Die Seite für Alsterweiler von Matthias C.S. Dreyer u.a.
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| − | {{TOCright}}'''{{PAGENAME}}''' [[Geburtsdatum::1480 (errechnet)| ]](*um [[''1480'']] vermutlich [[Börrstadt]]<ref>So im Beitrag von Hoffmann, Alfons (1952 August), ’Geschichte von Börrstadt/Pfalz’, Ruppertsecken (Selbstverl., Ruppertsecken, Band/Ausgabe:) 141 Seiten. (CMS 688), VI. Oberbörrstadt 1486-1793. Demnach wohnten die Obersteiner, darunter auch Viax von Oberstein in Oberbörrstadt: "1539 verglich sich Viax von Oberstein mit der Gemeinde Jaxweiler [Jakobsweiler] wegen der Frondienste. Er hatte nämlich verlangt, daß sie ihm sein Heu nach Offstein fahren sollten. Die Gemeinde Jaxweiler wendete dagegen ein, nur zur Fahrt nach Börrstadt verpflichtet zu sein, „wo sein Vater und seine Voreltern wohnhaft gewesen.“ (Heintz, Adel)."</ref>, eher nicht [[Kredenburg]]<ref>Zumindest geht Fouquet (in: Fouquet, Gerhard (1987), ‹Das Speyerer Domkapitel im späten Mittelalter (ca. 1350-1540): Teil I und II›, (Quellen und Abhandlungen zur mittelrheinischen Kirchengeschichte, 1 und 2(57); Mainz: Gesellschaft für Mittelrheinische Kirchengeschichte) Seiten. (CMS 104). davon aus, daß schon sein Cousin/Urgroßvater(?) Johannes von Oberstein (Erbauer der Kirche in Steinbach 1450) sich auf der Kredenburg aufhielt: Siehe dazu: Fouquet, Seite 698 und 700</ref>; [[Sterbedatum::1553 März 06| ]]†[[ | + | {{TOCright}}'''{{PAGENAME}}''' [[Geburtsdatum::1480 (errechnet)| ]](*um [[''1480'']] vermutlich [[Börrstadt]]<ref>So im Beitrag von Hoffmann, Alfons (1952 August), ’Geschichte von Börrstadt/Pfalz’, Ruppertsecken (Selbstverl., Ruppertsecken, Band/Ausgabe:) 141 Seiten. (CMS 688), VI. Oberbörrstadt 1486-1793. Demnach wohnten die Obersteiner, darunter auch Viax von Oberstein in Oberbörrstadt: "1539 verglich sich Viax von Oberstein mit der Gemeinde Jaxweiler [Jakobsweiler] wegen der Frondienste. Er hatte nämlich verlangt, daß sie ihm sein Heu nach Offstein fahren sollten. Die Gemeinde Jaxweiler wendete dagegen ein, nur zur Fahrt nach Börrstadt verpflichtet zu sein, „wo sein Vater und seine Voreltern wohnhaft gewesen.“ (Heintz, Adel)."</ref>, eher nicht [[Kredenburg]]<ref>Zumindest geht Fouquet (in: Fouquet, Gerhard (1987), ‹Das Speyerer Domkapitel im späten Mittelalter (ca. 1350-1540): Teil I und II›, (Quellen und Abhandlungen zur mittelrheinischen Kirchengeschichte, 1 und 2(57); Mainz: Gesellschaft für Mittelrheinische Kirchengeschichte) Seiten. (CMS 104). davon aus, daß schon sein Cousin/Urgroßvater(?) Johannes von Oberstein (Erbauer der Kirche in Steinbach 1450) sich auf der Kredenburg aufhielt: Siehe dazu: Fouquet, Seite 698 und 700</ref>; [[Sterbedatum::1553 März 06| ]]†[[6. März]] [[1553]] in [[Alsterweiler]][[ist erwähnt in::Grabmal Oberstein| ]][[Bild:Grabmal_oberstein_8.jpg|110px|left]]<ref>Eintragung auf dem [[Grabmal Oberstein]] in [[Maikammer]]. Montags nach Oculi. Oculi ist der 3. Fastensonntag im Jahreskreis. Im Julianischen Kalender war dies der 5. März, der folgende Tag also Montag der 6. März 1553.</ref>) war ein Ritter aus dem Geschlecht der [[Oberstein]]. Er war der Sohn des [[Heinrich von Oberstein]] und der [[Walpurga von Schweinheim]]<ref>Hoffmann, Alfons (1952 August), ’Geschichte von Börrstadt/Pfalz’, Ruppertsecken (Selbstverl., Ruppertsecken, Band/Ausgabe:) 141 Seiten. (CMS 688), Kapitel IV., "Heinrich von Oberstein war nach einem Zusatz am Schluß des Weistums mit Walburga von Schweinheim verheiratet."</ref>. Viax (auch: Viacus, Vyax<ref>{{Quelle fehlt}})</ref>, Veit<ref>[[Leonhardt (1928)]], Seite 156</ref>, Viacrus<ref>Lehnbuch Ludwig V., Seite XXX (1523)</ref>, Viacrius<ref>siehe dazu:[[DHM Do 79 113]]</ref>, Viacrio<ref>[[DHM Do 78 430]]</ref>) von Oberstein (auch: vom Oberstein<ref>{{Quelle fehlt}}</ref>, vom Oberstain<ref>StA Wt R-US 1530 Januar 14b</ref>, vom Obersteyn<ref>Lehnbuch Ludwig V., Folio 152 (1523)</ref>, von Stein<ref>Lehnbuch Ludwig V., Folio 152 (1523)</ref> Viax vom Obbersteyn[[CiteRef::Weingart (2021)/532/3]], Vitt vom Stein[[CiteRef::Weingart (2021)/497/10]]) ist der erste urkundlich nachweisbare Eigentümer der [[Kredenburg]] in [[Alsterweiler]]. An einigen Stellen wird vermutet, er sei um 1525 auf die Wasserburg gekommen.<ref>Dolch, M. Stammnitz, P. (2006/2007) Die von Oberstein in der Pfalz. In: Kaiserslauterer Jahrbuch für pfälzische Geschichte und Volkskunde. 6/7 Kaiserslautern, Seite 64, dort heißt es: "Der Junker Viax vom Oberstein gelangte, vielleicht gestützt auf großmütterliches Erbe (Anmerkung [[user:matzinger|Matzinger]]: dies müssten dann die Linien [[Dalbingen]] oder [[Steinkallenfels]] sein), vor 1525 in den Besitz der Kredenburg, einer Wasserburg zwischen Maikammer und Alsterweiler." Siehe: Dolch, Martin und Peter Stammnitz (2006/2007), ‹Die von Oberstein in der Pfalz IN: Kaiserslauterer Jahrbuch für pfälzische Geschichte und Volkskunde› 6/7 (Band 6/7 Kaiserslautern. Printec GmbH), Seite(n): 43-68). (CMS 196), Seite 64</ref> Dort nahm er um die Mitte des 16. Jahrhunderts Umbauten vor.<br /> |
