Die Seite für Alsterweiler von Matthias C.S. Dreyer u.a.
Bede: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Die Bede wurde von den Landesherren (hier: [[Hochstift Speyer]] durch die [[Gemeinde]] bzw. das [[Oberamt Kirrweiler]]) erhoben, um landesherrliche Ausgaben zu finanzieren. Dazu zählte auch die Landesverteidigung mit "Mannschaften", ggf. musste damit das Aufgebot zum Reichsheer bezahlt werden.<ref group=lit>Leonhardt, Johannes (1928), ‹Geschichte von Maikammer=Alsterweiler›, (1 Hg., 1; Maikammer:) 216 Seiten. (CMS 125).</ref> [[Ritter]] und [[Geistliche]] waren von der Bede befreit. Aus freiwilligen, anfangs mehr privaten Leistungen, wurde die Bede mit der Zeit zu einer regelmäßigen, öffentlichen Abgabe, deren Entrichtung von Amts wegen erzwungen wurde<ref>[[Matzinger]]: Siehe dazu [[Bedbuch]].</ref>. In außerordentlichen Fällen (Krieg) wurden zusätzlich noch besondere Beden erhoben. Zwar wurden bereits in früheren Zeiten Abgaben erhoben (Türkensteuer), aber die Bede genießt den Ruf, eine der ersten regelmäßigen Abgaben zu sein. Die heutige erhobene Grundsteuer ist die Nachfolge der Bede. Und erstaunlicher Weise ist die katholische Kirche (bezogen auf ihren Grundbesitz) von dieser Steuer auch heute noch befreit. | + | Die Bede wurde von den Landesherren (hier: [[Hochstift Speyer]] durch die [[Gemeinde]] bzw. das [[Oberamt Kirrweiler]]) erhoben, um landesherrliche Ausgaben zu finanzieren. Dazu zählte auch die Landesverteidigung mit "Mannschaften", ggf. musste damit das Aufgebot zum Reichsheer bezahlt werden.<ref group=lit>Leonhardt, Johannes (1928), ‹Geschichte von Maikammer=Alsterweiler›, (1 Hg., 1; Maikammer:) 216 Seiten. (CMS 125).</ref> |
| − | In dicken [[Buch|Büchern]] waren die Namen sämtlicher Besitzer mit ihren bedpflichtigen Gütern verzeichnet. Diese Bücher wurden von Zeit zu Zeit vom [[Oberamtmann]] oder [[Fauth]] mit [[Schultheiß]] und [[Gericht]], [[Bürgermeister]], [[Steinsetzer]] und [[Bedleger]] neu angelegt. | + | |
| + | [[Ritter]] und [[Geistliche]] waren von der Bede befreit. Aus freiwilligen, anfangs mehr privaten Leistungen, wurde die Bede mit der Zeit zu einer regelmäßigen, öffentlichen Abgabe, deren Entrichtung von Amts wegen erzwungen wurde<ref>[[Matzinger]]: Siehe dazu [[Bedbuch]].</ref>. In außerordentlichen Fällen (Krieg) wurden zusätzlich noch besondere Beden erhoben. | ||
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| + | Zwar wurden bereits in früheren Zeiten Abgaben erhoben (Türkensteuer), aber die Bede genießt den Ruf, eine der ersten regelmäßigen Abgaben zu sein. Die heutige erhobene Grundsteuer ist die Nachfolge der Bede. Und erstaunlicher Weise ist die katholische Kirche (bezogen auf ihren Grundbesitz) von dieser Steuer auch heute noch befreit. | ||
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| + | In dicken [[Buch|Büchern]] waren die Namen sämtlicher Besitzer mit ihren bedpflichtigen Gütern verzeichnet. Diese Bücher wurden von Zeit zu Zeit vom [[Oberamtmann]] oder [[Fauth]] mit [[Schultheiß]] und [[Gericht]], [[Bürgermeister]], [[Steinsetzer]] und [[Bedleger]] neu angelegt. Für [[Alsterweiler]] (mit [[Maikammer]] geführt) liegen Bücher ([[Bedbücher]]) aus den den Jahren 1580, 1619, 1669 und 1730 vor. | ||
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| + | Das [[Überfeld]] war bedfrei, weil es in der Gemeindegült lag. 1759 war ein Streit mit dem Allerheiligenstift Speyer[6], ob dessen hiesige Stiftsgüter (Alsterweiler Hofgut (Allerheiligenstift Speyer)) bedpflichtig seien. Die Gemeinde hatte von 1709—1731 für die Güter des Stifts, die Bede entrichtet." [7] | ||
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| − | Für [[Alsterweiler]] (mit Maikammer geführt) liegen Bücher aus den den Jahren [[Bedbuch (1580)|1580]], [[Bedbuch (1619)|1619]], [[Bedbuch (1669)|1669]] und [[Bedbuch (1730)|1730]] vor<ref group=anm>Die Bedbücher wurden von Schäfer und Stöckl für das [[Ortsfamilienbuch Maikammer-Alsterweiler]] ausgewertet.</ref>. | + | Für [[Alsterweiler]] (mit Maikammer geführt) liegen Bücher aus den den Jahren [[Bedbuch (1580)|1580]], [[Bedbuch (1619)|1619]], [[Bedbuch (1669)|1669]] und [[Bedbuch (1730)|1730]] vor<ref group=anm>Die Bedbücher wurden von Schäfer und Stöckl für das [[Ortsfamilienbuch Maikammer-Alsterweiler]] ausgewertet.</ref>. |
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| + | Das [[Flurname (Alsterweiler)|Überfeld]] war bedfrei, weil es in der [[Gemeindegült]] lag. | ||
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| + | Im Jahre 1759 erhob sich ein Streit mit dem [[Allerheiligenstift Speyer]]<ref>[[Matzinger]]: wahrscheinlich ging es dabei um die Güter, die vom [[Alsterweiler Hofgut (Allerheiligenstift Speyer)]] abzuführen waren.</ref>, ob dessen hiesige Stiftsgüter ([[Alsterweiler Hofgut (Allerheiligenstift Speyer)]]) bedpflichtig seien. Die Gemeinde hatte von 1709—1731 für die Güter des Stifts, die Bede entrichtet[[CiteRef::Leonhardt (1928)/Seite136. | ||
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Version vom 20. August 2018, 09:15 Uhr
Bede1 (auch: Behde[1], Bed[2], Beeth[3]) war eine erbetene oder freiwillig geleistete Abgabe[4].
