Grenzstein

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Grenzstein (Dreimärker) an der Grenze von Alsterweiler © Matthias Clemens Sigmund Dreyer 2011

Grenzstein[1] ist ein Kulturlandschaftselement, das eine Trennlinie nach politischen oder administrativen Gesichtspunkten (Zoll, Gemeinde, Gemarkung, Flur, Forstbezirk, u.a.m.) markiert (Grenzen). Mehrere Grenzsteine bilden eine Territorialgrenze (Linie), die Unterschiede in Eigentum, Sprache, Mundart oder Tradition kennzeichnen kann. Grenzsteine sind mit einem besonderen hoheitlichen Schutz versehen. Dies galt bereits zur Zeit der Dorfordnung von Maikammer aus dem Jahr 15491[zit 1]. Demnach durfte niemand über einem gesetzten Stein graben.

Bereits zur französischen Zeit wurde eine Forstadministration eingesetzt. Spürbare Auswirkungen hatte die staatliche Organisation des Waldbetriebes aber erst beim Übergang von Alsterweiler zum Königreich Bayern (1816). Die Gemarkung wurde Zug um Zug vermessen.

Im Jahre 1822 wurden, über die gesamte Gemarkung verteilt, systematisch Grenzsteine gesetzt. Sie folgten dem Verlauf der Haingeraidegrenzen (äußerer Verlauf). Die Haingeraide selbst wurde aufgelöst. Der Beschluss zur Grenzteilung geht auf den gemeindlichen Antrag vom 16. Mai 18202 zurück. Es folgte die "innergebietliche" Teilung unter den ehemaligen Haingeraidegenossen. Die Eintragung am Kanzelfelsen folgte im Jahre 1823 (wohl nach Vollzug).

Die Grenz- und Logsteine konnten dann erst einige Jahre später gesetzt werden. Die Anlage eines ersten Katasterplanes für die Ortslage dauerte sogar noch einige Jahr länger (1839). Zwar gibt es eine erste Siedlungsdarstellung aus dem Jahre 1821, die aber noch nicht so detailliert ausgebildet war.

Grenzstein (Bitte © beachten, ist an der jeweiligen Bilddatei nachgewiesen)

