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Hauptstraße Nr.58: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Alsterweiler
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==Architektur==
 
==Architektur==
Das Haupt- und Wohngebäude des Ensembles aus dem frühen 17. Jahrhundert ist ein eingeschossiger hochgesockelter Putzbau. An einem spätgotischen Stichbogenportal ist die Jahreszahl 1601 zu erkennen. Die Fassade des giebelständigen Anwesens dürfte im 19. Jahrhundert angepasst worden sein. Heute zeigen sich dort einfach profilierte Fenster sowohl im Erdgeschoss als auch unter dem Giebel. Das Gebäude ist ein massiver Putzbau, der an der Westseite von Werksteinen aus Sandstein begrenzt wird. Relikte dieser „Eckausformungen“ finden sich auch im östlichen Teil des Wohngebäudes sowie am Nebenbau zum Nachbaranwesen. Vergleichbare Stilelemente finden sich an den Renaissancebauten in Maikammer, so Markstraße 5, St. Martiner Straße 6. Das Hochparterre liegt über einem ortstypischen Hochkeller und ist mit drei Fenstern ausgestattet. Darüber sitzt ein weiteres Fenster, das von zwei Oculi (lateinisch „oculus“, das Auge, auch Ochsenauge) begleitet wird. Sie dienen der Lichtzufuhr in die abgeschrägten Innenräume des Dachraumes. Auffallend sind die asymetrische liegenden Kellerfenster. Das Fenster im Westen zeigt reich profilierte Laibungen.
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Das Haupt- und Wohngebäude des Ensembles aus dem frühen 17. Jahrhundert ist ein eingeschossiger hochgesockelter Putzbau. An einem spätgotischen Stichbogenportal ist die Jahreszahl 1601 zu erkennen. Die Fassade des giebelständigen Anwesens dürfte im 19. Jahrhundert angepasst worden sein. Heute zeigen sich dort einfach profilierte Fenster sowohl im Erdgeschoss als auch unter dem Giebel. Das Gebäude ist ein massiver Putzbau, der an der Westseite von Werksteinen aus Sandstein begrenzt wird. Relikte dieser „Eckausformungen“ finden sich auch im östlichen Teil des Wohngebäudes sowie am Nebenbau zum Nachbaranwesen. Vergleichbare Stilelemente finden sich an den Renaissancebauten in Maikammer, so Markstraße 5, St. Martiner Straße 6. Das Hochparterre liegt über einem ortstypischen Hochkeller und ist mit drei Fenstern ausgestattet. Darüber sitzt ein weiteres Fenster, das von zwei Oculi (lateinisch „oculus“, das Auge, auch Ochsenauge) begleitet wird. Sie dienen der Lichtzufuhr in die abgeschrägten Innenräume des Dachraumes. Auffallend sind die asymetrisch liegenden Kellerfenster. Das Fenster im Westen zeigt reich profilierte Laibungen.
  
 
Im Anschluss an das Wohnhaus öffnet sich nach Osten der Hof, der von einem „Altenteil“ (Vorbehaltshaus), wohl aus dem 19. Jahrhundert, begrenzt wird. Dieses ist ebenfalls mit einem Krüppelwalmdach ausgestattet. Zum Anwesen gehört im rückwärtigen Bereich auch eine teilweise in Fachwerk errichtete Scheune. Diese ist im 18. und 19. Jahrhundert errichtet worden.
 
Im Anschluss an das Wohnhaus öffnet sich nach Osten der Hof, der von einem „Altenteil“ (Vorbehaltshaus), wohl aus dem 19. Jahrhundert, begrenzt wird. Dieses ist ebenfalls mit einem Krüppelwalmdach ausgestattet. Zum Anwesen gehört im rückwärtigen Bereich auch eine teilweise in Fachwerk errichtete Scheune. Diese ist im 18. und 19. Jahrhundert errichtet worden.
 
