Die Seite für Alsterweiler von Matthias C.S. Dreyer u.a.

Wirtshaus: Unterschied zwischen den Versionen

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''{{PAGENAME}}''' (auch Wirtschaft, Gasthaus, Werdschafd)<ref group=beg>"-haus n.: 'Gastwirtschaft, Gaststätte', -haus [verbr., Krämer Gal 243]; Zs.: PfWB Dorfwirtshaus; Syn. s. PfWB Butik 3 a; weitere Syn.: PfWB Batzenhäuslein, PfWB Beize, PfWB Pfaffenschänke, PfWB Bierausschank, -garten, PfWB -haus, -schenke, PfWB -stube, -wirtschaft, PfWB Bockstall 2, PfWB Dorfschenke, PfWB Dorfwirtschaft, PfWB Traktier, PfWB Dreckbutik, PfWB Dreckwirtschaft, PfWB Trinkzimmer, PfWB Gassenschenke, PfWB Gasthaus, PfWB Gasthof, PfWB Gaststube, PfWB Gifthütte, PfWB Groschenfalle, PfWB Heckenwirtschaft 2, PfWB Hurenbutik, -nest, -wirtschaft, PfWB Kantine, PfWB Knallbude, PfWB Knallwirtschaft, PfWB Kosthaus, PfWB Leibwirtschaft, PfWB Lokal 2, PfWB Luck, PfWB Lumpenwirtschaft 1, PfWB Lust 2, PfWB Restaurant, PfWB Restauration, Schankhaus, PfWB Schankstube, PfWB Schnapsbude, -butik, -kneipe, -kram, -laden, -wirtschaft, PfWB Stammkneipe, PfWB -lokal, -wirtschaft, PfWB Stinkbude, PfWB Straußwirtschaft, PfWB Wirtslokal. Namen von Gasthäusern (s. auch: Stock: Wirtshausnamen. In: NPfGV 1/1925 6 ff., 2/1925 14/15): Adler 2, PfWB Baum 5, PfWB Pflug 3, PfWB Bock(wirt), PfWB Bürste 4, PfWB Daumen 2 c, PfWB Fasanerie 2, PfWB Friedenslinde, PfWB Himmelreich 2 b, PfWB Hirsch 2 c β, PfWB Hof 3, PfWB Klosterhof 2, PfWB Kreuz(wirt), PfWB Krone 1 a γ, PfWB Linde 2, PfWB Löwe 3 a, PfWB Ochse 3 a, Schafs(wirt), PfWB Schwan 2, PfWB Sonne 4, PfWB Stern 6 b, PfWB Stiefel 2 c, PfWB Storch 3, PfWB wild 6 b; s. Abb. 118 Wirtshausschild. W. zur goldige Bunz (Bunz) [Schandein Sprachsch. 8]; ens W. gehe [ [Ort in der Karte anzeigen]  LA-Nd'hochstdt]. 's alt W. schdeht noch fescht [Burgey Keschte 97]. Die wo im W. hinnerm Schoppe / Ganz ferchterliche Sprich als kloppe [Münch Werke I 175]. Im W. verduften die Schagrille 'böse Gedanken' [Kühn Kumödi 10]. Im W. bleib hocke / Bis dr Mond scheint un d' Stern. / Un wann de dann hääm gehscht, / Dann brauchscht kääⁿ Latern [Kühn Kumödi 31]. RA.: Alle heilige Zeit äämol kumm ich ins W. (nämlich selten) [ [Ort in der Karte anzeigen]  ZW-Battw]. Wu unser Herrgott e Kirch hiⁿbaut, baut de Deifel e W. denäwe [ [Ort in der Karte anzeigen]  GH-Kand, [Ort in der Karte anzeigen]  LU-Opp]. E neii Kabell un e neies W. wern am menschde b'sucht [ [Ort in der Karte anzeigen]  LA-Wollmh]. Der kommt se zwett ausem W. 