Die Annahme 1525 scheint mir zu spät, da bereits für das Jahr 1525 die Zusage des Schultheißen [[Cosman Muspach]] erfolgt, die zerstörte Burg des Viax von Oberstein von der Gemeinde [[Maikammer]] wieder aufbauen zu lassen. Dies geht aus der Urkunde [[LA Sp D 1 Nr.793]] hervor.<ref>{{Quelle fehlt}}</ref>. Auch [[Leonhardt (1928)]] gibt eine entsprechende Passage an. Sie lautet: ''"Die hiesigen Bauern wollten auch nicht untätig bleiben. Obwohl sie keine Fehde oder Feindschaft mit dem Grafen Viax v. Oberstein hatten, zerstörten sie dessen Haus, die Kredenburg, als Graf Viax abwesend, im Dienste des pfälzischen Kurfürsten stand"''. Bei diesen Diensten handelte es sich um den Kampf gegen aufständische Bauern. [[Ludwig der V.]] wollte am 10. Mai in [[Forst]] an der Weinstraße mit den Bauern verhandeln, scheiterte jedoch. Danach zog er im Bündnis mit dem Trierer Erzbischof, Richard von Greiffenklau zu Vollrads mehrmals in Schlachten gegen die Bauern. Dazu zählt auch die Verteidigung der Festung Marienberg in Würzburg und die [[Schlacht bei Pfeddersheim]]. | Die Annahme 1525 scheint mir zu spät, da bereits für das Jahr 1525 die Zusage des Schultheißen [[Cosman Muspach]] erfolgt, die zerstörte Burg des Viax von Oberstein von der Gemeinde [[Maikammer]] wieder aufbauen zu lassen. Dies geht aus der Urkunde [[LA Sp D 1 Nr.793]] hervor.<ref>{{Quelle fehlt}}</ref>. Auch [[Leonhardt (1928)]] gibt eine entsprechende Passage an. Sie lautet: ''"Die hiesigen Bauern wollten auch nicht untätig bleiben. Obwohl sie keine Fehde oder Feindschaft mit dem Grafen Viax v. Oberstein hatten, zerstörten sie dessen Haus, die Kredenburg, als Graf Viax abwesend, im Dienste des pfälzischen Kurfürsten stand"''. Bei diesen Diensten handelte es sich um den Kampf gegen aufständische Bauern. [[Ludwig der V.]] wollte am 10. Mai in [[Forst]] an der Weinstraße mit den Bauern verhandeln, scheiterte jedoch. Danach zog er im Bündnis mit dem Trierer Erzbischof, Richard von Greiffenklau zu Vollrads mehrmals in Schlachten gegen die Bauern. Dazu zählt auch die Verteidigung der Festung Marienberg in Würzburg und die [[Schlacht bei Pfeddersheim]]. | ||
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| − | |1||[[1518 Dezember 24 Freitag | + | |1||[[1518]] Dezember 24 Freitag|| HStA München, Geheimes Hausarchiv München, Mannheimer Urkunden, Oberamt Neustadt||[[ist erwähnt in::GHA OAN 200| ]][[GHA OAN 200]]||Viax von Oberstein [[hat verkauft::Duttweiler| ]]verkauft das Dorf [[Duttweiler]] an den [[Pfalzgrafen Ludwig V.]]. [[Duttweiler]] wurde kurpfälzisch, gelegen im Bereich des kurpfälzischen [[Oberamt Neustadt an der Haardt|Oberamtes Neustadt an der Haardt]]. Duttweiler war ursprünglich hohenfelsisch, wurde aber [[ist verlehnt::Oberstein| ]]verlehnt an die [[Oberstein|Herren von Oberstein]] und an das [[ist verlehnt::Lambrecht|Kloster Lambrecht]].||Karst, Theodor (1960), Seite 35]||Karst mit einigen falschen Angaben.<ref group=anm>[[Matthias C.S. Dreyer]]: Datum der Urkunde ist falsch angegeben, Viax von Oberstein ist als Beatis gelesen.</ref>||Die Übertragung erfolgte von [[Johannes Weingart]] und [[Matthias C.S. Dreyer]] unter [[GHA OAN 200]] |
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| − | |6||[[1528]] November 17 | + | |6||[[1528]] November 17||Urkunde [[Landesarchiv Speyer]]||[[ist erwähnt in::LA Sp D 1 Nr.650]]||Kauf eines Ackers in Kirrweiler durch [[Viax von Oberstein]] von [[Heinrich Holzapfel]] aus [[Herxheim]] sowie einer Wiese in [[Maikammer]].||[[Geschichte von Maikammer=Alsterweiler]], Seite 156||Leonhard verweist auf ein Regest bei Glasschröder: Repertorium der Urkunden des Staatsarchivs Speyer||Leonhardt, J. (1928), Seite 156, Absatz 8. |
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| − | |21||[[1546]] (bis 1548)||./.||[[ist erwähnt in:: | + | |21||[[1546]] (bis 1548)||./.||[[ist erwähnt in::Inventar der pfälzischen Reichskammergerichtsakten, Nr. 3]]||Viax von Oberstein dringt in das Schloß Altenkirrweiler ein und lästert im Schloßinneren mit großem Geschrei über den abwesenden Eigentümer, [[Heinrich von Ach]] (von Aich). Viax musste sich wegen Landfriedensbruches vor Gericht verantworten und weiterer Übergriffe enthalten. Desweiteren soll er Schnitter auf den Äckern angegriffen haben und auf dem Bauhof eingefallen sein. Viax ist nach seiner Darstellung in das offenstehende Schloß eingeritten mit nichts als einer Reitgerte in der Hand, um seine Schwägerin [[Else|Else]] Witwe [[Christoph von Oberstein]] und nun Ehefrau des [[Lamprecht von Lammersheim]] zu Gast zu laden. Er rief nach ihr und es erschien Margarethe geboren von [[Margarethe Altdorf|Altdorf]] , genannt von [[Margarethe von Kropsburg|Kropsburg]] mit der er wegen Geldforderungen vor dem Hofgericht des Bischofs von Speyer einen Rechtsstreit führt. Mit Margarethe ist er in einen Wortwechsel geraten. Das Gesinde habe er von eigenem Grund vertrieben.||./.||[[Reichskammergerichtsprozess 246]] RKG Nr.246 1548-1553 auch: [[HSTAM 9645]] [[WGR A 450]]|| |
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| − | [[Franz von Sickingen]] suchte, die pfälzischen Ritter hinter sich zu versammeln. Damit war auch eine religiöse Hinwendung zum lutherischen Glauben verbunden. Dies wiederum stand im Widerspruch zu den Ambitionen der Oberstein auf den Bischofstuhl bzw. entsprechende Pfründe oder Stellungen im Hochstift (Domkapitel und dessen Umfeld) Speyer. Das starke katholische Umfeld bedenkend (Gemeinde Maikammer, Hochstift Speyer) liegt es nahe, Viax bei den Gruppen zu vermuten, die zunächst im katholischen Glauben standhielten. Damit waren aber Auseinandersetzungen mit den Reformierten und den Bauern zu erwarten. Schließlich wurde die [[Kredenburg]] im Bauernkrieg zerstört. Die überwiegend katholisch orientierte Gemeinde beteiligte sich an den Aufbaukosten. Das wäre wohl bei einem nicht-katholischen Herrensitz | + | [[Franz von Sickingen]] suchte, die pfälzischen Ritter hinter sich zu versammeln. Damit war auch eine religiöse Hinwendung zum lutherischen Glauben verbunden. Dies wiederum stand im Widerspruch zu den Ambitionen der Oberstein auf den Bischofstuhl bzw. entsprechende Pfründe oder Stellungen im Hochstift (Domkapitel und dessen Umfeld) Speyer. Das starke katholische Umfeld bedenkend (Gemeinde Maikammer, Hochstift Speyer) liegt es nahe, Viax bei den Gruppen zu vermuten, die zunächst im katholischen Glauben standhielten. Damit waren aber Auseinandersetzungen mit den Reformierten und den Bauern zu erwarten. Schließlich wurde die [[Kredenburg]] im Bauernkrieg zerstört. Die überwiegend katholisch orientierte Gemeinde beteiligte sich an den Aufbaukosten. Das wäre wohl bei einem nicht-katholischen Herrensitz zwar nicht ausgeschlossen, zumindest aber außergewöhnlich.<ref>{{Quelle fehlt}}</ref>. |
