Die Seite für Alsterweiler von Matthias C.S. Dreyer u.a.
Kalmit
Kalmit (auch Kallmethen1:Seite 341 Zeile 26/erste urkundliche Erwähnung im Jahre 1577), Kallenth[zit 1], Kallmitt2) ist ein Berg im Pfälzerwald.
Der oder die Kalmit[anm 1] (auch Kallmitt[1] und Calmit[2]) ist der Hausberg von Alsterweiler. Er liegt knapp 673[anm 2] Meter hoch über dem Meeresspiegel (NN). "Mächtig und doch im Zauber der lieblichen und belebenden Eigenart der deutschen Mittelgebirge liegt der Kalmit am Rande des Ostabfalles des Haardtgebirges."[3] Zur Abgrenzung gegenüber der "Kleinen Kalmit" (bei Ilbesheim)[4][5] wird die Kalmit auch als "Große Kalmit" bezeichnet[6].
Auf den Namen geht Karl Geib ein: "Man glaubt, daß die Benennung jenes Berges von dem römischen Worte calamitas (Schade, hier namentlich Wetterschade) hergeleitet sey."[7][8] Eine andere Ableitung stammt ebenfalls aus dem Lateinischen calvus mons[9] (Übersetzung: kahler Berg) oder calvus meta (Übersetzung: kahle Miete).
| "Wenn ich auf dem Kalmit stehe, will es mir er-
scheinen, daß hier Natur- und Menschenkräfte zu- |
"Oh, moi Kalmid, wo ich dich so see,
ich so klä, du Nadur, |
"Kalmithaus
Wir wandern auf das Kalmithaus, Hier kehrt man gern beim Wandern ein, Das Kalmithaus im Pfälzer Wald |
| Franz Gabriel Allmaras im Jahre 1931 in seiner Veröffentlichung zur Kalmitstraße.[10] |
Unbekannter Verfasser.[11] | Otto Wilms[zit 2] |
Die Kalmit ist über die Kalmitstraße zu erreichen. Die Kalmit ist auch für Sportler zu einer Herausforderung geworden[web 1].
Die Höhe des Kalmit und die freie Sicht gaben Anlass bereits zu früheren Zeiten den Berg als "Anlaufpunkt" zu nutzen. Im Jahre 1720 erfolgte die Anlage der Achse Heidelberg-Schwetzingen-Kalmit auf der geomantischen Achse Kalmit-Königstuhl ("Maulbeerallee", "Kurpfalzachse") durch Kurfürst Karl Philipp.[12]
[lit 1]
Geologie
Bisher völlig unterschätzt wird die geologische Bedeutung des Gebietes der Kalmit. Darauf verweist Häberle bereits 1932[14], als er schrieb: "die Wanderung bietet dem Naturfreund einen außergewöhnlichen Genuß (...)". Er spricht von wechselvollen Landschaftsbildern und dem Kennenlernen von Gebirgsbau und Schichtenfolge der Gesteine.
Im Tertiär ist der Rheingraben zentral eingesunken. Das westliche Randgebirge ist durch Tangentialdruck um 150-200 Meter nach oben gepresst worden. Dies erklärt die glazialen Erscheinungen auf dem Kesselberg und dem Querenberg. Auch die stark erhöhte Lage der Kalmit gegenüber der Höhe des westlich sich anschließenden Plateaus. Besonders deutlich wird diese Sichtweise bei einer Betrachtung von Westen, etwa vom Taubensuhl aus. Vom Queichtal bis zum Speyerbachtal zeigt sich über 16 Kilometer ein scharf nach oben aufragender Ostrand[15].
Kugelhorizont
Die Kugelbildungen sind Ergebnis von "chemischen-mechanischen Absonderungsprozessen"[16]. Die Kugeln entstehen unter Einwirkung von unfiltrierter Kieselsäure oder thermalem Kaltwasser. Der Horizont dieser vorderpfälzischen Kugelfelsregion reicht vom Kalmitgipfel auf 500 Meter Länge nach Osten, Südosten und Nordosten hinab und steigt von 550 Metern bis 673 Metern an.
Rippelmarken=Stein
Westlich vom (alten) Kalmithaus fand sich bei der "Steingewinnung eine braunrote Sandsteinplatte (Trippstadter Typ)"[17]. Die Ausmaße betragen 20x19x2 Zentimeter. Auf dem Rücken der Platte sind 8 Rippen von je 2 Zentimeter Durchmesser und 0,5 Zentimeter Höhe sichtbar. Derartige Platten werden Rippelmarken genannt oder auch Wellenfurchenstein. Weitere Fundstellen sind beim Hahnenschritt im oberen Kaltenbrunner Tal.[18]
Niveausteine, Dreieckstein, Vermessungspunkt
Der "aktuelle" trigonometrische Dreieckpunkt / Vermessungspunkt des Landesamtes für Vermessung und Geobasisdaten in Rheinland-Pfalz, also die exakte Höhenbestimmung der Kalmit, befindet sich direkt an der Außenwand des Kalmitturmes nach Osten hin etwa 50 Zentimeter oberhalb der großen Sitzbank. Der Punkt sitzt auf 675,241 Metern üNN. Im Nordosten des Turmes steht der "historische" Niveaustein mit einer Höhe von 673,24 Metern üNN [19].
Kalmit als Endpunkt der Kurpfalzachse
Als Landmarke verbindet die Kurpfalzachse den Königstuhl und die Kalmit, quer durch das Herrschaftsgebiet der Kurpfalz, in einer geraden Linie. Sie teilt den Schwetzinger Schlosspark und den Ehrenhof in zwei Hälften. Für die "Pfalzkarte (Charta Palatina)" des kurfürstlichen Hofastronomen Christian Mayer diente die Landmarke als "Basis Palatina". Somit war eine genaue Vermessung der Region möglich.
Jahrhunderte lang wurde die Achse gepflegt. Es war eine Art "Privatstraße des Kurfürsten", mit Maulbeerbäumen zur Seidenzucht bepflanzt.
Turm, Telegraph und Sendemast
Auf der Kalmit sind mehrere Türme seit Beginn des 19. Jahrhunderts erwähnt. Drei Türme sind mindestens nachgewiesen3.
