Haingeraide

Aus Pfalz
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Haingeraide[lit 1] war eine Körperschaft mit einer gemeinsamen Nutzungsmark. Sie besaß eine eingenständige Verwaltung[1]. Heute wird Haingeraide auch als Waldbezirk selbst angesehen[2].

"Die Haingeraiden entwickelten sich aus dem fränkischen Waldrecht" Frenzel (1963) [3]. Sie waren zwar Königsbesitz, aber auch der Nutzung durch jeden Freien zugänglich. Daraus entwickelten sich die Marktgenossenschaften sowie der Begriff der Allmende. Daraus wiederum entstand im 13. Jahrhundert der Name Heimgereite bzw. dessen Ableitung Haingeraide[4][5].

Im Zeitraum 1464-1478 wird der Name Gereide benutzt[6][urk 1].

In der Pfalz gab es 5 Haingeraiden[7]:

Daraus erklärt sich auch die unterschiedliche Bezeichnung für die Haingeraide in Alsterweiler[8]. Es handelt sich sowohl um die fünfte Haingeraide (vollständige Zählung) als auch um die Vierte Mittelhaingeraide[9]. Die Mittelhaingeraiden 2 bis 4 unterstanden dem Hochstift Speyer. Die erste Mittelhaingeraide war unmittelbarer Reichsbesitz, worauf die Kurpfalz zeitweise Anspruch erhob[10].

Insgesamt unterscheidet man heute 16 ehemalige Haingeraiden[11]: 1. Wanzenauer Geraide (Elsaß) 2. Brumather Gewäld (Elsaß) 3. Hagenauer Forst (Elsaß) 4. Weißenburger Mundat (Elsaß u. Pfalz) 5. Bergzabener Geraide (Bergzabern, Pleisweiler, Capellen u. Oberhofen) 6. Rothenburger Geraide -Langgeraide- (Leinsweiler, Ilbesheim, WoUmesheim u.Eschbach) 7. Oberhaingeraide (Albersweiler, Birkweiler, Frankweiler mit Madenburg, Godramstein, Gräfenhausen, Landau, Nußdorf, Queichhambach u. Siebeldingen) 8. Zweite oder Mittelhaingeraide (Böchingen, Burrweiler, Flemlingen, Gleisweiler, Roschbach, Walsheim, Dernbach u. Ramberg) 9. Dritte Haingeraide (Edesheim, Rhodt, Hainfeld u. Weyher) 10. Vierte Haingeraide (Edenkoben, Venningen, Altdorf, Böbingen u. Gommersheim) 11. Fünfte Haingeraide (Maikammer, Kirrweiler, Diedesfeld u. St. Martin) 12. Erste Hartgeraide (Hambach u. Lachen) 13. Zweite Hartgeraide (Neustadt, Haardt u. Winzingen 14. Deidesheimer Hartgeraide (Deidesheim, Mußbach, Lobloch u. Gimmeldingen) 15. Wachenheimer Hartgeraide (Wachenheim allein) 16. Dürkheimer Hartgeraide (Dürkheim, Freinsheim u. Lambsheim).

Gelegentlich wird der Begriff der Haingeraide auf die Marknutzungsgenossenschaften und Großwaldungen ausgedehnt. Daraus ergeben sich dann insgesamt 14 Abgrenzungen in der Pfalz[12][anm 1].


Historische Entwicklung

Das gesamte Waldgebiet der Pfalz war ursprünglich allein der königlichen Macht vorbehalten.

Herauslösung aus königlichem Besitz

Eine Abgrenzung einzelner Waldgebiete begann, als Lehen, Afterlehen oder Schenkungen verteilt wurden, die auch Waldanteile oder Nutzungsrechte beinhalteten. Damit wurden Teile des Waldes aus dem königlichen Besitz herausgelöst[13][lit 2].