Eine andere Argumentation legen [[Schäfer/Stöckl (2015)|Schäfer/Stöckel]] vor. Demnach stand Viax von Oberstein dem lutherischen Glauben nahe. Dies sei unter anderem auch aus dem religiösen Stand der Bediensteten auf der [[Kredenburg]] zu entnehmen. So waren [[Jeremias Schöndaler]] und seine Frau [[Apollonia Schöndaler]] als Kalvinisten angegeben.<ref>Schäfer, Günter, Stöckl Martina (2015), ‹Ortsfamilienbuch Maikammer-Alsterweiler Band 1 und Band 2›, (2; Selbstverlag) 1086 Seiten. (CMS 647), Seite 31</ref> Im katholischen Kirchenbuch von Maikammer fänden sich nur die Sterbefälle der Oberstein. Auch der Hinweis auf einen Sterbeort "[[Böchingen]]" trägt dem Gedanken Rechnung. Denn Böchingen war seit 1546 lutherisch.<ref>Schäfer, Günter, Stöckl Martina (2015), ‹Ortsfamilienbuch Maikammer-Alsterweiler Band 1 und Band 2›, (2; Selbstverlag) 1086 Seiten. (CMS 647), Seite 25.</ref>. | Eine andere Argumentation legen [[Schäfer/Stöckl (2015)|Schäfer/Stöckel]] vor. Demnach stand Viax von Oberstein dem lutherischen Glauben nahe. Dies sei unter anderem auch aus dem religiösen Stand der Bediensteten auf der [[Kredenburg]] zu entnehmen. So waren [[Jeremias Schöndaler]] und seine Frau [[Apollonia Schöndaler]] als Kalvinisten angegeben.<ref>Schäfer, Günter, Stöckl Martina (2015), ‹Ortsfamilienbuch Maikammer-Alsterweiler Band 1 und Band 2›, (2; Selbstverlag) 1086 Seiten. (CMS 647), Seite 31</ref> Im katholischen Kirchenbuch von Maikammer fänden sich nur die Sterbefälle der Oberstein. Auch der Hinweis auf einen Sterbeort "[[Böchingen]]" trägt dem Gedanken Rechnung. Denn Böchingen war seit 1546 lutherisch.<ref>Schäfer, Günter, Stöckl Martina (2015), ‹Ortsfamilienbuch Maikammer-Alsterweiler Band 1 und Band 2›, (2; Selbstverlag) 1086 Seiten. (CMS 647), Seite 25.</ref>. | ||
| − | Die starke Vasalität des Viax von Oberstein zu den Kurfürsten Ludwig V. und deren Lehensträger (Johann von Hohenfels) rechtfertigt die Annahme, daß die Obersteiner in Alsterweiler den Wandel zum reformierten Glauben mitgingen. Dies steht auch in Übereinstimmung mit dem Verschwinden der Kredenburger aus dem hochstiftisch speyerischen Umfeld. Eine derartige Glaubenswandlung stimmt auf den ersten Blick nicht mit der Domherrenfunktion des [[Pallas II. von Oberstein]] in Speyer überein. Allerdings ist | + | Die starke Vasalität des Viax von Oberstein zu den Kurfürsten Ludwig V. und deren Lehensträger (Johann von Hohenfels) rechtfertigt die Annahme, daß die Obersteiner in Alsterweiler den Wandel zum reformierten Glauben mitgingen. Dies steht auch in Übereinstimmung mit dem Verschwinden der Kredenburger aus dem hochstiftisch speyerischen Umfeld. Eine derartige Glaubenswandlung stimmt auf den ersten Blick nicht mit der Domherrenfunktion des [[Pallas II. von Oberstein]] in Speyer überein. Allerdings ist eine derartige Gegenrichtung innerhalb einer Familie durchaus denkbar. Für Viax und seinen Sohn Johann Friedrich spielt wohl eher die Ausrichtung auf die Kurpfalz und die dortigen Vorgänge zur Zeit Ludwig V. eine entscheidende Rolle. Insofern darf wohl angenommen werden, daß die maßgeblichen Ereignisse für Viax sich um den Kurfürsten Ludwig V. und dessen politische Ambitionen abspielten. Ein Hinweis darauf gibt auch die Anwesenheit von Viax in Neustadt an der Haardt, einem Oberamt des Kurfürstentums Heidelberg. Dort wurde er als Ritter mit einem reisigen Knecht anlässlich eines "Gelages" verköstigt. Es kann durchaus angenommen werden, daß es sich dabei um eine "Veranstaltung" unter kurfürstlicher Herrschaft handelte. |
Ludwig V. war humanistisch erzogen, französisch gebildet, dennoch das "prägte ihn kaum"<ref>Luttenberger, Albrecht, "Ludwig V. der Friedfertige" in: Neue Deutsche Biographie 15 (1987), S. 412 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119272334.html#ndbcontent</ref>. Er hielt sich in deutlicher Distanz zu den großen geistigen Bewegungen seiner Zeit, gleichwohl sich in seiner Regierungsweise bei zahlreichen Gelegenheiten ein "ausgeprägter, rechtlich-politischer Ordnungssinn"<ref>Luttenberger, Albrecht, "Ludwig V. der Friedfertige" in: Neue Deutsche Biographie 15 (1987), S. 412 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119272334.html#ndbcontent</ref> zeigt. | Ludwig V. war humanistisch erzogen, französisch gebildet, dennoch das "prägte ihn kaum"<ref>Luttenberger, Albrecht, "Ludwig V. der Friedfertige" in: Neue Deutsche Biographie 15 (1987), S. 412 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119272334.html#ndbcontent</ref>. Er hielt sich in deutlicher Distanz zu den großen geistigen Bewegungen seiner Zeit, gleichwohl sich in seiner Regierungsweise bei zahlreichen Gelegenheiten ein "ausgeprägter, rechtlich-politischer Ordnungssinn"<ref>Luttenberger, Albrecht, "Ludwig V. der Friedfertige" in: Neue Deutsche Biographie 15 (1987), S. 412 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119272334.html#ndbcontent</ref> zeigt. | ||
