Viax von Oberstein (*um 1480 vermutlich Oberstein; †1553 in Alsterweiler [1]) war ein Ritter aus dem Geschlecht der Oberstein. Er war der Sohn des Heinrich von Oberstein und der Walpurga von Schweinheim. Viax (auch: Viacus, Vyax) von Oberstein (auch: vom Oberstein) ist der erste urkundlich nachweisbare Eigentümer der Kredenburg in Alsterweiler. Vermutlich kam er um 1525 auf die Wasserburg.[2] Dort nahm er um die Mitte des 16. Jahrhunderts Umbauten vor.
Die Herren und Ritter Oberstein residierten auf den Burgen Bosselstein und Oberstein in Idar-Oberstein an der Nahe. "Als sie 1399 von ihrem Onkel Syfrid von Sankt Alban die Kredenburg bei Maikammer erbten, so teilten sie sich in zwei Linien, in die Gundheimer und in die Kredenburger." [web 1]
Leben
Viax von Oberstein heiratete Margarete von Dalheim. Aus dieser Ehe ging ein Sohn namens Johann Friedrich, ein Sohn namens Pallas II. von Oberstein[3] und eine Tochter namens Catharina hervor. Viax lebte auf der Kredenburg in Alsterweiler.
Urkundliche Nachweise zum Leben von Viax von Oberstein (unvollständig)
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Datum |
Bibliographie Alsterweiler |
Urkunde im wiki |
Inhalt |
Sekundärliteratur |
Hinweis |
Anmerkungen
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| 1 |
1518 (24. Dezember), Freitag |
Urkunde |
GHA OAN 200 |
Viax von Oberstein verkauft das Dorf Duttweiler an den Pfalzgrafen Ludwig V.. Duttweiler wurde kurpfälzisch, gelegen im Bereich des kurpfälzischen Oberamtes Neustadt an der Haardt. Duttweiler war ursprünglich hohenfelsisch, wurde aber verlehnt an die Herren von Oberstein und an das Kloster Lambrecht. |
Karst, Theodor (1960), Seite 35 Bibliographie Alsterweiler |
Karst mit einigen falschen Angaben.[4] |
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| 1a |
1520 (14. Mai) Montag |
Urkunde |
GHA OAN 202 |
Viax von Oberstein erhält Erlaubnis von Wolf von Hohenfels, Duttweiler zu verkaufen. |
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| 2 |
1532 (27. Februar) |
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HStAD B 15 Nr.40 Repertorien des Hessischen Staatsarchivs Darmstadt, Dalberger Urkunden |
Konrad Kolb von Wartenberg, Friedrich Steinheuser zu Neidenfels, Hans Brack von Klingen, Wolf von Bettendorf, derzeit Amtmann zu Otzberg, Viax von Oberstein und seine Ehefrau Margarete von Dalheim, nächste Freunde des Kindes der vestorbenen Eheleute Erpf· Brack von Klingen und Anna Ulner von Dieburg, sowie Acharius Zorn, Schultheiß zu Oggersheim, als Vormund bekunden, mit ihrem Freund, Schwager und Mitvormund Ulrich Ulner von Dieburg einen Vergleich geschlossen zu haben über die 1600 Gulden, die laut der von dem Pfalzgrafen (Ludwig) zwischen den Eheleuten gestifteten Heiratsverschreibung (1523 August 7, Nr.2053) die Gebrüder Philipp und Ulrich Ulner von Dieburg ihrer Schwester schuldig und verpflichtet waren, auf ihren (der Gebr.) Gütern in und um Lindenfels anzulegen. Sie bekunden, daß Ulrich, nachdem die Güter ihm allein zugeteilt worden waren und er sie unbelastet haben wollte, vor 1 1/2 Jahren ihnen die Gülte aufgekündigt und die Auszahlung der 1600 Gulden angeboten hatte, sie (die A.) nun, nachdem die Gulden ohne Ertrag 2 Jahre liegen geblieben seien und sich keine Anlagemöglichkeit über 4 von 100 geboten habe, Ulrich Ulner zu diesem Zinssatz das Geld wieder angeboten und er es angenommen habe unter Vorbehalt der Wiederlösung. Die Brüder sollen von der Zahlung der 1600 Gulden freigesprochen sein. Dienstag nach Reminiscere |
Friedrich Battenberg (1981/86), Dalberger Urkunden. |
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| 2a |
1534 (1. September) |
Urkunde |
LA Sp F 9 Nr.87 Urkunden des Germanischen Nationalmuseums |
Viax von Oberstein streitet mit Dekan und Kapitel des Hochstifts Speyer wegen eines Abflusses an seinem Gut in Duttweiler. Mitkläger sind Lorenz Dydesheymer und Ror Nicken, als Mitbeständer. |
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| 3 |
1537 (20. November) |
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Viax von Oberstein verspricht dem Grafen Friedrich zu Löwenstein, Herrn zu Scharfeneck (Scharpfeneck), nachdem er mit dessen Zustimmung sein Lehen zu Niederhochstadt (Niederhohenstatt) an Konrad Deck, Einwohner zu Germersheim (Germershen) verpfändet, innerhalb 4 Jahren dasselbe wieder einzulösen. |
