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| + | Der Torbogen ist ein Renaissance-Bauwerk, das mit der Inschrift 1639 bezeichnet ist. Der Bogen ist mehrfach profiliert und steht auf Polsterfüßen. Die [[Spolie]] ist ein [[Ofenstein]] ([[Volutenstein]]), der mit Trauben und Blättern verziert ist. Er zeigt das Jahr Reste der Jahreszahl [[1774]] oder [[1754]] und die Inschrift [[ISAS]] für [[Joseph Saum]]. | ||
Nach dem alten Katasterzuschnitt aus dem Jahre 1839 stand das heutige Weingut auf zwei Grundstücken, was an den zwei Torbögen noch heute gut zu erkennen ist. | Nach dem alten Katasterzuschnitt aus dem Jahre 1839 stand das heutige Weingut auf zwei Grundstücken, was an den zwei Torbögen noch heute gut zu erkennen ist. | ||
| − | Der Ofenstein zeigt die Initialen ISAS und die Jahreszahl 1774 (die 4 | + | Der Ofenstein zeigt die Initialen [[ISAS]] und die Jahreszahl [[1774]]/[[1754]] (die sieben oder fünf und die 4 sind beschädigt). Die Initialen verweisen auf den Namen [[Joseph Saum]], seine Ehefrau [[Anna Saum]], geborene [[Anna Koch|Koch]] (Heirat 1. Oktober 1754). Die Familie ist im Ortsfamilienbuch von Maikammer-Alsterweiler eingetragen. Der Küfer [[Joseph Saum]] (1699-1784) heiratete in erster Ehe eine [[Anna Christina Schwarz]] und vermählte sich dann mit [[Anna Apollonia Koch]] (1711-1785). Es wurden zwei Kinder geboren, die Spuren der Familie verloren sich dann aber. Der Stein zeigt nicht die typischen Küferwerkzeuge, sondern eine Weinrebe mit zwei rotgefaßten Traubenrispen. Sie sind mit Ranken an zwei außen liegenden, volutenartigen Verzierungen befestigt. |
| − | Das Anwesen war Teil eines architektonischen Rundgangs anlässlich der Brunnenkerwe ONLINE 2021 (20. Juni 2021). Unter dem Titel „Alsterweiler und seine Baukultur“ veranstaltete die Architektenkammer Rheinland-Pfalz, Kammergruppe 10 vier Streifzüge durch den Ort. Kooperationspartner waren der Club Sellemols (Historienfreunde Maikammer-Alsterweiler) und das Projekt Kultur.Landschaft.Digital. Rheinland-Pfalz sowie die Gemeinde Maikammer. Der Architekt Joachim Becker und der Stadtplaner Matthias C.S. Dreyer beschreiben das Anwesen im Streifzug II. | + | Das Anwesen war Teil eines architektonischen Rundgangs anlässlich der [[Brunnenkerwe ONLINE 2021]] ([[20. Juni]] [[2021]]). Unter dem Titel „Alsterweiler und seine Baukultur“ veranstaltete die Architektenkammer Rheinland-Pfalz, Kammergruppe 10 vier Streifzüge durch den Ort. Kooperationspartner waren der Club Sellemols (Historienfreunde Maikammer-Alsterweiler) und das Projekt Kultur.Landschaft.Digital. Rheinland-Pfalz sowie die Gemeinde Maikammer. Der Architekt Joachim Becker und der Stadtplaner Matthias C.S. Dreyer beschreiben das Anwesen im Streifzug II. |
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Aktuelle Version vom 27. Juni 2025, 17:21 Uhr
| Hauptstraße Nr.26 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Liegt in: Hauptstraße Anwesen davor: Hauptstraße Nr.24
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Hauptstraße Nr.26 ist kein Haus mehr. Das Grundstück wurde mit Hauptstraße Nr.28 vereinigt. Das Gebäude wurde abgerissen. Lediglich einige Baureste sind noch zu sehen. Dazu zählt auch die Spolie, die in der Außenwand, neben dem Torbogen eingelassen ist. Wie aus der Katasterkarte von 1839 gut zu ersehen ist, war der Hof direkt hinter dem Torbogen mit einem Fachwerkgebäude überbaut. Ein Trägerbalken lag auf der Säule, die angeblich aus den Überresten der Krebenburg stammen soll, und dem noch bestehenden Fachwerkhaus Hauptstraße Nr.28. Der Überbau war vom Haupthaus, also von Nummer 28 begehbar. Zudem führte vom heutigen Hof aus eine Treppe an der Grundstücksseite zu Hauptstraße Nr.24 in zwei kleine Räume.
Der Torbogen ist ein Renaissance-Bauwerk, das mit der Inschrift 1639 bezeichnet ist. Der Bogen ist mehrfach profiliert und steht auf Polsterfüßen. Die Spolie ist ein Ofenstein (Volutenstein), der mit Trauben und Blättern verziert ist. Er zeigt das Jahr Reste der Jahreszahl 1774 oder 1754 und die Inschrift ISAS für Joseph Saum.
Nach dem alten Katasterzuschnitt aus dem Jahre 1839 stand das heutige Weingut auf zwei Grundstücken, was an den zwei Torbögen noch heute gut zu erkennen ist.
Der Ofenstein zeigt die Initialen ISAS und die Jahreszahl 1774/1754 (die sieben oder fünf und die 4 sind beschädigt). Die Initialen verweisen auf den Namen Joseph Saum, seine Ehefrau Anna Saum, geborene Koch (Heirat 1. Oktober 1754). Die Familie ist im Ortsfamilienbuch von Maikammer-Alsterweiler eingetragen. Der Küfer Joseph Saum (1699-1784) heiratete in erster Ehe eine Anna Christina Schwarz und vermählte sich dann mit Anna Apollonia Koch (1711-1785). Es wurden zwei Kinder geboren, die Spuren der Familie verloren sich dann aber. Der Stein zeigt nicht die typischen Küferwerkzeuge, sondern eine Weinrebe mit zwei rotgefaßten Traubenrispen. Sie sind mit Ranken an zwei außen liegenden, volutenartigen Verzierungen befestigt.
Das Anwesen war Teil eines architektonischen Rundgangs anlässlich der Brunnenkerwe ONLINE 2021 (20. Juni 2021). Unter dem Titel „Alsterweiler und seine Baukultur“ veranstaltete die Architektenkammer Rheinland-Pfalz, Kammergruppe 10 vier Streifzüge durch den Ort. Kooperationspartner waren der Club Sellemols (Historienfreunde Maikammer-Alsterweiler) und das Projekt Kultur.Landschaft.Digital. Rheinland-Pfalz sowie die Gemeinde Maikammer. Der Architekt Joachim Becker und der Stadtplaner Matthias C.S. Dreyer beschreiben das Anwesen im Streifzug II.
= Hauptstraße Nr.26 wurde am Sat, 18 Apr 2026 13:47:30 +0000 in die Liste der Kuladig-Artikel unter der Bezeichnung Kultur.Landschaft.Digital aufgenommen.https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-335785
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