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Franz von Sickingen führte die Ritterschaft in den Krieg gegen das Bistum Trier. | Franz von Sickingen führte die Ritterschaft in den Krieg gegen das Bistum Trier. | ||
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| − | |ist erwähnt in=DHM Do 79 113,HStAD B 15 Nr.40,GHA OAN 200,GHA OAN 202,Unbekannt,LA Sp D 1 Nr.65,LA Sp D 1 Nr.793,LA Sp F 9 Nr.87,LA Sp D 1 Nr.63,StA Wt R-US 1542 Februar 27,StA Wt R-US 1530 Januar 14,GLA Ka 37 Nr.3807a,GLA Ka (unbekannt),StA Lu B 139 a I, Inschrift,Reichskammergerichtsprozess 2219|+sep=, | + | |ist erwähnt in=DHM Do 79 113,HStAD B 15 Nr.40,GHA OAN 200,GHA OAN 202,Unbekannt,LA Sp D 1 Nr.65,LA Sp D 1 Nr.793,LA Sp F 9 Nr.87,LA Sp D 1 Nr.63,StA Wt R-US 1542 Februar 27,StA Wt R-US 1530 Januar 14,GLA Ka 37 Nr.3807a,GLA Ka (unbekannt),StA Lu B 139 a I, Inschrift,Reichskammergerichtsprozess 2219,Grabmal Oberstein, Die Rechnungen der Stadt Neustadt an der Haardt von den Anfängen bis zur Zeit nach dem Bauernkrieg|+sep=, |
|hat Besitz=Alsterweiler,Börrstadt,Duttweiler,Kredenburg,Niederhochstadt,Oberweiler|+sep=, | |hat Besitz=Alsterweiler,Börrstadt,Duttweiler,Kredenburg,Niederhochstadt,Oberweiler|+sep=, | ||
|hat Eigentum=Duttweiler Hofgut (Oberstein) | |hat Eigentum=Duttweiler Hofgut (Oberstein) | ||
Aktuelle Version vom 25. Januar 2026, 20:16 Uhr
Viax von Oberstein (*um ''1480'' vermutlich Börrstadt[1], eher nicht Kredenburg[2]; †6. März 1553 in Alsterweiler
[3]) war ein Ritter aus dem Geschlecht der Oberstein. Er war der Sohn des Heinrich von Oberstein und der Walpurga von Schweinheim[4]. Viax (auch: Viacus, Vyax[5], Veit[6], Viacrus[7], Viacrius[8], Viacrio[9]) von Oberstein (auch: vom Oberstein[10], vom Oberstain[11], vom Obersteyn[12], von Stein[13] Viax vom Obbersteyn1, Vitt vom Stein2) ist der erste urkundlich nachweisbare Eigentümer der Kredenburg in Alsterweiler. An einigen Stellen wird vermutet, er sei um 1525 auf die Wasserburg gekommen.[14] Dort nahm er um die Mitte des 16. Jahrhunderts Umbauten vor.
Die Annahme 1525 scheint mir zu spät, da bereits für das Jahr 1525 die Zusage des Schultheißen Cosman Muspach erfolgt, die zerstörte Burg des Viax von Oberstein von der Gemeinde Maikammer wieder aufbauen zu lassen. Dies geht aus der Urkunde LA Sp D 1 Nr.793 hervor.[15]. Auch Leonhardt (1928) gibt eine entsprechende Passage an. Sie lautet: "Die hiesigen Bauern wollten auch nicht untätig bleiben. Obwohl sie keine Fehde oder Feindschaft mit dem Grafen Viax v. Oberstein hatten, zerstörten sie dessen Haus, die Kredenburg, als Graf Viax abwesend, im Dienste des pfälzischen Kurfürsten stand". Bei diesen Diensten handelte es sich um den Kampf gegen aufständische Bauern. Ludwig der V. wollte am 10. Mai in Forst an der Weinstraße mit den Bauern verhandeln, scheiterte jedoch. Danach zog er im Bündnis mit dem Trierer Erzbischof, Richard von Greiffenklau zu Vollrads mehrmals in Schlachten gegen die Bauern. Dazu zählt auch die Verteidigung der Festung Marienberg in Würzburg und die Schlacht bei Pfeddersheim.
Am 11. Juli 1525 bekannte der Schultheiß Coßman Moßbach im Namen der Gemeinde, daß sie, in dieser "uffrurigen Empörung der Bauernschaft" die Burg "verwüst, zerrissen und zerbrochen" hätten und verspricht die Kosten der durch den Graf[16] vorzunehmenden Wiederherstellung zu tragen[17]. Jedenfalls hat Viax wohl im Jahre 1500 noch in Börrstadt gewohnt[18].
Die Herren und Ritter Oberstein residierten ursprünglich auf den Burgen Bosselstein und Oberstein in Idar-Oberstein an der Nahe. "Als sie 1399 von ihrem Onkel Syfrid von Sankt Alban die Kredenburg bei Maikammer erbten, so teilten sie sich in zwei Linien, den Gundheimer Zweig und den Kredenburger Zweig." [web 1]
Leben
Viax lebte auf der Kredenburg in Alsterweiler und heiratete vor 1520[19] Margarethe von Talheim (sie war in erster Ehe mit Werner Brack von Klingen verheiratet). Aus der Ehe mit Viax gingen als Kinder hervor:
Lebensdaten Viax von Oberstein:
Stammbaum
Ersteller des Stammbaumes ist: Matzinger. Die Letzte Überarbeitung des Stammbaumes erfolgte am: 25.01.2026 ↑...Seitenanfang
Urkunden
Urkunden Viax von Oberstein (in einer Zeitleiste und darunter tabellarisch - bitte nutzen Sie "Ausklappen"):
Das Leben von Viax von Oberstein anhand von Urkunden und sonstigen Nachweisen
Gebiet: Alsterweiler
Zeitraum: Jahre 1518 bis 1558
Grad: unvollständig
Urkundliche Nachweise zum Leben von Viax von Oberstein (wird ständig ergänzt)
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Urkunden 2. Version
Lehen und Güter
Die folgende Tabelle zeigt alle Güter usw. des Viax von Oberstein.
| Lehen | Güter | Eigentum | Besitz | Pacht | Verkauft | Gekauft | Eigentümer | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Viax von Oberstein | Niederhochstadt Börrstadt Niederehnheim Oberehnheim Ergersheim Oberweiler Kerzenheim Duttweiler | Duttweiler Hofgut (Oberstein) | Niederhochstadt Börrstadt Oberweiler Kredenburg Alsterweiler Duttweiler | Steinweiler Mühle | Duttweiler |
Karte
Rolle in der Reichsritterschaft
Der Ritterstand hatte im ausgehenden Mittelalter große Mühe, seine reichsunmittelbare Stellung zu behaupten. Den Rittern standen starke Adlige und Ministeralien, insbesondere aber Territorialherren gegenüber. Sie bemühten sich, den Einfluss der Ritterschaft auf das Reich zu schwächen. Hinzu kamen die religiösen Auseinandersetzungen in den 20er Jahren des 16. Jahrhunderts. Die Oberstein auf der Kredenburg waren von diesen Einflüssen nicht ausgenommen. Zwar unterstand die Ritterschaft dem Kaiser direkt, hatte aber auf den Reichstagen keine Vertretung oder Befugnisse.
