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Hartmannstraße Nr.61

Aus Alsterweiler
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Hartmannstraße Nr.61
Liegt in: Hartmannstraße

Anwesen davor: In der freien Landschaft.
Anwesen danach: In der freien Landschaft.
Haus / hier zum Katasterplan: 1839 1821
Gebiet: Hochstift Speyer, Kurpfalz, Bayern, Pfalz
Erbauung: 1829
Baustil: Klassizismus
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Merkmal Eintrag
Erbauer Eisenbiegler
Besitzer
Anderer Name
Inschriften
Sigle Fehlt
Bauwerksart Winzerhof mit Haupthaus und Nebengebäuden
Eigentümer
Eigentümer (ehemalig) Eisenbiegler
Ersterwähnung 1796
Erwähnungen (Datum)
Erwähnungen (Belege)
Geschosse 2
Höhe
Breite
Liegt in Hartmannstraße
Material Sandstein
Dachart Walmdach
Ausrichtung
Denkmalliste Nr.
Denkmalliste (Zusatz) Nr.
Nutzungen Wohnhaus
Nutzungen ehemalig
Kataster Nr.
Kataster Nr. ehemalig
Hausnummer Immer zweistellig eingeben/01 etc. - NUR NR Fehlt
Zu Dorf Nummer mit Angabe der Zeit Immer mehrstellig eingeben/001 etc.- HIER RUE GRANDE Fehlt
Hausnummer mit Angabe der Zeit Immer zweistellig eingeben/01 etc. - JAHRESZAHL IN KLAMMER Fehlt
Anschrift 2018 Hartmannstraße Nr.61
Die Vorlage hat ausgefüllt: Matthias C.S. Dreyer / 2018-01-28


Hartmannstraße Nr.61 ist ein Winzeranwesen, das heute als Wohngebäude genutzt wird[1].

Das Gelände war wohl vor der Erbauung des Anwesens im Jahr 1796 ein leeres Grundstück. Bereits im Bedbuch III (1669 bis ca. 1700) gab es da wahrscheinlich einen Hausplatz, der Frau Dattin gehört hat (er grenzte an die Mühlgass). Diese Frau Dattin taucht auch noch mit anderem Grundbesitz auf (und einmal in Kirrweiler als Patin). Sie muß sehr begütert gewesen sein, wohl eine der wenigen Frauen, die schon damals umfangreichen Grundbesitz hatten.

Auf dem Grundstück östlich davon, also unterhalb hatte der Pfennigmeister des kaiserlichen Kammergerichts, Gisbert de Maere, ein Haus und Hof in der Nähe der Weed (1659 wurde es als Sicherheit mit anderem Besitz bei seiner Amtsantretung verpfändet). Es könnte sich dabei um Hartmannstr. 59 handeln, vielleicht sogar das heute noch stehende Haus. Denn es hat ein Walmdach und besaß ursprünglich Fenstergewänder, ist also zumindest älter, als der heutige Anschein vermuten lässt. Noch 1839 gab es unterhalb der Hartmannstraße Nr.59 noch keinerlei Bebauung.[2]

Entstehungszeit des Anwesens

Im Jahre 1796 ein Haus zu bauen, also kurz nach der französischen Revolution, war sehr mutig. Es darf davon ausgegangen werden, daß sich Friedrdich Eisenbiegler mit den Franzosen arrangiert hatte. Schließlich war er im Jahre 1798 Adjunkt in Alsterweiler.Insofern besaß er eine politisch nicht ganz unbedeutende Position im "neuen" System.

Zeichen der Brezel

Der Erbauer des Hauses Friedrich Eisenbiegler war von Beruf Bäcker. Er wird im Jahre 1806 als Gastwirt, 1809 als Schankwirt genannt. Insofern dürfte es ich bei seiner Wirtschaft wohl um das Anwesen Hartmannstraße Nr.61 gehandelt haben. Jedenfalls ist das Anwesen geräumig genug, dass es sogar auch Zimmer zum Übernachten gehabt haben könnte. Neben der Brezel sind wohl Blumen angebracht. Zudem findet sich eine Raute. Welche Bedeutung ihr zukommt, muss zur Zeit offen bleiben.

