Hans von Talheim (Vogt)

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Siehe auch: Dalheim (Familienname), Margarethe von Dalheim (Zeutern), Philipp Melchior von Dalheim (der jüngere), Ursula von Dalheim, Johann von Dalheim, Hans von Talheim (Vogt), Margarethe von Talheim

Hans von Talheim (Vogt) (*unbekannt in Unbekannt, †1482[zit 1] in Unbekannt) war Vogt (Faut) am Oberamt Germersheim erwähnt für die Jahre 1450, 1455 und 1457[1][2].

Hans von Talheim war mit Katharina von Mühlhofen verheiratet[3]. Katharina verstarb im Jahre 1500[4]. Hans von Talheim verstarb vor seiner Ehefrau, im Jahre 1482. Insofern handelte es sich bei Katharina von Randeck nicht um seine zweite Ehefrau, wie verschiedentlich angenommen. Katharina von Randeck ist die Ehefrau des Sohnes, ebenfalls Hans von Talheim genannt.

Hans von Talheim entstammte der Linie Talheim bei Lauffen am Neckar. Die Familie war mit den Grafen von Katzenelnbogen, den Grafen von Württemberg, den Bischöfen von Worms und den Bischöfen von Speyer sowie den Markgrafen von Baden und den Pfalzgrafen bei Rhein in Vasallität verbunden[5]. Güter der Talheimer lagen vorwiegend in der Region zwischen Heilbronn und Ludwigsburg und im Kraichgau sowie aus der Funktion von Hans von Talheim als Germersheimer Vogt auch in der Vorderpfalz[6].Dazu zählte auch die Gemeinde Steinweiler. Dort wurden Rechtsgeschäfte durch Margarethe von Talheim getätigt.

Hans von Talheim (Vogt) dürfte der Großvater von Margarethe von Talheim gewesen sein, der Ehefrau von Viax von Oberstein. Der Sohn von Hans von Talheim (Vogt), namens Hans von Talheim war mit Katharina von Randeck verheiratet. Die Annahme speist sich aus der Überlegung zu den Urkunden um die Mühle Steinweiler bzw. in Archenweiler und ein Haus im Ort Steinweiler. Dort werden Wittums- und Erbrechtsangelegenheiten der von Talheim und der von Mühlhofen gemeinsam mit Viax von Oberstein geregelt[7]. Die Mühle in Steinweiler war von Hans von Talheim im Jahre 1455 erworben worden, also in der Zeit als er Vogt in Germersheim war.

Hans von Talheim der Ältere wird indirekt über die Bezeichnung des Hans von Talheim der Jüngere angesprochen. Letzterer war ein Neffe von Margarethe von Talheim. Hans von Talheim der Jüngere geht als Bruders Sohn (der Margerethe von Talheim) aus einer Urkunde hervor[8]

Ebenfalls ein Hans von Talheim war Ritter, Diener und Doctor. Er wird unter dem Datum 1490[9] erwähnt. Seine Zuordnung ist bisher unklar.

In einer Urkunde wird Hans von Talheim der Ältere als Amtmann zu Odernheim genannt, HStA W Bestand 128/1 Nr. 1681. Die gleiche Urkunde nennt zudem Hans von Talheim und bezeichnet ihn als Ritter und Doktor. Die Urkunde trägt das Datum 1487 Juni 15 (???).

Ein Hans von Talheim erscheint in einer Urkunde des Jahres 1468. Es handelt sich um eine Heiratsverschreibung für die Tochter Margerethe von Dalheim anlässlich der Heirat mit Hermann von Zeutern[urk 1]. Dieser Hans von Talheim nennt sich selbst, "Dietherß seligen sun", ist also der Sohn des Dieter von Talheim[10]. Bei letzterem dürfte es sich um den gleichen Hans von Dalheim handeln, der nach Henschel (1995)[11] bereits im Jahre 1482 verstarb. Hans von Dalheim, Sohn von Dieter von Dalheim gehört zur Linie der Dalheim von Rauenberg, die das Wappen des fünfbögigen Turnierkragens führen.

