Die Seite für Alsterweiler von Matthias C.S. Dreyer u.a.

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AusstellungIst ZitatHat SchlagwortHat Schluessel
Mai 1769Im Mai 1769 war ein Hagelschlag, es gab im Herbst wenig und sauren Wein.Alsterweiler
Schloßenwetter
Schloße
Hagel
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/26bis50#Seite 31/1
21 Juli 1770A m 21. Juli 1770 wurde von der hochfürstlich speyerischen Rentkammer in Bruchsal der Vorschlag gemacht, die Fronden, wegen deren sich die Untertanen besonders wegen der dabei vorkommenden Ungleichheiten oft beschwerten, mit Ausnahme der Jagdfronden abzuschaffen und dafür monatlich oder jährlich Geld zu erheben. Es blieb aber bei den seitherigen Leistungen.Fron
Frondienst
Gemeindefron
Abgabe
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Seiten#Seite 133/3
17721772 stiftete die Registratorswitwe Vitterine von Mannheim, die in Alsterweiler Haus, Hof und Güter hatte, 50 Gulden für eine ewige Ampel, welche Samstag morgens beim Betglockläuten angezündet und abends beim Betglockläuten ausgelöscht werden sollte.Alsterweiler
Vitterine von Mannheim
Ewige Ampel
Betglocke
Registrator
Witwe
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/151bis180#Seite 177/1
1772An fronbarem Vieh waren in diesem Jahr vorhanden 9 Pferde und 3 Ochsen (1772).Fron
Abgabe
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Seiten#Seite 32/1
17741774 wurden im Alsterweiler Tälchen Sandsteine gebrochen zum Dombau in Speyer. Es gab nicht sehr viel aber guten Wein.Sandstein
Speyer
Alsterweiler Tälchen
Dombau
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/26bis50#Seite 32/2
August 17811781 sehr viel und gut, jedoch zerschlug der Hagel im August streckenweise alles.Alsterweiler
Schloßenwetter
Schloße
Hagel
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/26bis50#Seite 32/1
1785Gegen Ende des 18. Jahrhunderts erhielten die Froner eine kleine Bezahlung. Doch wurde vom Fürstbischof 1785 festgesetzt, daß Spannfröner höchstens 6 Kreuzer und Handfröner höchstens 3 Kreuzer von der Gemeinde erhalten dürften.Fron
Frondienst
Spannfröner
Handfröner
Bezahlung
Abgabe
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Seiten#Seite 133/4
1785Außer diesem Geldbezug hatte der Lehrer freie Wohnung mit Garten, war von sog. Ämtern, von Wach- und Frondienst frei und die Kinder brachten von Allerheiligen bis Georgitag (23. April - "Zu Georgi blinde Reben - volle Trauben später geben") Holz mit.Lehrer
Fron
Frondienst
Befreiung
Abgabe
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Seiten#Seite 193/2
17861786 hatten die Felder durch Hagelschlag gelitten, darum wurde der Zins reduziert (1786).Alsterweiler
Gewitter
Schaden
Schloße
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/151bis180#Seite 159/1
1786Als im Jahre 1786 die Schulstelle erledigt war, bat der Schullehrer Lorenz Zöller zu Kirrweiler für seinen Tochtermann Friedrich Matt um den Glöcknerdienst in Maikammer, der bei Neubesetzung der Schule leicht vom Schuldienst zu trennen sei. Er gab sich viele Mühe, erreichte aber nur, daß das Domkapitel den Glöcknerdienst vom Schuldienst trennte und dafür Kaspar Henkel von Speyer empfahl, der den Dienst erhielt mit dem Glockenzehnt als Bezahlung.Lehrer
Kirrweiler
Glöckner
Glockendienst
Glöcknerdienst
Friedrich Matt
Zöller