Dass Viax von Oberstein der Ritterschaft nahe stand, ist aufgrund des Besuchs der Gaststätte Zum Hecht in Heidelberg als sicher anzunehmen. Die Gaststätte diente wohl als Treffpunkt der Ritterschaft (Odenwald?). Zudem war die Familie Oberstein über verwandtschaftliche Verhältnisse in die Ritterschaft eingebunden.[34]
Die Reichsritterschaft organisierte sich seit der Mitte des 16. Jahrhunderts in insgesamt 15 Ritterorden. Sie waren zu drei Ritterkreisen zusammengefasst[beg 1] (fränkischer, schwäbischer und rheinischer Ritterkreis). Die Oberstein gehörten dem rheinischen Kreise an. Die Verwandten aus dem Kraichgau (Dalheim, Franckenstein) zählten sich zum fränkischen oder schwäbischen Ritterkreis.
Glaubenspolitik
Franz von Sickingen suchte, die pfälzischen Ritter hinter sich zu versammeln. Damit war auch eine religiöse Hinwendung zum lutherischen Glauben verbunden. Dies wiederum stand im Widerspruch zu den Ambitionen der Oberstein auf den Bischofstuhl bzw. entsprechende Pfründe oder Stellungen im Hochstift (Domkapitel und dessen Umfeld) Speyer. Das starke katholische Umfeld bedenkend (Gemeinde Maikammer, Hochstift Speyer) liegt es nahe, Viax bei den Gruppen zu vermuten, die zunächst im katholischen Glauben standhielten. Damit waren aber Auseinandersetzungen mit den Reformierten und den Bauern zu erwarten. Schließlich wurde die Kredenburg im Bauernkrieg zerstört. Die überwiegend katholisch orientierte Gemeinde beteiligte sich an den Aufbaukosten. Das wäre wohl bei einem nicht-katholischen Herrensitz zwar nicht ausgeschlossen, zumindest aber außergewöhnlich.[35].
Eine andere Argumentation legen Schäfer/Stöckel vor. Demnach stand Viax von Oberstein dem lutherischen Glauben nahe. Dies sei unter anderem auch aus dem religiösen Stand der Bediensteten auf der Kredenburg zu entnehmen. So waren Jeremias Schöndaler und seine Frau Apollonia Schöndaler als Kalvinisten angegeben.[36] Im katholischen Kirchenbuch von Maikammer fänden sich nur die Sterbefälle der Oberstein. Auch der Hinweis auf einen Sterbeort "Böchingen" trägt dem Gedanken Rechnung. Denn Böchingen war seit 1546 lutherisch.[37].
Die starke Vasalität des Viax von Oberstein zu den Kurfürsten Ludwig V. und deren Lehensträger (Johann von Hohenfels) rechtfertigt die Annahme, daß die Obersteiner in Alsterweiler den Wandel zum reformierten Glauben mitgingen. Dies steht auch in Übereinstimmung mit dem Verschwinden der Kredenburger aus dem hochstiftisch speyerischen Umfeld. Eine derartige Glaubenswandlung stimmt auf den ersten Blick nicht mit der Domherrenfunktion des Pallas II. von Oberstein in Speyer überein. Allerdings ist eine derartige Gegenrichtung innerhalb einer Familie durchaus denkbar. Für Viax und seinen Sohn Johann Friedrich spielt wohl eher die Ausrichtung auf die Kurpfalz und die dortigen Vorgänge zur Zeit Ludwig V. eine entscheidende Rolle. Insofern darf wohl angenommen werden, daß die maßgeblichen Ereignisse für Viax sich um den Kurfürsten Ludwig V. und dessen politische Ambitionen abspielten. Ein Hinweis darauf gibt auch die Anwesenheit von Viax in Neustadt an der Haardt, einem Oberamt des Kurfürstentums Heidelberg. Dort wurde er als Ritter mit einem reisigen Knecht anlässlich eines "Gelages" verköstigt. Es kann durchaus angenommen werden, daß es sich dabei um eine "Veranstaltung" unter kurfürstlicher Herrschaft handelte.
Ludwig V. war humanistisch erzogen, französisch gebildet, dennoch das "prägte ihn kaum"[38]. Er hielt sich in deutlicher Distanz zu den großen geistigen Bewegungen seiner Zeit, gleichwohl sich in seiner Regierungsweise bei zahlreichen Gelegenheiten ein "ausgeprägter, rechtlich-politischer Ordnungssinn"[39] zeigt.
Bei Regierungsantritt (im Jahre 1508) sah sich Ludwig V. vor die schwierige Aufgabe gestellt, die für die Kurpfalz fatalen Folgen des verlorenen Streites um das Landshuter Erbe zu überwinden oder zumindest zu reduzieren. Seine diesbezüglichen diplomatischen Bemühungen zogen sich bis Anfang der 1520er Jahre hin. Seine Heirat mit Sibylle von Bayern förderte neben anderem die Annäherung an die bayerischen Verwandten.
In den 20er Jahren unterstützte Ludwig V. zunächst Franz v. Sickingen, den Verteidiger des mittelalterlichen Ritterstandes. Ludwig V. deckte dessen Fehden und Umtriebe. Später musste er sich gegen Sickingen stellen. Auch im Bauernkrieg schien er zunächst manche bäuerliche Beschwerden anzuerkennen und war durchaus an Verhandlungslösungen interessiert. Später musste er aber auch hier sehen, daß sein williges Eingehen auf den pfälzischen Bauernhaufen kein Ende der Unruhen brachte. Somit entschloß sich Ludwig V. zum militärischen Eingreifen. Die Furcht vor neuen inneren Unruhen veranlaßte ihn 1527/28 auch zu seinem Vorgehen gegen die Täufer. Als diese innenpolitisch keine Gefahr mehr darstellten, sah Ludwig V. "keinen Grund mehr zu weiterer Verfolgung"[40]. Insofern war auch sein Verhalten gegenüber den religiösen Entwicklungen rein politisch motiviert.
Gleichwohl war Ludwig V. empfänglich "für die vorreformatorische Kirchenkritik und überzeugt von der Berechtigung der Gravamina (drückende Last der Beschwerden) gegen die Geistlichen"[41]. Insofern neigte er dazu, auf "Gemeinde- und Amtsebene stillschweigend einen gewissen religiösen Entscheidungsspielraum einzuräumen".
Ludwig V. setzte sich 1532 und 1539 in Nürnberg und Frankfurt für eine Friedensregelung ein. Auch die kaiserliche Reunions- und Kolloquiumspolitik der Jahre 1540/41 fand seine Unterstützung. Die pfälzische Vermittlungspolitik auf dem Speyrer Reichstag 1544, die einen wesentlichen Beitrag zu den religionspolitischen Bestimmungen leistete, war noch zu seinen Lebzeiten konzipiert worden.
