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Karl Johann Kossuth
Karl Johann Kossuth (*25.12.1860, getauft 26.12.1860 in Dallwitz (heute Dalovice, Tschechien) Nummer 35 (Hausnummer), t15.03.1944 in Maikammer[1][web 1]) war Emailmaler[beg 1][zit 1] Er war der uneheliche Sohn der Magdalena Koschut aus Dallwitz. Sie war die Tochter von Jakob Koschut, Tagelöhner in Dallwitz und der Anna Margaretha Amstädter aus Frauenreuth[2]. Beim Familiennamen der Mutter ist mit einem "*" ergänzt (und im freien Feld für den "fehlenden" Vater eingetragen): "Laut Erlaß der k.k. Statthalterei Prag vom 30. Juni 1906 Z:87565# hat die k.k. Statthalterei in Brünn mit Erlaß vom 4. April 1906 Z: 17698 dem Täufling die erbetene Änderung seines bisherigen Familiennamens in "KOSSUTH" bewilligt. / Pfarramt Dallwitz 19/7 1906 Schüninger Pfr.". Der zweite Einschub, gekennzeichnet mit "#" lautet: "und Erlaß des h. r. Consistoriums Prag 18. Juli 1906 N 9217." Als Pate ist ein Johann Koschut eingetragen, der von Beruf Porzellandreher ("Porzellaindreher")[web 2] in Dallwitz war.
Karl Johann Kossuth heiratete am 11. August 1885 Anna Magdalena Gläser in Lichtenstadt (heute Hroznětín in Tschechien). Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor. Der Uronkel von Karl Johann Kossuth soll der berühmte ungarische Nationalheld Ludwig Kossuth gewesen sein[zit 2]. Hierzu bestehen allerdings erhebliche Zweifel beim Autor dieser Seite. Jedenfalls erfolgte die offizielle Namensänderung erst mit Eintrag vom Jahre 1906. Somit war Karl Johann Kossuth bereits 46 Jahre alt. Zwischenzeitlich hatte er mit seiner Familie längst Dallwitz verlassen. Seine erste Tochter Anna wird 1887 in Altrohlau (heute Stará Role in Tschechien) geboren. Die zweite Tochter, Gertrud wird 1891 in Fraulautern (heute Saarland) zur Welt gebracht. Sein einziger Sohn, Rudolf Wenzel, kam 1893 in Maikammer zur Welt und fiel im Jahre 1914 im ersten Weltkrieg in Oostaverne in Belgien[3].
Es ist davon auszugehen, daß Karl Johann Kossuth die oben genannten Stationen, also Altrohlau[zit 3], Fraulautern[4] und Maikammer (Emaillier- und Stanzwerke Gebrüder Ullrich) aufgrund seines beruflichen Hintergrundes wählte. In allen Orten entwickelten sich im Laufe des 19. Jahrhunderts namhafte Porzellanfabriken oder ähnlich gelagerte Werkstätten, wie z.B. Emaillier- und Stanwerke oder Blechfabriken. Belege dazu stehen aber noch aus und bleiben weiteren Recherchen vorbehalten.
Anlässlich der 50. Wiederkehr der Hochzeit (1935) stiftete der Pfälzerwald-Verein eine Bank und richtete einen Platz ein. Die Bezeichnung lautete "Karl Kossuth Ruhe".
Karl Johann Kossuth war viele Jahre Beisitzer und 1. Vorsitzender des Pfälzerwald-Vereins Ortsgruppe Maikammer-Alsterweiler. Er war zudem Mitbegründer des Gewerbevereins Maikammer und dort ebenfalls Beisitzer und 2. Vorsitzender[5]. Kossuth wohnte in der Hartmannstraße Nr.52 (externer link zu KuLaDig).
