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Weed
Weed ist ein Tümpel oder Weiher in einer Ortslage, seltener am Ortsrand1[anm 1].. Die Weed lag in Alsterweiler im Bereich der Heldwiesen (heutige Gebiet um die Kapelle) bis hin zum ehemaligen Wassergraben der Kredenburg.
Der Flunamen "Weed" in der Gemarkung Alsterweiler.
Situation in Alsterweiler
Das Wasser der Weed diente allen möglichen Tagesgeschäften, wie Waschen, Tränken der Tiere und der Bekämpfung von Feuer. An der Weed lagen mehrere Häuser und ein Baumgarten. "In den Heldwiesen war um 1600 „die Weed" (d.i.ein Tümpel oder kleiner Weiher im Dorfe. Das Wort kommt von mhd. „wete" = Tümpel, in dem man das Vieh tränkte). „Ein Baumstück bey der Alsterweiler weed" oder an anderer Stelle: „Ein Viertel im Baumgartten bey der Alsterweylerer wäden" (LASp F2/220)."2.
Die Weed wurde vom Alsterbach gespeist. Die Fortsetzung des Bachlaufs nach der Weed führte zum Burggraben der Kredenburg. Der Überlauf der „Weed" floß in einen Wassergraben, der sich durch das ganze Dorf zog, sich immer wieder teilte und bei Brandgefahr gestaut werden konnte. Das Wasser diente auch der Bewässerung der Wiesen, die teils im Dorfe selbst oder in unmittelbarere Nähe lagen. Das Bewässerungsrecht dieser Wiesen besaß die Gemeinde. Es war so eingeteilt, daß ein Drittel für den Kirchbach und zwei Drittel für den „Bach" vorgesehen war. Im Jahr 1826 wurde die „Weed" eingeebnet.
Die Weed war vermutlich mit einem kleinen Sandsteinrand eingefasst. Sie hatte eine Länge von 11 Häusern. Damit sie schnell zu leeren war, hat man im östlichen Teil des "Staudammes" ein Faßtürchen eingebaut, das bei Bedarf geöffnet werden konnte.
Fundstellen zu Weed
Die Anzahl der Einträge in der folgenden Tabelle beträgt: 2
| Sammlung_1 | Sammlung_2 | Anmerkung | Zitat | Schlagwort | Fundstelle | SeiteDieses Attribut ist ein Spezialattribut in diesem Wiki. | Nutzen für Alsterweiler | Jahr | Tag | Datum | Vorkommen | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Die Flur von Maikammer-Alsterweiler/Flurnamen | Flurnamen (Alsterweiler) Heldwiesen Flurnamen | Ergänzung aus dem Seelbuch des Liebfrauenstifts Neustadt: XXX | auf dem Held (mdal. uff de Held)
- auf dem oberen Held westlich die Gewanne in der unteren Stotz östlich die Gewanne auf dem mittleren Held südlich die Gewanne im oberen Spielfeld nördlich die Gewanne auf den Heldwiesen - auf dem mittleren Held westlich die Gewanne auf dem oberen Held östlich die Gewanne auf dem vorderen Held südlich die Gewanne im mittleren Spielfeld nördlich die Gewanne auf den Heldwiesen - auf dem vorderen Held westlich die Gewanne auf dem mittleren Held östlich die Gewanne an der Wäschhütte südlich die Gewanne an der Lettengrube nördlich Alsterweiler - auf den Heldwiesen westlich die Gewanne in den Stotzwiesen östlich die Gewanne an der Wäschhütte südlich die Gewanne auf dem vorderen Held nördlich Alsterweiler *1624 Ein virtel Wingart in der Helden (LASp D2/635) *1624 Ein virtel Wingart in der Helden (LASp D2/635) *1669 en Vürtel uff der Holden, underseits das Allerheilige Stift Zu Speyer (LASp F2/221) *1669 Ein halber Morgen uff der Held, oberseits Allerheilige Stift Zu Speyer underseits German Stift Zu Speyer (LASp F2/221) *1669 Niederhelden Oberheld (LASp F2/221) *1719 Wingart auff der Helden (PfälzFln A) *1787 Wingart auf der Heldt oder Wäschhütt (Pfalz. FlnA) 1821 obere Held mittlere-vordere Hoelt (LASp W41/525) Zu ahd. halda Abhang, mhd. halde Abhang, ebenso mhd. heldex Held = Halde, meist frühester Anbau von Wein. Sanfte Hänge werden als Halde bezeichnet. Seit der mittelhochdeutschen Zeit gebrauchte man auch in der Pfalz die „umgelautete Form Heide". Daraus ergibt sich dann Held als Name für einen Hang in Südlage.3 Heldenpfad, der am Hang der Heide entlang führt. Der Heldepfad war in der Römerzeit gepflastert und führte über das Spielfeld zum Römerweg unterhalb des Gebirges. Auffallend ist das große Besitztum der Speyerer Klöster in dieser Gewanne nach dem 30 jährigen Kriege. In den Heldwiesen