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Grenzsteine (Alsterweiler-Maikammer): Unterschied zwischen den Versionen
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| − | {{VorspannGrenzstein}}{{TOCright}}Es gibt in Alsterweiler und Maikammer eine bisher noch unbekannte Anzahl an Grenzsteinen (1822 wurden 240 Steine aufgestellt / Zum Datum vom '''{{CURRENTDAY}}.{{CURRENTMONTH}}.{{CURRENTYEAR}}''' sind erfasst: '''{{#ask: [[Kategorie:Grenzstein]] |format=count}}''' Grenzsteine.)<ref group=beg>Grenzsteine werden auch "Markstein" genannt, abgeleitet vom Begriff der Mark. Es läge nahe, diese Bezeichnung auch in Maikammer-Alsterweiler zu verwenden, denn ist auch das Wort "Dreimärker" geläufigt. Der Begriff Grenzstein ist allerdings geläufiger und wird hier verwandt.</ref>. Der Club Sellemols (Historienfreunde Maikammer-Alsterweiler) | + | {{VorspannGrenzstein}}{{TOCright}}Es gibt in Alsterweiler und Maikammer eine bisher noch unbekannte Anzahl an Grenzsteinen (1822 wurden 240 Steine aufgestellt / Zum Datum vom '''{{CURRENTDAY}}.{{CURRENTMONTH}}.{{CURRENTYEAR}}''' sind erfasst: '''{{#ask: [[Kategorie:Grenzstein]] |format=count}}''' Grenzsteine.)<ref group=beg>Grenzsteine werden auch "Markstein" genannt, abgeleitet vom Begriff der Mark. Es läge nahe, diese Bezeichnung auch in Maikammer-Alsterweiler zu verwenden, denn ist auch das Wort "Dreimärker" geläufigt. Der Begriff Grenzstein ist allerdings geläufiger und wird hier verwandt.</ref>. Der Club Sellemols (Historienfreunde Maikammer-Alsterweiler) hat im Jahre 2021 und 2022 eine vollständige Erfassung der Grenzsteine 1822 (Haingeraide) vorgenommen<ref group=anm>Urban Ziegler (ohne Datum) geht von mehr als 1000 Grenzsteinen zwischen der Queich und der nördlichen Kreisgrenze (SÜW _ NW) aus</ref>. Weitere Grenzsteine, die nicht anlässlich der Haingeraideteilung (1822) aufgestellt wurden, sind hier verzeichnet. |
Die Grenzsteine markieren den Grenzverlauf zu den Nachbargemeinden [[Diedesfeld]], [[Kirrweiler (Pfalz)]], [[St. Martin]]<ref group=anm>Grenzen zu Edenkoben und Gommersheim bestehen zwar, sind jedoch nicht ausgesteint.</ref>. Die Grenzsteine entstanden im Zuge der Vermessung nach der Teilung der 5. [[Haingeraide]] (auch [[Vierte Mittelhaingeraide|IV. Mittelhaingeraide]]) im Jahre 1822. Weitere [[Grenzstein Mühlstraße|Grenzsteine]] stehen im Ort, u.a. in der [[Mühlstraße]]. Sie stammen in der Regel von anderen Standorten in der Flur<ref group=anm>Es ist sicher, daß der Stein in der Mühlstraße in die Mauer eingesetzt worden ist und nicht an seinem Bestimmungsort steht.</ref>. | Die Grenzsteine markieren den Grenzverlauf zu den Nachbargemeinden [[Diedesfeld]], [[Kirrweiler (Pfalz)]], [[St. Martin]]<ref group=anm>Grenzen zu Edenkoben und Gommersheim bestehen zwar, sind jedoch nicht ausgesteint.</ref>. Die Grenzsteine entstanden im Zuge der Vermessung nach der Teilung der 5. [[Haingeraide]] (auch [[Vierte Mittelhaingeraide|IV. Mittelhaingeraide]]) im Jahre 1822. Weitere [[Grenzstein Mühlstraße|Grenzsteine]] stehen im Ort, u.a. in der [[Mühlstraße]]. Sie stammen in der Regel von anderen Standorten in der Flur<ref group=anm>Es ist sicher, daß der Stein in der Mühlstraße in die Mauer eingesetzt worden ist und nicht an seinem Bestimmungsort steht.</ref>. | ||
Version vom 6. Januar 2023, 15:35 Uhr
Es gibt in Alsterweiler und Maikammer eine bisher noch unbekannte Anzahl an Grenzsteinen (1822 wurden 240 Steine aufgestellt / Zum Datum vom 21.04.2026 sind erfasst: 233 Grenzsteine.)[beg 1]. Der Club Sellemols (Historienfreunde Maikammer-Alsterweiler) hat im Jahre 2021 und 2022 eine vollständige Erfassung der Grenzsteine 1822 (Haingeraide) vorgenommen[anm 1]. Weitere Grenzsteine, die nicht anlässlich der Haingeraideteilung (1822) aufgestellt wurden, sind hier verzeichnet.
Die Grenzsteine markieren den Grenzverlauf zu den Nachbargemeinden Diedesfeld, Kirrweiler (Pfalz), St. Martin[anm 2]. Die Grenzsteine entstanden im Zuge der Vermessung nach der Teilung der 5. Haingeraide (auch IV. Mittelhaingeraide) im Jahre 1822. Weitere Grenzsteine stehen im Ort, u.a. in der Mühlstraße. Sie stammen in der Regel von anderen Standorten in der Flur[anm 3]. Urban Ziegler hat eine systematische Unterscheidung in Herrschaftssteine, Logsteine und Scheidsteine vorgelegt und viele Steine beschrieben. Bisher sind 223 Grenzsteine mit einer Höhenangabe versehen.
Weitere Details hier (Die Seiten werden jetzt schneller geladen):
- Grenzstein (abgegangen)
- Grenzsteine_(Alsterweiler-Maikammer)/Aufstellung
- Grenzsteine_(Alsterweiler-Maikammer)/Besonderheiten
- Grenzsteine_(Alsterweiler-Maikammer)/Grenzverlauf
- Grenzsteine_(Alsterweiler-Maikammer)/Konkordanz
- Grenzsteine_(Alsterweiler-Maikammer)/Koordinaten und Höhe
- Grenzsteine_(Alsterweiler-Maikammer)/Lage - laden dauert etwas, aber alle Steine mit Lage und Bildern.