Weblinks
- ↑ vollständige Angaben aus dem Geburts- und Taufregister hier: Sedlec 059, Místo: Dalovice (Dallwitz, Dalvice, Telwicz) Laufzeit: 1852-1872*
- ↑ Dazu sehen Sie bitte diese Seite: Porzellanfabrik
Literatur
Einzelnachweise
- ↑ Alle Angaben: Schäfer/Stöckl, Seite 458
- ↑ Anna Margaretha Amstädter war in Klinghart (heute Krizovatka) geboren
- ↑ alle Angaben Schäfer, Günter, Stöckl Martina (2015): Ortsfamilienbuch Maikammer-Alsterweiler, Seite 458 unter Eintrag 3307
- ↑ 1843 wurde eine Blechfabrik in der Nähe des alten Klosters gegründet, genannt Eisenwerk Fraulautern. Diese Fabrik produziert noch heute unter dem Namen Nedschroef. Sehen Sie dazu: [1]
- ↑ Pfälzerwald-Verein: Beisitzer in den Jahren 1912, 1913, 1921, 1923; 1. Vorsitzender 1924, 1925, 1926, 1927, 1929 / Gewerbeverein Maikammer: Beisitzer 1903, 2. Vorsitzender 1918, 1922. Alle Angaben, Ortschronik Maikammer-Alsterweiler.
Anmerkungen
Zitate
- ↑ Das "Dalovice Porzellan / Johann Wenzel Ferdinand, der Ritter von Schönau, Besitzer des Weinguts Dalovice, begann 1804 mit der Herstellung von Steinprodukten. Da sie erfolgreich waren... gründete er im folgenden Jahr 1805 eine Steinfabrik. Um 1830 begann die Porzellanproduktion zu expandieren. Ludwig Pröschold, der die Fabrik 1891 kaufte, war eine wichtige Persönlichkeit, die zur Entwicklung der Porzellanproduktion in Dalovice beitrug. Unter seiner Führung begann man, Porzellanwaren in großen Mengen in eine Reihe europäischer und außereuropäischer Länder zu exportieren." Zitiert nach: Internetseite des Ortes Dalovice, abgerufen 13.07.2026
- ↑ "Als Designer der Dekors wirkte der ungarische Kunstmaler Karl Kossuth, ein Neffe des ungarischen Nationalhelden und Revolutionsführers Lajos Kossuth. Er kam nach Maikammer und ist geblieben. Entwarf hier auch das Dekor für die Krönungsbecher des letzten Zaren...", Judith Ziegler-Schwaab: Maikammer und seine große Söhne. In: Ortsfamilienbuch Anhang 5, Seite 52
- ↑ "1810 von Benedikt Haßlacher (Besitzer der Porzellanfabrik in Dallwitz / Dalovice) gegründete Steingutmanufaktur in Altrohlau bei Karlsbad - 1824 Erwerb der Fabrik durch den Prager Geschäftsmann Augustin Nowotný - ab 1836 Umstellung auf Porzellanproduktion weiterer Ausbau durch Emanuel Nowotný (1870 800 Angestellte) - 1884 Versteigerung der f[F]abrik und Erwerb durch das Bankhaus von Moritz Zdekauer aus Prag - 1909 Übernahme durch C. M. Hutschenreuter unter Beibehaltung des Warenzeichens „MZ“ Oktober verstaatlicht und - 1958 in den Staatsbetrieb Karlovarský porcelán (Karlsbader Porzellan) eingegliedert - 1992 privatisiert: Starorolský porcelán Moritz Zdekauer, a. s. (nach: http://cestovani.kr-karlovarsky.cz/de/pronavstevniky/Zajimavosti/Krajemporcelanu/Seiten/PorcelankaveStareRoli.aspx; 28.03.2017), abgerufen auf:Museum digital: https://nat.museum-digital.de/people/30078.
Urkunden
Begriffe
- ↑ Zum Berufsbild und der Ausbildung von Kossuth, ob nun Emailmaler und Porzellanmaler, bedarf es weitergehender Recherchen. Bisher ist die Ausbildung von Kossuth nicht recherchiert. Jedenfalls stammt er aus einer Region, die zahlreiche Steingut- und Porzellanmaler ausbildete und beschäftigte.
Kategorien
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Funktion
- Karl Johann Kossuth#Erster Vorsitzender (Name: Karl Johann Kossuth, Funktion: Pfälzerwald-Verein, Ort:: Alsterweiler)
- Karl Johann Kossuth#Porzellanmaler (Name: Karl Johann Kossuth, Funktion: Porzellanmaler, Ort:: Alsterweiler)
Eigentum
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Weblinks
Literatur
Einzelnachweise
Anmerkungen
Zitate
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