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Fron: Unterschied zwischen den Versionen

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Die große Bedeutung der Fron wird schon daran deutlich, daß bei Leonhardt (1928) an nicht weniger als 32 Stellen der Begriff auftaucht. Die Fron wirkte sehr stark in den täglichen Lebensbereich der "kleinen Leute" hinein. Allein dreimal im Jahr musste nach Kirrweiler auf den Fronhof eingerückt werden, um Dienste zu verrichten. Zudem waren auf alle möglichen "Lebenslagen" Abgaben zu entrichten. Den interessantesten Fall stellt [[Johannes Haffner]] dar. Er hatte die [[Schwarzmühle]] ([[Steinmühle]]) in Pacht vom Bischof in Speyer genommen<ref>Schäfer/Stöckl (2015), Seite 335 <229></ref>. Er war als Person von der herrschaftlichen und sogar der Gemeindefron befreit. In diesem Zuge durfte er auch ein Pferd für die Mühle halten. Mit seinem zweiten Pferd aber, das er zum Ackerbau hielt, war er "zu fronden verpflichtet"[[CiteRef::Leonhardt (1928)/Seite114/1]].
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Die große Bedeutung der Fron wird schon daran deutlich, daß bei Leonhardt (1928) an nicht weniger als 32 Stellen der Begriff auftaucht. Die Fron wirkte sehr stark in den täglichen Lebensbereich der "kleinen Leute" hinein. Allein dreimal im Jahr musste nach Kirrweiler auf den Fronhof eingerückt werden, um Dienste zu verrichten. Zudem waren auf alle möglichen "Lebenslagen" Abgaben zu entrichten. Den interessantesten Fall stellt [[Johannes Haffner]] dar. Er hatte die [[Schwarzmühle]] ([[Steinmühle]]) in Pacht vom Bischof in Speyer genommen<ref>Schäfer/Stöckl (2015), Seite 335 <229></ref>. Er war als Person von der herrschaftlichen und sogar der Gemeindefron befreit. In diesem Zuge durfte er auch ein Pferd für die Mühle halten. Mit seinem zweiten Pferd aber, das er zum Ackerbau hielt, war er "zu fronden verpflichtet"[[CiteRef::Leonhardt (1928)/Seite114/1]]. Ebenfalls interessant ist der Fall von [[Hans Georg Thirolf]]. Er nahm nämlich ein aufgefundenes Kind mit Namen Maria Susanna auf und an. Am 25. April 1735, wurde er dafür bis zum 12. Lebensjahr des Kindes vom Frondienst der Gemeinde befreit. Insofern ist diese eine "Belohnung" durch die Gemeinde für sein vorbildliches Verhalten im Gemeinwesen. Dennoch musste auch Hans Georg Thirolf weiterhin herrschaftlichen Frondienst leisten.
  
 
Eine Befreiung von der Fron erhielten auch Schlutheiß, Pfarrer, Lehrer und hochgestellt Bürger. In der Regel waren auch die Müller vom Frondienst befreit. Ein Beispiel für den Umfang der Frondienste gibt [[Leonhardt (1928)]] für das Jahr
 
Eine Befreiung von der Fron erhielten auch Schlutheiß, Pfarrer, Lehrer und hochgestellt Bürger. In der Regel waren auch die Müller vom Frondienst befreit. Ein Beispiel für den Umfang der Frondienste gibt [[Leonhardt (1928)]] für das Jahr
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Version vom 19. August 2018, 11:34 Uhr

Andere Begriffe: Allmende, Barock, Bedbuch, Bede, Borgfrucht, Broteinung, Böll, Bürger, Daub, Egerte, Einspänniger, Einung, Einwohner, Erdbeben, Fron, Geraidegenosse, Glockenzehnt, Grummet, Gült, Haustypologie… weitere Ergebnisse

Fron1 (auch: Frohn[zit 1]) ist der Arbeitsdienst für den Herrn oder für ein Gemeinwesen (auch als fron: dem Herrn gehörig, herrschaftlich, öffentlich, allgemein oder heilig)[1].

