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Zeitleiste gibt alle Ereignisse wieder, die auf Alsterweiler dargestellt sind. Siehe auch Attribut "ist erwähnt". In der anschließenden Tabelle werden alle Ereignisse in Alsterweiler chronologisch aufgelistet.


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Alle Ereignisse in Alsterweiler

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960 JLCodex minor
1314 JLunam amam vini clariZitat aus dem Text
1314 JLquam ipse super vinea eorundem fratrum dicta der eichelbergZitat aus dem Text
21 Januar 1314 JLJohann von Diedesfeld, Pfarrer zu Munzisheim.Verkauf eines Zinses an Alsterweiler BürgerLA Sp F 7 Nr.347
21 November 1338 JLGLA Ka 42 Nr.1631
24 Februar 1344 JLan dem slossePriester Petrus de Kirwilr vermacht am 24. Februar 1344 für sein Seelenheil dem Zisterzienserklosters Eußerthal einen Zins von 4 Pfund HellerLA Sp X 55 Nr.1022 fol.849
1359 JLEin-spänner m.:'Fuhrwerk mit nur einem Zugtier'vgl. PfWB Einspännerwagen; 'Bauer, der nur ein Pferd hat', Äinspänneʳ; übertr. 'Junggeselle', bes. 'alter Junggeselle', Ääⁿspänneʳ; 'ungeselliger Mensch'; 'städtischer Polizeidiener'. Im Dezember 1761 hatte ein Einspänner im Auftrage des Rates der Stadt Speyer die Höfe um die Stadt nach lichtscheuem Gesindel kontrolliert [Feierowend Nr. 38/1957]. Als berittene Söldner begleiteten die E. den Bürgermeister bei seinen Amtshandlungen; Einspännerwagen m. Einspännerwiese f.: 'Wiese, deren Nutzung dem Einspänner zusteht'. a. 1730: Einspännigerwiese; 'mit nur einem Zugtier bespannt';'unverheiratet', ääⁿspännich;'berittener Amtsknecht', s. PfWB Einspänner 4, PfWB Einspännerwiese; PfWB Einspänner 1 b. a. 1359: ein ieder gedingsmann soll dem gerichtsherrn mit seiner fuer einen tag wie im selbst frönen, ... und die einspenningen gleich alszo mit ihrer hand; 1536: Item vf ieglichem hauß drey malter habern vnd zwey hüner, das da rauch helt. Item ein ieglicher einspenniger halb souiel [PfWeist. I 85 (FR-Beindh)]. a. 1604: ein Einspanninger, der mit zu roten oder zu schneiden in der ernd gebraucht wird [SSp., Gefälle des Amtes Neu- und Alt-Wolfstein]. a. 1621: 12 Imbß den Einspennigen zu Birbach, welche ... dem Layendeckher (Schieferdecker) vffm Closter Handtreichung gethan [WerschwSchR, Bl. 206].Pfälzisches Wörterbuch - Eintrag EinspännerBd. 2, Sp. 829 bis 831
1370 JLLeichter zu erklären ist der Name Alsterweiler. Er kommt vor 1370 als Ageleisterwilre, 1464 als Aglasterweiler und 1495 als Allasterwyler. Es ist also ein Weiler (mhd. wilr — kleines Gehöft, ahd. wilari, mlat. villäre — Gehöft), der von dem Vogel Elster seinen Namen hat.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler13
1371 JLXXX
1382 JLXXX
1392 JLDie Burg Spangenberg - Im Jahre 1392 wird ein Gerhart von Dalheim als Schaffner zu Kirrweiler und Spangenberg genannt. 1431 vertraute Bischof Raban die Burg dem Edelknecht Eberhart von Sickingen an. Anfang des 16. Jahrhunderts ließ der Bischof im Tal einen Stutengarten anlegen. Einer der Stutenmeister war ein Eberhart von Hattstein.800 Jahre Kirrweiler158
1424 JLXXX
18 Januar 1424 JLLang Contz zu Alsterweiler gibt V Heller Zins.BA Sp A Rechnungen Nr.32
6 April 1436 JLLehensrevers des Sigfried von Oberstein für Offstein, Rodenfels und AldenburgLHA Ko 1 B Nr.1724
1450 JLIn unserem Gebiet war, wie wir aus Verkaufs- und Tauschurkunden wissen, vor dem 15. Jahrhundert der Dekan mitsiegelberechtigt 4). Zu Beginn der Neuzeit (um 1450) wurde eine Differenzierung der Siegelung schon aus Gründen des Handels notwendig. Die Wappen — Abbilder der Siegel — sind in den einzelnen Orten und Dekanaten in der Symbolik gleich, in der Gestaltung jedoch verschieden; einige Zeichen aus unserem Dekanat: Maikammer (1), Roschbach (2), Venningen (3)Wappen der Gemeinde Maikammer51
1450 JLIn unserem Gebiet war, wie wir aus Verkaufs- und Tauschurkunden wissen, vor dem 15. Jahrhundert der Dekan mitsiegelberechtigt 4). Zu Beginn der Neuzeit (um 1450) wurde eine Differenzierung der Siegelung schon aus Gründen des Handels notwendig. Die Wappen — Abbilder der Siegel — sind in den einzelnen Orten und Dekanaten in der Symbolik gleich, in der Gestaltung jedoch verschieden; einige Zeichen aus unserem Dekanat: Maikammer (1), Roschbach (2), Venningen (3)Wappen der Gemeinde Maikammer51
1455 JL
4 Januar 1455 JLuff samstag nehst nach dem heiligen nuwen jares tage als man schreibe nach Cristi unsers herren geburt tusent vierhundert funffzig und funffe jare
Hansen von Talheim unserm lieben besundern und Kathrin von Mulhouen siner elichen huisfrauwen
Verkauf einer Mühle in Steinweiler im Dorf gelegenDHM Do 90 1086
1464 JL
Seit 1464 war der Lehrer zugleich Kirchendiener und hatte die Glocke zu bedienen.Glockenstein und Trullo1
2 Oktober 1468 JLDiehterß seligen sunHeiratsverschreibung der Eltern Hans von Dalheim und Beatrix von Altdorf für die Tochter Margarethe von Dalheim und Herman von ZeuternLA Sp D 21 Nr.96
1470 JLXXX
5 April 1475 JLunß zu eynnem zu gelt und ee stuer gegebben wurdden ist der halbe huphoffe zu Odenkoben mit allen sinen guttern zinßen und zugehorde dar in fallen ist wie dem Hug vom SteynKonrad von Schweinheim und Steßgen von Stein veräußern 1/2 Hubhof in Edenkoben an Elisabeth von Altdorf genannt von Kropsburg.LA Sp F 7 Nr.1826
1489 JLItem ein halb om weins von dem gartten uf der leymgruben zu Alschterweyler, nyedwendig der muelgassen und oben an Heinrich Decken und nyeden den Herren von Eusserstall, gibt Groß Peter ein logel und Hieffen Erhardt, der Schultheiß von Meynkemmer, das ander Logel.Heylspruck Schaffney Zinsbuch de anno 1489LA Sp F 2 Nr.35b
2 Januar 1492 JLunser meßen zu Meynckemmern genant die Diethers wißen mit sampt dem burgkstadell do selbstVerkauf der Dietherwießen und der KredenburgLA Sp D 1 Nr.916
1495 JLXXX
24 Dezember 1518 JLmein Vater Heinrich von ObersteinVerkauf des halben Teils von DuttweilerGHA OAN 200
14 Mai 1520 JLLehen von HohenfelsErlaubnis zum Verkauf des halben Teils von Duttweiler durch Viax von Oberstein an den KurfürstenGHA OAN 202
1525 JLIm Bauernkrieg (1525) revoltierten die Bauern von Maikammer gegen den Grafen von Oberstein auf der Kredenburg in Alsterweiler, wie es in der Urkunde heißt, „ohne Fehde und Feindschaft" und nur die Zugehörigkeit zum bischöflichen Hochstift war schuld daran, daß nicht alle Bauern mit Sack und Pack zur lutherischen Neuerung übergingen.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler173
11 Juli 1525 JLJunkher Viax vom Oberstein onsern lieben Junckeheren und gutten nachbarem
hauß und wonung by uns gelegen, genant Kredenburgk
Kostenübernahme für die Wiederherstellung der Kredenburg durch die Gemeinde MaikammerLA Sp D 1 Nr.793
1530 JL
1530 JLDie erste bekannteste Zahl der Einwohner ist vom Jahre 1530. Damals wohnten in Maikammer 674, in Alsterweiler 451 Seelen, zusammen 1125.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler125
1530 JLLeibeigene gab es besonders vor dem 30jährigen Kriege. 1530 waren in Maikammer unter 674 Bewohnern 168 Leibeigene, davon 65 Männer und 80 Frauen der Speyerer Herrschaft, 14 Männer und 5 Frauen der Kurpfalz und 4 Männer einer fremden Herrschaft untertan. In Alsterweiler waren unter 451 Bewohnern 110 Leibeigene, davon 43 Männer und 48 Frauen dem Hochstift Speyer 11 Männer und 7 Frauen der Kurpfalz und 1 Mann einer fremden Herrschaft untertan. Die meisten Leibeigenen flohen im 30jährigen Kriege und kamen nach dem Friedensschluß nicht mehr zurück.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler133
13 Januar 1530 JLWittum von NiederhochstadtWittumsübertragung Niederhochstadt durch Viax von Oberstein für Ehefrau Margarethe von TalheimStA Wt R-US 1530 Januar 13
15 Januar 1530 JLLehen von NiederhochstadtLehensrevers des Viax von Oberstein für Niederhochstadt gegenüber Friedrich von Löwenstein und zu ScharfeneckStA Wt R-US 1530 Januar 14b
1 März 1531 JLOberstein, Christoph 1531 III I Diener vom Haus aus mit zwei reisigen Pferden (313, 17v).Dienerbücher des Bistums Speyer (1464-1768)1263