- Grenzsteine_(Alsterweiler-Maikammer)/Typologie
- Grenzsteine_(Alsterweiler-Maikammer)/Zustand
- Grenzsteine_(Alsterweiler-Maikammer)/Sammlung
- Grenzsteine_(Alsterweiler-Maikammer)/Bilddateien
Aufstellung
Alle Ausführungen zur Aufstellung der Steine finden Sie hier: Grenzsteine_(Alsterweiler-Maikammer)/Aufstellung
Lage
Alle Informationen zur Lage der Steine finden Sie hier: Grenzsteine_(Alsterweiler-Maikammer)/Lage
Grenzverlauf
Den vollständigen Grenzverlauf finden Sie hier: Grenzsteine_(Alsterweiler-Maikammer)/Grenzverlauf
Grenzsteine_(Alsterweiler-Maikammer)/Konkordanz
Konkordanz
Die Gegenüberstellung aller Steine mit den jeweiligen laufenden Nummern finden Sie hier: Grenzsteine_(Alsterweiler-Maikammer)/Konkordanz
Koordinaten und Höhenlage
Die Grenzsteine von Maikammer-Alsterweiler mit ihrer geographischen Lage und einer Höhenangabe über NHN (Normalhöhennull) finden Sie hier: Grenzsteine (Alsterweiler-Maikammer)/Koordinaten und Höhe
Allgemeiner Zustand der Steine
Grenzsteine_(Alsterweiler-Maikammer)/Zustand
Typologie der Steine für Maikammer-Alsterweiler
Den vollständigen Text zur Typologie finden Sie hier: Grenzsteine_(Alsterweiler-Maikammer)/Typologie
Ein vollständige Erfassung der Steine ist bisher nicht erfolgt. Auch der Literatur ist keine vollständige Aufnahme aller Steine in der Gemarkung Maikammer-Alsterweiler aufzufinden. Insbesondere die schwer zugänglichen Grenzsteine (am Hollerbach, Steillagen des Stotz, Argenbachtal) sind von bisherigen Erfassungen ausgenommen worden. Es ist bekannt, daß Mitglieder des Pfälzerwald-Vereins Maikammer sich um die Grenzsteine verdient gemacht haben. Ob eine Erfassung stattgefunden hat, ist heute unbekannt. Weder Johannes Leonhardt noch Urban Ziegler haben sich vertieft mit den Steinen befasst. Jedenfalls ist dazu nichts überliefert.
Ein erster Versuch der Inventarisierung im Jahre 2005 durch Matthias C.S. Dreyer musste abgebrochen werden. Im Jahre 2021 startete ein neuer Versuch durch den Club Sellemols (Historienfreunde Maikammer-Alsterweiler). Auf dieser Grundlage sind bisher 187 (Steine der Vermessung 1822) Steine aufgenommen worden (es gibt weitere Steine, die anderen Vermessungen zuzuordnen sind). Alle Grenzsteine (auch die abgegangenen) werden auf der Internetseite www.alsterweiler.net systematisch beschrieben und dokumentiert.
Systematik der Erfassung
Die Erfassung der Grenzsteine (Alsterweiler-Maikammer) erfolgt nach einer vorgegebenen Systematik, wie folgt:
| !Merkmal | Text - beispielhaft Stein No.1 |
|---|---|
| Art | Dreymärker |
| Bild | Nord/Süd/West/Ost |
| Geo | Koordinaten |
| Laufende Nummer | 1 |
| Lageangabe | Diedesfelder Winterseite |
| Lagetext | „Numero eins, ein Dreymärker, der die Bänne von Diedesfeld und Maikammer im Wald und Feld scheidet, stehet auf der Diedesfelder Winterseite, Angränzer Maikammerer Wald, geht von da in ein und ausspringenden Winkeln, zwei tausend ein hundert neun und zwanzig Metres neun Decimetre fort, bis“… |
| Material | Sandstein |
| Zustand | sehr gut |
| Größe | 80x80 viereckig |
| Gravurlage | 80 |
| Norden | |
| Süden | |
| Osten | |
| Westen | |
| Zustand | sehr gut |
| Koordinaten | noch nicht genau verkartet |
| Direktes Umfeld | Wildschutzzaun |
| Weiteres Umfeld | Kastanienwald |
| Sonstige Anmerkungen | Wetterkreuzberg |
| Gravuren | Zahlen, Wappen |
| Gravurlage | Winkel obenauf, dreischenklig, Wappen nach Norden |
| Waldbezirk | Wetterkreuzberg |
| genaue Lage | 50 Meter hinter Wildgatter rechts am Zaun |
| Nordseite |
NO I 220 M K (ohne Eintrag) 41 1822 |
| Anmerkungen | (weitere Einträge nicht zu entziffern) |
Abbildungen
Die Grenzsteine in Maikammer und Alsterweiler
Gebiet: Maikammer und Alsterweiler
Zeitraum: Jahre 1822 bis 1832
Grad: unvollständig
| Bild | Nummer | Bezeichnung | Längengrad | Breitengrad | Typ | Ausrichtung | Anmerkungen | Link |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 01 | Breitenberg bis Hahnengipf(el) | ./. | ./. | Dreymärker | ./. | ./. | Grenzstein 1 | |
| 14 | über Breitenberg bis kleiner Kahlmittenkopf | ./. | ./. | ./. | ./. | gleichzeitig die Nr. 173 der Gemarkung St. Martin | Grenzstein 14 | |
| 24 | bis Tal Walsel | ./. | ./. | ./. | ./. | ./. | Grenzstein 24 | |
| 29 | vierte Haimgeraide | ./. | ./. | ./. | ./. | ./. | Grenzstein 29 | |
| 28 | Auf der Schnurr dem Weeg nach | ./. | ./. | ./. | ./. | ./. | Grenzstein 28 | |
| 40 | Frohnbaum | ./. | ./. | ./. | ./. | ./. | Grenzstein 40 | |
| 53 | ./. | ./. | ./. | ./. | ./. | ./. | Grenzstein 53 | |
| 54 | ./. | ./. | ./. | Dreymärker | ./. | ./. | Grenzstein 54 | |
| 80 | dem Flüßchen nach | ./. | ./. | ./. | ./. | ./. | Grenzstein 80 | |
| 81 | Dölle | ./. | ./. | Dreymärker | ./. | ./. | Grenzstein 81 | |
| 84 | Neuweg über im Döllchen | ./. | ./. | ./. | ./. | ./. | Grenzstein 84 | |
| ohne | Kleyenthal | ./. | ./. | ./. | ./. | ./. | Grenzstein ohne Nr. | |
