Johann von Dalheim

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Johann von Dalheim (*errechnet 1450 in Unbekannt, †1498-1500 in vermutlich Heidelberg) war Jurist1[anm 1] in Heidelberg. Johann von Dalheim verstarb vielleicht an der Pest, die zu dieser Zeit in Heidelberg grassierte.

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Literatur

Einzelnachweise

Anmerkungen

  1. Anmerkung: Seite 96 - 3. Johann von Dahlheim und Florentinus von Venningen. Zwar war die Errichtung Juristenburse gescheitert, eine gewisse Kompensation wurde aber mit der Stiftung einer dritten legistischen Professur für die Pandekten durch Kurfürst Philipp erreicht. Diesen Lehrstuhl betrachtete Philipp als sein persönliches «dominum», über das er ohne jegliche Rkücksprache mit der Fakultät verfügte. Bereits seine Ausgestaltung zeigt das herrschaftliche Interesse an: In erster Linie ist der Inhaber der Professur dem Hof als kurfürstlicher Rat verpflichtet, in zweiter Linie, quasi im Nebenamt, ist er als akademischer Leherer Mitglieder der akademischen Korporation. Nichts unterlässt der Kurfürst, um das Ansehen jenes Lehrstuhls zu befördern: So bittet er die Artistenfakultät im März 1498, dem in Aussicht genommenen Dozenten ein «groß lectorium» zur Verfügung zu stellen. Mit Johann von Dahlheim, ausgezeichnet durch den an der Universität Siena erworbenen Titel eines Dr. jur. utr., wird 1498 ein Adliger auf die neu eingerichtete Pandektenprofessur berufen. Vor diesem Hintergrund ist es nicht weiter erstaunlich, dass er gemäß dem Wunsch des Kurfürsten ohne die Leistung des Eides, Seite 97 welche ihn zum Gehorsam gegenüber dem Rektor verpflichtet, in die Matrikel der Rupertina eingeschrieben wird: «salvis quibuscumque iussionibus principis et suorum heredem et his, que mihi ex fundatione lecture me incumbunt». Berücksichtigung findet ebenso der vom Kurfürsten unterstützte Sonderwunsch Johann von Dahlheims, bereits vor der Immatrikulation seine schon angekündigte Antrittsvorlesung halten zu dürfen (sie erfolgte am 20. Juni 1498). Letztmals wird Johann von Dahlheim in einer Urkunde vom November 1498 erwähnt (vgl. dazu: DRÜLL, 1386-1651, Seite 278) Danach verlieren sich seine Spuren; vielleicht ist er an der zur damaligen Zeit in Heidelberg grassierenden Pest verstorben. Seite 97 Sein Nachfolger wird Ende 1500 Florentinus von Venningen, der in der kurfürstlichen Bestallungsurkunde, wie schon sein kurzzeitiger Vorgänger Johann von Dahlheim, zum Hofrichter ernannt wird. Daraus lässt sich schließen, dass Johann von Dalheim dem kurpfälzischen Hof sehr nahe stand.

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Johann von Dalheim gehört den Kategorien an: Dalheim

Matzinger sagt: Letzte Überarbeitung der Seite 29.10.2017. Alle Rechte der Seite bei ©Matthias C.S. Dreyer. Der Name dieser Seite lautet: Johann von Dalheim. Nutzen Sie zur Zitierung für ihr Werk folgende vollständige Angabe: http://www.alsterweiler.net/wiki/Johann von Dalheim ©Matthias C.S. Dreyer /abgerufen am 23.09.2018 ↑...Seitenanfang

Referenzierungen

  1. ^  Schroeder, Klaus-Peter (2014), ´Die pfälzische Juristische Fakultät der Universität Heidelberg von ihren Anfängen bis zum Jahre 1802.´. Stiftung zur Förderung der pfälzischen Geschichtsforschung. Neustadt an der Weinstraße
    Kein Schlüssel angegeben.
    Stufe fehlt.
    Zusammenfassung: Abhandlung über die Gründung und Entwicklung der Juristischen Fakultät. Mit Hinweisen zu Studenten und Professoren in der Zeit des 14. Jahrhunderts bis 1802..
    Link zum Werk: Das Werk ist nicht eingestellt.
    Anmerkung: Seite 96 - 3. Johann von Dahlheim und Florentinus von Venningen. Zwar war die Errichtung Juristenburse gescheitert, eine gewisse Kompensation wurde aber mit der Stiftung einer dritten legistischen Professur für die Pandekten durch Kurfürst Philipp erreicht. Diesen Lehrstuhl betrachtete Philipp als sein persönliches «dominum», über das er ohne jegliche Rkücksprache mit der Fakultät verfügte. Bereits seine Ausgestaltung zeigt das herrschaftliche Interesse an: In erster Linie ist der Inhaber der Professur dem Hof als kurfürstlicher Rat verpflichtet, in zweiter Linie, quasi im Nebenamt, ist er als akademischer Leherer Mitglieder der akademischen Korporation. Nichts unterlässt der Kurfürst, um das Ansehen jenes Lehrstuhls zu befördern: So bittet er die Artistenfakultät im März 1498, dem in Aussicht genommenen Dozenten ein «groß lectorium» zur Verfügung zu stellen. Mit Johann von Dahlheim, ausgezeichnet durch den an der Universität Siena erworbenen Titel eines Dr. jur. utr., wird 1498 ein Adliger auf die neu eingerichtete Pandektenprofessur berufen. Vor diesem Hintergrund ist es nicht weiter erstaunlich, dass er gemäß dem Wunsch des Kurfürsten ohne die Leistung des Eides, Seite 97 welche ihn zum Gehorsam gegenüber dem Rektor verpflichtet, in die Matrikel der Rupertina eingeschrieben wird: «salvis quibuscumque iussionibus principis et suorum heredem et his, que mihi ex fundatione lecture me incumbunt». Berücksichtigung findet ebenso der vom Kurfürsten unterstützte Sonderwunsch Johann von Dahlheims, bereits vor der Immatrikulation seine schon angekündigte Antrittsvorlesung halten zu dürfen (sie erfolgte am 20. Juni 1498). Letztmals wird Johann von Dahlheim in einer Urkunde vom November 1498 erwähnt (vgl. dazu: DRÜLL, 1386-1651, Seite 278) Danach verlieren sich seine Spuren; vielleicht ist er an der zur damaligen Zeit in Heidelberg grassierenden Pest verstorben. Seite 97 Sein Nachfolger wird Ende 1500 Florentinus von Venningen, der in der kurfürstlichen Bestallungsurkunde, wie schon sein kurzzeitiger Vorgänger Johann von Dahlheim, zum Hofrichter ernannt wird. Daraus lässt sich schließen, dass Johann von Dalheim dem kurpfälzischen Hof sehr nahe stand..
    Schlagwort: Heidelberg; Johann von Dalheim; Florentinus von Venningen; Johann von Dahlheim; Hofrichter; Dalheim

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Schroeder (2014) +