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Alsterweiler Grenzstein Muehlstrasse Ziegler Mauer.jpgAnsicht des Grenzsteins mit dem Wappen Hattstein und der Jahreszahl 1580 in der Mühlstraße Nr.18 in der Gartenmauer verbaut. Stammt aus der Lage Spielfeld (2018).Grenzstein
Spielfeld
Mühlstraße
Vermessung
Grenzstein Hattsteinsches Gut
Grenzstein Hattstein
Alsterweiler
Grenzstein
Alsterweiler ziegler mühlstrasse grenzstein hattstein 1756.jpgAnsicht des Grenzsteins mit der Jahreszahl 1756 und dem Wappen der Familie von Hattstein sowie einem unbekannten Wappen, in der Mühlstraße Nr.22 im Garten verbaut. Der Stein stammt aus der Lage Spielfeld von einem Weinberg des Lehrers Dörr bzw. seiner Ehefrau, einer geborenen Heilweck (2018).Grenzstein
Spielfeld
Mühlstraße
Vermessung
Grenzstein Hattsteinsches Gut
Hattstein
Alsterweiler
Grenzstein Hattsteinsches Gut
Alsterweiler ziegler mühlstrasse grenzsteine hattstein 1580.jpgAnsicht des Grenzsteins mit der Jahreszahl 1580 und dem Wappen der Familie von Hattstein, in der Mühlstraße Nr.22 in der Gartenmauer im Garten verbaut. Stammt aus der Lage Spielfeld (2018).Grenzstein
Spielfeld
Mühlstraße
Vermessung
Grenzstein Hattsteinsches Gut
Hattstein
Alsterweiler
Grenzstein Hattsteinsches Gut
Grenzstein 123 Schuhmachstiefel Kühlkopf Flachkopf.jpgGrenzstein Nr. 142 an der Ostflanke des Kanzelkopfes oberhalb des Argenbachtales.Grenzstein
Maikammer
Alsterweiler
Schuhmacherstiefel
Grenzstein 123
Grenzstein 123
Grenzstein 125 Kühlkopf.jpgGrenzstein 125 Kühlkopf.jpgGrenzstein
Maikammer
Alsterweiler
Schuhmacherstiefel
Grenzstein 125
Kühlkopf
Grenzstein 125
Grenzstein 128 Kühlkopf Ecke.jpgGrenzstein
Maikammer
Alsterweiler
Schuhmacherstiefel
Kühlkopf
Grenzstein 128
Grenzstein 128
Grenzstein 140 Kanzelkopf Ostflanke.jpg.jpgGrenzstein Nr. 140 an der Ostflanke des Kanzelkopfes oberhalb des Argenbachtales.Grenzstein
Maikammer
Alsterweiler
Kanzelkopf
Grenzstein 140
Grenzstein
Grenzstein 141 Kanzelkopf Ostflanke.jpgGrenzstein Nr. 141 an der Ostflanke des Kanzelkopfes oberhalb des Argenbachtales.Grenzstein
Maikammer
Alsterweiler
Kanzelkopf
Grenzstein 141
Grenzstein
Grenzstein 142 Kanzelkopf Ostflanke Rückseite.jpgGrenzstein Nr. 142 an der Ostflanke des Kanzelkopfes oberhalb des Argenbachtales.Grenzstein
Maikammer
Alsterweiler
Tottenkopf
Grenzstein 142
Kanzelkopf
Rückseite
Diedesfeld 79
Grenzstein
Grenzstein 142 Kanzelkopf Ostflanke.jpgGrenzstein Nr. 142 an der Ostflanke des Kanzelkopfes oberhalb des Argenbachtales.Grenzstein
Maikammer
Alsterweiler
Tottenkopf
Grenzstein 142
Kanzelkopf
Grenzstein
Grenzstein 145 Argenbachtal.jpgGrenzstein Nr. 145 im Argenbachtal direkt am Gewässer.Grenzstein
Maikammer
Alsterweiler
Tottenkopf
Grenzstein 145
Argenbachtal
Grenzstein
Grenzstein 163 Alsterweiler Totenkopf.jpgGrenzstein nahe der Totenkopfstraße Alsterweiler an der "Alten Steig", Nr. 163.Grenzstein
Maikammer
Alsterweiler
Tottenkopf
Grenzstein 163
Alte Steig
Grenzstein
Grenzstein 164 Alsterweiler Totenkopf.jpgGrenzstein an der Totenkopfstraße Alsterweiler, Nr. 164.Grenzstein
Totenkopf
Maikammer
Alsterweiler
Grenzstein 164
Grenzstein
Grenzstein 1822 Taubenkopfgabelung.JPGAnsicht des Grenzsteins aus der Erstvermessung 1822 mit dem Wappenzeichen von Maikammer und der Inschrift M K (2018).Grenzstein
Taubenkopf
Vermessung
Grenzstein 1822
Alsterweiler
Grenzstein
Grenzstein 98 Maikammer Diedesfeld Taubenkopf.jpgAnsicht des Grenzsteins Nr.98 zwischen Diedesfeld und Maikammer unterhalb des Taubenkopfs.Grenzstein
Gemarkung
Alsterweiler
Grenzstein 198
Grenzstein 198
Maikammer214nord.jpgAnsicht des Grenzsteins Nr.214 aus Norden zwischen Diedesfeld und Maikammer.Grenzstein
Gemarkung
Alsterweiler
Grenzstein Nr.214
Maikammer217.jpgGrenzstein am Eichelberg in Maikammer Nr.217.Grenzstein 217
Eichelberg
Grenzstein
Alsterweiler
Grenzstein

Systematik:

Auf dieser Seite werden auch Glockensteine als Grenzsteine eingeordnet.

Weblinks

Literatur

Einzelnachweise

  1. Systematische Anmerkung Matzinger: Der Grenzstein ist Teil der Grundfunktion 3. Herrschaft und Repräsentation / des Komplexes 3.4. Grenzen / des Ensembles 3.4.2. Territorialgrenzen / 3.4.2.2.)

