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Karl Johann Kossuth: Unterschied zwischen den Versionen

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'''{{PAGENAME}}''' (*25.12.1860, getauft 26.12.1860 in [[Dallwitz]] (heute Dalovice, Tschechien) Nummer 35 (Hausnummer), t15.03.1944 in [[Maikammer]]<ref>Alle Angaben: Schäfer/Stöckl, Seite 458 </ref><ref group=web>vollständige Angaben aus dem Geburts- und Taufregister hier: [https://portafontium.eu/iipimage/30068100/sedlec-059_0730-n?x=596&y=457&w=322&h=157 Sedlec 059, Místo: Dalovice (Dallwitz, Dalvice, Telwicz) Laufzeit: 1852-1872*]</ref>) war [[Emailmaler]]<ref group=beg>Zum Berufsbild und der Ausbildung von Kossuth, ob nun [[Emailmaler]] und [[Porzellanmaler]], bedarf es weitergehender Recherchen. Bisher ist die Ausbilung von Kossuth nicht recherchiert. Jedenfalls stammt er aus einer Region, die zahlreiche Steingut- und Porzellanmaler ausbildete und beschäftigte.</ref><ref group=zit>Das "Dalovice Porzellan / Johann Wenzel Ferdinand, der Ritter von Schönau, Besitzer des Weinguts Dalovice, begann 1804 mit der Herstellung von Steinprodukten. Da sie erfolgreich waren... gründete er im folgenden Jahr 1805 eine Steinfabrik. Um 1830 begann die Porzellanproduktion zu expandieren. [[Ludwig Pröschold]], der die Fabrik 1891 kaufte, war eine wichtige Persönlichkeit, die zur Entwicklung der Porzellanproduktion in Dalovice beitrug. Unter seiner Führung begann man, Porzellanwaren in großen Mengen in eine Reihe europäischer und außereuropäischer Länder zu exportieren." Zitiert nach: [https://www.ou-dalovice.cz/turisticke-cile Internetseite des Ortes Dalovice, abgerufen 13.07.2026]</ref> Er war der uneheliche Sohn der [[Magdalena Koschut]] aus Dallwitz. Sie war die Tochter von [[Jakob Koschut]], Tagelöhner in Dallwitz und der [[Anna Margaretha Amstädter]] aus [[Frauenreuth]]<ref>Anna Margaretha Amstädter war in Klinghart (heute Krizovatka) geboren</ref>. Beim Familiennamen der Mutter ist mit einem "*" ergänzt (und im freien Feld für den "fehlenden" Vater eingetragen: "Laut Erlaß der k.k. [[Statthalterei Prag]] vom 30. Juni 1906 Z:87565# hat die k.k. [[Statthalterei in Brünn]] mit Erlaß vom 4. April 1906 Z: 17698 dem Täufling die erbetene Änderung seines bisherigen Familiennamens in "KOSSUTH" bewilligt. / Pfarramt Dallwitz 19/7 1906 Schüninger Pfr.". Der zweite Einschub, gekennzeichnet mit "#" lautet: "und Erlaß des h. r. Consistoriums Prag 18. Juli 1906 N 9217." Als Pate ist ein [[Johann Koschut]] eingetragen, der von Beruf Prozellandreher ("Porzellaindreher")<ref group=web>Dazu sehen Sie bitte diese Seite: [http://naucnastezka.ou-dalovice.cz/cz/zastavka-1 Prozellanfabrik]</ref> in Dallwitz war.