Die große Bedeutung der Fron wird schon daran deutlich, daß bei Leonhardt (1928) an nicht weniger als 32 Stellen der Begriff auftaucht. Die Fron wirkte sehr stark in den täglichen Lebensbereich der "kleinen Leute" hinein. Allein dreimal im Jahr musste nach Kirrweiler auf den Fronhof eingerückt werden, um Dienste zu verrichten. Zudem waren auf alle möglichen "Lebenslagen" Abgaben zu entrichten. Den interessantesten Fall stellt Johannes Haffner dar. Er hatte die Schwarzmühle (Steinmühle) in Pacht vom Bischof in Speyer genommen[2]. Er war als Person von der herrschaftlichen und sogar der Gemeindefron befreit. In diesem Zuge durfte er auch ein Pferd für die Mühle halten. Mit seinem zweiten Pferd aber, das er zum Ackerbau hielt, war er "zu fronden verpflichtet"2. Ebenfalls interessant ist der Fall von Hans Georg Thirolf. Er nahm nämlich ein aufgefundenes Kind mit Namen Maria Susanna auf und an. Am 25. April 1735, wurde er dafür bis zum 12. Lebensjahr des Kindes vom Frondienst der Gemeinde befreit. Insofern ist diese eine "Belohnung" durch die Gemeinde für sein vorbildliches Verhalten im Gemeinwesen. Dennoch musste auch Hans Georg Thirolf weiterhin herrschaftlichen Frondienst leisten.

Eine Befreiung von der Fron erhielten auch Schlutheiß, Pfarrer, Lehrer und hochgestellt Bürger. In der Regel waren auch die Müller vom Frondienst befreit. Ein Beispiel für den Umfang der Frondienste gibt Leonhardt (1928) für das Jahr 1781 an. Damals gab es lediglich sechs freie Bürger. Es gab aber sechs Fuhrfröner oder Spannfröner und 233 Handfröner.

Fundstellen zu Fron

Die Anzahl der Einträge in der folgenden Tabelle beträgt: 27



Situation in Alsterweiler

Als Peter Schmitt sein Wohnhaus in Alsterweiler als Schulhaus anbot und die Kinder von Alsterweiler unterrichten wollte, bat er um die "hohe Gnade", von Jagd-, Wacht- und Frondiensten befreit zu werden.

Weblinks

Literatur

Einzelnachweise

  1. Bei Leonhardt (1928) tauchen ergänzt zur obigen Tabelle in Verbindung mit dem Wort "Fron..." auf:
    .
    • Seite 93: …egen. Die Fronleichnamsprozession konnte nicht im Freien gehalte…
    • Seite 126: …r Werner, Fronhofer, Batzendorf, Nohrhuser, Hemmerlin, Keller, S…
    • Seite 147: …346 Heilo Frone- hooer, Wernher Batzendorf, Johannes gen. Rorhus…
    • Seite 147: …er, Heilo Fronhover, Sigelo gen. Klumpe, Johann der Bäcker, Diet…
    • Seite 177: …hrlich am Fronleichnams- tag Musik spielen könne. 177 178 1. Di….
  2. Schäfer/Stöckl (2015), Seite 335 <229>

Anmerkungen

Zitate

  1. siehe: Geschichte von Maikammer=Alsterweiler1.

Urkunden

Begriffe

Kategorien

Fron gehört den Kategorien an: Abgabe

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Referenzierungen

  1. ^  Titel: Deutsches Rechtswörterbuch (DRW).
    Seite: Fron
    Schlüssel: Deutsches Rechtswörterbuch#Fron
    Zitat: Arbeitsdienst für den Herrn oder ein Gemeinwesen / auch als fron: dem Herrn gehörig, herrschaftlich, öffentlich, allgemein, heilig.
    Eine Übertragung fehlt.
    Anmerkung: Fron ist ein verbreitetes Wort mit vielen Bedeutungen.
    Schlagwort: Fron
    Quelle: Deutsches Rechtswörterbuch
    Einrichtungsdatum: Ein Einrichtungsdatum fehlt.
    Das Datum des letzten Abrufs fehlt.
    Die Einstufung fehlt noch.
    Sammlung: Alsterweiler · DRW
    LINK: Alsterweiler
    Eine PDF-Angabe fehlt.
    WIKI: Fron
  2. ^  Titel: Geschichte von Maikammer=Alsterweiler.
    Schlüssel: Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Seiten#Seite_114/1
    Seite: Seite_114/1
    Zitat: An Martini 1745 übernahm sein Bruder, Johann Haffner, die Mühle in Pacht vom Bischof. Er erhielt Personalfreiheit in herrschaftlicher und Gemeinde-Fron. 1 Pferd durfte er für die Mühle halten, mit einem weiteren, das er zum Ackerbau hielt, war er zu fronden verpflichtet.
    Übertragung: Eine Übertragung fehlt.
    Es gibt keine Anmerkung.
    Es gibt keine Notes.
    Schlagwort: Alsterweiler · Fron · Abgabe
    Quelle:
    Vorkommnis: Ein Datum für das Vorkommnis fehlt.
    Vorkommnistag: Eine Tagesangabe (Vorkommnistag) fehlt.
    Stufe: 3
    Sammlung: Alsterweiler · Abgabe
    LINK: Fron
    Eine urn fehlt.
    Eine PDF-Angabe fehlt.
    WIKI: Fron