| 112 | ./. | ./. | ./. | ./. | ist Nr. 75 für Maikammer | ./. | Grenzstein 112 | |
| 116 | erster Langenkopf über Bergrücken | ./. | ./. | ./. | Es ist ein Felsen. | ./. | Grenzstein 116 | |
| 136 | Schaafkopf über Baubusch | ./. | ./. | ./. | Nr. 51 von Maikammer | ./. | Grenzstein 136 | |
| 145 | im Thale | ./. | ./. | ./. | ./. | ./. | Grenzstein 145 | |
| 148 | Hüttenberg | ./. | ./. | ./. | ./. | ./. | Grenzstein 148 | |
| 154 | Thal Walsel | ./. | ./. | ./. | ./. | ./. | Grenzstein 154 | |
| 158 | kleiner Kahlmittkopf | ./. | ./. | ./. | ./. | ./. | Grenzstein 158 | |
| 163 | ./. | ./. | ./. | ./. | Nr. 14 Maikammer | ./. | Grenzstein 24 | |
| 186 | St. Martiner Thale | ./. | ./. | Dreymärker | Nr. 1 Maikammer | ./. | Grenzstein 186 | |
| 1 (Diedesfeld) | Diedesfelder Winterseite | ./. | ./. | Dreymärker | ./. | ./. | Grenzstein 1 (Diedesfeld) | |
| 25 (Diedesfeld) | Hinkelstein | ./. | ./. | ./. | ./. | ./. | Grenzstein 25 (Diedesfeld) | |
| 31 (Diedesfeld) | Am Hahnenschritt | ./. | ./. | ./. | ./. | ./. | Grenzstein 31 (Diedesfeld) | |
| 198 (Maikammer) | Taubenkopf | ./. | ./. | ./. | ./. | ./. | Grenzstein 198 | |
| ohne Nummer (Diedesfeld) | Huttenberger Weg | ./. | ./. | ./. | ./. | ./. | Grenzstein ohne Nummer (Diedesfeld) | |
| 46 (Diedesfeld) | Huttenhohl | ./. | ./. | ./. | Nr. 175 Maikammer | ./. | Grenzstein 46 (Diedesfeld) | |
| ohne | ./. | ./. | ./. | ./. | ./. | ./. | Grenzstein XX (Diedesfeld) | |
| 74 (Diedesfeld) | Finsterthal | ./. | ./. | ./. | ./. | ./. | Grenzstein 74 (Diedesfeld) | |
| 146 (Maikammer) | Archenbach | ./. | ./. | ./. | ./. | ./. | Grenzstein 146 (Maikammer) | |
| 76 (Diedesfeld) | Kanzelkopf | ./. | ./. | ./. | ./. | ./. | Grenzstein 76 (Diedesfeld) | |
| 87 (Diedesfeld) | Kastanienbaumeck über Bergrücken, Apfelthälchen hinunter an die Archenbach | ./. | Dreymärker | ./. | ./. | ./. | Grenzstein 87 (Diedesfeld) | |
| 106 (Diedesfeld) | Am Hahnenschritt | ./. | Dreymärker | ./. | ./. | ./. | Grenzstein 106 (Diedesfeld) | |
| 214 | ./. | ./. | ./. | ./. | ./. | ./. | Grenzstein 214 | |
| 215 | ./. | ./. | ./. | ./. | ./. | ./. | Grenzstein 215 | |
| 216 | ./. | ./. | ./. | ./. | ./. | Wappen Diedesfeld sehr gut zu erkennen. Grenzverlauf auf dem Stein deutlich sichtbar. | Grenzstein 216 | |
| 217 | Dreimärker | 49 | 8 | Sandstein | Norden | Mächtiger Stein wohl nicht im Originalzustand. | Grenzstein 217 | |
| 218 | ./. | ./. | ./. | ./. | ./. | ./. | Grenzstein 218 | |
| 219 | ./. | ./. | ./. | ./. | ./. | ./. | Grenzstein 219 | |
| 220 | ./. | ./. | ./. | Sandstein | Norden | Wappen Diedesfeld (Hufeisen) und Eintrag beidseits DF. | Grenzstein 220 |
Haingeraide
Der Text des „Theilungsakt“ aus dem Jahre 1823 enthält wertvolle Hinweise auf die Standorte der Gemarkungssteine. Bedauerlicherweise ist dieser Text in der Ortschronik von Maikammmer, obgleich als Originalabdruck angegeben, unvollständig und missverständlich abgedruckt. Eine Kopie des Originals aus dem Landesarchiv Speyer erlaubte eine vollständige Erschließung des Grenzverlaufs. In der Beschreibung beziehe ich mich auf den Text, der in der Ortschronik wiedergegeben ist.
Die Teilung der 5. Haingeraide
Zwischen den Einwohnern der Gemeinden Maikammer und St. Martin kam es oft zu Unstimmigkeiten, die bisweilen sogar zu Tätlichkeiten ausarteten. Um diesen Auswüchsen ein Ende zu setzen, einigten sich die vier Bürgermeister, den Wald der 5. Haingeraide zu teilen (zu den genauen Hintergründen Vierte Mittelhaingeraide). Am 16. Mai 1820 stellten die Bürgermeister auf dem Landeskommissariat Landau den Antrag auf Teilung. Die Genehmigung durch die königliche Regierung des Rheinkreises erfolgte bereits am 20. Mai 1820. Der Kreisforstmeister Dreßler leitete die Vermessung, Abschätzung, Ausgleichung und Heimweisung der einzelnen Anteile. Die Gesamtfläche des Waldgebietes der 5. Haingeraide betrug 3.023 Hektar, 81 Ar und 94 Quadratmeter. Davon erhielt Maikammer wegen seiner höheren Einwohnerzahl ein Zwanzigstel im voraus, der Rest sollte zu vier gleichen Teilen bemessen werden. Im Jahr 1822 wurden die Log- oder Grenzsteine gesetzt.
Am 8. August 1823 erschienen vor dem Notar Karl Medicus in Edenkoben die vier Bürgermeister Georg Friedrich Seeber (St. Martin), Daniel Reinig (Maikammer), Jakob Gieß (Diedesfeld) und Caspar Becker (Kirrweiler), um die Teilungsurkunde zu unterzeichnen und im Empfang zu nehmen.
Karte zum Theilungsakt
Dem Theilungsakt ware ein Plankarte beigefügt. In ihr sind die genauen Parzellen, die Grenzverläuft der Gemeinden eingetragen. Es handelt sich um eine detailliert Vermessungskarte.
Aus Sicht der Gemeinde St. Martin stellt sich die Haingeraide wie folgt dar
Zum Forstverband der V. Haingeraide zählen außer St. Martin die Ortschaften Maikammer, Kirrweiler und Diedesfeld. Letztere schied im Zuge der Eingemeindung (Neustadt) aus dem Verband aus.