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Seiten#Seite 196
25 Juli 1787Am 25. Juli 1787 war ein Schloßenwetter; die nicht großen aber dicht fallenden Schloßen machten großen Schaden. Desgleichen herrschte am 10. August nachmittags zwischen 3 und 4 Uhr ein fürchterliches Wetter, es fielen Schloßen wie Hühnereier, die die Frucht auf dem Felde ausschlugen und in den Weinbergen großen Schaden verursachten. Es gab wenig, doch ziemlich guten Wein.Alsterweiler
Schloßenwetter
Schloße
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/26bis50#Seite 33/1
1789daß Kriege immer unserer Gegend Einquartierung, Fronden und Lieferungen gebracht hatten.Fron
Abgabe
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Seiten#Seite 33/1
1789Nach der weiteren Regelung der Gemeindeverwaltung wurde in Maikammer Friedrich Schwarzwälder Agent und Emanuel Heilweck Adjunkt, in Alsterweiler Peter Adam Koch Agent und Friedrich Eisenbiegler Adjunkt (1789).Adjunkt
Peter Adam Koch
Munizipalagent
Johann Friedrich Eisenbiegler
Agent
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/26bis50#Seite 40/1
1792Am 29. November verlangte der prov. Kommissär in Speyer alle Zehnten und Gülten des Domkapitels und der anderen hiesigen Stifter. Diese waren aus Vorsicht in Geld umgewandelt worden, welches gegen Quittung in Speyer abgeliefert worden war. Nur die Weine der Klosterfrauen von St. Klara aus ihrem Besitz in Alsterweiler waren nach Speyer gefahren worden. (1792)Speyer
Gült
Kloster Sankt Klara (Speyer)
Zehnt
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/26bis50#Seite 35/2
September 1792In Alsterweiler fiel auf einen Offizier der Verdacht demokratischer Gesinnung. Er wurde deshalb wegen einer früheren Entwendung von 11 Gulden angeklagt, verurteilt zum Tode und im Tälchen erschossen (1792).Alsterweiler Tälchen
Alsterweiler
Offizier
Hinrichtung
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/26bis50#Seite 35/1
5 September 1792Am 5. September nachts 1/2 1 Uhr fiel ein Wolkenbruch. Das Wasser riß den oberen Brunnenstock zu Alsterweiler ab und verursachte auch sonst großen Schaden (1792)Alsterweiler
Brunnenstock
Wolkenbruch
Schaden
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/26bis50#Seite 34/1
1793„Liebe Kinder, wie leben wir in einer so bösen Zeit! Das Rasen der Franzosen ist so hoch gestiegen, daß sie ihrem König auf dem Schaffot in Paris das Leben durch den Henkersknecht, gleich als dem ärgsten Marder genommen, den 21. Januar und die Königin auf das grausamste behandelt, in unserer Gegend mit Geben und Fronen belästigt, ja soweit gebracht, daß Schultheiß und Vorgesetzte sich flüchtig gemacht hat, das ganze Oberamt verjagt." (1793)Fron
Abgabe
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Seiten#Seite 37/1
2 April 1793Am 30. März nahm Kommissar Wambsgans mit 6 Mann 50 Kühe aus den Stallungen in Maikammer, am 2. April 80 Kühe aus den Stallungen von Alsterweiler.Wut und Verzweiflung erfaßte die Bewohner. Man verrammelte die Tore, bewarf die Eindringlinge mit Holzscheiten und widerstand mit Gewalt, aber alles half nichts. Nur wer rechtzeitig in den Hinterwald gefahren und sich dort einige Tage aufgehalten hatte, rettete seine Kuh. (1793)Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/26bis50#Seite 37/1