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'''{{PAGENAME}}''' (*25.12.1860, getauft 26.12.1860 in [[Dallwitz]] (heute Dalovice, Tschechien) Nummer 35 (Hausnummer), t15.03.1944 in [[Maikammer]]<ref>Alle Angaben: Schäfer/Stöckl, Seite 458.</ref><ref group=web>vollständige Angaben aus dem Geburts- und Taufregister hier: [https://portafontium.eu/iipimage/30068100/sedlec-059_0730-n?x=596&y=457&w=322&h=157 Sedlec 059, Místo: Dalovice (Dallwitz, Dalvice, Telwicz) Laufzeit: 1852-1872*].</ref>) war [[Porzellanmaler]]<ref group=beg>Zum Berufsbild und der Ausbildung von Kossuth, ob nun [[Emailmaler]] und [[Porzellanmaler]], bedarf es weitergehender Recherchen. Bisher ist die Ausbildung von Kossuth nicht recherchiert. Jedenfalls stammt er aus einer Region, die zahlreiche Steingut- und Porzellanmaler ausbildete und beschäftigte. Im Jahre 1887 wird er in Altrohlau jedenfalls als Porzellanmaler bezeichnet.</ref><ref group=zit>Das "Dalovice Porzellan / Johann Wenzel Ferdinand, der Ritter von Schönau, Besitzer des Weinguts Dalovice, begann 1804 mit der Herstellung von Steinprodukten. Da sie erfolgreich waren... gründete er im folgenden Jahr 1805 eine Steinfabrik. Um 1830 begann die Porzellanproduktion zu expandieren. [[Ludwig Pröschold]], der die Fabrik 1891 kaufte, war eine wichtige Persönlichkeit, die zur Entwicklung der Porzellanproduktion in Dalovice beitrug. Unter seiner Führung begann man, Porzellanwaren in großen Mengen in eine Reihe europäischer und außereuropäischer Länder zu exportieren." Zitiert nach: [https://www.ou-dalovice.cz/turisticke-cile Internetseite des Ortes Dalovice, abgerufen 13.07.2026].</ref>.[[Datei:Kossuth karl johann.png|thumb|350px|right]] Er war der uneheliche Sohn der [[Magdalena Koschut]] aus Dallwitz. Sie war die Tochter von [[Jakob Koschut]]<ref group=anm>Der als Pate genannte [[Johann Koschut]], [[Porzellandreher]] aus Dallwitz war möglicherweise ihr Bruder, also ein Onkel von Karl Johann Kossuth.</ref>, Tagelöhner in Dallwitz und der [[Anna Margaretha Amstädter]] aus [[Frauenreuth]]<ref>Anna Margaretha Amstädter war in Klinghart (heute Krizovatka) geboren.</ref>. Beim Familiennamen der Mutter ist mit einem "*" ergänzt (und im freien Feld für den "fehlenden" Vater eingetragen): "Laut Erlaß der k.k. [[Statthalterei Prag]] vom 30. Juni 1906 Z:87565# hat die k.k. [[Statthalterei in Brünn]] mit Erlaß vom 4. April 1906 Z: 17698 dem Täufling die erbetene Änderung seines bisherigen Familiennamens in "KOSSUTH" bewilligt. / Pfarramt Dallwitz 19/7 1906 Schüninger Pfr.". Der zweite Einschub, gekennzeichnet mit "#" lautet: "und Erlaß des h. r. Consistoriums Prag 18. Juli 1906 N 9217." Als Pate ist ein [[Johann Koschut]] eingetragen, der von Beruf Porzellandreher ("Porzellaindreher")<ref group=web>Dazu sehen Sie bitte diese Seite: [http://naucnastezka.ou-dalovice.cz/cz/zastavka-1 Porzellanfabrik].</ref> in Dallwitz war.
  
