Die Seite für Alsterweiler von Matthias C.S. Dreyer u.a.

LA Sp U 103 Nr.589: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Alsterweiler
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{{Urkunde|
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|Bild=person.jpg
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|Bild=Titelseite trennung alsterweiler LA Sp U 103 Nr589.jpg
 
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|Ausstellung=1831 Juni 02
 
|Ausstellung=1831 Juni 02
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|Titel=Spezialbetreff: Trennung des Ortstheiles Alsterweiler von der Gemeinde Maikammer-Alsterweiler
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|Inhalt=Akte, Konvolut von Briefen
 
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|Umfang=Mehrere Seiten
 
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|Weitere Personen=Eingabe bitte unter P1 bis P4
 
|Weitere Personen=Eingabe bitte unter P1 bis P4
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|Zitat=um Alsterweiler, seines selbst unumgänglich nothwendigen Eigenthums zu berauben
|Schlagwort=Trennung;Alsterweiler;Maikammer
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|Schlagwort=Trennung;Alsterweiler;Maikammer;Gemeindestall;Viehhaus;Pferdestall;Trennung Alsterweiler Maikammer;Jakob Franz Humm (1790);Georg Anton Platz; Johann Friedrich Eisenbiegler;Peter Heinrich Kühn; Georg Rochus Ziegler; Bernhard Denier;Friedrich Thirolf; Johannes Lorenz; Johann Michael Platz; Franz Peter Platz; Georg Frankmann;Michael Platz;Andreas Hauck (1773);Georg Sebastian Humm;Nikolaus Groß;
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|Sammlung=Urkunde;Akte
}}Die [[Urkunde]] (es handelt sich um ein Konvolut von Briefen) trägt den Titel: '''Trennung des Ortstheiles Alsterweiler von der Gemeinde Maikammer'''. {{PAGENAME}} enthält den Antrag der Bürger von Alsterweiler auf [[Trennung Alsterweiler Maikammer|Trennung]] von der Hauptgemeinde Maikammer. Darunter befindet sich auch die Aufforderung an die Regierung, Kammer des Innern, nach Trennung wegen der Benachteiligungen durch den Gemeinderat von Maikammer[[CiteRef::Leonhardt (1928)/Seite53/1|Leonhardt (1928)]].
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}}Die [[Urkunde]] (es handelt sich um eine [[Akte]], ein Konvolut von Briefen in einem Einband mit dem Titel: Akten der Gemeinde Maikammer-Alsterweiler. / Spezialbetreff:)<ref group=anm>Auf der Seite Alsterweiler wird nicht nicht streng systematisch zwischen Akten und Urkunden unterschieden. Das erleichtert die Zuordnung und Anwendung.</ref><ref>Sehen Sie zum Unterschied zwischen Akten und Urkunden, [https://www.adfontes.uzh.ch/tutorium/dokumente-finden/suche-im-archiv/archivalien-urkunden-und-akten/ abgerufen am 27.02.2026]: "Die Unterteilung des Archivgutes in Urkunden und Akten ist eine idealtypische Unterscheidung und geht zurück auf die Aktenlehre der 1950er Jahre, die der Systematik der Diplomatik verpflichtet ist. Akten werden primär als Nicht-Urkunden behandelt. Während aus dieser Sicht Urkunden einen Rechtsakt festhalten, geben Akten ihn als Handlung wieder.
 +
Akten unterscheiden sich aber auch in zeitlicher Dimension von Urkunden: Akten werden aktualisiert, Urkunden repräsentieren einen Rechtszustand auf Dauer. Eine Zuteilung kann ausserdem nach formalen Kriterien erfolgen: Während die Gestaltung einer Urkunde für ihre Echtheit bürgt, richtet sich die Darstellung der Akten nach administrativen Prinzipien. Urkunden unterscheiden sich von Akten durch den repräsentativen Gebrauch von Schrift und graphischen Symbolen. Aus Gründen der Beschaffenheit (Pergament, Format, Siegel) werden Urkunden einzeln, Akten hingegen geheftet, gebunden oder gebündelt in Mappen oder Schachteln aufbewahrt.
 +
Das Aktenwesen wird aufgrund der Kanzleireglemente, die um 1500 entstehen, zunehmend formalisiert."</ref> trägt den Titel: '''Trennung des Ortstheiles Alsterweiler von der Gemeinde Maikammer-Alsterweiler'''. {{PAGENAME}} enthält den Antrag der Bürger von [[Alsterweiler]] auf [[Trennung Alsterweiler Maikammer|Trennung]] von der Hauptgemeinde Maikammer. Darunter befindet sich auch die Aufforderung an die Regierung, Kammer des Innern, nach Trennung wegen der Benachteiligungen durch den Gemeinderat von Maikammer[[CiteRef::Leonhardt (1928)/Seite53/1|Leonhardt (1928)]].
  
==Urkunde==
+
==Urkunde - Akte==
 
Akten der Gemeinde
 
Akten der Gemeinde
 
Maikammer=Alsterweiler
 
Maikammer=Alsterweiler
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Indem die gehorsamst unterzeichneten
 
Indem die gehorsamst unterzeichneten
Bürger der Gemeinde Alsterweiler, Land-
+
Bürger der Gemeinde Alsterweiler,  
kommissiariats Landau, es wagen, königl.
+
Landkommissiariats Landau, es wagen, königl.
 
Regierung ihre erhfurchtsvolle Bitte
 
Regierung ihre erhfurchtsvolle Bitte
 
vorzutragen, daß ihre Gemeinde von jener
 
vorzutragen, daß ihre Gemeinde von jener
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Verwaltung erklärt werden möge glau,
 
Verwaltung erklärt werden möge glau,
 
ben sie, köngigl. Regierung, vor allem
 
ben sie, köngigl. Regierung, vor allem
die großen Nachtheile, welche für Al-
+
die großen Nachtheile, welche für  
sterweiler aus dem Verbande mit Mai-
+
Alsterweiler aus dem Verbande mit  
kammer erwachsen, aus einandersetzen
+
Maikammer erwachsen, aus einandersetzen
 
zu müssen, unter welchen diese Gemeinde
 
zu müssen, unter welchen diese Gemeinde
 
die ihrige von jeher gehalten hat, und
 
die ihrige von jeher gehalten hat, und
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derselben betrachten zu müssen.
 
derselben betrachten zu müssen.
 
Da Alsterweiler von jeher, und seit
 
Da Alsterweiler von jeher, und seit
den ältesten Zeiten mit Maikammer ver-
+
den ältesten Zeiten mit Maikammer  
einigt war, ja sogar früher als dieses
+
vereinigt war, ja sogar früher als dieses
 
existierte, und mit mit diesem immer
 
existierte, und mit mit diesem immer
 
eine Gemeinde bildete, so wurden auch
 
eine Gemeinde bildete, so wurden auch
alle Erwerbungen von Eigenthum ge
+
alle Erwerbungen von Eigenthum  
meinschaftlich gemacht, und Alsterweiler
+
gemeinschaftlich gemacht, und Alsterweiler
 
hat das Recht, den verhältniß mäßigen
 
hat das Recht, den verhältniß mäßigen
 
Antheil an dem Eigenthum der Gemein
 
Antheil an dem Eigenthum der Gemein
 
de in Anspruch zu nehmen. Es gebührt
 
de in Anspruch zu nehmen. Es gebührt
ihm daher auch der verhälntismäßige An-
+
ihm daher auch der verhälntismäßige  
theil an den Einkünften; es kann mit Recht
+
Antheil an den Einkünften; es kann mit Recht
verlangen, daß ein verhälnis mäßiger An-
+
verlangen, daß ein verhälnis mäßiger  
theil dieser Einkünfte zu seinem besten
+
Antheil dieser Einkünfte zu seinem besten
 
verwendet werden. - Allein seit Jahren
 
verwendet werden. - Allein seit Jahren
 
hat es eine solche Gunst sich nicht zu er
 
hat es eine solche Gunst sich nicht zu er
 
freuen gehabt.
 
freuen gehabt.
 