11 Dezember 1793Der Krämer Franz Peter Schwarzwälder kaufte seine Ware bei einem Großhändler in Speyer. Er mußte in diesem Jahre zahlen für 1 Brief (15 Stück) Nähnadeln 3 1/2 Kreuzer, 1 Pack Haften 40 Kreuzer, V Pfund ganzen Schwefel 13 Kreuzer, 1 Schniete Faßschwefel 1 Kreuzer, 1 Pfund 21 Kreuzer, 1 Pfund Kreide 9 Kreuzer, 1 Pfund Kaffee 54 Kreuzer. 1 Pfund Reis 23 Kreuzer, 1 Pfund spanische Nudeln 20 Kreuzer, 2 Lot Zimt 16 Kreuzer, 1 Achtel Safran 1 Gulden, 1 Pfund Seife 21 Kreuzer 1 Pfund Stärke 16 Kreuzer, 1 Pfund Unschlittlichter 26 Kreuzer, 1 Pfund Schnupftabak 18 und 24 Kreuzer, 1 Pfund Rauchtabak 10, 12 und 13 Kreuzer, 1 Namenbuch 6 Kreuzer, 1 Katechismus 12 und 13 Kreuzer, 1 Biblische Geschichte 22 und 24 Kreuzer, 1 Dutzend Karten 12 Kreuzer. Außerdem hatte Schwarzwälder Schnur, Netz, Kordel, Band, Seide, Stricknadeln, Nestel und allerlei Nägel zu verkaufen.Speyer
Krämer
Alsterweiler
Kreuzer
Krämerladen
Franz Peter Schwarzwäler
Haften
Nähnadeln
Schwefel
Schniete
Faßschwefel
Kreide
Kaffee
Reis
Spanische Nudeln
Zimt
Lot
Safran
Seife
Stärke
Unschlichtlichter
Schnupftabak
Rauchtabak
Katechismus
Namenbuch
Biblische Geschichte
Karten
Schnur
Netz
Kordel
Band
Seide
Stricknadel
Nestel
Nagel
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/26bis50#Seite 39/2
11 Dezember 1793Am 11. Dezember wurde Alsterweiler noch einmal geplündert. Truppen des deutschen Korps Benjowsky waren am 9. Dezember aus Edenkoben zurückgedrängt worden und mußten am 10. Dezember bis hierher zurückweichen. Mit einigen Freischützen brachen die Soldaten zu St. Martin und Alsterweiler in die Keller ein, schleppten Schweine und Kühe fort und erpreßten von den Einwohnern Geld unter Androhung des Todes. Hier wurde Schultheiß Rieth überfallen und mißhandelt. (1793)Schultheiß
Keller
Edenkoben
Kuh
Alsterweiler
Benjowsky
Wendel Rieth
Schwein
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/26bis50#Seite 39/1
1798In diesem Jahre der Vereinigung der Pfalz mit Frankreich wurden in vielen Orten wieder Freiheitsbäume gesetzt, so auch in Alsterweiler, das durch die neue Verwaltung mehr Selbständigkeit erhalten hatte. (1798) (das Jahr 6 nach französicher Rechnung 22. September 1797 bis 22. September 1798)Alsterweiler
Freiheitsbaum
Selbständigkeit
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/26bis50#Seite 41/1
1798Nach der weiteren Regelung der Gemeindeverwaltung wurde in Maikammer Friedrich Schwarzwälder Agent und Emanuel Heilweck Adjunkt, in Alsterweiler Peter Adam Koch Agent und Friedrich Eisenbiegler Adjunkt.Emanuel Heilweck
Adjunkt
Peter Adam Koch
Friedrich Eisenbiegler
Friedrich Schwarzwälder
Agent
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Seiten#Seite 40/2
1798Das Kloster St . Klara (Franziskanerinnen) hatte ein Haus am Hübel (Nr. 54) und ein Doppelhaus in der Deckelgasse (Nr. 6 und 8) und 8 Morgen Wingert (Nonnenwingert (noch 1798).Turmstraße
Deckelgass
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Seiten#Seite 111
1798Nach den nun geltenden Bestimmungen erhielten Gemeinden unter 1500 Seelen einen Munizipalagenten und einen Adjunkten. Hier wurden Friedrich Schwarzwälder Agent und Emanuel Heilweck Adjunkt, in Alsterweiler Peter Ad. Koch Agent und Friedrich Eisenbiegler Adjunkt.Emanuel Heilweck
Adjunkt
Peter Adam Koch
Munizipalagent
Johann Friedrich Eisenbiegler
Friedrich Schwarzwälder
Einwohner
Alsterweiler
Französische Zeit