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{{PAGENAME}} heiratete am 11. August 1885 [[Anna Magdalena Gläser]] in [[Lichtenstadt]] (heute Hroznětín in Tschechien). Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor. Der Uronkel von {{PAGENAME}} soll der berühmte ungarische Nationalheld [[Ludwig Kossuth]] gewesen sein<ref group=zit>"Als Designer der Dekors wirkte der ungarische Kunstmaler Karl Kossuth, ein Neffe des ungarischen Nationalhelden und Revolutionsführers Lajos Kossuth. Er kam nach Maikammer und ist geblieben. Entwarf hier auch das Dekor für die Krönungsbecher des letzten Zaren...", Judith Ziegler-Schwaab (2015): Maikammer und seine große Söhne. In: Ortsfamilienbuch Anhang 5, Seite 52.</ref>. Hierzu bestehen allerdings erhebliche Zweifel beim Autor dieser Seite.  
  
Anlässlich der 50. Wiederkehr der Hochzeit (1935) stiftete der Pfälzerwald-Verein eine Bank und richtete einen Platz ein. Die Bezeichnung lautete "[[Karl Kossuth Ruhe]]".[[Datei:Kossuth karl johann.png|thumb|350px|right]]
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Jedenfalls erfolgte die offizielle Namensänderung erst mit Eintrag vom Jahre 1906. Somit war {{PAGENAME}} bereits 46 Jahre alt. Zwischenzeitlich hatte er mit seiner Familie längst Dallwitz verlassen. Seine erste Tochter Anna wird 1887 in [[Altrohlau]] Nr.154 (Hausadresse) (heute Stará Role in Tschechien) geboren. Gemäß dem Originaltaufeintrag war das Geburtsdatum der 27. August, die Taufe folgte am 30. August<ref>Die Daten weichen also vom Ortsfamilienbuch bzw. dem Standesamt Maikammer ab.</ref>. Hier wird der Vater, Karl Johann Koschut (die Änderung des Names folgte ja erst im Jahre 1906) bereits als [[Porzellanmaler]] in [[Altrohlau]] bezeichnet<ref group=web>Originalgeburtseintrag im katholischen Kirchenbuch von Altrohlau / bzw. Sedlec: [https://portafontium.eu/iipimage/30068123/sedlec-082_1060-n?x=67&y=404&w=431&h=247 hier].</ref>. Die zweite Tochter, [[Gertrud Kossuth|Gertrud]] wird als Zwilling mit [[Johann Baptist Kossuth]] 1891 in [[Fraulautern]] (heute Saarland) zur Welt gebracht. Sein zweiter Sohn, [[Rudolf Wenzel Kossuth|Rudolf Wenzel]], kam 1893 in [[Maikammer]] zur Welt und fiel im Jahre 1914 im ersten Weltkrieg in [[Oostaverne]] in [[Belgien]]<ref>alle Angaben Schäfer, Günter, Stöckl Martina (2015): Ortsfamilienbuch Maikammer-Alsterweiler, Seite 458 unter Eintrag 3307.</ref>. In Maikammer wird bei den Standesamtsunterlagen der Zwilling nicht erwähnt, obwohl dieser eine Heirat mit [[Catharina Elisabeth Link]] eingegangen ist<ref group=anm>Alle Angaben nach: Klauck, Hans Peter (1996): Die Einwohner von Fraulautern vor 1897 (2 Bände). Saarlouis: Vereinigung für Heimatkunde im Landkreis Saarlouis, 482 Seiten, Angaben zu Kossuth unter: 1427, Seite 464.</ref><ref group=anm>Leider ist diese Catharina Elisabeth Link nicht im OFB Fraulautern verzeichnet.</ref>. Interessanterweise ist beim Geburtseintrag des Zwillings [[Johann Baptist Kossuth]] ein Pate eingetragen. Es handelt sich um Johann Müller, möglicherweise aus der Familie seiner Großmutter Katharina Müller aus Lichtenstadt. Vertreten wird Johann Müller durch einen Johann Baptist Görgen, der wohl Vornamensgeber ist. Der Familienname [[Görgen]] war in [[Fraulautern]] sehr verbreitet. Leider findet sich auch [[Johann Baptist Görgen]] nicht in den Listen.
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Es ist davon auszugehen, daß {{PAGENAME}} die oben genannten Stationen, also [[Altrohlau]]<ref group=zit>"1810 von Benedikt Haßlacher (Besitzer der Porzellanfabrik in Dallwitz / Dalovice) gegründete Steingutmanufaktur in Altrohlau bei Karlsbad - 1824 Erwerb der Fabrik durch den Prager Geschäftsmann Augustin Nowotný - ab 1836 Umstellung auf Porzellanproduktion
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weiterer Ausbau durch Emanuel Nowotný (1870 800 Angestellte) - 1884 Versteigerung der f[F]abrik und Erwerb durch das Bankhaus von Moritz Zdekauer aus Prag
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- 1909 Übernahme durch C. M. Hutschenreuter unter Beibehaltung des Warenzeichens „MZ“ Oktober verstaatlicht und - 1958 in den Staatsbetrieb Karlovarský porcelán (Karlsbader Porzellan) eingegliedert
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- 1992 privatisiert: Starorolský porcelán Moritz Zdekauer, a. s. (nach: http://cestovani.kr-karlovarsky.cz/de/pronavstevniky/Zajimavosti/Krajemporcelanu/Seiten/PorcelankaveStareRoli.aspx; 28.03.2017), abgerufen auf:Museum digital: https://nat.museum-digital.de/people/30078.</ref>, [[Fraulautern]]<ref>1843 wurde eine Blechfabrik in der Nähe des alten Klosters gegründet, genannt Eisenwerk Fraulautern. Diese Fabrik produziert noch heute unter dem Namen Nedschroef. Sehen Sie dazu: [https://www.rodena.org/damals-industrie-in-fraulautern/ ].</ref> und [[Maikammer]] (Emaillier- und Stanzwerke Gebrüder Ullrich) aufgrund seines beruflichen Hintergrundes wählte. In allen Orten entwickelten sich im Laufe des 19. Jahrhunderts namhafte Porzellanfabriken oder ähnlich gelagerte Werkstätten, wie z.B. Emaillier- und Stanzwerke oder Blechfabriken. Belege dazu stehen aber noch aus und bleiben weiteren Recherchen vorbehalten.
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Anlässlich der 50. Wiederkehr der Hochzeit (1935) stiftete der Pfälzerwald-Verein eine Bank und richtete einen Platz ein. Die Bezeichnung lautete "[[Karl Kossuth Ruhe]]".
  
