Weinsweiler

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Weinsweiler (auch: Wynsthweyler[1], Wynschweyler[2]), wohl nie eine eigenständige Gemeinde[3], ist eine Wüstung[beg 1]. Die ehemalige Ortslage ist Teil des Gemeindegebiets von Maikammer[lit 1].

Weinsweiler: 49° 17' 46", 8° 7' 53"
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Lage

Wingerthaus.jpg
Lage Weinsweiler

Johannes Leonhardt schreibt in seiner Geschichte von Maikammer=Alsterweiler: "Auf dem Weinsper lag bis ins 18. Jahrhundert der Weinsweiler Hof. Seine Lage wird in Urkunden als oberhalb des Schlangengäßel angegeben (...). Aus vielen Angaben läßt sich schließen, daß der Hof auf der Fläche stand, wo heute das Häuschen von Ökonomierat A. Spies steht."[4] [5] [6][7])

Max Lothar Schmitt veröffentlicht in "Die Rheinpfalz" folgende Überlegungen, die "in einer alten Gemarkungsbeschreibung stehen: ...Uff dem Überfeld und von dem selben Stein an bis uf dem Forstweg an, biss ahn das Bild das obwendig den Weinsweiler Häuser steht, und von demselben Bild als bis uff ein Stein, steht im Mandelgarten...". Leider helfen diese Beschreibungen nicht weiter, (so Schmitt) weil der Bildstock nicht mehr steht.

Im Landesarchiv Speyer wird ein Bethbuch aus dem Jahr 1684 verwahrt. [8] "In diesem Grundsteuerkataster sind alle Grundstücke verzeichnet[,] von denen die Bede als Steuer bezahlt werden mußte. Das Hofgut selbst war als von der Bede befreit. Darin ist ein Johann Niclas Laubach genannt[,] dessen Weinberg an der einen Seite an das Schlangengäßel und auf der anderen Seite an das Dalbergische Gut stößt. Der Weinberg von Hans Melchior Bleich liegt im Linsenfeld und stößt auch an das Dalbergische Gut. Die Weinberge am Weinsper Hebbel dagegen stossen nie an das Hofgut. Das Hofgut selbst wird in einer Güterbeschreibung der Herren von Dalberg mit 11 Morgen Weinberge Äcker und Wiesen angegeben. Aus den Angaben im Bethbuch kann man die Lage des Gutes näher bestimmen." [9]

Gründung und Untergang

In die Zeit des 7. bis des 10. Jahrhundert fällt die Entstehung der Weilerorte als fränkische Siedlungen. So entstanden Alsterweiler westlich von Maikammer am Rand des Gebirges und auf dem Weinsperhügel Weinsweiler (Weiler des Wino, eines fränkischen Edlen) als Tochtergemeinden von Maikammer.“ [web 1] [web 2]


Heinz Wittner äußerst sich in einem Beitrag zur Gemeinde Weinsweiler wie folgt: "Ernst Christmann schreibt in seinen 'Siedlungsnamen der Pfalz', Teil 1, auf Seite 621: ,,1530 Weinsweiler nur noch ein Hof". Dem wird von Martin Dolch und Albrecht Greule: [10] widersprochen: "Um 1500 war die Siedlung vergangen und das Land Bestandteil der Gemarkung von Maikammer; der FlN (Flurname) hielt sich bis zur Gegenwart. Lehmanns Angabe (Burgen 298), daß Weinsweiler 1530 noch ein Hof gewesen sei, ist unzutreffend; schon um 1500 ist nur noch der FlN vorhanden." [11]

"Christmann und Dolch/Greule widersprechen sich. War der Hof wirklich schon 1500 verschwunden oder wurde hinterher dort wieder ein neuer Hof errichtet? Auf jeden Fall gab es dort noch vor dem 30jährigen Krieg den dalbergischen Hof. Im ältesten katholischen Kirchenbuch von Maikammer hat der Pfarrer 1602 ein Einwohnerverzeichnis eingefügt, in dem es unter Alsterweiler unter der Nummer 77 heißt: ,Jtem der HOFFMAN Ihm Winschbarhoff. Sind Widertäffer." Von anderer Hand eingefügt: ,,# [16]06 itzund"." [12]

Urkunde vom 7. Mai 957

Urkunde mit dem Hinweis auf das Jahr 957

Rudolf von Leimersheim tauschte im Jahr 957 (am 7. Mai, dem Gründonnerstag) Güter mit Bischof Gottfried von Speyer. [13] Rudolf erhält Weinberge in Weinsweiler (damals Winiswilare). [14] [15]