Versteigerungsvermerk aus dem Jahr 1840

"Ein solid in Stein erbautes zweistöckiges Wohnhaus, sammt Hof, Scheuer, Stallungen, Kelterhaus mit Kelter, zwei gewölbten Kellern, in welchem 60 bis 70 Stück Wein gelagert werden können, Kartoffelkeller, Waschhaus, Holzremise, Weingarten hinter dem Hause, Pflanzgarten dem Hause gegenüber gelegen, sammt sonstigen Dependenzien, an der Mühlgasse unten im Dorfe Alsterweiler...In obbeschriebener Behausung, welche durch ihre zweckmäßige Einrichtung sich zum Betriebe der Oeconomie, des Weinhandels, und durch ihre Lage in einer der schönsten Gegenden der Pfalz, welche die Ausicht in die weite schöne Umgegend bis jenseits des Rheins darbietet, sich auch als Landhaus für Städter eignet, lagern dermalen noch die den genannten Minderjährigen angehörigen Fässer, Herbstbütten und Züber, welche einige Wochen später versteigert werden. Steigerungsliebhaber, welche dieses schöne Besitzthum einzusehen wünschen, belieben sich deshalb am obgenannten Beivormund, Herrn Schwarzwälder zu Alsterweiler, zu wenden. Edenkoben, den 16. Apil 1840 Rößler, Notaire."[3].

Eigentümer

Als Eigentümer sind nachgewiesen: Eisenbiegler

Bauwerk
Dieses Bauwerk liegt in Hartmannstraße und ist ein Haus.
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Die Gesamtzahl der Bauten, die mit Alsterweiler zu tun haben, beträgt: 65 Gebäude. Die Gesamtzahl der Gebäude auf Alsterweiler beträgt: 67 Gebäude.
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Alsterweiler Brunnen, Alsterweiler Hofgut (Allerheiligenstift Speyer), Alsterweiler Hofgut (Kloster St. Klara Speyer), Alsterweiler Hofgut (Stift St. German und Moritz Speyer), Am Tälchen, Bergstraße, Bildstock Frankmann, Bildstock Humm, Bildstock I Kreuzweg, Bildstock II Kreuzweg, Bildstock III Kreuzweg, Bildstock IV Kreuzweg, Bildstock Kühn, Bildstock Müller (1833), Bildstock Müller (1870), Bildstock Schädler, Bildstock Tretter, Bildstock V Kreuzweg, Burg, Burg Schönecken, Burg Wildenstein, Deckelgass, Erinnerungskreuz Alsterweiler, Friedhofstraße, Friedhofstraße Nr.101, Frühmeßgut (Maikammer), Gedenkstein Allmaras, Gedenkstein Kapellenberg, Gemein Gaß, Glockenstein, Grabmal Catty (1817), Grabmal Dincker (1788), Grabmal Kinsky, Grabmal Koch (Bernstein), Grabmal Oberstein, Grenzstein 1, Grenzstein 10, Grenzstein 10 (1830), Grenzstein 100, Grenzstein 101, Grenzstein 102, Grenzstein 103, Grenzstein 104, Grenzstein 105, Grenzstein 106, Grenzstein 107, Grenzstein 108, Grenzstein 109, Grenzstein 11, Grenzstein 110… weitere Ergebnisse

Weblinks

Literatur

Einzelnachweise

  1. Quelle: Intelligenzblatt der Pfalz, Seite 387 und 388 Versteierung im Wirtshaus zur Blume, Alsterweiler. http://bavarikon.de/object/BSB-MDZ-00000BSB10346396 Königlich bayerisches Amts- und Intelligenzblatt für die Pfalz Regierungsbezirk Pfalz: Königlich bayerisches Amts- und Intelligenzblatt für die Pfalz Speyer 1838: unbekannt. Speyer 1838 Bayerische Staatsbibliothek CC0 CC BY-NC-SA 4.0
  2. Martina Stöckl schreibt zu den Grundstücksverhältnissen: "Ganz schlüssig sind die Angaben aber nicht, da zwischen Dattin und de Maere noch "Georg Zerren und Jacob Scheurichs Erben" Besitz hatten. Das könnte evtl. auch nur ein Wingert gewesen sein. Im Bedbuch gab es für Jacob Scheurich nur Wingertbesitz. Oder vielleicht hatten Zerr/Scheurig die Hartmannstraße Nr.59, und de Maere ein Haus, heute die Hartmannstraße Nr.57. Letzteres wurde zerstört und zumindest bis 1839 nicht wieder aufgebaut.
  3. Königlich bayerisches Amts- und Intelligenzblatt für die Pfalz 1838