In welch furchtbar vernachläßigtem
 
In welch furchtbar vernachläßigtem
Zustand das Pflaster des Ortes Alster-
+
Zustand das Pflaster des Ortes Alsterweiler
weiler ist, bedarf keiner weitläufigen
+
ist, bedarf keiner weitläufigen
 
Erörterung. Der einfachste Augenschein
 
Erörterung. Der einfachste Augenschein
 
sagt mehr, als Worte sagen mögen. Die
 
sagt mehr, als Worte sagen mögen. Die
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zu kaufen, kommen nicht mehr dahin,
 
zu kaufen, kommen nicht mehr dahin,
 
und haben sich anderwärts hingewendet.-
 
und haben sich anderwärts hingewendet.-
Ebenso meiden alle Handelsleute, wel
+
Ebenso meiden alle Handelsleute,  
che Heu, Stroh, Kartoffeln, Kraut, Hanf etc.(?)
+
welche Heu, Stroh, Kartoffeln, Kraut,  
zu verkaufen haben, diesen Ort, wegen
+
Hanf etc.(?) zu verkaufen haben, diesen Ort, wegen
 
der schlechten Weege. Statt wie in an
 
der schlechten Weege. Statt wie in an
 
deren gemeinden ihren Bedarf vor ihrer
 
deren gemeinden ihren Bedarf vor ihrer
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von Alsterweiler ihre Bedürfnisse auf
 
von Alsterweiler ihre Bedürfnisse auf
 
auswärtigen Märkten kaufen, wobey
 
auswärtigen Märkten kaufen, wobey
sie aber den Nachtheil haben, daß so-
+
sie aber den Nachtheil haben, daß  
bald die Verkäufer hören, daß sie die
+
sobald die Verkäufer hören, daß sie die
 
verkauften Waren auf Alsterweiler
 
verkauften Waren auf Alsterweiler
 
fahren sollen, es entweder ganz
 
fahren sollen, es entweder ganz
 
verweigern, oder sich nur dann dazu
 
verweigern, oder sich nur dann dazu
verstehen, wenn ihnen ein mehr-
+
verstehen, wenn ihnen ein mehrfaches
faches Mehrgeboth gemacht wird.
+
Mehrgeboth gemacht wird.
 
Nicht minder nachtehilig wirkt
 
Nicht minder nachtehilig wirkt
dieser Zustand der Straße auf den Acker-
+
dieser Zustand der Straße auf den  
bau;- In der Erndte und im Herbste
+
Ackerbau;- In der Erndte und im Herbste
 
können die Fuhren nur halbe Ladung
 
können die Fuhren nur halbe Ladung
 
nehmen, und wenn man mit einem
 
nehmen, und wenn man mit einem
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Seite 4<br />
 
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Frucht beladen, an das Ort kommt, so
 
Frucht beladen, an das Ort kommt, so
müßen immer mehrere Männer zu Hül-
+
müßen immer mehrere Männer zu Hülfe
fe gerufen werden, um das Furhwerk
+
gerufen werden, um das Fuhrwerk
 
zu unterstützen, und das Umwerfen
 
zu unterstützen, und das Umwerfen
des selben zu verhüten.- Königliche Re-
+
des selben zu verhüten.- Königliche  
gierung wird leicht ermeßen, welchen
+
Regierung wird leicht ermeßen, welchen
 
schädlichen Einfluß dieser Zustand auf
 
schädlichen Einfluß dieser Zustand auf
 
den Ackerbau und auf den Wohlstand der
 
den Ackerbau und auf den Wohlstand der
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Dieser Zustand aber, den königliche
 
Dieser Zustand aber, den königliche
 
Regierung gewiß für kaum möglich
 
Regierung gewiß für kaum möglich
halten wird, ist nicht erst neu entstan
+
halten wird, ist nicht erst neu entstanden.
den. Er dauert schon seit so langer zeit,
+
Er dauert schon seit so langer zeit,
 
daß die Gemeinde Alsterweiler bereits
 
daß die Gemeinde Alsterweiler bereits
im Jahre 1817 deswegen bey dem Bürg
+
im Jahre 1817 deswegen bey dem  
ermeister sich zu beschweren und die  
+
Bürgermeister sich zu beschweren und die  
Herstellung, oder wenigstens die Fahr
+
Herstellung, oder wenigstens die  
barmachung des Pfalsters zu verlangen
+
Fahrbarmachung des Pfalsters zu verlangen
 
sich genöghtiget sah.- Man vertröstete
 
sich genöghtiget sah.- Man vertröstete
 
sie damals bis dahin, wo der Gemeinderathe
 
sie damals bis dahin, wo der Gemeinderathe
 
die Mittel dazu haben würde. Aber fünf
 
die Mittel dazu haben würde. Aber fünf
zehn Jahre sind seitdem vorübergegan
+
zehn Jahre sind seitdem vorübergegangen,
gen, ohne daß irgend etwas für Alster-
+
ohne daß irgend etwas für Alsterweiler
weiler gethan worden wäre.
+
gethan worden wäre.
 
Indessen hat es während der Zeit
 
Indessen hat es während der Zeit
der Gemeinderathe nicht an Mittel ge
+
der Gemeinderathe nicht an Mittel gefehlt
fehlt die seitdem für die Gemeinde Mai-
+
die seitdem für die Gemeinde Maikammer,
kammer, mit einem Aufwande von vie
+
mit einem Aufwande von vielen tausend
len tausend Gulden gemacht zum Theil
+
Gulden gemacht zum Theil
unnütze und überflüßige Verwen
+
unnütze und überflüßige Verwendungen
dungen beweißen, von welchen die
+
beweißen, von welchen die
 
 
 
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Unterzeichneten nur die tolle Pfla
+
Unterzeichneten nur die tolle Pflaster-Anlagen  
ster-Anlagen in der Hafengasse dahier(gestrichen)
+
in der Hafengasse dahier (gestrichen)
 
vom Jahr 1829 anführen wollen, bey
 
vom Jahr 1829 anführen wollen, bey
 
welcher man den Bürgern das Wasser
 
welcher man den Bürgern das Wasser
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die Höfe auszufüllen und die Thor
 
die Höfe auszufüllen und die Thor
 
bogen höher zu setzen.
 
bogen höher zu setzen.
Alsterweiler Bürger harrten ge-
+
Alsterweiler Bürger harrten geduldig,
duldig, in der Hoffnung, daß  man
+
in der Hoffnung, daß  man
 
zu Maikammer doch einmal an sie
 
zu Maikammer doch einmal an sie
denken, einmal ihnen Zustand wür
+
denken, einmal ihnen Zustand würdigen,
digen, dem gefühle von Recht und bil-
+
dem Gefühle von Recht und Billigkeit
ligkeit Raum geben werden. Eine
+
Raum geben werden. Eine
traurige Erfahrung hat sie nun über
+
traurige Erfahrung hat sie nun überzeugt,
zeugt, daß dieses Hoffnung vergebens
+
daß dieses Hoffnung vergebens
ist, und daß ihre Herrn von Mai
+
ist, und daß ihre Herrn von Maikammer
kammer nur ihre Interessen, welche
+
nur ihre Interessen, welche
 
sie Interessen der Gemeinde nennen,
 
sie Interessen der Gemeinde nennen,
 
berücksichtigen.
 
berücksichtigen.
Maikammer wurde in dieser Zwi-
+
Maikammer wurde in dieser Zwischenzeit
schenzeit nit ganz, einige Straßen zweimal
+
nit ganz, einige Straßen zweimal
 
gepflastert, und in diesem Augenblicke
 
gepflastert, und in diesem Augenblicke
 
noch, wird, mit dem Gelde, welches
 
noch, wird, mit dem Gelde, welches
 
nach dem Büdget für die Herstellung
 
nach dem Büdget für die Herstellung
des Pfalsters von Alsterweiler
+
des Pflasters von Alsterweiler
angeblich bestimmt war, das Pfla-
+
angeblich bestimmt war, das Pflaster
ster einer Nebenstraße mit theu-
+
einer Nebenstraße mit theurem
rem Steinen hergestellt, während
+
Steinen hergestellt, während
man seit fünfzehn Jahren für Alster-
+
man seit fünfzehn Jahren für  
weiler kein Geld zur Herstellung
+
Alsterweiler kein Geld zur Herstellung
 
der Hauptstraße finden kann;
 
der Hauptstraße finden kann;
  