 
{{PAGENAME}} war viele Jahre Beisitzer und 1. Vorsitzender des Pfälzerwald-Vereins Ortsgruppe Maikammer-Alsterweiler. Er war zudem Mitbegründer des Gewerbevereins Maikammer und dort ebenfalls Beisitzer und 2. Vorsitzender<ref>Pfälzerwald-Verein: Beisitzer in den Jahren 1912, 1913, 1921, 1923; 1. Vorsitzender 1924, 1925, 1926, 1927, 1929 / Gewerbeverein Maikammer: Beisitzer 1903, 2. Vorsitzender 1918, 1922. Alle Angaben, Ortschronik Maikammer-Alsterweiler.</ref>. Kossuth wohnte in der [https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-317871 Hartmannstraße Nr.52] (externer link zu KuLaDig).
 
{{PAGENAME}} war viele Jahre Beisitzer und 1. Vorsitzender des Pfälzerwald-Vereins Ortsgruppe Maikammer-Alsterweiler. Er war zudem Mitbegründer des Gewerbevereins Maikammer und dort ebenfalls Beisitzer und 2. Vorsitzender<ref>Pfälzerwald-Verein: Beisitzer in den Jahren 1912, 1913, 1921, 1923; 1. Vorsitzender 1924, 1925, 1926, 1927, 1929 / Gewerbeverein Maikammer: Beisitzer 1903, 2. Vorsitzender 1918, 1922. Alle Angaben, Ortschronik Maikammer-Alsterweiler.</ref>. Kossuth wohnte in der [https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-317871 Hartmannstraße Nr.52] (externer link zu KuLaDig).
 
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1. [[Anna]]<br>
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Aktuelle Version vom 17. Juli 2026, 17:46 Uhr

Karl Johann Kossuth (*25.12.1860, getauft 26.12.1860 in Dallwitz (heute Dalovice, Tschechien) Nummer 35 (Hausnummer), t15.03.1944 in Maikammer[1][web 1]) war Porzellanmaler[beg 1][zit 1].

Kossuth karl johann.png

Er war der uneheliche Sohn der Magdalena Koschut aus Dallwitz. Sie war die Tochter von Jakob Koschut[anm 1], Tagelöhner in Dallwitz und der Anna Margaretha Amstädter aus Frauenreuth[2]. Beim Familiennamen der Mutter ist mit einem "*" ergänzt (und im freien Feld für den "fehlenden" Vater eingetragen): "Laut Erlaß der k.k. Statthalterei Prag vom 30. Juni 1906 Z:87565# hat die k.k. Statthalterei in Brünn mit Erlaß vom 4. April 1906 Z: 17698 dem Täufling die erbetene Änderung seines bisherigen Familiennamens in "KOSSUTH" bewilligt. / Pfarramt Dallwitz 19/7 1906 Schüninger Pfr.". Der zweite Einschub, gekennzeichnet mit "#" lautet: "und Erlaß des h. r. Consistoriums Prag 18. Juli 1906 N 9217." Als Pate ist ein Johann Koschut eingetragen, der von Beruf Porzellandreher ("Porzellaindreher")[web 2] in Dallwitz war.