27 Februar 1532 JLVergleich über 1600 Gulden für Heiratsverschreibung auf Gütern zu LindenfelsStA Da B 15 Nr.40
1533 JL1539 macht er (Viax von Obertein) einen Vergleich mit der Gemeinde Jaxweiler wegen der Frond. Er verlangte nämlich, daß sie ihm sein Heu nach Offstein fahren sollten. Die Gemeinde wendete dagegen ein, zwar zu einer Fahrt verpflichtet zu sein, aber nur nach Börrstadt, wo sein Vater und seine Voreltern wohnbaft gewesen.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler156
1533 JLBeforchung des Alsterweiler Guths, dem löblichen Stift zu allerheyligen in Speyer zu gehörigLA Sp D 2 Nr.734
1 September 1534 JLSpeichermeisterVermittlung im Streit zwischen Hochstift Speyer und Vyax von Oberstein und anderenLA Sp F 9 Nr.87
1535 JL1535 schließt er einen Vertrag mit den Gemeinden Alsterweiler und Maikammer wegen des Wasserlaufs von der Spring durch das Alsterweiler Tälchen. (gemeint ist Viax von Oberstein)Geschichte von Maikammer=Alsterweiler156
29 Juni 1535 JLWasserlauf von der Spring durch das Alsterweiler TälchenLA Sp D 1 Nr.63
6 Dezember 1535 JLAnteile am Amt Steinweiler für Pallas I. von Oberstein (Gundheimer Linie?)LA Sp D 21 Nr.695
22 August 1536 JLErbbestandszinsLA Sp F 7 Nr.2570
1537 JL
20 November 1537 JLConrad Deck Einwohner zu Germersheim 100 GuldenViax von Oberstein verschreibt sein Lehen Niederhochstadt an Conrad Deck zu Germersheim für 100 GuldenStA Wt R-US 1537 November 20
1539 JLErstlich Hauß und Hoff mit seinem Begriff zu Alsterweiler gelegenGüterverzeichnis Allerheiligenstift SpeyerLA Sp D 22 Nr.117
6 März 1540 JLTeilung eines Hauses in SteinweilerDHM Do 78 430
26 November 1541 JLLehensvertrag Johann von Hohenfels und Reipoltskirchen mit Viax von Oberstein über ein Burgstadel in Duttweiler und das halbe DorfStA Da C 1A Nr.63
1542 JL1542 wurde der Distrikt des Glockenzehnten erneuert.Glockenstein und Trullo1
27 Februar 1542 JLIch Viax vom Oberstein bekenn unnd thuen kunthVerleihung des Zehnten zu Niederhochstadt an Viax von ObersteinStA Wt R-US 1542 Februar 27
27 Februar 1543 JLHans Stilfant erhält 30 Gulden vom Dechanten und vom Domstift Speyer.BA Sp Domstift Nr.85
20 April 1543 JLErbpacht Mühle von Steinweiler
Vlrich Weigeln von Wintzingen unnd seinen erben unsere mule zu Steinweyler erblich verlyhen haben unnd verleyhen.
Bestätigung zur Erbpacht für eine Mühle in SteinweilerDHM Do 79 113
22 August 1544 JLSchlichtungsspruch in vier Punkten Heiratsvertrag Georg und Agnes MayerGLA Ka 37 Nr.3807a
1545 JL1545 schloß Viax von Oberstein einen Vertrag mit den Gemeinden Alsterweiler und Nlaikammer weqen Teilung des Wassers aus dem Alsterweiler Tälchen durch seine Wiese, die Dieterswiese genannt.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler156
4 Februar 1545 JLLA Sp D 1 Nr.65
1548 JLSchwägerin von Junker von ObersteinKloster Heilsbruck verkauft eine jährliche Gült von einem Wingert in Maikammer.LA Sp A 1 Nr.1267
1549 JLItem wann ein frembd person herkompt auß einer andern herschaft oder reichstetten und begert bey der gemein hie zu wonen, derselbigk soll unserm gnedigen heren von Spyer 2 lb d und der gemein auch 2 ld d bezallen und geben.Dorfordnung 1549Artikel XVI
1549 JLItem welicher wurt oder gemeinßman, auch die muller und weber, so moeßgeschire haben, als soemern, halbsomen und imel, das man zum marck braucht, desgleichen so gewicht haben, dieselgiben
sollen soliche meßgeschire und gewicht alle jare zum wenigsten einmal lassen eychen und brennen, und alß dick man daruber clagt bey pene 1 lb heller.
Dorfordnung 1549Artikel VI
1549 JLItem so eyn gemeinßman oder wer daß were, die brunendröcke oder stein on bescheid bey tagk oder nacht ab oder außlaufen lassen wurd, der oder dieselbigen sollen der gmein, so oft und dick daß geschicht, für 1 lb d zu straff und eynunge verfallen sein.Dorfordnung 1549Artikel XXXIX
1549 JLDorfordnung 1549Artikel XXX
1549 JLItem so ein weinsticher oder gemeinsman fuerleut ausser dorf furen tett, derselbig ubertretter sol der gemein 1 lb d verfallen sein.Dorfordnung 1549Artikel XXI
1549 JLItem so gemeinsman ein eygert hat in der marck zwuschen den wingarten liegen und gipt die beth gleich den wingarten darvon, so da wingart maß ist, und begert dieselbig geheuet zu haben, sol derselbigk ein wüsch uff gemelt eygert stecken. Was dann daroben ergriffen würd, es wer pferdt, kuhe oder jemands grassen, solchs soll zu peen 9 d verfallen sein. Auch sol, wa eyn gemeinßman ein eckerlein mit der hawen gebaut hett, niemands daruff geen oder faren bey obgenanter eynunge.Dorfordnung 1549Artikel XI
1549 JLItem wa einer ein reyfe under dem jare abwerfen tett, derselbig soll die obgemelt eynunge unnachleßlich verfallen sein und sol dem nach in eim jare kein reyf ußstecken, bei auch I lb d zur eynunge.Dorfordnung 1549Artikel II
1549 JLDorfordnung 1549Artikel XXXV
1549 JLDorfordnung 1549Artikel XXVI
1549 JLItem es soll keiner in der gemein ein frembden uffnemen an wissen und willen dr amptleut und der gantzen gemein, bey der eynunge ein pfundt pfenninge.Dorfordnung 1549Artikel XVII
1549 JLItem welicher wirt wein kauft, derselb sol den dorfmeisern bey seinem eyt sagen, wie hoch er denselben wein kauft hat; sol der wurt uff yeder maß 1 d haben an alle geferdt, 1 ß d minder oder mehe uff der ome, bey der einunge wie obstett.Dorfordnung 1549Artikel VII
1549 JLItem wann ein ganß oder enten uff der gassen durch die schutzen erfunden, sollen dieselbigen geruegt werden, jedes stuck fuer 9 d, und sol der gemein vom stueck 6 d und dem schuetzen 3 d zugehoerigk sein.Dorfordnung 1549Artikel XL
1549 JLDorfordnung 1549LA Sp U 103 Nr.36a
1549 JLDorfordnung 1549Artikel XXXI
1549 JLItem es soll ein metzler, so zu Meinkeimer wonnhaft ist, sein banck underm rathaus haben, sampt seinem bewerten gewicht, und das fleisch daselbst umb ungeferlich zwo uhrn außhawen uff den sambstag und den inwondern vor andern helfen sonder allen betruge und vorteil, bey straff eins lb hellers.Dorfordnung 1549Artikel XXII
1549 JLItem welicher wisen uff die gemeine wege stossen hatt und zu wessern begert, derselbig soll wessern, doch der gemein on schaden: Und wa von alter her brücken uber die gemein wege geen, soll man dieselbigen uffrichten bey pene 1 lb heller. Solicher punct der wesserunge halb sol allein den inheimischen und nit den frembden erlaupt sein.Dorfordnung 1549Artikel XII
1549 JLItem es soll kein wurt wein ausserm dorf kaufen, es were dann ganz keyn wein im dorf zu verkaufen, bey straffe 1 lb d.Dorfordnung 1549Artikel III
1549 JLDorfordnung 1549Artikel XXXVI
1549 JLDorfordnung 1549Artikel XXVII
1549 JLItem so ein beracht mensch stirbt, so sollen neun die nechsten uff alle wege bey dem gestorben sein mit wachen und waß sich gepurt zu tun, auch zur begrebnus bestettigen, jeder bey peen 9 d und soll man kein zeichen leuten, es sterbe dann ein beracht mensch.Dorfordnung 1549Artikel XVIII
1549 JLItem so eyn wurt oder gemeinsamen woelt hering, stockfisch, blatheysen und bueckinge feilhaben, derselbig sol kaufmansgut haben bey der eynunge 1 lb heller; und wan jme solchs von den dorfmeistern verbotten wurd, sol derlebigk uberfarer nit mehe desselbigen unkaufs vertreyben bey genanter eynunge.Dorfordnung 1549Artikel VIII
1549 JLOrdenunge, wie es mit den widern gehalten werden sol.

Item wann ein scheffer zu österlichen zeyten umbget und den lemern außschneid, auch jnen bedunckt der gemein wider nott sein, kumet [oder kumpt?] der dann in einen stall, da er gut geschickt lemmer find, sol er zu demselbigen nachpern sprechen: Du solt das lamp zu einem wider laßen geen, und so dasselbig lamp oder wider über jare kompt, so soll es die erst pfrundt ledig gehn für sich selbst und danach die ander pfrundt, so man nent die Michelspfrundt soll genanter wider selbdritt ledigk gehn, und soll derselbigk bawer oder nachper, der den wider hatt, inen in gantz keinen wege verkaufen on des schultheißen, der dorfmeister und deß scheffers wissen und willen.