 
 
 
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obgleich nicht ermangelte, die Ein
+
obgleich nicht ermangelte, die Einwohner
wohner der letzern Gemeinde zu allen
+
der letzern Gemeinde zu allen
 
Dienstleistungen und Beyträgen bey zu
 
Dienstleistungen und Beyträgen bey zu
ziehen, während vor 10 Jahren das Ge-
+
ziehen, während vor 10 Jahren das Gemeindehaus
meindehaus zu Maikammer gebaut wur
+
zu Maikammer gebaut wurde, so wie als man dort die Straße  
de, so wie als man dort die Straße pfla
+
pflasterte, und späther die Kommunikationsweege
sterte, und späther die Kommunikations-
+
mit Kirrweiler und St.Martin.
weege mit Kirrweiler und St.Martin.
+
machte, mußte Alsterweiler alle Lieferungen
machte, mußte Alsterweiler alle Lie
+
an Steinen, Sand etc(?) machen
ferungen an Steinen, Sand etc(?) machen
 
 
und noch obendrein in mancher Weise
 
und noch obendrein in mancher Weise
drey bis 4 Tage frohnden leisten; al-
+
drey bis 4 Tage frohnden leisten; allein
lein man dachte nicht daran, daß auch
+
man dachte nicht daran, daß auch
Alsterweiler eines Kommunikations-
+
Alsterweiler eines Kommunikationsweges
weges bedürfe. Die Bürger dieser  
+
bedürfe. Die Bürger dieser  
 
Gemeinde, denen das Gesez doch gleiche
 
Gemeinde, denen das Gesez doch gleiche
 
Rechte mit jenen von Maikammer
 
Rechte mit jenen von Maikammer
 
gewährt, sind zu Maikammer Gebote (??)
 
gewährt, sind zu Maikammer Gebote (??)
geworden. Sklaven eigensüchtiger Men-
+
geworden. Sklaven eigensüchtiger Menschen,
schen, die sich nicht entblöden, die gerechten
+
die sich nicht entblöden, die gerechten
 
Forderungen der Alsterweiler Bürger
 
Forderungen der Alsterweiler Bürger
nicht blos mit Härte, sondern mit despo-
+
nicht blos mit Härte, sondern mit despotischem
tischem Hohn von sich zu weisen, und nun,
+
Hohn von sich zu weisen, und nun,
 
nachdem sie sich Jahre lang mit eiteln
 
nachdem sie sich Jahre lang mit eiteln
 
Versprechungen hingehalten, ihnen zu
 
Versprechungen hingehalten, ihnen zu
Zeile 249: Zeile 249:
 
mehr zu ertragende Schicksal der
 
mehr zu ertragende Schicksal der
 
Alsterweiler Bürger, und zugleich den
 
Alsterweiler Bürger, und zugleich den
rohen despotismus der Maikammer
+
rohen Despotismus der Maikammer
 
Herrn anschaulich zu machen; dieser Herrn,
 
Herrn anschaulich zu machen; dieser Herrn,
 
welche sich nicht damit begnügten, daß sie
 
welche sich nicht damit begnügten, daß sie
 
den Ertrag aller Holzhiebe, so wie der(?)
 
den Ertrag aller Holzhiebe, so wie der(?)
 
Gemeindegelder und Gefälle einzig und
 
Gemeindegelder und Gefälle einzig und
ausschließlich zum Vortheil von Maikam-
+
ausschließlich zum Vortheil von Maikammer
mer zu ung(gestrichen) verwenden, sondern
+
zu ung (gestrichen) verwenden, sondern
auch noch alles aufsuchten, um Alster-
+
auch noch alles aufsuchten, um Alsterweiler,
weiler, seines selbst unumgänglich noth-
+
seines selbst unumgänglich nothwendigen
wendigen Eigenthums zu berauben.
+
Eigenthums zu berauben.
 
So besaß Alsterweiler ein Haus mit
 
So besaß Alsterweiler ein Haus mit
 
Stallung, wo man, wenn Pferde in die
 
Stallung, wo man, wenn Pferde in die
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verkauften die Maikammerer Herrn vor
 
verkauften die Maikammerer Herrn vor
 
einigen Monaten dieses Haus und Stall.
 
einigen Monaten dieses Haus und Stall.
An dem Weege, welcher von Alster-
+
An dem Weege, welcher von Alsterweiler
weiler nach Unterhambach führt, ver-
+
nach Unterhambach führt, verkauften
kauften sie, an Georg Platz von Mai-
+
sie, an Georg Platz von Maikammer
kammer aus der Mitte ein Stück
+
aus der Mitte ein Stück
 
von entlichen und dreyßig Ruthen,
 
von entlichen und dreyßig Ruthen,
 
wodurch nicht nur die Communication
 
wodurch nicht nur die Communication
mit Unterhambach unterbrochen son-
+
mit Unterhambach unterbrochen sondern
dern es auch den Gutsbesitzern in
+
es auch den Gutsbesitzern in
 
Alsterweiler unmöglich gemacht ist, auf
 
Alsterweiler unmöglich gemacht ist, auf
 
ihre Felder im Klausenthal anders zu
 
ihre Felder im Klausenthal anders zu
 
kommen, als auf einem Fußweege
 
kommen, als auf einem Fußweege
 
oder auf einem großen Umweege.
 
oder auf einem großen Umweege.
An einem anderen Communikations-
+
An einem anderen Communikationsweeg
weeg welcher von Alsterweiler nach
+
welcher von Alsterweiler nach
Edenkoben zieht, verkauften sie eben-
+
Edenkoben zieht, verkauften sie ebenfalls
  
 
 
 
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falls an Johannes Platz, längs des
+
an Johannes Platz, längs des
 
Weegs auf den Oberwiesen, oder an
 
Weegs auf den Oberwiesen, oder an
 
den sogenannten Pfaffenweeg, ein Stück
 
den sogenannten Pfaffenweeg, ein Stück
 
von etlichen und vierzig Ruthen, wodurch
 
von etlichen und vierzig Ruthen, wodurch
 
der Weeg geschmälert, und für Fuhrwerke
 
der Weeg geschmälert, und für Fuhrwerke
zum Nachtheil der dort begüterten un-
+
zum Nachtheil der dort begüterten unbrauchbar
brauchbar gemacht wurde.
+
gemacht wurde. Überall sonst sucht man durch  
Überall sonst sucht man durch Unter-
+
Unterhaltung der Weege, selbst durch Anlage
haltung der Weege, selbst durch Anlage
 
 
neuer, die Kommunikationen mit den
 
neuer, die Kommunikationen mit den
 
Feldern, im Interesse des Ackerbaues
 
Feldern, im Interesse des Ackerbaues
zu erlichtern: hier in den neuen Aldern(???),
+
zu erleichtern: hier in den neuen Aldern(???),
 
läßt man nicht nur die Weege verderben,
 
läßt man nicht nur die Weege verderben,
 
sondern sperrt und hemmt die Verbindung
 
sondern sperrt und hemmt die Verbindung
Zeile 302: Zeile 301:
 
wahrscheinlich noch besser zum Zwecke zu
 
wahrscheinlich noch besser zum Zwecke zu
 
kommen.
 
kommen.
Die Herrn von Maikammer belästi-
+
Die Herrn von Maikammer belästiget
get durch die Beschwerden der von Al-
+
durch die Beschwerden der von Alsterweiler,
sterweiler, besonders aber des biedern
+
besonders aber des biedern
Sebastian Straub, des einzigen Alster-
+
Sebastian Straub, des einzigen Alsterweiler
weiler Bürgers im Gemeinderathe, und
+
Bürgers im Gemeinderathe, und
 
um zu verhindern, daß diese Letzeren(?)
 
