Peter Kühn

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Peter Kühn (*13. April 1844 in Alsterweiler, †21. Juli 1892 in Klingenmünster1<3490>[1][anm 1]) war Pfarrer, Wandergeistlicher[2] und Vertreter des Altkatholizismus[beg 1]. Für diese Glaubensrichtung trat er als Geistlicher in der Pfalz erstmals am 15. Oktober 1871 in Erscheinung und trug daran anschließend den Titel Pfarrer[lit 1]. Am 01. September 1873 wurde er nach Landau in der Pfalz versetzt. Dort erlangte Kühn eine gewisse Berühmtheit in der Pfalz als „bekannter Peter“ und „als oben und unten nicht ganz fest“2[anm 2]. Die Vorwürfe, die in der damaligen "Rheinpfalz" erschienen sind, wollte Peter Kühn nicht auf sich sitzen lassen und erwirkte ein Urteil in erster Instanz am Polizeigericht Speyer. Demnach musste der Redakteur der Behauptung durch Veröffentlichung in mehreren Zeitungen entgegentreten2. Im Jahre 1874 wirkte Peter Kühn auch in Maikammer und Alsterweiler. In Maikammer hatte sich bereits 1871 eine altkatholische Gemeinde gegründet[anm 3][web 1].

Die Eltern von Peter Kühn waren der Schreiner Lorenz Kühn und die aus Schweighofen stammende Magdalena Holler. Das Ehepaar hatte drei Kinder[3].[urk 1][urk 2][lit 2]

Lebensweg

Peter Kühn studierte in Würzburg und München katholische Theologie mit "Fleiß und Aufmerksamkeit vorzüglich" Friedel (1959) [zit 1]. Peter Kühn hörte Vorlesungen bei Ignaz von Döllinger, einem entschiedenen Gegner der Unfehlbarkeit des Papstes, was wohl "mitbestimmend für den weiteren Lebensweg seines Schülers" Friedel (1959) war[2].

Nach der Priesterweihe (08. August 1869[2]) trat Peter Kühn seine erste Kaplanstelle in Gossersweiler am Stein an. Diese verlief wegen seiner Einstellung, die er in Predigten und im Gespräch gegenüber den Gläubigen äußerte, unglücklich für ihn und endete mit seiner Abberufung durch den damaligen Dekan Ripplinger[4]. Kühn musste bei Bischof Konrad Reither erscheinen, in der Folge wurde von der kirchlichen Behörde im Jahre 1870 eine Anklage auf Häresie gegen Kühn eingeleitet. Nach längerem Hin und Her und gegenseitigen Beschuldigungen wurde am 02. Januar 1871 (Generale 513) die Exkommunikation von Peter Kühn bekanntgegeben[2].

Dies führte dazu, daß Peter Kühn sich nun an Pfarrer Josef Renftle in Mering (Diözese Augsburg) wandte. Dieser, ebenfalls dem Altkatholizimus zugeneigt, gewährte ihm Zuflucht. In der Gemeinde konnte Kühn predigen. Von Bayern aus versuchte Kühn, Gleichgesinnte in der Pfalz anzuwerben. Dies ist für den Kaplan Platz in Kaiserslautern belegt. Kühn schreckte auch nicht davor zurück, in seinem Verwandtenkreis für seine Überzeugung zu werben. So schrieb er an den Gastwirt in Schweighofen Lorenz Holler, seinen Onkel mütterlicherseits, der ihm bereits Geld für sein Studium geliehen hatte. [5] Gleichwohl blieben diese Bemühungen erfolglos.

1874 tauchte Peter Kühn das erste Mal als altkatholischer Pfarrer in Maikammer-Alsterweiler auf. Die Ereignisse werden bei Leonhardt (1928) wie folgt geschildert:

"Da Pfarrer Herres in der Folge Altkatholiken das katholische Begräbnis und ihren Kindern die Taufe verweigerte, wurde er heftig angegriffen. Was Herres nicht tun wollte, besorgte der abgefallene Priester Peter Kühn, der von Alsterweiler stammte und in dieser Zeit eine traurige Rolle spielte. (Kühn war bis 1882 altkatholischer Seelsorger zu Landau, studierte dann zu Straßburg und München Geschichte und Philologie, wurde 1888 geistesgestört und starb am 21. Juli 1892 in der Anstalt zu Klingenmünster, nachdem er kurz vor seinem Tode in lichten Augenblicken dem Hausgeistlichen erklärte, daß er alles bereue, und die Lossprechung empfangen hatte.)" Leonhardt (1928)/Seite 173 [zit 2].