Item es soll auch einjglicher gemeinsman kein frembd lamp oder schaff bey der nacht und besonder die wyder ußjagen, bey der eynunge 1 lb heller, und soll der nechst nachper als ein gemeinßman bey seinen pflichten und eyden solchs dem schultheißen und den dorfmeistern anzuzeigen schuldigk sein.
Dorfordnung 1549Ordnung Widder
1549 JL11. So ein Gemeinsmann ein Eigert (mhd. Egerd — Brachland) hätt in der M a r k zwischen den Wingerten liegen und gibt die Bed (-Steuer) gleich den Wingerten dafür, so die Wingertmaß ist und begehrt dieselbig geHaupt zu haben, soll derselbig ein Raisch (Wisch) auf gemeld Eigert stecken, was dann daroben ergriffen wird, es wäre Pferd, Kühe oder jemand grase solche soll zu poen 2 Schilling Pfennig verfallen sein. Auch soll, wann ein Gemeinsmann ein Nckerle mit der Haue (Hacke) bebaut hat, niemand darauf gehen oder fahren bei obgenannter Einung.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler145
1549 JLDorfordnung 1549Artikel XXXII
1549 JLItem gemelter metzler soll auch sein fleisch mit dem gewicht verkaufen und das selbig geben wie andere umbstosser, bey eynunge 1 lb hellers es were dan sach, daß einer ein ochsen oder ander rinder kaufen tett, das hohe am gelt wert were, so soll derselb metzler zu den dorfmeistern geen und jnen solchs an zeigen; kunden dan die dorfmeister erkennen, das es besser seye dan der gemein kaufe ist, sol man jnen dasselbigk ein pfundt 1 d hellers hoher lassen verkaufen dann das ander fleisch.Dorfordnung 1549Artikel XXIII
1549 JLItem wa einer ein pferdt bei nacht in die weidt tut und im felt oder wissen unangebunden funden wurt, derslebigk soll eyn pfund
heller unnachleßlich verbrochen haben.
Dorfordnung 1549Artikel XIII
1549 JLItem die Meinkeimer kirwey hat freyheit und mage jederman uff soliche zeit acht tag vor oder nach der kirwey ungeferlich wein schencken; doch welicher wein schencken will zur kirwey oder sunst, derselb soll von stunden an vor dem weinschanck sein geschir lassen eychen, bey der einunge 1 pfundt heller.Dorfordnung 1549Artikel IV
1549 JLDorfordnung 1549Artikel XXXVII
1549 JLDorfordnung 1549Artikel XXVIII
1549 JLItem alle jare soll man ein newen weinsticher ziehen, und so die schwoben oder andere fuerleut omen in das dorf und begerten wein zuw kaufen, so sol man sie zu dem weinsticher weysen. Wa aber der weinsticher im dorf oder gemarcken nit were, sol man sie zu dem dorfmeyster weysen, damit die fuerleut nit gehindert werden. Und so ein furman weyn kauft, sol derselbig kaufer 4 d und der verkaufer 2 d von eim fuder weins zuw geen schuldig sein.Dorfordnung 1549Artikel XIX
1549 JLItem es soll kein wurt ein frembden gast, als wandelpersonen und gemeine dirn uber ein nacht behalten, es were dann, daß der gast schulden hett inzupringen oder ander erlich gescheften, die jnen uffhallten tetten, bey der eynunge 1 lb heller.Dorfordnung 1549Artikel IX
1549 JLIn diesem buchlein sind des dorffs zuw Meinkeimer herbrachte und geüpte ordenunge, so man bei vermerckten peen und straffen zuw halten schuldig begriefen etc. Laus deo semper. Sub Dato 1549.Dorfordnung 1549Vorspann
1549 JLDorfordnung 1549Artikel XXXIII
1549 JLDorfordnung 1549Artikel XXIV
1549 JLItem so einer in der mark ein wissen hatt, die dreye graß dragen mage, derselbigk soll genante wiß zum zweyten mal mehen vor unser lieben frawen tagk würtzweyhe und dieselbige wißen sollen beheuwet seyn und pleiben biß zu sant Michels tagk. Aber welicher nach gemeltem unser lieben frawen tag das zweyt graß mehen tut, soll darnach nit mer gefreyt sein.Dorfordnung 1549Artikel XIV
1549 JLItem die wurt sollen keinen gast ußschlagen und dem andern heimweysen bey 1 lb d, es were dan, das der gast nit wolt bey dem ersten wurt benungicht sein mit seiner arm tagen, so mage derselb wurt jnen wol furter weysen; kunt man dan erkennen, das er seinen muglichen vleiß geton hett, solt derselbigk wurt der einunge embresten sein.Dorfordnung 1549Artikel V
1549 JLDorfordnung 1549Artikel XXXVIII
1549 JLDorfordnung 1549Artikel XXIX
1549 JLItem wa ein gemeinßman wolt kaufleut umbfuren wein zu versuchen, on befehle deß schultheißen oder der dorfmeister, derselbigk soll der gemein fur ein halb pfund heller verfallen sein.Dorfordnung 1549Artikel XX
1549 JLItem von alter her ist verbotten, das neyemand in gemeinen wegen und soenderlich auff dem uberfelt was soll hawen; deßgleiche sol man die rech nit außroden und insetzen bey pene 1 lb heller. Dann wa ein wege nott wurd sein in der marck zu machen, wuort die gemein selber tuon wie von alter her, und sol daruober eyn jglicher gemeinsman sampt den verordenten schutzen bey seinem eyd den ubertretter anpringen und ruogen. Deßgleichen sol niemand greben machen uber die gesatzten stein, auch bey der eynungen eyn pfundt heller.Dorfordnung 1549Artikel X
1549 JLErstlichs so einer wolt wein schencken und geschickt mit stallunge auch anderm als leger, derselb sol ein reyfe ußstecken und ein ganz jare wein schenkken wie von alter her beschehen, bey derer eynunge 1 pfundt pfeninge oder sol dem weinschanck obersteen.Dorfordnung 1549Artikel I
1549 JLDorfordnung 1549Artikel XXXIV
1549 JLDorfordnung 1549Artikel XXV
1550 JLAnastasius Spiel siegelt im Jahre 1550 eine Urkunde des Ritter Hans von Altdorf genannt von Kropsburg.800 Jahre Kirrweiler16
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1370 JLLeichter zu erklären ist der Name Alsterweiler. Er kommt vor 1370 als Ageleisterwilre, 1464 als Aglasterweiler und 1495 als Allasterwyler. Es ist also ein Weiler (mhd. wilr — kleines Gehöft, ahd. wilari, mlat. villäre — Gehöft), der von dem Vogel Elster seinen Namen hat.13Alsterweiler
Ageleisterwilre
Aglasterweiler
Allasterweyler
Weiler
Elster
Villare
Gehöft
1525 JLIm Bauernkrieg (1525) revoltierten die Bauern von Maikammer gegen den Grafen von Oberstein auf der Kredenburg in Alsterweiler, wie es in der Urkunde heißt, „ohne Fehde und Feindschaft" und nur die Zugehörigkeit zum bischöflichen Hochstift war schuld daran, daß nicht alle Bauern mit Sack und Pack zur lutherischen Neuerung übergingen.173Urkunde
Lutherisch
Kredenburg
Hochstift
Oberstein
Bauern
1530 JLLeibeigene gab es besonders vor dem 30jährigen Kriege. 1530 waren in Maikammer unter 674 Bewohnern 168 Leibeigene, davon 65 Männer und 80 Frauen der Speyerer Herrschaft, 14 Männer und 5 Frauen der Kurpfalz und 4 Männer einer fremden Herrschaft untertan. In Alsterweiler waren unter 451 Bewohnern 110 Leibeigene, davon 43 Männer und 48 Frauen dem Hochstift Speyer 11 Männer und 7 Frauen der Kurpfalz und 1 Mann einer fremden Herrschaft untertan. Die meisten Leibeigenen flohen im 30jährigen Kriege und kamen nach dem Friedensschluß nicht mehr zurück.133Herrschaft
Kurpfalz
Alsterweiler
Hochstift Speyer
Leibeigener
1530 JLDie erste bekannteste Zahl der Einwohner ist vom Jahre 1530. Damals wohnten in Maikammer 674, in Alsterweiler 451 Seelen, zusammen 1125.125Einwohner
Seelen
Bewohner
Alsterweiler