Anmerkungen

Zitate

Urkunden

Begriffe

Kategorien

Hartmannstraße Nr.61 gehört den Kategorien an: Häuserbuch (Alsterweiler), Wohnhaus

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Referenzierungen

  1. a b  Bayerische Regierung. (1840-04-23), Titel: Notariatssachen.
    In: Königlich Bayerisches Amts- und Intelligenzblatt für die Pfalz - Regierungsbezirk Pfalz: Königlich bayerisches Amts- und Intelligenzblatt für die Pfalz Speyer 1838: unbekannt, (Hg.) (Herausgeber fehlt, bitte angeben.) , Band No. 49 vom 23. April 1840, Heft (No. 49),
    Seite: Seite387
    Schlüssel: Königlich Bayerisches Amts- und Intelligenzblatt für die Pfalz#Seite387
    Zitat: Versteigerungsankündigung für das Anwesen Hartmannstraße Nr.61.
    Eine Übertragung fehlt.
    Anmerkung: Alsterweiler...Eisenbiegler Seite 387 und 388
    Schlagwort: Versteigerung · Unten im Dorf · Hartmannstraße Nr.61
    Quelle: Königlich Bayerisches Amts- und Intelligenzblatt für die Pfalz
    Erscheinungsjahr: 1840-04-23
    Erscheinungstag: 23. April
    Die Einstufung fehlt noch.
    Sammlung: Amtsblatt
    LINK: Hartmannstraße Nr.61
    Permanentlink:urn: [[1]].
    PDF: [Original als PDF]
    WIKI: Johann Friedrich Eisenbiegler
  2. ^  Titel: Wochenblatt (1842).
    Schlüssel: Neustadter Wochenblatt/Alsterweiler#Seite_92/1
    Seite: Seite_92/1
    Zitat: Sitzung vom 4. März. Nicolaus Schöffler, 25 Jahre alt, Metzger, geboren und wohnhaft zu Deidesheim. (Vertheidigt durch den Herrn Rechtskandidaten Medicus). Der Oekonom Karl Theodor Rieth von Alsterweiler besitzt in dieser Gemeinde ein zweistöckiges Wohnhaus, dessen oberer Stock von dem Revierförster Wolf, der untere aber von dem Eigenthümer bewohnt wird. Am 31. Okt. vor. Jahres gegen 5 Uhr des Abends, verließ Rieth seine Wohnung, um sich nach Edenkoben zu begeben, wo an jenem Abend Ball war. Da derselbe ledig ist und keine Dienstboten im Hause hat, auch der Revierförster mit seiner Familie vereist war, stand das wohlverschlossene Haus in jener Nacht leer. Den Schlüssel hatte die Haushälterin des Rieth, welche nicht in diesem Hause wohnt. Am Abend des folgenden Tages kehrte der Revierförster zurück und man entdeckte nun, da eine große Quantität dem Rieth zugehörender Effekten, bestehend in Bettung, Kleidungsstücken, Weißzeug, Zinn u. gestohlen worden war. Eine Stunde später kam auch Rieth von seiner Lustparthie zurück und überzeugte sich, daß der Diebstahl zur Nachtzeit mittelst Einsteigens und Einbruchs verübt wurde. Ein unbestimmter Verdacht fiel alsbald auf den Angeklagten, weil er einige Tage vorher in Alsterweiler gesehen wurde, und mit den Localitäten genau bekannt war. Dieser Verdacht hat sich dann auch durch die Untersuchung zur vollkommenen Gewißheit gestaltet. In der Nacht des Diebstahls kam Schöffler, mit einem großen Pack auf dem Rücken, zu dem Ackersmann Wilhelm Theobald in Lachen, und ersuchte denselben sehr dringend, ihn in seine Heimath nach Meckenheim zu fahren. Dabei gab er an, er sei ein Halstuchhändler und komme von Landau und Edesheim, wo er Geschäfte gemacht habe. Das ängstliche Benehmen dieses Menschen, kam dem Theobald verdächtig vor, und er