Kloster Heilsbruck

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Kloster Heilsbruck war ein Kloster in Wazzenhofen. Reste der Anlage stehen noch in Edenkoben, in der Klosterstraße. Kloster Heilsbruck wurde auf Betreiben von Magister Salomon, Kanoniker zu Würzburg (aus der Gegend um Landau in der Pfalz stammend), im Jahr 1230 bei Harthausen gegründet.

Später wurde das Kloster als Zisterzienserinnenkloster nach Edenkoben, Wazzenhofen verlegt. Grund dafür waren Streitigkeiten mit den umliegenden kirchlichen Besitzern184ff.[lit 1]. Im Jahre 1265 wird das Patronatsrecht[anm 1] der katholischen Pfarrkirche in Maikammer an das Kloster übertragen[1]. Diese Urkunde ist der zweit-älteste schriftlich erhaltene Nachweis zur Gemeinde Maikammer[anm 2]. Der Übertragung eines Patronatsrechtes ging in der Regel ein adliger Kirchenbesitz voraus.

Als Mutterkloster von Heilsbruck wird das Kloster Koenigsbruck (Königsbrück) im Elsaß benannt. Es handelte sich um eine Abtei der Zisterzienserinnen im sogenannten Heiligen Forst (Forêt d'Haguenau) bei Hagenau, jetzt Leutenheim[2].

Reste der baulichen Anlage von Kloster Heilsbruck sind in der Klosterstraße in Edenkoben noch heute erhalten. Das Kloster betrieb, wie alle Klöster und Stifte, zahlreiche Einrichtungen der Verwaltung und des klösterlichen Betriebs. Darunter befand sich auch eine eigene Schaffnerei. Kloster Heilsbruck unterhielt zahlreiche Hofgüter, Wirtschaftshöfe und andere Einrichtungen in umliegenden Ortschaften. So auch das Heringsamt, Hauptstraße Nr.32 in Alsterweiler, so vermutete zumindest Urban Ziegler. Diese Vermutung ist zwischenzeitlich widerlegt. Das Anwesen wurde von den Sebastian Fischer erbaut. Er hat das Zeichen der Fische auf dem Torbogen eintragen lassen. Urban Ziegler erinnert auch an die Niederlassung eines Eieramtes, die in Maikammer gelegen haben soll.

Das Kloster war aufgrund von Stiftungen und Schenkungen sehr stark mit dem lokalen Niederadel verbunden. Dies zeigt sich in den zugehörigen Güterbesitzungen aber auch in der Besetzung der Funktionsstellen innerhalb des Klosters[3]. Bemerkenswert ist die erste Äbtissin, die vom Kloster Königsbruck nach Harthausen eingesetzt wurde. Es handelt sich um Maria Anna von Talheim. Die Talheim sind ein Niederadelsgeschlecht aus Baden-Württemberg. Viax von Oberstein heiratet im frühen 16. Jahrhundert eine von Talheim. Die Talheimer sollen in der Pfalz wesentliche Treiber der Verehrung der heiligen Anna gewesen sein.

Alsterweiler

Das Kloster hatte Patronatsrechte in Maikammer und damit auch in Alsterweiler187[anm 3]. "Das Patronatsrecht für St. Kosmas und Damian, der Pfarrkirche in Maikammer, lag 1265 bei den Äbtissinnen des Klosters Heilsbruck in Edenkoben." Rödel (1988), Seiten 84ff. [4].

Es wird angenommen, daß der Passionsaltar Maikammer eine Stiftung aus dem Kloster Heilsbruck sei[5].

Die Beziehungen zwischen dem Kloster Heilsbruck und dem Ort Alsterweiler (sowie Maikammer) sind in Unterlagen zum Zinsbuch und Lagerbuch des Klosters sowie in zahlreichen anderen Urkunden dargestellt. Beispiel: 1Rödel (1988),:84ff.

Urkunden des Klosters

 DatumTitelSchlagwort
LA Sp F 2 Nr.35b1489 JLHeylspruck Schaffney Zinsbuch de anno 1489Kloster Heilsbruck
Kappenzins
Schaffnerei
Korngült
Ölgült
Hellergült
Weingült
Alsterweiler
LA Sp A 1 Nr.12671548 JLKloster Heilsbruck verkauft eine jährliche Gült von einem Wingert in Maikammer.Kloster Heilsbruck
Oberstein
Ohm
Wein
Wingert
Maikammer

Leitung des Klosters

Die Äbtissinnen des Klosters Heilsbruck nach Remling2 sowie "Palatia Sacra"1:84ff.
Gebiet: Kloster Heilsbruck Zisterzienserinnenkloster
Zeitraum: Jahre 1262 bis 1647
Grad: unvollständig

Andere Ämter im Kloster

Priorinnen

Küsterei

Siechenamt

Eieramt

Heringamt

Geistliche im Kloster

Barbara von Oberstein (1487) "Geistlich zu Heylsbrucken" - siehe dazu Humbracht /Zierde Tafel 60. Ihr Eintritt ins Kloster könnte der Anlass für die Stiftung des Passionsaltar Maikammer sein. Siehe dazu [[1]]

Else Elisabeth von Altdorf genannt von Kropsberg Cropßberg Nonne des Klosters Heilsbruck, aus LA Sp F7 Nr.1826, 05. April 1475.

Güter des Klosters

Es werden 46 Orte nachgewiesen, in denen das Kloster Heilsbruck Güter besaß5. Darunter befand sich auch Alsterweiler.

