Die Seite für Alsterweiler von Matthias C.S. Dreyer u.a.
Weinsticher
Weinsticher[1][web 1][anm 1] ist eine Funktion.
Der Weinsticher mußte über sämtliche in Alsterweiler feilgebotenen Weine und deren Preise wachen. Er führte ein Verzeichnis. Er mußte den Kaufwilligen Auskunft geben und sie in die Keller der Verkäufer begleiten. Der Weinsticher galt als Vermittler zwischen Käufer und Verkäufer beim Verkauf und Abfüllen des Weines und musste die gegenseitigen Interessen wahren. Er mußte bei Verkäufen den Geldbetrag berechnen. Wenn der Wein nicht gleich abgefüllt wurde, notierte der Weinsticher den Preis und das sog. Draufgeld. Das Faß war unter Siegel zu legen.
Der Weinsticher war auch Eichmeister. Er hatte ungeeichte Fässer zu eichen und Inhalt und Eichzeichen auf dem Faßboden anzubringen. Er mußte untersuchen, ob die Zeichen der Fässer der Käufer richtig waren. Er kannte die verschiedenartigen Eichzeichen. Er erkannte auch, ob das Faß das Hohlmaß hatte, den die Eichzeichen angaben. Beim geringsten Zweifel mußte er die Fässer nacheichen.
Beim Weinsticher handelt sich um eine Tätigkeit im engen Bezug zum Weinprüfer oder Weinmakler, Weinhändler[lit 1]. "Hauptberuf der Bewohner von (...) Alsterweiler war alles, was mit dem Weinbau zusammenhing, Winzer, Winzertagner, Weinsticher, Weinläder (Weinlader) und Küfer."[2] Weinsticher (Eichmeister) in Alsterweiler waren:
Fundstellen zu Weinsticher
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| 100 Jahre Kirchenchor Maikammer | Festschrift | Katholische Kirche Maikammer Alsterweiler Geschichte Wappen Tafelbild Alsterweilerer Altar | Cäcilienverein (1970) | 90 | |||||
| 100 Jahre Kirchenchor Maikammer/Aus der Geschichte unserer Pfarrei | Alsterweiler | Klausental Kloster Heilsbruck Reinhard von Hohenecken Kirchweihe Altarbild Alsterweiler Klause Von Leiningen Einsiedlerhof Beneficium ad altare St. Katharinae | 100 Jahre Kirchenchor Maikammer/Aus der Geschichte unserer Pfarrei#Seite 22 | Seite 22 | |||||
| 100 Jahre Kirchenchor Maikammer/Das Maikammerer Altarbild | Artikel | Kapelle Maikammer Alsterweiler Maikammerer Altarbild Altar | 100 Jahre Kirchenchor Maikammer/Das Maikammerer Altarbild#Seite 37 | Seite 37 | |||||
| 100 Jahre Kirchenchor Maikammer/Kleine Wappenkunde | Alsterweiler Wappen | Das Geschlecht der Dalheimer stammt aus dem Württembergischen (nicht mit den Dalberger auf der Kropsburg verwechseln!). Wahrscheinlich kam es über die Benediktinerklöster Zwiefalten, Hornbach oder Weißenburg in unsere Gegend. Besonders in Edesheim übten Angehörige dieses Geschlechts im 15. Jahrhundert verschiedene Funktionen aus. Die Dalheimischen Lehensgüter in vielen Gemeinden der Umgegend geben Zeugnis von dem Reichtum des Geschlechts vor der Reformation. In Maikammer findet sich ihr Wappen neben dem Wappen der Obersteiner sowohl an der Kredenburg, als auch am Grabmal neben der katholischen Kirche. Obersteinisches Wappen: heraldischer Löwe auf weißem Feld; Dalheimer Wappen (38). Besonders erwähnenswert ist ihre große Verehrung der heiligen Anna, vermutlich gehen die St. Anna-Wallfahrt und die St. Anna-Kapelle auf eine Stiftung dieses Geschlechts zurück. | Amtszeichen Maikammer Alsterweiler Wappen | 100 Jahre Kirchenchor Maikammer/Kleine Wappenkunde#Seite 41 | Seite 41 | ||||
| 100 Jahre Kirchenchor Maikammer/Kleine Wappenkunde/Fußnoten | Alsterweiler | Zu dieser Zeit versah ein Edesheimer Bürger in Maikammer und Alsterweiler den Eichdienst. Das Gesuch enthielt die Bitte, einen Maikammerer das Eichen ausführen zu lassen, wobei die Aufsicht darüber und das Eichen der Eichgefäße weiterhin bei Edesheim bleiben sollten. In dem Schreiben heißt es, man wolle ,aufbrennen das Maß, das Gemeintmaßzeichen und die Registrierungsnummer'. Ferner bat der Dorfmeister um die Erlaubnis, ein Registrierbuch anlegen zu dürfen. | Eichmeister Dorfmeister Edesheim Alsterweiler Eichamt Eichdienst | Ziegler (1970c)/Fußnote3 | 46 | ||||
| 100 Jahre Kirchenchor Maikammer/Kleine Wappenkunde/Wappen | Maikammer Wappen | Vorrangig hat bei uns der erste Dorfmeister das Gemeindezeichen verwendet. Ihm unterstand in der Gemeinde alles, was mit Zahlen zu tun hatte, also die Dorfrechnung, das Steuereinsammeln, das Vermessungsamt, das Eichamt usw. Soweit bekannt, zeichnete er individuell, z. B. Hans Barchen (16), (auch am Tor Marktstr. 17 aus dem Jahre 1592) oder Peter Hertel (17) (i. J. 1605). Von Hans Hertel dem Jüngeren ist aus dem Jahre 1633 unser Dorfzeichen in Verbindung mit dem Schultheißenzeichen erhalten (18) | Wappen | Ziegler (1970c)/Wappen17 | 50 | ||||