'ist betrunken' [ [Ort in der Karte anzeigen]  KL-Reichb]. Der hot Haus un Hof ins W. getrage [ [Ort in der Karte anzeigen]  LU-Opp]. RA. für 'oft und ausgiebig ein W. besuchen': die Hosse im W. durchritsche [ [Ort in der Karte anzeigen]  RO-Obd]; oon käim W. vorbei kenne [ [Ort in der Karte anzeigen]  KU-Schmittw/O]. Er sitzt Dag un Nacht (tagelang) im W. [ [Ort in der Karte anzeigen]  GH-Kand]. Wann mer den spreche will, muß mer ne im W. suche [ [Ort in der Karte anzeigen]  LU-Opp]. Der sterbt emol noch im W. [ [Ort in der Karte anzeigen]  LU-Opp]. Der kann uhne W. nit lewe [ [Ort in der Karte anzeigen]  LU-Opp]. Der fihlt sich am wohlschte im W. [ [Ort in der Karte anzeigen]  LU-Opp]. Neckvers auf die Einwohner von Neustdt: Die Neistadter sehnen garen (sehen gern) die Berge vun unne, die Kerche vun auße un die Weʳtsheiseʳ vun inne [ [Ort in der Karte anzeigen]  BZ-Dernb]. SprW.: Wann ich Geld hab, geh ich in's W.; wann ich [Bd. 6, S. 1411] keens hab, bleib ich draus [Fogel Prov. Penns Nr. 1928]. Volksbr.: Uff Karfreidag sein die Leit net ins W. gang [ [Ort in der Karte anzeigen]  KU-Schmittw/O]. Zur Eröffnung der Kirchweihe stellen die Burschen am Samstag Abend Birken vor das W. [ [Ort in der Karte anzeigen]  LA-Böbing]. Weiteres Brauchtum s. Becker Vk. 50, 284. KR.: Uf de Heh wachst de Klee / Fudder fer mei Gailche. / Wann mei Vadder ins W. geht, / macht mei Mudder e Mailche. / Wann se awwer Kaffee trinkt, / hupst (peift) se wie en Dischdelfink (Kniereiterreim) [mancherorts, Feierowend 1950 Nr. 2 S. 1]. Herrgottsveelche (Maikäfer) flieh eweg, / dei Modder sitzt im Kihdreck, / dei Vadder hockt im W., / sauft die ganze (leere) Gläser aus [ Gal-Bagbg, [Ort in der Karte anzeigen]  HB-Jägbg]. Reits, reits Gäuli, / Alle Stunn e Meili, / Alle Meil e W., / Bring em Daddy en Bretzel raus [Horne Penns 117]. VR.: Vorm Dorf drauß steht e W., wohnt e Fraa drin, die hääßt Kätt (Katharina); horre (hat ein) Bappmaul, horre Schlappmaul, horre Nas wie e Trumbet [KL-Fischb, Var. Donnersberg Jahrbuch 1981 166]. Vadder im W., / Mudder im Bett, / Kinner im Kohlekaschde, / fressen die Brikett [Der Bote vom Trifels 1928 Nr. 27 (BZ-Annw)]. Einen weiteren VR. s. PfWB Gackel. a. 1534: Zum Fünfften sol niemants des Nachts nach dem Nachtessen yn kheins Würtzhausz zeren oder sitzen [Schandein Weist. von LU-Neuhf]. 16. Jh.: Von wurtten vnd wurttsheusern [PfWeist. 668 (LA-Gleisw)]. a. 1615: die entweders in Würtsheußern arrestiert, oder wol gar gethurnt 'in den Turm geworfen' [Vogel 27]. RhWB Rhein. IX 580; Lothr. 544; ElsWB Els. I 384.
 