um zu verhindern, daß diese Letzeren(?)
 
keine zu tiefe Blicke in die Geheimnisse
 
keine zu tiefe Blicke in die Geheimnisse
 
der Maikammerer Finanz. Verwaltung
 
der Maikammerer Finanz. Verwaltung
 
thun mögten, haben endlich für gut
 
thun mögten, haben endlich für gut
gefunden keinen alsterweiler Einwoh-
+
gefunden keinen Alsterweiler Einwohner
ner mehr in den Gemeinderath aufzuneh-
+
mehr in den Gemeinderath aufzunehmen,
men, in der Hoffnung, so ihre Oberherr-
+
in der Hoffnung, so ihre Oberherrschaft
schaft über ihre Alsterweiler Unterthanen,
+
über ihre Alsterweiler Unterthanen,
 
- denn nur so sind diese angesehen und
 
- denn nur so sind diese angesehen und
 
behandelt - dauerhaft zu begründen, und
 
behandelt - dauerhaft zu begründen, und
Zeile 335: Zeile 334:
 
erlauben, ohne in eine weitläufige
 
erlauben, ohne in eine weitläufige
 
Erörterung der Art einzugehen, wie
 
Erörterung der Art einzugehen, wie
bisher der Gemeindehaushalt zu Mai-
+
bisher der Gemeindehaushalt zu Maikammer
kammer gefürt wurde, wie dort
+
gefürt wurde, wie dort
 
die unnöthigsten Unternehmungen
 
die unnöthigsten Unternehmungen
 
gemacht, und gutgeheisen, und der
 
gemacht, und gutgeheisen, und der
Veramuthung der geheimen Theilneh-
+
Vermuthung der geheimen Theilnehme
me kaum gegeben wurde, wünschen
+
kaum gegeben wurde, wünschen
und bitten die Einwohner von Alster-
+
und bitten die Einwohner von Alsterweiler
weiler um nichts, als um gänliche Tren-
+
um nichts, als um gänliche Trennung
nung von Maikammer, um Trennung
+
von Maikammer, um Trennung
 
in politischer und finanzieller Hinsicht,
 
in politischer und finanzieller Hinsicht,
 
in Gemeindegut, in Wald, und Bann,
 
in Gemeindegut, in Wald, und Bann,
aber auch um Verrechnung der Alster-
+
aber auch um Verrechnung der Alsterweiler,
weiler, seit fünfzehn Jahren zukom-
+
seit fünfzehn Jahren zukommenden,
menden, und außer einem kleinen Theil
+
und außer einem kleinen Theil
 
für das Schulhaus, nicht in seinem Nützen
 
für das Schulhaus, nicht in seinem Nützen
 
verwendeten Antheils der Nutzungen,
 
verwendeten Antheils der Nutzungen,
Zeile 360: Zeile 359:
 
Die Gemeinde Alsterweiler darf
 
Die Gemeinde Alsterweiler darf
 
die Gewährung ihrer Selbständigkeit  
 
die Gewährung ihrer Selbständigkeit  
mit um so größerer Zuversicht erwar-
+
mit um so größerer Zuversicht erwarten,
ten, als ihm Bevölkerung von 140 Bür-
+
als ihm Bevölkerung von 140 Bür-
gern, mit fast 800 seelen stark ge-
+
gern, mit fast 800 Seelen stark genug
nug ist, um eine eigene Gemeinde zu
+
ist, um eine eigene Gemeinde zu
 
bilden, da unter den 49 Gemeinden des
 
bilden, da unter den 49 Gemeinden des
 
Landkommissariats bereits 23 sind,
 
Landkommissariats bereits 23 sind,
obgleich weit schwächer in der Seelen-
+
obgleich weit schwächer in der Seelenzahl
zahl doch ihre eigene Verwaltung haben,
+
doch ihre eigene Verwaltung haben,
 
und als diese Selbständigkeit zur Zeit
 
und als diese Selbständigkeit zur Zeit
der französische republikanischen Ver-
+
der französische republikanischen Verfassung,
fassung, wo Alsterweiler seinen eige-
+
wo Alsterweiler seinen eigenen
nen Munizipal-Agenten hatte, schon
+
Munizipal-Agenten hatte, schon
 
einmal bestand, und nicht zum nachtheil
 
einmal bestand, und nicht zum nachtheil
 
der Gemeinde.
 
der Gemeinde.
Zeile 379: Zeile 378:
 
nach ihrem Belieben schalten lassen, und
 
nach ihrem Belieben schalten lassen, und
 
sich damit begnügen, ihre Sorgfalt auf
 
sich damit begnügen, ihre Sorgfalt auf
ihre eigene Gemeinde, und auf die Hei-
+
ihre eigene Gemeinde, und auf die Heilung
lung der Wunden zu verwenden, welche
+
der Wunden zu verwenden, welche
 
ihnen die bisherige Verwaltung schlug.
 
ihnen die bisherige Verwaltung schlug.
 
Sie hegen dabey die Zuversicht, daß
 
Sie hegen dabey die Zuversicht, daß
Zeile 386: Zeile 385:
 
zu verwirklichen vermögen, was man
 
zu verwirklichen vermögen, was man
 
ihnen seit so langer zeit, und troz der
 
ihnen seit so langer zeit, und troz der
ungeheuren Einnahmen ihrer Nutz-
+
ungeheuren Einnahmen ihrer Nutzungen
  
 
 
 
Seite 11<br />
 
Seite 11<br />
ungen so hartnäckig verweigerte,
+
so hartnäckig verweigerte,
und gewiß ein vollkommen bewil
+
und gewiß ein vollkommen bewilligen
ligen würde.
+
würde. Königliche Regierung wird nicht
Königliche Regierung wird nicht
+
gestatten, daß dieser Sklavenzustand
gestatten, daß dieser Sklaven-
+
der Gemeinde Alsterweiler
zustand der Gemeinde Alsterweiler
+
Bürger fortdauern, Hochdieselbe(?)
bürger fortdauern, Hochdieselbe(?)
+
wird eine Gemeinde von 800 Seelen
wird eine Gemeinde von 800 See-
+
berücksichtigen, welche, dank
len berücksichtigen, welche, dank
 
 
sei es den stets so gütigen und
 
sei es den stets so gütigen und
 
wohlwollenden Gesinnungen der
 
wohlwollenden Gesinnungen der
Maikammerer Herren, verhältnismä-
+
Maikammerer Herren, verhältnismäßig
ßig dem Stande weit mehr Ab-
+
dem Stande weit mehr Abgaben
gaben bezahlen muß als Maikam-
+
bezahlen muß als Maikammer selbst,  
mer selbst, indem die besten Güter
+
indem die besten Güter
 
in dieser Gemeinde noch lange nicht
 
in dieser Gemeinde noch lange nicht
so hoch angelegt sind, als die Mittel-
+
so hoch angelegt sind, als die Mittelklasse(?)  
klasse(?) von Alsterweiler. Zu dieser
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"Am 2. Juni 1831 richteten Bürger von Alsterweiler an das [[Landau (Landcommissariat)|Landkommissariat Landau]] die Bitte, [[Alsterweiler]] von [[Maikammer]] zu trennen und zu einer selbständigen Gemeinde mit eigener Verwaltung zu erklären. Als Gründe führten sie an die Vernachlässigung des Ortsteils [[Alsterweiler]] in den letzten 15 Jahren und die mutwillige Verschleuderung des Gemeindeeigentums in [[Alsterweiler]] zum Nachteil der Gemeinde. Die Schrift enthält viele scharfe Ausdrücke, woraus man die tiefe Erbitterung der Alsterweilerer Bürger ersieht. Der Zufahrtsweg von [[Maikammer]] nach [[Alsterweiler]], der [[Plattenweg]], war meist in derartig schlechtem Zustand, daß Fuhrwerke bis an die Achse einbrachen, und Fuhrleute, die Flachs, Weiden, Kartoffeln u. a. von auswärts brachten, es vorzogen in [[Maikammer]] zu bleiben."<ref>[[Leonhardt (1928)]], Seite 52.</ref>
  
 
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Alsterweiler den 2ten Juni 1831.
  