| 100 Jahre Kirchenchor Maikammer/Kleine Wappenkunde/Wappen | Maikammer Wappen | Vorrangig hat bei uns der erste Dorfmeister das Gemeindezeichen verwendet. Ihm unterstand in der Gemeinde alles, was mit Zahlen zu tun hatte, also die Dorfrechnung, das Steuereinsammeln, das Vermessungsamt, das Eichamt usw. Soweit bekannt, zeichnete er individuell, z. B. Hans Barchen (16), (auch am Tor Marktstr. 17 aus dem Jahre 1592) oder Peter Hertel (17) (i. J. 1605). Von Hans Hertel dem Jüngeren ist aus dem Jahre 1633 unser Dorfzeichen in Verbindung mit dem Schultheißenzeichen erhalten (18) | Wappen | Ziegler (1970c)/Wappen16 | 50 | ||||
| 100 Jahre Kirchenchor Maikammer/Kleine Wappenkunde/Wappen | Maikammer Wappen | Das Maikammerer Wappen ist wohl einer Gruppe zuzuordnen, die als Dekanatszeichen zu bestimmen ist und vornehmlich in der Vorderpfalz vor- kommt. In unseren alten Urkunden wird es Maßzeichen, Gemeindezeichen, meist jedoch einfach „das Zeichen" genannt. Als ,Maßzeichen' symbolisiert es sicherlich die damaligen Maße: (la) das Lot = ca. 12 cm, (lb) den Fuß = ca. 30 cm, (lc) die Elle = ca. 60 cm 2). In Maikammer wird das ,Maßzeichen' im Jahre 1603 in einem das Eichamt betreffenden Gesuch des ersten Dorfmeisters Peter Hertel erwähnt 3) | Wappen | Ziegler (1970c)/Wappen1 | 55 | ||||
| 100 Jahre Kirchenchor Maikammer/Kleine Wappenkunde/Wappen | Roschbach Maikammer Venningen Wappen | In unserem Gebiet war, wie wir aus Verkaufs- und Tauschurkunden wissen, vor dem 15. Jahrhundert der Dekan mitsiegelberechtigt 4). Zu Beginn der Neuzeit (um 1450) wurde eine Differenzierung der Siegelung schon aus Gründen des Handels notwendig. Die Wappen — Abbilder der Siegel — sind in den einzelnen Orten und Dekanaten in der Symbolik gleich, in der Gestaltung jedoch verschieden; einige Zeichen aus unserem Dekanat: Maikammer (1), Roschbach (2), Venningen (3) | Wappen | Ziegler (1970c)/Wappen2 | 51 | ||||
| 100 Jahre Kirchenchor Maikammer/Kleine Wappenkunde/Wappen | Maikammer Wappen | Vom Zeichen her wäre es möglich, das Wappen von Maikammer auch so zu gestalten (10), wie es sich in der Tat zum Zeichen der Trauer, umgekehrt auf dem von der Gemeinde im Jahre 1727 errichteten Friedhofskreuz, heute auf der Totengedenkstätte, findet. Die Stellung des Lotsymbols (la) hat aber eine besondere Bedeutung: a) Daran ist zu erkennen, zu welchem Dekanat eine Gemeinde gehörte (Bildvergleich (1)—(9), und b) innerhalb unseres Dekanates (Weyher ab 1399 für ca. 300 Jahre) unterscheidet die dem Petruskreuz ähnliche Anbringung den Gemeindemandatsträger von sonstigen Amtsträgern. Deutlich zeigt dies der Vergleich verschiedener Amtsträgerzeichen: das Zeichen für unseren Gemeindewaldschützen (11), für einen Haingeraideschützen (12), für einen Amtshaagschützen (13) ) oder für einen Amtsschöffen (14) ) | Amtsschöffe Hans Roesser Wappen Hans Rösser | Ziegler (1970c)/Wappen14 | 50 | ||||
| 100 Jahre Kirchenchor Maikammer/Kleine Wappenkunde/Wappen | Roschbach Maikammer Venningen Wappen | In unserem Gebiet war, wie wir aus Verkaufs- und Tauschurkunden wissen, vor dem 15. Jahrhundert der Dekan mitsiegelberechtigt 4). Zu Beginn der Neuzeit (um 1450) wurde eine Differenzierung der Siegelung schon aus Gründen des Handels notwendig. Die Wappen — Abbilder der Siegel — sind in den einzelnen Orten und Dekanaten in der Symbolik gleich, in der Gestaltung jedoch verschieden; einige Zeichen aus unserem Dekanat: Maikammer (1), Roschbach (2), Venningen (3) | Venningen Wappen | Ziegler (1970c)/Wappen3 | 51 | ||||
| 100 Jahre Kirchenchor Maikammer/Kleine Wappenkunde/Wappen | Burrweiler Maikammer Wappen | Ein Ortszeichen, das auch für das Maikammerer Wappen Beweiswert hat, sei noch angeführt: das ursprüngliche Zeichen von Burrweiler (31). Es ist aus dem Jahre 1604 in Verbindung mit dem Schultheißenzeichen erhalten. Burrweiler war gleich Maikammer durch das Patronatslehen (Pfarrgeschichte Seite 26) mit dem Kloster Heilsbruck verbunden, jedoch hatte das Kloster dort schon ab 1265 das Präsentationsrecht inne. Die Pfarrei mußte jedoch wie auch die Pfarrei Winden mit Weltpriestern besetzt werden (Braun). Im Wappenzeichen steht über dem Fuß die kurpfälzische Raute. Da Burrweiler nie kurpfälzischer Ort war, kann die Raute nur im Zusammenhang mit dem Präsentationsrecht (= Recht zur Einsetzung eines Pfarrers in die Pfarrei) gesehen werden, das sich aus der kurpfälzischen Schirmherrschaft über das Kloster Heilsbruck ableitete.