Auslöser für diese Übertragungen waren Verdienste von Landesmannschaften, Adligen, Edelfreien, Rittern. Aber auch Stadtgründungen, Heiraten oder Aufteilungen in Erbfällen trugen zu dieser Rechteübertragung bei. Gleichzeitig sollte damit aber auch die Erschließung, die Besiedlung und die Nutzung des Landes und des Waldes vorangetrieben werden[14]. Schließlich waren weite Teile der Pfalz noch dünn besiedelt und der Wald sogar weitgehend siedlungsfrei[15].

Der Ursprung dieser Teilungsvorgänge lässt sich nicht mehr lückenlos nachvollziehen. Ein Anfang ist darin zu sehen, daß "die Wälder der Haingeraiden ausgeschieden wurden" Frenzel (1963) [16]. Als ein Beispiel der Vergabepraxis kann das Kloster Hornbach gesehen werden: "fränkische Gaugrafen das Kloster Hornbach begabten" Frenzel (1963) [17]. Im 12. Jahrhundert nahm diese Tätigkeit weiter zu. Burgherren wurden belehnt und als die Reichsstädte ebenfalls Waldbesitz erhielten, verblieb nur noch ein kleiner Rest beim Reich (siehe dazu die Reichswaldgenossenschaften).

Festlegung von Grenzen

Bedingt durch diese Aufteilungen mussten Grenzen und Grenzverläufe festgelegt werden. Topographische Begebenheiten, Bach- und Flußverläufe wurden als Landmarken genutzt, um die Grenzen möglichst einfach nachvollziehbar zu machen[18][19].

So wurde ein Teil des Grenzverlaufs der Vierten Mittelhaingeraiden in einer Urkunde beschreiben. "Die erste urkundliche Erwähnung der Klause, die heute bekannt ist, stammt aus dem Jahr 1500. Es handelt sich um die Grenzbeschreibung der Gemarkung Diedesfeld mit der Bezeichnung „Mark und Zirk“." Schneider (2013) nach Landesarchiv Speyer, F2 Nr.unbekannt
Der Text lautet wie folgt: "von der woog den Deich uffen bis an die Clousen, und von der Clousen uff der Geraide" Schneider (2013) [20] Dazu weiter: "Gemeint ist damit die Haingeraide-Grenze, beginnend am Großen Graben, wo heute Gemeinde und Privatwald enden und beginnen. Nur wenige Meter vor dem rechts über eine mit Weinbergsteinen errichteten Treppe, ihren Lauf nehmenden Sommerberg-Pfad, hinter der Schranke. Ein Geraidestein ist heute noch dort vorhanden, links des Bachlaufs." Schneider (2013) [21]

Aussteinung

Eine Aussteinung, wie wir sie heute kennen, war zunächst nicht vorgesehen. Fehlten natürliche Gegebenheiten wurden in Baumstämme Marken eingeschlagen (Lochbäume), die man Lach, Loch oder Looch nannte[22]. Derartige Gemarkungsnamen gibt es auch in Alsterweiler wie Loch, Lochgewann, Lochhohl, Lochweg, Lochweinsper[23][24].

Zur Markierung der Lochbäume diente die Waldaxt. Sie war ein hoheitliches Werkzeug und Symbol des Waldeigentums. Die Waldaxt war deshalb an einem sicheren Ort zu verwahren. Für die Haingeraiden der IV. Mittelhaingeraide übernahm dies die Gemeinde Diedesfeld.

Zunehmend wurden die Marken durch Steine ersetzt. In der Dorfordnung 1549 werden "gesatzte Steine"1 erwähnt. Und da diese Dorfordnung wohl als eine erste schriftlich Darlegung eines bereits seit langem bestehenden Weistums gelten kann, ist eine frühe Aussteinung in Alsterweiler anzunehmen. Vielleicht fällt sie sogar zusammen mit dem Erscheinen der Oberstein (Viax von Oberstein) auf der Kredenburg im frühen 16. Jahrhundert. Wie unten dargelegt, zeigten die Oberstein[25] ja an der Burg Wilenstein großes Interesse an der Grenzfeststellung durch Steine.