Eine zweite Urkunde ist im Jahr 960, ebenfalls in Speyer, ausgestellt. Eine Abschrift der Urkunde wird im Generallandesarchiv in Karlsruhe aufbewahrt und trägt die Bezeichnung Codex minor. Rudolf vermacht dem Bischof Güter, Rechte und Personen (Leibeigenschaften) in den Orten Leimersheim, Rülzheim, Essingen, Fischlingen, Lachen, Nußdorf, Dammheim, Vorachheim und "alles was er im Speyergau besitzt". Davon ausgenommen ist der "Waffenschmied". Im Gegenzug übergab der Bischof Güter und zwei Zehntkirchen in Venningen, Weinsweiler, Mothern und Illingen zur lebenslangen Nutzung. Mit dem Tod von Rudolf von Leimersheim sollten alle Güter zurück an den Bischof fallen. In der Urkunde von 960 stimmen die Söhne Rudolfs, Rudolf und Konrad dieser Schenkung zu. Da bei dieser Schenkung vermutlich auch königliche Rechte betroffen waren, bestätigt König Otto (der Große) diese Schenkung. Schreiber der Urkunde ist Priester Winnibert. Das besondere an beiden Urkunden ist die Ersterwähnung mehrerer Gemeinden, darunter Weinsweiler.

Die Schenkung war für den Bischof Gottfried von Speyer ein großer Zugewinn an weltlicher Macht. [16]

Seelbuch Georgenhospital nach 1310

Ausschnitt aus Seelbuch des Georgenhospitals Speyer mit den Einträgen zu Weinsweiler

Erwähnung der Schreibweise Winswilre im Seelbuch des Georgenhospitals zu Speyer, im Zeitraum nach 1310 (Anmerkung Matzinger: das Datum ist unklar, weil die Einträge nicht eindeutig festzulegen sind). [17]

fol.238
"Item Cunradus filius Gerbotonis in Winswilre X solidos denariorum de curia et de pomerio et de VII 1/2 iugere agrorum campestrium." Weingart (2001)
fol.239
"Item Hedewigis de Winswilre relicte Volmari XXXa denarios de II 1/2 iugere agri et uno duali. Hec bona sunt sua dimidia." Weingart (2001)
fol.240
"Item Petrussa uxor Cunradi fabri Budegerin in Winswilre I solidum denariorum de bonis ibidem que legaverunt infirmis post mortem ipsorum." Weingart (2001) [18].

Vornamen Nachname Text Anmerkung
Hedwig Volmar Hedewigis de Winswilre "relicte" Volmari (Hedwig (verwitwet) Volmar) Der Eintrag stammt aus der Zeit nach 1310 - jedenfalls frühes 14. Jahrhundert. Es kann nicht ganz ausgeschlossen werden, daß auch Hedwig eine geborene Budeger war. Zudem muss offen bleiben, ob es sich bei Volmar um einen Familiennamen handelt.
Conrad Budeger Ehemann der Petrussa, war von Beruf Schmied und war wohl bereits verstorben.
Petrussa Budeger Ehefrau (uxor) des Conrad Budeger, Schmied in Weinsweiler.
Gerbot Budeger Vater des Conrad (wohl Budeger, wie oben) filius Gerbotonis.

Damit ist die Ableitung "der Volmarn Hof" erklärbar, wie sie unter #Liber Secretorum des Bischofs Matthias Ramung erscheint. Zudem lebte wohl auch eine Familie Budeger auf dem Hof.

Belehnung 1320

In einer Urkunde aus dem Jahr 1320 (HStAD B 15 Nr.40) belegt Merkelin von Kropsburg (Markward von Friesenheim (der Ältere)): Belehnung von Johann Kämmerer von Worms (Bruder des Gerhard)[anm 1]. [urk 1]

Güter: In der Mark von St. Martin oder zu Maikammer und Winnsweiler, ein Hof zu Venningen (vom Bischof von Speyer) und Weingülten (von Graf Friedrich von Leiningen (Lilingen) dem Herrn von Ochsenstein hat.

Zustimmung erteilt: Anselm von "Berwerstein" (Berwartstein), Onkel mütterlicherseits von Merkelin von Kropsburg. [19]

Lehnbuch des Hochstifts Speyer 1343/47

Das älteste Lehnbuch des Hochstifts Speyer ist in der Mitte des 14. Jahrhunderts entstanden.

