Lehnbuch Ludwig V.

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Lehnbuch Ludwig V. ist ein Wappenlehnbuch und wurde um 1538/42 für Kurfürst Ludwig V. von der Pfalz (1508-1544) angelegt. Es ist unter dem Verzeichnis GLA Ka 67 Nr.1058 im Generallandesarchiv Karlsruhe verwahrt.

In diesem Lehnbuch sind verzeichnet:

Folii im Lehnbuch Ludwig V.:

Systematik:

Quelle

Einordnung

Das Lehnbuch seht in einer Reihe mit weiteren Büchern ähnlicher Art. "Das älteste unter diesen ist das des Basler Bischofs Friedrich zu Rhein (1437-1451) von 1441, gefolgt vom Speyrer Lehnbuch, entstanden 1465/68, und dem Lehnbuch Kurfürst Friedrichs I. von der Pfalz (1449/51-1476) von 1471."[zit 1]

"Bei allen diesen wappengeschmückten Lehnbüchern handelt es sich nicht um Verwaltungsschriftgut für den täglichen Kanzleigebrauch."[zit 2] Es sind Kammerexemplare zum persönlichen Gebrauch des Fürsten und zur Repräsentation bei Hofe. "...zur Mehrung des eigenen Ruhms ..."[zit 3]

Inhalt

"Das Lehnbuch Kurfürst Ludwigs V. von der Pfalz umfasst 490 Pergamentblätter und dokumentiert, angereichert mit farbigen Vollwappen, einerseits die Passivlehen."[zit 4] Diese Lehen trug er selbst vom Reich, vom Königreich Böhmen sowie von geistlichen Fürsten und Prälaten. Zum zweiten enthält das Lehnbuch die Aktivlehen, "die er an rund vierhundert fürstliche, gräfliche und ritteradlige Vasallen, aber auch an bürgerliche Beamte und gelehrte Räte zu vergeben hatte."[zit 5]

Das Lehnbuch ist nach Ständen gegliedert, also nach Fürsten, Grafen, Herren, Angehörigen des Ritteradels, landesherrlichen Beamten und Bürgern.[anm 1]

An die besonders zahlreichen Pfälzer Aktivlehen schließen sich Lehen von elf Grafschaften und Herrschaften, die die Pfalz im 15. Jahrhundert im Wege des Heimfalls, des Kaufs oder der Pfandschaft erworben hatte. Die Lehen liegen großenteils im Pfälzer Raum [anm 2], reicht aber über das Gebiet hinaus, bis an die mittlere Mosel, in die Wetterau, an die Lahn und an den Niederrhein[1].

Für die Heraldik des Spätmittelalters ist das Lehnbuch von großer Bedeutung. So für die Familien Oberstein, Dalheim. Angegeben werden die Lehnreverse im vollen Wortlaut, ergänzt durch andere auf Lehen bezogene Urkunden[2].

Weblinks

Literatur

Einzelnachweise

  1. www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/olf/struktur.php?bestand=10798&sprungId=8404162&letztesLimit=suchen&klassi=002.007.007.002.005.000&anzeigeKlassi=002.007.007.002.005.000&unterebenenId=8404161&inhaltHauptframe=unterebenen&letztesLimitUnterebenen=suchen&sprungId=8404162 /abgerufen am 07. Januar 2017
  2. www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/olf/struktur.php?bestand=10798&sprungId=8404162&letztesLimit=suchen&klassi=002.007.007.002.005.000&anzeigeKlassi=002.007.007.002.005.000&unterebenenId=8404161&inhaltHauptframe=unterebenen&letztesLimitUnterebenen=suchen&sprungId=8404162 /abgerufen am 07. Januar 2017

Anmerkungen

  1. Dazu: "Je weiter man die Ständepyramide hinabsteigt, desto mehr verschwimmen naturgemäß die geburtsständischen Grenzen und desto stärker kommt die dem unteren Rand des spätmittelalterlichen Niederadels eigene soziale Dynamik zum Tragen. Allerdings erscheint das Bewusstsein für die ständischen Grenzen oberhalb des Ritteradels und der höheren Beamtenschaft inzwischen deutlich geschärft." Zitiert nach: www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/olf/struktur.php?bestand=10798&sprungId=8404162&letztesLimit=suchen&klassi=002.007.007.002.005.000&anzeigeKlassi=002.007.007.002.005.000&unterebenenId=8404161&inhaltHauptframe=unterebenen&letztesLimitUnterebenen=suchen&sprungId=8404162 /abgerufen am 07. Januar 2017
  2. Gemeint ist damit das Gebiet beiderseits des nördlichen Oberrheins

Zitate

  1. siehe dazu: www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/olf/struktur.php?bestand=10798&sprungId=8404162&letztesLimit=suchen&klassi=002.007.007.002.005.000&anzeigeKlassi=002.007.007.002.005.000&unterebenenId=8404161&inhaltHauptframe=unterebenen&letztesLimitUnterebenen=suchen&sprungId=8404162 /abgerufen am 07. Januar 2017
  2. siehe dazu: www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/olf/struktur.php?bestand=10798&sprungId=8404162&letztesLimit=suchen&klassi=002.007.007.002.005.000&anzeigeKlassi=002.007.007.002.005.000&unterebenenId=8404161&inhaltHauptframe=unterebenen&letztesLimitUnterebenen=suchen&sprungId=8404162 /abgerufen am 07. Januar 2017
  3. siehe dazu: www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/olf/struktur.php?bestand=10798&sprungId=8404162&letztesLimit=suchen&klassi=002.007.007.002.005.000&anzeigeKlassi=002.007.007.002.005.000&unterebenenId=8404161&inhaltHauptframe=unterebenen&letztesLimitUnterebenen=suchen&sprungId=8404162 /abgerufen am 07. Januar 2017
  4. siehe dazu: www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/olf/struktur.php?bestand=10798&sprungId=8404162&letztesLimit=suchen&klassi=002.007.007.002.005.000&anzeigeKlassi=002.007.007.002.005.000&unterebenenId=8404161&inhaltHauptframe=unterebenen&letztesLimitUnterebenen=suchen&sprungId=8404162 /abgerufen am 07. Januar 2017
  5. siehe dazu: www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/olf/struktur.php?bestand=10798&sprungId=8404162&letztesLimit=suchen&klassi=002.007.007.002.005.000&anzeigeKlassi=002.007.007.002.005.000&unterebenenId=8404161&inhaltHauptframe=unterebenen&letztesLimitUnterebenen=suchen&sprungId=8404162 /abgerufen am 07. Januar 2017. Dort auch weiter: "Mit seinen großen und vielen kleinen Miniaturen ist der Band noch prächtiger ausgestattet als der zwei Menschenalter davor für Friedrich I. geschaffene. Weil aber die Oberpfälzer Vasallen unberücksichtigt bleiben und infolge der nach dem Landshuter Krieg eingetretenen Gebiets- und Herrschaftsverluste ist der hier erfasste Lehnhof um etwa ein Drittel kleiner als der der 1470er Jahre."

Urkunden

Begriffe

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