In der Regel waren die Steine mit einem einfachen Kreuz versehen[26][27].

Aufgrund der wirtschaftlichen Bedeutung der Wälder wurden die Bemühungen um einen präzisen Grenzverlauf erhöht. So wollte Johann von Dhaun, Graf zu Falkenstein und Herr zu Oberstein, als Lehensträger der Burg Wilenstein nach einer Grenzbegehung, weitere Steine gesetzt haben: "zwischen zwei gut bekannten Steinen die richt und Schlicht zu suchen und noch zwei oder mehrer Steine zu setzen." Frenzel (1963) [28].

Diese beschreibenden Verlaufsbezeichnungen können in Alsterweiler teilweise auch heute noch nachvollzogen werden:

Vermessung der Haingeraide

Im 18. Jahrhundert ging man dazu über die Grenzsteine in einen Linienverbund zu setzen und damit die Ausmarkung weiter zu verfeinern. In die "Köpfe" der Steine (Draufsicht) wurden "Linienzüge" eingeschlagen, die einen Bezug zum Grenzverlauf hatten und das Ausfinden des nächsten Steines erleichterten
Grenzstein Alsterweiler-Maikammer, Nr.217 - (Ansicht von Süden), siehe auch Grenzsteine (Alsterweiler-Maikammer)
© Matthias C.S. Dreyer, Aufnahme aus dem Jahr 2009
.

Weitere grundlegende Neuausrichtungen brachten die staatsrechtlichen Veränderungen von 1797 (Frankreich), 1801 (Frankreich) und 1816 (Bayern). Zum Teil wurden Grenzen gegenstandslos. Die Haingeraide wurde aufgelöst und durch einen Staatswald ersetzt. Von bayerischer Seite wurde die Forstverwaltung mit beamteten Förstern eingeführt. Zwar bedeutete dies einen erheblichen Einschnitt in die Rechte der freien Bürger, was die Nutzung und die Begehung ihres Waldes betraf. Andererseits darf auch nicht übersehen werden, daß sich der Wald der damaligen Haingeraide in einem erbärmlichen Zustand befand "Wo der Winzer den Fuß hinsetzt, da stehet der Wald ab" Frenzel (1963) [29].

In der ehemaligen Haingeraide[30] auf dem Gebiet von Alsterweiler wurde im Jahre 1821/22 die ersten Grenzsteine gesetzt. Sie stehen noch heute im Wald. Dies war nun Sache eines fachkundigen Geometers oder auch Renovators. Nicht nur die Steine wurden gesetzt, auch die Abstände zwischen den Steinen vermessen und somit der gesamte Grenzverlauf dokumentiert. Schließlich wurden die ersten Katasterkarten erstellt 1821/22 und 1839.

Aus der Karte des Waldbanns (1850) geht die Aufteilung der IV. Mittelhaingeraide in Waldgewannen hervor.

Weblinks

Literatur

  1. Friedmann, Andreas Urban (2013), ’Weistümer und Ordnungen pfälzischer Marknutzungsgenossenschaften und Großwaldungen’, Lingenfeld (Hg. Pfälzische, Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, (Veröffentlichungen der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, Maierdruck, Lingenfeld, Band/Ausgabe: 114) 494 Seiten. (CMS 416).
  2. Frenzel, Walter (1963) <Die historischen Wälder der Pfalz>. IN: Alter, Willi (1963-1994) (Hg.) Pfalzatlas. Pfälzische Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (Hrsg.), Speyer, Verlag der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, Seiten 265-276 und Karte Vorl.Nr.38