Damit ist diese Raute ein wichtiges Indiz für die Heraldik des Maikammerer Altarbildes. Aber noch in anderer Hinsicht ist das alte Burrweilerer Wappen beachtenswert: Am Zeichen sind noch Reste von Gold und im Feld von schwarzer Farbe zu erkennen. Die Farbgebung war demnach gleich der des Maikam- merer Ortswappens. Dazu die Erklärung: Die erste Siegelform eines Pfarrortes waren der Kirchenpatron oder wie in Maikammer die Patrone. St. Kosmas und St. Damian werden heute noch im Maikammerer Pfarrsiegel ver- wendet. Bei der Vergabe der beschriebenen Wappengruppe wurden die Farben desjenigen genommen, der zur damaligen Zeit das Patronatsrecht besaß, bei Burrweiler und Maikammer also des Klosters Heilsbruck, das wiederum unter den ,Farben', d. h. der Schirmherrschaft der Kurpfalz stand. Auch bei anderen Orten kann dies beobachtet werden. So hat Kirrweiler in seinem Ortswappen die Farben der Speyerer Bischöfe Raban und Reinhard aus dem Geschlechte derer von Helmstädt: schwarz-weiß (= silber). (Da Reinhard 1455 starb, kann das Wappen nur in der schon erwähnten Zeitspanne entstanden sein.) Die dominierenden Farben der Kurpfalz waren immer schwarz-gold, die Farbe Rot war untergeordnet. Schreibt doch schon Conrad von Mure i. J. 1250: „Ecce palatini Reni forma leonis, ex auro, nigrum tarnen hinc Campum fore ponis!" (frei übersetzt: Sieh, der pfälzisch-rheinische Löwe aus Gold auf schwarzem Feld). Das Burrweilerer Wappen wurde noch im 17. Jahrhundert in der Längsachse verdoppelt, sodaß daraus eine heraldische Lilie entstand. Die Farbgebung blau-weiß geschah wie in vielen anderen Gemeinden auf Vorschlag der königlich-bayrischen Wappenkommission i. d. J. 1830/31. | Burrweiler Maikammer Wappen | Ziegler (1970c)/Wappen31 | 50 | ||||
| 100 Jahre Kirchenchor Maikammer/Kleine Wappenkunde/Wappen | Maikammer Wappen | Vorrangig hat bei uns der erste Dorfmeister das Gemeindezeichen verwendet. Ihm unterstand in der Gemeinde alles, was mit Zahlen zu tun hatte, also die Dorfrechnung, das Steuereinsammeln, das Vermessungsamt, das Eichamt usw. Soweit bekannt, zeichnete er individuell, z. B. Hans Barchen (16), (auch am Tor Marktstr. 17 aus dem Jahre 1592) oder Peter Hertel (17) (i. J. 1605). Von Hans Hertel dem Jüngeren ist aus dem Jahre 1633 unser Dorfzeichen in Verbindung mit dem Schultheißenzeichen erhalten (18) | Wappen | Ziegler (1970c)/Wappen18 | 50 | ||||
| 100 Jahre Kirchenchor Maikammer/Singt dem Herrn ein neues Lied | Artikel | Maikammer Alsterweiler | 100 Jahre Kirchenchor Maikammer/Singt dem Herrn ein neues Lied#Seite 59 | Seite 59 | |||||
| 150 Jahre Mariä-Schmerzen-Kapelle zu Alsterweiler | Alsterweiler Kapelle Kapelle Mariä-Schmerzen-Kapelle Alsterweiler | Nullum hic existat sacellum | Alsterweiler Kapelle Kapelle Mariä-Schmerzen-Kapelle Alsterweiler | 150 Jahre Mariä-Schmerzen-Kapelle zu Alsterweiler#Seite 1995 2 | Seite 1995 2 | ||||
| 150 Jahre Mariä-Schmerzen-Kapelle zu Alsterweiler/Folge 1 | Alsterweiler Kapelle Kapelle Alsterweiler | Nullum hic habetur sacellum | Alsterweiler Kapelle Kapelle | Lamott (1995)/Folge1/2 | 1 | ||||
| 150 Jahre Mariä-Schmerzen-Kapelle zu Alsterweiler/Folge 1 | Alsterweiler Kapelle Kapelle Kunstdenkmäler Alsterweiler | Nullum hic exstat sacellum | Alsterweiler Kapelle Hausbuch Kapelle Alsterweiler | Lamott (1995)/Folge1/1 | 1 | ||||
| 150 Jahre Mariä-Schmerzen-Kapelle zu Alsterweiler/Folge 1 | Alsterweiler Kapelle Kapelle Kunstdenkmäler Alsterweiler | Sicher besaß Alsterweiler eine Kirche im 18. Jahrhundert als Filiale von Maikammer | Alsterweiler Kapelle Kapelle | Lamott (1995)/Folge1/3 | 1 | ||||
| 150 Jahre Mariä-Schmerzen-Kapelle zu Alsterweiler/Folge 2 | Alsterweiler Kapelle Kapelle Alsterweiler Grundstein | Im Jahr des Herrn 1845, am 29. Mai, unter dem Pontifikat Papst Gregors XVI., zur Zeit, da in der Rheinpfalz Ludwig I., der König von Bayern, regiert, und Doctor Nikolaus Weis den Bischofsstuhl von Speyer innehat, wurde von mir, dem unterzeichneten Johannes Nepomuk Weckesser aus Neustadt, gegegenwärtig katholischer Pfarrer in Maikammer und Alsterweiler, nach dem Ritus der heiligen Mutter Kirche der Grundstein (*) dieser Kapelle gesegnet. Sie ist erbaut auf einem Grundstück von Nikolaus Groß, Winzer in Alsterweiler, dank seiner und seiner Mitbürger Freigebigkeit, zur größeren Ehre und Verherrlichung Gottes, des Al- lerhöchsten, der Jungfrau und schmerzhaften Mutter Maria, sowie zur Erbauung und zum Nutzen der Gemeinde der Gläubigen. Dieser Feier wohnten als Zeugen mehrere bei: der hochwürdige Herr Johannes Adam Leys, Frühmesser in Maikammer; Nikolaus Groß, Sebastian Hauck, Andreas Wirth, die Hauptförderer des frommen Werkes; Franz Lederle, consiliarius provincialis (**) und Fabrikratspräsident mit den Kirchenverwaltern; Johannes Franz Kögel, Bürgermeister; Peter Pfoh und Andreas Platz, Adjunkte, mit den Gemeinderatsmitgliedern; Johannes Georg Schneider, Architekt, Antonius Schneider, Maurermeister, beide aus Edenkoben; und viele andere, die diese in den Grundstein eingefügte und mit dem Siegel der Pfarrei versehene Urkunde mit mir unterschrieben haben."