In früher Zeit verwaltete jeweils eine Gruppe von Dörfern den von Abgaben freien, gemeinsamen Waldbezirk und stellte die Satzungen in Form von Weistümern auf. Jede Gemeinde hatte ihren Beitrag zur Geraideverwaltung zu leisten. Maikammer, als Sitz der V. Haingeraide, stellte den Schultheißen, Kirrweiler den Waldmeister, Diedesfeld die Weißaxt und St. Martin die an der Geraide Gerechtsame (Kontrollrecht). Die Geraide hatte ihr eigenes Gericht. Meist am Montag vor Aschermittwoch berief der Schultheiß die Geraide-Vollversammlung ein. Diese fand am Geraidestuhl (auf vier Säulen stehendes Häuschen in Maikammer, an der Kreuzung B 38, Bahnhofstraße) statt. Hier wurde die Geraideordnung verlesen und die Bauern über ihre Rechte und Pflichten informiert, außerdem wurde das Verzeichnis der bestraften Personen publiziert. Die Stürme der Französischen Revolution blieben nicht ohne Einfluß auf die bestehenden Rechtsverhältnisse. Durch einen Erlaß wurden am 10. März 1802 die Gemeindewälder unter staatliche Aufsicht gestellt.
Die Wiedergabe des Textes aus dem Theilungsakt hält sich in ihrer Schreibweise an die Vorgaben des Originals. Abweichend davon wird der Gebrauch des Buchstaben „ß“ an die heutige Schreibweise angepasst. Das Sonderzeichen a mit Überschreibung e wird als Buchstabe „ä“ wiedergegeben. Getrenntschreibungen werden als solche wiedergegeben, z.B. Kahlmitt = Kopf, es sei denn sie sind dem Zeilenumbruch geschuldet. Im folgenden Text wird mehrfach der Begriff Dreymärker verwendet. Es handelt sich um eine besondere Form des Grenzsteines „änhd. dreimärker 'Grenzstein, wo drei Gemarkungen zusammenstoßen'”. Die Darstellung der Gemarkungssteine (Wappen) erfolgte farbig zur besseren Wiedererkennung. Die Steine sind nicht bemalt.
Waldanteil Maikammer und Alsterweiler
Im Abschnitt ist dazu folgendes ausgeführt. Zunächst werden die Waldabschnitte benannt danach die Begrenzungen:
- „Nro. 5. die Diedesfelder Winterseite, zum Theil mit Diedesfeld, Abtheilung C B sechs und zwanzig Hectares zwei und achtzig Ares vier und achtzig Metres, Abtheilung C A sechszehn Hextares sechs und zwanzig Ares drei und fünfzig Metres.“
Es folgen weitere 20 Abschnitte, die hier nicht im einzelnen aufgelistet werden. Nach dem letzten Abschnitt fährt die Urkunde wie folgt fort: „Die nähere Begrenzung dieses Waldanteils, ist folgende:
- „Nro. Eins ein Dreymärker, der die Baenne des Maikammerer und St. Martiner Feldes scheidet, stehet in dem Breitenberg, Angränzer St. Martiner Wald; von da den Hahnengipf aufwärts ein tausend zwanzig Metres fünf Decimetres zum Stein
- Nro. Vierzehn (ist Nro. Ein hundert drei und siebenzig auf der St. Martiner Seite) wo ein und ausspringender Winkel von ein hundert achtzehn Graden dreißig Minuten; von da über den Breitenberg, bis auf den kleinen Kahlmitten = Kopf, dreizehn hundert ein und vierzig Metres zum Stein
- Nro. Vier und zwanzig mit einem einspringenden Winkel von ein hundert fünf und zwanzig Graden fünfzig Minuten; von hier abwärts ins Thal Walsel, fünf hundert sechszig Metres acht Decimetres, zum Stein Nro. Neun und zwanzig ein ausspringender Winkel von ein hundert ein und sechszig Graden dreißig Minuten; weiter von hier /(hier fehlt Text)/ Minuten; hier die vierte Haimgeraide ab= und Kirrweiler Wald angränzend; weiter von hier Berg auf= und abwärtzs sieben hundert zwei und neunzig Metres sieben Decimetres zum Stein
- Nro. acht und zwanzig auf der Schnurr genannt, von da dem Weeg nach aufwärts sechszehn hundert ein und fünfzig Metres drey Decimetres zum Stein
- Nro. vierzig am Frohnbaum; von da weiter dem Weeg nach dreizehn hundert acht und zwanzig Metres neun Decimetres, zum Stein
- Nro. drei und fünfzig liens am Weeg; von hier Berg auf neun und vierzig Metres auf den Stein
- Nro. vier und fünfzig, ist ein Dreimärker, in einem ausspringenden Winkel von acht und vierzig Graden vier und fünfzig Minuten, hier Kirrweiler ab= und die vierte Haimgeraide angränzend; von hier weiter fort zwei tausend fünf hundert achtzig vier Metres acht Decimetres zum Stein
- Nro. achtzig, und von da dem Flüßchen nach zwei hundet Metres abwärts zum Stein
- Nro. ein und achtzig, der ein Dreymärker ist, hier die vierte Haimgeraide ab= und Maikammer angränzend; von da die Dölle hinauf zwei hundert siebenzehn Metres fünf Decimetres zum Stein
- Nro. vier und achtzig, oben am Neuweg, /(hier fehlt Text)/ ein hundert Metres zum Stein
- Nro. vier und neunzig oben im Döllchen; von hier aus von Stein zu Stein, auf= und abwärtzs zwölf hundert neun und vierzig Metres sieben Decimetres bis in das Kleyen = Thal zum Stein
- Nro. ein hundert zwplf (ist numero fünf und siebenzig auf der Maikammerer Seite) weiter im Thal abwärts ein hundert fünf und neunzig Metres fünf Decimetres, an einem Felsen
- Nro. ein hundert sechszehn bezeichnet; von hier den ersten Langen = Kopf hinaus über den Bergrücken achtzehn hundter ein und neunzig Metres sieben Decimetres, zum Stein
- ein hundert sechs und dreißig auf dem Schaafkopf wo ein ausspringender Winkel von ein hundert dreißig Graden ist; (ist Nro. ein und füngzig auf der Maikammer Seite); von hier durch den baubusch abwärts neun hundert ein und fünfzig Metres zwey Decimetres, zum Stein
- Nro. ein hundert fünf und vierzig, ein einspringender Winkel von acht und siebenzig Graden dreißig Minuten; von da im Thale aufwärts vier hundert und dreißig Metres vier Decimetres zum Stein
- Nro. ein hundert acht und vierzig, ist ein ausspringender Winkel von acht und achtzig Graden zehn Minuten; weiter von da den Hüttenberg hinaus, fünf hundert zwei und sechszig Metres drei Decimetres zum Stein
- Nro. ein hundert vier und fünfzig auf der Höhe; von diesem Berg abwärts ins Thal Walsel, drei hundert drei und achtzig Metres einen Decimetre zum Stein
- Nro. ein hundert acht und fünfzig, wo ein einspringender Winkel von ein hundert ein und sechszig Graden dreißig Minuten ist; von hier wieder den Berg aufwärtzs, fünf hundert sechszig Metres acht Decimetres, auf den kleinen Kahlmitt = Kopf zum Stein
- Nro. ein hundert drei und sechszig, mit einem ausspringenden Winkel von ein hundert fünf und zwanzig Graden fünfzehn Minuten; von da den Berg abwärts drei hundert drei und siebenzig, und ein einspringenderr Winkel von ein hundert achtzehn Graden dreißig Minuten; (Ist Nro. vierzehn auf der Maikammer Seite) weiter von hier den Berg abwärts ein tausend zwanzig Metres fünf Decimetres zu
- Nro. ein hundert sechs und achtzig, ist ein Dreymärker, der den maikammer Wald und Feld von dem St. Martiner Wald und Feld scheidet, der Winkel /(hier fehlt Text)/ Und ist auf der Maikammer Seite der Stein
- Nro. eins; hier Maikammer ab/(hier fehlt Text)/ Hier links zwei tausend zwei hundert zwälf Metres acht Decimetres, zum Stein im St. Martiner Thale,
- Nro. zwei hundert zwanzig, ist ein Dreymärker am Lichtholz, der die Kirrweiler Eigenthums = Güter von dem Walde in einem ausspringenden Winckel von achtzig Graden dreißig Minuten scheiet und hier Sanct Martin ab= und Kirrweiler angränzend; von da das Frauenthal hinaus und am Distrikt Lichtholz unter dem Wetterkreuz hin neunzehn hundert drei und achtzig Metres zum Stein
- Nro. eins, mit einem auspringenden Winkel von ein hundert achtzehn Graden."