Dies alles wertend kann von einem Vasallen, wie Viax von Oberstein, eine ähnliche "religiös offene Politik" für seinen Zuständigkeitsbereich angenommen werden. Nicht als großer religiöser Eiferer, sondern als administrativer Stratege (mit fast 30 Urkunden in 35 Jahren) und Sicherer des familiären Vermögens trat Viax auf. Diese verlangte auch einen großen Feinsinn, einerseits calvinistische oder reformierte Bedienstete auf der Kredenburg zu beschäftigten oder zu dulden und andererseits mit den kirchlichen und administrativ klar katholisch ausgerichteten Strukturen in der Gemeinde Maikammer-Alsterweiler und am Oberamt Kirrweiler umgehen zu können[anm 4][zit 1][42].
Beziehungen zur Kurpfalz
Die Beziehung der Familie Obersteiner zur Kurpfalz hatte eine lange Tradition. Bereits Andreas von Oberstein war Vasall des Kurfürsten Friedrich I. Es folgten weitere Verpflichtungen über Mannlehen bei seinem Sohn Johann von Oberstein über Friedrich von Oberstein bis hin zu Viax von Oberstein, der sich als Vasall bei Kurfürst Ludwig V. verdingte. Für diesen zog Viax offenbar auch in den Krieg gegen die Bauern (siehe dazu: LA Sp D 1 Nr.793). Später erscheint Viax von Oberstein als Siegler einer Urkunde für den Kurfürsten Friedrich II.. Diese Urkunde stammt aus dem Jahre 1550, also kurz vor dem Tod von Viax von Oberstein.
Vasall des Kurfürsten Ludwig V.
Mit dem Jahr 1523 lässt sich Viax von Oberstein als Vasall des Kurfürsten Ludwig V. verpflichten "Ich Viacrius vom Obersteyn bekenn..."[43]. Die Aufnahme ist im Lehnbuch des Kurfürsten verzeichnet. Im Wesentlichen tritt Viax in die Lehen seines Vaters Heinrich von Oberstein ein. Dieser hatte offensichtlich bereits beim Vorgänger Kurfürst Philipp als Vasall gedient. Für die Verpflichtung erhält Viax Lehen in der Gemeinde Kerzenheim. Diese waren nach dem Tod des Eberharts von Merenbergs, genant Rubsamen an die Kurpfalz "heimgegangen"[44] und konnten somit neu vergeben werden.[web 2][lit 2]
Vasall des Herrn von Hohenfels und Reipoltskirchen
Ausweislich der Urkunde StA Da C 1A Nr.63 war Viax auch Lehensnehmer der Herren von Hohenfels zu Reipoltskirchen. Im Jahre 1541 stellt Johann von Hohenfels und Reipoltskirchen einen entsprechenden Lehensbrief aus, den Viax von Oberstein reversierte. Es geht dabei um eine Verschreibung von 400 Gulden für ein Burgstadel im Dorf Duttweiler sowie die halbe Gerichtsbarkeit des Dorfes. Das Dorf "gehörte" dem Pfalzgrafen am Rhein und Kurfürsten Ludwig V. und war an die Hohenfelser verlehnt worden.
Der Ritterkrieg (Pfälzischer Ritteraufstand)
Franz von Sickingen führte die Ritterschaft in den Krieg gegen das Bistum Trier.
Weblinks
- ↑ .steinbach-am-donnersberg.de/Geschichte/Seite%20075.pdf // Michael März: Chronik von Steinbach am Donnersberg. Nach Rücksprache mit dem Verfasser des Beitrags aus der Chronik kann er über die zitierte Urkunde keine weitere Aussage mehr machen.
- ↑ siehe dazu: merenberg-online.de/gemeinde/ortsteile/geschichte_merenberg_3.htm /abgerufen am 07. Januar 2017
Literatur
- ↑ Böhme, Horst Wolfgang (1986) Der Grabstein des Siegfried v. Oberstein in Gau-Odernheim: Ein Beitrag zur ritterlichen Rüstung des frühen 15. Jahrhunderts. Mainzer Zeitschrift, Mittelrheinisches Jahrbuch, 81. Mainz. Böhme, Horst Wolfgang (1986), ‹Der Grabstein des Siegfried v. Oberstein in Gau-Odernheim: Ein Beitrag zur ritterlichen Rüstung des frühen 15. Jahrhunderts IN: Mainzer Zeitschrift, Mittelrheinisches Jahrbuch› 81 (Band 81 Mainz. Altertumsverein et al. Mainz), Seite(n): 49-67). (CMS 213), S. 49–67
- ↑ Müller, Karl: IN: ALZEYER GESCHICHTSBLÄTTER 37 (2008), S.25–32 "Die Lage der Burg Winnenberg in Weinheim bei Alzey"
Einzelnachweise
- ↑ So im Beitrag von Hoffmann, Alfons (1952 August), ’Geschichte von Börrstadt/Pfalz’, Ruppertsecken (Selbstverl., Ruppertsecken, Band/Ausgabe:) 141 Seiten. (CMS 688), VI. Oberbörrstadt 1486-1793. Demnach wohnten die Obersteiner, darunter auch Viax von Oberstein in Oberbörrstadt: "1539 verglich sich Viax von Oberstein mit der Gemeinde Jaxweiler [Jakobsweiler] wegen der Frondienste. Er hatte nämlich verlangt, daß sie ihm sein Heu nach Offstein fahren sollten. Die Gemeinde Jaxweiler wendete dagegen ein, nur zur Fahrt nach Börrstadt verpflichtet zu sein, „wo sein Vater und seine Voreltern wohnhaft gewesen.“ (Heintz, Adel)."
- ↑ Zumindest geht Fouquet (in: Fouquet, Gerhard (1987), ‹Das Speyerer Domkapitel im späten Mittelalter (ca. 1350-1540): Teil I und II›, (Quellen und Abhandlungen zur mittelrheinischen Kirchengeschichte, 1 und 2(57); Mainz: Gesellschaft für Mittelrheinische Kirchengeschichte) Seiten. (CMS 104). davon aus, daß schon sein Cousin/Urgroßvater(?) Johannes von Oberstein (Erbauer der Kirche in Steinbach 1450) sich auf der Kredenburg aufhielt: Siehe dazu: Fouquet, Seite 698 und 700
- ↑ Eintragung auf dem Grabmal Oberstein in Maikammer. Montags nach Oculi. Oculi ist der 3. Fastensonntag im Jahreskreis. Im Julianischen Kalender war dies der 5. März, der folgende Tag also Montag der 6. März 1553.
- ↑ Hoffmann, Alfons (1952 August), ’Geschichte von Börrstadt/Pfalz’, Ruppertsecken (Selbstverl., Ruppertsecken, Band/Ausgabe:) 141 Seiten. (CMS 688), Kapitel IV., "Heinrich von Oberstein war nach einem Zusatz am Schluß des Weistums mit Walburga von Schweinheim verheiratet."