Über eine "Predigt" anlässlich einer Beerdigung berichtete die Pfälzische Post: "Vorige Woche fand in Edesheim eine „altkatholische“ Beerdigung statt. Bei derselben haben sich Verwandte, Juden, Protestanten aus Edesheim, alles zusammen 46 Personen betheiligt, die andern waren „Altkatholicken“ aus der Umgegend. Die Predigt des bekannten Peters fand wenig Beifall, mehr vielleicht, als sie verdiente. Ein Satz aus derselben mag zur Beurtheilung genügen. Peter sagte nämlich im vollen Pathos, „der Tod ist das Brod des Lebens 2c. 2c. 2c.“ (?). Nach der Predigt äußerte sich einer der Zuhörer: „Der Herr Prediger scheint oben nicht ganz fest zu sein““ – „„Unten auch nicht““ erwiderte ein anderer Zuhörer aus Maikammer.“2

"Im ganzen wurden seit 1870 10 Kinder altkatholisch getauft und 13 Erwachsene beerdigt, die meisten Altkatholiken widerriefen, der Rest heiratete protestantische Frauen oder ihre Kinder taten dies. So hatte die protestantische Kirche den Vorteil von diesem Abfall. 1877 wollten die Altkatholiken einen Saal, worin Kühn Religionsunterricht erteilen wollte. Der Gemeinderat lehnte am 17. Juni ab." Leonhardt (1928)/Seite 173 [zit 3].

1889 hatte der Zustand von Peter Kühn beängstigende Ausmaße erreicht. So unterschrieb er seine Briefe mit: "Kühn, gerufen Peter, Priester, Dr. usw. und zwar Durchlaucht, Fürst Graf, Dr. Petara von Romanow und Peter von Wittelsbach im Königreiche Franken und Bayern, kron-, thron- und erbberechtigt." Peter Kühn [6][zit 4].

Die Gesamtzahl der Personen, die mit Alsterweiler zu tun haben, beträgt 91 Personen. Die Gesamtzahl der Personen auf Alsterweiler beträgt: 139 Personen.
Personen mit dem gleichen Nachnamen: Kühn

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Weblinks

  1. Friedel (1959)

Literatur

  1. Friedel (1959)
  2. Zum Thema Altkatholiken in Hambach: Abel, Philipp Otto (1956), Hambach an der Weinstraße, ein Gang durch seine Ortsgeschichte, Hambach, Seite 185

Einzelnachweise

  1. Friedel (1959), Peter Kühn (1844-92) Der erste altkatholische Pfarrer in der Pfalz. In: Archiv für mittelrheinische Kirchengeschichte. (Hg.), Band/Ausgabe: 11, Seite(n): 226-242, (CMS 712), Seite 226.
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 Friedel, Heinz (1959) Peter Kühn (1844-92) Der erste altkatholische Pfarrer in der Pfalz. In: Archiv für mittelrheinische Kirchengeschichte. (Hg.), Band/Ausgabe: 11, Seite(n): 226-242, (CMS 712), Seite 236.
  3. Schäfer/Stöckl (2015), Seite 480.
  4. Friedel (1959) Peter Kühn (1844-92) Der erste altkatholische Pfarrer in der Pfalz. In: Archiv für mittelrheinische Kirchengeschichte. (Hg.), Band/Ausgabe: 11, Seite(n): 226-242, (CMS 712), Seite 228
  5. Alle Angaben nach: Friedel, Heinz (1959) ‹Peter Kühn (1844-92) Der erste altkatholische Pfarrer in der Pfalz.› In: Archiv für mittelrheinische Kirchengeschichte. (Hg.), Band/Ausgabe: 11, Seite(n): 226-242, (CMS 712), Seite 226ff.
  6. Friedel, Heinz (1959) ‹Peter Kühn (1844-92) Der erste altkatholische Pfarrer in der Pfalz.› In: Archiv für mittelrheinische Kirchengeschichte. (Hg.), Band/Ausgabe: 11, Seite(n): 226-242, (CMS 712), Seite 241

Anmerkungen

  1. Matthias Clemens Sigmund Dreyer: Der Grabstein soll auf dem Friedhof der Anstalt von Klingenmünster stehen.
  2. "Pfälzische Post", 24.11.1874, IN: Friedel (1959).
  3. Friedel (1959), Peter Kühn (1844-92) Der erste altkatholische Pfarrer in der Pfalz. In: Archiv für mittelrheinische Kirchengeschichte. (Hg.), Band/Ausgabe: 11, Seite(n): 226-242, (CMS 712), Seite 239.