  " zitiert nach Pfälzisches Wörterbuch (PfWb), Bd. 6, Sp. 1410 bis 1411)/ abgerufen aus woertbuchnetz.de /23. Dezember 2016</ref>,  
 
  " zitiert nach Pfälzisches Wörterbuch (PfWb), Bd. 6, Sp. 1410 bis 1411)/ abgerufen aus woertbuchnetz.de /23. Dezember 2016</ref>,  
  
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Die pfälzischen Klöster<ref group=lit>Institut, für pfälzische Geschichte und Volkskunde (ed.) (2014), Pfälzisches Klosterlexikon: Handbuch der pfälzischen Klöster, Stifte und Kommenden Band 1-4, (1 edn., Beiträge zur pfälzischen Geschichte, (26); Neustadt an der Weinstraße: Nino Druck GmbH) (CMS 440).</ref> bedienten sich zur Einnahme von Naturalien (Waren), aber auch von Geld, dem Ertrag aus dem Eigentum oder Besitz in nahe gelegenen Ortschaften.<ref group=beg>Diese Praxis war auch bei Landesherren, Gemeinden usw. verbreitet. Siehe dazu: [[Gült]], [[Fron]], [[Zehnt]].</ref> Ebenso ist anzunehmen, daß auch das [[Hochstift Speyer]]<ref group=anm>[[Matzinger]]: Entweder der Bischof selbst oder Mitglieder des Domstifts.</ref> selbst derartige Anwesen in [[Alsterweiler]] oder [[Maikammer]] unterhielt. Und auch für adelige Familien ist belegt, daß derartige Höfe betrieben worden sind<ref>[[Matzinger]]: Siehe dazu: Der Lehenshof der Familie [[Johann IV. von Heideck|von Heideck]], der über viele Jahrhunderte für Erträge sorgte. In: Deeg, Dietrich (1968), ’Die Herrschaft der Herren von Heideck. Eine Studie zu hochadliger Famlien- und Besitzgeschichte’, Neustadt an der Aisch (Gesellschaft für Familienforschung in Franken, Kommissionsverlag Degener und Co., Neustadt an der Aisch, Band/Ausgabe: Band 18) 269 Seiten. (CMS 719), Seite 197ff.</ref><ref>[[Matzinger]]: So hatten auch die Sickinger ein Hofgut in der Gemeinde [[Friesenheim]]. Siehe dazu: Ruf, Peter (1995), ’Geschichte von Friesenheim Band 1: Ein pfälzisches Dorf von der ersten Besiedlung bis zum Ende des 17. Jahrhunderts’, Ludwigshafen am Rhein (Herausgeber: Förderverein Museum Friesenheim Hg., LLUX, Ludwigshafen am Rhein, Band/Ausgabe:) Seiten. (CMS 119), Seite 166</ref><ref>siehe dazu auch mit gleichem Hinweis auf Wirtschaftshöfe: Bruckert, Harald (2016) ‹Rat und Bürgerschaft in der freien Reichsstadt Landau während des pfälzischen Bauernkrieges 1525› In: Pfälzer Heimat. Historischer Verein der Pfalz (Hg.), Band/Ausgabe: 67, Seite(n): 57, Historischer Verein der Pfalz, Speyer, (CMS 728).</ref>.
 
Die pfälzischen Klöster<ref group=lit>Institut, für pfälzische Geschichte und Volkskunde (ed.) (2014), Pfälzisches Klosterlexikon: Handbuch der pfälzischen Klöster, Stifte und Kommenden Band 1-4, (1 edn., Beiträge zur pfälzischen Geschichte, (26); Neustadt an der Weinstraße: Nino Druck GmbH) (CMS 440).</ref> bedienten sich zur Einnahme von Naturalien (Waren), aber auch von Geld, dem Ertrag aus dem Eigentum oder Besitz in nahe gelegenen Ortschaften.<ref group=beg>Diese Praxis war auch bei Landesherren, Gemeinden usw. verbreitet. Siehe dazu: [[Gült]], [[Fron]], [[Zehnt]].</ref> Ebenso ist anzunehmen, daß auch das [[Hochstift Speyer]]<ref group=anm>[[Matzinger]]: Entweder der Bischof selbst oder Mitglieder des Domstifts.</ref> selbst derartige Anwesen in [[Alsterweiler]] oder [[Maikammer]] unterhielt. Und auch für adelige Familien ist belegt, daß derartige Höfe betrieben worden sind<ref>[[Matzinger]]: Siehe dazu: Der Lehenshof der Familie [[Johann IV. von Heideck|von Heideck]], der über viele Jahrhunderte für Erträge sorgte. In: Deeg, Dietrich (1968), ’Die Herrschaft der Herren von Heideck. Eine Studie zu hochadliger Famlien- und Besitzgeschichte’, Neustadt an der Aisch (Gesellschaft für Familienforschung in Franken, Kommissionsverlag Degener und Co., Neustadt an der Aisch, Band/Ausgabe: Band 18) 269 Seiten. (CMS 719), Seite 197ff.</ref><ref>[[Matzinger]]: So hatten auch die Sickinger ein Hofgut in der Gemeinde [[Friesenheim]]. Siehe dazu: Ruf, Peter (1995), ’Geschichte von Friesenheim Band 1: Ein pfälzisches Dorf von der ersten Besiedlung bis zum Ende des 17. Jahrhunderts’, Ludwigshafen am Rhein (Herausgeber: Förderverein Museum Friesenheim Hg., LLUX, Ludwigshafen am Rhein, Band/Ausgabe:) Seiten. (CMS 119), Seite 166</ref><ref>siehe dazu auch mit gleichem Hinweis auf Wirtschaftshöfe: Bruckert, Harald (2016) ‹Rat und Bürgerschaft in der freien Reichsstadt Landau während des pfälzischen Bauernkrieges 1525› In: Pfälzer Heimat. Historischer Verein der Pfalz (Hg.), Band/Ausgabe: 67, Seite(n): 57, Historischer Verein der Pfalz, Speyer, (CMS 728).</ref>.
 