wurde in seinem Verdachte noch besonders bestärkt, als er in jenem Pack eine zinnerne Platte bemerkte, und als ihn der Angeklagte, in Meckenheim angekommen, bat, nicht nur seinen Namen und Wohnort zu verschweigen, sondern ihn auch um das Dorf nach einem Judenhäuschen zu fahren. Dort legte er seinen Pack ab und begab sich mit Theobald in das Wirthshaus des Adjunkten Forschner, wo er dem Fuhrmann seinen Lohn geben wollte. Da er aber kein Geld hatte, lieh er von Forschner, gegen Versatz eines Ueberrocks, einiges Geld, zahlte den Fuhrmann und drängte diesen zur schnellen Heimkehr. Er gab bei mehreren Personen vor, er kommen von Philippsburg, wo er als Metzger gearbeitet habe und ließ seinen Pack durch einen Boten nach Worms tragen. In Worms angekommen, begab sich Schöffler zu dem Pfandhaustaxator Horch und versetzte demselben den größten Theil der in dem Pack befindlichen Gegenstände gegen eine Summe von 30 fl. Dem Wirth Conrad März von Mutterstadt gab er später ein kleines Päckchen zum Aufbewahren. Am 4. November erschien Schöffler nochmals in Lachen und trug einen zweiten Pack mit Effekten. Dießmal gab er sich für einen Tuchhändler aus Lambrecht aus. Er suchte den Fuhrmann Theobald nochmals zu einer Fahrt zu bewegen was diesen bewog, Anzeige bei dem Ortsvorstande zu machen. Der Bürgermeister von Lachen verhaftete hierauf den Angeklagten weil derselbe keine Legitimationspapiere hatte, und sich auch über den rechtlichen Erwerb der bei sich führenden Sachen nicht ausweisen konnte. Er wurde der Gendarmeriestation zu Neustadt zum Weitertransport vorgeführt, und hier wollte es der Zufalle, daß gerade der bestohlene Rieth zugegen war, welcher sogleich in den bei dem Angeklagten vorgefundenen Effekten einen Theil seines entkommenen Eigenthums entdeckte. Im Laufe der Untersuchung gestand Schöffler ein, den Diebstahl verübt zu haben. Derselbe wurde übrigens als ein höchst leichtsinniger Mensch geschildert, der in wenigen Jahren ein bedeutendes Vermögen durchgebracht und dabei noch so viele Schulden gemacht hat, daß er sich nach Frankreich flüchten mußte. Ja er bestahl sogar seinen Wohlthäter Rieth, der ihn nach seiner Rückkehr aus Frankreich gastfreundlich aufnahm, und mit Rath und That unterstützte. Die Geschworenen erklärten den Niklaus Schöffler des ihm zur Last gelegten Diebstahls mit allen erschwerenden Umständen schuldig, worauf ihn das Assisengericht zur Strafe der Zwangsarbeiten auf 5 Jahre verurtheilte.
    Übertragung: Ja
    Anmerkung: Prozess Schöffler - Rieth; Karl Theodor Rieth wohnte zu dieser Zeit in der Hartmannstraße Nr. 61 / Sitzung vom 4. März
    Es gibt keine Notes.
    Schlagwort: Alsterweiler · Assisenverhandlung · Rieth · Karl Theodor Rieth · Nicolaus Schöffler · Wilhelm Theobald · Forschner · Horch · Conrad März · Wolf · Revierförster
    Quelle:
    Vorkommnis: Ein Datum für das Vorkommnis fehlt.
    Vorkommnistag: Eine Tagesangabe (Vorkommnistag) fehlt.
    Stufe: 6
    Sammlung: Alsterweiler · Prozess · Rieth
    LINK: Karl Theodor Rieth
    Eine urn fehlt.
    PDF: https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb10385885?page=98
    WIKI: Hartmannstraße Nr.61