© Matthias C.S. Dreyer 2018
© Matthias C.S. Dreyer 2015. Der Turm ist der steinerne Turm des Jahres 1868.
Holzturm
Napoleon I. hatte einen Beobachtungsposten auf der Kalmit. Deshalb wurde dort ein hölzerner Signalturm errichtet3.
Steinturm (1819)
Bereits im 19. Jahrhundert befand sich auf dem Kalmit eine Sendestation. "Kalmit bey Alsterweiler im Canton Edenkoben. Ein im Spätherbste 1819 von Steinen erbauter Turm. Höhe 20', im Geviert 10'. Kostenbetrage = 475 fl 40 Xr."[wie Anmerkung 22].
Holzturm (1866)
Im Jahre 1866 wurde "auf Initiative von Wirt F.K. Lederle aus Maikammer, ein Holzturm errichtet"[zit 3]. Zur Finanzierung wurde in der Gemeinde Maikammer-Alsterweiler gesammelt. Diese Sammlung war durch das Landcommissariat Landau genehmigt worden. Bereits im Jahre 1867 (am 28. März) wurde der Holzturm an die Gemeinde verkauft. Es könnte sich dabei um den Signal-Turm handeln, der in einem Dokument des geodätischen Instituts in Potsdam in der Abhandlung "Das Rheinische Dreiecksnetz" (Seite 90) genannt wird. "Der alte Dreieckspunkt für die Bayerische Vermessung ist nicht mehr vorhanden. Auf dem gegen Ende der sechziger Jahre erbauten Signal-Thurme wurde ein Sandsteinpfeiler errichtet, dessen Centrum der neue trigonometrische Punkt ist. Derselbe ist durch 3 Kreuze, die in die Steine der Plattform des Thurmes eingehauen sind, festgelegt."[21]
Steinturm (1868)
Der Gemeinderat von Maikammer-Alsterweiler beschloß auf der Grundlage eines Kostenvoranschlags die Errichtung eines steinernen Turms (August 1867). Er sollte 90 Gulden kosten. Im Jahr 1867 bildete sich ein Comité zur Erbauung eines Turms auf der Kalmit[zit 4].
Im Jahre 1868 (30. August) wurde der Turm eingeweiht[zit 5]. Am 1. September 1918 wurde das goldene Jubiläum der Einweihung des Kalmitturmes gefeiert. Der Turm war mit Kränzen und Fahnen geschmückt3.
Durch Witterungseinflüsse geriet der Turm in einen schlechten baulichen Zustand. Die königlich-bayerische Verwaltung ordnete deshalb an, den Turm abzureißen (im Jahr 1926). Zwei Jahre später, nämlich am 29. März 1928 ist der Turm dann tatsächlich eingestürzt. Johannes Leonhardt benennt das Datum des Einsturzes mit "am 1. April 1928"4.
Steinturm (1929)
In den Jahren 1928/1929 wurde der jetzige viergeschossige Turm mit Aussichtsplattform errichtet. Der nach Norden anschließende Vorbau wurde später ergänzt.
Der Kalmitturm ist im typischen historisierenden wuchtigen Stil der dreißiger Jahre erbaut (Heimatschutzarchitektur). Die gesamte Fassade ist in Pfälzer Sandstein mit einfach gebossten rechteckigen Steinen gemauert.
16 nahezu quadratische Fenster liegen auf der Ostseite des Turmes. In einem senkrecht aufsteigenden Fensterband zeigen sie das Treppenhaus an. Jedes Fenster ist mit einer "Fensterbank" ausgestattet. Es entsteht dadurch ein "leiterähnlicher" Charakter auf der Fassade.
Die Nordseite ist schlicht gehalten. Zwei Balkone (einer als Auskragung aus der Plattform) zieren die Seite. Zwei Fenster sind, etwas "lieblos" (später?) in die Fassade eingelassen. Ein Zugang ist nachträglich zugemauert worden. Fenster und Zumauerung erfolgten möglicherweise im Zusammenhang mit dem Anbau. Jedenfalls ist der Fenstersturz des Anbaus in gleicher Weise wie die Stürze der Nordseite des Turmes ausgeführt.
Bereits im Jahre 1930 wurde ein Polizeisender auf dem Turm errichtet. Die Ansichtskarte aus dem Jahre 1929 zeigt bereits Sendemasten auf dem Turm.
Sendeanlagen
© Matthias C.S. Dreyer 2015
Signal 1836
Es darf davon ausgegangen werden, dass zum Zwecke des Sendens von Signalen bereits in der französischen Zeit ein Turm errichtet worden war (siehe oben), vermutlich 1801. Der damalige Turm war ein sogenanntes "Signal", ein pfälzischer Dillegraph. Die Pyramide hat eine Höhenangabe von 233,4 Fuß(?). Bei einer Umrechnung von Fuß = 12 Zoll = 291,8592 mm entspricht das 233,4 mal 0,291859206 = 68,1199 Metern.
Sendemast 1959
Am Sendemast auf der Kalmit sind heute mehrere Sender und Empfangsanlagen untergebracht.[23]
Am 18.08.1959 wird der Funkturm auf der Kalmit durch die Oberpostdirektion errichtet. "Nach langen, schwierigen Verhandlungen wurden der Gemeinde für die 2.500 m2 als Pacht pro Jahr und m2 DM 1,- zugesagt, fällig jeweils am 1. Oktober im voraus"[24].
Ehemaliges Militärgelände
Im nordwestlichen Bereich des Gipfels (etwa 659 bis 663 Meter Höhe üNN) liegt ein ehemals militärisch genutztes Gelände. Heute stehen dort zwei Gebäudekomplexe, die im Jahre 1981 errichtet wurden. Die Gebäude werden nicht genutzt und verfallen zusehends.
Kalmitweinberg
Innerhalb der Einzäunung des aufgelassenen Militärgeländes liegt der Kalmitweinberg, der im Jahre 2023 auf Initiative von Matthias C.S. Dreyer von Freiwilligen und Mitgliedern des Club Sellemols (Historienfreunde Maikammer-Alsterweiler) angelegt wurde. Der Weinberg erinnert an den ehemaligen Pflanzgarten des Observatoriums, der zwecks pflanzenklimatischer Untersuchungen in den 1932 Jahren angelegt wurde.