Waldanteil Diedesfeld
Zur genauen Bestimmung der Lage der Steine bietet sich auch der Text an, der den Waldanteil von Diedesfeld beschreibt:
- „Numero eins, ein Dreymärker, der die Bänne von Diedesfeld und Maikammer im Wald und Feld scheidet, stehet auf der Diedesfelder Winterseite, Angränzer Maikammerer Wald, geht von da in ein und ausspringenden Winkeln, zwei tausend ein hundert neun und zwanzig Metres neun Decimetre fort, bis
- Numero fünf und zwanzig an den Hinckelstein im Felsen eingehauen, wo ein ausspringender Winkel von ein hundert fünf und sechszig Graden zehn Minuten; von da weiter fort bis zum Stein
- Nro. ein und dreißig am Hahnen=Schritt, und vier hundert sechs und vierzig Metres, wo ein einspringender Winckel von ein hundert ein und vierzig Graden ist, von da weiter von Stein zu Stein an dem Huttenberger Weg hin, dreizehn hundet ein und siebenzig Metres sieben Decimetres, zu Stein
- Nro. sechs und vierzig an der Huttenhohl; - hat auf der Maikammerer Seite Nro. ein hundert fünf und siebenzig – von da denen Krümmungen des Wegs nach, vierzehn hundert siebenzig Metres, an den Stein/(hier fehlt Text)/ Steig hinunter sechszehn hundert vier und neunzig Metres vier Decimetres, bis zum Stein
- Nro. vier und siebenzig, von her das Finsterthal hinunter achtzig Metres vier Decimetres, bis zum Stein
- Nro. fünf und siebenzig, der auf der Maikammerer Seite, Nro. einhundert sechs und vierzig hat; - von da weiter die Archenbach abwärts vier hundert dreißig und einen halben Metres, an den Stein
- Nro. sechs und siebenzig; von hier den vordern Kanzelkopf aufwärts acht hundert neun und achtzig Metres, zu dem Dreymärker
- Nro. sieben und achtzig, am Kastanienbaumer=Eck, wo ein ausspringender Winckel von zwey und achtzig Graden fünfzig Minuten ist; hier Maikammerer ab= und Kirrweiler angränzend; von hier etwas aufwärts über den Bergrücken hin, das Apfelthälchen hinunter, schszehn hundert schszehn Metres sechs Decimetres an die Archenbach und an den Stein
- Nro. ein hundert sechs, ist ein Dreymärker, dern den Hambacher, Kirrweilerer und Diedesfelder Wald scheidet; /(weiterer Text für Maikammer nicht von Bedeutung)/"
Sortierung nach aufsteigender Nummer am Stein
Stein Nr. 1 – Dreymärker + Breitenberg bis Hahnengipf(el) + „Nro. Eins ein Dreymärker, der die Bänne des Maikammerer und St. Martiner Feldes scheidet, stehet in dem Breitenberg, Angränzer St. Martiner Wald; von da den Hahnengipf aufwärts ein tausend zwanzig Metres fünf Decimetres zum Stein
Stein Nr. 14/Nr. 173St.Martin + über Breitenberg bis kleiner Kahlmittenkopf + Nro. Vierzehn (ist Nro. Ein hundert drei und siebenzig auf der St. Martiner Seite) wo ein und ausspringender Winkel von ein hundert achtzehn Graden dreißig Minuten; von da über den Breitenberg, bis auf den kleinen Kahlmitten = Kopf, dreizehn hundert ein und vierzig Metres zum Stein
Stein Nr. 24 + bis Tal Walsel + Nro. Vier und zwanzig mit einem einspringenden Winkel von ein hundert fünf und zwanzig Graden fünfzig Minuten; von hier abwärts ins Thal Walsel, fünf hundert sechszig Metres acht Decimetres, zum Stein
Stein Nr. 29 + vierte Haimgeraide + Nro. Neun und zwanzig ein ausspringender Winkel von ein hundert ein und sechszig Graden dreißig Minuten; weiter von hier /(hier fehlt Text)/
Minuten; hier die vierte Haimgeraide ab= und Kirrweiler Wald angränzend; weiter von hier Berg auf= und abwärts sieben hundert zwei und neunzig Metres sieben Decimetres zum Stein
Stein Nr. 28 + Auf der Schnurr dem Weeg nach + Nro. acht und zwanzig auf der Schnurr genannt, von da dem Weeg nach aufwärts sechszehn hundert ein und fünfzig Metres drey Decimetres zum Stein
Stein Nr. 40 + Frohnbaum + Nro. vierzig am Frohnbaum; von da weiter dem Weeg nach dreizehn hundert acht und zwanzig Metres neun Decimetres, zum Stein
Stein Nr. 53 Nro. drei und fünfzig links am Weeg; von hier Berg auf neun und vierzig Metres auf den Stein
Stein Nr. 54 - Dreymärker Nro. vier und fünfzig, ist ein Dreymärker, in einem ausspringenden Winkel von acht und vierzig Graden vier und fünfzig Minuten, hier Kirrweiler ab= und die vierte Haimgeraide angränzend; von hier weiter fort zwei tausend fünf hundert achtzig vier Metres acht Decimetres zum Stein
Stein Nr. 80 + dem Flüßchen nach + Nro. achtzig, und von da dem Flüßchen nach zwei hundet Metres abwärts zum Stein
Stein Nr. 81 - Dreymärker + Dölle + Nro. ein und achtzig, der ein Dreymärker ist, hier die vierte Haimgeraide ab= und Maikammer angränzend; von da die Dölle hinauf zwei hundert siebenzehn Metres fünf Decimetres zum Stein
Stein Nr. 84 + Neuweg über im Döllchen + Nro. vier und achtzig, oben am Neuweg, /(hier fehlt Text)/
ein hundert Metres zum Stein Nro. vier und neunzig obe im Döllchen; von hier aus von Stein zu Stein
Steine ohne Nummernangabe + Kleyenthal + , auf= und abwärtzs zwölf hundert neun und vierzig Metres sieben Decimetres bis in das Kleyen = Thal zum Stein
Stein Nr. 112/75Maikammer Nro. ein hundert zwölf (ist numero fünf und siebenzig auf der Maikammerer Seite) weiter im Thal abwärts ein hundert fünf und neunzig Metres fünf Decimetres, an einem Felsen
Felsen Nr. 116
+ erster Langenkopf über Bergrücken +
Nro. ein hundert sechszehn bezeichnet; von hier den ersten Langen = Kopf hinaus über den Bergrücken achtzehn hundter ein und neunzig Metres sieben Decimetres, zum Stein