- ↑ ⭐ Quelle unvollständig ⭐ )
- ↑ Leonhardt (1928), Seite 156
- ↑ Lehnbuch Ludwig V., Seite XXX (1523)
- ↑ siehe dazu:DHM Do 79 113
- ↑ DHM Do 78 430
- ↑ ⭐ Quelle unvollständig ⭐
- ↑ StA Wt R-US 1530 Januar 14b
- ↑ Lehnbuch Ludwig V., Folio 152 (1523)
- ↑ Lehnbuch Ludwig V., Folio 152 (1523)
- ↑ Dolch, M. Stammnitz, P. (2006/2007) Die von Oberstein in der Pfalz. In: Kaiserslauterer Jahrbuch für pfälzische Geschichte und Volkskunde. 6/7 Kaiserslautern, Seite 64, dort heißt es: "Der Junker Viax vom Oberstein gelangte, vielleicht gestützt auf großmütterliches Erbe (Anmerkung Matzinger: dies müssten dann die Linien Dalbingen oder Steinkallenfels sein), vor 1525 in den Besitz der Kredenburg, einer Wasserburg zwischen Maikammer und Alsterweiler." Siehe: Dolch, Martin und Peter Stammnitz (2006/2007), ‹Die von Oberstein in der Pfalz IN: Kaiserslauterer Jahrbuch für pfälzische Geschichte und Volkskunde› 6/7 (Band 6/7 Kaiserslautern. Printec GmbH), Seite(n): 43-68). (CMS 196), Seite 64
- ↑ ⭐ Quelle unvollständig ⭐
- ↑ Woraus der Titel "Graf" hervorgeht, darauf bleibt Leonhardt (1928) eine Antwort schuldig
- ↑ Repertorium der Urkunden des Staatsarchivs Speyer von Dr. Glasschröder, Seite 17.
- ↑ Hoffmann, Alfons (1952 August), ‹Geschichte von Börrstadt/Pfalz›, (Ruppertsecken: Selbstverl.) 141 Seiten. (CMS 688), siehe dazu auch CMS 684
- ↑ Schäfer/Stöckl (2015), Schäfer, Günter, Stöckl Martina (2015), ‹Ortsfamilienbuch Maikammer-Alsterweiler Band 1 und Band 2›, (2; Selbstverlag) 1086 Seiten. (CMS 647), Seite 583
- ↑ Fouquet, Seite 700 Nr.273.
- ↑ liegt noch nicht vor. Wohl in Glasschröder Repetorium.
- ↑ Es handelt sich um ein Hofgut, das im Eigentum des Viax von Oberstein stand
- ↑ Daraus geht hervor, daß auf dem Hofgut mehrere Beständer gab, was auf ein umfangreiches Eigentum schließen lässt, zudem grenzt das Anwesen an das Hofgut des Hochstifts Speyer
- ↑ Mayerhofer, J. und F. Glasschröder (1892), ‹Die Weistümer der Rheinpfalz: Mitteilungen des historischen Vereins der Pfalz Band XVI›, (Hg. Pfalz, Historischer Verein der, (1 Hg., Mitteilungen des historischen Vereins der Pfalz, XVI(XVI); Speier: Gilardone’schen Buchdruckerei) 252 Seiten. (CMS 351), Seite 96 unter Jakobsweiler.
- ↑ ⭐ Quelle unvollständig ⭐
- ↑ ⭐ Quelle unvollständig ⭐
- ↑ nach: Hoffmann, Alfons (1952 August), ’Geschichte von Börrstadt/Pfalz’, Ruppertsecken (Selbstverl., Ruppertsecken, Band/Ausgabe:) 141 Seiten. (CMS 688), unter Bezug auf Speyrer Urkunden.
- ↑ Anmerkung Matzinger: Es kann sich beim Juncker m.E. nur um Viax von Oberstein handeln.
- ↑ Schmitt Franz (unveröffentlicht) Kloster Heilsbruck (1489), Heylspruck Schaffney Zinsbuch de Anno 1489 (Heilsbruck). Kloster Heilsbruck. Bestand: 35b; Nr(n): 100(plus)folianten, (CMS 373), Seite 7,8
- ↑ Hoffmann, Alfons (1952 August), ’Geschichte von Börrstadt/Pfalz’, Selbstverl., Ruppertsecken, (Band/Ausgabe:, 141 Seiten) (CMS 688).
- ↑ Weech, Friedrich von (1880), ´Pfälzische Regesten und Urkunden (Fortsetzung)´. In: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins (ZGO), , Karlsruhe, Band 32. Band Heft ( ), Seiten: 190ff..Urkunde, fortgesetzte Reihe: 1869 /Nr. 22 1871/ Nr. 23 1872/ Nr. 24 1874/ Nr. 26 1880/ Nr. 32
- ↑ Mays, Albert, Christ, Karl (1890) Einwohnverzeichnis der Stadt Heidelberg vom Jahr 1588. Heidelberg, Gustav Koester, Seite 191
- ↑ Mayerhofer, J. und F. Glasschröder (1892), ‹Die Weistümer der Rheinpfalz: Mitteilungen des historischen Vereins der Pfalz Band XVI›, (Hg. Pfalz, Historischer Verein der, (1 Hg., Mitteilungen des historischen Vereins der Pfalz, XVI(XVI); Speier: Gilardone’schen Buchdruckerei) 252 Seiten. (CMS 351), Seite 96 unter Jakobsweiler.
- ↑ ⭐ Quelle unvollständig ⭐ Dies ist im Detail noch zu belegen: So standen ...WER? im Dienste der...WEM?
- ↑ ⭐ Quelle unvollständig ⭐
- ↑ Schäfer, Günter, Stöckl Martina (2015), ‹Ortsfamilienbuch Maikammer-Alsterweiler Band 1 und Band 2›, (2; Selbstverlag) 1086 Seiten. (CMS 647), Seite 31
- ↑ Schäfer, Günter, Stöckl Martina (2015), ‹Ortsfamilienbuch Maikammer-Alsterweiler Band 1 und Band 2›, (2; Selbstverlag) 1086 Seiten. (CMS 647), Seite 25.