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[[Peter Heinrich Kühn|Peter Kühn]]; [[Georg Rochus Ziegler|Rochus Ziegler]]; [[Bernhard Denier]]
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[[Friedrich Thirolf]]; [[Johannes Lorenz]]; [[Johann Michael Platz|J.M. Platz]]; [[Franz Peter Platz|Franz Platz]]; [[Georg Frankmann]]<ref>Zwar war Georg Frankmann zu dieser Zeit erst 15 Jahre alt, aber ein anderer Georg Fankrmann findet sich in der fraglichen Zeit nicht</ref>; [[Michael Platz|Michel Platz]]<ref group=anm>Angenommen wird hier das 7. Kind des oben Unterzeichnenden Johann Michael Platz. Eine andere Person kommt zeitlich nicht in Frage</ref>; [[Andreas Hauck (1773)|A. Hauck]];
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[[Georg Straub (1791)|G.F. Straub]]<ref>Wurde standesamtlich Georg Franz Straub genannt, aber im OFB (2015) nur als Georg eingetragen.</ref>;
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[[Philipp Pfoh]]; N. Peter;
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E. Volkert
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[[Gabriel Buchenberger|Gab. Buchenberger]];
[[Gabriel Buchenberger|Gab. Buchenberger]]
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G.A. Frankmann
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M. Hauck.
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[[Plazidus Christoph Philipp Schwarzwälder|Plazidus Schwarzweller]];
[[Plazidus Schwarzweller]]
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[[Peter Müller]]; [[Johannes Humm|Johann Humm]];
[[Peter Müller]]; [[Johann Humm]]
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[[Johann Wilhelm Fallenstein|Wilhelm Fallenstein]];
[[Wilhelm Fallenstein]].
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[[Theobald Schlosser|Theobald Schloßer]]; [[Johannes Platz|J. Platz]]<ref>Ein anderer Johannes Platz passt hier nicht</ref>;
[[Theobald Schloßer]]; J. Platz.
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[[Friedrich Dengler (1787)|Friedrich Dengler]]; [[Jakob Friedrich Schlosser|Jacob Schloßer]];
[[Friedrich Dengler]]; [[Jacob Schloßer]].
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[[Gabriel Blumenstiel]];
[[Gabriel Blumenstiel]].
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[[Johannes Stockmayer|Joh. Stockmeyer]]; [[Johann Georg Baumann|Georg Baumann]].
Joh. Stockmeyer. [[Georg Baumann]].
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[[Nikolaus Humm]]; [[Johann Adam Eisenbiegler|Adam Eisenbiegler d.j.]];
[[Nikolaus Humm]]. Adam Eisenbiegler d.j.
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[[Martin Eichhorn]]; [[David Schädler|David Schedler]];
[[Martin Eichhorn]]; [[David Schedler]].
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[[Georg Franz Müller]];
[[Georg Franz Müller]].
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[[Jakob Franz Humm (1790)|Jacob Franz Humm]]; [[Johann Peter Straub|Peter Straub]];
[[Jacob Franz Humm]]; [[Peter Straub]]
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[[Peter Adam Koch]]; [[Franz Karl Rech|Karl Rech]];
[[Peter Adam Koch]]. [[Karl Rech]]
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[[Johann Heinrich Hormuth|Heinrich Hormuth]]; [[Georg Wilhelm]];
[[Heinrich Hormuth]]; [[Georg Wilhelm]]
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[[Konrad Schwaab]]; [[Lorenz Groß]];
[[Konrad Schwaab]]; [[Lorenz Groß]]
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[[Joh. Philipp Eisele]];
Joh. Philipp Eisele
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[[Michael Schädler]].
 
  
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Nikolaus Straub. Friedrich Müller.
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Sebastian Humm. Martin Dengler.
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[[Sebastian Humm]]; [[Martin Dengler]];
 
Christian Wingerter. Nik. Hertel.
 
Christian Wingerter. Nik. Hertel.
 
J. Kühn; Sebastian Blumenstiel.
 
J. Kühn; Sebastian Blumenstiel.
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Breiling; Nikolaus Reinhard
 
Breiling; Nikolaus Reinhard
 
Joseph Hummel.
 
Joseph Hummel.
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Zu den Namen ist anzumerken, daß einige Zuordnungen zu den Personen des Ortsfamilienbuchs nicht eindeutig sind. Bei Namensgleichheit oder abweichenden Vornamen wurde wie folgt verfahren: 1. Lebensalter - ab 20 Jahren 2. Sterbedatum nicht vor 1832 3. Wohnort - Alsterweiler 4. Eigentum/Haus in Alsterweiler.
  
 
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Aktuelle Version vom 5. März 2026, 16:54 Uhr

Urkunde LA Sp U 103 Nr.589

Gebiet: Alsterweiler
Zeitraum: 1831 Juni 02
Grad: Grad ungeprüft
Kategorie:

Titelseite trennung alsterweiler LA Sp U 103 Nr589.jpg

PDF Lizenz /nicht verfügbar
Merkmal Eintrag
Nummer LA Sp U 103 Nr.589
Archiv Landesarchiv Speyer
Bestand Gemeindearchiv Maikammer
Best.Verz. U 103
Titel Spezialbetreff: Trennung des Ortstheiles Alsterweiler von der Gemeinde Maikammer-Alsterweiler
Inhalt Akte, Konvolut von Briefen
Umfang Mehrere Seiten
Aussteller Bürger von Alsterweiler
Ausstellungsort Fehlt
Empfänger Königliche Regierung Kammer des Innern
Siegler Fehlt
Datum 1831 Juni 02
Ausstellungsjahr Unbekannt
Ausstellungstag 2. Juni
Regest ja
Text-Original ja
Text-Übertragung ja (teilweise)
Weitere Personen Fehlt · Fehlt · Fehlt · Fehlt
Erwähnung in N/A
CMS Fehlt
Zitat um Alsterweiler, seines selbst unumgänglich nothwendigen Eigenthums zu berauben
Schlagwort

Trennung · Alsterweiler · Maikammer · Gemeindestall · Viehhaus · Pferdestall · Trennung Alsterweiler Maikammer · Jakob Franz Humm (1790) · Georg Anton Platz · Johann Friedrich Eisenbiegler · Peter Heinrich Kühn · Georg Rochus Ziegler · Bernhard Denier · Friedrich Thirolf · Johannes Lorenz · Johann Michael Platz · Franz Peter Platz · Georg Frankmann · Michael Platz · Andreas Hauck (1773) · Georg Sebastian Humm · Nikolaus Groß

Sammlung

Urkunde · Akte

Die Vorlage hat ausgefüllt: /2026-03-05

Die Urkunde (es handelt sich um eine Akte, ein Konvolut von Briefen in einem Einband mit dem Titel: Akten der Gemeinde Maikammer-Alsterweiler. / Spezialbetreff:)[anm 1][1] trägt den Titel: Trennung des Ortstheiles Alsterweiler von der Gemeinde Maikammer-Alsterweiler. LA Sp U 103 Nr.589 enthält den Antrag der Bürger von Alsterweiler auf Trennung von der Hauptgemeinde Maikammer. Darunter befindet sich auch die Aufforderung an die Regierung, Kammer des Innern, nach Trennung wegen der Benachteiligungen durch den Gemeinderat von Maikammer1Leonhardt (1928).

Urkunde - Akte

Akten der Gemeinde Maikammer=Alsterweiler

Spezialbetreff: Trennung des Ortsteiles Alsterweiler von der Gemeinde Maikammer Alsterweiler LA Speyer U103 Nr. 589

— Seite 1
Königliche Regierung Kammer des Innern

Gehorsamste Bitte der unterzeichneten Bürger der Gemeinde Alsterweiler, Landkommissiariats Landau um Trennung ihrer Gemeinde und jener von Maikammer und Bewilligung einer getrennten Verwaltung.