Karl Johann Kossuth heiratete am 11. August 1885 Anna Magdalena Gläser in Lichtenstadt (heute Hroznětín in Tschechien). Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor. Der Uronkel von Karl Johann Kossuth soll der berühmte ungarische Nationalheld Ludwig Kossuth gewesen sein[zit 2]. Hierzu bestehen allerdings erhebliche Zweifel beim Autor dieser Seite.

Jedenfalls erfolgte die offizielle Namensänderung erst mit Eintrag vom Jahre 1906. Somit war Karl Johann Kossuth bereits 46 Jahre alt. Zwischenzeitlich hatte er mit seiner Familie längst Dallwitz verlassen. Seine erste Tochter Anna wird 1887 in Altrohlau Nr.154 (Hausadresse) (heute Stará Role in Tschechien) geboren. Gemäß dem Originaltaufeintrag war das Geburtsdatum der 27. August, die Taufe folgte am 30. August[3]. Hier wird der Vater, Karl Johann Koschut (die Änderung des Names folgte ja erst im Jahre 1906) bereits als Porzellanmaler in Altrohlau bezeichnet[web 3]. Die zweite Tochter, Gertrud wird als Zwilling mit Johann Baptist Kossuth 1891 in Fraulautern (heute Saarland) zur Welt gebracht. Sein zweiter Sohn, Rudolf Wenzel, kam 1893 in Maikammer zur Welt und fiel im Jahre 1914 im ersten Weltkrieg in Oostaverne in Belgien[4]. In Maikammer wird bei den Standesamtsunterlagen der Zwilling nicht erwähnt, obwohl dieser eine Heirat mit Catharina Elisabeth Link eingegangen ist[anm 2][anm 3]. Interessanterweise ist beim Geburtseintrag des Zwillings Johann Baptist Kossuth ein Pate eingetragen. Es handelt sich um Johann Müller, möglicherweise aus der Familie seiner Großmutter Katharina Müller aus Lichtenstadt. Vertreten wird Johann Müller durch einen Johann Baptist Görgen, der wohl Vornamensgeber ist. Der Familienname Görgen war in Fraulautern sehr verbreitet. Leider findet sich auch Johann Baptist Görgen nicht in den Listen.

Es ist davon auszugehen, daß Karl Johann Kossuth die oben genannten Stationen, also Altrohlau[zit 3], Fraulautern[5] und Maikammer (Emaillier- und Stanzwerke Gebrüder Ullrich) aufgrund seines beruflichen Hintergrundes wählte. In allen Orten entwickelten sich im Laufe des 19. Jahrhunderts namhafte Porzellanfabriken oder ähnlich gelagerte Werkstätten, wie z.B. Emaillier- und Stanzwerke oder Blechfabriken. Belege dazu stehen aber noch aus und bleiben weiteren Recherchen vorbehalten.

Anlässlich der 50. Wiederkehr der Hochzeit (1935) stiftete der Pfälzerwald-Verein eine Bank und richtete einen Platz ein. Die Bezeichnung lautete "Karl Kossuth Ruhe".

Karl Johann Kossuth war viele Jahre Beisitzer und 1. Vorsitzender des Pfälzerwald-Vereins Ortsgruppe Maikammer-Alsterweiler. Er war zudem Mitbegründer des Gewerbevereins Maikammer und dort ebenfalls Beisitzer und 2. Vorsitzender[6]. Kossuth wohnte in der Hartmannstraße Nr.52 (externer link zu KuLaDig).

Nachkommen

1. Anna
2. Johann Baptist
3. Gertrud
4. Rudolf Wenzel

Weblinks

  1. vollständige Angaben aus dem Geburts- und Taufregister hier: Sedlec 059, Místo: Dalovice (Dallwitz, Dalvice, Telwicz) Laufzeit: 1852-1872*.
  2. Dazu sehen Sie bitte diese Seite: Porzellanfabrik.
  3. Originalgeburtseintrag im katholischen Kirchenbuch von Altrohlau / bzw. Sedlec: hier.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Alle Angaben: Schäfer/Stöckl, Seite 458.
  2. Anna Margaretha Amstädter war in Klinghart (heute Krizovatka) geboren.
  3. Die Daten weichen also vom Ortsfamilienbuch bzw. dem Standesamt Maikammer ab.
  4. alle Angaben Schäfer, Günter, Stöckl Martina (2015): Ortsfamilienbuch Maikammer-Alsterweiler, Seite 458 unter Eintrag 3307.
  5. 1843 wurde eine Blechfabrik in der Nähe des alten Klosters gegründet, genannt Eisenwerk Fraulautern. Diese Fabrik produziert noch heute unter dem Namen Nedschroef. Sehen Sie dazu: [1].
  6. Pfälzerwald-Verein: Beisitzer in den Jahren 1912, 1913, 1921, 1923; 1. Vorsitzender 1924, 1925, 1926, 1927, 1929 / Gewerbeverein Maikammer: Beisitzer 1903, 2. Vorsitzender 1918, 1922. Alle Angaben, Ortschronik Maikammer-Alsterweiler.