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| 4 |
1542 (27. Februar) |
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Viax von Oberstein bekennt, daß ihm die Vormünder der Söhne des Grafen Friedrich … verliehen haben. |
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1544 (22. August) |
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Hans Jakob von Dürmentz zu Newen Windeck und Mathias Kirsser sowie Viax von Oberstein, Christof von Baden schlichten in der Streitsache zwischen der Witwe des Georg Mayer von Saxenbach (Sasbach … ) namens Agnes Mayer, geborene von Steinkallenfels, (Vormünder und Vormundschaftsvogtei zu Bühl: Hans von … Geschwisterkindern des Georg Meyer sowie deren Kuratoren Sampson vom Stein zu Reichenstein, Caspar Stoll von … Stauffenberg und Mölchior von Schawenburg sowie Michel Botzheym um die Erbschaft des Georg Meyer) |
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| 6 |
1546 |
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Viax schimpft über Margarethe von Altdorf in der Gaststätte "Zum Hecht" in Heidelberg. |
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1546 (bis 1548) |
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Viax von Oberstein dringt in das Schloß Altenkirrweiler ein und lästert im Schloßinneren mit großem Geschrei über den abwesenden Eigentümer, Heinrich von Ach (von Aich). Viax musste sich wegen Landfriedensbruches vor Gericht verantworten und weiterer Übergriffe enthalten. Desweiteren soll er Schnitter auf den Äckern angegriffen haben und auf dem Bauhof eingefallen sein. Viax ist nach seiner Darstellung in das offenstehende Schloß eingeritten mit nichts als einer Reitgerte in der Hand, um seine Schwägerin Else Witwe Christophs von Oberstein und nun Ehefrau des Lamprecht von Lammersheim zu Gast zu laden. Er rief nach ihr und es erschien Margarethe geboren von Altdorf, genannt von Kropsburg mit der er wegen Geldforderungen vor dem Hofgericht des Bischofs von Speyer einen Rechtsstreit führt. Mit Margarethe ist er in einen Wortwechsel geraten. Das Gesinde habe er von eigenem Grund vertrieben. |
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| 8 |
1548 |
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Viax errichtete einen (Teil)Bau (Kredenburg) in Alsterweiler. |
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1550 |
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Im Jahre 1550 fand ein Prozess (Nr. 2219) vor dem Reichskammergericht statt. Viax ist in einer dazugehörigen Urkunde benannt [urk 1]. Demnach hat Viax von Oberstein in einer Gaststätte in Heidelberg, namens "Zum Hecht" verkehrt, in der auch Götz von Berlichingen im Jahr 1523 zu Gast war[lit 1][5]. |
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| 10 |
1553 (05. Februar) |
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Landesarchiv Baden-Württemberg |
Heiratsvertrag zwischen Catharina von Oberstein, Tochter des Viax von Oberstein und der Margarete von Dalheim und Franz Braun von Schmidberg, Sohn des Adrian Braun von Schmidberg mit 3000 fl. Heiratsgut. Zudem Güter: Merle auf der Mosel, Frankweiler (Simmern), Khienheim, Weiterbach (Weidenbach, Daun), Stielshausen, Sankt Peterswald. |
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| 11 |
1553 (14. November) |
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Landesarchiv Baden-Württemberg Abt.Staatsarchiv Ludwigsburg, B 139 a I |
Gefertigt in Brüssel in Brabant. Kaiser Karl V. belehnt Friedrich von Oberstein mit Gütern und Gefällen (im Elsaß) zu Ergersheim (Ergershaim), Niederehnheim (Nieder Ehenhaim), Oberehnheim (Ober Ehenhaim) und Ohlungen, womit bereits sein Vater Viax von Oberstein belehnt worden war. |
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Viax von Oberstein war zu diesem Zeitpunkt bereits verstorben. |
Es handelt sich um die Gemeinden Obernai und Niedernai bei Strasbourg.
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Weblinks
Literatur
- ↑ <wikindx keyword=213 />
Einzelnachweise
- ↑ Eintragung auf dem Grabmal der Oberstein in Maikammer.
- ↑ Dolch, M. Stammnitz, P. (2006/2007) Die von Oberstein in der Pfalz. In: Kaiserslauterer Jahrbuch für pfälzische Geschichte und Volkskunde. 6/7 Kaiserslautern, Seite 64
- ↑ Fouquet, Seite 700 Nr.273.