Anmerkungen

Zitate

  1. Doll, Anton (1985): Die Maikammerer Dorfordnung von 1549. In: Historischer Verein der Pfalz,, Mitteilungen des Historischen Vereins der Pfalz., Speyer: Verlag des historischen Vereins der Pfalz e.V., 273, Seite 278 Nr. X ...niemand greben mach uber die gesatzten stein....

Urkunden

Begriffe

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Referenzierungen

  1. ^  Titel: Dorfordnung 1549.
    schluessel: Dorfordnung 1549/Artikel#Artikel_10
    Seite: Artikel_10
    Zitat: Item von alter her ist verbotten, das neyemand in gemeinen wegen und soenderlich auff dem uberfelt was soll hawen; deßgleiche sol man die rech nit außroden und insetzen bey pene 1 lb heller. Dann wa ein wege nott wurd sein in der marck zu machen, wuort die gemein selber tuon wie von alter her, und sol daruober eyn jglicher gemeinsman sampt den verordenten schutzen bey seinem eyd den ubertretter anpringen und ruogen. Deßgleichen sol niemand greben machen uber die gesatzten stein, auch bey der eynungen eyn pfundt heller.
    Übertragung: Es ist seit jeher verboten, daß jemand auf öffentlichen Wegen, insbesondere aber auf dem Überfeld etwas anbauen sollte. Ebensowenig sollte man den Rech ausroden oder einsetzen bei einer Strafe von 1 lb Heller. Wenn es aber erforderlich wäre, einen Weg in der Gemarkung anzulegen, würde es die Gemeinde, wie schon jeher, selbst tun. Jeder Gemeinsmann und die vereidigten Schützen sollte bei seinem Eid die Übertretenden anzeigen und rügen. Ebensowenig soll jemand Gräben machen über gesetzte Steine, ebenfalls bei einer Strafe von einem Pfundt Heller.
    Anmerkung: Bestimmungen zur Gemarkung.
    Es gibt keine Notes.
    Schlagwort: Gemeiner Weg · Überfeld · Mark · Gemeinsmann · Schütz · Stein · Gesetzter Stein · Grenzstein · Einung
    Quelle:
    Vorkommnis: Ein Datum für das Vorkommnis fehlt.
    Stufe: 2
    Sammlung: Dorfordnung · Weistum · Maikammer · Alsterweiler
    LINK: Gemeinsmann
    PDF: https://alsterweiler.matthiasdreyer.de/w/images/5/50/Dorfordnung_maikammer_1549_Doll_.pdf
    WIKI: Gemeiner Weg · Überfeld · Mark · Gemeinsmann · Schütz · Stein · Gesetzter Stein
  2. ^  Titel: Geschichte von Maikammer=Alsterweiler.
    schluessel: Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/101bis125#Seite_121/2
    Seite: Seite_121/2
    Zitat: Am 16. Mai 1820 stellten die 4 Bürgermeister mit Bevollmächtigten vor dem Landkommissariate Landau den Antrag auf Teilung. Zugleich gaben sie an, daß von dem ganzen Teile die Gemeinde Maikammer wegen ihrer stärkeren Bevölkerung ein Zwanzigstel voraus erhalten und der Rest zu 4 gleichen Teilen geteilt werden solle.
    Eine Übertragung fehlt.
    Es gibt keine Anmerkung.
    Es gibt keine Notes.
    Schlagwort: Alsterweiler · Haingeraide · Teilung
    Quelle:
    Vorkommnis: Ein Datum für das Vorkommnis fehlt.
    Stufe: 6
    Sammlung: Alsterweiler · Haingeraide
    LINK: Alsterweiler
    Eine PDF-Angabe fehlt.
    WIKI: Alsterweiler

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Citation referenceDieses Attribut ist ein Spezialattribut in diesem Wiki.
Dorfordnung 1549/Artikel10 +  und Leonhardt (1928)/Seite121/2 +