- ↑ Luttenberger, Albrecht, "Ludwig V. der Friedfertige" in: Neue Deutsche Biographie 15 (1987), S. 412 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119272334.html#ndbcontent
- ↑ Luttenberger, Albrecht, "Ludwig V. der Friedfertige" in: Neue Deutsche Biographie 15 (1987), S. 412 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119272334.html#ndbcontent
- ↑ Luttenberger, Albrecht, "Ludwig V. der Friedfertige" in: Neue Deutsche Biographie 15 (1987), S. 412 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119272334.html#ndbcontent
- ↑ Luttenberger, Albrecht, "Ludwig V. der Friedfertige" in: Neue Deutsche Biographie 15 (1987), S. 412 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119272334.html#ndbcontent
- ↑ Eine ähnliche Entwicklung wird auch für Hans III. Lanschad von Steinach geschildert. Er wurde glühender Verfechter des neuen Glaubens und bestellte 1522 in Neckarsteinach den ersten evangelischen Pfarrer (Jakob Otter). Nach: Irschlinger, Robert (1969), ’Zur Geschichte der Herren von Hirschhorn’, Michelstadt im Odenwald (Sonderheft 1 der Heimatkundlichen Zeitrschrift „Der Odenwald“ des Breuberg-Bundes, Michelstadt im Odenwald, Band/Ausgabe: 1) 32 Seiten. (CMS 750), Seite 21
- ↑ Lehenbuch des Kurfürsten Ludwig V. Seite XXX: siehe unter Generallandesarchiv Karlsruhe: https://www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/bild_zoom/zoom.php?bestand=10798&bildexpl_klassi=002.007.007.002.005&bildexpl_klassis=002.007.007.002.005&ausgangspunkt=bildbetrachter&id=8404316&gewaehlteSeite=04_0003988050_0001_4-3988050-1.jpg&screenbreite=1280&screenhoehe=997
- ↑ "...Rittergeschlechtes der Rübsame von Merenberg, die um die Mitte des 15. Jahrhunderts ausstarben." merenberg-online.de/gemeinde/ortsteile/geschichte_merenberg_3.htm /abgerufen am 07. Januar 2017
Anmerkungen
- ↑ Matthias C.S. Dreyer: Schreibweise mit "K" nach: Schäfer/Stöckl (2015) Schäfer, Günter, Stöckl Martina (2015), ‹Ortsfamilienbuch Maikammer-Alsterweiler Band 1 und Band 2›, (2; Selbstverlag) 1086 Seiten. (CMS 647), Seite 583 Nr.4457.
- ↑ hier aber mit C: 1553 (05. Februar) GLA Ka - Heiratsvertrag zwischen Katharina von Oberstein (1528), Tochter des Viax von Oberstein und der Margarete von Dalheim und Franz Braun von Schmidberg, Sohn des Adrian Braun von Schmidberg mit 3000 fl. Heiratsgut.
- ↑ Matthias C.S. Dreyer: Datum der Urkunde ist falsch angegeben, Viax von Oberstein ist als Beatis gelesen.
- ↑ Eine vergleichbare Konstellation findet sich in der Geschichte der niederadligen Familie von Hirschhorn. Sie folgten bereits 1517 den Thesen Luthers. Im Jahr 1518 verteidigte dieser in Heidelberg vor vielen Adligen und mehren Doctores seine Leitsätze. 1522 starb Philipp II. von Hirschhorn noch als Anhänger des kath. Glaubens. Seine Brüder Georg und Engelhard III. waren 1521 auf dem Reichstag in Worms, 1522 in Schweinfurt, wo Franz von Sickingen auftrat und die Ritter zur Wahrung ihrer Interessen aufrief. Sie führten dann die Reformation ein. Im Jahr 1529 starb Engelhard III. evangelisch. Kurz nach 1543 wurde durch einen Sohn von Engelhard, Hans IX. der bereits evanglisch erzogen war, die Lehre entgültig eingeführt: „Lutheranismum in oppidum et dominium suum introduxit, conventum invasit et spoliavit.“
Zitate
- ↑ siehe dazu: Irschlinger, Robert (1969), ’Zur Geschichte der Herren von Hirschhorn’, Michelstadt im Odenwald (Sonderheft 1 der Heimatkundlichen Zeitrschrift „Der Odenwald“ des Breuberg-Bundes, Michelstadt im Odenwald, Band/Ausgabe: 1) 32 Seiten. (CMS 750), Seite 21
Urkunden
- ↑ Kläger Viax von Oberstein 1550 in: Viax von Oberstein klagt gegen Margarethe geborene von Altdorf, genannt von Kropsburg auf Rückzahlung eines Darlehen: Reichskammergerichtprozess 2219. 1550 Reichskammergericht. Oberstein, Viax von (1550) gegen: Margarethe von Altdorf genannt von Kropsburg, Viax von Oberstein klagt gegen Margarethe geborene von Altdorf, genannt von Kropsburg auf Rückzahlung eines Darlehen. Gericht: Reichskammergericht, Sitz: Aktenzeichen: 2219; (CMS 235).
Begriffe
- ↑ Die Ritterorden wurden seit dem 17. Jahrhundert, entsprechend dem Vorbild der Kantone der Schweizer Eidgenossenschaft, Ritterkantone genannt.
Kategorien
Viax von Oberstein gehört den Kategorien an: Oberstein, Person (Alsterweiler), Kredenburger Zweig
Matzinger sagt: "letzte Überarbeitung der Seite 25.01.2026". Alle Rechte der Seite bei ©Matthias C.S. Dreyer. Der Name dieser Seite lautet: Viax von Oberstein. Nutzen Sie zur Zitierung für Ihr Werk folgende vollständige Angabe: https://www.alsterweiler.net/wiki/Viax von Oberstein ©Matthias C.S. Dreyer /abgerufen am 18.04.2026 ↑... Seitenanfang
Referenzierungen
- ^ Weech, Friedrich von (1880).
Titel: Pfälzische Regesten und Urkunden (Fortsetzung).
In: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins (ZGO), Arbeitsgemeinschaft für geschichtliche Landeskunde am Oberrhein (Hg.), Karlsruhe , Band: , Heft: 32, .
Seite: 190ff.
Schlüssel: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins (ZGO)/Beiträge#Weech_(1880)
Zitat: 1550 Januar 5. Hans Reuß von Almsheim und Anna Neudeckerin, seine Hausfrau, verkaufen an Kurfürst Friedrich II. eine Behausung und Güter in Stadt und Gemarkung von Hilsbach um 800 Gulden. Geben uff sonntag nach dem neuen jars tag 1550. Perg. Or. Das Siegel des Hans Reuß ist abgefallen, das des Viax von Oberstein hängt an der Urkunde (471) Siegel von Viax von Oberstein soll anhängen. Urkunde, fortgesetzte Reihe: 1869 /Nr. 22 1871/ Nr. 23 1872/ Nr. 24 1874/ Nr. 26 1880/ Nr. 32.
Übertragung: Weech (1880)
Anmerkung: 1550 Januar 5. Hans Reuß von Almsheim und Anna Neudeckerin, seine Hausfrau, verkaufen an Kurfürst Friedrich II. eine Behausung und Güter in Stadt und Gemarkung von Hilsbach um 800 Gulden. Geben uff sonntag nach dem neuen jars tag 1550. Perg. Or. Das Siegel des Hans Reuß ist abgefallen, das des Viax von Oberstein hängt an der Urkunde (471) Siegel von Viax von Oberstein soll anhängen.
Schlagwort: Viax von Oberstein · 1550 · Hans Reuß von Albisheim · Anna Neudeckerin · Kurfürst Friedrich II. · Hilsbach · Urkunde · Siegel
Quelle: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins (ZGO)/Beiträge
Erscheinungsjahr: 1880
Erscheinungstag: Eine Tagesangabe (Erscheinungstag) fehlt.
Die Einstufung fehlt noch.
Sammlung: Die Zuordnung zu einer Sammlung fehlt.
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