war um 1600 „die Weed" (d.i.ein Tümpel oder kleiner Weiher im Dorfe. Das Wort kommt von mhd. „wete" = Tümpel, in dem man das Vieh tränkte). Es war ein Brandweiher, beginnend auf dem Gelände der heutigen Alsterweilerer Kapelle und hatte die Länge von 11 Häusern. Damit er schnell zu leeren war, hat man im östlichen Teil des Staudammes ein Faßtürchen eingebaut, das bei Bedarf rasch geöffnet werden konnte. Gespeist wurde der Weiher vom heutigen Alsterbach, damals nur der „Bach" genannt. Der Überlauf der „Weed" floß in einen Wassergraben, der sich durch das ganze Dorf zog, sich immer wieder teilte und bei Brandgefahr mit geringem Aufwand gestaut werden konnte. Außerdem diente er der Bewässerung der zahlreichen Wiesen, die teils im Dorfe selbst oder in unmittelbarere Nähe lagen. Das Bewässerungsrecht dieser Wiesen besaß die Gemeinde. Es war so eingeteilt, daß ein Drittel für den Kirchbach und zwei Drittel für den „Bach" vorgesehen war. 1826 wurde die „Weed" eingeebnet.6 In den alten Besitzakten lesen wir: „Ein Baumstück bey der Alsterweiler weed" oder an anderer Stelle: „Ein Viertel im Baumgartten bey der Alsterweylerer wäden" (LASp F2/220) | Heldwiesen Weed Auf dem Held Hoelt Wäd Heldepfad Helden LASp D 2 Nr.635 LASp F 2 Nr.221 LASp F 2 Nr.220 | Die Flur von Maikammer-Alsterweiler/Flurnamen#Heldwiesen Seite 76 | Heldwiesen Seite 76 | 6 | |||||
| Mitteilungen des Historischen Vereins der Pfalz/Beiträge | Umfassende Darstellung der Familie von Hainfeld zwischen 1100 und 1500; Erwähnung Weed. | Seite249 - Weed = letzter größerer Rest des einstigen Burggrabens; Seite251 - Liber secretorum Matthiae / Hensel oleyer = Müller der Ölmühle, während der Ölmüller - wie mehr als ein Drittel der erwachsenen Bewohner Hainfels in dieser Zeit - pfälzischer Wildfang ist, gehört seine Frau in die Leibeigenschaft der Herren von Hainfeld, was auf Eigentumsrechte der Familie an der Mühle deuten könnte, hinter der wir die ehemalige Burgmühle vermuten dürfen. Wenn derselben Quelle zufolge auch der Dorfbader ein Mann des Hainfelders ist, so läßt sich auf weitgehende Wasserrechte im Bereich der Weed schließen; denn der Bader ist der Inhaber der südlich des Dorfteiches (bzw. des Burggrabens) am Modenbach gelegenen Badstube. Noch ein Jahrhundert nach dem Aussterben der Herren von Hainfeld zeigt der Renovationsakt von 1584 Badstube und Ölmühle in einem wasserrechtlichen Verbund.(Weed) | Hainfeld Weed Burggraben | Mitteilungen des Historischen Vereins der Pfalz/Beiträge#Seite 249 | Seite 249 | 3 | 1983 | |||||
| Pfälzisches Wörterbuch/(woerterbuchnetz.de) | Flurname | Bd. 6, Sp. 1120 bis 1325 | 'Dorfweiher, Viehtränke, Pferdeschwemme', meist mitten im Dorf, seltener am Dorfrand, mit natürlicher oder aufgemauerter Einfassung, dient auch als Brandweiher, | Weed Dorfteich Tränke | Pfälzisches Wörterbuch/(woerterbuchnetz.de)#Eintrag Weed | Eintrag Weed | 6 |
Weblinks
Literatur
Einzelnachweise
Anmerkungen
- ↑ Eine Weed ist auch in Hainfeld bekannt. Sehen Sie dazu: Müller, Carl Werner (1983) Die Herren von Hainfeld - Zur Geschichte eines vorderpfälzischen Adelssitzes im Mittelalter In: Mitteilungen des historischen Vereins der Pfalz, Historischer Verein der Pfalz (Hg.), Band/Ausgabe: 81, Seite(n): 229-271, Verlag des Historischen Vereins der Pfalz e.V., Speyer. Seite249 Weed = letzter größerer Rest des einstigen Burggrabens.
Zitate
Urkunden
Begriffe
Kategorien
Weed gehört den Kategorien an: Begriff, Pälzisch
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Referenzierungen
- ^ Titel: Pfälzisches Wörterbuch - Eintrag Weed.
Seite: Eintrag_Weed
Schlüssel: Pfälzisches Wörterbuch/(woerterbuchnetz.de)#Eintrag_Weed
Zitat: 'Dorfweiher, Viehtränke, Pferdeschwemme', meist mitten im Dorf, seltener am Dorfrand, mit natürlicher oder aufgemauerter Einfassung, dient auch als Brandweiher,.
Eine Übertragung fehlt.
Anmerkung: Bd. 6, Sp. 1120 bis 1325
Schlagwort: Weed · Dorfteich · Tränke
Quelle: Pfälzisches Wörterbuch/(woerterbuchnetz.de)
Einrichtungsdatum: Ein Einrichtungsdatum fehlt.
