Maikammer

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Maikammer
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Gebiet: Verbandsgemeinde Maikammer
Ersterwähnung: 1254
Geo: 49° 18' 19", 8° 7' 48"

Impressionen aus Maikammer

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Merkmal Eintrag
Siedlungsform Straßendorf
Einwohner 4.360
Fläche (ha) 13.700
Regentage
Sonnentage
Anderer Name Mäkäm
Liegt in Verbandsgemeinde Maikammer, Pfalz, Südliche Weinstraße
Lag in Bürgermeisterei Maikammer, Oberamt Kirrweiler, Rheinkreis, Département Mont Tonnerre
Anschrift 2018 Maikammer
Die Vorlage hat ausgefüllt: Matthias C.S. Dreyer/2018-04-21


Maikammer ist eine Gemeinde (in Abgrenzung zur Verwaltungseinheit der Verbandsgemeinde eine Ortsgemeinde). Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1254. Die Gemeinde Maikammer ist eine Verwaltungseinheit und gehört zur gleichnamigen Verbandsgemeinde im Landkreis Südliche Weinstraße.

Lage

Maikammer und Alsterweiler aus der Luft sowie Blick auf den Haardtrand.
© Michael Geiger, 2016 (Mit freundlicher Genehmigung zur Wiedergabe).

Maikammer liegt an der deutschen Weinstraße und erstreckt sich tief in den Pfälzer Wald. Der westliche Ortsteil Alsterweiler weist ein Kleinod oberrheinischer Schnitzkunst auf, den sog. Passionsaltar Maikammer.

Nach Angaben des [.statistik.rlp.de/index.html Statistischen Landesamtes von Rheinland-Pfalz] umfasst die Gebietsfläche 13,68 Quadratkilometer (Stand 31.12.2006). Heute wohnen in Maikammer 4360 Personen (31. Dezember 2015).

Verwaltungsgeschichte

Die Gemeinde Maikammer hat sich bereits im Jahr 1549 eine Dorfordnung 1549 gegeben. Sie steht unter dem Motto: LAUS DEO SEMPER - Gott zum Lobe allezeit (aus der Dorfordnung 1549[1] von Maikammer 1549).

Darin z.B. "Item ist von alter herkommen und der prauch zu Meinkeimer geweßen, daß der Müller uff der bech sollen die...[2] Dort auch "Sonntagsverkauf" (unter Nummer: XXXVI).

Maikammer 1800

In einer Topographischen Karte aus dem Jahre 1800 wird der Ort Maikammer als Maykam bezeichnet.

Maikammer 1830

Maikammer Ansicht 1830.jpg






Remling - Die Maxburg bei Hambach (1844)

Franz Xaver Remling schreibt in seinem Werk über die Maxburg: "Fast noch mannigfaltiger und anziehender ist die Aussicht gegen Süden. Ueber Unterhambach hinaus fesselt zuerst den Blick das starkbevölkerte, reinliche Maikammer mit seinem freundlichen Thurme. Mit reichlicher Fülle des Wohlstandes lächelt es in städtischer Größe und Schönheit dem Auge entgegen. Rechts zieht das mit Maikammer eine Gemeinde bildende Alsterweiler hinan gegen das rings mit Reben umpflanzte Gebirge, auf dessen erstem Vorhügel das frommbesuchte Wetterkreuz von Maikammer, wie einen Hügel nächer, das von Diedesfeld, verkündend Gottes Liebe und Gnade, weit in die Ebene hinableuchtet. Ueber das weißblinkende Weinberghäuschen eines Bewohners von Maikammer südlich hinauf, zeigen sich auf einer mäßigen Berganhöhe, unterhalb des hochgelegenen Wetterkreuzes von St. Martin, die Ruinen der Krobsburg, innerhalb deren Mauern und Gewölbe nunmehr über siebenzig Bewohner des am Fuße des Schloßberges liegenden Winzerdorfes, St. Martin, Obdach gefunden haben. Weiter hinauf auf dem kahlen Haagberge winket düster herab die fast ganz in Trümmer zerfallene Rietburg. Oestlich unterhalb derselben ist die Stadt Edenkoben, rings von Weinbergen umkränzt, in weiter Ausdehnung gelagert." [3]

Karl Geib - Reise=Handbuch

Die Beschreibung von Maikammer befindet sich bei der Wegbeschreibung durch den Kanton Edenkoben.