    
 
    
Das {{PAGENAME}} wurde in der Regel von einem per Vertrag bestellten [[Hofmann]], [[Beständer]] oder Verwalter bewirtschaftet. In [[Alsterweiler]] hatten mehrere Klöster Hofgüter und Grundbesitz. Dazu zählen, mit Angabe der jeweiligen Zugehörigkeit:
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Das {{PAGENAME}} wurde in der Regel von einem Gastwirt in Eigentum oder als Pächter bewirtschaftet. In [[Alsterweiler]]:
* [[Alsterweiler Hofgut (Allerheiligenstift Speyer)]]
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* [[Alsterweiler Hofgut (Kloster St. Klara Speyer)]]
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* [[Alsterweiler Hofgut (Stift St. German und Moritz Speyer)]]
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* [[Kredenburg]]
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Wirtshäuser gab es auch in [[Maikammer]]:<br />
** [[Duttweiler Hofgut (Oberstein)]]
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** [[Köngernheim Hofgut (Oberstein)]]
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Ähnliche Hofgüter gab es auch in Maikammer:<br />
 
* [[Maikammer Hofgut (Kloster St. Maria Magdalena Speyer)]] - Niedergasse (heute Marktstraße)
 
* [[Maikammer Hofgut (Kloster St. Maria Magdalena Speyer)]] - Weiherstraße 1a (?, Eyergasse)
 
* [[Maikammerer Hof des Emricho]]<ref>[[Matzinger]] nach: LA Sp X 55 Nr.1022 fol.849: Erstens 16 Unzen und 1/2 Heller in Menkemere von 1 1/2 Morgen Wiesen als Hauptgut und als Unterpfand einen Weinberg mit dem dabeiliegenden Hof (una vinea et curia adiacente), den [Emricho] besitzt.</ref><ref>Bei [[Leonhardt (1928)]], Seite 169:"5314 Pfarrer Hugo, der auf Befehl des Fürstbischofs Emich von Leiningen um Ostern 1314 überfallen und auf das Schloß Kestenburg geschleppt und erst nach Exkommunikation des Bischofs freigegeben wurde."</ref> - vielleicht ein [[Leininger Hof]] oder [[Weinsweiler]].
 
 
Leonhardt geht von weiteren Hofgütern aus, die bisher noch nicht belegt werden konnten<ref>[[Geschichte von Maikammer=Alsterweiler]], Seite 110</ref>:
 
* [[Eußerthaler Probstei-Erbbestands-Weingut]]<ref>Anmerkung [[user:matzinger|Matzinger]]: Dies könnte sich aus den alten Ansprüchen des Klosters Eußerthal ableiten, die in einer Urkunde aus dem frühen 14. Jahrhundert erwähnt werden. siehe dazu: http://alsterweiler.matthiasdreyer.de/wiki/Weinsweiler#Testament_Hartmann_Brunward_1379_mit_G%C3%BCtern_an_Kloster_Eu%C3%9Ferthal_und_Kloster_Heilsbruck. Es handelt sich um eine Testamentsverschreibung, die als Ursprung für den Besitz angesehen werden könnte.</ref>
 
* [[Erbbestandsgut Kloster Heilsbruck]]<ref>Dies könnte sich aus dem [[Patronatsrecht]] über die Kirche [[St. Cosmas und Damian]] ableiten, das bis zur Übernahme durch die Kurpfalz bestand. Es ist sehr wahrscheinlich, daß damit auch Grundstücke und Hofbesitz in Maikammer und Alsterweiler verbunden waren.</ref><ref>Anmerkung [[user:matzinger|Matzinger]]: Es könnte auch aus dem unter Eußerthal genannten Testament stammen. Hartmann Brunward hatte nämlich für beide Klöster Eigentum vermacht. Siehe dazu: Schmidt Franz (unveröffentlicht) Kloster Heilsbruck (1489), Heylspruck Schaffney Zinsbuch de Anno 1489 (Heilsbruck). Kloster Heilsbruck. Bestand: 35b; Nr(n): 100(plus)folianten, (CMS 373), Seite 9, Jahr 1379 /[[LA Sp F 7 Nr.808]]</ref><ref group=urk>Landesarchiv Speyer [[LA Sp F 7 Nr.808]]</ref>
 
