Fröhlich Palz, Gott erhalt's!

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Fröhlich Palz, Gott erhalt's! ist ein traditioneller pfälzischer Spruch.

Literatur

Fröhlich Palz, Gott erhalt's! wird in der Literatur häufig verwendet. So auch in dem gleichnamigen Buch mit Gedichten und kleinen Theaterstücken von Karl Gottfried Nadler1, das bereits im Jahre 1847 erschienen ist.

’s is e argi Welt.

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Meiñ Trauweprob.

Dhut Sankt Michel Budde trage,
Werds em waarm im Sunnescheiň,
Kann kaaň Bauer sich beklage,
Dann do git's en gude Weiň.

Schpringe Raaf ab vun de Dauwe
An der Brenk im Wintgartspad,
Do sin zuckrig aa die Trauwe
Un der Moscht e wohrer Schtaat.

Un wann zuckrig sin die Beere,
Babbt aam in der Hand die Hoob,
Un doch git's, i kann druf schwöre,
Noch e bessri Trauweprob.

Wann se süß sin, dann is babbig
Aa des Mäulche wo ich maan,
Un e Kuß die Probe, - 's wär dabbig,
Nähm ich im Varbeigehň kaan.

Alle Kamerade küsse
Jo ihr Mahdle frank und frei,
Un die Alde dörfe's wisse,
Dofor isch's heut Herbscht, juchhei!

's isch jo nit erscht jetz erfunne,
's war schun so zu ihrer Zeit,
Un e mancher alder Kunne
Dhät recht geern noch küsse heut.

Alder Weiň duth jo noch treiwe,
Un kümmt nit ans Dageslicht;
Un e Borsch sollt ruhig bleiwe
Wann er liewe Mahdle sicht?

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Fröhlich Palz, Gott erhalt's! gehört den Kategorien an: Brauchtum

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Referenzierungen

  1. ^  Autor: Nadler, Karl Gottfried.
    Titel: Fröhlich Palz, Gott erhalt’s!.
    Schlüssel: Nadler (1847)
    Seite: 208 208
    Kein Zitat angegeben.
    Eine Übertragung fehlt.
    Anmerkung: Die Originalausgabe aus dem Jahre 1847, die sich im Besitz meines Urgroßvaters, Johann Josef Dreyer befand.
    Schlagwort: Pfalz · Palz · Gedichte · Matthias C.S. Dreyer · Johann Josef Dreyer
    Quelle: Fröhlich Palz, Gott erhalt's!
    Datum: Oktober 1847.
    Stufe: 2
    Sammlung: Pfalz · Palz · Gedichte · Dreyer
    LINK: Pfalz
    Eine PDF-Angabe fehlt.
    WIKI: Pfalz · Palz
  2. ^  

    Titel: Fröhlich Palz, Gott erhalt’s!.
    Schlüssel: Fröhlich Palz, Gott erhalt's!#Seite_159
    Seite: Seite_159
    Zitat: ’s is e argi Welt.

    Die Welt, die riecht noch Deiwelsdreck Wo ich nor hiñ mag rieche; Die Sunn, die schtinkt, die Erd, die schtinkt, Die Ros, die Lilje, ‚s Veilche schtinkt; Un Hölleschwade fliege, - Doch die Kinner der Welt, die rieche’s nit!

    Un wann der Deiwel Pille dreht, Der höllisch Theriakskrämer, - Do kummese in Schwärm erbei Un schluckese for Arznei; Un gibter’n ’s Gift aus Eemer, Die Kinner der Welt, die schmecke’s nit!

    Er geht erum, ball als e Bock, Ball als a Löb mit Kralle; Er trächth die Fedder uffem Hut, Er brüllt in seiner Höllewut Daß alle Berg erschalle, - Doch sie höre un sehe und riechenen nit!

    Un käm r’ in schwarzer Sammethaut Un hätt sein Schwanz gekringelt, Die Welt dhät sage: „Seht wie zart, Des is e Mohre-Engelsart.“ Un speichder Feur und züngelt, Die Kinner der Welt erkennenen nit!

    Doch mir, mir auserwähldi Schar, Mir höre schtets seiñ Brülle, Mir sehenen wie er schäkt und hinkt; Mir rieche’s üwweraal wie’s schtinkt; - Dreh du der Welt deiñ Pille, Die Kinner der Gnad, die nemme se nit!

    Ach! wo die Gnad zum Durchbruch kummt, Den heeßt die Welt en Mucker! Wann’s süß und schaurig in uns zuckt, Do sächt die Welt: „Er muckt, er muckt!“ - „E Pietischt, e Mucker!“ Doch em höllische Feuer entgehe se nit!
    Eine Übertragung fehlt.
    Anmerkung: Die Originalausgabe aus dem Jahre 1847, die sich im Besitz meines Urgroßvaters, Johann Josef Dreyer befand.
    Schlagwort: Pfalz · Mucker · Gedichte · Matthias C.S. Dreyer · Johann Josef Dreyer
    Quelle: Fröhlich Palz, Gott erhalt's!
    Datum: Oktober 1847.
    Stufe: 2
    Sammlung: Pfalz · Mucker · Gedichte · Dreyer
    LINK: Mucker
    Eine PDF-Angabe fehlt.
    WIKI: Mucker

  3. ^  

    Titel: Fröhlich Palz, Gott erhalt’s!.
    Schlüssel: Fröhlich Palz, Gott erhalt's!#Seite_8
    Seite: Seite_8
    Zitat: Meiň Trauweprob.

    Dhut Sankt Michel Budde trage, Werds em waarm im Sunnescheiň, Kann kaaň Bauer sich beklage, Dann do git's en gude Weiň.

    Schpringe Raaf ab vun de Dauwe An der Brenk im Wintgartspad, Do sin zuckrig aa die Trauwe Un der Moscht e wohrer Schtaat.

    Un wann zuckrig sin die Beere, Babbt aam in der Hand die Hoob, Un doch git's, i kann druf schwöre, Noch e bessri Trauweprob.

    Wann se süß sin, dann is babbig Aa des Mäulche wo ich maan, Un e Kuß die Probe, - 's wär dabbig, Nähm ich im Varbeigehň kaan.

    Alle Kamerade küsse Jo ihr Mahdle frank und frei, Un die Alde dörfe's wisse, Dofor isch's heut Herbscht, juchhei!

    's isch jo nit erscht jetz erfunne, 's war schun so zu ihrer Zeit, Un e mancher alder Kunne Dhät recht geern noch küsse heut.

    Alder Weiň duth jo noch treiwe, Un kümmt nit ans Dageslicht; Un e Borsch sollt ruhig bleiwe Wann er liewe Mahdle sicht?
    Eine Übertragung fehlt.
    Anmerkung: Die Originalausgabe aus dem Jahre 1847, die sich im Besitz meines Urgroßvaters, Johann Josef Dreyer befand.
    Schlagwort: Trauweprob · Dauwe · Hoob · Varbeigehň · Moscht · Budde
    Quelle: Fröhlich Palz, Gott erhalt's!
    Datum: Oktober 1847.
    Stufe: 2
    Sammlung: Pfalz · Trauweprob · Gedichte
    LINK: Trauweprob
    Eine PDF-Angabe fehlt.
    WIKI: Trauweprob · Daub


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