(Nach der Kopie der lateinischen Urkunde, beglaubigt von Pfr. Weckesser,im Taufbuch der Pfarrei 1830 - 1845, Seite 283. Der Text der Urkunde ist vermutlich von Pfr. Weckesser selbst verfaßt.) (*) Der lateinische Text spricht nicht von "Grundstein" (lapis primarius oder fundamentalis), sondern von "lapis angularis" = "Eckstein", wohl in Anlehnung an 1 Petr 2,6. (**) Welche überörtliche Ratsfunktion mit "consiliarius provincialis" = "Provinz-Ratgeber" gemeint ist, läßt sich aus dem Zusammenhang nicht erkennen. Vielleicht gehörte Franz Lederle zu dieser Zeit zum Distriktsrat des Kantons Edenkoben. | Text Alsterweiler Kapelle Kapelle Grundsteinlegung Grundstein | Lamott (1995)/Folge2/1 | 1 | ||||
| 150 Jahre Mariä-Schmerzen-Kapelle zu Alsterweiler/Folge 2 | Alsterweiler Kapelle Kapelle Alsterweiler Übertragung | Der erstgenannte Nikolaus Groß erklärte: Er habe, unterstützt von mehreren frommen Gebern, deren Namen verschwiegen bleiben sollen, auf ein Stückchen Feld, welches seine verstorbene Frau von ihren Eltern ererbt habe, welches frei sei von Schulden, Güten und anderen Lasten und Dienstbarkeiten, dessen Flächenraum er jedoch aber nicht mit Bestimmtheit angeben könne, eine Kapelle erbaut, und wünsche, diese Kapelle zum öffentlichen Gebrauch zu überlassen. Die beiden Geschwistrige Lorenz Groß und Kath. Barbara Groß fügten dieser Erklärung wörtlich bei: Wir verschenken den Grund und Boden, auf welchem unser Vater die Kapelle erbaut hat, nicht nur zu dem frommen Zweck, zu welchem er ihn bestimmt hat, sondern treten auch den von diesem Felde beim Kapellenbau noch erübrigten freien Raum ab, und wollen, daß dieser freie Raum auf ewige Zeiten zu der Kapelle gehören soll. | Text Alsterweiler Kapelle Kapelle Übertragung | Lamott (1995)/Folge2/2 | 2 | ||||
| 150 Jahre Mariä-Schmerzen-Kapelle zu Alsterweiler/Folge 8 | Alsterweiler Kapelle Kapelle Erweiterungsplan 1934 Alsterweiler | Überlegungen zu einer Erweiterung der Kapelle | Alsterweiler Kapelle Kapelle Wetterkreuz am Wetterkreuz-Berg Erweiterungsplan | Lamott (1995)/Folge8/1 | 1 | ||||
| 200 Jahre Kanzelfelsen Jubiläumsschrift | Buch Kanzelfelsen | Grenzstein Diedesfeld St. Martin Maikammer Alsterweiler Geschichte Kanzelfelsen Kirrweiler/Pfalz | 200 Jahre Kanzelfelsen Jubiläumsschrift#Seite 1 | Seite 1 | |||||
| 25jähriges Stiftungsfest | Gewerbeverein Maikammer Johannes Leonhardt Alsterweiler | Festschrift zum Jubiläum mit Beiträgen von Johannes Leonhardt | Gewerbeverein Maikammer Johannes Leonhardt Alsterweiler | Gewerbeverein (1928) | 48 | ||||
| 800 Jahre Kirrweiler | Altenkirrweiler;Dalheim;Hofrat;Kraus; | Schaffner Kirrweiler Kapelle Altenkirrweiler Gerhart von Dalheim Hofrat Kraus Spangenberg | 312 | ||||||
| 800 Jahre Kirrweiler/Eintrag | Anastasius Spiel Alsterweiler Kropsburg Hans von Altdorf | Anastasius Spiel siegelt im Jahre 1550 eine Urkunde des Ritter Hans von Altdorf genannt von Kropsburg. | Anastasius Spiel Alsterweiler Kropsburg Hans von Altdorf | Friedel (1978)/Seite16 | 16 | ||||
| 800 Jahre Kirrweiler/Eintrag | Altenkirrweiler Alsterweiler Ägidiuskapelle | Die Siedlung Altenkirrweiler (um bei dieser Bezeichnung zu bleiben), heute Wüstung, lag südöstlich der zu ihr gehörenden Hammelmühle. Die örtliche Lage verzeichnet eine um das Jahr 1800 verfertigte Militärkarte (Quelle Stadtarchiv Kaiserslautern, Kartensammlung (Revol. Kriege). Die Verkaufsurkunde aus dem Jahre 1602 sagt etwa folgendes: Ein freies Schlößlein und Burg, gelegen im Hochstift Speyer. Das Schlößlein nebst Burg umzog ein Wassergraben. In dieser Anlage waren Nebengebäude und die Ägidiuskapelle zu finden. Ein gewisser Bereich um Altenkirrweiler umschloß den Burgfrieden. Zur Anlage gehörten folgender Besitz: sodann die Kaplaneigüter und das Patronatsrecht zur Ägidienkaplanei (Quelle Remling, neuere Urkunden). Altenkirrweiler war ein frei adeliger Sitz und Gut, keinem Herrn mit Mittel unterworfen (Quelle LA Sp Abteilung Hochstift Speyer D 1). Es war ein Freigut. Flüchtete sich ein Missetäter, so Leib und Leben verbrochen, in den Burgfrieden, so sollte er sechs Wochen und drei Tage frei sein (Quelle LA Sp Abteilung Hochstift Speyer D 1). In Altenkirrweiler stand eine Sankt Gilgenkapelle. | Burg Hochstift Speyer Wüstung Altenkirrweiler Alsterweiler Hammelmühle Schloss Ägidiuskapelle Ägidienkaplanei Freigut Sankt Gilgenkapelle | Friedel (1978)/Seite15 | 15 | ||||