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Seiten#Seite 149/1
20 Januar 1798Am 20. Januar 1798 wurde die Verwaltung der Gemeinde den Bürgern Jakob Denier, Lambert Thormann, Jakob Frantz und Friedrich Frankmann übertragen. Die Bürgermeister, welche die Gemeinderechnung führten, blieben bis 1804.Friedrich Frankmann
Verwalter
Gemeinderechnung
Jakob Denier
Alsterweiler
Lambert Thormann
Jakob Frantz
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Seiten#Seite 40/1
1800An die Stelle des Munizipalagenten trat der Maire. Sie hatten nach dem Gesetze vom 7. Februar 1800 dieselben Verrichtungen wie die Munizipalagenten. In jeder Gemeinde sollte ein Munizipalrat (Gemeinderat) sein. Dieser sollte sich jedes Jahr am l5. Pluviose versammeln und höchstens vierzehn Tage versammelt bleiben. Der Maire hatte auch die Grund-, Personal-, Luxus-, Tür- und Fenstersteuer zu erheben. Erster Maire war Jakob Denier, dem 1801 Jean Müller (bis 1813) folgte.Munizipalagent
Jakob Denier
Alsterweiler
Munizipalrat
Maire
Jean Müller
Pluviose
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/26bis50#Seite 42/1
25 November 1802Durch Gesetz vom 25. November 1802 wurde der Verkauf aller Nationalgüter angeordnet. In Mainz begann die Versteigerung aller früheren herrschaftlichen Güter. Die Credenburg zu Alsterweiler kam in den Besitz der Gebrüder Lederle in Hambach, 60 Morgen Äcker und 24 Morgen der Dieterwiese gingen in Privatbesitz über. Das sogenannte Nonnenhaus kaufte Franz Peter Schwarzwälder in Alsterweiler samt dem dazu gehörigen Gut um 465 Frs., zahlbar in 3 Terminen.Credenburg
Hauptstraße Nr.6
Lederle
Dieterwiese
Nonnenhaus
Franz Peter Schwarzwälder
Kredenburg
Alsterweiler
Nationalgüter
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/26bis50#Seite 43/1
1814Gemeindeschreiberei Wie aus dem letzten Kapitel hervorgeht, gab es in der alten Gemeinde ein Gericht und eine Verwaltung. Es war ein Gerichtsbuch zu führen und die Gemeinderechnungen aufzustellen. Letztere Arbeiten hatten, wie schon erwähnt, die jedes Jahr neu gewählten 2 Bürgermeister. Das Gerichtsbuch führten besondere Gerichtsschreiber. Vor dem 30jährigen Kriege hatten die Lehrer dieses Amt inne, nach dem 30jährigen Kriege waren wohl eigene Schreiber angestellt. Als letzter ist bekannt Lambert Flormann, der in der französischen Zeit Greffier blieb. Ihm folgte 1814 Johannes Hartmann und diesem Andreas Hauck, der 1833 starb.Greffier
Lambert Flormann
Johannes Hartmann
Andreas Hauck
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/151bis180#Seite 154/1
1816Von München kam ein Geometer mit Frau und 14jährigem Meßgehilfen nach Maikammer und nahm bei dem damaligen Gemeindeschreiber Hauck Wohnung. Dessen Sohn half auch beim Messen mit. Dieser erzählt von diesen Waldgängen in der Palatina. So fanden sie im Walde viele "balkenlange und pickelshelmsdicke" Schlangen. Einmal fanden sie bei der Kropsburg einen Storch, den eine Schlange umwickelt hatte. Sie befreiten den Storch. Der Geometer war ein eigentümlicher Mann, den die Leute Waldmesser nannten. Wenn sie ihm begegneten, grüßten sie ihn immer: „Guten Tag, Herr Waldmesser!" Darüber ärgerte er sich und erwiderte: „Ich bin kein Waldmesser nicht: ich bin Geom'ter!" Die damals nicht feinen Leute, die auch infolge des Krieges und der Nachkriegszeit roher geworden waren, trieben ihren Spott mit ihm und riefen ihm, wo