Zitate

  1. In: Friedel (1959) Peter Kühn (1844-92) Der erste altkatholische Pfarrer in der Pfalz. In: Archiv für mittelrheinische Kirchengeschichte. (Hg.), Band/Ausgabe: 11, Seite(n): 226-242, (CMS 712), Seite 226, Nach: Quelle unklar, wohl aus dem Personalakt.
  2. Leonhardt, Johannes (1928), ’Geschichte von Maikammer=Alsterweiler’, Maikammer (Selbstverlag, Maikammer, Band/Ausgabe: 1) 216 Seiten. (CMS 125), Seite 173
  3. Leonhardt, Johannes (1928), ’Geschichte von Maikammer=Alsterweiler’, Maikammer (Selbstverlag, Maikammer, Band/Ausgabe: 1) 216 Seiten. (CMS 125), Seite 173
  4. Friedel (1959):„Kühn, gerufen Peter, Priester, Dr. usw. und zwar Durchlaucht, Fürst Graf, Dr. Petara von Romanow und Peter von Wittelsbach im Königreiche Franken und Bayern, kron-, thron- und erbberechtigt.“

Urkunden

  1. Die wesentlichen Informationen stammen aus der Personalakte des Priesters Peter Kühn, die im Bistumsarchiv Speyer aufbewahrt wird.
  2. Auch in der Nervenklinik in Landeck, heute: Pfalzklinikum, Standort Klingenmünster.

Begriffe

  1. Der Altkatholizismus bezweifelt die Unfehlbarkeit (Infallibilität) des Papstes in Glaubensfragen.

Kategorien

Peter Kühn gehört den Kategorien an: Person (Alsterweiler)

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Referenzierungen

  1. ^  Schäfer, Günter und Stöckl, Martina (2015), ´Ortsfamilienbuch Maikammer-Alsterweiler Band 1 und Band 2´. Selbstverlag. Neustadt an der Weinstraße Seiten: 1086
    Kein Schlüssel angegeben.
    Stufe: 6
    Zusammenfassung: Personennamen und Häuser von Maikammer-Alsterweiler..
    Link zum Werk: Das Werk ist nicht eingestellt.
    Anmerkung: ./.
    Schlagwort: Alsterweiler · Namen · Häuser · Ortsfamilienbuch
  2. a b c  Pfälzische Post (1874-11-28-Sa), ´Provinzielles und Vermischtes´. In: Pfälzische Post, Seiten: 1. Ausgabe No 281 Nummer (28. November),
    Schlagwort: Peter Kühn · Altkatholik · Maxbahn · Polizeigericht · Canton Speyer · Andreas Schwab
    Zitierung:Pfälzische Post (1874)/1874-11-28-Sa
    Zusammenfassung:Im Namen Seiner Majeſtät des Königs Von B a y e r n! Das k. Landgericht des Cantons Speyer, als einfaches Polizeigericht erkennend, hat in seiner öffentlichen Sitzung vom vierten November 1854, wo zugegen waren: Karl Freyburger, k. Assessor, Eduard Wild, Polizeianwält, die Stelle des öffentlichen M nisteriums vertretend, und Michael Jörns, Untergerichtschreiber, folgendes Urtheil eren: In Sachen Peter Kühn, altkatholischer Geistlicher, in Landau wohnhaft, in Person anwesend und verbeistandet durch den Geschäftsagenten Johann Jakob Spatz in Speyer, Kläger gegen Andreas Schwab, verantwortlicher Redacteur der in Speyer unter dem Titel „Rheinpfalz“ erscheinenden Zeitung und daselbst wohnhaft, vertreten durch den in Speyer wohnhaften Geschäftsagenten Johann Georg Korn, Beklagten wegen Beleidigung. Aus diesen Gründen erklärt das einfache Polizeigericht den Beklagten, in seiner Eigenschaft als verantwortlichen Redacteur der in Speyer unter dem Titel „Rheinpfalz“ erscheinenden Zeitung, der Beleidigung des Klägers, dadurch verübt, daß er in Nro.219 genannten Blattes vom neunzehnten September abhin den nachstehenden Correspondenzartikel veröffentlichte, nämlich: .D Von der Maxbahn. Vorige Woche fand in Edesheim eine „altkatholische“ Beerdigung statt. Bei derselben haben sich Verwandte, Juden, Protestanten aus Edesheim, alles zusammen 46 Personen betheiligt, die andern waren „Altkatholicken“ aus der Umgegend. Die Predigt des bekannten Peters fand wenig Beifall, mehr vielleicht, als sie verdiente. Ein Satz aus derselben mag zur Beurtheilung genügen. Peter sagte nämlich im vollen Pathos, „der Tod ist das Brod des Lebens 2c. 2c. 2c.“ (?). Nach der Predigt äußerte sich einer der Zuhörer: „Der Herr Prediger scheint oben nicht ganz fest zu sein““ – „„Unten auch nicht““ erwiderte ein anderer Zuhörer aus Maikammer.“ – für überführt und verurtheilt ihn zu einer Geldbuße von zehn Thalern mit eventueller Umwandlung derselben in zehn Tage Haft und zu den sämmtlichen, ohne Ausfertigung dieses Urtheils zu Gunsten des Klägers auf fünfzig drei Gulden vierzig ein Kreuzer berechneten Kosten des Prozesses, spricht dem Kläger eine Entschädigung für Reisen und Aufstellung eines Bevollmächtigten von acht Gulden fünf Kreuzer und die Befugniß zu, innerhalb 4 Wochen von heute an, in der genannten „Rheinpfalz“ selbst, sowie in den drei weitern in Speier erscheinenden Zeit ungen: „Pfälzer Zeitung“, „Speierer Anzeiger“, „Speierer Beobachter“, sowie ferner in denn in Ludwigshafen erscheinenden „Pfälzischen Kurier“ und endlich in der in Kaiſerslautern erſcheinenden „Pfälzischen Post“ den Eingang und den verfügenden Theil dieses Urtheils auf Kosten des Beklagten einrücken zu lassen, Alles in Anwendung der Paragraphen 185 und 200 des Reichsstrafgesetzbuches, der Artikel 91, 94, 95 und 4 des Vollzugsgesetzes hiezu, sowie des Artikels 163 der peinlichen Pro zeßordnung. Also geurthelt in erster Instanz zu Speier wie oben gemeldet. Unterschrieben sind: Frevburger und Jörn s. Gegenwärtiges ist von allen denen, die es angeht, alsbald zu vollziehen. Für die Richtigkeit der auf Verlangen dem Kläger Peter Kühn ertheilten Ausfertigung. Speier, den 13. November 1874. Der kgl. Landgerichtschreiber. gez. Jörns, Untergerichtschreiber. (L. S.) Nr. 1241. Einregistrirt zu Speier, am 16. November 1874, vol. 58 fol. 4 c. 9. Empfangen 28 kr. ohne renvoi. Kgl. Rentamt. gez. a, a. Pfeiffer. Für richtigen Auszug: Speier, den 26. November 1874. L. S. -- H. BWalther, Amtsverweser des kal. Gerichtsvollziehers.
    Keine Anmerkungen.
    LINK: [[1]].
    Permanentlink:urn: [[2]].
    Kein PDF vorhanden.
    WIKI: Peter Kühn