| 800 Jahre Kirrweiler/Eintrag | Alsterweiler Spangenberg Stutengarten | Die Burg Spangenberg - Im Jahre 1392 wird ein Gerhart von Dalheim als Schaffner zu Kirrweiler und Spangenberg genannt. 1431 vertraute Bischof Raban die Burg dem Edelknecht Eberhart von Sickingen an. Anfang des 16. Jahrhunderts ließ der Bischof im Tal einen Stutengarten anlegen. Einer der Stutenmeister war ein Eberhart von Hattstein. | Schaffner Kirrweiler Alsterweiler Gerhart von Dalheim Spangenberg Eberhart von Sickingen Stutengarten Eberhart von Hattstein | 800 Jahre Kirrweiler/Eintrag#Seite158 | 158 | ||||
| 800 Jahre Kirrweiler/Eintrag | Hofrat Kraus Alsterweiler | Ausfautheidirektor, Hofrat Kraus | Hofrat Kraus Alsterweiler | Friedel (1978)/Seite33 | 33 | ||||
| 800 Jahre Kirrweiler/Seite98 | Einspänner Einspänniger Alsterweiler | Einspänner (ebenso Seite 100, der Einspänner namens Johann Georg Barthel). | Kirrweiler Oberamt Einspänner Einspänniger Alsterweiler | Friedel (1978)/Seite98 | 98 | ||||
| Allgemeines Intelligenz-oder Wochenblatt für sämtliche Hochfürstliche Badische Lande | Hofrath Becker;Wittwe Becker;Versteigerung;Wein | alsterweiler. Mittwoch den 19ten künftigen Monats Oktober früh morgens um 9 Uhr werden in dem Hochfürstl. Speyerischen Ort Alsterweiler und zwar in der Behausung der von dem Hochfrüstl Speyerischen Hofrath und Dom Kapitularisten Syndikus Becker reückgelassenen Wittib Fr. Hofräthin Becker nachstehende Weine, alle von Alsterweiler eigenen Gewächs gegen baare Bezahlung freywillig versteigert:
73ger - - 3 Fuder - Ohm 75ger - - 9 Fuder - 4 Ohm 79ger - - 3 Fuder - 3 Ohm 80ger - - 6 Fuder - 9 Ohm 8 ger - - 1 Fuder - 5 Ohm 83ger - - 7 Fuder - Ohm 83er rothen - - 1 Fuder - Ohm Die hiezu Lusttragende Belieben an vorbemeldten Tag und Stunde isch an obbesagtem Fürstl. Speyerischen Ort Alsterweiler einzufinden wo ihnen die Proben bey der Versteigerung oder auch nach Belieben einige Tage vorher an den Fässern werden abgegeben werden. | Hofrat;Syndikus;Wittwe;Kapitularist;Becker; | Seite 38 | |||||
| Franz Gabriel Allmaras/Veröffentlichungen | Brief | Kalmit Kalmitstraße Wetterkreuz-Berg Allmaras Naturschutz Naturpark Ausbau | Franz Gabriel Allmaras/Veröffentlichungen#Seite1 5 | Seite1 5 | |||||
| Franz Gabriel Allmaras/Veröffentlichungen | Kalmitstraße Allmaras Alsterweiler Geheimrat | S.56 „Am 1. September 1952 ernannte der Gemeinderat von Maikammer Herrn Franz Allmaras in Anbetracht seiner Verdienste zum Ehrenbürger. Dazu heißt es in der Begründung: «Vollkommen ehrenamtlich und nur von der Liebe zu seiner Heimat beseelt, hat Geheimrat Allmaras für diese Höhenstraße die planerischen Unterlagen erarbeitet, den Straßenbau geleitetet und mit seinen reichen Erfahrungen und Kenntnissen sich in unserer Gemeinde ein sichtbares bleibendes Denkmal gesetzt, zum Wohl und Ansehen der Gemeinde.“ | Kalmitstraße Allmaras Alsterweiler Geheimrat | Imhoff (2005) | 54-56 | ||||
| Franz Gabriel Allmaras/Veröffentlichungen | Brief | Kalmitstraße Haingeraide Allmaras Speyer Fischer Totenkopfstraße Forstzweckverband Pucher | Franz Gabriel Allmaras/Veröffentlichungen#Seite 1 | Seite 1 | |||||
| Franz Gabriel Allmaras/Veröffentlichungen | Berlin Ostafrika Brief | Es handelt sich um ein Briefkonvolut von 11 Seiten aus einem Schriftverkehr mit seinem Vorgesetzten in Afrika, Heinrich von Schnee | Wein Ostafrika Franz Allmaras Brief Heinrich Schnee Weingut Spindler Forst Persien Titicacasee Groppe Heinrich von Schnee | Franz Gabriel Allmaras/Veröffentlichungen#Seite1 11 | Seite1 11 | ||||
| Franz Gabriel Allmaras/Veröffentlichungen | Kalmitstraße Franz Gabriel Allmaras Allmaras Alsterweiler Ehrenbürger | Lebenslauf Franz Allmaras und Ernennung zum Ehrenbürger von Maikammer.