* [[Haus und Güter des Bischof Lothar Friedrich]]<ref group=anm>Es handelt sich wohl um Lothar Friedrich von Metternich-Burscheid. Er war im Zeitraum 1652 bis 1675 Bischof von Speyer.</ref><ref>Anmerkung [[user:matzinger|Matzinger]]: Es ist sehr wahrscheinlich, daß die jeweiligen Bischöfe von Speyer auch Grund- und Hofbesitz in Maikammer und Alsterweiler hatten. Dies kann Besitz des Hochstifts oder Privatbesitz der jeweiligen Bischöfe gewesen sein.</ref>
 
* [[Frühmeßgut (Maikammer)]]<ref>[[Leonhardt (1928)]], Seite 162</ref> - "1764 berichtete Pfarrer Gödecke an den Bischof, daß noch ein Haus mit Gartenwingert auf dem [[Lindenplatz]] und 71/2 Viertel Wingert, genannt [[Frühmeßgut]], vorhanden seien. Der Ertrag dieses Gutes fließe in die Kirchenkasse. Der Bischof ordnete darauf an, daß die Einkünfte admassiert<ref group=beg>[[Matthias C.S. Dreyer]]: Wohl vom Französischen "amasser", was so viel wie "horten", "anhäufen", "hamstern" bedeutet. In diesem Sinne sollten wohl die Gelder für die Ableistung des Beneficiums angesammelt werden.</ref> werden sollten, um wieder den Verpflichtungen des [[Beneficium|Benefiziums]]<ref group=anm>[[Matthias C.S. Dreyer]]:
 
Es handelt sich um eine materiell auswirkende Vergünstigung für eine Leistung, hier mit einem geistlichen Amt - dem Dienst des Frühmessers - verbundene Vermögensmasse, siehe dazu auch: Pfründe.</ref> nachkommen zu können<ref group=anm>[[Leonhardt (1928)]] verweist auf LA Sp Hochstift Speyer Nr.411.</ref>. An wen das Frühmeßgut kam, ist nicht bekannt."
 
 
[[Urban Ziegler]] verweist auf das:
 
* [[Heringsamt (Alsterweiler)]] [[Heringsamtzeichen]] am Haus [[Hauptstrasse Nr.32]],
 
Er spricht von dem „Salz-, Herings- und Eieramt“ dessen Steuereinnahmen für das [[Siechenhaus]] im [[Kloster Heilsbruck]] bestimmt waren, dieses Handelsgewerbe durfte nur am [[Erbpfad]] Eingang von der St. Martinerstr. ausgeübt werden. (Älteste Urkunde dazu aus dem Jahr 1443 im Archiv Luzern Schweiz, Gatterer Apperat.)
 
 
Abschließend sei noch auf den Weinsperhof und die Ziegelscheuer verwiesen, die ebenfalls als Hofgut (Dalbergsches Hofgut bzw. Bischöfliche Scheuer) erwähnt werden:
 
* [[Weinsper Hof]] ([[Weinsweiler]])<ref group=zit>[[Geschichte von Maikammer=Alsterweiler]], Seite 106: "1539 war Weinsweiler ein Hof, der zur v. Dalberg'schen Kropsburg als Lehen gehörte. Er bestand aus Haus, Hof, Garten und 11 Morgen Weinbergen, Äckern und Wiesen. In diesem Jahre gestattete Bischof Philipp II. seinem Vetter Wolf v. Dalberg, den Hof auf Erbpacht zu verleihen."</ref>. Dieser Hof dürfte identisch sein mit dem [[Dalbergischen Hofgut]].
 
* [[Volmar-Hof]] ([[Weinsweiler]])<ref group=zit>Liber secretorum Matthiae, folio 265 r Kyrwiler Inname (7. Eintrag) Item I gulden vor I malter saltz von der volmarn hoff zu meynkemern #Übertragung Matthias C.S. Dreyer /Korrektur Johannes Weingart/23. November 2016</ref>
 
* [[Ziegelscheuer]]<ref>[[Geschichte von Maikammer=Alsterweiler]], Seite 106</ref>.
 