Eintrag Nr. 118 Coquinarius - K Item redditus 40 h in Winswilr super domo relicte quondam Wernheri notarii civitatis Spirensis.[20]

Eintrag Nr. 120 Spiserius - K Item redditus 13 ß h super quibusdam certis bonis Wernheri de Venyngen in Wynswilre sitis.[21]


Anhang II her Engelhart von Wynsperg (Winsperg).[22]

Testament Hartmann Brunward 1379 mit Gütern an Kloster Eußerthal und Kloster Heilsbruck

Unter dem Verzeichnis LA Sp F 7 Nr.808 wird im Landesarchiv Speyer eine richterliche Bestätigung zum Testament des Hartmann Brunward aufbewahrt. Darin heißt es:
"Bestätigung der Richter des Speyerer Hofgerichtes, dass Walther von Bruchsal, Dompfründner zu Speyer, das Testament des päpstlichen Prokurators Hartmann Brunward vorgelegt hat, mit dem verschiedene Güter, Rechte und Zinsen an das Kloster Eußerthal und an das Kloster Heilsbruck übertragen werden, mit diesen verbunden ist das Abhalten von Jahrgedächtnissen. Das Kloster Heilsbruck erhält:

  • eine halbe Ohm Wein von einem Weinberg uf der helten,
  • eineinhalb Ohm reinen Wein von zwei Jucharten Weinberg uf der oberen helten,
  • eine Ohm reinen Wein von einer Juchart Weinberg im Bolental,
  • eine Ohm reinen Wein von Haus und Hofreite genannt in der hübe[23]
  • zwei Loge in Wein von einem Juchart Weinberg gelegen in der hübe,
  • eine halbe Ohm reinen Weins von einer Juchart Weinberg imjungstück,
  • eineinhalb Ohm reinen Weines von einer Juchart Weinberg ufder heyde,
  • eine Ohm reinen Weines von einem Juchart Weinberg an der mulgaßen,
  • eine Ohm reinen Weines von anderthalb Jucharten Weinberg in demfogelsange,
  • eine halbe Ohm reinen Wein von einer Juchart Weinberg gelegen ufdem wynswiler,
  • eine halbe Ohm reinen Weines von zwei Jucharten und einem Viertel Weinberg gelegen bi croners mule genant der verwer,
  • eine und eine halbe Logel reinen Weines von einer Juchart Weinberg genant an dem sperbaume,
  • eine Logel reinen Weines von von einer Juchart Weinberg genant an dem Eychelberge,
  • außerdem zwei Kapaune von Haus und Hofreite von Peter dem Weber.

Die Grundstücke liegen alle in der Gemeinde Maikammer in der Diözses Speyer (in villa menkemern spirensis diocesis Sita)."[24]

Liber Secretorum des Bischofs Matthias Ramung

Im Liber secretorum Matthiae wird ein Volmarhof erwähnt. Der Eintrag lautet:

"folio 265 r, Kyrwiler Inname, (7. Eintrag), Item I gulden vor I malter saltz von der volmarn hoff zu meynkemern"
#Übertragung Matthias C.S. Dreyer /Korrektur Johannes Weingart/23. November 2016

Verzeichnet sind Einnahmen im Oberamt Kirrweiler. Genannt wird ein Hof des Volmar (bzw. seiner Witwe im Genetiv "der Volmarn Hof") in Maikammer[25]. Von dort waren 1 Gulden für 1 Malter Salz über das Oberamt Kirrweiler an das Hochstift Speyer zu zahlen.

Für diesen Zeitraum liegt eine vollständige Erfassung der Einwohner von Maikammer und Alsterweiler vor. In dieser Liste wird der Volmar-Hof oder eine Familie Volmar nicht erwähnt. Allerdings findet sich im Seelbuch des Georgenhospitals ein passender Eintrag, der jedoch auf das 14. Jahrhundert (1310/1320) zu datieren ist.[26]. Demnach handelte es sich um eine Hedwig Vollmar, was zu der Bezeichnung "der volmarn hoff" passen würde.

Heylspruck Schaffney Zinsbuch de Anno 1489

Unter dem Verzeichnis LA Sp F 2 Nr.35b wird im Landesarchiv Speyer das Zinsbuch der Schaffnerei des Klosters Heilsbruck verwahrt. Darin wird Weinsweiler mehrfach, mit unterschiedlichen Schreibweisen, erwähnt.

fol.46v "Item uff dem velde naher Odenkoben. Zum Ersten neun morgen gelegen neben dem Bornzale und zyehet uf den wege da man hynget geyn Wynsthweyler. Item drey morgen gelegen in dem Bornzale, ein seyt neben Peter Schuchsutter von Odenkoben und anwendet uf Junckher Heynrich Brodels acker. Item drey morgen zyehent uf die Strass, gelegen neben Junckher Damyan und ander seyt neben Hennel Egelman und zyehent uf den wege da man hynget in das loch."

fol.46 "Item ein morgen, der da zyehet uf die strass außen an dem Bornzale, gelegen ein seyt neben Dolde [... ]besackh von Kyreweyler, anderseyt neben [...] Brodeln acker. Item ein morgen, der da [... ]straß, gelegen neben Peter Schuchsutter [...]. Item neun morgen neben Serches bur[...] uf den wege under Wynschweyler."