Einzelnachweise

  1. vgl. dazu: Friedmann, Andreas Urban (2013) Weistümer und Ordnungen pfälzischer Marknutzungsgenossenschaften und Großwaldungen. Pfälzische Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (Hrsg.), Lingenfeld, Maierdruck, Seite VII, Anmerkung 1.
  2. Dies wohl in Anlehnung an: Christmann, Ernst (1964) Die germanische Landnahme an Hand der Siedlungsnamen. In: Alter, Willi (Hrsg.), Pfalz-Atlas, Speyer, S. 149–151, sowie woerterbuchnetz.de / abgerufen am 14. Juli 2016 Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): Gereide / Band IV Sp. 287-288
  3. Frenzel, Walter (1963) <Die historischen Wälder der Pfalz>. IN: Alter, Willi (1963-1994) (Hg.) Pfalzatlas. Pfälzische Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (Hrsg.), Speyer, Verlag der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, Seiten 267
  4. woertbuchnetz.de / abgerufen am 14. Juli 2016 aus Pfälzisches Wörterbuch: Haingeraide bis hakeln (Bd. 3, Sp. 588 bis 589)
  5. Frenzel, Walter (1963) <Die historischen Wälder der Pfalz>. IN: Alter, Willi (1963-1994) (Hg.) Pfalzatlas. Pfälzische Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (Hrsg.), Speyer, Verlag der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, Seiten 267
  6. Ramung, Matthias (1469), ’Liber secretorum Matthiae (Matthias Ramung) -Auszug Alsterweiler und Auszug Fische’, (Band/Ausgabe:) Seiten. (CMS 586).
  7. Und zahlreiche weitere Genossenschaften, wie z.B. Ganerben, die auf auch noch in sehr alten Beständen dokumentiert sind - Bienwälder Recht. Siehe dazu:Friedmann, Andreas Urban (2013), ’Weistümer und Ordnungen pfälzischer Marknutzungsgenossenschaften und Großwaldungen’, Lingenfeld (Hg. Pfälzische, Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, (Veröffentlichungen der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, Maierdruck, Lingenfeld, Band/Ausgabe: 114) 494 Seiten. (CMS 416).
  8. Kiefer, Armin (2004) Unser Wald - Die V. Haingeraide. Nachrichtenblatt der Verbandsgemeinde Maikammer, S. Ausgabe 42/2004 bis 05/2005.
  9. Friedmann, Andreas Urban (2013) Weistümer und Ordnungen pfälzischer Marknutzungsgenossenschaften und Großwaldungen. Pfälzische Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (Hrsg.), Lingenfeld, Maierdruck.
  10. Friedmann, Andreas Urban (2013), ’Weistümer und Ordnungen pfälzischer Marknutzungsgenossenschaften und Großwaldungen’, Lingenfeld (Hg. Pfälzische, Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, (Veröffentlichungen der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, Maierdruck, Lingenfeld, Band/Ausgabe: 114) 494 Seiten. (CMS 416), Seite 234ff.
  11. Kiefer, Armin verweist auf Mieg, der von 17 Haingeraiden ausgeht, was wohl mit der Oberhaingeraide zusammenhängt
  12. Friedmann, Andreas Urban (2013), ’Weistümer und Ordnungen pfälzischer Marknutzungsgenossenschaften und Großwaldungen’, Lingenfeld (Hg. Pfälzische, Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, (Veröffentlichungen der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, Maierdruck, Lingenfeld, Band/Ausgabe: 114) 494 Seiten. (CMS 416).
  13. Frenzel, Walter (1963) <Die historischen Wälder der Pfalz>. IN: Alter, Willi (1963-1994) (Hg.) Pfalzatlas. Pfälzische Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (Hrsg.), Speyer, Verlag der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, Seiten 265-276 und Karte Vorl.Nr.38