Die Entwicklung des im Jahr 2023 angelegten Kalmitweinbergs kann hier verfolgt werden. Die Lage des Weinbergs sehen Sie hier. Die Koordinaten des Weinbergs lauten: 49.31993°N 8.08119°E.
Königstein - Denkmal König Maximilian Joseph I. (Max I.)
Der Gemeinderat von Maikammer-Alsterweiler beschloß im Jahre 1824 ein Denkmal auf der Kalmit für König Max I.[anm 7] aufzustellen. Es sollte den Namen "Königstein" tragen. Das Werk wurde von dem Bildhauer Johann Martin Baumann gefertigt5.
Gedenkstätte Hilgard-Villard
Der Eintrag auf der Plakette lautet: "Schutzhaus und Anlage erstellt aus der reichen Spende des Herrn Hilgard-Villard in New-York hergestellt vom pfälz: Verschönerungs-Verein 1882". Sie ist unterhalb des Kalmithauses an einer künstlich errichteten Mauer angebracht. Nach den Angaben auf der Gedenktafel müsste hier ein Haus gestanden haben. Es ist davon auszugehen, daß es sich um eine landschaftsgärtnerisch gestaltete Anlage handelte, wie es viele entlang des Haardtrandes gibt. Im 19. Jahrhundert war es üblich, den Wald als zu gestaltende Landschaft zur Erbauung, Bildung und Erholung zu verstehen. Beispiele dafür sind der Werderberg bei Edenkoben mit dem Denkmal oder die Landschaftselemente rund um Sankt Martin.
"Von dem St. Martiner Thal aus rechts führt ein bequemer Pfad auf die 11. Kalmit, 680 m hoch, nach dem Donnersberg der höchste Berg der Pfalz. Napoleon I. hatte auf der Spitze einen Beobachtungsposten errichtet zur Verbindung der beiden Festungen Mainz und Strassburg. Jetzt steht an dieser Stelle ein Aussichtsturm, der eine überraschende Aussicht, einerseits über die weit ausgedehnte, fruchtbare Rheinebene, andererseits über die pfälzische Gebirgswelt mit zahllosen Ruinen gewährt. Einige Stufen abwärts findet sich ein geschmackvoller Pavillon zum Schutz gegen die auf dieser Höhe herrschenden Winde. Der Abstieg geschieht am besten östlich durch das Alsterweiler Thal in 3/4 Std. nach dem reichen städtisches Dorfe 12. Maikammer..."[25]
Wetterstation und Observatorium
Erste Überlegungen zur Einrichtung eines Observatoriums auf der Kalmit gab es wohl schon zu napoleonischer Zeit.
Wetterstation
Kurz nach dem Bau der Ludwigshafener Hütte (1908 weiht die Ortsgruppe Ludwigshafen die erste bewirtschaftete Hütte ein: Die Ludwigshafener Hütte.[26]), kam die Anregung auf, eine Wetterwarte einzurichten. Schon der verstorbene Wissenschaftler Georg von Neumayer hätte es gerne gesehen, wenn auf der Kalmit eine Erdbebenwarte errichtet worden wäre. Schließlich wurde in den ersten Jahren des Ersten Weltkrieges eine "Wetterbeobachtung von einfachen Soldaten durchgeführt".
Ab dem Jahre 1916 starteten bereits wissenschaftlich ausgebildete Personen, wie Oberstudiendirektor Hensler und Prof. Dr. Alt eine zivile Beobachtung.
Die Presse berichtete, der bayerische Landtag habe in den Etat des bayerischen Landes Gelder für eine Wetterwarte auf der Kalmit bereitgestellt. Es sollte ein Assistent als Beobachter auf die Kalmit eingesetzt werden, die Ausrüstung der Station müsse aber durch den Pfälzerwald-Verein erfolgen.
Doch die französische Besatzungsmacht versagte die Genehmigung[27]. Der Versuch, im Jahre 1923 eine Messstation einzurichten, scheiterte am Widerstand der Bestatzungsmächte[28].
Kalmitwetterwarte
Am 23. April 1927[29] wurde die erste nicht-militärisch genutzte Wetterstation auf der Kalmit eingerichtet. Sie entstand auf Initiative von Heinrich Kohl, dem langjährigen Rechner des Hauptvorstandes des Pfälzerwald-Vereins. Eine kleine interessante Geschichte dazu aus „Pfälzische Heimatpost“, einer Beilage zum „Landauer Anzeiger“ vom 14. Mai 1927: „Täglich gegen ½ 10 Uhr morgens kommt ein Junge von Maikammer, der Proviant bringt, die Schriftstücke und Zeitungen besorgt und auch die Räume zu reinigen hat.“.
Meteorologen
Erich Eisfeld war der erste Meteorologe, der auf der Kalmit tätig war. Als Studienassessor startete er am 23. April 1927. Ihm folgte ab Mai 1929 Karl Sonntag, vielleicht auch erst 1930. Erich Eisfeld schrieb nämlich noch am 12. März 1930 eine Postkarte von der Kalmit an Dr. Lichtenauer.