  
 
[[Kategorie:Haus]]
 
[[Kategorie:Haus]]

Version vom 23. Dezember 2016, 11:47 Uhr

Wirtshaus' (auch Wirtschaft, Gasthaus, Werdschafd)[beg 1],

ist die Bezeichnung für ein Anwesen, das für Gäste zur Verfügung steht.[beg 2]

Gasthäuser in Alsterweiler:
Alsterweiler Hofgut (Allerheiligenstift Speyer), Alsterweiler Hofgut (Kloster St. Klara Speyer), Alsterweiler Hofgut (Stift St. German und Moritz Speyer), Frühmeßgut (Maikammer), Grenzstein 1, Grenzstein 10, Grenzstein 100, Grenzstein 101, Grenzstein 103, Grenzstein 104, Grenzstein 105, Grenzstein 106, Grenzstein 107, Grenzstein 108, Grenzstein 109, Grenzstein 11, Grenzstein 110, Grenzstein 112, Grenzstein 113, Grenzstein 114, Grenzstein 115, Grenzstein 116, Grenzstein 117, Grenzstein 118, Grenzstein 119, Grenzstein 12, Grenzstein 120, Grenzstein 121, Grenzstein 122, Grenzstein 123, Grenzstein 124, Grenzstein 125, Grenzstein 126, Grenzstein 127, Grenzstein 128, Grenzstein 129, Grenzstein 13, Grenzstein 130, Grenzstein 131, Grenzstein 132, Grenzstein 133, Grenzstein 134, Grenzstein 135, Grenzstein 136, Grenzstein 137, Grenzstein 138, Grenzstein 139, Grenzstein 14, Grenzstein 140, Grenzstein 141… weitere Ergebnisse

Systematik:

Gasthäuser in Alsterweiler

Die pfälzischen Klöster[lit 1] bedienten sich zur Einnahme von Naturalien (Waren), aber auch von Geld, dem Ertrag aus dem Eigentum oder Besitz in nahe gelegenen Ortschaften.[beg 3] Ebenso ist anzunehmen, daß auch das Hochstift Speyer[anm 1] selbst derartige Anwesen in Alsterweiler oder Maikammer unterhielt. Und auch für adelige Familien ist belegt, daß derartige Höfe betrieben worden sind[1][2][3].

Das Wirtshaus wurde in der Regel von einem Gastwirt in Eigentum oder als Pächter bewirtschaftet. In Alsterweiler:

Wirtshäuser gab es auch in Maikammer:

Weblinks

Literatur

  1. Institut, für pfälzische Geschichte und Volkskunde (ed.) (2014), Pfälzisches Klosterlexikon: Handbuch der pfälzischen Klöster, Stifte und Kommenden Band 1-4, (1 edn., Beiträge zur pfälzischen Geschichte, (26); Neustadt an der Weinstraße: Nino Druck GmbH) (CMS 440).

Einzelnachweise

  1. Matzinger: Siehe dazu: Der Lehenshof der Familie von Heideck, der über viele Jahrhunderte für Erträge sorgte. In: Deeg, Dietrich (1968), ’Die Herrschaft der Herren von Heideck. Eine Studie zu hochadliger Famlien- und Besitzgeschichte’, Neustadt an der Aisch (Gesellschaft für Familienforschung in Franken, Kommissionsverlag Degener und Co., Neustadt an der Aisch, Band/Ausgabe: Band 18) 269 Seiten. (CMS 719), Seite 197ff.
  2. Matzinger: So hatten auch die Sickinger ein Hofgut in der Gemeinde Friesenheim. Siehe dazu: Ruf, Peter (1995), ’Geschichte von Friesenheim Band 1: Ein pfälzisches Dorf von der ersten Besiedlung bis zum Ende des 17. Jahrhunderts’, Ludwigshafen am Rhein (Herausgeber: Förderverein Museum Friesenheim Hg., LLUX, Ludwigshafen am Rhein, Band/Ausgabe:) Seiten. (CMS 119), Seite 166
  3. siehe dazu auch mit gleichem Hinweis auf Wirtschaftshöfe: Bruckert, Harald (2016) ‹Rat und Bürgerschaft in der freien Reichsstadt Landau während des pfälzischen Bauernkrieges 1525› In: Pfälzer Heimat. Historischer Verein der Pfalz (Hg.), Band/Ausgabe: 67, Seite(n): 57, Historischer Verein der Pfalz, Speyer, (CMS 728).