Stein Nr. 136/51Maikammer + Schaafkopf über Baubusch + ein hundert sechs und dreißig auf dem Schaafkopf wo ein ausspringender Winkel von ein hundert dreißig Graden ist; (ist Nro. ein und füngzig auf der Maikammer Seite); von hier durch den Baubusch abwärts neun hundert ein und fünfzig Metres zwey Decimetres, zum Stein
Stein Nr. 145 + im Thale + Nro. ein hundert fünf und vierzig, ein einspringender Winkel von acht und siebenzig Graden dreißig Minuten; von da im Thale aufwärts vier hundert und dreißig Metres vier Decimetres zum Stein
Stein Nr. 148 + Hüttenberg + Nro. ein hundert acht und vierzig, ist ein ausspringender Winkel von acht und achtzig Graden zehn Minuten; weiter von da den Hüttenberg hinaus, fünf hundert zwei und sechszig Metres drei Decimetres zum Stein
Stein Nr. 154 + Thal Walsel + Nro. ein hundert vier und fünfzig auf der Höhe; von diesem Berg abwärts ins Thal Walsel, drei hundert drei und achtzig Metres einen Decimetre zum Stein
Stein Nr. 158 + kleiner Kahlmittkopf + Nro. ein hundert acht und fünfzig, wo ein einspringender Winkel von ein hundert ein und sechszig Graden dreißig Minuten ist; von hier wieder den Berg aufwärts, fünf hundert sechszig Metres acht Decimetres, auf den kleinen Kahlmitt = Kopf zum Stein
Stein Nr. 163/14Maikammer Nro. ein hundert drei und sechszig, mit einem ausspringenden Winkel von ein hundert fünf und zwanzig Graden fünfzehn Minuten; von da den Berg abwärts drei hundert drei und siebenzig, und ein einspringenderr Winkel von ein hundert achtzehn Graden dreißig Minuten; (Ist Nro. vierzehn auf der Maikammer Seite) weiter von hier den Berg abwärts ein tausend zwanzig Metres fünf Decimetres zu
Stein Nr. 186/1Maikammer - Dreymärker + St. Martiner Thale + Nro. ein hundert sechs und achtzig, ist ein Dreymärker, der den Maikammer Wald und Feld von dem St. Martiner Wald und Feld scheidet, der Winkel /(hier fehlt Text)/
Und ist auf der Maikammer Seite der Stein Nro. eins; hier Maikammer ab/(hier fehlt Text)/
Hier links zwei tausend zwei hundert zwälf Metres acht Decimetres, zum Stein im St. Martiner Thale,
Stein Nr. 220 - Dreymärker + Am Lichtholz über Frauenthal am Distrikt Lichtholz unter dem Wetterkreuz + Nro. zwei hundert zwanzig, ist ein Dreymärker am Lichtholz, der die Kirrweiler Eigenthums = Güter von dem Walde in einem ausspringenden Winckel von achtzig Graden dreißig Minuten scheidet und hier Sanct Martin ab= und Kirrweiler angränzend; von da das Frauenthal hinaus und am Distrikt Lichtholz unter dem Wetterkreuz hin neunzehn hundert drei und achtzig Metres zum Stein
Stein Nr. 1 Nro. eins, mit einem auspringenden Winkel von ein hundert achtzehn Graden.
Aufteilung Abschnitt Diedesfeld (mit angrenzend Maikammer)
Stein Nr. 1 - Dreymärker + Diedesfelder Winterseite + „Numero eins, ein Dreymärker, der die Bänne von Diedesfeld und Maikammer im Wald und Feld scheidet, stehet auf der Diedesfelder Winterseite, Angränzer Maikammerer Wald, geht von da in ein und ausspringenden Winkeln, zwei tausend ein hundert neun und zwanzig Metres neun Decimetre fort, bis“…
Felsen Nr. 25 + Hinckelstein + „Numero fünf und zwanzig an den Hinckelstein im Felsen eingehauen, wo ein ausspringender Winkel von ein hundert fünf und sechszig Graden zehn Minuten; von da weiter fort bis zum Stein“…
Stein Nr. 31 + Am Hahnenschritt + Nro. ein und dreißig am Hahnen=Schritt, und vier hundert sechs und vierzig Metres, wo ein einspringender Winckel von ein hundert ein und vierzig Graden ist, von da weiter von Stein zu Stein
Steine ohne Nummernangabe + Huttenberger Weg + an dem Huttenberger Weg hin, dreizehn hundert ein und siebenzig Metres sieben Decimetres, zum Stein
Stein Nr. 46/175Maikammer + Huttenhohl + Nro. sechs und vierzig an der Huttenhohl; - hat auf der Maikammer Seite Nro. ein hundert fünf und siebenzig – von da denen Krümmungen des Wegs nach, vierzehn hundert siebenzig Metres, an den Stein/(hier fehlt Text)/
Stein Nr. + +
Steig hinunter sechszehn hundert vier und neunzig Metres vier Decimetres, bis zum Stein
Stein Nr. 74 + Finsterthal + Nro. vier und siebenzig, von hier das Finsterthal hinunter achtzig Metres vier Decimetres, bis zum Stein
Stein Nr. 146Maikammer + Archenbach + Nro. fünf und siebenzig, der auf der Maikammerer Seite, Nro. einhundert sechs und vierzig hat; - von da weiter die Archenbach abwärts vier hundert dreißig und einen halben Metres, an den Stein
Stein Nr. 76 + Vorderer Kanzelkopf + Nro. sechs und siebenzig; von hier den vordern Kanzelkopf aufwärts acht hundert neun und achtzig Metres, zu dem Dreymärker
Stein Nr. 87 - Dreyermärker
+ Kastanienbaumeck über Bergrücken, Apfelthälchen hinunter an die Archenbach +
Nro. sieben und achtzig, am Kastanienbaumer=Eck, wo ein ausspringender Winckel von zwey und achtzig Graden fünfzig Minuten ist; hier Maikammerer ab= und Kirrweiler angränzend; von hier etwas aufwärts über den Bergrücken hin, das Apfelthälchen hinunter, schszehn hundert schszehn Metres sechs Decimetres an die Archenbach und an den Stein
Stein Nr. 106 - Dreyermärker + Am Hahnenschritt + Nro. ein hundert sechs, ist ein Dreymärker, der den Hambacher, Kirrweilerer und Diedesfelder Wald scheidet; /(weiterer Text für Maikammer nicht von Bedeutung)/
Die Gewannen/Gemarkungsbezeichnungen
Die Diedesfelder Winterseite entspricht dem nach Norden abfallenden Hang des Wetterkreuzberges, der auf Maikammerer Gemarkung liegt. Der Wetterkreuzberg ist die Erhebung auf der die Anna-Kapelle steht und auf dem ein Teil der Kalmitstraße verläuft.