Wingert und Pflanzgarten des Observatoriums
Im Jahre 1932 wurde vom Kalmitobservatorium ein Garten und ein Weinberg angelegt. Er diente der Beobachtung der Einflüsse des Wetters auf die Pflanzen. Dazu heißt es in einem Beitrag im Pfälzischen Kurier von 1935: "Einen Garten auf der Kalmit, in dem Blumen, Obst und Reben wachsen? Gibt es denn das? So wird wohl mancher fragen. Ja, es gibt auf dem höchsten Punkte der Kalmit einen Garten und auch einen Wingert. Diese Dinge sind aber nicht ihrer selbst wegen da, sondern stehen im Dienste der Wissenschaft. 1932 wurde der Garten auf der Kalmit angelegt. Man will hier, in Verbindung mit der Arbeit des Observatoriums, die Einwirkungen des Wetters und des Klimas in dieser Höhe auf die Pflanzen studieren. Es soll mit wissenschaftlicher Sicherheit und echt deutscher Gründlichkeit festgestellt werden, um wieviel später in dieser Höhe die Pflanzen grünen, blühen und gedeihen. Was man nun in den wenigen Jahren des Bestehens dieses seltsamen Gartens der Natur hier oben abgelauscht hat, gehört mit zu den interessantesten Forschungsergebnissen des Kalmitobservatoriums. Wir ließen uns vom Wetterwart, Assessor Burghardt, etwas über die Forschungsergebnisse erzählen. Die Beobachtungen haben ergeben, daß hier in 670 Meter Höhe der Wachstumsunterschied gegenüber den Pflanzen unten in der sonnigen Ebene sechs bis acht Wochen ausmacht. Vor etwa zwölf Tagen erschienen an den Weinstöcken auf der Kalmit schüchtern die ersten grünen Blättchen! Hier oben werden die Trauben niemals reif. Die Beeren bleiben hart und grün und erfrieren in den ersten kalten Nächten des Septembers. Selbst mit einer ganz späten Spätlese ists hier oben „Essig“! Aber diesen kleinen Wingert auf der Kalmit zu schauen, gehört mit zum Erleben dieses großen Berges. Im Garten selbst siehts nun freilich seltsam genug aus! Man erkennt – ohne vom Fach zu sein – sofort den wissenschaftlichen Charakter dieser kleinen Anlage. Und noch etwas hatte uns überrascht: Die vielen Vergißmeinnicht am Wegrande strahlen in einem Blau, das die bescheidene Pflanze in der Ebene nicht auszeichnet. Denn die ultraviolette Strahlung ist in dieser Höhe größer und macht die Farben der Pflanzen intensiver. Diese Strahlungswirkungen sind es, die man in diesen Garten genau untersucht. Da stehen Gladiolen vor einem schwarzen und einem weißen Halbzylinder. Die Pflanze vor dem schwarzen Hintergrund wächst langsamer als die Nachbarin vor der strahlend weißen Rückwand. Wetterharte Pflanzen, Gräser und Moose gedeihen prächtig. Im kleinen Alpinum des Gartens sind Edelweiß, Enzian und wie die würzigen Alpenblumen und Kräuter alle heißen, in dieser Höhe in ihrem Element. Dagegen siehts bei den Getreidearten traurig aus. Die anspruchsvollen Halmfrüchte des deutschen Landmannes kommen in dieser Höhe nicht recht vorwärts. Auch die Rosen, die in der Ebene in allen Farben duften und blühen, haben eben die ersten Knospen angesetzt. Das alles wird genau beobachtet und notiert, und die Ergebnisse werden dem Reichswetterdienst zugeleitet, der sie im Interesse der Landwirtschaft und der Gartenbaubetriebe verwertet. Die neuste Errungenschaft im pflanzenklimatischen Garten ist die Taumessung. Die Tauwaage aus Roßhaaren ist ein zierliches Instrument. Mit ihr kann festgestellt werden, wie der Tau mengenmäßig fällt. Diese Beobachtung soll dem Weinbau dienen und in höheren Lagen für die Erziehungsart der Rebenstöcke ausschlaggebend sein. Pflanzen, Bäume und Sträucher im Dienste der Wissenschaft beherbergt der Garten auf der Kalmit. Und beim Durchschreiten dieser Anlage, beim sinnenden Verweilen vor den interessanten Pflanzen, bekamen wir unbedingte Achtung vor der Gründlichkeit deutscher Wissenschaft, deren Ergebnisse aus ständigen Beobachtungen dem Volksganzen zugute kommen!"6.
Gefallenendenkmale
Unterhalb des Kalmitgipfels stehen zwei Denkmale. Sie erinnern an die Gefallenen des I. und II. Weltkrieges. Es handelt sich um Erinnerungssteine, die vom Pfälzerwald-Verein für seine gefallenen Mitglieder errichtet wurden.
Gefallenendenkmal 1933
Der monumentale Felsen wurde im Jahre 1933 errichtet. Es handelt sich um einen typischen roten Sandsteinfelsen der Region. Unterhalb eines unbearbeiteten oberen Abschlusses, sitzt ein Steinadler, der seine rechte Schwinge über die Namen und Sterbedaten der Verstorbenen hält. In den Krallen trägt er ein Schriftband mit dem Eintrag:
"Pf.WV Maikammer Alsterw 1933"
Dahinter ist ein Eichenzweig mit Blättern und Eicheln zu erkennen. Unter dem Schriftband ist auf der rechten Seite der Name des Bildhauers eingemeißelt: Steger Neustadt.
Das symbolträchtige Denkmal erinnert an die gefallenen Mitglieder des Pfälzerwald-Vereins Maikammer-Alsterweiler des I. Weltkrieges 1914-1918. Hersteller war der Bildhauer Jakob Wilhelm Steger aus Neustadt/Haardt. Steger ist auch bekannt für das Bauwerk auf dem städtischen Friedhof in Neustadt an der Weinstraße, in Erinnerung an den I. Weltkrieg[anm 8][lit 2][web 2].
Die Inschrift lautet:
"Den Heldentod fürs Vaterland starben
im Weltkriege 1914/18 folgende Mitglieder:
Garth Franz +26.10.1917 / Ziegler Herwart +4.11.1914
Vogler Hans +11.11.1914 / Hauck Arthur +14.3.1915
Buchenberger Albert +18.5.1915 / Ziegler Karl +4.6.1915
Ziegler Bruno +7.5.1916 / Ullrich Joh. Peter +25.7.1918
an den Folgen des Krieges starben
Ziegler Oskar +22.9.1912 / Platz Valentin +18.7.1919
Platz Georg +28.8.1929
Ehre Ihrem Andenken!"
Gefallenendenkmal 39-45
.
Die Inschrift lautet:
39/45
Gasthaus
Franz Gabriel Allmaras hatte sich bereits in den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts dafür eingesetzt, ein Gasthaus auf der Kalmit zu errichten. Es sollte dort entstehen, wo heute der Parkplatz unterhalb des Gipfels liegt. Sein Argument gegen eine Behausung auf dem Gipfel lautete: "Zu windig."
Nach den Angaben auf der Gedenktafel "Hilgard-Villard" bestand bereits im Jahre 1882 ein, nicht näher beschriebenes, Haus in der dortigen Anlage.