Anmerkungen

  1. Matzinger: Entweder der Bischof selbst oder Mitglieder des Domstifts.

Zitate

Urkunden

Begriffe

  1. "-haus n.: 'Gastwirtschaft, Gaststätte', -haus [verbr., Krämer Gal 243]; Zs.: PfWB Dorfwirtshaus; Syn. s. PfWB Butik 3 a; weitere Syn.: PfWB Batzenhäuslein, PfWB Beize, PfWB Pfaffenschänke, PfWB Bierausschank, -garten, PfWB -haus, -schenke, PfWB -stube, -wirtschaft, PfWB Bockstall 2, PfWB Dorfschenke, PfWB Dorfwirtschaft, PfWB Traktier, PfWB Dreckbutik, PfWB Dreckwirtschaft, PfWB Trinkzimmer, PfWB Gassenschenke, PfWB Gasthaus, PfWB Gasthof, PfWB Gaststube, PfWB Gifthütte, PfWB Groschenfalle, PfWB Heckenwirtschaft 2, PfWB Hurenbutik, -nest, -wirtschaft, PfWB Kantine, PfWB Knallbude, PfWB Knallwirtschaft, PfWB Kosthaus, PfWB Leibwirtschaft, PfWB Lokal 2, PfWB Luck, PfWB Lumpenwirtschaft 1, PfWB Lust 2, PfWB Restaurant, PfWB Restauration, Schankhaus, PfWB Schankstube, PfWB Schnapsbude, -butik, -kneipe, -kram, -laden, -wirtschaft, PfWB Stammkneipe, PfWB -lokal, -wirtschaft, PfWB Stinkbude, PfWB Straußwirtschaft, PfWB Wirtslokal. Namen von Gasthäusern (s. auch: Stock: Wirtshausnamen. In: NPfGV 1/1925 6 ff., 2/1925 14/15): Adler 2, PfWB Baum 5, PfWB Pflug 3, PfWB Bock(wirt), PfWB Bürste 4, PfWB Daumen 2 c, PfWB Fasanerie 2, PfWB Friedenslinde, PfWB Himmelreich 2 b, PfWB Hirsch 2 c β, PfWB Hof 3, PfWB Klosterhof 2, PfWB Kreuz(wirt), PfWB Krone 1 a γ, PfWB Linde 2, PfWB Löwe 3 a, PfWB Ochse 3 a, Schafs(wirt), PfWB Schwan 2, PfWB Sonne 4, PfWB Stern 6 b, PfWB Stiefel 2 c, PfWB Storch 3, PfWB wild 6 b; s. Abb. 118 Wirtshausschild. W. zur goldige Bunz (Bunz) [Schandein Sprachsch. 8]; ens W. gehe [ [Ort in der Karte anzeigen] LA-Nd'hochstdt]. 's alt W. schdeht noch fescht [Burgey Keschte 97]. Die wo im W. hinnerm Schoppe / Ganz ferchterliche Sprich als kloppe [Münch Werke I 175]. Im W. verduften die Schagrille 'böse Gedanken' [Kühn Kumödi 10]. Im W. bleib hocke / Bis dr Mond scheint un d' Stern. / Un wann de dann hääm gehscht, / Dann brauchscht kääⁿ Latern [Kühn Kumödi 31]. RA.: Alle heilige Zeit äämol kumm ich ins W. (nämlich selten) [ [Ort in der Karte anzeigen] ZW-Battw]. Wu unser Herrgott e Kirch hiⁿbaut, baut de Deifel e W. denäwe [ [Ort in der Karte anzeigen] GH-Kand, [Ort in der Karte anzeigen] LU-Opp]. E neii Kabell un e neies W. wern am menschde b'sucht [ [Ort in der Karte anzeigen] LA-Wollmh]. Der kommt se zwett ausem W. 'ist betrunken' [ [Ort in der Karte anzeigen] KL-Reichb]. Der hot Haus un Hof ins W. getrage [ [Ort in der Karte anzeigen] LU-Opp]. RA. für 'oft und ausgiebig ein W. besuchen': die Hosse im W. durchritsche [ [Ort in der Karte anzeigen] RO-Obd]; oon käim W. vorbei kenne [ [Ort in der Karte anzeigen] KU-Schmittw/O]. Er sitzt Dag un Nacht (tagelang) im W. [ [Ort in der Karte anzeigen] GH-Kand]. Wann mer den spreche will, muß mer ne im W. suche [ [Ort in der Karte anzeigen] LU-Opp]. Der sterbt emol noch im W. [ [Ort in der Karte anzeigen] LU-Opp]. Der kann uhne W. nit lewe [ [Ort in der Karte anzeigen] LU-Opp]. Der fihlt sich am wohlschte im W. [ [Ort in der Karte anzeigen] LU-Opp]. Neckvers auf die Einwohner von Neustdt: Die Neistadter sehnen garen (sehen gern) die Berge vun unne, die Kerche vun auße un die Weʳtsheiseʳ vun inne [ [Ort in der Karte anzeigen] BZ-Dernb]. SprW.: Wann ich Geld hab, geh ich in's W.; wann ich [Bd. 6, S. 1411] keens hab, bleib ich draus [Fogel Prov. Penns Nr. 1928]. Volksbr.: Uff Karfreidag sein die Leit net ins W. gang [ [Ort in der Karte anzeigen] KU-Schmittw/O]. Zur Eröffnung der Kirchweihe stellen die Burschen am Samstag Abend Birken vor das W. [ [Ort in der Karte anzeigen] LA-Böbing]. Weiteres Brauchtum s. Becker Vk. 50, 284. KR.: Uf de Heh wachst de Klee / Fudder fer mei Gailche. / Wann mei Vadder ins W. geht, / macht mei Mudder e Mailche. / Wann se awwer Kaffee trinkt, / hupst (peift) se wie en Dischdelfink (Kniereiterreim) [mancherorts, Feierowend 1950 Nr. 2 S. 1]. Herrgottsveelche (Maikäfer) flieh eweg, / dei Modder sitzt im Kihdreck, / dei Vadder hockt im W., / sauft die ganze (leere) Gläser aus [ Gal-Bagbg, [Ort in der Karte anzeigen] HB-Jägbg]. Reits, reits Gäuli, / Alle Stunn e Meili, / Alle Meil e W., / Bring em Daddy en Bretzel raus [Horne Penns 117]. VR.: Vorm Dorf drauß steht e W., wohnt e Fraa drin, die hääßt Kätt (Katharina); horre (hat ein) Bappmaul, horre Schlappmaul, horre Nas wie e Trumbet [KL-Fischb, Var. Donnersberg Jahrbuch 1981 166]. Vadder im W., / Mudder im Bett, / Kinner im Kohlekaschde, / fressen die Brikett [Der Bote vom Trifels 1928 Nr. 27 (BZ-Annw)]. Einen weiteren VR. s. PfWB Gackel. a. 1534: Zum Fünfften sol niemants des Nachts nach dem Nachtessen yn kheins Würtzhausz zeren oder sitzen [Schandein Weist. von LU-Neuhf]. 16. Jh.: Von wurtten vnd wurttsheusern [PfWeist. 668 (LA-Gleisw)]. a. 1615: die entweders in Würtsheußern arrestiert, oder wol gar gethurnt 'in den Turm geworfen' [Vogel 27]. RhWB Rhein. IX 580; Lothr. 544; ElsWB Els. I 384. " zitiert nach Pfälzisches Wörterbuch (PfWb), Bd. 6, Sp. 1410 bis 1411)/ abgerufen aus woertbuchnetz.de /23. Dezember 2016
  2. Im Gegensatz dazu: das Hotel, Pension, Fremdenzimmer.
  3. Diese Praxis war auch bei Landesherren, Gemeinden usw. verbreitet. Siehe dazu: Gült, Fron, Zehnt.

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Referenzierungen

  1. ^  Titel: Pfälzisches Wörterbuch - Eintrag Wirtschaft.
    Schlüssel: Pfälzisches Wörterbuch/(woerterbuchnetz.de)#Eintrag_Wirtschaft
    Seite: Eintrag_Wirtschaft
    Kein Zitat angegeben.
    Übertragung: Wirtschaft'Gasthaus · Lokal' · Weʳtschaft (węʳdschafd)
    Anmerkung: Bd. 6, Sp. 1408 bis 1411
    Es gibt keine Notes.
    Schlagwort: Wirtschaft · Wertschafd · Wirtshaus
    Quelle:
    Vorkommnis: Ein Datum für das Vorkommnis fehlt.
    Vorkommnistag: Eine Tagesangabe (Vorkommnistag) fehlt.
    Stufe: 2
    Sammlung: Wirtschaft
    LINK: Wirtshaus
    Eine urn fehlt.
    Eine PDF-Angabe fehlt.
    WIKI: Wirtshaus