Speyerer Domkapitel 1523

Das Domkapitel Speyer verhandelt am 17. Januar 1523 über Abgaben am Weynsperg.

"Da Hans von Krobsperg zu Meinkemmer wiederum den Weinzehnten am Weynsperg eingenommen hat, der doch nicht ihm, sondern den Präbenden zusteht, soll zunächst der keller befragt werden, ob er mit ihm darüber verhandelt hat. Nötigenfalls soll schriftlich angefragt werden." [27]

Name

Seelbuch des Georgenhospitals Speyer

Erwähnung der Schreibweise Winswilre im Seelbuch des Georgenhospitals zu Speyer, im Zeitraum nach 1310 (Anmerkung Matzinger: das Datum ist unklar, weil die Einträge nicht eindeutig festzulegen sind). [28]

Weinsperhof in Leonhardt (1928) Seite 335 im Einwohnerverzeichnis von 1602.

Die Gesamtgewanne Weinsper teilte sich auf in: Weinsper, Bill-Weinsper, Weinsperberg und Loch-Weinsper (Loch = Loog = Grenze) [29]

Als Winschbarhoff wird der Ort bzw. das verbliebene Hofgut im katholischen Kirchenbuch von Maikammer im Jahr 1602 bezeichnet [30].



Bewohner

Als Einwohner von Winswilre werden im Seelbuch des Georgenhospitals Speyer genannt [31]:

Vornamen Nachname Text Anmerkung
Konrad Gerbot Cunradus filius Gerbotonis (Konrad (Sohn des) Gerbot) Der Eintrag stammt aus der Zeit nach 1310 /jedenfalls frühes 14. Jahrhundert.
Hedwig Volmar Hedewigis de Winswilre "relicte" Volmari (Hedwig (verwitwet) Volmar) Der Eintrag stammt aus der Zeit nach 1310 /jedenfalls frühes 14. Jahrhundert.
Petra Budeger Petrussa uxor Cunradi fabri Budegerin in Winswilre (Petra,Ehefrau von Konrad des Schmieds Budeger) Budegerin ist die Bezeichnung für die Frau oder Witwe des Bottichmachers.[beg 2].Der Eintrag stammt aus der Zeit nach 1310 /jedenfalls frühes 14. Jahrhundert.

Mit einem Eintrag im lutherischen Kirchenbuch von Rhodt unter Rietburg wird ein Hinweis auf den Ort Weinsweiler gegeben. Über einen längeren Zeitraum haben dort Mennoniten gelebt.

"Es ist ein Bürger alhir gewesen, nahmens Johannes HELD, der sich wol 16 Jahr zur Augspurgischen Confession bekennet, hat Gottes Wort gehört, und sich bey dem Hochwürdigen Abendmahl zu rechter Zeit eingestellet, ist zwar von wiedertäfferischen Eltern zu Edighoven im Weinschwer Hauß gebohren worden, aber er selbst hat vermeinet, er were getaufft, in deme man vorgegeben hat der dalbergische Keller auff Kropsperg hette ihn der Mutter genommen und zu Meykammer geschwind taufen lassen; da man aber erfahren, daß es sein Bruder sey gewesen, ist fürstl. Marggrfl. Befehl kommen, daß er von mir Joh. Christoph FRANCK alß ordentlicher Pfarrer alhir in offentlicher Kirchenversamblung solte getaufft werden, welches denn geschehen in praesentia Nobilissimi", Johannes HELD, ein Mann "beyläuffig von 40 Jahren". [32] Johannes HELD heiratete am 8.12.1639 in Rhodt unter Rietburg Barbara LACHENMAYER get. 5.7.1612 in Rhodt unter Rietburg, begraben am 20.9.1670 in Rhodt unter Rietburg. [33]

Das erwähnte Weinschwer Hauß war ein dalbergisches Hofgut auf halbem Weg zwischen Maikammer und Edenkoben. Es gilt als "letzter Rest" des Dorfes Weinsweiler. "Ab 1366 ist immer nur noch von einem Hof(gut) die Rede. Das Dorf selbst war anscheinend schon in Abgang gekommen." [34]

Auch im ältesten katholischen Kirchenbuch von Maikammer weist der Pfarrer in einem Einwohnerverzeichnis von 1602 auf den Hof hin: "Item der HOFFMANN Ihm Winschbarhoff. Sind # Widertäffer." Von einer anderen Hand eingefügt "#[16]06 itzund". [35]

Im Bürgerbuch von Edenkoben ist der Vater des oben genannten Johannes HELD auszumachen. Es handelt sich um Andres HELD, dalbergischer Hofmann in Weinsperhof (Wüstung). Andres heiratete Catharina N., ebenfalls Mennonitin. Sie hatten einen Sohn, nämlich Johannes, geb. 1616 im Weinsperhaus in Edenkoben. Ein zweiter Sohn wurde in Maikammer getauft. Sein Name ist unbekannt[36].

