Die Seite für Alsterweiler von Matthias C.S. Dreyer u.a.
Oberamt Kirrweiler: Unterschied zwischen den Versionen
K |
K |
||
| Zeile 29: | Zeile 29: | ||
{{#display_map: 49.29996425490955,8.180007934570312~Oberamt Kirrweiler~Das [[Oberamt Kirrweiler]] und seine Orte (nicht die vollständigen Gebietsteile, nur punktuell)~XXX~XXX~Oberamt Kirrweiler; 49.36618832566045,8.111343383789062~Wolfsburg~Die Burg [[Wolfsburg]] oberhalb von Neustadt an der Weinstraße~XXX~XXX~Oberamt Kirrweiler; | {{#display_map: 49.29996425490955,8.180007934570312~Oberamt Kirrweiler~Das [[Oberamt Kirrweiler]] und seine Orte (nicht die vollständigen Gebietsteile, nur punktuell)~XXX~XXX~Oberamt Kirrweiler; 49.36618832566045,8.111343383789062~Wolfsburg~Die Burg [[Wolfsburg]] oberhalb von Neustadt an der Weinstraße~XXX~XXX~Oberamt Kirrweiler; | ||
49.30399396435538,8.164215087890625~Kirrweiler~Der Ort [[Kirrweiler (Pfalz)]], Amtssitz des Oberamts Kirrweiler~XXX~XXX~Oberamt Kirrweiler; | 49.30399396435538,8.164215087890625~Kirrweiler~Der Ort [[Kirrweiler (Pfalz)]], Amtssitz des Oberamts Kirrweiler~XXX~XXX~Oberamt Kirrweiler; | ||
| − | 49.25382334203483,8.116836547851562~Roschbach~Der Ort [[Roschbach]]~building.png~XXX~Oberamt Kirrweiler; | + | 49.25382334203483,8.116836547851562~Roschbach~Der Ort [[Roschbach]]~[[Datei:building.png]]~XXX~Oberamt Kirrweiler; |
49.37870717727782,8.066024780273438~Sankt Lambrecht~Das [[Dominikanerinnenkloster St. Lambrecht]]~XXX~XXX~Oberamt Kirrweiler; | 49.37870717727782,8.066024780273438~Sankt Lambrecht~Das [[Dominikanerinnenkloster St. Lambrecht]]~XXX~XXX~Oberamt Kirrweiler; | ||
49.35187716256395,8.01727294921875~Burg Spangenberg~Die Burg [[Spangenberg]]~XXX~XXX~Oberamt Kirrweiler | 49.35187716256395,8.01727294921875~Burg Spangenberg~Die Burg [[Spangenberg]]~XXX~XXX~Oberamt Kirrweiler | ||
Version vom 10. Dezember 2016, 17:43 Uhr
Das Oberamt Kirrweiler (auch: bischöfliches Amt Kirrweiler oder einfach Amt Kirrweiler), war eine Verwaltungseinheit im Hochstift Speyer. Das Oberamt Kirrweiler durchlief seit seiner Ersterrichtung zahlreiche Änderungen des Gebietszuschnitts und seiner Zuständigkeiten[zit 1].
Das Amt Kirrweiler wurde In der Salierzeit um die Abtei St. Lambrecht[1] erweitert. Zum Oberamt zählten auch die Wolfsburg und die Burg Spangenberg. Auch das Amt Marientraut war eine zeitlang dem Oberamt Kirrweiler zugehörig.
Während der Regierungszeit von Bischof Mathias Ramung (1464 bis 1478[2]) wird das Oberamt Kirrweiler als hochstiftische Verwaltungseinheit geführt[3].
Weitere Oberämter und Systematik: Ausfautei Kirrweiler, Oberamt Kirrweiler, Oberamt Neustadt an der Haardt, Oberschultheißerei Edenkoben,
Oberamt Kirrweiler: 49° 38' 4.93" N, 7° 30' 2.56" E
Alsterweiler unterstand dem Oberamt Kirrweiler. Der Oberamtmann wohnte bis 1460 auf der Kestenburg, dann nahm er seinen Sitz im Ort Kirrweiler selbst, im bischöflichen Schloß[4]. Zum Oberamt Kirrweiler gehörten neben Alsterweiler und Maikammer mit Weinsweiler, Diedesfeld, St. Martin, Venningen, Gräfenhausen, Großfischlingen, Freimersheim, Geinsheim, Weyher, Hambach, die Rietburg, die Kestenburg und die Spangenberg. Es unterstanden ihm zudem die Ämter Edesheim, Deidesheim und Marientraut bei Hanhofen. Der Bischof von Speyer hatte über seine Untertanen die Rechte eines "Königs". Er besaß die hohe und peinliche Gerichtsbarkeit, das Recht der Steuer und das Kriegsrecht. Seine Verordnungen über Kirche und Schule galten für das ganze Hochstift Speyer.[5][lit 1] Das Oberamt Kirrweiler war für die u.g. Ort zuständig, soweit es sich um speyerische Leibeigene handelte. Gleichzeitig übte auch das kurpfälzische Gegenstück zu Kirrweiler, nämlich das Oberamt Neustadt an der Haardt Ansprüche auf die pfälzischen Leibeigenen in diesen Orten aus.