Kalmithaus - Ludwigshafener Hütte
Jedenfalls entstand im Jahr 1908 eine erste Schutzhütte[30] (mit Unterbrechungen bewirtschaftet) auf der Kalmit. Auf dem Bild aus dem Jahr 1921 sind außer der Schutzhütte, der Kalmitturm und das Denkmal zu erkennen.
Seit 1957 liegt die Bewirtung in den Händen des Pfälzerwald-Vereins, Ortsgruppe Ludwigshafen-Mannheim.
Zerstörung der Hütte 1981
Eine Gasexplosion zerstörte die Hütte am 14. Oktober 1981.
Neubau der Hütte
Erschließung des Kalmitgipfels
Lange vor der Überlegung, eine Straße zum Gipfel zu führen, gab es Fußwege zur Kalmit. Und es führen viele Wege zur Kalmit; zu Fuß oder mit dem Fahrzeug über die Kalmitstraße.
Straßen
Dazu ausführlich im Beitrag Kalmitstraße.
Fußwege
Der Wanderer kann den Kalmitgipfel "durch das Alsterweiler Tal auf gutem Fußpfad, allerdings streckenweise mit starker Steigung, dem blauen Strich folgend, erreichen."[31]. Erfreut wird er nach dieser Mühsal mit einem "unserer lohnendsten Aussichtspunkte".[32]
Ein Wanderpfad (Markierung weiß-grüner Balken) führt von Alsterweiler aus in etwa 45 - 60 Minuten bergauf und überwindet dabei bis zum Gipfel der Kalmit etwa 500 Höhenmeter. Im Umfeld der Kalmit stehen mehrere Wegweisersteine mit der Aufschrift "Kalmit".
| Wegweisersteine mit der Inschrift "Kalmit" |
|---|
Weblinks
Literatur
- ↑ Weiterführende Literatur zur Kalmit ohne unmittelbaren Bezug zum Ort Alsterweiler:
- Häberle, Daniel (1933), Von der Kalmit und ihrem Namen, Neustadt an der Haardt (Pfalz), Meininger, 1933, 20 Seiten: Ill., Kt. (LBZ Sp Signatur: G 33.790/Signatur: K 73 403).
- Hartmann, J. (1915), Eine Kalmit-Wanderung, Ludwigshafen am Rhein, Pfälzerwald-Verein, 1915, 8 Seiten (LBZ Sp Signatur: Pf 2/324/Signatur: 27.878).
- Sonntag, Karl (1931), Das Kalmitobservatorium bei Neustadt an der Haardt in der Pfalz, Speyer, Pfälz. Ges. zur Förderung der Wissenschaften, 1932, [8] Bl.: Ill. (LBZ Sp Signatur:G 32.491/Signatur: K 64 121).
- Burckhardt, Hans (1934), Das Kalmit-Observatorium (673 m), 1934, IN: Jahresbericht des Sonnenblick-Vereines; 43 (LBZ Sp Signatur: 1a 1779).
- Burckhardt, Hans (1937), Auftreten ungewöhnlich tiefer Feuchtigkeitsgrade, IN: Mitteilung aus dem Observatorium Kalmit des Reichsamts für Wetterdienst, 1937, IN: Meteorologische Zeitschrift; 54 (LBZ Sp Signatur: 1a 4867).
- Burckhardt, Hans (1938), Messungen der Kernzahl auf der Kalmit, 1938, S. 190 - 198, IN: Beiträge zur Physik der freien Atmosphäre; 24 (LBZ Sp Signatur: K 4542).
Fortführung der Literaturangaben und zum gesamten Schriftgut zum Thema Kalmit: Kalmit/Schriftgut.
- Häberle, Daniel (1933), Von der Kalmit und ihrem Namen, Neustadt an der Haardt (Pfalz), Meininger, 1933, 20 Seiten: Ill., Kt. (LBZ Sp Signatur: G 33.790/Signatur: K 73 403).
- ↑ Jakob Wilhelm Steger. Ein verdienstvoller Bildhauer. In: Rheinpfalz, Neustadt. 14, Nr. 186 v. 14.8.1958.
Einzelnachweise
- ↑ Katasterkarte aus dem Jahr ca. 1850 mit der Bezeichnung "Karte des Gemeinde Wald und Feldgewannes von Maikammer". Katasterverwaltung (1850(?)) ‹Karte des Gemeinde Wald und Feldbannes von Maikammer.: M. ca. 1:25.000›.
- ↑ Intelligenzblatt des königlich baierischen Rheinkreises: 10. Jahrgang 1827, 11. Jahrgang 1828, 12. Jahrgang 1829., Seite 16/1829, 12. Jahrgang
- ↑ 1 - Die Kalmitstraße. Ein Sozial= und Wirtschaftsproblem. In: Der Rheinpfälzer, Ausgabe Oktober 16 1931, 4.
- ↑ Die Kleine Kalmit. de.wikipedia.org/wiki/Kleine_Kalmit Kleine Kalmit auf wikipedia
- ↑ Franz Allmaras spricht aber auch von der Kleinen Kalmit, die der Kalmit vorgelagert ist. Bibliographie Alsterweiler: Allmaras, Franz (1931) ‹Die Kalmitstraße. Ein Sozial- und Wirtschaftsproblem.› In: Der Rheinpfälzer. (Hg.), (CMS 97), Absatz 9
- ↑ Mehlis, C. Geologisches von der Großen Kalmit. In: Pfälzische Rundschau, Ausgabe: 29 (1928)/ Nr. 267, 28. September 1928.
- ↑ Die Kalmitstraße. Ein Sozial= und Wirtschaftsproblem. In: Der Rheinpfälzer vol. October 16 1931, 4.
- ↑ Ausführlicher dazu bei Karl Geib unter dem Ort Edenkoben: alsterweiler.matthias-dreyer.de/index.php?title=Edenkoben_(Kanton)#Immer_noch_auf_Weg_1_-_entlang_der_Höhen
- ↑ Anmerkung Matzinger: Mehlis geht von einer urkundlichen Erwähnung dieser Deutung aus. siehe dazu: Mehlis, Christian: Geologisches von der Großen Kalmit. In: Pfälzische Rundschau, Ausgabe: 29 (1928)/ Nr. 267, 28. September 1928, Fußnotet 1.