Hans von Dalheim wird im Liber secretorum Matthiae im Zeitraum 1469/70 erwähnt. Er ist für den Ort Kirrweiler (Pfalz) aufgelistet. Der Eintrag wird unter der Rubrik Höfe in Kirrweiler geführt: "Item Hans von Dalheim" Dreyer (2015) , "Hofe geyn Kyrwiler gehorig und da selbst gelegen" Dreyer (2015) . Insgesamt werden in diesem Zusammenhang für Kirrweiler sieben Höfe benannt:

Urkunde

Kaufbrief zwischen Eberhard von Hohenfels, seiner Ehefrau Irmgard von Vollrath und Hans von Talheim und dessen Ehefrau Katharina von Mühlhofen über eine in Steinweiler gelegene Mühle im Jahre 1455[12].


Weblinks

Literatur

Einzelnachweise

  1. Stuck, Kurt (1988), ’Personal der Oberämter Neustadt, Germersheim, Kaiserslautern, Alzey, Oppenheim vor 1685’, Ludwigshafen am Rhein (Pfälzische-rheinische Familienkunde e.v., Ludwigshafen am Rhein, Band/Ausgabe: Folge 13) 125 Seiten. (CMS 641), Seite 47.
  2. @(S.161) “Hans von Talheim (4 km östlich Lauffen/Neckar) kam zu seinem Germersheimer Amt zwischen 1448 und 1450, ist in diesem bis 1457 bezeugt, ein Nachfolger aber erst 1460, vgl. J. PROBST, Geschichte der Stadt und Festung Germersheim, Speyer 1898, S. 302; STUCK, Personal, S. 47.“
  3. Andermann, Kurt (1982), ’Studien zur Geschichte des pfälzischen Niederadels im späten Mittelalter’, Speyer (Schriftenreihe der Bezirksgruppe Neustadt im Historischen Verein der Pfalz, Verlag des Historischen Vereins der Pfalz e.V., Speyer, Band/Ausgabe: 10) 364 Seiten. (CMS 768), Seite 365
  4. Andermann, Seite 365
  5. Andermann, Kurt (1982), ’Studien zur Geschichte des pfälzischen Niederadels im späten Mittelalter’, Speyer (Schriftenreihe der Bezirksgruppe Neustadt im Historischen Verein der Pfalz, Verlag des Historischen Vereins der Pfalz e.V., Speyer, Band/Ausgabe: 10) 364 Seiten. (CMS 768), Seite 39.
  6. Andermann, Kurt (1982), ’Studien zur Geschichte des pfälzischen Niederadels im späten Mittelalter’, Speyer (Schriftenreihe der Bezirksgruppe Neustadt im Historischen Verein der Pfalz, Verlag des Historischen Vereins der Pfalz e.V., Speyer, Band/Ausgabe: 10) 364 Seiten. (CMS 768), Seite 39.
  7. siehe dazu: DHM Do 90 1086.
  8. siehe dazu: DHM XXX .
  9. siehe dazu: Krebs, Manfred (1948) ‹Die Dienerbücher des Bistums Speyer 1464-1768› In: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins (ZGO). (Hg.), Band/Ausgabe: 96. (Der neuen Folge 57. Band), Seite(n): 55-195, Badisches General-Landesarchiv, Karlsruhe, (CMS 513), Nr. 1784 "Oktober 10 Rat und Diener (306, 138 y)".
  10. siehe dazu: Henschel, H.-D. (1995), Rauenberg und die Junker von Dalheim In: Kraichgau. Beiträge zur Landschafts- und Heimatforschung. (Hg.), Band XIV, Seite(n): 107-125. (CMS 98), Seit 111
  11. Henschel, H.-D. (1995), Rauenberg und die Junker von Dalheim In: Kraichgau. Beiträge zur Landschafts- und Heimatforschung. (Hg.), Band XIV, Seite(n): 107-125. (CMS 98), Seit 111
  12. DHM Do 90 1086.

Anmerkungen

  1. Es handelt sich dabei um Hans von Altdorf genannt von Brödel
  2. Es handelt sich dabei um Hugo von Stein (Steinkallenfels), siehe dazu Urkunde LA Sp F7 Nr.1826.

Zitate

  1. Henschel Rauenberg, Seite 111 oben

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