sie ihn von weitem sahen „Land-mes-ser" nach. Einmal ging er auch von der Vermessung durch Alsterweiler nach Hause; im Walde hatte er sich einen dicken Stock zum Benutzen beim Gehen abgeschnitten. Als er an die Deckelgasse kam, standen einige böse Buben dort und belästigten ihn durch Zurufen. Dabei schlug er dem Frechsten seinen Stock über. Die Folge war, daß man ihm Steine nachwarf und ihn bis zu seiner Wohnung verfolgte. Als auch noch nachts Steine in die Wohnung fuhren mit den Zurufen: „Wir schneiden ihm den Hals ab! Wo ist der Waldmesser, er muß sterben; der will kein Waldmesser sein!", brach er nachts noch auf und verließ das ungastliche Maikammer. Ein Knecht des Bürgermeisters Reinig brachte ihn mit der Chaise fort.(1816)Deckelgass
München
Waldmesser
Anekdote
Geometer
Meßgehilfe
Schlange
Storch
Landmesser
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/101bis125#Seite 120/1
1816Jetzt kam der 15er Wein in den Preis. Friedrich Eisenbiegler in Alsterweiler verkaufte 1 Fuder zu 415 Gulden und 1 Kronentaler (1816)Johann Friedrich Eisenbiegler
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/26bis50#Seite 49/1
1816Vom Mai 1816 ab regnete es beständig; es gab große Überschwemmungen; am 12. Mai auch starke Fröste. Es gab kein Getreide und keine Kartoffeln. Am 23. September gab es schon Winterfröste, am 12. Oktober tiefen Schnee. Darum erfroren die Trauben größtenteils. Die Weinlese begann am 8. Oktober. Die Trauben wurden in Körben und Maltersäcken heimgebracht und mit Pflasterstempeln in hölzernen und steinernen Trögen zerstoßen. Der Wein (8 Morgen gaben 2 Fuder) war so sauer, daß ihn kein Wirt kaufen wollte. Er kostete 100-130 Gulden. Jetzt kam der 15er Wein in den Preis. Friedrich Eisenbiegler in Alsterweiler verkaufte 1 Fuder zu 415 Gulden und 1 Kronentaler. Am 1. Juli 1816 wurde der Kanton Edenkoben von dem Rentamt Neustadt a.d. Hdt. getrennt und ein Rentamt in Edenkoben errichtet. Die durch die schlechte Ernte hervorgerufene Hungersnot dauerte bis zur Ernte 1817. Als man hier durch die Gemeinde den Ärmsten Unterstützung (1816).Alsterweiler
Wetter
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/26bis50#Seite 49/2
16 Mai 1820Am 16. Mai 1820 stellten die 4 Bürgermeister mit Bevollmächtigten vor dem Landkommissariate Landau den Antrag auf Teilung. Zugleich gaben sie an, daß von dem ganzen Teile die Gemeinde Maikammer wegen ihrer stärkeren Bevölkerung ein Zwanzigstel voraus erhalten und der Rest zu 4 gleichen Teilen geteilt werden solle.Haingeraide
Teilung
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/101bis125#Seite 121/2
1822Die Gemarkung von Maikammer-Alsterweiler umfaßt mit der Dorffläche 605,67 Hektar, davon sind 521 Hektar Wingert, Äcker und Wiesen. Die letzte allgemeine Vermessung geschah im Jahre 1822, weshalb auch die Grenzsteine neben dem Zeichen des früheren Gerichtssiegels und den Buchstaben MK die Jahreszahl 1822 tragen. Es ergaben sich 7110 Parzellen.Grenzstein
Sigle
Gemarkung
Vermessung
Gerichtssiegel
Parzelle
Alsterweiler
MK
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/101bis125#Seite 103/1
1824In diesem Jahre wurden zum erstenmal Leichenträger angestellt, 5 für Maikammer und 5 für Alsterweiler. Die Gemeinde kaufte 5 schwarze Mäntel und Hüte. Die Trägergebühr betrug 20 Kreuzer. Am 15. Mai wurden die bisher üblichen Leichenschmause verboten. (1824)Alsterweiler