"Am 27. Januar 1798 wurden die Beamten des Oberamts Kirrweiler entlassen."[6] Ein Kantonsrichter wurde eingesetzt.
Anordnungen des Oberamts Kirrweiler
Trinken in Wirtschaften
"Die oberamtliche Verordnung um das Jahr 1600 bestimmt wegen des vielen Trinkens in den Wirtschaften an, daß zu Sommerszeiten abends um 8 Uhr und zur Winterszeit um 7 Uhr geläutet werde und daß dann alle Wirtshausbesucher heimzugehen hätten. „Es soll auch kein Wirt über gemelde Zeit ihnen Wein geben. Wo aber ein Wirt solches übertritt und nach der Zeit Wein oder anderes geben wird, der soll ein Pfund Pfennig und ein jeder, so in der Zech ist, 10 Schilling Pfennig, so oft es geschieht, zu der Tätung unnachläßlich geben. Doch sollen fremde Gäste, so bei der Nachtzeit sich züchtig und gebührlich halten, hierein nit gemeint sein."[7]
Feldbebauung
Durch oberamtlichen Befehl vom 29. Januar 1765 wurde beanstandet, daß Leute im Oberamt ihre Felder und besonders die Weinberge schlecht und nachlässig, nicht zu rechter Zeit oder gar nicht baueten. Darum sollten vertraute und verständige Männer bei den Arbeiten Aufsicht führen und Bericht erstatten. Die Lässigen sollten mit Geldstrafen beleqt werden, wovon die Aufpasser die Hälfte bekamen.[8]
Ertragssicherung
Die fürstbischöfliche Regierung suchte stets den Ertraq der Weinberge zu heben zum Vorteil der Untertanen und damit auch zum eigenen Gewinn. So wurde durch oberamtlichen Erlaß vom 6. Oktober 1768 verboten, Erbsen und Bohnen in die Wingertspfade zu setzen, weil das den Reben schade.[9]
Schießverbot
Im Jahre 1771 wurde durch eine oberamtliche Verordnung das Schießen bei Hochzeiten, Kindtaufen und an der Kirchweihe verboten[10]
Kleeanbau
Durch oberamtliche Anfrage vom 31. Juli 1784 mußte von der Gemeinde berichtet werden, ob von dem Ewigen Klee, welcher unter Korn, Spelz oder Gerste gesät, dann aber im folgenden Jahre als förmlicher Kleeacker benutzt wird, der Zehnte errichtet werde und an wen, wenn der Zehnte in Geld gegeben werde, wieviel pro Morgen bezahlt werde.[11]
Hundehaltung
In der Gemeinde ging es nun, nachdem nicht mehr viel zu holen war, ruhig seinen Gang weiter. Nach einem oberamtlichen Befehl vom 26. Juli 1797 durften nur Metzger und Müller und der Viehhirte Hunde halten und diese mußten angebunden bleiben. Alle anderen Hunde mußten abgeschafft werden, weil sie krankes Fleisch von in der Kriegszeit verscharrten Menschen- und Tierleichen aus der Erde gruben, in die Häuser schleppten und Viehkrankheiten verursachten.[12]
Orte im Amt Kirrweiler
Orte und ihre Zugehörigkeit[13] (vollständig)
|
|---|
Urkunden Oberamt (Amt) Kirrweiler
| Ausstellung | |
|---|---|
| LA Sp U 103 Nr.2 | 30 Juli 1580 JL |
Bedienstete im Oberamt Kirrweiler
Bedienstete[15]
Gebiet: Fürstbistum Speyer
Zeitraum: Jahre 1600 bis 1789
Grad: unvollständig
Bedienstete im Oberamt Kirrweiler
|
|---|
Und hier diejenigen, die bereits auf der Seite Alsterweiler belegt sind:
| Hat Arbeitsort | Ist erwähnt | Ist erwähnt in | Hat die Funktion | |
|---|---|---|---|---|
| Adolf Adam Cörver | Landschreibereiamt Kirrweiler Oberamt Kirrweiler Amt Madenburg | 1683 | LA Sp D 1 Nr.72 Stuck (1988) | Beständer Keller Schaffner |
| Dietrich Friedrich Dincker | Amt Marientraut Oberamt Kirrweiler Amt Kirrweiler | 1683 1687 1717 1734 | LA Sp D 2 Nr.192neu LA Sp D 1 Nr.72 LA Sp E6 Nr.20 LA Sp E6 Nr.22 | Beständer Ausfaut Renovator Amtsverwalter Schatzungskommissar |
| Anastasius Spiel | Oberamt Kirrweiler | LA Sp F 2 Nr.51 | Schaffner |
Weblinks
Literatur
- ↑ Leonhardt, Johannes (1928), ‹Geschichte von Maikammer=Alsterweiler›, (1 Hg., 1; Maikammer:) 216 Seiten (CMS 125).
