar 1765 wurde beanstandet, daß Leute im Oberamt ihre Felder und besonders die Weinberge schlecht und nachlässig, nicht zu rechter Zeit oder gar nicht baueten. Darum sollten vertraute und verständige Männer bei den Arbeiten Aufsicht führen und Bericht erstatten. Die Lässigen sollten mit Geldstrafen beleqt werden, wovon die Aufpasser die Hälfte bekamen.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Seiten#Seite 136
1766Da kein Schulhaus zu Alsterweiler war, stellte Schmitt sein eigenes Haus zur Verfügung. Dazu erbat er sich, den armen Kindern umsonst Unterricht zu erteilen; nur bat er um die hohe Gnade, von Jagd-, Wacht- und Frondiensten befreit zu werden.Schulhaus
Fron
Befreiung
Abgabe
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Seiten#Seite 182/1
1766Da kein Schulhaus zu Alsterweiler war, stellte Schmitt sein eigenes Haus zur Verfügung. Dazu erbat er sich, den armen Kindern umsonst Unterricht zu erteilen; nur bat er um die hohe Gnade, von Jagd-, Wacht- und Frondiensten befreit zu werden. Nach einiger Zeit bat nun Schmitt, auch Tagschule halten zu dürfen. Dekan Johann Bapt. Fischer aus Hambach hatte sich darüber gutachtlich zu äußern. Das Gutachten fiel schlimm aus. So wurde unter anderem festgestellt, daß Schmitt selbst sehr schlecht schreibe und darum die Schreibvorlagen von Kindern aus Maikammer entlehnte. Seine Nachtschule ging daher ein, und die Kinder von Alsterweiler, etwa 82, hatten wieder die Schule zu Maikammer zu besuchen.Frondienst
Peter Schmitt
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/181bis203#Seite 182/3
25 November 1766Unterm 25. November 1766 richtete der Alsterweiler Bürger Peter Schmitt an das Generalvikariat die Bitte, es möge erlauben, daß den Kindern von Alsterweiler einige Nachtstunden in der christlichen Lehre durch ihn gegeben werde. Als Grund gab er weiten Weg und schlechte Kleidung der Kinder an. Pfarrer Gödecke war dagegen, weil er vermutete, daß es den Alsterweilerer Bürgern nicht um Nachtschule, sondern um eigene Tagesschule zu tun sei. Dem Lehrer von Maikammer wäre auch ein Teil des Schulgeldes entgangen. Das Generalvikariat entschied zugunsten des Schmitt, da das allgemeine Wohl dem privaten vorgehe; der Pfarrer sollte fleißig nachsehen.Peter Schmitt
Generalvikariat
Nachtstunden
Pfarrer Gödecke
Tagesschule
Schulgeld
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/181bis203#Seite 182/2
4 August 1768Wenn ein Untertan von dem Fürstbischof vom Frondienst befreit war, so sollte er auf Wunsch der Gemeinde (4. August 1768) doch in der Gemeindefron bleiben, weil er auch den gemeinen Nutzen genieße.Fron
Frondienst
Gemeindefron
Abgabe
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Seiten#Seite 133/2
21 Juli 1770A m 21. Juli 1770 wurde von der hochfürstlich speyerischen Rentkammer in Bruchsal der Vorschlag gemacht, die Fronden, wegen deren sich die Untertanen besonders wegen der dabei vorkommenden Ungleichheiten oft beschwerten, mit Ausnahme der Jagdfronden abzuschaffen und dafür monatlich oder jährlich Geld zu erheben. Es blieb aber bei den seitherigen Leistungen.Fron
Frondienst
Gemeindefron
Abgabe
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Seiten#Seite 133/3
1772An fronbarem Vieh waren in diesem Jahr vorhanden 9 Pferde und 3 Ochsen (1772).Fron
Abgabe
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Seiten#Seite 32/1
17721772 stiftete die Registratorswitwe Vitterine von Mannheim, die in Alsterweiler Haus, Hof und Güter hatte, 50 Gulden für eine ewige Ampel, welche Samstag morgens beim Betglockläuten angezündet und abends beim Betglockläuten ausgelöscht werden sollte. 10)Vitterine von Mannheim
Ewige Ampel
Betglocke
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/151bis180#Seite 177/1
17741774 wurden im Alsterweiler Tälchen Sandsteine gebrochen zum Dombau in Speyer. Es gab nicht sehr viel aber guten Wein.Sandstein
Speyer
Alsterweiler Tälchen
Dombau
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/26bis50#Seite 32/1
1785Gegen Ende des 18. Jahrhunderts erhielten die Froner eine kleine Bezahlung. Doch wurde vom Fürstbischof 1785 festgesetzt, daß Spannfröner höchstens 6 Kreuzer und Handfröner höchstens 3 Kreuzer von der Gemeinde erhalten dürften.Fron
Frondienst
Spannfröner
Handfröner
Bezahlung
Abgabe
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Seiten#Seite 133/4
1785Außer diesem Geldbezug hatte der Lehrer freie Wohnung mit Garten, war von sog. Ämtern, von Wach- und Frondienst frei und die Kinder brachten von Allerheiligen bis Georgitag (23. April - "Zu Georgi blinde Reben - volle Trauben später geben") Holz mit.Lehrer
Fron
Frondienst
Befreiung
Abgabe
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Seiten#Seite 193/2
1786Als im Jahre 1786 die Schulstelle erledigt war, bat der Schullehrer Lorenz Zöller zu Kirrweiler für seinen Tochtermann Friedrich Matt um den Glöcknerdienst in Maikammer, der bei Neubesetzung der Schule leicht vom Schuldienst zu trennen sei. Er gab sich viele Mühe, erreichte aber nur, daß das Domkapitel den Glöcknerdienst vom Schuldienst trennte und dafür Kaspar Henkel von Speyer empfahl, der den Dienst erhielt mit dem Glockenzehnt als Bezahlung.Lehrer
Kirrweiler
Glöckner
Glockendienst
Glöcknerdienst
Friedrich Matt
Zöller
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Seiten#Seite 196
1789daß Kriege immer unserer Gegend Einquartierung, Fronden und Lieferungen gebracht hatten.Fron
Abgabe
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Seiten#Seite 33/1
1789Nach der weiteren Regelung der Gemeindeverwaltung wurde in Maikammer Friedrich Schwarzwälder Agent und Emanuel Heilweck Adjunkt, in Alsterweiler Peter Adam Koch Agent und Friedrich Eisenbiegler Adjunkt (1789).Adjunkt
Peter Adam Koch
Johann Friedrich Eisenbiegler
Munizipalagent
Agent
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/26bis50#Seite 40/1
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