Titel: Geheimrat Franz Allmaras Ehrenbürger von Maikammer: der Dank der Heimat an den Erbauer der Kalmitstraße Jahr: 1952 In: Rheinpfalz, Neustadt. - 8 (1952), Nr. 253 v. 30.10. Art der Ressource: Artikel Besitznachweis: Pfälzische Landesbibliothek Speyer: Vergleiche Bibliotheks-Katalog Schlagwort(e): _sn574040_Straßenbau; _o33703052_Maikammer / Verbandsgemeinde Edenkoben / Landkreis Südliche Weinstraße - Google:Karten; _00Sn93s1513a_Allmaras, Franz / _4006804n3_Biographie; _00Sn06s1776990a_Kalmitstraße / Maikammer; DigiBib-Datenbank: RPB | Kalmitstraße Allmaras Ehrenbürger | N.N. (1952) | |||||
| Alphabetisches Verzeichnis der Auswanderer aus Maikammer-Alsterweiler | Alsterweiler | Auswanderer | Auswanderer (Alsterweiler) Alsterweiler | Alphabetisches Verzeichnis der Auswanderer aus Maikammer-Alsterweiler#Datenbank 1 | Datenbank 1 | ||||
| Alphabetisches Verzeichniss der Gemeinden des Rheinkreises | Alsterweiler | Alsterweiler | Obermühle Alsterweiler Steinmühle Großenmühle | Alphabetisches Verzeichniss der Gemeinden des Rheinkreises#56 | 56 | ||||
| Anzeige der Civilbeamten im Rheinkreise des Königreichs Baiern | Joseph Marggraff | Straßen= und Wasserbaubeamte / Inspections-Bezirk Speyer / Bau-Conducteure - Joseph Marggraff in Landau | Baubeamter Bau-Conducteur Joseph Marggraff | ||||||
| Anzeige der Civilbeamten im Rheinkreise des Königreichs Baiern | Joseph Marggraff | Inspections-Bezirk Speyer / Bau-Conducteur I. Klasse zu Neustadt, Joseph Marggraff | Baubeamter Bau-Conducteur Bezirksbauschaffner Joseph Marggraff | ||||||
| Anzeiger für den Landgerichts-Bezirk Landau | Kalmit Kalmitturm Kalmitturm (1868) | Aus der Vorderpfalz. Der Aussichtsthurm auf dem hohen Kalmit, aus freiwilligen Beiträgen hergestellt und oben einen von der Landesvermessung herrührenden Signalstein tragend, ist baufällig. Wenn nicht baldigst nachgeholfen wird, so stürzt die Nordseite mit der Thür zusammen. Die Männer, welche seinerzeit das zum Bau nöthige Geld zusammengeschlossen, haben keine Mittel mehr und der Besorger des Ganzen ist mit einem ansehnlichen Beitrage - wie man sagt, hängen geblieben. Möge doch der, dem es heute zukommt, die nöthige Hilfe angedeihen lassen, aber bald! (Pf.K.) | Kalmit Kanton Edenkoben Canton Edenkoben Alsterweiler Kalmitturm Kalmitturm (1868) Aussichtsturm Signalstein | Anzeiger für den Landgerichts-Bezirk Landau#1882-03-10 | Seite 1882-03-10 | ||||
| Aus heimatlichen Gauen | Kalmit Kalmitturm Erich Eisfeld Meteorologe | Kalmit Kalmitturm Turm Einsturz Erich Eisfeld Wetterwarte (Kalmit) | Aus heimatlichen Gauen#Seite 3 | Seite 3 | |||||
| Auswanderer (Alsterweiler) | Artikel | Maikammer 1815 Bevölkerung | Auswanderer (Alsterweiler)#Seite 172 | Seite 172 | |||||
| Auswanderungen aus dem früheren Hochstift Speyer nach Südosteuropa und Übersee im XVIII. Jahrhundert/Eintrag | Alsterweiler Andreas Ignaz Stachel Stachel | Stahl Andreas, Alsterweiler, mit Frau u. 6 Kindern, 15 fl 45 x (1 fl 433/4 x). - 61/12308:258 / U/ 2.6.1779. | Alsterweiler Auswanderer Andreas Ignaz Stachel Auswanderung | Auswanderungen aus dem früheren Hochstift Speyer nach Südosteuropa und Übersee im XVIII. Jahrhundert/Eintrag#Seite 107 | Seite 107 | ||||
| BA Sp A Rechnungen Nr.32/Zitate | Gerichtsschöffe Schöffe Gericht Alsterweiler | Hanß Fronhoffer, Hanß Pfortzhoffer, Jeckel Hug, Siegel Auwein, Heil Egelman, Bet Scheintz, Heinrich Dietzman. | Gerichtsschöffe Alsterweiler | BA Sp A Rechnungen Nr.32/Zitate#Gerichtsschöffe | Seite Gerichtsschöffe | ||||
| BA Sp Domstift Nr.85/Zitate | Flurnamen (Alsterweiler) Gerichtsschöffe Schöffe Alsterweiler | Niclausen Philips, Jost Borman, Hans Weber, Daniel Funckt, Simon von Laumersheim, Hans Becker und Hans Sterr, alle geschworn scheffen des gerichts | Flurnamen (Alsterweiler) Eizum Gerichtsschöffe Schöffe Alsterweiler | BA Sp Domstift Nr.85/Zitate#Gerichtsschöffen | Seite Gerichtsschöffen | ||||
| BA Sp Domstift Nr.85/Zitate | Flurnamen (Alsterweiler) Alsterweiler | Eytzman | Flurnamen (Alsterweiler) Eizum Alsterweiler | BA Sp Domstift Nr.85/Zitate#Eytzman | Seite Eytzmann | ||||
| Bede | Bede Familienforschung Liber secretorum Matthias Rammung Bienwald Niclaus Schwein Bienwaldordnung | Beiträge zum Bienwald und zur Auswanderung. Darin auch Übertragung des Textes der Ordnung aus dem Original von Matthias Ramung „Liber secretorum“ (1466). Seite 61 - 1563 befreite Bischof Marquard von Hattstein seinen „Waldfaut zu Rheinzabern“, den „Engelwirt“ Georg Schwein, von der Bede und anderen „bürgerlichen Beschwerden.“ | Bede Familienforschung Liber secretorum Matthias Rammung Bienwald Niclaus Schwein Bienwaldordnung | Schwarz (2010) | 49-86 | ||||