Anmerkungen

  1. Der als Pate genannte Johann Koschut, Porzellandreher aus Dallwitz war möglicherweise ihr Bruder, also ein Onkel von Karl Johann Kossuth.
  2. Alle Angaben nach: Klauck, Hans Peter (1996): Die Einwohner von Fraulautern vor 1897 (2 Bände). Saarlouis: Vereinigung für Heimatkunde im Landkreis Saarlouis, 482 Seiten, Angaben zu Kossuth unter: 1427, Seite 464.
  3. Leider ist diese Catharina Elisabeth Link nicht im OFB Fraulautern verzeichnet.

Zitate

  1. Das "Dalovice Porzellan / Johann Wenzel Ferdinand, der Ritter von Schönau, Besitzer des Weinguts Dalovice, begann 1804 mit der Herstellung von Steinprodukten. Da sie erfolgreich waren... gründete er im folgenden Jahr 1805 eine Steinfabrik. Um 1830 begann die Porzellanproduktion zu expandieren. Ludwig Pröschold, der die Fabrik 1891 kaufte, war eine wichtige Persönlichkeit, die zur Entwicklung der Porzellanproduktion in Dalovice beitrug. Unter seiner Führung begann man, Porzellanwaren in großen Mengen in eine Reihe europäischer und außereuropäischer Länder zu exportieren." Zitiert nach: Internetseite des Ortes Dalovice, abgerufen 13.07.2026.
  2. "Als Designer der Dekors wirkte der ungarische Kunstmaler Karl Kossuth, ein Neffe des ungarischen Nationalhelden und Revolutionsführers Lajos Kossuth. Er kam nach Maikammer und ist geblieben. Entwarf hier auch das Dekor für die Krönungsbecher des letzten Zaren...", Judith Ziegler-Schwaab (2015): Maikammer und seine große Söhne. In: Ortsfamilienbuch Anhang 5, Seite 52.
  3. "1810 von Benedikt Haßlacher (Besitzer der Porzellanfabrik in Dallwitz / Dalovice) gegründete Steingutmanufaktur in Altrohlau bei Karlsbad - 1824 Erwerb der Fabrik durch den Prager Geschäftsmann Augustin Nowotný - ab 1836 Umstellung auf Porzellanproduktion weiterer Ausbau durch Emanuel Nowotný (1870 800 Angestellte) - 1884 Versteigerung der f[F]abrik und Erwerb durch das Bankhaus von Moritz Zdekauer aus Prag - 1909 Übernahme durch C. M. Hutschenreuter unter Beibehaltung des Warenzeichens „MZ“ Oktober verstaatlicht und - 1958 in den Staatsbetrieb Karlovarský porcelán (Karlsbader Porzellan) eingegliedert - 1992 privatisiert: Starorolský porcelán Moritz Zdekauer, a. s. (nach: http://cestovani.kr-karlovarsky.cz/de/pronavstevniky/Zajimavosti/Krajemporcelanu/Seiten/PorcelankaveStareRoli.aspx; 28.03.2017), abgerufen auf:Museum digital: https://nat.museum-digital.de/people/30078.

Urkunden

Begriffe

  1. Zum Berufsbild und der Ausbildung von Kossuth, ob nun Emailmaler und Porzellanmaler, bedarf es weitergehender Recherchen. Bisher ist die Ausbildung von Kossuth nicht recherchiert. Jedenfalls stammt er aus einer Region, die zahlreiche Steingut- und Porzellanmaler ausbildete und beschäftigte. Im Jahre 1887 wird er in Altrohlau jedenfalls als Porzellanmaler bezeichnet.

Kategorien

Karl Johann Kossuth gehört den Kategorien an: Person (Alsterweiler)

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