Das Anwesen ist im Nachrichtlichen Verzeichnis der Kulturdenkmäler im Kreis Südliche Weinstraße eingetragen. Der weiterführende Hinweis zum Anwesen findet sich als Eintrag der Unterlagen zur Nachqualifizierung der Denkmalzone Ortstkern Maikammer-Alsterweiler (Bauliche Gesamtanlage): „Dreiseithof mit giebelständigem, eingeschossigem Wohnhaus des frühen 17. Jh. (bez. 1601 am spätgotischen Stichbogenportal), Fassadenveränderung erste Hälfte 19. Jh. Hochunterkellerter, massiver Putzbau mit zwei schmuckhaft profilierten Fenstern (Reste von Anlaufvoluten erkennbar, wohl frühes 17. Jh.) im Sockel. Hochparterre mit einfach profilierten Fenstern mit Klappläden, baugleiches Fenster im Giebelfeld, dazu zwei kleinformatige Rundfenster, darüber Traufgesims und Krüppelwalmdach. Nebengebäude (wohl Vorbehaltshaus) im Erdgeschoss mit Renaissance-Doppelfenster mit Anlaufvoluten, im Obergeschoss baugleiche Fenster wie Wohnhaus, darüber Traufgesims und Walmdach. An der Gebäudekante Reste von großformatigem Werksteinmauerwerk. Rückwärtige Scheune teils mit Fachwerk, wohl aus dem 18./19. Jh.“ (GDKE 2020).
 
 
  
 
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Aktuelle Version vom 16. August 2024, 17:46 Uhr

Siehe auch: Hartmannstraße Nr.61, Hartmannstraße Nr.80, Hartmannstraße Nr.88, Hauptstraße Nr.1, Hauptstraße Nr.10, Hauptstraße Nr.12, Hauptstraße Nr.13… weitere Ergebnisse
Hauptstraße Nr.58
Liegt in: Hauptstraße

Anwesen davor: Hauptstraße Nr.56
Anwesen danach: Hauptstraße Nr.60
Haus / hier zum Katasterplan: 1839 1821
Gebiet: Pfalz
Erbauung: 1601
Baustil: Renaissance
Geo: 49° 18' 31.28" N, 8° 7' 5.88" E


3 Bildeindrücke Hauptstraße Nr.58

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Merkmal Eintrag
Erbauer Unbekannt
Besitzer
Anderer Name
Inschriften
Sigle Fehlt
Bauwerksart Wohnhaus
Eigentümer
Eigentümer (ehemalig)
Ersterwähnung
Erwähnungen (Datum)
Erwähnungen (Belege)
Geschosse 1
Höhe
Breite
Liegt in Hauptstraße
Material Fachwerk · Sandstein
Dachart Satteldach
Ausrichtung giebelständig
Denkmalliste Nr. 47
Denkmalliste (Zusatz) Nr.
Nutzungen Wohnhaus
Nutzungen ehemalig
Kataster Nr.
Kataster Nr. ehemalig
Hausnummer Immer zweistellig eingeben/01 etc. - NUR NR 58
Zu Dorf Nummer mit Angabe der Zeit Immer mehrstellig eingeben/001 etc.- HIER RUE GRANDE Fehlt
Hausnummer mit Angabe der Zeit Immer zweistellig eingeben/01 etc. - JAHRESZAHL IN KLAMMER Fehlt
Anschrift 2024 Hauptstraße Nr.58
Die Vorlage hat ausgefüllt: Matthias C.S. Dreyer / 2024-08-16


Hauptstraße Nr.58 ist ein Wohnhaus. Die Hofanlage in der Hauptstraße Nr. 58 in Alsterweiler ist ein Dreiseithof. Der Kern der Anlage geht auf die Epoche der Renaissance zurück. Einige Bauteile aus dieser Zeit sind noch zu erkennen.

Architektur

Das Haupt- und Wohngebäude des Ensembles aus dem frühen 17. Jahrhundert ist ein eingeschossiger hochgesockelter Putzbau. An einem spätgotischen Stichbogenportal ist die Jahreszahl 1601 zu erkennen. Die Fassade des giebelständigen Anwesens dürfte im 19. Jahrhundert angepasst worden sein. Heute zeigen sich dort einfach profilierte Fenster sowohl im Erdgeschoss als auch unter dem Giebel. Das Gebäude ist ein massiver Putzbau, der an der Westseite von Werksteinen aus Sandstein begrenzt wird. Relikte dieser „Eckausformungen“ finden sich auch im östlichen Teil des Wohngebäudes sowie am Nebenbau zum Nachbaranwesen. Vergleichbare Stilelemente finden sich an den Renaissancebauten in Maikammer, so Markstraße 5, St. Martiner Straße 6. Das Hochparterre liegt über einem ortstypischen Hochkeller und ist mit drei Fenstern ausgestattet. Darüber sitzt ein weiteres Fenster, das von zwei Oculi (lateinisch „oculus“, das Auge, auch Ochsenauge) begleitet wird. Sie dienen der Lichtzufuhr in die abgeschrägten Innenräume des Dachraumes. Auffallend sind die asymetrisch liegenden Kellerfenster. Das Fenster im Westen zeigt reich profilierte Laibungen.