1533 JL1539 macht er (Viax von Obertein) einen Vergleich mit der Gemeinde Jaxweiler wegen der Frond. Er verlangte nämlich, daß sie ihm sein Heu nach Offstein fahren sollten. Die Gemeinde wendete dagegen ein, zwar zu einer Fahrt verpflichtet zu sein, aber nur nach Börrstadt, wo sein Vater und seine Voreltern wohnbaft gewesen.156Viax von Oberstein
Fron
Börrstadt
Jakobsweiler
Jaxweiler
1535 JL1535 schließt er einen Vertrag mit den Gemeinden Alsterweiler und Maikammer wegen des Wasserlaufs von der Spring durch das Alsterweiler Tälchen. (gemeint ist Viax von Oberstein)156Spring
Alsterweiler
Wasserlauf
Viax von Oberstein
Alsterweiler Tälchen
1545 JL1545 schloß Viax von Oberstein einen Vertrag mit den Gemeinden Alsterweiler und Nlaikammer weqen Teilung des Wassers aus dem Alsterweiler Tälchen durch seine Wiese, die Dieterswiese genannt.156Viax von Oberstein
Alsterweiler Tälchen
Dieterswiese
Alsterweiler
1549 JL11. So ein Gemeinsmann ein Eigert (mhd. Egerd — Brachland) hätt in der M a r k zwischen den Wingerten liegen und gibt die Bed (-Steuer) gleich den Wingerten dafür, so die Wingertmaß ist und begehrt dieselbig geHaupt zu haben, soll derselbig ein Raisch (Wisch) auf gemeld Eigert stecken, was dann daroben ergriffen wird, es wäre Pferd, Kühe oder jemand grase solche soll zu poen 2 Schilling Pfennig verfallen sein. Auch soll, wann ein Gemeinsmann ein Nckerle mit der Haue (Hacke) bebaut hat, niemand darauf gehen oder fahren bei obgenannter Einung.145Brachland
Egerte
Wisch
1573 JLIm Klausental stand im 16. Jahrhundert eine Kapelle mit Klause. Sie wurde von einem Waldbruder bedient. Zu ihr gehörten Acker, Wiesen und Wald, Wein- und Geldzinsen. Von dem alljährlich dort stattfindenden Klausenfeste gingen die Teilnehmer nach Alsterweiler und aßen und tranken. Daraus soll die Kirchweih entstanden sein. Im Jahre 1573 vertauschte der edle Stephan zum Jungen und seine Hausfrau Ursula v. Dalheim die Klause nebst Kirche und allem Zubehör, die sie von ihrem Vater ererbt hatte, an seinen Schwager Moriz von Morschheim. 53)106Klausental
Alsterweiler
Klause
Kirchweih
Kapelle
Morschheim
Dalheim
Kirche
1580 JLa) ein bischöfliches Weingartgut; am 1. Februar 1580 verkaufte Bischof Marquard von Speyer an seinen Hintersassen Christoph Groß zu Maikammer des Hochstifts Behausung und Hofraide, welche zum genannten Gute gehörte, für 400 fl. (Quelle 19 und 52).111Alsterweiler
Hattstein
Weingartgut
Hofraide
Hofgut
1588Vom Jahre 1588 an läßt sich dann ein Lehrer nachweisen, der sämtliche schulpflichtigen Kinder der Orte Maikammer und Alsterweiler zu unterrichten hatte. Das Schulhaus befand sich am Lindenplatz beim Gemeindehaus.181Alsterweiler
Schule
Lehrer
1595Das Haus von Oskar Hafner, Alsterweiler Hauptstraße wurde 1595 erbaut. Es zeigt über dem Torbogen außer den Anfangsbuchstaben des Namens eine schwörende Hand, welche auf den Beruf eines Gerichtsschöffen hinweist.18
1600Die oberamtliche Verordnung um das Jahr 1600 ordnet wegen des vielen Trinkens in den Wirtschaften an, daß zu Sommerszeiten abends um 8 Uhr und zur Winterszeit um 7 Uhr geläutet werde und daß dann alle Wirtshausbesucher heimzugehen hätten. „Es soll auch kein Wirt über gemelde Zeit ihnen Wein geben. Wo aber ein Wirt solches übertritt und nach der Zeit Wein oder anderes geben wird, der soll ein Pfund Pfennig und ein jeder, so in der Zech ist, 10 Schilling Pfennig, so oft es geschieht, zu der Tätung unnachläßlich geben. Doch sollen fremde Gäste, so bei der Nachtzeit sich züchtig und gebührlich halten, hierein nit gemeint sein.150Alsterweiler
Wirt
Wirtschaft
Läuten
Trinken
1600Maikammer und Alsterweiler hatte um 1600 fast die gleichen Straßen wie heute, nur wird die Deckelgasse nicht erwähnt, die Hintergasse hieß Obergasse, die Spreiselgasse Hubengasse.18Alsterweiler
Deckelgass
Hintergasse
Obergasse
Spreiselgasse
Hubengasse
1600Maikammer und Alsterweiler hatte um 1600 fast die gleichen Straßen wie heute, nur wird die Deckelgasse nichr erwähnt, die Hintergasse hieß Obergasse, die Spreiselgasse Hubengasse.18Alsterweiler
Straße
Deckelgasse
Hintergasse
Obergasse
Spreiselgasse
Hubengasse
1602Das „Verzeichnis aller jetzigen und nachkünftig Gemeindsmanner, Weibern, Wittiben und Kindern samt ihrem Religionsbekenntnisse zu Maycammer und Alsterweiler. Angefangen 1602" enthalt folgende Namen: Anshelm (in Alsterweiler),Funk (in Alsterweiler),Hertzel (in Alsterweiler),Röder (in Alsterweiler),Hoffmann (in Alsterweiler)

Jörg (in Alsterweiler), Kaufmann (in Alsterweiler) Kelblin (in Alsterweiler) Krug (in AIsterweiler) Kugel (in Alsterweiler) Müller (3 in Alsterweiler) Nachbaum (1 in Maikammer, 1 in Alsterweiler) Pfaff (in Alsterweiler) Röder (in Alsterweiler) Rudolf (in Alsterweiler) Schupfer (in Alsterweiler) Schwab (in Alsterweiler). Seiler (in Alsterweiler) Schultes (in Alsterweiler) Stachel (in Alsterweiler) Teutsch (in Alsterweiler) Wingerter (2 in Alsterweiler) Weiß (in Alsterweiler)

Wirth (in Alsterweiler)
126
16021602 waren in Maikammer 149 und in Alsterweiler 74 Familien.125Alsterweiler
Maikammer
Einwohner
Familie
2 Juni 1611Hans Philipp starb am 2. Juni 1611 zu Alsterweiler.158Alsterweiler
Hans Philipp von Schmittburg
Graf von Schmittburg
Katharina von Oberstein
16191619 waren in Maikammer 163 und in Alsterweiler 87 Häuser. Sie waren nicht numeriert und wurden nach der Lage zu den Nachbarn bezeichnet.18Haus
Nummer
Alsterweiler
16191619 waren in Maikammer 160 Häuser, in Alsterweiler 90.125Maikammer
Alsterweiler
Haus
1629Das Domkapitel hatte das Langhaus abreißen und neu aufbauen lassen. Die Einwohner mußten durch Fronarbeit beim Bauen helfen.163Kirche
Langhaus
Fron
Alsterweiler
Abgabe
1689Da ein Mädchen von hier namens Apollonia Anstand als Laienschwester im Kloster der Franziskanerinnen in Speyer war, flohen die Schwestern dieses Klosters 1689 nach Alsterweiler, wo sie ein Haus besaßen.26St. Klara;Franziskanerinnen;Speyer;Apollonia Anstand+sep=;
1689Da ein Mädchen von hier namens Apollonia Anstand als Laienschwester im Kloster der Franziskanerinnen in Speyer war, flohen die Schwestern dieses Klosters 1689 nach Alsterweiler, wo sie ein Haus besaßen.43/1Ansatt,Alsterweiler
9 März 1699Im Kriege 1689—1700 wurde die Mühle von den Franzosen zerstört und kam am 9. März 1699 an Johann Martin Wetzel. Er war von der herrschaftlichen Fron befreit.112Fron
Alsterweiler
Abgabe
17081708 zogen kaiserliche und französische Truppen hier durch. Es mußten Fronden und Lieferungen geleistet werden.27Abgabe
Fron
Alsterweiler
1719Doch scheint die Sammlung nicht viel eingetragen zu haben, denn im Jahre 1719 erbaute die Gemeinde, „des schlechten Aussehens der Kirche überdrußig", das Chor so ziemlich aus eigenen Mitteln. Die Bürger leisteten Fronarbeit, aus dem Ueberschuß der Kirche wurden 75 fl. genommen, dazu kamen 200 fl. Opfergeld und die Gemeinde schoß zirka 1000 fl. zu. Dies Chor mit Spitzbogen steht heute noch.163Langhaus
Kirche
Fron
Alsterweiler
Abgabe
25 April 1735Hans Georg Thirolf nahm ein aufgefundenes Kind mit Nainen Maria Susanna an. Am 25. April 1735, wurde er dafür bis zum 12. Lebensjahr des Kindes vom Frondienst der Gemeinde befreit.28Alsterweiler
Fron
Abgabe