Maikammer
Die Grenzsteine in Maikammer • Steinbeschreibung
Aufteilung nach den einzelnen Steinen und Abschnitten Maikammer
Stein Nr. 1 – Dreymärker
+ Breitenberg bis Hahnengipf(el) +
„Nro. Eins ein Dreymärker, der die Bänne des Maikammerer und St. Martiner Feldes scheidet, stehet
in dem Breitenberg, Angränzer St. Martiner Wald; von da den Hahnengipf aufwärts ein tausend
zwanzig Metres fünf Decimetres zum Stein
Aufnahme vom 15. Mai 2005/MCSD
Stein Nr. 14/Nr. 173 St.Martin
+ über Breitenberg bis kleiner Kahlmittenkopf +
Nro. Vierzehn (ist Nro. Ein hundert drei und siebenzig auf der St. Martiner Seite) wo ein und ausspringender Winkel von ein hundert
achtzehn Graden dreißig Minuten; von da über den Breitenberg, bis auf den kleinen Kahlmitten = Kopf, dreizehn hundert ein und
vierzig Metres zum Stein
Stein Nr. 24
+ bis Tal Walsel +
Nro. Vier und zwanzig mit einem einspringenden Winkel von ein hundert fünf und zwanzig Graden fünfzig Minuten; von hier abwärts ins
Thal Walsel, fünf hundert sechszig Metres acht Decimetres, zum Stein
Stein Nr. 29
+ vierte Haimgeraide +
Nro. Neun und zwanzig ein ausspringender Winkel von ein hundert ein und sechszig Graden dreißig Minuten; weiter von hier /(hier
fehlt Text)/
Minuten; hier die vierte Haimgeraide ab= und Kirrweiler Wald angränzend; weiter von hier Berg auf= und abwärts sieben hundert zwei
und neunzig Metres sieben Decimetres zum Stein
Stein Nr. 28
+ Auf der Schnurr dem Weeg nach +
Nro. acht und zwanzig auf der Schnurr genannt, von da dem Weeg nach aufwärts sechszehn hundert ein und fünfzig Metres drey
Decimetres zum Stein
Stein Nr. 40
+ Frohnbaum +
Nro. vierzig am Frohnbaum; von da weiter dem Weeg nach dreizehn hundert acht und zwanzig Metres neun Decimetres, zum Stein
Stein Nr. 53
Nro. drei und fünfzig links am Weeg; von hier Berg auf neun und vierzig Metres auf den Stein
Stein Nr. 54 - Dreymärker
Nro. vier und fünfzig, ist ein Dreymärker, in einem ausspringenden Winkel von acht und vierzig Graden vier und fünfzig Minuten, hier
Kirrweiler ab= und die vierte Haimgeraide angränzend; von hier weiter fort zwei tausend fünf hundert achtzig vier Metres acht
Decimetres zum Stein
Stein Nr. 80
+ dem Flüßchen nach +
Nro. achtzig, und von da dem Flüßchen nach zwei hundet Metres abwärts zum Stein
Stein Nr. 81 - Dreymärker
+ Dölle +
Nro. ein und achtzig, der ein Dreymärker ist, hier die vierte Haimgeraide ab= und Maikammer angränzend; von da die Dölle hinauf zwei
hundert siebenzehn Metres fünf Decimetres zum Stein
Stein Nr. 84
+ Neuweg über im Döllchen +
Nro. vier und achtzig, oben am Neuweg, /(hier fehlt Text)/
ein hundert Metres zum Stein Nro. vier und neunzig obe im Döllchen; von hier aus von Stein zu Stein
Steine ohne Nummernangabe
+ Kleyenthal +
, auf= und abwärtzs zwölf hundert neun und vierzig Metres sieben Decimetres bis in das Kleyen = Thal zum Stein
Stein Nr. 112/75Maikammer
Nro. ein hundert zwölf (ist numero fünf und siebenzig auf der Maikammerer Seite) weiter im Thal abwärts ein hundert fünf und neunzig
Metres fünf Decimetres, an einem Felsen
Felsen Nr. 116
+ erster Langenkopf über Bergrücken +
Nro. ein hundert sechszehn bezeichnet; von hier den ersten Langen = Kopf hinaus über den Bergrücken achtzehn hundter ein und
neunzig Metres sieben Decimetres, zum Stein
Stein Nr. 136/51Maikammer
+ Schaafkopf über Baubusch +
ein hundert sechs und dreißig auf dem Schaafkopf wo ein ausspringender Winkel von ein hundert dreißig Graden ist; (ist Nro. ein und
füngzig auf der Maikammer Seite); von hier durch den Baubusch abwärts neun hundert ein und fünfzig Metres zwey Decimetres, zum
Stein
Stein Nr. 145
+ im Thale +
Nro. ein hundert fünf und vierzig, ein einspringender Winkel von acht und siebenzig Graden dreißig Minuten; von da im Thale aufwärts
vier hundert und dreißig Metres vier Decimetres zum Stein
Stein Nr. 148
+ Hüttenberg +
Nro. ein hundert acht und vierzig, ist ein ausspringender Winkel von acht und achtzig Graden zehn Minuten; weiter von da den
Hüttenberg hinaus, fünf hundert zwei und sechszig Metres drei Decimetres zum Stein
Stein Nr. 154
+ Thal Walsel +
Nro. ein hundert vier und fünfzig auf der Höhe; von diesem Berg abwärts ins Thal Walsel, drei hundert drei und achtzig Metres einen
Decimetre zum Stein
Stein Nr. 158
+ kleiner Kahlmittkopf +
Nro. ein hundert acht und fünfzig, wo ein einspringender Winkel von ein hundert ein und sechszig Graden dreißig Minuten ist; von hier
wieder den Berg aufwärts, fünf hundert sechszig Metres acht Decimetres, auf den kleinen Kahlmitt = Kopf zum Stein
Stein Nr. 163/14Maikammer
Nro. ein hundert drei und sechszig, mit einem ausspringenden Winkel von ein hundert fünf und zwanzig Graden fünfzehn Minuten; von
