Klausental

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Klausental: 49° 19' 1", 8° 6' 31"
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Das Klausental (auch Klausenthal, Clausenthal, Clousenthal) ist ein Taleinschnitt unterhalb der Hohen Loog direkt an der Nordseite des Grenzverlaufs zwischen Alsterweiler und Diedesfeld.

"Im Klaustental stand im 16. Jahrhundert eine Kapelle im Klausenthal mit Klause. Sie wurde von einem Waldbruder bedient." [1] [beg 1] "Von dem alljährlich statffindenen Klausenfeste gingen die Teilnehmer nach Alsterweiler und aßen und tranken. Daraus soll die Kirchweihe entstanden sein. Im Jahre 1573 vertauschte der edle Stephan zum Jungen und seine Hausfrau Ursula von Dalheim die Klause nebst Kirche und allem Zubehör, die sie von ihrem Vater ererbt hatte, an seinen Schwager Moritz von Morschheim" [2] [lit 1][3] [4].

Im Klausental stand ein Mühle, die Klausentaler Mühle. Sie wird in der Urkunde bzw. im Verzeichnis GLA Ka 78 Nr.1072 erwähnt, war aber bereits im Jahre 1631 in einem Schaffnerei Bestandsbrief als zerstört bezeichnet. Sie soll von den mansfeldschen Truppen zerstört worden sein[5].


Weblinks

Literatur

  1. Rödel, V. (1988). Palatia Sacra. Teil 1 Bistum Speyer, Band 4 Landdekanat Weyher. Mainz: Selbstverlag der Gesellschaft für Mittelrheinische Kirchengeschichte, Seite 21.

Einzelnachweise

  1. Maikammer, Ortsgemeinde (Hg.) (1986): Chronik Maikammer-Alsterweiler.Maikammer: Heinrich Schreck KG (Teil I ist ein Nachdruck der Chronik von Leonhardt, Johannes (1928). Teil II: Damm, Johannes und Hans Treptow.), Seite 137, zitiert nach: Remling, Franz Xaver (1884): Die Maxburg bei Hambach.Mannheim: Schwan- und Götzsche Hofbuchhaltung
  2. Maikammer, Ortsgemeinde (Hg.) (1986): Chronik Maikammer-Alsterweiler.Maikammer: Heinrich Schreck KG (Teil I ist ein Nachdruck der Chronik von Leonhardt, Johannes (1928). Teil II: Damm, Johannes und Hans Treptow.), Seite 137, zitiert nach: Remling, Franz Xaver (1884): Die Maxburg bei Hambach.Mannheim: Schwan- und Götzsche Hofbuchhaltung
  3. "§ 5 Fast noch mannigfaltiger und anziehender ist die Aussicht gegen Süden. Ueber Unterhambach hinaus fesselt zuerst den Blick das starkbevölkerte, reinliche Maikammer mit seinem freundlichen Thurme. Mit reichlicher Fülle des Wohlstandes lächelt es in städtischer Größe und Schönheit dem Auge entgegen. Rechts zieht das mit Maikammer eine Gemeinde bildende Alsterweiler(2) hinan gegen das rings mit Reben umpflanzte Gebirge, auf dessen erstem Vorhügel das frommbesuchte Wetterkreuz von Maikammer, wie einen Hügel nächer, das von Diedesfeld, verkündend Gottes Liebe und Gnade, weit in die Ebene hinableuchtet. Ueber das weißblinkende Weinberghäuschen eines Bewohners von Maikammer südlich hinauf, zeigen sich auf einer mäßigen Berganhöhe, unterhalb des hochgelegenen Wetterkreuzes von St. Martin, die Ruinen der Krobsburg, innerhalb deren Mauern und Gewölbe nunmehr über siebenzig Bewohner des am Fuße des Schloßberges liegenden Winzerdorfes, St. Martin, Obdach gefunden haben. Weiter hinauf auf dem kahlen Haagberge winket düster herab die fast ganz in Trümmer zerfallene Rietburg. Oestlich unterhalb derselben ist die Stadt Edenkoben, rings von Weinbergen umkränzt, in weiter Ausdehnung gelagert. Fußnote (2) Nördlich von Alsterweiler, in der Diedesfelder Gemarkung, an der Witschbach, liegt das Clausenthal, in welchem Herr Simon Baader zu Diedesfeld sich jetzt ein freundliches Landhäuschen erbaut hat, welches von den schönsten neuen Weinberganlagen umgeben ist. Dort stand ehemals eine Kapelle. Im Jahre 1573 vertauschte der edle Stephan zum Jungen und seine Hausfreu, Ursula von Dalheim, gegen eine Wiese zu Ulfersheim in der Eisgasse und eine Wiese zu Walterthum, die Clause in der Witschbach mit allen Zugehörungen, Freiheiten und Gerechtigkeiten, Weigange, Wässerung, Hauptrechte, Holz, Weinschenk, Freveln und Bußen, Aeckern, Wiesen, Kastanien, Wäldern, Wein- und Geldzinsen, sammt den Glocken, Kelchen und anderen Gezierden, welche sich in der Clause und in der Kriche befinden, - was Ursula von ihrem Vater ererbt und ihr von ihren Brüdern, Melchior und Hanns von Dalheim, im Loose zugefallen ist, - an seinen Schwager, Moritz von Morschheim, und an seine Schwägerin, Agnes von Wachenheim, genannt von Böhl. Kreisarchiv, S. A. Nro. 21. Von dieser clause rührt noch heute die Alsterweiler Kirchweihe her. Oben in diesem Thälchen ist die quelle gefunden, welche auf der Maxburg einen mächtigen freispriegenden Wasserstrahl bilden kann, und höchst wahrscheinlich dahin geleitet wird.", Remling, Franz Xaver (1884): Die Maxburg bei Hambach.Mannheim: Schwan- und Götzsche Hofbuchhaltung, Seite 7
  4. Anmerkung Matzinger: mit einer anderen Auslegung der Namen: Karmann, Paul (1994): Leben und Werk des Johann von Morsheim und die urkundliche Geschichte des Morschheimer Adels.Otterbach: Arbogast (Eine Dokumentation es Nordpfälzer Geschichtsvereins), Seite 88. Dort heißt es: "Kaufvertrag...Ursula geb. von Dala...[[Agnes von Wachenheim] gen. Bühel...Wittschbach (heute Hittschbach in der Diedesfelder Gemarkung)...Alfersheim...Wallerthumb...Friedrich von Friedenheim, Hans von Steinkallenfels.
  5. Leonhardt (1928), Seite 111

Anmerkungen

Zitate

Urkunden

Begriffe

  1. Anmerkung Matzinger: Schreibt sich heute ohne "h". Wogegen alle älteren Quellen, wie z.B. Remling, Franz Xaver in: "Die Maxburg", Clausenthal schrieben.

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Fakten zu „Klausental
Koordinaten49° 19' 1", 8° 6' 31"Breitengrad: 49.316819444444
Längengrad: 8.1085388888889
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