11 November 1745An Martini 1745 übernahm sein Bruder, Johann Haffner, die Mühle in Pacht vom Bischof. Er erhielt Personalfreiheit in herrschaftlicher und Gemeinde-Fron. 1 Pferd durfte er für die Mühle halten, mit einem weiteren, das er zum Ackerbau hielt, war er zu fronden verpflichtet.114Fron
Alsterweiler
Abgabe
1749Jetzt wollte Alsterweiler einen Präzeptor, weil der Weg nach Maikammer zu weit und zur Regen- und Winterszeit schlecht sei und die Kinder schlechte Kleider hätten. Pfarrer Weber war dagegen.182Alsterweiler;Präzeptor;Pfarrer Weber
1750Hinter der Mühlgasse in Alsterweiler wurde sogen. Wascherde gegraben und nach Grevenhausen zum Walken des Tuches verkauft.141Wascherde
Alsterweiler
Grevenhausen
17531753 kam es wegen kleinlichsten Ursachen zu einem erbitterten Streit zwischen der Kurpfalz und dem Bistum Speyer . . . 900 Mann kurpfälzische Truppen fielen in die Ämter Deidesheim und Kirrweiler ein und nahmen vor allem die Weine mit sich nach Neustadt. Die reichsten Winzer von Maikammer, St. Martin und Diedesfeld wurden eingezogen und in Neustadt ins Gefängnis geworfen; . . . vielfach wurden die Weinberge und Felder verwüstet. Die bischöflichen Gemeinden sollen zirka 9000 Gulden Kosten gehabt haben: die Gemeinden Hambach, Diedesfeld, Maikammer-Alsterweiler und St. Martin zusammen 5109 Gulden.29Alsterweiler
Diedesfeld
Hambach
Maikammer
St. Martin
Kosten
Gulden
Kurpfalz
17541754 wurde das Pflaster zu Alsterweiler gemacht, es kostete 90 Gulden, der Plattenweg 70 Gulden. Die Gemeinde zahlte ihre Schuld an die Kirche zurück.29Alsterweiler
Plattenweg
1758Die beiden ersten Jahre des siebenjährigen Krieges (1756-1763) waren hier unmerklich vorübergegangen. Aber schon im Jahre 1758 begannen die Lieferungen, Einquartierungen und Kriegsfrondienste für — die Franzosen, die wieder einmal Truppen in dem Gebiete der Pfalz stehen hatten. Bürger mußten Mehl, Fourage und Pferdefutter meist nach Frankfurt a. M. fahren. Die Lieferungen an Hafer, Heu und Stroh gingen teils an das französische Magazin nach Speyer, teils nach Deidesheim und beliefen sich von 1758—60 auf 10 637 Gulden 24 Kreuzer.30Abgabe
Fron
Alsterweiler
29 Januar 1765Durch oberamtlichen Befehl vom 29. Januar 1765 wurde beanstandet, daß Leute im Oberamt ihre Felder und besonders die Weinberge schlecht und nachlässig, nicht zu rechter Zeit oder gar nicht baueten. Darum sollten vertraute und verständige Männer bei den Arbeiten Aufsicht führen und Bericht erstatten. Die Lässigen sollten mit Geldstrafen beleqt werden, wovon die Aufpasser die Hälfte bekamen.136Aufsichtträger
1766Da kein Schulhaus zu Alsterweiler war, stellte Schmitt sein eigenes Haus zur Verfügung. Dazu erbat er sich, den armen Kindern umsonst Unterricht zu erteilen; nur bat er um die hohe Gnade, von Jagd-, Wacht- und Frondiensten befreit zu werden.182Schulhaus
Fron
Alsterweiler
Abgabe
Befreiung
1766Da kein Schulhaus zu Alsterweiler war, stellte Schmitt sein eigenes Haus zur Verfügung. Dazu erbat er sich, den armen Kindern umsonst Unterricht zu erteilen; nur bat er um die hohe Gnade, von Jagd-, Wacht- und Frondiensten befreit zu werden. Nach einiger Zeit bat nun Schmitt, auch Tagschule halten zu dürfen. Dekan Johann Bapt. Fischer aus Hambach hatte sich darüber gutachtlich zu äußern. Das Gutachten fiel schlimm aus. So wurde unter anderem festgestellt, daß Schmitt selbst sehr schlecht schreibe und darum die Schreibvorlagen von Kindern aus Maikammer entlehnte. Seine Nachtschule ging daher ein, und die Kinder von Alsterweiler, etwa 82, hatten wieder die Schule zu Maikammer zu besuchen.182Alsterweiler
Peter Schmitt
Frondienst
25 November 1766Unterm 25. November 1766 richtete der Alsterweiler Bürger Peter Schmitt an das Generalvikariat die Bitte, es möge erlauben, daß den Kindern von Alsterweiler einige Nachtstunden in der christlichen Lehre durch ihn gegeben werde. Als Grund gab er weiten Weg und schlechte Kleidung der Kinder an. Pfarrer Gödecke war dagegen, weil er vermutete, daß es den Alsterweilerer Bürgern nicht um Nachtschule, sondern um eigene Tagesschule zu tun sei. Dem Lehrer von Maikammer wäre auch ein Teil des Schulgeldes entgangen. Das Generalvikariat entschied zugunsten des Schmitt, da das allgemeine Wohl dem privaten vorgehe; der Pfarrer sollte fleißig nachsehen.182Alsterweiler
Peter Schmitt
Generalvikariat
Nachtstunden
Pfarrer Gödecke
Tagesschule
Schulgeld
4 August 1768Wenn ein Untertan von dem Fürstbischof vom Frondienst befreit war, so sollte er auf Wunsch der Gemeinde (4. August 1768) doch in der Gemeindefron bleiben, weil er auch den gemeinen Nutzen genieße.133Gemeindefron
Frondienst
Fron
Alsterweiler
Abgabe
21 Juli 1770A m 21. Juli 1770 wurde von der hochfürstlich speyerischen Rentkammer in Bruchsal der Vorschlag gemacht, die Fronden, wegen deren sich die Untertanen besonders wegen der dabei vorkommenden Ungleichheiten oft beschwerten, mit Ausnahme der Jagdfronden abzuschaffen und dafür monatlich oder jährlich Geld zu erheben. Es blieb aber bei den seitherigen Leistungen.133Abgabe
Gemeindefron
Frondienst
Alsterweiler
Fron
1772An fronbarem Vieh waren in diesem Jahr vorhanden 9 Pferde und 3 Ochsen (1772).32Abgabe
Alsterweiler
Fron
17721772 stiftete die Registratorswitwe Vitterine von Mannheim, die in Alsterweiler Haus, Hof und Güter hatte, 50 Gulden für eine ewige Ampel, welche Samstag morgens beim Betglockläuten angezündet und abends beim Betglockläuten ausgelöscht werden sollte. 10)177Alsterweiler
Betglocke
Vitterine von Mannheim
Ewige Ampel
17741774 wurden im Alsterweiler Tälchen Sandsteine gebrochen zum Dombau in Speyer. Es gab nicht sehr viel aber guten Wein.32Alsterweiler Tälchen
Sandstein
Dombau
Speyer
1785Gegen Ende des 18. Jahrhunderts erhielten die Froner eine kleine Bezahlung. Doch wurde vom Fürstbischof 1785 festgesetzt, daß Spannfröner höchstens 6 Kreuzer und Handfröner höchstens 3 Kreuzer von der Gemeinde erhalten dürften.133Abgabe
Alsterweiler
Frondienst
Bezahlung
Handfröner
Spannfröner
Fron
1785Außer diesem Geldbezug hatte der Lehrer freie Wohnung mit Garten, war von sog. Ämtern, von Wach- und Frondienst frei und die Kinder brachten von Allerheiligen bis Georgitag (23. April - "Zu Georgi blinde Reben - volle Trauben später geben") Holz mit.193Befreiung
Lehrer
Fron
Abgabe
Alsterweiler
Frondienst
1789Nach der weiteren Regelung der Gemeindeverwaltung wurde in Maikammer Friedrich Schwarzwälder Agent und Emanuel Heilweck Adjunkt, in Alsterweiler Peter Adam Koch Agent und Friedrich Eisenbiegler Adjunkt (1789).40Agent
Alsterweiler
Adjunkt
1789daß Kriege immer unserer Gegend Einquartierung, Fronden und Lieferungen gebracht hatten.33Fron
Abgabe
Alsterweiler
1792Am 29. November verlangte der prov. Kommissär in Speyer alle Zehnten und Gülten des Domkapitels und der anderen hiesigen Stifter. Diese waren aus Vorsicht in Geld umgewandelt worden, welches gegen Quittung in Speyer abgeliefert worden war. Nur die Weine der Klosterfrauen von St. Klara aus ihrem Besitz in Alsterweiler waren nach Speyer gefahren worden. (1792)35