- ↑ Anmerkung Matzinger: Datum der Urkunde ist falsch angegeben, Viax von Oberstein ist als Beatis gelesen.
- ↑ <wikindx resource=240/>, Seite 191
Anmerkungen
Zitate
Urkunden
- ↑ Kläger Viax von Oberstein 1550 in: <wikindx resource=235/>
Begriffe
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Referenzierungen
- ^ Titel: Weingart (2021)/532/3.
Schlüssel: Die Rechnungen der Stadt Neustadt an der Haardt von den Anfängen bis zur Zeit nach dem Bauernkrieg#532_3
Seite: Seite_532_3
Zitat: Item X d vor zwo ortten geschenckt juncker Viax vom Obbersteyn sampt eynem reysingen knecht.
Übertragung: Johannes Weingart
Anmerkung: Reisiger Knecht, Juncker.
Es gibt keine Notes.
Schlagwort: Viax von Oberstein · Viax vom Obbersteyn · Knecht · Reysigen · Juncker · Junker
Quelle:
Vorkommnis: 1527 · 1528
Vorkommnistag: Eine Tagesangabe (Vorkommnistag) fehlt.
Stufe: 6
Sammlung: Viax von Oberstein · Knecht
Ein Link fehlt.
Eine urn fehlt.
Eine PDF-Angabe fehlt.
WIKI: Viax von Oberstein
- ^ Titel: Weingart (2021)/497/10.
Schlüssel: Die Rechnungen der Stadt Neustadt an der Haardt von den Anfängen bis zur Zeit nach dem Bauernkrieg#497_10
Seite: Seite_97_10
Zitat: Item III ß d Claus Bender ist ußgeschickt zu erfarenn, ob myn gnedigster here am herab ziegen sey vonn Wirtzburg, hatt groß schedlich lügen zu Oppenheim gesagt. Testes juncker Vitt vom Stein und juncker Morytz.
Übertragung: Johannes Weingart
Anmerkung: Junker Moritz, vielleicht von Morschheim.
Es gibt keine Notes.
Schlagwort: Viax von Oberstein · Vitt vom Stein · Junker · Morytz
Quelle:
Vorkommnis: 1525
Vorkommnistag: Eine Tagesangabe (Vorkommnistag) fehlt.
Stufe: 6
Sammlung: Viax von Obestein · Urkunde
Ein Link fehlt.
Eine urn fehlt.
Eine PDF-Angabe fehlt.
Es ist keine Wikiseite vorhanden.
- ^ Weech, Friedrich von (1880).
Titel: Pfälzische Regesten und Urkunden (Fortsetzung).
In: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins (ZGO), Arbeitsgemeinschaft für geschichtliche Landeskunde am Oberrhein (Hg.),
Karlsruhe , Band: , Heft: 32, .
Seite: 190ff.
Schlüssel: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins (ZGO)/Beiträge#Weech_(1880)
Zitat: 1550 Januar 5. Hans Reuß von Almsheim und Anna Neudeckerin, seine Hausfrau, verkaufen an Kurfürst Friedrich II. eine Behausung und Güter in Stadt und Gemarkung von Hilsbach um 800 Gulden. Geben uff sonntag nach dem neuen jars tag 1550. Perg. Or. Das Siegel des Hans Reuß ist abgefallen, das des Viax von Oberstein hängt an der Urkunde (471)
Siegel von Viax von Oberstein soll anhängen. Urkunde, fortgesetzte Reihe:
1869 /Nr. 22
1871/ Nr. 23
1872/ Nr. 24
1874/ Nr. 26
1880/ Nr. 32.
Übertragung: Weech (1880)
Anmerkung: 1550 Januar 5. Hans Reuß von Almsheim und Anna Neudeckerin, seine Hausfrau, verkaufen an Kurfürst Friedrich II. eine Behausung und Güter in Stadt und Gemarkung von Hilsbach um 800 Gulden. Geben uff sonntag nach dem neuen jars tag 1550. Perg. Or. Das Siegel des Hans Reuß ist abgefallen, das des Viax von Oberstein hängt an der Urkunde (471)
Siegel von Viax von Oberstein soll anhängen.
Schlagwort: Viax von Oberstein · 1550 · Hans Reuß von Albisheim · Anna Neudeckerin · Kurfürst Friedrich II. · Hilsbach · Urkunde · Siegel
Quelle: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins (ZGO)/Beiträge
Erscheinungsjahr: 1880
Erscheinungstag: Eine Tagesangabe (Erscheinungstag) fehlt.
Die Einstufung fehlt noch.
Sammlung: Die Zuordnung zu einer Sammlung fehlt.
Ein Link fehlt.
Eine PDF-Angabe fehlt.
DOI: DOI nicht vorhanden.
Es ist keine Wikiseite vorhanden.