- ↑ Allmaras, Franz (1931): Die Kalmitstraße. Ein Sozial= und Wirtschaftsproblem. In: Der Rheinpfälzer (1931) Jahrgang 42, Nr. 241, Seite 4
- ↑ Unbekannter Dichter (ohne Jahr): mündliche Überlieferung.
- ↑ Anmerkung Matzinger: siehe dazu: im Web: .s197410804.online.de/Zeiten/1700.htm Heidelberger Geschichtsverein auch der in den 1740er Jahren angelegt Schlossplatz, er befindet sich in der Verlängerung der Achse des Schlossgartens, orientiert sich an der Linie, die sich deutlich sichtbar vom Königsstuhl bei Heidelberg zur Kalmit in der Pfalz zieht.
- ↑ Es handelt sich nicht um einen Ritterstein.
- ↑ Häberle, Daniel (1932) ‹Die neue Kalmitstraße: In ihrer geologischen und verkehrsgeographischen Bedeutung.› In: Der Trifels. Heimatbeilage der Pfälzischen Rundschau (Hg.), (Band 4), Seite(n): 1 (CMS 105).
- ↑ Mehlis, Christian: Geologisches von der Großen Kalmit. In: Pfälzische Rundschau, Ausgabe: 29 (1928)/ Nr. 267, 28. September 1928.
- ↑ Mehlis, Christian: Geologisches von der Großen Kalmit. In: Pfälzische Rundschau, Ausgabe: 29 (1928)/ Nr. 267, 28. September 1928.
- ↑ Mehlis, Christian: Geologisches von der Großen Kalmit. In: Pfälzische Rundschau, Ausgabe: 29 (1928)/ Nr. 267, 28. September 1928.
- ↑ Mehlis, Christian: Geologisches von der Großen Kalmit. In: Pfälzische Rundschau, Ausgabe: 29 (1928)/ Nr. 267, 28. September 1928.
- ↑ Alle Angaben von Christian Müller.
- ↑ Angabe des Datums in Ortschronik (Teil 2), Seite 370
- ↑ PUBLICATION DES KÖNIGL. PREUSS. GEODÄTISCHEN INSTITUTS. DAS RHEINISCHE DREIECKSNETZ. II. HEFT. DIE RICHTUNGS-BEOBACHTUNGEN. 1878.
- ↑ Landesvermessungsamt Koblenz: Akte vom 8. September 1851 zu den Kosten für die Hauptsignale im Rheinkreis.
- ↑ Anmerkung Matzinger: de.wikipedia.org/wiki/Sender_Kalmit Aufstellung zu den Sendeanlagen am Sendemast Kalmit
- ↑ Leonhardt, Damm, Treptow: Ortschronik Maikammer-Alsterweiler. Ortsgemeinde, Maikammer-Alsterweiler: Ortsgemeinde Maikammer, S. 314
- ↑ V. Von Neustadt nach Edenkoben und Landau., ab Seite 17. Kalmit auf Seite 22. / Woerl's Reisehandführer, Führer durch die bayerische Rheinpfalz , Würzburg 1889, 62 Seiten. Serie Woerl's Reisehandbücher.
- ↑ www.kalmithaus.de/geschichte
- ↑ Eisfeld, Seite 146
- ↑ Eisfeld, S. 146
- ↑ Eisfeld, Erich / Pfälzerwald-Verein Wanderbuch 1928
- ↑ Anmerkung Matzinger: weitere Angaben zur Entstehung unter .pwv-luma.de/wordpress/?page_id=166 Pfälzerwald-Verein Ludwigshafen Mannheim - Kalmithaus
- ↑ Häberle, Daniel (1932): Die neue Kalmitstraße. In: Der Trifels 4: 1
- ↑ Häberle, Daniel (1932): Die neue Kalmitstraße. In: Der Trifels 4: 1
Anmerkungen
- ↑ "Die Kalmit" ist die umgangsprachliche und korrekte Form. "Der Kalmit" wird vereinzelt verwendet. Siehe dazu: Wegweiserstein bei Sankt Martin; Kolb, Georg Friedrich, 1831. Statistisch-topographische Schilderung von Rheinbayern / 1. Die Statistik, Seite 18: „…der höchste Punkt des Haardtgebirges aber, der Kalmit genannt, befindet sich zwischen Edenkoben und Neustadt, und erreicht 2048 Fuß.“ Nachweis unter: Bavarikon oder unter [digitale Sammlungen].
- ↑ Genau 672,6 Meter.
- ↑ Der Stein steht direkt oberhalb der Totenkopfstraße (Sankt Martin nach Breitenstein), also auf Sankt Martiner Gemarkung. An der Stelle zweigt der Kalmitpfad ab.
- ↑ Gegenüber kommt der Pfad vom Bellachini-Weiher hoch, überquert die Totenkopfstraße und geht als Kalmitpfad weiter. Die Stelle liegt, von Sankt Martin kommend, ungefähr 2oo Meter nach der Abzweigung, die zum Haus am Weinberg führt.
- ↑ Anmerkung
- ↑ Anmerkung Matthias Clemens Sigmund Dreyer: de.wikipedia.org/wiki/Sender_Kalmit Aufstellung zu den Sendeanlagen am Sendemast Kalmit
- ↑ Max Joseph (* 27. Mai 1756 in Mannheim; † 13. Oktober 1825 auf Schloss Nymphenburg) stammte aus dem Haus Wittelsbach und war von 1799 bis 1806 als "Maximilian IV." (auch Max IV. Joseph) Kurfürst von Bayern und ab 1806 als "Maximilian I." (auch Max I. Joseph) König von Bayern.
- ↑ J.W. Steger war ein renommierter Bildhauer, der zahlreiche Werke in Neustadt gestaltet hat, siehe dazu: Denkmalliste der Stadt Neustadt an der Weinstraße.
Zitate
- ↑ Friedmann (2013), Seite 330 Zeile 18
- ↑ http://www.otto-wilms.de/Bibliothek/Gedichte/kalmithaus.htm
- ↑ Siehe dazu Ortschronik (Teil 2), Seite 362
- ↑ Dazu schreibt die Bayerische Zeitung (Münchener politische Zeitung), in der Mittags-Ausgabe vom 29.04.1867 unter der Rubrik "Aus der Pfalz, 26. April": "In Maikammer (bei Edenkoben) hat sich ein Comité zu dem Zweck gebildet, auf dem nahen Kalmit-Berge (einem der höchsten Punkte der Pfalz mit der großartigsten Aussicht) einen Thurm zu bauen."