Indem die gehorsamst unterzeichneten Bürger der Gemeinde Alsterweiler, Landkommissiariats Landau, es wagen, königl. Regierung ihre erhfurchtsvolle Bitte vorzutragen, daß ihre Gemeinde von jener von Maikammer mit welcher solche bis- her vereinigt war, getrennt, und als eine selbständige Gemeinde mit eigner Verwaltung erklärt werden möge glau, ben sie, köngigl. Regierung, vor allem die großen Nachtheile, welche für Alsterweiler aus dem Verbande mit Maikammer erwachsen, aus einandersetzen zu müssen, unter welchen diese Gemeinde die ihrige von jeher gehalten hat, und noch immer hält, damit hohe Kreisstelle die Ueberzeugung erhalte, wie schlechter- dings unleidlich die Fortdauer die ses Zustandes für Alsterweilers Be- wohner, wie schmerzlich es ihnen seyn müßte, sich gleichsam als von der Gnade jener abhängig, als Leibeigene

— Seite 2
derselben betrachten zu müssen. Da Alsterweiler von jeher, und seit den ältesten Zeiten mit Maikammer vereinigt war, ja sogar früher als dieses existierte, und mit mit diesem immer eine Gemeinde bildete, so wurden auch alle Erwerbungen von Eigenthum gemeinschaftlich gemacht, und Alsterweiler hat das Recht, den verhältniß mäßigen Antheil an dem Eigenthum der Gemein de in Anspruch zu nehmen. Es gebührt ihm daher auch der verhälntismäßige Antheil an den Einkünften; es kann mit Recht verlangen, daß ein verhälnis mäßiger Antheil dieser Einkünfte zu seinem besten verwendet werden. - Allein seit Jahren hat es eine solche Gunst sich nicht zu er freuen gehabt. In welch furchtbar vernachläßigtem Zustand das Pflaster des Ortes Alsterweiler ist, bedarf keiner weitläufigen Erörterung. Der einfachste Augenschein sagt mehr, als Worte sagen mögen. Die folgen dieses vernachläßigten Zustandes des Pflasters, und der nach Alsterweiler führenden Weege, denn auch diese sind in dem erbärmlichsten Zustande, daß der Ab- satz der Produkte nicht blos erschwert, sondern, fast gänzlich verhindert wird. Noch dieses Frühjahr lieferte hievon ein auffallendes Beyspiel. Der Wagen

— Seite 3
des Holzhändlers Huber von Hochspeyer, welcher mit Stiefelholz beladen durch das Dorf fuhr versank unten in dem Orte, daß er abgeladen, und mit Mühe heraus gehoben werden mußte. - die Würtemberger Fuhrleute, mit ihren schweren Wagen, welche sonst nach Alsterweiler kamen um dort Wein zu kaufen, kommen nicht mehr dahin, und haben sich anderwärts hingewendet.- Ebenso meiden alle Handelsleute, welche Heu, Stroh, Kartoffeln, Kraut, Hanf etc.(?) zu verkaufen haben, diesen Ort, wegen der schlechten Weege. Statt wie in an deren gemeinden ihren Bedarf vor ihrer Thüre zu kaufen, müßen die Bürger von Alsterweiler ihre Bedürfnisse auf auswärtigen Märkten kaufen, wobey sie aber den Nachtheil haben, daß sobald die Verkäufer hören, daß sie die verkauften Waren auf Alsterweiler fahren sollen, es entweder ganz verweigern, oder sich nur dann dazu verstehen, wenn ihnen ein mehrfaches Mehrgeboth gemacht wird. Nicht minder nachtehilig wirkt dieser Zustand der Straße auf den Ackerbau;- In der Erndte und im Herbste können die Fuhren nur halbe Ladung nehmen, und wenn man mit einem Wagen oder Karren mit Heu oder


— Seite 4
Frucht beladen, an das Ort kommt, so müßen immer mehrere Männer zu Hülfe gerufen werden, um das Fuhrwerk zu unterstützen, und das Umwerfen des selben zu verhüten.- Königliche Regierung wird leicht ermeßen, welchen schädlichen Einfluß dieser Zustand auf den Ackerbau und auf den Wohlstand der Bewohner Alsterweilers haben müße. Dieser Zustand aber, den königliche Regierung gewiß für kaum möglich halten wird, ist nicht erst neu entstanden. Er dauert schon seit so langer zeit, daß die Gemeinde Alsterweiler bereits im Jahre 1817 deswegen bey dem Bürgermeister sich zu beschweren und die Herstellung, oder wenigstens die Fahrbarmachung des Pfalsters zu verlangen sich genöghtiget sah.- Man vertröstete sie damals bis dahin, wo der Gemeinderathe die Mittel dazu haben würde. Aber fünf zehn Jahre sind seitdem vorübergegangen, ohne daß irgend etwas für Alsterweiler gethan worden wäre. Indessen hat es während der Zeit der Gemeinderathe nicht an Mittel gefehlt die seitdem für die Gemeinde Maikammer, mit einem Aufwande von vielen tausend Gulden gemacht zum Theil unnütze und überflüßige Verwendungen beweißen, von welchen die — Seite 5
Unterzeichneten nur die tolle Pflaster-Anlagen in der Hafengasse dahier (gestrichen) vom Jahr 1829 anführen wollen, bey welcher man den Bürgern das Wasser in die Keller und Höfe leitete, und auf ihre desfalls erhobene Beschwerde gezwungen waren, mit neuen Kosten, die Höfe auszufüllen und die Thor bogen höher zu setzen. Alsterweiler Bürger harrten geduldig, in der Hoffnung, daß man zu Maikammer doch einmal an sie denken, einmal ihnen Zustand würdigen, dem Gefühle von Recht und Billigkeit Raum geben werden. Eine traurige Erfahrung hat sie nun überzeugt, daß dieses Hoffnung vergebens ist, und daß ihre Herrn von Maikammer nur ihre Interessen, welche sie Interessen der Gemeinde nennen, berücksichtigen. Maikammer wurde in dieser Zwischenzeit nit ganz, einige Straßen zweimal gepflastert, und in diesem Augenblicke noch, wird, mit dem Gelde, welches nach dem Büdget für die Herstellung des Pflasters von Alsterweiler angeblich bestimmt war, das Pflaster einer Nebenstraße mit theurem Steinen hergestellt, während man seit fünfzehn Jahren für Alsterweiler kein Geld zur Herstellung der Hauptstraße finden kann;

— Seite 6
obgleich nicht ermangelte, die Einwohner der letzern Gemeinde zu allen Dienstleistungen und Beyträgen bey zu ziehen, während vor 10 Jahren das Gemeindehaus zu Maikammer gebaut wurde, so wie als man dort die Straße pflasterte, und späther die Kommunikationsweege mit Kirrweiler und St.Martin. machte, mußte Alsterweiler alle Lieferungen an Steinen, Sand etc(?) machen und noch obendrein in mancher Weise drey bis 4 Tage frohnden leisten; allein man dachte nicht daran, daß auch Alsterweiler eines Kommunikationsweges bedürfe. Die Bürger dieser Gemeinde, denen das Gesez doch gleiche Rechte mit jenen von Maikammer gewährt, sind zu Maikammer Gebote (??) geworden. Sklaven eigensüchtiger Menschen, die sich nicht entblöden, die gerechten Forderungen der Alsterweiler Bürger nicht blos mit Härte, sondern mit despotischem Hohn von sich zu weisen, und nun, nachdem sie sich Jahre lang mit eiteln Versprechungen hingehalten, ihnen zu antworten sich erlauben: „Der Frison“ - ein Barbier in Maikammer - solle ihnen sein Pflaster schmieren.“ Diese Antwort reicht hin, und königl. Regierung das traurige, länger nicht

