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Cunczelini Carnificis: Unterschied zwischen den Versionen
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| + | [1004] carnifex (arch. carnufex), ficis, m. (2. caro u. facio), I) der Stockmeister, ein öffentlicher [1004] Sklave, der in Rom jene Strafen zu vollziehen hatte, mit denen nur Sklaven und Fremde belegt wurden, bes. die grausamen Stäupungen u. Folterungen, die den Hinrichtungen vorangingen, und als Scharfrichter, Henker die Hinrichtungen (namentl. das Kreuzigen) selbst vollzog. Sein Amt galt für so entehrend, daß er nicht einmal in der Stadt wohnen durfte. Carnifex auch als entehrendes Schimpfwort, Henkers- od. Schinderknecht, Galgenvogel, Schurke, Komik, der Schinder = Peiniger, Folterer, u.a.: hic carnifex animus, eine Henkerseele. Nach: Karl Ernst Georges (1806–1895), Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch. Aus den Quellen zusammengetragen und mit besonderer Bezugnahme auf Synonymik und Antiquitäten unter Berücksichtigung der besten Hilfsmittel ausgearbeitet. Unveränderter Nachdruck der achten verbesserten und vermehrten Auflage, von Heinrich Georges, 2 Bände, Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 1998 (Reprint der Ausgabe Hannover: Hahnsche Buchhandlung, 1913/1918).</ref> (*unbekannt in Unbekannt, †unbekannt in Unbekannt, erwähnt im Jahr 1389) war [[Bürger]] in [[Alsterweiler]]. Carnificis, abgeleitet von Carnifex, war die Berufsbezeichnung für einen [[Scharfrichter]]. In der Zeit der Erwähnung waren die Nachnamen noch nicht vollständig ausgebildet und wurden u.a. aus den Berufsbezeichnungen abgeleitet. Als Vorname dürfte Contz/Conz naheliegen. Andererseits könnte man den Nachnamen auch aus Cunczelini ableiten, was dann wohl auf Kunz hinauslaufen dürfte. | ||
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Aktuelle Version vom 3. November 2019, 18:26 Uhr
Cunczelini Carnificis[beg 1][anm 1] (*unbekannt in Unbekannt, †unbekannt in Unbekannt, erwähnt im Jahr 1389) war Bürger in Alsterweiler. Carnificis, abgeleitet von Carnifex, war die Berufsbezeichnung für einen Scharfrichter. In der Zeit der Erwähnung waren die Nachnamen noch nicht vollständig ausgebildet und wurden u.a. aus den Berufsbezeichnungen abgeleitet. Als Vorname dürfte Contz/Conz naheliegen. Andererseits könnte man den Nachnamen auch aus Cunczelini ableiten, was dann wohl auf Kunz hinauslaufen dürfte.
Weblinks
Literatur
Einzelnachweise
Anmerkungen
- ↑ Siehe dazu: [1004] carnifex (arch. carnufex), ficis, m. (2. caro u. facio), I) der Stockmeister, ein öffentlicher [1004] Sklave, der in Rom jene Strafen zu vollziehen hatte, mit denen nur Sklaven und Fremde belegt wurden, bes. die grausamen Stäupungen u. Folterungen, die den Hinrichtungen vorangingen, und als Scharfrichter, Henker die Hinrichtungen (namentl. das Kreuzigen) selbst vollzog. Sein Amt galt für so entehrend, daß er nicht einmal in der Stadt wohnen durfte. Carnifex auch als entehrendes Schimpfwort, Henkers- od. Schinderknecht, Galgenvogel, Schurke, Komik, der Schinder = Peiniger, Folterer, u.a.: hic carnifex animus, eine Henkerseele. Nach: Karl Ernst Georges (1806–1895), Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch. Aus den Quellen zusammengetragen und mit besonderer Bezugnahme auf Synonymik und Antiquitäten unter Berücksichtigung der besten Hilfsmittel ausgearbeitet. Unveränderter Nachdruck der achten verbesserten und vermehrten Auflage, von Heinrich Georges, 2 Bände, Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 1998 (Reprint der Ausgabe Hannover: Hahnsche Buchhandlung, 1913/1918).
Zitate
Urkunden
Begriffe
- ↑ Carnificis ist die Genetiv Form von carnifex, dem Scharfrichter oder Henker, später auch als Wasenmeister übersetzt.
Kategorien
Cunczelini Carnificis gehört den Kategorien an: Person (Alsterweiler)
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