- ↑ =bavaricon
Urkunden
Begriffe
Kategorien
Kalmit gehört den Kategorien an: Alsterweiler, Berg
Matzinger sagt: "letzte Überarbeitung der Seite 03.11.2023". Alle Rechte der Seite bei ©Matthias C.S. Dreyer. Der Name dieser Seite lautet: Kalmit. Nutzen Sie zur Zitierung für Ihr Werk folgende vollständige Angabe: https://www.alsterweiler.net/wiki/Kalmit ©Matthias C.S. Dreyer /abgerufen am 16.05.2026 ↑... Seitenanfang
Referenzierungen
- ^ Friedmann, Andreas Urban (2013)
Autoren sind Pflichtangabe, ggf. N.N.
Kein Titel angegeben.
Kein Schlüssel angegeben.
Seite: 494 494
Kein Zitat angegeben.
Eine Übertragung fehlt.
Es gibt keine Anmerkung.
Schlagwort: Haingeraide · Alsterweiler · Ordnung · Weistum
Quelle: Weistümer und Ordnungen pfälzischer Marknutzungsgenossenschaften und Großwaldungen
Erscheinungsjahr: 2013
Die Einstufung fehlt noch.
Sammlung: Weistum · Haingeraide
LINK: Haingeraide
Eine PDF-Angabe fehlt.
Es ist keine Wikiseite vorhanden. - ^ Hoffmann und Cerf (1823).
Titel: Plan über die Theilung der 5te HainGeraideWaldung unter die Gemeinden Didesfeld, Maykammer, Kirrweiler und St. Martin..
In: keine, Hoffmann und Cerf (Hg.),, Maikammer-Alsterweiler,, Band ,Heft Nummer: 1)
Seite: 1
Ein Schlüssel fehlt.
Eine Übertragung fehlt.
Anmerkung: Die gültige Kartenreferenz zur Teilung der Vierten Mittelhaingeraide.
Schlagwort: Plan · Plan · Haingeraide · Vierte Mittelhaingeraide · Teilung · Alsterweiler
Quelle: Plan über die Theilung der 5te HainGeraideWaldung
Erscheinungsjahr: 1823
Erscheinungstag: Eine Tagesangabe (Erscheinungstag) fehlt.
Stufe: 6
Sammlung: Alsterweiler · Plan · Teilung
Ein Link fehlt.
Eine PDF-Angabe fehlt.
DOI: DOI nicht vorhanden.
Es ist keine Wikiseite vorhanden. - a b c Titel: Geschichte von Maikammer=Alsterweiler.
Schlüssel: Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Seiten#Seite_122
Seite: Seite_122
Zitat: Auf der Kalmit, dem höchsten Berge der Geraide und des ganzen Haardtgebirges, hatte Napoleon I. einen Beobachtungsposten, darum wurde ein hölzerner Signalturm errichtet. Im Jahre 1824 wurde das Denkmal zur Erinnerung an das 25jährige Regierungsjubiläum des ersten Bayernkönigs aufgestellt. Der dabei gegebene Name "Maxhöhe" kam nicht in Gebrauch. Im Jahre 1868 wurde der heute noch stehende Turm gebaut. Bei der am 30. August stattgefundenen Einweihung nahm die Bevölkerung aus der ganzen Umgebung teil. Seit der Gründung des Pfälzerwald-Vereins und seiner Ortsgruppen ist die Kalmit das Ziel vieler Ausflügler. Darum baute schon bald nach seiner Gründung in den ersten Jahren dieses Jahrhunderts die Ortsgruppe Ludwigshafen a. Rh. ein Blockhaus auf dem Gipfel der Kalmit. Am 1. September 1918 feierte man droben das goldene Jubiläum der Einweihung des Kalmitturmes. Der Turm war mit Kränzen und Fahnen geschmückt. Herr Direktor Ketterer von Ludwigshafen a. Rh. hielt eine Ansprache an die zahlreich erschienenen Festgäste, in welcher er die Geschichte des Turmes darlegte und seine Verwendung früher und jetzt besprach.
Übertragung: Eine Übertragung fehlt.
Es gibt keine Anmerkung.
Es gibt keine Notes.
Schlagwort: Alsterweiler · König Max I. · Kalmit · Denkmal · Einweihungsfeier
Quelle:
Vorkommnis: Ein Datum für das Vorkommnis fehlt.
Vorkommnistag: Eine Tagesangabe (Vorkommnistag) fehlt.
Die Einstufung fehlt noch.
Sammlung: Die Zuordnung zu einer Sammlung fehlt.
LINK: Kalmit
Eine urn fehlt.
PDF: https://alsterweiler.matthiasdreyer.de/images/7/7d/Geschichte_von_Maikammer%3DAlsterweiler_Seite_122.pdf
WIKI: [[1]] - ^ Titel: Geschichte von Maikammer=Alsterweiler.
Schlüssel: Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Seiten#Seite_123
Seite: Seite_123
Zitat: Der Turm ist am 1. April 1928 zusammengestürzt.
Übertragung: Eine Übertragung fehlt.
Es gibt keine Anmerkung.
Es gibt keine Notes.
Schlagwort: Alsterweiler · Kalmit · Einsturz
Quelle:
Vorkommnis: Ein Datum für das Vorkommnis fehlt.
Vorkommnistag: Eine Tagesangabe (Vorkommnistag) fehlt.
Die Einstufung fehlt noch.
Sammlung: Die Zuordnung zu einer Sammlung fehlt.
LINK: Kalmit
Eine urn fehlt.
PDF: https://alsterweiler.matthiasdreyer.de/w/images/7/7d/Geschichte_von_Maikammer%3DAlsterweiler_Seite_123.pdf
WIKI: [[1]] - ^ Titel: Geschichte von Maikammer=Alsterweiler.
Schlüssel: Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Seiten#Seite_51
Seite: Seite_51
Zitat: Am 16. Februar 1824 beschloß der Gemeinderat zur Erinnerung an das 25jährige Regierungsjubiläum des Königs Max I. der Kalmit den Namen „Maxhöhe" zu geben und daselbst ein Denkmal aufzustellen. Steinhauer Johann Martin Baumann schuf dasselbe um 1666 fl.