Vornamen Nachname Zugehörigkeit Familienstand Ehefrau Zugehörigkeit Anzahl der Kinder
Andres Held verheiratet Catharina N. Dalberg 2 Kinder
Johannes Held verheiratet Barbara Lachenmayer Dalberg 0 Kinder
N.N. (Sohn 2) Held 0
Barbara Lachenmayer

Ausweich Weinsper

Die Pfälzer Oberlandbahn (im Volksmund kurz „Oberlandbahn“ oder auch „Die Schneck“ genannt) war eine elektrisch betriebene Schmalspurbahn, die von 1912 bis 1955 auf einer Streckenlänge von 22,8 km in der Südpfalz betrieben wurde. Bei Kilometer 8,0, gerechnet von Neustadt an der Weinstraße lag der "Ausw. Weinsper"[37][38] [lit 2].

Weblinks

  1. *weinsweiler.de Ortsteil Weinsweiler
  2. *wynigen.ch/de/portrait/geschichte/?action=showinfo&info_id=4022 Wynigen in der Schweiz / Anmerkung Matzinger: Der Ort leitet seinen Namen ebenfalls von einem "Wino" ab. -igen weißt auf eine alemannische Siedlungsnahme hin, die bereits um die Jahre 400 bis 500 n.Chr. stattfand.