  14. Frenzel, Walter (1963) <Die historischen Wälder der Pfalz>. IN: Alter, Willi (1963-1994) (Hg.) Pfalzatlas. Pfälzische Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (Hrsg.), Speyer, Verlag der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, Seiten 265-276 und Karte Vorl.Nr.38
  15. Frenzel, Walter (1963) <Die historischen Wälder der Pfalz>. IN: Alter, Willi (1963-1994) (Hg.) Pfalzatlas. Pfälzische Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (Hrsg.), Speyer, Verlag der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, Seiten 265-276 und Karte Vorl.Nr.38
  16. Frenzel, Walter (1963) <Die historischen Wälder der Pfalz>. IN: Alter, Willi (1963-1994) (Hg.) Pfalzatlas. Pfälzische Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (Hrsg.), Speyer, Verlag der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, Seiten 266
  17. Frenzel, Walter (1963) <Die historischen Wälder der Pfalz>. IN: Alter, Willi (1963-1994) (Hg.) Pfalzatlas. Pfälzische Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (Hrsg.), Speyer, Verlag der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, Seiten 265-276 und Karte Vorl.Nr.38, Seite 266.
  18. Frenzel, Walter (1963) <Die historischen Wälder der Pfalz>. IN: Alter, Willi (1963-1994) (Hg.) Pfalzatlas. Pfälzische Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (Hrsg.), Speyer, Verlag der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, Seiten 266
  19. Frenzel (1963) verweist auf ein Beispiel aus Fischbach aus dem Jahre 1369
  20. Schneider, H. (2013), ‹Klausenthal von 1500 bis 1884 in Diedesfeld (und Auszüge bis 1902): unveröffentlichtes Manuskript›, Band Seite(n) 1-128. (CMS 406).
  21. Alle Angaben: Schneider, H. (2013), ‹Klausenthal von 1500 bis 1884 in Diedesfeld (und Auszüge bis 1902): unveröffentlichtes Manuskript›, Band Seite(n) 1-128. (CMS 406).
  22. Frenzel, Walter (1963) <Die historischen Wälder der Pfalz>. IN: Alter, Willi (1963-1994) (Hg.) Pfalzatlas. Pfälzische Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (Hrsg.), Speyer, Verlag der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, Seiten 266
  23. Wittmer, Richard (2000) Die Flur von Maikammer-Alsterweiler: Ihre Namen und steinernen Zeugen in Geschichte und Geschichten. Maikammer, Ortsgemeinde Maikammer.
  24. Frenzel (1963) Seite 266, nennt weitere Beispiele, wie aus dem Weistum der Frankenweide: "... von demselben Stein... bis zum Krodenborn, da steht ein Lochbaum..."
  25. Es handelt sich dabei allerdings um eine andere Linie
  26. Frenzel, Walter (1963) <Die historischen Wälder der Pfalz>. IN: Alter, Willi (1963-1994) (Hg.) Pfalzatlas. Pfälzische Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (Hrsg.), Speyer, Verlag der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, Seiten 267
  27. Frenzel (1963) verweist zudem darauf, daß es sich dabei nicht um ein christliches Symbole handele, vielmehr um Scharten oder Schrammen
  28. Frenzel, Walter (1963) <Die historischen Wälder der Pfalz>. IN: Alter, Willi (1963-1994) (Hg.) Pfalzatlas. Pfälzische Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (Hrsg.), Speyer, Verlag der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, Seiten 266
  29. Frenzel, Walter (1963) <Die historischen Wälder der Pfalz>. IN: Alter, Willi (1963-1994) (Hg.) Pfalzatlas. Pfälzische Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (Hrsg.), Speyer, Verlag der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, Seiten 275
  30. Dies entsprach dem Waldanteil der Gemarkung von Maikammer-Alsterweiler