Übertragung: Eine Übertragung fehlt.
Anmerkung: Gemeinderatsbeschluss vom 16. Februar 1824
Es gibt keine Notes.
Schlagwort: Alsterweiler · König · Max I. · Gemeinderat · Johann Martin Baumann · Bildhauer
Quelle:
Vorkommnis: Ein Datum für das Vorkommnis fehlt.
Vorkommnistag: Eine Tagesangabe (Vorkommnistag) fehlt.
Die Einstufung fehlt noch.
Sammlung: Die Zuordnung zu einer Sammlung fehlt.
LINK: Kalmit
Eine urn fehlt.
PDF: https://alsterweiler.matthiasdreyer.de/images/7/7d/Geschichte_von_Maikammer%3DAlsterweiler_Seite_151.pdf
WIKI: [[1]] - ^ Tschirner, Adolf. (1935), Titel: Ein Wingert auf 670 m Höhe.
In: Pfälzischer Kurier / Die Pfalz, (Hg.) (Herausgeber fehlt, bitte angeben.) ,
Seite: Seite_1935-Juni-15-Sa
Schlüssel: Pfälzischer Kurier#1935-Juni-15-Sa
Kein Zitat angegeben.
Übertragung: Ein Wingert in 670 m Höhe Besuch im pflanzenklimatischen Versuchsgarten auf der Kalmit Interessante Beobachtungen Von Adolf Tschirner Einen Garten auf der Kalmit, in dem Blumen, Obst und Reben wachsen? Gibt es denn das? So wird wohl mancher fragen. Ja, es gibt auf dem höchsten Punkte der Kalmit einen Garten und auch einen Wingert. Diese Dinge sind aber nicht ihrer selbst wegen da, sondern stehen im Dienste der Wissenschaft. 1932 wurde der Garten auf der Kalmit angelegt. Man will hier, in Verbindung mit der Arbeit des Observatoriums, die Einwirkungen des Wetters und des Klimas in dieser Höhe auf die Pflanzen studieren. Es soll mit wissenschaftlicher Sicherheit und echt deutscher Gründlichkeit festgestellt werden, um wieviel später in dieser Höhe die Pflanzen grünen, blühen und gedeihen. Was man nun in den wenigen Jahren des Bestehens dieses seltsamen Gartens der Natur hier oben abgelauscht hat, gehört mit zu den interessantesten Forschungsergebnissen des Kalmitobservatoriums. Wir ließen uns vom Wetterwart, Assessor Burghardt, etwas über die Forschungsergebnisse erzählen. Die Beobachtungen haben ergeben, daß hier in 670 Meter Höhe der Wachstumsunterschied gegenüber den Pflanzen unten in der sonnigen Ebene sechs bis acht Wochen ausmacht. Vor etwa zwölf Tagen erschienen an den Weinstöcken auf der Kalmit schüchtern die ersten grünen Blättchen! Hier oben werden die Trauben niemals reif. Die Beeren bleiben hart und grün und erfrieren in den ersten kalten Nächten des Septembers. Selbst mit einer ganz späten Spätlese ists hier oben „Essig“! Aber diesen kleinen Wingert auf der Kalmit zu schauen, gehört mit zum Erleben dieses großen Berges. Im Garten selbst siehts nun freilich seltsam genug aus! Man erkennt – ohne vom Fach zu sein – sofort den wissenschaftlichen Charakter dieser kleinen Anlage. Und noch etwas hatte uns überrascht: Die vielen Vergißmeinnicht am Wegrande strahlen in einem Blau, das die bescheidene Pflanze in der Ebene nicht auszeichnet. Denn die ultraviolette Strahlung ist in dieser Höhe größer und macht die Farben der Pflanzen intensiver. Diese Strahlungswirkungen sind es, die man in diesen Garten genau untersucht. Da stehen Gladiolen vor einem schwarzen und einem weißen Halbzylinder. Die Pflanze vor dem schwarzen Hintergrund wächst langsamer als die Nachbarin vor der strahlend weißen Rückwand. Wetterharte Pflanzen, Gräser und Moose gedeihen prächtig. Im kleinen Alpinum des Gartens sind Edelweiß, Enzian und wie die würzigen Alpenblumen und Kräuter alle heißen, in dieser Höhe in ihrem Element. Dagegen siehts bei den Getreidearten traurig aus. Die anspruchsvollen Halmfrüchte des deutschen Landmannes kommen in dieser Höhe nicht recht vorwärts. Auch die Rosen, die in der Ebene in allen Farben duften und blühen, haben eben die ersten Knospen angesetzt. Das alles wird genau beobachtet und notiert, und die Ergebnisse werden dem Reichswetterdienst zugeleitet, der sie im Interesse der Landwirtschaft und der Gartenbaubetriebe verwertet. Die neuste Errungenschaft im pflanzenklimatischen Garten ist die Taumessung. Die Tauwaage aus Roßhaaren ist ein zierliches Instrument. Mit ihr kann festgestellt werden, wie der Tau mengenmäßig fällt. Diese Beobachtung soll dem Weinbau dienen und in höheren Lagen für die Erziehungsart der Rebenstöcke ausschlaggebend sein. Pflanzen, Bäume und Sträucher im Dienste der Wissenschaft beherbergt der Garten auf der Kalmit. Und beim Durchschreiten dieser Anlage, beim sinnenden Verweilen vor den interessanten Pflanzen, bekamen wir unbedingte Achtung vor der Gründlichkeit deutscher Wissenschaft, deren Ergebnisse aus ständigen Beobachtungen dem Volksganzen zugute kommen!
Es gibt keine Anmerkung.
Schlagwort: 1916 · Eugen Alt · Kalmit · Meteorologie · Neumayer · Observatorium · Wetterbeobachtung · Wetterwarte · Gutachten
Quelle: Pfälzischer Kurier
Erscheinungsjahr: 1935
Erscheinungstag: 15. Juni
Stufe: 6
Sammlung: Kalmit
Ein Link fehlt.
Eine urn fehlt.
Eine PDF-Angabe fehlt.
WIKI: Kalmit