September 1792In Alsterweiler fiel auf einen Offizier der Verdacht demokratischer Gesinnung. Er wurde deshalb wegen einer früheren Entwendung von 11 Gulden angeklagt, verurteilt zum Tode und im Tälchen erschossen (1792).35Alsterweiler
Offizier
Alsterweiler Tälchen
5 September 1792Am 5. September nachts 1/2 1 Uhr fiel ein Wolkenbruch. Das Wasser riß den oberen Brunnenstock zu Alsterweiler ab und verursachte auch sonst großen Schaden (1792)34Brunnenstock
Alsterweiler
Wolkenbruch
1793„Liebe Kinder, wie leben wir in einer so bösen Zeit! Das Rasen der Franzosen ist so hoch gestiegen, daß sie ihrem König auf dem Schaffot in Paris das Leben durch den Henkersknecht, gleich als dem ärgsten Marder genommen, den 21. Januar und die Königin auf das grausamste behandelt, in unserer Gegend mit Geben und Fronen belästigt, ja soweit gebracht, daß Schultheiß und Vorgesetzte sich flüchtig gemacht hat, das ganze Oberamt verjagt." (1793)37Fron
Alsterweiler
Abgabe
2 April 1793Am 30. März nahm Kommissar Wambsgans mit 6 Mann 50 Kühe aus den Stallungen in Maikammer, am 2. April 80 Kühe aus den Stallungen von Alsterweiler.Wut und Verzweiflung erfaßte die Bewohner. Man verrammelte die Tore, bewarf die Eindringlinge mit Holzscheiten und widerstand mit Gewalt, aber alles half nichts. Nur wer rechtzeitig in den Hinterwald gefahren und sich dort einige Tage aufgehalten hatte, rettete seine Kuh. (1793)37
11 Dezember 1793Am 11. Dezember wurde Alsterweiler noch einmal geplündert. Truppen des deutschen Korps Benjowsky waren am 9. Dezember aus Edenkoben zurückgedrängt worden und mußten am 10. Dezember bis hierher zurückweichen. Mit einigen Freischützen brachen die Soldaten zu St. Martin und Alsterweiler in die Keller ein, schleppten Schweine und Kühe fort und erpreßten von den Einwohnern Geld unter Androhung des Todes. Hier wurde Schultheiß Rieth überfallen und mißhandelt. (1793)39Alsterweiler
Benjowsky
Edenkoben
Schultheiß
Wendel Rieth
1798Das Kloster St . Klara (Franziskanerinnen) hatte ein Haus am Hübel (Nr. 54) und ein Doppelhaus in der Deckelgasse (Nr. 6 und 8) und 8 Morgen Wingert (Nonnenwingert (noch 1798).111Alsterweiler
Deckelgass
Turmstraße
1798Das Kloster St. Klara (Franziskanerinnen) hatte ein Haus am Hübel (Nr. 54) und 1 Doppelhaus in der Deckelgasse (Nr. 6 und 8) und 8 Morgen Wingert (Nonnenwingert (noch 1798) Quelle 54 / Remling Abteien und Klöster).111Alsterweiler
Franziskanerinnen
Sankt Klara
Kloster
Haus am Hübel
Deckelgasse
Nonnenwingert
1798Nach den nun geltenden Bestimmungen erhielten Gemeinden unter 1500 Seelen einen Munizipalagenten und einen Adjunkten. Hier wurden Friedrich Schwarzwälder Agent und Emanuel Heilweck Adjunkt, in Alsterweiler Peter Ad. Koch Agent und Friedrich Eisenbiegler Adjunkt.149Alsterweiler
Munizipalagent
Einwohner
Adjunkt
Friedrich Schwarzwälder
Peter Adam Koch
Johann Friedrich Eisenbiegler
Emanuel Heilweck
1798In diesem Jahre der Vereinigung der Pfalz mit Frankreich wurden in vielen Orten wieder Freiheitsbäume gesetzt, so auch in Alsterweiler, das durch die neue Verwaltung mehr Selbständigkeit erhalten hatte. (1798) (das Jahr 6 nach französicher Rechnung 22. September 1797 bis 22. September 1798)41Freiheitsbaum
Alsterweiler
1798Nach der weiteren Regelung der Gemeindeverwaltung wurde in Maikammer Friedrich Schwarzwälder Agent und Emanuel Heilweck Adjunkt, in Alsterweiler Peter Adam Koch Agent und Friedrich Eisenbiegler Adjunkt.40Friedrich Schwarzwälder
Emanuel Heilweck
Peter Adam Koch
Friedrich Eisenbiegler
Agent
Adjunkt
Alsterweiler
1798Dies war die einzige Zeit, in der Alsterweiler eine eigene Verwaltung besaß. Sie dauerte aber nicht lange, noch im gleichen Jahre wurde Jakob Denier Maire der ganzen Gemeinde. (1798)149Alsterweiler
Jakob Denier
20 Januar 1798Nach den nun geltenden Bestimmungen erhielten Gemeinden unter 1500 Seelen einen Munizipalagenten und einen Adjunkten. Hier wurden Friedrich Schwarzwälder Agent und Emanuel Heilweck Adjunkt, in Alsterweiler Peter Ad. Koch Agent und Friedrich Eisenbiegler Adjunkt.149Alsterweiler
Adjunkt
Johann Friedrich Eisenbiegler
Agent
Peter Adam Koch
20 Januar 1798Am 20. Januar 1798 wurde die Verwaltung der Gemeinde den Bürgern Jakob Denier, Lambert Thormann, Jakob Frantz und Friedrich Frankmann übertragen. Die Bürgermeister, welche die Gemeinderechnung führten, blieben bis 1804.40Alsterweiler
Verwalter
Friedrich Frankmann
Jakob Denier
Lambert Thormann
Jakob Frantz
Gemeinderechnung
25 November 1802Durch Gesetz vom 25. November 1802 wurde der Verkauf aller Nationalgüter angeordnet. In Mainz begann die Versteigerung aller früheren herrschaftlichen Güter. Die Credenburg zu Alsterweiler kam in den Besitz der Gebrüder Lederle in Hambach, 60 Morgen Äcker und 24 Morgen der Dieterwiese gingen in Privatbesitz über. Das sogenannte Nonnenhaus kaufte Franz Peter Schwarzwälder in Alsterweiler samt dem dazu gehörigen Gut um 465 Frs., zahlbar in 3 Terminen.43Alsterweiler
Kredenburg
Credenburg
Lederle
Dieterwiese
Nonnenhaus
Franz Peter Schwarzwälder
1816Von München kam ein Geometer mit Frau und 14jährigem Meßgehilfen nach Maikammer und nahm bei dem damaligen Gemeindeschreiber Hauck Wohnung. Dessen Sohn half auch beim Messen mit. Dieser erzählt von diesen Waldgängen in der Palatina. So fanden sie im Walde viele "balkenlange und pickelshelmsdicke" Schlangen. Einmal fanden sie bei der Kropsburg einen Storch, den eine Schlange umwickelt hatte. Sie befreiten den Storch. Der Geometer war ein eigentümlicher Mann, den die Leute Waldmesser nannten. Wenn sie ihm begegneten, grüßten sie ihn immer: „Guten T ag, Herr Waldmesser!" Darüber ärgerte er sich und erwiderte: „ Ich bin kein Waldmesser nicht: ich bin Geom'ter!" Die damals nicht feinen Leute, die auch infolge des Krieges und der Nachkriegszeit roher geworden waren, trieben ihren Spott mit ihm und riefen ihm, wo sie ihn von weitem sahen „Land-mes-ser" nach. Einmal ging er auch von der Vermessung durch Alsterweiler nach Hause; im Walde hatte er sich einen dicken Stock zum Benutzen beim Gehen abgeschnitten. Als er an die Deckelgasse kam, standen einige böse Buben dort und belästigten ihn durch Zurufen. Dabei schlug er dem Frechsten seinen Stock über. Die Folge war, daß man ihm Steine nachwarf und ihn bis zu seiner Wohnung verfolgte. Als auch noch nachts Steine in die Wohnung fuhren mit den Zurufen: „Wir schneiden ihm den Hals ab! Wo ist der Waldmesser, er muß sterben; der will kein Waldmesser sein!", brach er nachts noch auf und verließ das ungastliche Maikammer. Ein Knecht des Bürgermeisters Reinig brachte ihn mit der Chaise fort.(1816)120Waldmesser
Alsterweiler
Anekdote
Storch
Schlange
München
Deckelgass
Landmesser
Meßgehilfe
Geometer
1816Jetzt kam der 15er Wein in den Preis. Friedrich Eisenbiegler in Alsterweiler verkaufte 1 Fuder zu 415 Gulden und 1 Kronentaler (1816)49Alsterweiler
Johann Friedrich Eisenbiegler
1816Nun ging das Schelten an. Da er einen Knebelbart trug, nannten sie ihn „Gäsebart". Nun schallte es den Berg hinauf und herab, das Tälchen hinein und heraus, wie früher „Landmesser" jetzt „Gä—se—ba—rt". Aber der Förster behielt seinen Gleichmut. Als er einen der Alsterweiler Buben mit einem Kreuzer belohnte, weil er am lautesten „Gäsebart" schreien konnte, taten's die anderen nicht mehr, weil sie nichts bekommen hatten, und das „Gäsebart"-Geschrei nahm ab. (Palatina Jahrgang 1889 S. 403 f.)121Kreuzer