Im Anschluss an das Wohnhaus öffnet sich nach Osten der Hof, der von einem „Altenteil“ (Vorbehaltshaus), wohl aus dem 19. Jahrhundert, begrenzt wird. Dieses ist ebenfalls mit einem Krüppelwalmdach ausgestattet. Zum Anwesen gehört im rückwärtigen Bereich auch eine teilweise in Fachwerk errichtete Scheune. Diese ist im 18. und 19. Jahrhundert errichtet worden.

Eigentümer

Bauwerk
Dieses Bauwerk liegt in Hauptstraße und ist ein Haus.
Anzahl der Bauwerke auf alsterweiler.net
Die Gesamtzahl der Bauten, die mit Alsterweiler zu tun haben, beträgt: 65 Gebäude. Die Gesamtzahl der Gebäude auf Alsterweiler beträgt: 67 Gebäude.
Bauwerke in Alsterweiler in alphabetischer Reihenfolge
Alle Bauwerke in alphabetischer Reihenfolge
Alle Bauwerke
Alsterweiler Brunnen, Alsterweiler Hofgut (Allerheiligenstift Speyer), Alsterweiler Hofgut (Kloster St. Klara Speyer), Alsterweiler Hofgut (Stift St. German und Moritz Speyer), Am Tälchen, Bergstraße, Bildstock Frankmann, Bildstock Humm, Bildstock I Kreuzweg, Bildstock II Kreuzweg, Bildstock III Kreuzweg, Bildstock IV Kreuzweg, Bildstock Kühn, Bildstock Müller (1833), Bildstock Müller (1870), Bildstock Schädler, Bildstock Tretter, Bildstock V Kreuzweg, Burg, Burg Schönecken, Burg Wildenstein, Deckelgass, Erinnerungskreuz Alsterweiler, Friedhofstraße, Friedhofstraße Nr.101, Frühmeßgut (Maikammer), Gedenkstein Allmaras, Gedenkstein Kapellenberg, Gemein Gaß, Glockenstein, Grabmal Catty (1817), Grabmal Dincker (1788), Grabmal Kinsky, Grabmal Koch (Bernstein), Grabmal Oberstein, Grenzstein 1, Grenzstein 10, Grenzstein 10 (1830), Grenzstein 100, Grenzstein 101, Grenzstein 102, Grenzstein 103, Grenzstein 104, Grenzstein 105, Grenzstein 106, Grenzstein 107, Grenzstein 108, Grenzstein 109, Grenzstein 11, Grenzstein 110… weitere Ergebnisse

Kuladig symbol.png = Hauptstraße Nr.58 wurde am Sat, 09 May 2026 13:39:00 +0000 in die Liste der Kuladig-Artikel unter der Bezeichnung Kultur.Landschaft.Digital aufgenommen.https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-272316

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Literatur

Einzelnachweise

Anmerkungen

Zitate

Urkunden

Begriffe

Kategorien

Hauptstraße Nr.58 gehört den Kategorien an: Häuserbuch (Alsterweiler), Wohnhaus

Matzinger sagt: "letzte Überarbeitung der Seite 16.08.2024". Alle Rechte der Seite bei ©Matthias C.S. Dreyer. Der Name dieser Seite lautet: Hauptstraße Nr.58. Nutzen Sie zur Zitierung für Ihr Werk folgende vollständige Angabe: https://www.alsterweiler.net/wiki/Hauptstraße Nr.58 ©Matthias C.S. Dreyer /abgerufen am 9.05.2026 ↑... Seitenanfang