Weblinks

Literatur

  1. Rödel, Volker (1988) Palatia Sacra. Teil 1 Bistum Speyer, Band 4 Landdekanat Weyher. Mainz, Selbstverlag der Gesellschaft für Mittelrheinische Kirchengeschichte. Seite 84ff.

Einzelnachweise

  1. Maikammer, Ortsgemeinde (2014), ’1264 - 2014 Maikammer: Ein Spaziergang durch den Ort und seine Geschichte’, Neustadt an der Weinstraße (Hg. Maikammer, Ortsgemeinde, (Nino Druck GmbH, Neustadt an der Weinstraße, Band/Ausgabe:) 104 Seiten, Seite 33
  2. Hürkey, Seite 34, nach: Remling, Franz Xaver, Urkundliche Geschichte der ehemaligen Abteien und Klöster im jetzigen Rheinbayern, Neustadt/Haardt 1836, 1. Theil, S. 259.
  3. Klosterlexikon, Seite 114
  4. Ziegler-Schwaab, Judith (2015), ‹Kloster als Patron der Kirchengemeinde›, In: Die Rheinpfalz (Tageszeitung), Ausgabe: 2015 Februar 17, Seite Mittelhaardter Rundschau. (CMS 521).
  5. siehe dazu:Passionsaltar Maikammer#Das Sigle als Hinweis auf die Auftraggeber
  6. Remling, Franz Xaver (1832) Urkundliche Geschichte des Klosters Heilsbruck oberhalb Edenkoben. Mannheim, Schwan- und Götzsche Hofbuchhaltung, Seite 72, siehe: 1
  7. Gemäß Angaben von Urban Ziegler
  8. Stammte aus Dirmstein aus dem Niederadelsgeschlecht von der Hauben. Siehe dazu: wikipedia.de /abgerufen am 26. Dezember 2016
  9. Palatia Sacra, Seite 88
  10. Remling, Franz Xaver (1832) Urkundliche Geschichte des Klosters Heilsbruck oberhalb Edenkoben. Mannheim, Schwan- und Götzsche Hofbuchhaltung, Seite 72

Anmerkungen

  1. Das Patronatsrecht ist die Schirmherrschaft eines Landes- oder Grundherrn oder Gebietskörperschaft über eine Kirche, die auf seinem Gebiet oder in seinem Wirkungsbereich liegt. Das Kirchenpatronat ist eine Rechtsbeziehung zwischen einer Kirchengemeinde und ihrem Patron. Daraus leitet sich eine besondere Verantwortung für eine Kirche ab, meistens in Form eines regelmäßig zu zahlenden Beitrages oder in Form einer Verpflichtung zu baulichten Leistungen am Kirchengebäude.
  2. Ein Jahr zuvor, nämlich im Jahr 1264 gibt es den ersten Nachweis - In einer am 31. Oktober („vigilia omnium sanctorum“) von Bischof Bernhard von Worms ausgestellten Urkunde wird mit Domherr „Werner de Meinkeimer“ Maikammer erstmals genau datierbar erwähnt.
  3. Matthias Clemens Sigmund Dreyer: Maikammer und Alsterweiler waren gemeinsam gepfarrt

Zitate

Urkunden

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Referenzierungen

  1. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac Rödel (1988) 
  2. ^  Remling, Franz Xaver (1832), ´Urkundliche Geschichte des Klosters Heilsbruck oberhalb Edenkoben´. Schwan- und Götzsche Hofbuchhaltung. Mannheim
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    Schlagwort: Heilsbruck · Edenkoben · Kloster
  3. a b  Kein Titel angegeben.
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    Es gibt keine Anmerkung.
    Notes: Äbstissin NN (Kunigunde I.?) (C53.04.31 Nr.1316) - Äbtissinnensiegel: SF: Spitzoval, Maße unbekannt. - SB: Sitzende Äbtissin (im Habitat), in der Rechten einen Äbtissinnenstab, (in der linken Hand ein Buch / Evangelium) haltend (Fragement). - SU fehlt (Fragment). LA Sp F7 Nr.70.2 - Jahr 1241
    Schlagwort: Ein Schlagwort fehlt.
    Quelle:
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    Sammlung: Die Zuordnung zu einer Sammlung fehlt.
    Ein Link fehlt.
    Eine PDF-Angabe fehlt.
    WIKI: Kloster Heilsbruck
  4. a b c  |  Paetsch-Wollenschläger, Kunigunde (1996), ´Die Ritter von Altdorf´. Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde. Altdorf Band: 1 Seiten: 304
    Kein Schlüssel angegeben.
    Stufe fehlt.
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    Link zum Werk: Das Werk ist nicht eingestellt.
    notes: ./.
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    Schlagwort: Altenkirrweiler · Altdorf · Kirrweiler · Talheim · Oberstein
  5. ^ Rödel (1988):87 Fußnote 30 

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Das Patronatsrecht für St. Kosmas und Damian, der Pfarrkirche in Maikammer, lag 1265 bei den Äbtissinnen des Klosters Heilsbruck in Edenkoben. +
LA Sp F 2 Nr.35b +, LA Sp F 2 Nr.35c +  und LA Sp A 1 Nr.1267 +
Citation referenceDieses Attribut ist ein Spezialattribut in diesem Wiki.
Remling (1832) +, Rödel (1988) +, Debus (2013)/Seite303/1 +, Paetsch-Wollenschläger (1996) +  und Rödel (1988):87 Fußnote 30 +