Literatur

  1. Literatur zu Weinsweiler, Stand: 16. Juli 2016:
    • Dolch, Martin, Greule, Albrecht (1991), ’Historisches Siedlungsnamenbuch der Pfalz’, Speyer (Pfälzische Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, Speyer, Band/Ausgabe:) Seiten. (CMS 82).
    • Frey, Michael (1836), ’Versuch einer geographisch-historisch-statistischen Beschreibung des kön.-bayr. Rheinkreises’, (Band/Ausgabe: 1-4) Seiten. (CMS 614).
    @(S.117) „Weinsweiler, 1530 ein seitdem eingeganger Hof zwischen Maikammer und Edenkoben. Lehm. Burg. II 298“Heintz, August@(S.87)
    • Hessisches Staatsarchiv Darmstadt, (HStAD) (2009 Mai 01), ‹Urkunden der Familie Dalberg (Kämmerer von Worms, gen. von Dalberg)› Auf Internetseite: Hessisches, Staatsarchiv Darmstadt (Hg.) ‹http://www.hadis.hessen.deÖ/scriptsÖ/ÖHADIS.DLL/print?SID=.›, (Version/Abruf:) Seite(n): (CMS 146).
    • Kroszewski, Hans-Ulrich (1996), ’Die «Schneck» Tagebuch einer Straßenbahn 1915-1931’, Maikammer (Selbstverlag, Maikammer, Band/Ausgabe:) Seiten. (CMS 126).
    • Leonhardt, Johannes (1928), ’Geschichte von Maikammer=Alsterweiler’, Maikammer (Selbstverlag, Maikammer, Band/Ausgabe: 1) 216 Seiten. (CMS 125).
    • (1986), ’Ortschronik Maikammer-Alsterweiler. T. 1. Geschichte von Maikammer- Alsterweiler, von Johannes Leonhardt 1928. T. 2. Chronik von Maikammer-Alsterweiler ab 1928 und Chronik der Verbände und Vereine 1986, von Johannes Damm u. Hans Treptow.’, Maikammer (Hg. Ortsgemeinde, Maikammer-Alsterweiler, (Ortsgemeinde Maikammer, Maikammer, Band/Ausgabe:) Seiten. (CMS 8).
    • Remling, Franz Xaver (1975), ’Geschichte der Bischöfe zu Speyer’, Pirmasens (J. Richter, Pirmasens, Band/Ausgabe:) Seiten. (CMS 49).
    • Rödel, Volker (1988), ’Palatia Sacra. Teil 1 Bistum Speyer’, Mainz (Band 1 Die Stadt Speyer, Gesellschaft für Mittelrheinische Kirchengeschichte, Mainz, Band/Ausgabe: Teil 1, Band 1) Seiten. (CMS 96).
    • ——— (1988), ’Palatia Sacra. Teil 1 Bistum Speyer’, Mainz (Band 4 Landdekanat Weyher, Gesellschaft für Mittelrheinische Kirchengeschichte, Mainz, Band/Ausgabe: Teil 1, Band 4) Seiten. (CMS 96).
    • Schaab, Meinrad (1963), ‹Territoriale Entwicklung der Hochstifte Speyer und Worms› In: Pfalzatlas (Band I bis IV und zwei Kartenbände). Alter, Willi (Hg.), (Pfälzische Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, Speyer) Band 2, Seite(n): 760-780. (CMS 305).
    • Franz (unveröffentlicht) Schmidt (2015), ‹Übertragung - Heylspruck Schaffney Zinsbuch de Anno 1489 (Kloster Heilsbruck Edenkoben)›. Club Sellemols (LA Sp F 2 (Landesarchiv Speyer)), Bestand: 35b, Nr(n): 100(plus)folianten, (CMS 373).
    • Schmitt, Max Lothar (2007 Dezember 28), ‹Gütertausch zwischen Bischof und Leimersheimer Rudolf (957)›, In: Die Rheinpfalz (Tageszeitung), Ausgabe: Land/Service, Seite 1. (CMS 617).
    • ——— (2007 Dezember 29), ‹Elf Morgen Weinberge, Äcker und Wiesen - Lage des ehemaligen Weinsweilerer Besitzes lässt sich aus alten Grundsteuerkarten erschließen.›, In: Die Rheinpfalz (Tageszeitung), Ausgabe: Land/Region, Seite 1. (CMS 618).
    • Schweikart, Wilfried (2006), ’Essingen - Jahresringe eines Dorfes’, Essingen (Schrift und Druck Hammer GmbH, Essingen, Band/Ausgabe:) Seiten. (CMS 89).
    • Weingart, Johannes, Zimmermann, Karl Josef (2001), ’Das Seelbuch der Pfarrkirche und Leonhards-Bruderschaft zu Steinmauern’, (Sonderdruck aus dem Freiburger Diözesan-Archiv, Band/Ausgabe: 121. Band Dritte Folge - Dreiundfünfzigster Band) 156 Seiten. (CMS 40).
    • Wittner, Heinz R. (2002) ‹Wiedertäufer auf dem Weinsperhof im 17. Jahrhundert› In: Pfälzische-rheinische Familienkunde. Pfälzisch-Rheinische Familienkunde e.V. (Hg.), Band/Ausgabe: XV, Heft 2, Seite(n): 103f, Selbstverlag, Ludwigshafen am Rhein, (CMS 123).
  2. Zum Thema Oberlandbahn:
    • Kroszewski, Hans-Ulrich: Die „Schneck“. Tagebuch einer Straßenbahn. Die Pfälzer Oberlandbahn 1915–1931. Hekma-Verlag, Maikammer 2002
    • Kroszewski, Hans-Ulrich: Die „Schneck“. Tagebuch einer Straßenbahn. Die Pfälzer Oberlandbahn 1932–1955. Hekma-Verlag, Maikammer 2002
    • Kroszewski, Hans-Ulrich: Geschichten von der „Schneck“. Die Pfälzer Oberlandbahn in der Erinnerung. Hekma-Verlag, Maikammer 2003
    • Kroszewski, Hans-Ulrich: Die „Schneck“ in Bildern. Hekma-Verlag, Maikammer 2006

