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TestReferenzierung

Aus Alsterweiler
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Deckelgass

TestReferenzierung[1](auch:Turmstraße[anm 1]) ist eine Straße in Alsterweiler. Der erste urkundliche Beleg für diese Bezeichnung stammt bis heute (15.04. 2024) aus dem Jahre 18071. Die Deckelgass2 schließt Alsterweiler nach Westen ab. Sie führt in Richtung Norden über das freie Feld zum Klausental. Bis zum Jahre 1928, dem Erscheinungsjahr der Geschichte von Maikammer=Alsterweiler von Leonhardt (1928)34 war die Bezeichnung Turmstraße völlig unbekannt.

Auf diesem Bild ist das einzig bekannte Straßenschild mit der Bezeichnung "Deckelgasse" zu sehen.

Herleitung des Namens

Der Straßenname "Deckelgasse" ist einmalig. Eine Suche im Internet ergab keine einzige andere Straßenbezeichnung gleicher Art. Die Turmstraße führte die Bezeichnung "Deckelgasse" recht lange, was einer alten fotografischen Aufnahme aus den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts zu entnehmen ist. Auch heute ist dies noch eine geläufige Bezeichnung für die Turmstraße. Die immer wieder zu hörende Erklärung, "es handele sich um eine Art Deckel, der auf dem Ort Alsterweiler aufsitzt", mag meines Erachtens nicht sonderlich zu überzeugen. Ich tendiere zu einer Auslegung nach einer Flurlage (Kalkofen), einem Ziel (Klausenthal) oder einer sprachlichen Verballhornung eines pfälzischen Wortes, ohne Genaueres benennen zu können (Deckel eines Schachtes, eines Gefäßes oder eines Kalkofens) (siehe dazu auch „Die Maikammerer Dorfordnung von 1549“ VI, XXXIV, XXXVI - dort als „dick“). Das Pfälzische Wörterbuch setzt das Wort "deck" mit dem Wort "dick" gleich, allerdings nicht als Körpermaß, sondern im Sinne von "oft"[2].

Die Artikel aus der Dorfordnung von 1549 legen nahe, daß das Wort "deck" ein gängiger Begriff war. Er wird immerhin in drei Artikeln verwendet. Die Wortfolgen lauten:
Artikel VI: "...alle jare zum wenigsten einmal lassen eychen und brennen, und alß dick man daruber clagt bey pene 1 lb heller (Doll, Seite 277).
Artikel XXXIV: "...so oft und deck oder viel das Brot oder der Weck zu klein gefunden würde und sein Gewicht nit hätte (Leonhardt, Seite 144).
Artikel XXXVI: "36. Es soll ein jeder Bäcker oder Underkäufer (mhd. — Zwischenhändler) an einem Sonn- und Feiertag für 2 Schilling Pfennig Weck und Brot vor der Kirche feil haben. Und so einer daran sündigt, derselb soll unnachläßlich 2 Schilling Pfennig für Einung verbrochen haben, so oft und deck das geschieht." (Leonhardt, Seite 147).

Des Weiteren ist eine Ableitung von "deckeln" denkbar, was in der Verbindung mit -Gass, auf Deckel(n)gass hinausliefe. Dazu führt das Pfälzische Wörterbuch auf:

  1. Die Biene deckeln (degəln) de Honich 'verschließen die mit Honig gefüllte Wabe mit einer Wachsschicht', Imkersprache.
  2. * gegenständlich 'den Hut zum Gruß ziehen'. * übertr. einem etwas d. 'Unangenehmes in Erinnerung bringen'. Dem hun ich's gedeckelt.
  3. * 'prügeln' [verbreitet SüdostPfalz]; vgl. PfWB dachteln. * 'gehörig einander die Meinung sagen'. Sie dun enanner deckele, schelten.

Denkbar ist auch eine Ableitung aus dem lateinischen Wort "tegula" für Dachziegel. Das würde sich wohl auf die Tätigkeiten der Bewohner der Deckelgass beziehen lassen. Es ginge dabei um die Herstellung, den Verkauf von Dachziegeln oder auch nur die Arbeit in einer Ziegelhütte. Eine derartige Ziegelscheuer stand bis ins 17. Jahrhundert in der Gemarkung von Alsterweiler (Ziegelscheuer).

Eine weitere interessante Quelle ist das Winzerlexikon (Internationales und interregionales Fachwörterbuch zur Sprache und Kultur des Weines). Dort wird Deck als ein Abdeckbrett für die Maische bezeichnet.

In der deutschen Deutsche Wein-Zeitung. wird die Deckelgasse im Jahre 18745[3] erwähnt.

Entstehungszeit

In den Jahren um 16006 wird die Deckelgass noch nicht erwähnt7. Erste Aufzeichnungen tauchen im frühen 19. Jahrhundert auf. Es handelt sich ausschließlich um Sterbeeinträge im katholischen Kirchenbuch. Die ersten Einträge stammen aus dem Jahre 1807. Es sind die Sterbeeinträge für Maria Franziska Zwick und Peter Wilhelm. Diese Einträge fertigte der damalige Pfarrer Johann Adam Lang (1787—1814); er resignierte 1814 und lebte noch 1825.

Fundstellen zu TestReferenzierung

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Weblinks

Literatur

Einzelnachweise

  1. Geschichte von Maikammer=Alsterweiler, Seiten: 18, 53, 69, 111 und 120. Wie folgt:
    • Seite 53: …aster der Deckelgasse gemacht werde. Die übrigen 16 Gemeinderäte von M…
    • Seite 69: …r, in der Deckelgasse allein 5 Männer und eine Frau. Die Blattern, die…
    • Seite 111: …us in der Deckelgasse (Nr. 6 und 8) und 8 Morgen Wingert (Nonnenwinger…
    • Seite 120: …er an die Deckelgasse kam, standen einige böse Buben dort und belästig…
  2. siehe dazu: deck bis Deckel-hut (Bd. 2, Sp. 176 bis 178) auf www.woerterbuchnetz.de
  3. {{Zitattext|Text=16. Oktober 1874: Hier (Diedesfeld) war weniger Kauflust als in dem benachbarten Maikammer und besonders Alsterweiler, wo am letzten Montage in der geraden Straße 45 große Weinwägen hintereinander und in der Deckelgasse 13 gezählt wurden: welchen den „Neuen“ zu durchschnittlich 150 fl. abfüllten. Das großartige Schmieren und Fabriciren hat bei uns sichtlich nachgelassen, weil die „Veredlung des Wassers“ doch auf die Länge nicht gut that. Da der weiße Most im Jahr 1868 über 80° nicht hinauskam, so ist klar, daß der 1874er besser wird als der 1868er.|Zitierung=Deutsche Wein-Zeitung. 1874, Seite 91}.

Anmerkungen

  1. Anmerkung Matzinger: heutige Bezeichnung ist Turmstraße.

Zitate

Urkunden

Begriffe

Kategorien

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Referenzierungen

  1. ^  Ullrich, Bernhard und Rita (2001)
    Autoren sind Pflichtangabe, ggf. N.N.
    Titel: Die Esthaler. Wer sie waren ... woher sie kamen ....
    Schlüssel: 1
    Seite: 327 327
    Zitat: Andreas Ignaz Stachel.
    Übertragung: nein
    Anmerkung: ohne
    Schlagwort: Alsterweiler · Esthal · Bürger
    Quelle: Die Esthaler
    Erscheinungsjahr: 2001
    Stufe: 1
    Sammlung: Buch
    Ein Link fehlt.
    Eine PDF-Angabe fehlt.
    Es ist keine Wikiseite vorhanden.