Einzelnachweise
- ↑ Schaab, Meinrad (1963), ‹Territoriale Entwicklung der Hochstifte Speyer und Worms Pfalzatlas (Band I bis IV und zwei Kartenbände)› In: Alter, Willi (Hg.), 2 (Band Pfalzatlas), Speyer. Pfälzische Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften), Seite(n): 760-780) (CMS 305).
- ↑ siehe dazu: saarland-biografien.de/Rammung-Matthias-von
- ↑ siehe dazu: Dreyer, Matthias C.S. und Johannes Weingart (2015) ‹Einwohner von Maikammer und Alsterweiler im Liber secretorum des Bischofs Matthias Ramung von 1469/70› In: Pfälzische Familien- und Wappenkunde. Pfälzisch-rheinische Familienkunde e.V. Hgg.), (Band Band XVIII, Heft 5), Seite(n): 238-242 (CMS 637).
- ↑ Leonhardt (1928), Seite 15
- ↑ Leonhardt, Johannes (1928), ‹Geschichte von Maikammer=Alsterweiler›, (1 Hg., 1; Maikammer:) 216 Seiten. (CMS 125), Seite 14ff.
- ↑ Leonhardt, Johannes (1928), ‹Geschichte von Maikammer=Alsterweiler›, (1 Hg., 1; Maikammer:) 216 Seiten (CMS 125), Seite 40.
- ↑ Leonhardt (1928), ‹Geschichte von Maikammer=Alsterweiler›, (1 Hg., 1; Maikammer:) 216 Seiten (CMS 125)., Seite 167
- ↑ Leonhardt (1928), Seite 136
- ↑ Leonhardt (1928), Seite 136
- ↑ Leonhardt (1928), Seite 32
- ↑ Leonhardt (1928), Seite 136
- ↑ Leonhardt (1928), Seite 39
- ↑ Anmerkung Matzinger: Die Orte sind verlinkt (blau) bzw. rot, wenn noch keine Seite angelegt ist.
- ↑ Entspricht der Numerierung im Pfalzatlas sowohl was den Text betrifft: Schaab, Meinrad (1963), ‹Territoriale Entwicklung der Hochstifte Speyer und Worms Pfalzatlas (Band I bis IV und zwei Kartenbände)› In: Alter, Willi (Hg.), 2 (Band Pfalzatlas), Speyer. Pfälzische Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften), Seite(n): 760-780) (CMS 305) als auch die Karten. Siehe dazu: Schaab, Meinrad (1963), ‹Territoriale Entwicklung der Hochstifte Speyer und Worms Pfalzatlas (Band I bis IV und zwei Kartenbände)› In: Alter, Willi (Hg.), 2 (Band Pfalzatlas), Speyer. Pfälzische Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften), Seite(n): 760-780) (CMS 305).
- ↑ Anmerkung Matzinger: Die Personen sind verlinkt (blau) bzw. rot, wenn noch keine Seite angelegt ist.