Gäsebart
Alsterweiler
Landmesser
Förster
1821Vom Jahre 1821—1832 war Daniel Reinig Bürgermeister, Joh. Ernst 1. Adjunkt, Sebastian Hauck Adjunkt in Alsterweiler.149Sebstian Hauck
Alsterweiler
1822Die Gemarkung von Maikammer-Alsterweiler umfaßt mit der Dorffläche 605,67 Hektar, davon sind 521 Hektar Wingert, Äcker und Wiesen. Die letzte allgemeine Vermessung geschah im Jahre 1822, weshalb auch die Grenzsteine neben dem Zeichen des früheren Gerichtssiegels und den Buchstaben MK die Jahreszahl 1822 tragen. Es ergaben sich 7110 Parzellen.103Gemarkung
Alsterweiler
Gerichtssiegel
Vermessung
Grenzstein
Parzelle
1822Nur das Spielfeld gehörte bis zum Jahre 1580 den Dörfern Maikammer und St. Martin gemeinsam. Es wurde bis zu diesem Jahre hauptsächlich als Weideplatz benutzt, woran die Namen Viehweg, Viehtrieb und Geißweide noch erinnern. Vielleicht fanden dort auch Feste statt, worauf der Teil „An der Schießmauer" hinweist. Die St. Martiner hatten angefangen, die ihnen am nächsten liegende Seite als Wingert und Äcker anzulegen, während die hiesigen Bewohner den ganzen Platz seinem bisherigen Zwecke erhalten haben wollten. Es entstand deswegen ein Streit, der erst beigelegt wurde, als am 3o. Juli 1580 das ganze Feld in der heute noch bestehenden Art und Neise geteilt wurde. Die Teilung fand auf dem Oberamt Kirrweiler statt. Der Speyerer Fürstbischof Marquard hatte dazu den Fauth von Marientraut, Jakob Hundt v. Salheim, den bischöflichen Rat Dr. Johann Konrad Breuning und den Domkostus zu Speyer und Domherrn zu Worms Christoph Nagel v. Dürmstein, beide letztere als Abgeordnete des Domkapitels, und den fürstbischöflichen Schaffner in Kirrweiler Philipp Dierolf abgeordnet. Im Beisein der Gemeindedeputierten wurde das Feld besichtigt und dann geteilt.103Alsterweiler
Grenzstein
Spielfeld
Hattstein
1824In diesem Jahre wurden zum erstenmal Leichenträger angestellt, 5 für Maikammer und 5 für Alsterweiler. Die Gemeinde kaufte 5 schwarze Mäntel und Hüte. Die Trägergebühr betrug 20 Kreuzer. Am 15. Mai wurden die bisher üblichen Leichenschmause verboten. (1824)51Alsterweiler
Leichenträger
1824Als zweiter Gehilfe wurde 1822 Jakob Hildenbrand angestellt, dem im Frühjahr 1824 Georg Adam Müller, geb.1803 zu Alsterweiler, folgte. Nach seiner Versetzung an die neue Stelle zu Alsterweiler folgten ihm als Gehilfen in Maikammer Joh. Adam Borell von Hainfeld von Herbst 1830 bis Herbst 1832. Joh. Adam Schlegel von Edesheim von Herbst 1832 bis Herbst 1834.186Alsterweiler
Georg Adam Müller
Schule
Gehilfe
16 Februar 1824Am 16. Februar 1824 beschloß der Gemeinderat zur Erinnerung an das 25jährige Regierungsjubiläum des Königs Max I. der Kalmit den Namen „Maxhöhe" zu geben und daselbst ein Denkmal aufzustellen. Steinhauer Johann Martin Baumann schuf dasselbe um 1666 fl.Seite 51Alsterweiler,König Max I.,Gemeinderat,Johann Martin Baumann,Bildhauer
18251825, 2218 Einwohner, 1509 in Maikammer, 709 in Alsterweiler.125Einwohner
Alsterweiler
Maikammer
1826Bis 1826 wurde das Geschäft des Weinstichers und der Weinläder jährlich verpachtet. Letztere zahlten 75 fl. Pacht. Vom Jahre 1827 an wurden die 2 Adjunkten (Joh. Ernst und Sebastian Hauck) Weinsticher. Ihre Gehilfen und die Läder bestimmte der Gemeinderat.142Gemeinderat
Weinläder
Weinsticher
Alsterweiler
Sebstian Hauck
Johann Ernst
Gehilfen
Läder
18261826 war ein Betrag für Pflaster durch Alsterweiler im Gemeinde-Voranschlag eingesetzt, 1828 sollte eine Strecke gemacht werden, aber erst 1832 und 1833 wurde es ausgeführt. Es kostete 1873 fl. 34 Kr.52Pflaster
Alsterweiler
1826Bis 1826 wurde das Geschäft des Weinstichers und der Weinläder jährlich verpachtet. Letztere zahlten 75 fl. Pacht. Vom Jahre 1827 an wurden die 2 Adjunkten (Joh. Ernst und Sebastian Hauck) Weinsticher. Ihre Gehilfen und die Läder bestimmte der Gemeinderat.142Sebastian Hauck
Weinsticher
Weinläder
Eichgeld
Stichgeld
1826
Johannes Ernst
1829Man war aber in Alsterweiler immer frommgläubig und hielt streng am Althergebrachten. Darum war es schon lange ihr Streben, eine Schule und ein Gotteshaus zu bekommen. 1829 wurde die Schule eingerichtet.166Alsterweiler
Alsterweiler Schulhaus
Alsterweiler Schule
1829Müller erhielt 1829 200 fl. und freie Wohnung, die zu 25 fl. veranschlagt war; 1832 erhielt er 3oo fl. mit dem Vorbehalt 1. so fleißig wie seither weiter zu arbeiten, 2. sich nie von Alsterweiler fortzumelden und 3. nie einen Gehilfen zu verlangen.193Alsterweiler
Lehrer Müller
Gehilfe
Bedingungen
1830Trotz der Abtrennung von Alsterweiler war die Schülerzahl in Maikammer noch so groß, daß das Landkommissariat Landau 1830 die Gemeinde mehrfach aufforderte, wieder einen Gehilfen anzustellen.183Schule
Alsterweiler
Landkommissariat Landau
Gehilfe
1830Als im Jahre 1830 wieder ein Gehilfe angestellt werden mußte, wollte die Gemeinde dessen Gehalt von dem der Lehrer abziehen, weil Maikammer für sich allein nur 1664 Einwohner zählte und Alsterweiler jetzt eine eigene Schule hatte.193
18301830 2349 Einwohner, 1664 in Maikammer. 685 in Alsterweiler.125Alsterweiler
Maikammer
Einwohner
1831Mitteilung der geschichtlichen Merkwürdigkeiten Maikammer-Alsterweilers an den geschichtlichen Verein des Rheinkreises 1831, von Pfarrer Weckesser.7Alsterweiler
Weckesser
2 Juni 1831Am 2. Juni 1831 richteten Bürger von Alsterweiler an das Landkommissariat Landau die Bitte, Alsterweiler von Maikammer zu trennen und zu einer selbständigen Gemeinde mit eigener Verwaltung zu erklären. Als Gründe führten sie an die Vernachlässigung des Ortsteils Alsterweiler in den letzten 15 Jahren und die mutwillige Verschleuderung des Gemeindeeigentums in Alsterweiler zum Nachteil der Gemeinde. Die Schrift enthält viele scharfe Ausdrücke, woraus man die tiefe Erbitterung der Alsterweilerer Bürger ersieht. Der Zufahrtsweg von Maikammer nach Alsterweiler, der Plattenweg, war meist in derartig schlechtem Zustand, daß Fuhrwerke bis an die Achse einbrachen, und Fuhrleute, die Flachs, Weiden, Kartoffeln u. a. von auswärts brachten, es vorzogen in Maikammer zu bleiben.52Alsterweiler
Trennung Alsterweiler Maikammer
2 Juni 1831Am 2. Juni 1831 richteten Bürger von Alsterweiler an das Landkommissariat Landau die Bitte, Alsterweiler von Maikammer zu trennen und zu einer selbständigen Gemeinde mit eigener Verwaltung zu erklären. Als Gründe führten sie an die Vernachlässigung des Ortsteils Alsterweiler in den letzten 15 Jahren und die mutwillige Verschleuderung des Gemeindeeigentums in Alsterweiler zum Nachteil der Gemeinde. Die Schrift enthält viele scharfe Ausdrücke, woraus man die tiefe Erbitterung der Alsterweilerer Bürger ersieht. Der Zufahrtsweg von Maikammer nach Alsterweiler, der Plattenweg, war meist in derartig schlechtem Zustand, daß Fuhrwerke bis an die Achse einbrachen, und Fuhrleute, die Flachs, Weiden, Kartoffeln u. a. von auswärts brachten, es vorzogen in Maikammer zu bleiben.52Fuhrleute