Leichenträger
Leichenschmaus
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/51bis75#Seite 51/1
1824Als zweiter Gehilfe wurde 1822 Jakob Hildenbrand angestellt, dem im Frühjahr 1824 Georg Adam Müller, geb.1803 zu Alsterweiler, folgte. Nach seiner Versetzung an die neue Stelle zu Alsterweiler folgten ihm als Gehilfen in Maikammer Joh. Adam Borell von Hainfeld von Herbst 1830 bis Herbst 1832. Joh. Adam Schlegel von Edesheim von Herbst 1832 bis Herbst 1834.Georg Adam Müller
Schule
Alsterweiler
Gehilfe
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/181bis203#Seite 186/1
16 Februar 1824Am 16. Februar 1824 beschloß der Gemeinderat zur Erinnerung an das 25jährige Regierungsjubiläum des Königs Max I. der Kalmit den Namen „Maxhöhe" zu geben und daselbst ein Denkmal aufzustellen. Steinhauer Johann Martin Baumann schuf dasselbe um 1666 fl.Bildhauer
Gemeinderat
Johann Martin Baumann
König
Alsterweiler
Max I.
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Seiten#Seite 51
18251825, 2218 Einwohner, 1509 in Maikammer, 709 in Alsterweiler.Einwohner
Maikammer
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/101bis125#Seite 125/6
1826Bis 1826 wurde das Geschäft des Weinstichers und der Weinläder jährlich verpachtet. Letztere zahlten 75 fl. Pacht. Vom Jahre 1827 an wurden die 2 Adjunkten (Joh. Ernst und Sebastian Hauck) Weinsticher. Ihre Gehilfen und die Läder bestimmte der Gemeinderat.Johannes Ernst
1826
Weinläder
Eichgeld
Stichgeld
Sebastian Hauck
Weinsticher
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Seiten#Seite 142/1
18261826 war ein Betrag für Pflaster durch Alsterweiler im Gemeinde-Voranschlag eingesetzt, 1828 sollte eine Strecke gemacht werden, aber erst 1832 und 1833 wurde es ausgeführt. Es kostete 1873 fl. 34 Kr.Alsterweiler
Pflaster
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/51bis75#Seite 52/2
1829Müller erhielt 1829 200 fl. und freie Wohnung, die zu 25 fl. veranschlagt war; 1832 erhielt er 3oo fl. mit dem Vorbehalt 1. so fleißig wie seither weiter zu arbeiten, 2. sich nie von Alsterweiler fortzumelden und 3. nie einen Gehilfen zu verlangen.Lehrer Müller
Alsterweiler
Gehilfe
Bedingungen
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/181bis203#Seite 193/1
1829Man war aber in Alsterweiler immer frommgläubig und hielt streng am Althergebrachten. Darum war es schon lange ihr Streben, eine Schule und ein Gotteshaus zu bekommen. 1829 wurde die Schule eingerichtet.Alsterweiler Schulhaus
Alsterweiler Schule
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/151bis180#Seite 166/1
18301830 2349 Einwohner, 1664 in Maikammer. 685 in Alsterweiler.Einwohner
Maikammer
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/101bis125#Seite 125/7
1830Als im Jahre 1830 wieder ein Gehilfe angestellt werden mußte, wollte die Gemeinde dessen Gehalt von dem der Lehrer abziehen, weil Maikammer für sich allein nur 1664 Einwohner zählte und Alsterweiler jetzt eine eigene Schule hatte.Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/181bis203#Seite 193/2
1830Trotz der Abtrennung von Alsterweiler war die Schülerzahl in Maikammer noch so groß, daß das Landkommissariat Landau 1830 die Gemeinde mehrfach aufforderte, wieder einen Gehilfen anzustellen.Schule
Alsterweiler
Landkommissariat Landau
Gehilfe