— Seite 7
mehr zu ertragende Schicksal der Alsterweiler Bürger, und zugleich den rohen Despotismus der Maikammer Herrn anschaulich zu machen; dieser Herrn, welche sich nicht damit begnügten, daß sie den Ertrag aller Holzhiebe, so wie der(?) Gemeindegelder und Gefälle einzig und ausschließlich zum Vortheil von Maikammer zu ung (gestrichen) verwenden, sondern auch noch alles aufsuchten, um Alsterweiler, seines selbst unumgänglich nothwendigen Eigenthums zu berauben. So besaß Alsterweiler ein Haus mit Stallung, wo man, wenn Pferde in die Gemeinde kamen, solche unterstellen konnte. Bey dem Mangel an Stallungen, war dieses Haus nothwendig, besonders für fremde Weinfuhren. Demungeachtet verkauften die Maikammerer Herrn vor einigen Monaten dieses Haus und Stall. An dem Weege, welcher von Alsterweiler nach Unterhambach führt, verkauften sie, an Georg Platz von Maikammer aus der Mitte ein Stück von entlichen und dreyßig Ruthen, wodurch nicht nur die Communication mit Unterhambach unterbrochen sondern es auch den Gutsbesitzern in Alsterweiler unmöglich gemacht ist, auf ihre Felder im Klausenthal anders zu kommen, als auf einem Fußweege oder auf einem großen Umweege. An einem anderen Communikationsweeg welcher von Alsterweiler nach Edenkoben zieht, verkauften sie ebenfalls

— Seite 8
an Johannes Platz, längs des Weegs auf den Oberwiesen, oder an den sogenannten Pfaffenweeg, ein Stück von etlichen und vierzig Ruthen, wodurch der Weeg geschmälert, und für Fuhrwerke zum Nachtheil der dort begüterten unbrauchbar gemacht wurde. Überall sonst sucht man durch Unterhaltung der Weege, selbst durch Anlage neuer, die Kommunikationen mit den Feldern, im Interesse des Ackerbaues zu erleichtern: hier in den neuen Aldern(???), läßt man nicht nur die Weege verderben, sondern sperrt und hemmt die Verbindung mit den Feldern, und glaubt dadurch wahrscheinlich noch besser zum Zwecke zu kommen. Die Herrn von Maikammer belästiget durch die Beschwerden der von Alsterweiler, besonders aber des biedern Sebastian Straub, des einzigen Alsterweiler Bürgers im Gemeinderathe, und um zu verhindern, daß diese Letzeren(?) keine zu tiefe Blicke in die Geheimnisse der Maikammerer Finanz. Verwaltung thun mögten, haben endlich für gut gefunden keinen Alsterweiler Einwohner mehr in den Gemeinderath aufzunehmen, in der Hoffnung, so ihre Oberherrschaft über ihre Alsterweiler Unterthanen, - denn nur so sind diese angesehen und behandelt - dauerhaft zu begründen, und diese im[n] unauflösliche Ketten zu schmieden.

— Seite 9
Indessen Vertrauen die gehorsamst Unterzeichneten auf die Gerechtigkeit königlicher Regierung, welche nicht zugeben wird, daß hier, in einem Winkel des Rheinkreises, sich der Despotismus einer Gemeinde gegen die anderen festsetze. Sie hoffen, daß ihre Klage gehör, ihre Beschwerde Abhülfe, und ihre Bitte Gewährung finden werde. Weit entfernt aus Rachsucht sich, selbst da wo sie gegründet seid(?), doch XXX XXX Denzuniationen zu erlauben, ohne in eine weitläufige Erörterung der Art einzugehen, wie bisher der Gemeindehaushalt zu Maikammer gefürt wurde, wie dort die unnöthigsten Unternehmungen gemacht, und gutgeheisen, und der Vermuthung der geheimen Theilnehme kaum gegeben wurde, wünschen und bitten die Einwohner von Alsterweiler um nichts, als um gänliche Trennung von Maikammer, um Trennung in politischer und finanzieller Hinsicht, in Gemeindegut, in Wald, und Bann, aber auch um Verrechnung der Alsterweiler, seit fünfzehn Jahren zukommenden, und außer einem kleinen Theil für das Schulhaus, nicht in seinem Nützen verwendeten Antheils der Nutzungen, so wie endlich um Restitution der muthwillig, widerrechtlich, und zum Nachtheil der Gemeinde verschleuderten

— Seite 10
Eigenthums. Die Gemeinde Alsterweiler darf die Gewährung ihrer Selbständigkeit mit um so größerer Zuversicht erwarten, als ihm Bevölkerung von 140 Bür- gern, mit fast 800 Seelen stark genug ist, um eine eigene Gemeinde zu bilden, da unter den 49 Gemeinden des Landkommissariats bereits 23 sind, obgleich weit schwächer in der Seelenzahl doch ihre eigene Verwaltung haben, und als diese Selbständigkeit zur Zeit der französische republikanischen Verfassung, wo Alsterweiler seinen eigenen Munizipal-Agenten hatte, schon einmal bestand, und nicht zum nachtheil der Gemeinde. Zufrieden mit dieser Trennung, werden die Bürger von Alsterweiler gerne die Herrn von Maikammer nach ihrem Belieben schalten lassen, und sich damit begnügen, ihre Sorgfalt auf ihre eigene Gemeinde, und auf die Heilung der Wunden zu verwenden, welche ihnen die bisherige Verwaltung schlug. Sie hegen dabey die Zuversicht, daß sie in drey bis vier Jahren alles das zu verwirklichen vermögen, was man ihnen seit so langer zeit, und troz der ungeheuren Einnahmen ihrer Nutzungen

— Seite 11
so hartnäckig verweigerte, und gewiß ein vollkommen bewilligen würde. Königliche Regierung wird nicht gestatten, daß dieser Sklavenzustand der Gemeinde Alsterweiler Bürger fortdauern, Hochdieselbe(?) wird eine Gemeinde von 800 Seelen berücksichtigen, welche, dank sei es den stets so gütigen und wohlwollenden Gesinnungen der Maikammerer Herren, verhältnismäßig dem Stande weit mehr Abgaben bezahlen muß als Maikammer selbst, indem die besten Güter in dieser Gemeinde noch lange nicht so hoch angelegt sind, als die Mittelklasse(?) von Alsterweiler. Zu dieser Hoffnung haben die gehorsamst Unterzeichneten die Ehre mit der tiefen Verehrung zu seyn. Königliche Regierung unterthänigste Sb. Hauck;

[Spalte links]
Alsterweiler den 2ten Juni 1831. G.A. Platz, F. Eisenbiegler. Peter Kühn, Rochus Ziegler, Bernhard Diener(?). Friedrich Thirolf; Johannes Lorenz. J.M. Platz; Franz Platz, Georg Frankmann; Michel Platz, A. Hauck Georg Humm; Nikolaus Groß

[Spalte rechts]
Georg Rochus Kanzmann G.F. Straub. Joseph Volkert Franz Humm Martin Platz Daniel Peter Herrmann Damm Joseph Mühlheiser P.A. Frankmann Emanuel Ziegler

— Seite 12
[Spalte links]
J. Damm; G.K. Thirolf; Philipp Schädler, Georg Danner; Philipp Pfoh; N. Peter; E. Volkert Georg Anslinger Gab. Buchenberger G.A. Frankmann M. Hauck. Pluzidus Schwarzweller Peter Müller; Johann Humm Wilhelm Fallenstein. Theobald Schloßer; J. Platz. Friedrich Dengler; Jacob Schloßer. Gabriel Blumenstiel. Joh. Stockmeyer. Georg Baumann. Nikolaus Humm. Adam Eisenbiegler d.j. Martin Eichhorn; David Schedler. Georg Franz Müller. Jacob Franz Humm; Peter Straub Peter Adem Koch. Karl Bech(?) Heinrich Hormuth; Georg Wilhelm Konrad Schwaab; Lorenz Groß Joh. Philipp Eiseln Michael Schädler.