Furhwerk
Plattenweg
Landkomissariat Landau
Trennung
Alsterweiler
1833Von 1833—1835 war Franz Lederle Bürgermeister, Joh. Ernst 1. Adjunkt, Mich. Hauck Adjunkt in Alsterweiler149Adjunkt
Alsterweiler
Michael Hauck
22 Dezember 1838Am 22. Dezember 1838 fand noch einmal eine Regelung statt. Es wurden für Maikammer und Alsterweiler je 2 Weinsticher, die von nun an dem Gemeinderat angehören sollten, gewählt. Jedes Jahr schied einer aus. Durch das Los kam ein neuer dazu. Ein Weinhändler konnte kein Weinsticher werden. Der Käufer hatte von 1 Fuder Wein 1 Gulden 30 Kr. zu zahlen. Davon erhielt der Weinsticher 5 Kreuzer Stichgeld, 15 Kreuzer Eichgeld, der Läder bezog 15 Kreuzer, der Rest von 55 Kreuzern floß in die Gemeindekasse. Kaufte ein hiesiger Weinhändler hier Wein, der auch hier blieb, so erhielt der Läder 40 Kreuzer Trägerlohn, wovon 8 Kreuzer in die Gemeindekasse flössen.142Weinsticher
Alsterweiler
Gemeinderat
Weinläder
Gemeindekasse
Stichgeld
Trägerlohn
22 Dezember 1838Am 22. Dezember 1838 fand noch einmal eine Regelung statt. Es wurden für Maikammer und Alsterweiler je 2 Weinsticher, die von nun an dem Gemeinderat angehören sollten, gewählt. Jedes Jahr schied einer aus. Durch das Los kam ein neuer dazu. Ein Weinhändler konnte kein Weinsticher werden. Der Käufer hatte von 1 Fuder Wein 1 Gulden 30 Kr. zu zahlen. Davon erhielt der Weinsticher 5 Kreuzer Stichgeld, 15 Kreuzer Eichgeld, der Läder bezog 15 Kreuzer, der Rest von 55 Kreuzern floß in die Gemeindekasse. Kaufte ein hiesiger Weinhändler hier Wein, der auch hier blieb, so erhielt der Läder 40 Kreuzer Trägerlohn, wovon 8 Kreuzer in die Gemeindekasse flössen.142Weinsticher
Weinläder
Eichgeld
Stichgeld
1838
18401840 gab es in Maikammer 301, in Alsterweiler 104 Häuser.53Häuser
Alsterweiler
Haus
18401840 wurde Peter Pfoh 1. Adjunkt und Peter Ad. Frankmann 2. Adjunkt, 1842 Franz Kögel Bürgermeister.1501. Adjunkt
Adjunkt
Alsterweiler
2. Adjunkt
Peter Adam Frankmann
1840Bürgermeister wurde J. F. Frantz, 1. Adjunkt J. Friedr. Schwarzwälder bis 1840, 2. Adjunkt A. Platz bis 1840.150Alsterweiler
Adjunkt
Munizipalagent
Johann Friedrich Schwarzwälder
Andreas Platz
1. Adjunkt, 2. Adjunkt
1842Die übrigen 16 Gemeindräte von Maikammer waren gegen die Trennung:1. weil zwei getrennte Haushaltungen kostspieliger zu führen wären als eine einzelne, 2. weil die Wasserleitung doch gemeinsam bleiben müsse und durch Alsterweiler geleitet werde; Reibereien und Prozesse würden entstehen, 3. weil die Trennung sehr bedeutende Kosten verursachen würde, 4. weil sich in zehn Jahren die beiden Dörfer durch Neubauten doch berühren würden und eine Wiedervereinigung notwendig machte.53Edenkoben
Gemeinderat
Maikammer
Trennung Alsterweiler Maikammer
28 August 1842Am 28. August 1842 wurde wieder im Gemeinderat über die Trennung des Ortsteiles Alsterweiler von Maikammer verhandelt. 5 Gemeinderäte waren ganz dafür, Gg. Frz. Straub wollte nur Trennung der Gemeindekasse. Andr. Platz war dafür, wenn die Straße nach Edenkoben nicht gerade, sondern in der Richtung des alten Weges gebaut wurde und das Pflaster der Deckelgasse gemacht werde. Die übrigen 16 Gemeinderäte von Maikammer waren gegen eine Trennung.53Gemeinderat
Andreas Platz
Maikammer
Edenkoben
Trennung Alsterweiler Maikammer
28 August 1842Am 28. August 1842 wurde wieder im Gemeinderat über die Trennung des Ortsteiles Alsterweiler von Maikammer verhandelt. 5 Gemeinderäte waren ganz dafür, Gg. Frz. Straub wollte nur Trennung der Gemeindekasse. Andr. Platz war dafür, wenn die Straße nach Edenkoben nicht gerade, sondern in der Richtung des alten Weges gebaut wurde und das Pflaster der Deckelgasse gemacht werde. Die übrigen 16 Gemeinderäte von Maikammer waren gegen eine Trennung.53Alsterweiler
Trennung Alsterweiler Maikammer
28 August 1842Am 28. August 1842 wurde wieder im Gemeinderat über die Trennung des Ortsteiles Alsterweiler von Maikammer verhandelt. 5 Gemeinderäte waren ganz dafür, Gg. Frz. Straub wollte nur Trennung der Gemeindekasse. Andr. Platz war dafür, wenn die Straße nach Edenkoben nicht gerade, sondern in der Richtung des alten Weges gebaut wurde und das Pflaster der Deckelgasse gemacht werde. Die übrigen 16 Gemeinderäte von Maikammer waren gegen eine Trennung.53Alsterweiler
Deckelgass
Turmstraße
1843Die Wahl 1843 brachte wenig Änderung; Kögel blieb Bürgermeister bis 1846, Peter Pfoh blieb 1. Adjunkt, Andreas Platz wurde 2. Adjunkt.150Adjunkt
Alsterweiler
Andreas Platz
1. Adjunkt
2. Adjunkt
3 Februar 1843In einer weiteren Sitzung am 3. Februar 1843 stellte Michael Eisenbiegler den Antrag, in Alsterweiler eine Abstimmung durch einen Regierungsbeamten vornehmen zu lassen. Es blieb aber bei dem vorigen Beschluß.54Alsterweiler
Michael Eisenbiegler
Trennung Alsterweiler Maikammer
Regierungsbeamter
3 Februar 1843In einer weiteren Sitzung am 3. Februar 1843 stellte Michael Eisenbiegler den Antrag, in Alsterweiler eine Abstimmung durch einen Regierungsbeamten vornehmen zu lassen. Es blieb aber bei dem vorigen Beschluß.54Alsterweiler
Trennung Alsterweiler Maikammer
19 Februar 1843Da das Landkommissariat mit diesem Standpunkt nicht zufrieden war, erneuerte der Gemeinderat am 19. Februar 1843 seinen früheren Beschluß. Als Gründe führte er an: Da die Lehrer seither zusammen 990 fl. bezogen, und jetzt 1350 (+ 200) fl. beziehen sollen, so wären, da in Alsterweiler die Anstellung eines Gehilfen sehr nötig war, 560 fl. mehr aufzubringen.194Alsterweiler
Gemeinderat Maikammer
Landkommissariat
Gehilfe
20 März 1843Am 20. März 1843 richteten mehrere Bürger von Alsterweiler ein Gesuch um Trennung von Maikammer an die Regierung der Pfalz. Die Mehrheit war aber gegen eine Trennung.54Alsterweiler
Trennung Alsterweiler Maikammer
13 August 1843In einer Kommissionssitzung der Höchstbesteuerten der ganzen Gemeinde am 13. August 1843 sprach man sich auch dagegen aus.54Alsterweiler
Trennung Alsterweiler Maikammer
13 August 1843A m 20. März 1843 richteten mehrere Bürger von Alsterweiler ein Gesuch um Trennung von Maikammer an die Regierung der Pfalz. Die Mehrheit war aber gegen eine Trennung. In einer Kommissionssitzung der Höchstbesteuerten der ganzen Gemeinde am 13. August 1843 sprach man sich auch dagegen aus. Der neugewählte Gemeinderat verhandelte noch einmal am 28. August 1843 darüber, 20 Gemeinderäte, darunter 4 von Alsterweiler waren gegen eine Trennung nur Lorenz Groß und Pet. Ad. Frankmann beharrten auf ihrem seitherigen Standpunkt. So war diese Angelegenheit endgültig erledigt.54Regierung der Pfalz
Regierungsbeamter
Peter Adam Frankmann
Trennung Alsterweiler Maikammer
Alsterweiler
Lorenz Groß
28 August 1843Der neugewählte Gemeinderat verhandelte noch einmal am 28. August 1843 darüber, 20 Gemeinderäte, darunter 4 von Alsterweiler waren gegen eine Trennung nur Lorenz Groß und Pet. Ad. Frankmann beharrten auf ihrem seitherigen Standpunkt. So war diese Angelegenheit endgültig erledigt.54Alsterweiler
Trennung Alsterweiler Maikammer
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