| Beiträge zur Wirtschaftsgeschichte des Klosters St. Klara in Speyer am Rhein | Hofgut Kloster St. Klara Klarissen | Hofgut Turmstraße Kloster St. Klara Alsterweiler Klarissinnen Klarissen | 133-180 | ||||||
| Hans Burckhardt/Veröffentlichungen | Kalmit Alsterweiler Wetterwarte (Kalmit) Hans Burckhardt Kalmit-Observatorium | Als wissenschaftliche Sonderaufgabe werden durch das Observatorium phänologische Beobachtungen durchgeführt, zu denen sich ja insofern genügend Gelegenheit bietet, als die Kalmit im Gegensatz zur Zugspitze noch innerhalb der Zone pflanzlichen und tierischen Lebens liegt Um nicht nur auf die vorhandenen Pilanzen angewiesen zu sein und auch selbständige Experimente durchführen zu können, wurde von dem mehrjährigen Beobachter Dr. K. Sonntag ein pflanzenklimatisches Versuchsfeld angelegt. Es werden hier Wachstumsversuche gemacht, die Einwirkung der meteorologischen Elemente auf das Wachstum studiert und schließlich auch Zooklimatologie getrieben. Um auch Vergleichsmöglichkeiten mit den Verhältnissen der Rheinebene, Deutschlands dieses phänologisch am meisten begünstigten Landstriches findet eine Zusammenarbeit mit den verschiedenen Rebveredlungsanstalten, der Weinbauschule in Neustadt und dem Versuchsfeld der I. G. Farbenindustrie auf dem Limburgerhof statt. Zum speziellen Studium des Weinbergklimas war es durch Unterstützung verschiedener Kreise möglich, in der Gemarkung von Diedesfeld vier verschiedene meteorologische Stationen einzurichten. Wegen ihrer Wichtigkeit für das Pflanzenwachstum ist nun eine genauere Untersuchung der Tauspendung geplant. (Über nähere Einzelheiten der bisher erlangten Ergebnisse vergleiche man den schon zitierten Bericht von K. Sonntag über die Arbeiten des Kalmit-Observatoriums im Deutschen Meteorologischen Jahrbuch für Bayern 1933.) So bietet sich dem Beschauer das Betätigungsteld des Kalmit-Observatoriums als ein buntes und vielgestaltiges Bild dar, dessen Einzelteile aber doch alle dem einen beherrschenden Gedanken untergeordnet sind: Dienst an der Allgemeinheit und Dienst an unserer Wissenschaft. Dem Pfälzerwald-Verein aber, der aus idealer Einstellung heraus dieses einzigartige Observatorium in schwerer Zeit geschaffen hat und es nun auch weiter unterhält gebührt bewundernde Anerkennung und höchster Dank! | Kalmit Alsterweiler Wetterwarte (Kalmit) Hans Burckhardt Kernzahl Kalmit-Observatorium | Hans Burckhardt/Veröffentlichungen#Seite 7–11 | Seite 7-11 | ||||
| Hans Burckhardt/Veröffentlichungen | Kalmit Alsterweiler Wetterwarte (Kalmit) Hans Burckhardt Luftfeuchtigkeit | Aus diesen Werten ergeben sich bei einem Luftdruck von 703 mm für die Beobachtungswiese eine relative Feuchtigkeit von 7 % und ein Dampfdruck von 0.3 mm, für die Turmplattform jedoch 0,7 % und 0.03 mm! Ein derart niedriger Betrag der Luftfeuchtigkeit dürfte bisher wohl selten gemessen worden sein. | Kalmit Alsterweiler Observatorium Hans Burckhardt Feuchtigkeit Luftfeuchtigkeit Messung | Hans Burckhardt/Veröffentlichungen#Seite 195 | Seite 195 | ||||
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Hintergrund
Mindestens schon seit dem 16. Jahrhundert[urk 1][3] war man in Alsterweiler bemüht, den Handel mit Wein zu ordnen. Ein schriftlicher Nachweis für das Jahr 1549 liegt als Dorfordnung 1549 vor. Diese erste überlieferte schriftliche Festlegung hat mit Sicherheit zahlreiche Vorgänger. Dies können ebenfalls schriftliche Festlegungen sein, die nicht mehr erhalten sind. Oder aber die Tätigkeit wurde im Rahmen des sog. Weistums mündlich übertagen.
In großen Städten geschah die Weinkontrolle dadurch, dass der Wein auf den Markt gebracht werden musste. Demgegenüber hatte sich der Händler in Alsterweiler sofort beim Betreten des Ortes an den Weinsticher zu wenden oder dessen Vertreter, in der Regel den Dorfmeister[4], aufzusuchen. Unterschieden wurde dabei, ob es sich um Ortsfremde handelte oder ob Wein von Winzern oder Bürgern aus Alsterweiler selbst verkauft werden sollte[web 2].
Der Weinhandel entwickelte sich so zur Einnahmequelle für die Gemeinde "Schon vorher und natürlich jetzt noch mehr übernahmen sog. Weinmakler die Vermittelung des Weingeschäftes. Als sog. Trinkgeld wurde 1/2 bis 2 Kronentaler (2 Gulden 42 Kreuzer) je nach der Menge gezahlt. 1851 wurde die Stelle des Eichmeister/Eichers alljährlich besetzt, einer für Maikammer und einer für Alsterweiler, zwei Drittel der Gebühren fielen dem Eichmeister, ein Drittel der Gemeinde zu." Leonhardt (1928)/Seite 143
[zit 1].