Einzelnachweise

  1. siehe dazu LA Sp F 2 Nr.35b
  2. siehe dazu LA Sp F 2 Nr.35b
  3. Anmerkunge Matzinger:Ähnlich wie im Falle von Alsterweiler ist davon auszugehen, daß es sich auch bei Weinsweiler um eine Ausgründung des Hauptortes Maikammer handelt
  4. Leonhardt, Johannes (1928): Geschichte von Maikammer-Alsterweiler. Chronik von Maikammer-Alsterweiler ab 1928 und Chronik der Verbände und Vereine 1986. Unter Mitarbeit von Damm, Johannes und Treptow, Hans. Maikammer. Seite 136, Unter Bezugnahme auf: Frey, I.M.: Versuch einer geographisch-historisch-statistischen Beschreibung des K. B. Rheinkreises, Speyer 1838. (Anmerkung Matzinger: Frey, Michael: Versuch einer geographisch-historisch-statistischen Beschreibung des königlich-bayerischen Rheinkreises, 4 Bde., Speyer 1836-1837 (ND Pirmasens 1975)).
  5. Anmerkung Matzinger: Auf der Internetseite weinsweiler.de heißt es dazu: "Eine schöne Vorstellung der kleine Tempel auf dem Heiligenberg als Ort wo früher Weinsweiler lag."
  6. vgl. dazu: weinsweiler.de
  7. Anmerkung Matzinger: offensichtlich wird die Seite nicht weiter gepflegt / 4. November 2008.
  8. Anmerkung Matzinger: Das ist doch sehr unpräzise. Es handelt sich um das Bethbuch...
  9. Schmitt, Max Lothar (2007/29. Dezember): Elf Morgen Weinberge, Äcker und Wiesen Ort und Hofgut Weinsweiler in Urkunden von 1050 Jahren erwähnt.. In: Die Rheinpfalz 301: Land/Region.
  10. Historischen Siedlungsnamenbuch der Pfalz, Seite 483
  11. Wittner, Heinz: "Wiedertäufer auf dem Weinsperhof im 17. Jahrhundert", in: Verein Pfälzisch=Rheinische Familienkunde, (Hg.), Pfälzisch=Rheinische Familienkunde Band XV, Heft 2, Ludwigshafen am Rhein: Selbstverlag 2002, S. 103 und 105
  12. Wittner, Heinz: "Wiedertäufer auf dem Weinsperhof im 17. Jahrhundert", in: Verein Pfälzisch=Rheinische Familienkunde, (Hg.), Pfälzisch=Rheinische Familienkunde Band XV, Heft 2, Ludwigshafen am Rhein: Selbstverlag 2002, S. 103 und 104
  13. Remling, Franz Xaver (1975) Geschichte der Bischöfe zu Speyer. Pirmasens, J. Richter, Seite 236 bis 238. Anmerkung Matzinger : Es handelt sich um Gottfried den I., der in der Zeit von 952 bis (16. Mai) 960 als Bischof in Speyer wirkte. Gottfried war nach der Zählung Remlings der 19. Bischof von Speyer.
  14. Generallandesarchiv (GLA) Karlsruhe, Bestand 67 (Kopialbücher) Nr. 448.
  15. vgl. auch: Schweikart, Wilfried: Essingen - Jahresringe eines Dorfes, Essingen: Schrift und Druck Hammer GmbH 2006, Seite 60ff.
  16. Ziegler, Urban (1974): Die Geschichte des Kurbrunnens (Edenkoben) aus der Sicht Maikammerer Urkunden: Edenkobener Heimatbrief, Bd. Nr. 38, Weihachten 1974, S. letzten Seiten
  17. Weingart, Johannes; Zimmermann, Karl Josef (2001): Das Seelbuch des St. Georgenhospitals zu Speyer. Speyer: Pilger-Verl., Seite 179, fol. 86 verso, Nrn. 238, 239, 240.
  18. alle aus: Weingart, Johannes und Karl Josef Zimmermann (2001), ’Das Seelbuch des St. Georgenhospitals zu Speyer’, Speyer (Schriften des Diözesan-Archivs Speyer, Pilger-Verlag, Speyer, Band/Ausgabe: Bd. 29) Seiten. (CMS 46), Seite 179 folii 238-240.
  19. HStAD Best. B 15 Nr. 40 aus dem Jahr 1320
  20. Andermann, Kurt (1982): Das älteste Lehnbuch des Hochstifts Speyer. In: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins 130, Seite 48
  21. Andermann, Kurt (1982): Das älteste Lehnbuch des Hochstifts Speyer. In: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins 130, Seite 49
  22. Andermann, Kurt (1982): Das älteste Lehnbuch des Hochstifts Speyer. In: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins 130, Seite 53
  23. Übertragung darf angezweifelt werden. Der Gebrauch des Umlautes war unüblich. Matzinger tendiere zu "Hube", was dann möglicherweise auf einen Hubhof hinweisen würde.
  24. Schmitt Franz (unveröffentlicht) Kloster Heilsbruck (1489), Heylspruck Schaffney Zinsbuch de Anno 1489 (Heilsbruck). Kloster Heilsbruck. Bestand: 35b; Nr(n): 100(plus)folianten, (CMS 373), Seite 9.
  25. wie an anderer Stelle gezeigt: Meynkemern = Maikammer
  26. Weingart, Johannes; Zimmermann, Karl Josef (2001): Das Seelbuch des St. Georgenhospitals zu Speyer. Speyer: Pilger-Verl., Seite 179, fol. 86 verso, Nrn. 238, 239, 240.
  27. Krebs, Manfred: Die Protokolle des Speyerer Domkapitels II. Band 1517-1531, Stuttgart: Kohlhammer 1969 (Veröffentlichungen der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg, Reihe A Quellen, 21. Band), Seite 91, Eintrag Nr. 5933
  28. Weingart, Johannes; Zimmermann, Karl Josef (2001): Das Seelbuch des St. Georgenhospitals zu Speyer. Speyer: Pilger-Verl., Seite 179, fol. 86 verso, Nrn. 238, 239, 240.
  29. Ziegler, Urban: Die Geschichte des Kurbrunnens (Edenkoben) aus der Sicht Maikammerer Urkunden: Edenkobener Heimatbrief , Bd. Nr. 38, Weihachten 1974, S. letzten Seiten.
  30. Wittner, Heinz: "Wiedertäufer auf dem Weinsperhof im 17. Jahrhundert", in: Verein Pfälzisch=Rheinische Familienkunde, (Hg.), Pfälzisch=Rheinische Familienkunde Band XV, Heft 2, Ludwigshafen am Rhein: Selbstverlag 2002, S. 103 und 104
  31. Weingart, Johannes; Zimmermann, Karl Josef (2001): Das Seelbuch des St. Georgenhospitals zu Speyer. Speyer: Pilger-Verl., Seite 179, fol. 86 verso, Nrn. 238, 239, 240.
  32. Verein Pfälzisch=Rheinische Familienkunde (Hg.): Pfälzisch=Rheinische Familienkunde Band XV, Heft 2, Ludwigshafen am Rhein: Selbstverlag 2002, Seite 103f.
  33. Verein Pfälzisch=Rheinische Familienkunde (Hg.): Pfälzisch=Rheinische Familienkunde Band XV, Heft 2, Ludwigshafen am Rhein: Selbstverlag 2002, Seite 103f. Anmerkug Matzinger: Die Darlegungen basieren auf einer Arbeit von Hans Ulrich Pfister aus Winterthur, der die Familie Hitschler untersucht hat.
  34. Verein Pfälzisch=Rheinische Familienkunde (Hg.): Pfälzisch=Rheinische Familienkunde Band XV, Heft 2, Ludwigshafen am Rhein: Selbstverlag 2002, Seite 103f.
  35. Verein Pfälzisch=Rheinische Familienkunde (Hg.): Pfälzisch=Rheinische Familienkunde Band XV, Heft 2, Ludwigshafen am Rhein: Selbstverlag 2002, Seite 103f.
  36. Verein Pfälzisch=Rheinische Familienkunde (Hg.): Pfälzisch=Rheinische Familienkunde Band XV, Heft 2, Ludwigshafen am Rhein: Selbstverlag 2002, Seite 103f.
  37. vgl. dazu: de.wikipedia.org/wiki/Pfälzer_Oberlandbahn
  38. Kroszewski, Hans-Ulrich: Die „Schneck“. Tagebuch einer Straßenbahn. Die Pfälzer Oberlandbahn 1905–1914. Hekma-Verlag, Maikammer 2002, ISBN 3-9808288-0-8 / Anmerkung Matzinger: weitere Erläuterungen zur "Schneck" siehe Literatur