Anmerkungen
Zitate
- ↑ Leonhardt, Johannes (1928), ‹Geschichte von Maikammer=Alsterweiler›, (1 Hg., 1; Maikammer:) 216 Seiten (CMS 125):
- Seite 24: …einde dem Oberamt Kirrweiler, „sie wolle nichts mehr mit ihm zu tun…
- Seite 24: …1647 vom Oberamt Kirrweiler 60 Taler. Nach längerem Zu- warten sch…
- Seite 32: …eine vom Oberamt veranlaßte Untersuchung hinreichenden V o r r a t…
- Seite 34: …durch das Oberamt unter Strafandrohung genötigt das Quartier zu kün…
- Seite 35: …t und dem Oberamt mit- geteilt wurden. Entschädigung dafür erhielt…
- Seite 37: …das ganze Oberamt verjagt." Gegen Ende des Jahres bemühten sich die…
- Seite 103: …d auf dem Oberamt Kirrweiler statt. Der Speyerer Fürstbischof Marqu…
- Seite 105: …de an das Oberamt, „daß in allhiesiger Gemarkung das mehrste sich a…
- Seite 112: …echt. Das Oberamt Kirrweiler nahm aber an, daß die Witwe von oem Ve…
- Seite 113: …m das N3 Oberamt sein Gesuch befürwortete, wurde es am 19. J u n i…
- Seite 113: …en. D a s Oberamt unterstützte das Gesuch. A m 9. Juni wurde es gen…
- Seite 117: …eiler, im Oberamt Neustadt gelegen, glaubten aber, daß ihre Gemeind…
- Seite 130: …de an das Oberamt Klage, worauf durch die Illetzgermeister im Beise…
- Seite 130: …durch das Oberamt Kirrweiler festgesetzt wurden: 1764 65 66 68 71 7…
- Seite 136: …Leute im Oberamt ihre Felder und besonders die Weinberge schlecht…
- Seite 139: …e war das Oberamt. Seine Hilfe mußte besonders dann von der Gemeind…
- Seite 174: …nion. Das Oberamt strafte darum den Jakob um einen halben Taler. A…
- Seite 198: …hule; das Oberamt Kirrweiler mußte da- gegen einschreiten. 1719 ste…
Urkunden
Begriffe
Kategorien
Oberamt Kirrweiler gehört den Kategorien an: Oberamt, Hochstift Speyer
Matzinger sagt: "letzte Überarbeitung der Seite 10.12.2016". Alle Rechte der Seite bei ©Matthias C.S. Dreyer. Der Name dieser Seite lautet: Oberamt Kirrweiler. Nutzen Sie zur Zitierung für Ihr Werk folgende vollständige Angabe: https://www.alsterweiler.net/wiki/Oberamt Kirrweiler ©Matthias C.S. Dreyer /abgerufen am 20.04.2026 ↑... Seitenanfang
Referenzierungen
- ^ Titel: Geschichte von Maikammer=Alsterweiler.
Schlüssel: Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Seiten#Seite_167/2
Seite: Seite_167/2
Zitat: Die oberamtliche Verordnung um das Jahr 1600 ordnet wegen des vielen Trinkens in den Wirtschaften an, daß zu Sommerszeiten abends um 8 Uhr und zur Winterszeit um 7 Uhr geläutet werde und daß dann alle Wirtshausbesucher heimzugehen hätten. „Es soll auch kein Wirt über gemelde Zeit ihnen Wein geben. Wo aber ein Wirt solches übertritt und nach der Zeit Wein oder anderes geben wird, der soll ein Pfund Pfennig und ein jeder, so in der Zech ist, 10 Schilling Pfennig, so oft es geschieht, zu der Tätung unnachläßlich geben. Doch sollen fremde Gäste, so bei der Nachtzeit sich züchtig und gebührlich halten, hierein nit gemeint sein.
Übertragung: Eine Übertragung fehlt.
Anmerkung: Regelung für Wirtschaften, Wirt, Verordnung im Oberamt Kirrweiler.
Es gibt keine Notes.
Schlagwort: Alsterweiler · Wirt · Wirtschaft · Läuten · Trinken
Quelle:
Vorkommnis: Ein Datum für das Vorkommnis fehlt.
Vorkommnistag: Eine Tagesangabe (Vorkommnistag) fehlt.
Stufe: 2
Sammlung: Alsterweiler
LINK: Wirtschaft
Eine urn fehlt.
Eine PDF-Angabe fehlt.
WIKI: Leonhardt (1928)/Seite_167/2 - a b Titel: Dienerbücher des Bistums Speyer (1464-1768).
Schlüssel: Dienerbücher des Bistums Speyer (1464-1768)/Eintrag#Eintrag_526
Seite: Eintrag_526
Zitat: Gordiné, Philipp Ludwig. 1748 IV 23 Oberamtsrat und Ausfaut zu Kirrweiler (335, 244; 336, 252).
Übertragung: Philipp Ludwig Gordiné Oberamtsrat und Ausfaut zu Kirrweiler.
Es gibt keine Anmerkung.
Es gibt keine Notes.
Schlagwort: Philipp Ludwig Gordiné · Oberamtsrat · Ausfaut · Kirrweiler
Quelle:
Vorkommnis: Ein Datum für das Vorkommnis fehlt.
Vorkommnistag: Eine Tagesangabe (Vorkommnistag) fehlt.
Stufe: 4
Sammlung: Alsterweiler
Ein Link fehlt.
Eine urn fehlt.
Eine PDF-Angabe fehlt.
WIKI: Philipp Ludwig Gordiné