[Spalte rechts]
Valtin Rehm. Wendel Schmitt. Nikolaus Straub. Friedrich Müller. Sebastian Humm. Martin Dengler. Christian Wingerter. Nik. Hertel. J. Kühn; Sebastian Blumenstiel. Georg Wilhelm; G.A. Platz Nikolaus Dehm für meine Mutter Joseph Damm. Joh. Anton Frankmann. Peter Müller; Nikolaus Müller. Johannes Schwaab. Johannes Lorenz. N. Schneider. Hermann Wilhelm. P.N. Platz. Franz Peter Müller. Georg Hildenbrand. Heinrich XXX Georg Anton XXX; Jacob Schedler. Mathes Wingerter; Johann Alois Breiling; Nikolaus XXX Joseph Hummel.

—— ÜBERTRAGUNG ENDE

Regest

Nach Johannes Leonhardt

"Am 2. Juni 1831 richteten Bürger von Alsterweiler an das Landkommissariat Landau die Bitte, Alsterweiler von Maikammer zu trennen und zu einer selbständigen Gemeinde mit eigener Verwaltung zu erklären. Als Gründe führten sie an die Vernachlässigung des Ortsteils Alsterweiler in den letzten 15 Jahren und die mutwillige Verschleuderung des Gemeindeeigentums in Alsterweiler zum Nachteil der Gemeinde. Die Schrift enthält viele scharfe Ausdrücke, woraus man die tiefe Erbitterung der Alsterweilerer Bürger ersieht. Der Zufahrtsweg von Maikammer nach Alsterweiler, der Plattenweg, war meist in derartig schlechtem Zustand, daß Fuhrwerke bis an die Achse einbrachen, und Fuhrleute, die Flachs, Weiden, Kartoffeln u. a. von auswärts brachten, es vorzogen in Maikammer zu bleiben."[2]

Akten der Gemeinde

Maikammer=Alsterweiler Spezialbetreff: Trennung des Ortstheiles Alsterweiler von der Gemeinde Maikammer Alsterweiler LA Speyer U103 Nr.589 Königliche Regierung Kammer des Innern

Zusammenstellung der Unterzeichner

Seite 11

Alsterweiler den 2ten Juni 1831.

G.A. Platz; F. Eisenbiegler; Peter Kühn; Rochus Ziegler; Bernhard Denier Friedrich Thirolf; Johannes Lorenz; J.M. Platz; Franz Platz; Georg Frankmann[3]; Michel Platz[anm 2]; A. Hauck; Georg Humm; Nikolaus Groß;

Spalte rechts

Sb. Hauck; Georg Rochus Kauzmann; G.F. Straub[4]; Joseph Volkert; Franz Humm; Martin Platz; Daniel Peter; Hermann Damm; Joseph Mühlheiser; P.A. Frankmann; Emanuel Ziegler (junior);

Seite 12

Spalte links

J. Damm; G.K. Thirolf; Philipp Schädler; Georg Danner; Philipp Pfoh; N. Peter; E. Volkert/ UNKLAR???; Georg Anslinger/ UNKLAR???; Gab. Buchenberger; G.A. Frankmann; M. Hauck. Plazidus Schwarzweller; Peter Müller; Johann Humm; Wilhelm Fallenstein; Theobald Schloßer; J. Platz[5]; Friedrich Dengler; Jacob Schloßer; Gabriel Blumenstiel; Joh. Stockmeyer; Georg Baumann. Nikolaus Humm; Adam Eisenbiegler d.j.; Martin Eichhorn; David Schedler; Georg Franz Müller; Jacob Franz Humm; Peter Straub; Peter Adam Koch; Karl Rech; Heinrich Hormuth; Georg Wilhelm; Konrad Schwaab; Lorenz Groß; Joh. Philipp Eisele; Michael Schädler;

Spalte rechts

Valtin Rehm; Wendel Schmitt; Nikolaus Straub; Friedrich Müller; Sebastian Humm; Martin Dengler; Christian Wingerter. Nik. Hertel. J. Kühn; Sebastian Blumenstiel. Georg Wilhelm; G.A. Platz Nikolaus Dehm für meine Mutter Joseph Damm. Joh. Anton Frankmann. Peter Müller; Nikolaus Müller. Johannes Schwaab. Johannes Lorenz. N. Schneider. Hermann Wilhelm. P.N. Platz. Franz Peter Müller. Georg Hildenbrand. Heinrich Wack Georg Anton Reif; Jacob Schedler. Mathes Wingerter; Johann Alois Breiling; Nikolaus Reinhard Joseph Hummel.

Zu den Namen ist anzumerken, daß einige Zuordnungen zu den Personen des Ortsfamilienbuchs nicht eindeutig sind. Bei Namensgleichheit oder abweichenden Vornamen wurde wie folgt verfahren: 1. Lebensalter - ab 20 Jahren 2. Sterbedatum nicht vor 1832 3. Wohnort - Alsterweiler 4. Eigentum/Haus in Alsterweiler.


Weblinks

Literatur

Einzelnachweise

  1. Sehen Sie zum Unterschied zwischen Akten und Urkunden, abgerufen am 27.02.2026: "Die Unterteilung des Archivgutes in Urkunden und Akten ist eine idealtypische Unterscheidung und geht zurück auf die Aktenlehre der 1950er Jahre, die der Systematik der Diplomatik verpflichtet ist. Akten werden primär als Nicht-Urkunden behandelt. Während aus dieser Sicht Urkunden einen Rechtsakt festhalten, geben Akten ihn als Handlung wieder. Akten unterscheiden sich aber auch in zeitlicher Dimension von Urkunden: Akten werden aktualisiert, Urkunden repräsentieren einen Rechtszustand auf Dauer. Eine Zuteilung kann ausserdem nach formalen Kriterien erfolgen: Während die Gestaltung einer Urkunde für ihre Echtheit bürgt, richtet sich die Darstellung der Akten nach administrativen Prinzipien. Urkunden unterscheiden sich von Akten durch den repräsentativen Gebrauch von Schrift und graphischen Symbolen. Aus Gründen der Beschaffenheit (Pergament, Format, Siegel) werden Urkunden einzeln, Akten hingegen geheftet, gebunden oder gebündelt in Mappen oder Schachteln aufbewahrt. Das Aktenwesen wird aufgrund der Kanzleireglemente, die um 1500 entstehen, zunehmend formalisiert."
  2. Leonhardt (1928), Seite 52.
  3. Zwar war Georg Frankmann zu dieser Zeit erst 15 Jahre alt, aber ein anderer Georg Fankrmann findet sich in der fraglichen Zeit nicht
  4. Wurde standesamtlich Georg Franz Straub genannt, aber im OFB (2015) nur als Georg eingetragen.
  5. Ein anderer Johannes Platz passt hier nicht

Anmerkungen

  1. Auf der Seite Alsterweiler wird nicht nicht streng systematisch zwischen Akten und Urkunden unterschieden. Das erleichtert die Zuordnung und Anwendung.
  2. Angenommen wird hier das 7. Kind des oben Unterzeichnenden Johann Michael Platz. Eine andere Person kommt zeitlich nicht in Frage

Zitate

Urkunden

Begriffe

Kategorien

LA Sp U 103 Nr.589 gehört den Kategorien an: Urkunde

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Referenzierungen

  1. ^  |  Titel: Geschichte von Maikammer=Alsterweiler.
    Schlüssel: Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/51bis75#Seite_53/1
    Seite: Seite_53/1
    Zitat: 1840 gab es in Maikammer 301, in Alsterweiler 104 Häuser.
    Übertragung: Eine Übertragung fehlt.
    Es gibt keine Anmerkung.
    Es gibt keine Notes.
    Schlagwort: Haus · Alsterweiler · Häuser
    Quelle:
    Vorkommnis: Ein Datum für das Vorkommnis fehlt.
    Vorkommnistag: Eine Tagesangabe (Vorkommnistag) fehlt.
    Stufe: 6
    Sammlung: Alsterweiler · Haus · Trennung Alsterweiler Maikammer
    LINK: Alsterweiler
    Eine urn fehlt.
    Eine PDF-Angabe fehlt.
    WIKI: Alsterweiler