da den Berg abwärts drei hundert drei und siebenzig, und ein einspringenderr Winkel von ein hundert achtzehn Graden dreißig
Minuten; (Ist Nro. vierzehn auf der Maikammer Seite) weiter von hier den Berg abwärts ein tausend zwanzig Metres fünf Decimetres zu
Stein Nr. 186/1Maikammer - Dreymärker
+ St. Martiner Thale +
Nro. ein hundert sechs und achtzig, ist ein Dreymärker, der den Maikammer Wald und Feld von dem St. Martiner Wald und Feld
scheidet, der Winkel /(hier fehlt Text)/
Und ist auf der Maikammer Seite der Stein Nro. eins; hier Maikammer ab/(hier fehlt Text)/
Hier links zwei tausend zwei hundert zwälf Metres acht Decimetres, zum Stein im St. Martiner Thale,
Stein Nr. 220 - Dreymärker
+ Am Lichtholz über Frauenthal am Distrikt Lichtholz unter dem Wetterkreuz +
Nro. zwei hundert zwanzig, ist ein Dreymärker am Lichtholz, der die Kirrweiler Eigenthums = Güter von dem Walde in einem
ausspringenden Winckel von achtzig Graden dreißig Minuten scheidet und hier Sanct Martin ab= und Kirrweiler angränzend; von da
das Frauenthal hinaus und am Distrikt Lichtholz unter dem Wetterkreuz hin neunzehn hundert drei und achtzig Metres zum Stein
Stein Nr. 1
Nro. eins, mit einem auspringenden Winkel von ein hundert achtzehn Graden.
Aufteilung nach den einzelnen Steinen und Abschnitten Diedesfeld (mit angrenzend Maikammer)
Stein Nr. 1 - Dreymärker
+ Diedesfelder Winterseite +
„Numero eins, ein Dreymärker, der die Bänne von Diedesfeld und Maikammer im Wald und Feld scheidet, stehet auf der Diedesfelder
Winterseite, Angränzer Maikammerer Wald, geht von da in ein und ausspringenden Winkeln, zwei tausend ein hundert neun und
zwanzig Metres neun Decimetre fort, bis“…
Aufnahme vom 15. Mai 2005/MCSD
Felsen Nr. 25
+ Hinckelstein +
„Numero fünf und zwanzig an den Hinckelstein im Felsen eingehauen, wo ein ausspringender Winkel von ein hundert fünf und
sechszig Graden zehn Minuten; von da weiter fort bis zum Stein“…
Stein Nr. 31
+ Am Hahnenschritt +
Nro. ein und dreißig am Hahnen=Schritt, und vier hundert sechs und vierzig Metres, wo ein einspringender Winckel von ein hundert ein
und vierzig Graden ist, von da weiter von Stein zu Stein
Steine ohne Nummernangabe
+ Huttenberger Weg +
an dem Huttenberger Weg hin, dreizehn hundert ein und siebenzig Metres sieben Decimetres, zum Stein
Stein Nr. 46/175Maikammer
+ Huttenhohl +
Nro. sechs und vierzig an der Huttenhohl; - hat auf der Maikammer Seite Nro. ein hundert fünf und siebenzig – von da denen
Krümmungen des Wegs nach, vierzehn hundert siebenzig Metres, an den Stein/(hier fehlt Text)/
Stein Nr.
+ +
Steig hinunter sechszehn hundert vier und neunzig Metres vier Decimetres, bis zum Stein
Stein Nr. 74
+ Finsterthal +
Nro. vier und siebenzig, von hier das Finsterthal hinunter achtzig Metres vier Decimetres, bis zum Stein
Stein Nr. 146Maikammer
+ Archenbach +
Nro. fünf und siebenzig, der auf der Maikammerer Seite, Nro. einhundert sechs und vierzig hat; - von da weiter die Archenbach abwärts
vier hundert dreißig und einen halben Metres, an den Stein
Stein Nr. 76
+ Vorderer Kanzelkopf +
Nro. sechs und siebenzig; von hier den vordern Kanzelkopf aufwärts acht hundert neun und achtzig Metres, zu dem Dreymärker
Stein Nr. 87 - Dreyermärker
+ Kastanienbaumeck über Bergrücken, Apfelthälchen hinunter an die Archenbach +
Nro. sieben und achtzig, am Kastanienbaumer=Eck, wo ein ausspringender Winckel von zwey und achtzig Graden fünfzig Minuten ist;
hier Maikammerer ab= und Kirrweiler angränzend; von hier etwas aufwärts über den Bergrücken hin, das Apfelthälchen hinunter,
schszehn hundert schszehn Metres sechs Decimetres an die Archenbach und an den Stein
Stein Nr. 106 - Dreyermärker
+ Am Hahnenschritt +
Nro. ein hundert sechs, ist ein Dreymärker, der den Hambacher, Kirrweilerer und Diedesfelder Wald scheidet; /(weiterer Text für
Maikammer nicht von Bedeutung)/
Weblinks
Literatur
Einzelnachweise
Anmerkungen
- ↑ Urban Ziegler (ohne Datum) geht von mehr als 1000 Grenzsteinen zwischen der Queich und der nördlichen Kreisgrenze (SÜW _ NW) aus
- ↑ Grenzen zu Edenkoben und Gommersheim bestehen zwar, sind jedoch nicht ausgesteint.
- ↑ Es ist sicher, daß der Stein in der Mühlstraße in die Mauer eingesetzt worden ist und nicht an seinem Bestimmungsort steht.
Zitate
Urkunden
Begriffe
- ↑ Grenzsteine werden auch "Markstein" genannt, abgeleitet vom Begriff der Mark. Es läge nahe, diese Bezeichnung auch in Maikammer-Alsterweiler zu verwenden, denn ist auch das Wort "Dreimärker" geläufigt. Der Begriff Grenzstein ist allerdings geläufiger und wird hier verwandt.
Kategorien
Grenzsteine (Alsterweiler-Maikammer) gehört den Kategorien an: Grenzstein
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