Organisation
Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts bestand in Alsterweiler die Einrichtung des Weinstichs, das Amt der Weinsticher und Weinlader. Sie waren Vorgänger der Eichmeister, Kommissionäre und zum Teil auch der Küfer. Sie hatten für Sicherheit und Beförderung bei Kauf und Verkauf des Weines zu sorgen. Deshalb wurde das Amt des Weinstichers nur Männern übertragen, die als redlich, unparteiisch und völlig tadellos in der Gemeinde bekannt waren. "Sie wurden vereidigt und für alle Handlungen verantwortlich gemacht. Das geringste Dienstvergehen zog ihre Entlassung nach sich."[5]
"Bis 1826 wurde das Geschäft des Weinstichers und der Weinläder jährlich verpachtet. Letztere zahlten 75 fl. Pacht. Vom Jahre 1827 an wurden die 2 Adjunkten (Joh. Ernst und Sebastian Hauck) Weinsticher. Ihre Gehilfen und die Läder bestimmte der Gemeinderat. Am 22. Dezember 1838 fand noch einmal eine Regelung statt. Es wurden für [...] Alsterweiler 2 Weinsticher, die von nun an dem Gemeinderat angehören sollten, gewählt. Jedes Jahr schied einer aus. Durch das Los kam ein neuer dazu. Ein Weinhändler konnte kein Weinsticher werden. Der Käufer hatte von 1 Fuder Wein 1 Gulden 30 Kr. zu zahlen. Davon erhielt der Weinsticher 5 Kreuzer Stichgeld, 15 Kreuzer Eichgeld, der Läder bezog 15 Kreuzer, der Rest von 55 Kreuzern floß in die Gemeindekasse. Kaufte ein hiesiger Weinhändler hier Wein, der auch hier blieb, so erhielt der Läder 40 Kreuzer Trägerlohn, wovon 8 Kreuzer in die Gemeindekasse flössen."[6]
Andernorts
Die Tätigkeit des Weinstichers und verwandter Berufe werden in Straßburg in einer Weinsticherordnung aus dem Jahre 1463[7] geregelt.
Im Handel wurden Weinsticher als Vermittler zwischen Verkäufer und Käufer tätig. Die Weinsticher waren eine Art Makler. Sie wurden vom Kunden angesprochen. Sie versahen, wie die Visierer, die Fässer mit ihrem Zeichen und nahmen Kontakt mit dem Käufer auf.
Der Weinsticher musste beim Handel anwesend sein, eine zu entrichtende Unterkaufsgebühr an den Sticher blieb dem Händler nicht erspart. In Frankfurt gab es im Jahr 1352 bereits 35 Weinsticher[8].
Für die Gemeinde Rhodt unter Rietburg ist eine Weinsticher-Verordnung aus dem Jahre 1754 bekannt.[lit 2] Heinrich Lorenz war Weinsticher in St. Martin[9].
Das Elsaß - wie auch andere Regionen - hatte sich frühzeitig mit der Einnahmequelle des Weinhandels befasst.[lit 3] [lit 4] [lit 5] [lit 6].
Weblinks
Literatur
- ↑ Leonhardt, Johannes (Hg.), (1928) Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
- ↑ Steigelmann, Wilhelm: Die Rhodter Weinsticher-Verordnung vom 24. Juli 1754. In: 1200 Jahre Rhodt unter Rietburg 772-1972. Edenkoben, 1972.
- ↑ Fiedler, Peter Joseph: Wegweiser für Weinkäufer im Elsaß. Ein Verzeichnis der bedeutendsten Weinorte des Elsass, Hrsg. zur Festfeier der Colmarer Ausstellung im September 1885, Mülhausen: Münch 1885
- ↑ Ackermann, Johann Jacob: Neu-verfertigte Rechnungen, zum gemeinnützigen Gebrauche der Weinsticher, Wein- und Fruchthändler, wie auch aller derjenigen, so in der Provinz Elsaß kaufen und verkaufen; In vier Theile abgetheilt : I. Für Strasburg und andere Orte wo der Ohmen Wein zu 24 Maas, II. Für Colmar und wo derselbe zu 32 Maas, III. Für Landau, wo er zu 48 Maas gerechnet wird, IV. Von dem Getraide oder Früchten, und zum Beschluß eine Berechnung der Geldzinse zu 5 und 4 vom 100, nebst einer Resolutionstafel, das französische Geld in Reichsgulden, die Louis d'or zu 11 Gulden gerechnet, zu verwechseln. Colmar: Willig 1772.
- ↑ Ruland, H.: Das Verbotene und das Erlaubte im Weingeschäft. Eine Erläuterung des Weingesetzes für Rebleute, Weinsticher, Weinhändler und Wirthe. Nebst einem Anhang enthaltend alle für das Weingeschäft im deutschen Reiche geltenden Strafbestimmungen.Colmar: Waldmeyer 1898. 41 S.
- ↑ Halfer, Manfred; Seebach, Helmut: Haardt. Rebleute, Wingertknechte, Winzertagner, Weinrufer, Weinsticher, Weinläder, Weinschröter, Eichmeister, Küfer, Ungelder und Winzler in der Pfalz. Ein Beitrag zur Kulturgeschichte des Weines. Annweiler-Queichhambach: Bachstelz-Verlag 1991. 341 S., mit Abb. und Karte. (Altes Handwerk und Gewerbe in der Pfalz. 2.)
Einzelnachweise
- ↑ Leonhardt (1928), Seite 141/142
- ↑ Leonhardt (1928), Seite 128
- ↑ Dorfordnung (1549) in Doll, Seite 279 (Artikel 19 bis 21)
- ↑ siehe dazu 1
- ↑ Leonhardt (1928)
- ↑ Seite 142 in: Leonhardt (1928)
- ↑ Seite 76ff in: CMS 279>
- ↑ hwww.geschi.de/artikel/frankfurt.shtml /abgerufen am 20.11.2011
- ↑ siehe dazu: www.sankt-martin-pfalz.de/streifzug/index.shtml /abgerufen am 20. November 2011 "14 Gasthaus 'Zum Goldenen Wolf' um 1910 Tanzstraße 6. Jahrzehntelang war hier die wichtigste Weinkommission (Linzenmeier und Lorenz). Heute ein Gesundheitszentrum. Rechts auf der Photogrpahie: Die Fasseichstelle der Gemeinde am alten 'Eichbrunnen' (2006 'geschichtsbewußt' in 'Freundschaftsbrunnen' umgetauft). [Fürstbischof Philipp Franz Wilderich Nepomuk Graf von Walderdorff Georg Linzenmeier Heinrich Lorenz Weinsticher Hausfigur Hl. Josef Wirtshausschild]"
Anmerkungen
Zitate
Urkunden
Begriffe
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Referenzierungen
- ^ Dorfordnung (1549)/ArtikeI19