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/181bis203#Seite 183/2
1831Mitteilung der geschichtlichen Merkwürdigkeiten Maikammer-Alsterweilers an den geschichtlichen Verein des Rheinkreises 1831, von Pfarrer Weckesser.Weckesser
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler#Seite 7/2
1831Mitteilung der geschichtlichen Merkwürdigkeiten Maikammer-Alsterweilers an den geschichtlichen Verein des Rheinkreises 1831, von Pfarrer Weckesser.Weckesser
Alsterweiler
TestReferenzierung#Seite 7/2
2 Juni 1831Am 2. Juni 1831 richteten Bürger von Alsterweiler an das Landkommissariat Landau die Bitte, Alsterweiler von Maikammer zu trennen und zu einer selbständigen Gemeinde mit eigener Verwaltung zu erklären. Als Gründe führten sie an die Vernachlässigung des Ortsteils Alsterweiler in den letzten 15 Jahren und die mutwillige Verschleuderung des Gemeindeeigentums in Alsterweiler zum Nachteil der Gemeinde. Die Schrift enthält viele scharfe Ausdrücke, woraus man die tiefe Erbitterung der Alsterweilerer Bürger ersieht. Der Zufahrtsweg von Maikammer nach Alsterweiler, der Plattenweg, war meist in derartig schlechtem Zustand, daß Fuhrwerke bis an die Achse einbrachen, und Fuhrleute, die Flachs, Weiden, Kartoffeln u. a. von auswärts brachten, es vorzogen in Maikammer zu bleiben.Trennung
Plattenweg
Fuhrleute
Alsterweiler
Landkomissariat Landau
Furhwerk
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/51bis75#Seite 52/1
2 Juni 1831Am 2. Juni 1831 richteten Bürger von Alsterweiler an das Landkommissariat Landau die Bitte, Alsterweiler von Maikammer zu trennen und zu einer selbständigen Gemeinde mit eigener Verwaltung zu erklären. Als Gründe führten sie an die Vernachlässigung des Ortsteils Alsterweiler in den letzten 15 Jahren und die mutwillige Verschleuderung des Gemeindeeigentums in Alsterweiler zum Nachteil der Gemeinde. Die Schrift enthält viele scharfe Ausdrücke, woraus man die tiefe Erbitterung der Alsterweilerer Bürger ersieht. Der Zufahrtsweg von Maikammer nach Alsterweiler, der Plattenweg, war meist in derartig schlechtem Zustand, daß Fuhrwerke bis an die Achse einbrachen, und Fuhrleute, die Flachs, Weiden, Kartoffeln u. a. von auswärts brachten, es vorzogen in Maikammer zu bleiben.Trennung Alsterweiler Maikammer
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Seiten#Seite 52
22 Dezember 1838Am 22. Dezember 1838 fand noch einmal eine Regelung statt. Es wurden für Maikammer und Alsterweiler je 2 Weinsticher, die von nun an dem Gemeinderat angehören sollten, gewählt. Jedes Jahr schied einer aus. Durch das Los kam ein neuer dazu. Ein Weinhändler konnte kein Weinsticher werden. Der Käufer hatte von 1 Fuder Wein 1 Gulden 30 Kr. zu zahlen. Davon erhielt der Weinsticher 5 Kreuzer Stichgeld, 15 Kreuzer Eichgeld, der Läder bezog 15 Kreuzer, der Rest von 55 Kreuzern floß in die Gemeindekasse. Kaufte ein hiesiger Weinhändler hier Wein, der auch hier blieb, so erhielt der Läder 40 Kreuzer Trägerlohn, wovon 8 Kreuzer in die Gemeindekasse flössen.Weinläder
Eichgeld
Stichgeld
1838
Weinsticher
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Seiten#Seite 142/2
18401840 wurde Peter Pfoh 1. Adjunkt und Peter Ad. Frankmann 2. Adjunkt, 1842 Franz Kögel Bürgermeister.Adjunkt
1. Adjunkt
Peter Adam Frankmann
2. Adjunkt
Alsterweiler
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Seiten#Seite 150/2