Anmerkungen

  1. Matzinger: siehe dazu auch Kredenburg

Zitate

Urkunden

  1. HStAD Best. B 15 Nr. 40

Begriffe

  1. Wüstung bezeichnet einen ehemaligen Siedlungsansatz, Mühle, Hof, Siedlung. Siehe auch: Archenweiler
  2. Budeger=Bottischmacher

Kategorien

Weinsweiler gehört den Kategorien an: Ortsteil, Inkonsistent, Wüstung

Matzinger sagt: Letzte Überarbeitung der Seite 12.03.2018. Alle Rechte der Seite bei ©Matthias C.S. Dreyer. Der Name dieser Seite lautet: Weinsweiler. Nutzen Sie zur Zitierung für ihr Werk folgende vollständige Angabe: http://www.alsterweiler.net/wiki/Weinsweiler ©Matthias C.S. Dreyer /abgerufen am 14.08.2018 ↑...Seitenanfang


Fakten zu „Weinsweiler
AutorZiegler, Urban (1974) +, Max Lothar Schmitt +, Heinz Wittner +, Martin Dolch + und Albrecht Greule +
InkonsistentWeinsweiler +
Ist WüstungWeinsweiler +
Ist ZitatItem Cunradus filius Gerbotonis in Winswilre X solidos denariorum de curia et de pomerio et de VII 1/2 iugere agrorum campestrium. +, Item Hedewigis de Winswilre relicte Volmari XXXa denarios de II 1/2 iugere agri et uno duali. Hec bona sunt sua dimidia. + und Item Petrussa uxor Cunradi fabri Budegerin in Winswilre I solidum denariorum de bonis ibidem que legaverunt infirmis post mortem ipsorum. +
Ist zitiert inWeingart (2001) +
Koordinaten49° 17' 46", 8° 7' 53"Breitengrad: 49.296119444444
Längengrad: 8.1314611111111
+
Lag inOberamt Kirrweiler + und Maikammer +
WerkDie Geschichte des Kurbrunnens (Edenkoben) aus der Sicht Maikammerer Urkunden: Edenkobener Heimatbrief, Bd. Nr. 38, Weihachten 1974, S. letzten Seiten +