Letzter Abruf: 2023-1-3
Stufe: 6
Sammlung: Flurname
LINK: [[1]]
Eine PDF-Angabe fehlt.
WIKI: Weed - ^ Kein Titel angegeben.
Schlüssel: Die Flur von Maikammer-Alsterweiler/Flurnamen#Heldwiesen_Seite_76
Seite: Heldwiesen_Seite_76
Zitat: auf dem Held (mdal. uff de Held) - auf dem oberen Held westlich die Gewanne in der unteren Stotz östlich die Gewanne auf dem mittleren Held südlich die Gewanne im oberen Spielfeld nördlich die Gewanne auf den Heldwiesen - auf dem mittleren Held westlich die Gewanne auf dem oberen Held östlich die Gewanne auf dem vorderen Held südlich die Gewanne im mittleren Spielfeld nördlich die Gewanne auf den Heldwiesen - auf dem vorderen Held westlich die Gewanne auf dem mittleren Held östlich die Gewanne an der Wäschhütte südlich die Gewanne an der Lettengrube nördlich Alsterweiler - auf den Heldwiesen westlich die Gewanne in den Stotzwiesen östlich die Gewanne an der Wäschhütte südlich die Gewanne auf dem vorderen Held nördlich Alsterweiler *1624 Ein virtel Wingart in der Helden (LASp D2/635) *1624 Ein virtel Wingart in der Helden (LASp D2/635) *1669 en Vürtel uff der Holden, underseits das Allerheilige Stift Zu Speyer (LASp F2/221) *1669 Ein halber Morgen uff der Held, oberseits Allerheilige Stift Zu Speyer underseits German Stift Zu Speyer (LASp F2/221) *1669 Niederhelden Oberheld (LASp F2/221) *1719 Wingart auff der Helden (PfälzFln A) *1787 Wingart auf der Heldt oder Wäschhütt (Pfalz. FlnA) 1821 obere Held mittlere-vordere Hoelt (LASp W41/525) Zu ahd. halda Abhang, mhd. halde Abhang, ebenso mhd. heldex Held = Halde, meist frühester Anbau von Wein. Sanfte Hänge werden als Halde bezeichnet. Seit der mittelhochdeutschen Zeit gebrauchte man auch in der Pfalz die „umgelautete Form Heide". Daraus ergibt sich dann Held als Name für einen Hang in Südlage.3 Heldenpfad, der am Hang der Heide entlang führt. Der Heldepfad war in der Römerzeit gepflastert und führte über das Spielfeld zum Römerweg unterhalb des Gebirges. Auffallend ist das große Besitztum der Speyerer Klöster in dieser Gewanne nach dem 30 jährigen Kriege. In den Heldwiesen war um 1600 „die Weed" (d.i.ein Tümpel oder kleiner Weiher im Dorfe. Das Wort kommt von mhd. „wete" = Tümpel, in dem man das Vieh tränkte). Es war ein Brandweiher, beginnend auf dem Gelände der heutigen Alsterweilerer Kapelle und hatte die Länge von 11 Häusern. Damit er schnell zu leeren war, hat man im östlichen Teil des Staudammes ein Faßtürchen eingebaut, das bei Bedarf rasch geöffnet werden konnte. Gespeist wurde der Weiher vom heutigen Alsterbach, damals nur der „Bach" genannt. Der Überlauf der „Weed" floß in einen Wassergraben, der sich durch das ganze Dorf zog, sich immer wieder teilte und bei Brandgefahr mit geringem Aufwand gestaut werden konnte. Außerdem diente er der Bewässerung der zahlreichen Wiesen, die teils im Dorfe selbst oder in unmittelbarere Nähe lagen. Das Bewässerungsrecht dieser Wiesen besaß die Gemeinde. Es war so eingeteilt, daß ein Drittel für den Kirchbach und zwei Drittel für den „Bach" vorgesehen war. 1826 wurde die „Weed" eingeebnet.6 In den alten Besitzakten lesen wir: „Ein Baumstück bey der Alsterweiler weed" oder an anderer Stelle: „Ein Viertel im Baumgartten bey der Alsterweylerer wäden" (LASp F2/220)
Übertragung: Eine Übertragung fehlt.
Anmerkung: Ergänzung aus dem Seelbuch des Liebfrauenstifts Neustadt: XXX
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Schlagwort: Heldwiesen · Auf dem Held · Hoelt · Wäd · Weed · Heldepfad · Helden · LASp D 2 Nr.635 · LASp F 2 Nr.221 · LASp F 2 Nr.220
Quelle:
Vorkommnis: Ein Datum für das Vorkommnis fehlt.
Vorkommnistag: Eine Tagesangabe (Vorkommnistag) fehlt.
Stufe: 6
Sammlung: Flurnamen · Heldwiesen · Flurnamen (Alsterweiler)
LINK: Heldwiesen
Eine urn fehlt.
Eine PDF-Angabe fehlt.
WIKI: Heldwiesen