Anmerkungen

  1. Gleicher Autor geht davon aus, daß es sich bei der 5. Haingeraide um die Vierte Mittelhaingeraide handele.

Zitate

Urkunden

  1. Das im Generallandesarchiv in Karlsruhe aufbewahrte Liber secretorum GLA Ka 67 Nr.296 des Bischofs Matthias Ramung enthält eine Darstellung der Gereide. Es dürfte sich um die erste Nennung des Bereichs um Alsterweiler handeln

Begriffe

Kategorien

Haingeraide gehört den Kategorien an: Gemarkung, Genossenschaft

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Referenzierungen

  1. ^  Kein Titel angegeben. Kein Schlüssel angegeben. Nachweis: Artikel X.
    Zitat: "Item von alter her ist verbotten, das neyemand in gemeinen wegen und soenderlich auff dem uberfelt was soll hawen; deßgleiche sol man die rech nit außroden und insetzen bey pene 1 lb heller. Dann wa ein wege nott wurd sein in der marck zu machen, wuort die gemein selber tuon wie von alter her, und sol daruober eyn jglicher gemeinsman sampt den verordenten schutzen bey seinem eyd den ubertretter anpringen und ruogen. Deßgleichen sol niemand greben machen uber die gesatzten stein, auch bey der eynungen eyn pfundt heller."
    Übertragung: Es ist seit jeher verboten, daß jemand auf öffentlichen Wegen insbesondere aber auf dem Überfeld etwas anbauen sollte. Ebensowenig sollte man den Rech ausroden oder einsetzen bei einer Strafe von 1 lb Heller. Wenn es aber erforderlich wäre, einen Weg in der Gemarkung anzulegen, würde es die Gemeinde, wie schon jeher, selbst tun. Jeder Gemeinsmann und die vereidigten Schützen sollte bei seinem Eid die Übertretenden anzeigen und rügen. Ebensowenig soll jemand Gräben machen über gesetzte Steine, ebenfalls bei einer Strafe von einem Pfundt Heller.
    Es gibt keine Anmerkung.
    Schlagwort: Gemeiner Weg · Überfeld · Mark · Gemeinsmann · Schütze · Stein · Gesetzter Stein · Grenzstein
    Quelle: Dorfordnung 1549/Artikel
    LINK: Wirt
    PDF: [Original als PDF]
    WIKI: Gemeiner Weg · Überfeld · Mark · Gemeinsmann · Schütze · Stein · Gesetzter Stein

Fakten zu „Haingeraide
Ist AndererNameAllmende +, Gereide +, Mittelhaingeraide + und Oberhaingeraide +
Ist BeschreibungHaingeraide +
Ist ZitatDie Haingeraiden entwickelten sich aus dem fränkischen Waldrecht +, die Wälder der Haingeraiden ausgeschieden wurden +, fränkische Gaugrafen das Kloster Hornbach begabten +, Die erste urkundliche Erwähnung der Klause, die heute bekannt ist, stammt aus dem Jahr 1500. Es handelt sich um die Grenzbeschreibung der Gemarkung Diedesfeld mit der Bezeichnung „Mark und Zirk“. +, von der woog den Deich uffen bis an die Clousen, und von der Clousen uff der Geraide +, Gemeint ist damit die Haingeraide-Grenze,
Gemeint ist damit die Haingeraide-Grenze, beginnend am Großen Graben, wo heute Gemeinde und Privatwald enden und beginnen. Nur wenige Meter vor dem rechts über eine mit Weinbergsteinen errichteten Treppe, ihren Lauf nehmenden Sommerberg-Pfad, hinter der Schranke. Ein Geraidestein ist heute noch dort vorhanden, links des Bachlaufs.
noch dort vorhanden, links des Bachlaufs. +, zwischen zwei gut bekannten Steinen die richt und Schlicht zu suchen und noch zwei oder mehrer Steine zu setzen. + und Wo der Winzer den Fuß hinsetzt, da stehet der Wald ab +
Ist erwähnt1464 JL +, 1521 JL +, 1553 JL +, 1559 JL +, 1577 JL +, 1628 +, 1797 +, 1801 +, 1816 + und 1822 +
Ist erwähnt inGLA Ka 67 Nr.296 + und XXX +
Ist zitiert inXXX +, Frenzel (1963) +, Schneider (2013) nach Landesarchiv Speyer, F2 Nr.unbekannt + und Schneider (2013) +
Liegt inAlsterweiler +, Pfalz + und Deutschland +
Referenzierung
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Dorfordnung (1549)/Artikel10 +