Fakten zu „Peter Kühn
Geburtsdatum13. April 1844 +
GeburtsortAlsterweiler +
Hat NachnameKühn +
Hat WohnortAlsterweiler +, Gossersweiler am Stein +, München + und Würzburg +
Hat den BerufPriester +
Hat die FunktionKaplan +, Pfarrer + und Wanderprediger +
Ist NummerPersonDatenbank OFB +
Ist OriginaltextKühn, gerufen Peter, Priester, Dr. usw. und zwar Durchlaucht, Fürst Graf, Dr. Petara von Romanow und Peter von Wittelsbach im Königreiche Franken und Bayern, kron-, thron- und erbberechtigt. +
Ist ZitatFleiß und Aufmerksamkeit vorzüglich +, mitbestimmend für den weiteren Lebensweg seines Schülers +, Da Pfarrer Herres in der Folge Altkatholik
Da Pfarrer Herres in der Folge Altkatholiken das katholische Begräbnis und ihren Kindern die Taufe verweigerte, wurde er heftig angegriffen. Was Herres nicht tun wollte, besorgte der abgefallene Priester Peter Kühn, der von Alsterweiler stammte und in dieser Zeit eine traurige Rolle spielte. (Kühn war bis 1882 altkatholischer Seelsorger zu Landau, studierte dann zu Straßburg und München Geschichte und Philologie, wurde 1888 geistesgestört und starb am 21. Juli 1892 in der Anstalt zu Klingenmünster, nachdem er kurz vor seinem Tode in lichten Augenblicken dem Hausgeistlichen erklärte, daß er alles bereue, und die Lossprechung empfangen hatte.)
ue, und die Lossprechung empfangen hatte.) + und Im ganzen wurden seit 1870 10 Kinder altka
Im ganzen wurden seit 1870 10 Kinder altkatholisch getauft und 13 Erwachsene beerdigt, die meisten Altkatholiken widerriefen, der Rest heiratete protestantische Frauen oder ihre Kinder taten dies. So hatte die protestantische Kirche den Vorteil von diesem Abfall. 1877 wollten die Altkatholiken einen Saal, worin Kühn Religionsunterricht erteilen wollte. Der Gemeinderat lehnte am 17. Juni ab.
te. Der Gemeinderat lehnte am 17. Juni ab. +
Ist erwähnt1866 +, 1867 +, 1869 +, 1870 +, 1871 +, 1882 + und 1888 +
Ist erwähnt inFriedel (1959) +, Schäfer/Stöckl (2015) +, Generale 546 + und Generale 513 +
Ist zitiert inFriedel (1959) + und Leonhardt (1928)/Seite 173 +
Sterbedatum21. Juli 1892 +
SterbeortKlingenmünster +
Referenzierung
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Schäfer/Stöckl (2015) + und Pfälzische Post (1874)/1874-11-28-Sa +