Die Bede wurde von den Landesherren (hier: Hochstift Speyer durch die Gemeinde bzw. das Oberamt Kirrweiler) erhoben, um landesherrliche Ausgaben zu finanzieren. Dazu zählte auch die Landesverteidigung mit "Mannschaften", ggf. musste damit das Aufgebot zum Reichsheer bezahlt werden.[lit 1]
Ritter und Geistliche waren von der Bede befreit. Aus freiwilligen, anfangs mehr privaten Leistungen, wurde die Bede mit der Zeit zu einer regelmäßigen, öffentlichen Abgabe, deren Entrichtung von Amts wegen erzwungen wurde[5]. In außerordentlichen Fällen (Krieg) wurden zusätzlich noch besondere Beden erhoben.
Zwar wurden bereits in früheren Zeiten Abgaben erhoben (Türkensteuer), aber die Bede genießt den Ruf, eine der ersten regelmäßigen Abgaben zu sein. Die heutige erhobene Grundsteuer ist die Nachfolge der Bede. Und erstaunlicher Weise ist die katholische Kirche (bezogen auf ihren Grundbesitz) von dieser Steuer auch heute noch befreit.
In dicken Büchern waren die Namen sämtlicher Besitzer mit ihren bedpflichtigen Gütern verzeichnet. Diese Bücher wurden von Zeit zu Zeit vom Oberamtmann oder Fauth mit Schultheiß und Gericht, Bürgermeister, Steinsetzer und Bedleger neu angelegt. Für Alsterweiler (mit Maikammer geführt) liegen Bücher (Bedbücher) aus den den Jahren 1580, 1619, 1669 und 1730 vor.
Die Weinberge wurden in Klassen eingeteilt und mit einem Geldwert festgelegt. Später (etwa dem Jahre 1730) wurden die Güter in 3 Klassen mit 15—30 fl. abgeschätzt und daraus der Prozentbetrag als Bede erhoben.
Das Überfeld war bedfrei, weil es in der Gemeindegült lag. 1759 war ein Streit mit dem Allerheiligenstift Speyer[6], ob dessen hiesige Stiftsgüter (Alsterweiler Hofgut (Allerheiligenstift Speyer)) bedpflichtig seien. Die Gemeinde hatte von 1709—1731 für die Güter des Stifts, die Bede entrichtet." [7]
Situation in Alsterweiler
Für Alsterweiler (mit Maikammer geführt) liegen Bücher aus den den Jahren 1580, 1619, 1669 und 1730 vor[anm 1].
Das Überfeld war bedfrei, weil es in der Gemeindegült lag.
Im Jahre 1759 erhob sich ein Streit mit dem Allerheiligenstift Speyer[6], ob dessen hiesige Stiftsgüter (Alsterweiler Hofgut (Allerheiligenstift Speyer)) bedpflichtig seien. Die Gemeinde hatte von 1709—1731 für die Güter des Stifts, die Bede entrichtet[[CiteRef::Leonhardt (1928)/Seite136.
Fundstellen zu Bede
Die Anzahl der Einträge in der folgenden Tabelle beträgt: 13
Weblinks
Literatur
- ↑ Leonhardt, Johannes (1928), ‹Geschichte von Maikammer=Alsterweiler›, (1 Hg., 1; Maikammer:) 216 Seiten. (CMS 125).
Einzelnachweise
- ↑ siehe: Leonhardt (1928)/Seite 136.
- ↑ siehe: Leonhardt (1928), Seite 136.
- ↑ siehe Maykammerer Bürgermeister Rechnung (1740)
- ↑ Deutsches Rechtswörterbuch (DRW) in: woerterbuchnetz.de /abgerufen am 07. Januar 2017.
- ↑ Matzinger: Siehe dazu Bedbuch.
- ↑ Matzinger: wahrscheinlich ging es dabei um die Güter, die vom Alsterweiler Hofgut (Allerheiligenstift Speyer) abzuführen waren.
Anmerkungen
- ↑ Die Bedbücher wurden von Schäfer und Stöckl für das Ortsfamilienbuch Maikammer-Alsterweiler ausgewertet.
Zitate
Urkunden
Begriffe
Kategorien
Bede gehört den Kategorien an: Abgabe
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Referenzierungen
- ^ Titel: Deutsches Rechtswörterbuch (DRW).
Seite: Bede
Schlüssel: Deutsches Rechtswörterbuch#Bede
Zitat: "erbetene oder freiwillig geleistete Abgabe".
Eine Übertragung fehlt.
Anmerkung: Bede hat eine vielfältige Bedeutung.
Schlagwort: Bede
Quelle: Deutsches Rechtswörterbuch
Einrichtungsdatum: Ein Einrichtungsdatum fehlt.
Das Datum des letzten Abrufs fehlt.
Die Einstufung fehlt noch.
Sammlung: Alsterweiler · DRW
LINK: Alsterweiler
Eine PDF-Angabe fehlt.
WIKI: Bede