August Becker - Die Pfalz und die Pfälzer

Im Kapitel Umgegend von Edenkoben schreibt August Becker:

Seiten 238, 239, Umgegend von Edenkoben
Grenzstein Maikammer
"Von dem hübschen und lieblich gelegenen Diedesfeld führt ein schöner Weg durch die großen Rebenfelder südlich nach dem nahen MAIKAMMER, das mit dem nebenbei in den Weinbergen liegenden Alsterweiler eine Gemeinde von 2600 Einwohnern bildet. Die üppige Gegend umher mit ihrem frischen Rebengrün, im Angesichte der von den Kastanienbäumen herabblickenden Ruinen und der Villa Ludwigshöhe, ist ungemein reizvoll, - eine rechte "Maikammer", hinter welcher sich die leider nur zu oft Wetterschaden bringende Kalmit hoch über die Gegend erhebt. Auf einer ihrer Vorhöhen bemerkt man noch die vier Wetterkreuze für die Gemeinden St. Martin, Maikammer, Diedesfeld, Kirrweiler, welche den Verband der V. Haingeraide bildeten und früher alljährlich Prozessionen dahin veranstalteten. Die Umgegend liegt so unvergleichlich reizend vor dem Haardtgebirge, daß man gerne die östlich am Orte vorübereilenden Züge der Eisenbahn unbenutzt vorbeisausen läßt. Alles lacht einen an, der milde, heitere Himmel, die ringsum grünende und blühende Welt, die freundlichen, stattlichen Häuser und auch der Wein im Glase, der das Herz ergötzt. Maikammer scheint in der Tat seinen Namen von der maienschönen Umgebung zu haben, wenn auch das "Maifeld" zwischen hier und Edenkoben sich nicht auf das campus Majae der Römer zurückführen lassen sollte. Übrigens wird noch heutzutage in dem großen, schönen Orte der erste Mai festlich begangen, der in dieser milden Gegend jedesmal schon die ganze Natur in ihrem Festgewande sieht. - Auf einen Kunstschatz in der Kirche des Ortes müssen wir umsomehr aufmerksam machen als dieses so oft verheerte Land dergleichen nur äußerst selten aufzuweisen hat." August Becker verweist auf den Alsterweiler Altar.

aus: August Becker, Die Pfalz und die Pfälzer

Maikammer aktuell

Denkmal für den pfälzer Schoppen in Maikammer, Marktplatz (auf der nord-westlichen Seite).

Denkmal

17. Weinrallye 2008 mit einer Fahrzeugvorstellung, die fast 3 Stunden andauerte.

Fahrzeug

[.motor-klassik.de/service/termine/mpsdate_date_949_14811.hbs Weinrallye]


Seit dem Jahr 2007 bewirtschaftet eine Gruppe engagierter Bürger während der Brunnenkerwe in Alsterweiler den Innenhof der Kredenburg. Diese Ausschankstelle gehört zu den schönsten Plätzen bei Weinfesten in der Region. [.alsterweiler-maikammer.de Brunnenkerwe]


Weblinks

Literatur

Einzelnachweise

  1. Doll, Anton (1985): Die Maikammerer Dorfordnung von 1549. In: Historischer Verein der Pfalz,, Mitteilungen des Historischen Vereins der Pfalz., Speyer: Verlag des historischen Vereins der Pfalz e.V., 273
  2. Doll, Anton (1985): Die Maikammerer Dorfordnung von 1549. In: Historischer Verein der Pfalz,, Mitteilungen des Historischen Vereins der Pfalz., Speyer: Verlag des historischen Vereins der Pfalz e.V., 273, Seite 280 Bl.12
  3. Remling, Franz Xaver (1884): Die Maxburg bei Hambach.Mannheim: Schwan- und Götzsche Hofbuchhaltung, Seite 7.

Anmerkungen

Zitate

Urkunden

Begriffe

Kategorien

Maikammer gehört den Kategorien an: Gemeinde, Verwaltungseinheit

Matzinger sagt: Letzte Überarbeitung der Seite 21.04.2018. Alle Rechte der Seite bei ©Matthias C.S. Dreyer. Der Name dieser Seite lautet: Maikammer. Nutzen Sie zur Zitierung für ihr Werk folgende vollständige Angabe: http://www.alsterweiler.net/wiki/Maikammer ©Matthias C.S. Dreyer /abgerufen am 17.08.2018 ↑...Seitenanfang