Die Seite für Alsterweiler von Matthias C.S. Dreyer u.a.
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| − | Die Bischöfe von Speyer bzw. das Hochstift Speyer (Ministerialen) hatten seit jeher die Burg Spangenberg und den sog. [[Stutgarten]] in ihrer Verfügungsgewalt. Nun liegt es nahe, eine Verbindung zwischen Speyer dem Haardtrand und der Spangenburg anzunehmen. Mit Sicherheit ging es dabei nicht | + | Die Bischöfe von Speyer bzw. das Hochstift Speyer (Ministerialen) hatten seit jeher die Burg Spangenberg und den sog. [[Stutgarten]] in ihrer Verfügungsgewalt (siehe dazu: [[Oberamt Kirrweiler]]). Nun liegt es nahe, eine Verbindung zwischen Speyer dem Haardtrand und der Spangenburg anzunehmen. Da auch die Kästenburg im Mittelalter den Speyerer Bischöfen als Amtssitz diente, wird der Weg wohl über die Burg gezogen sein. Mit Sicherheit ging es dabei nicht allein um den Transport von Wein. Auch andere Waren mussten verbracht werden. Zudem galt es, den Betrieb der Spangenburg als auch des Stutgartens administrativ zu überwachen. |
| − | + | Unabhängig von der Spangenburg, dem Stutgarten und der Kästenburg gab es weitere Beziehungen zwischen der Westpfalz und der Vorderpfalz, was den Transport von Wein und Holz betraf. So wurde aus dem Bereich Waldleiningen Holz für den Kammertbau in die Vorderpfalz verbracht. | |
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| + | Urkundlich belegt ist, daß bei bestimmten Gelegenheiten Wingertsholz / Weinbergsholz nur aus dem Wald außerhalb der Haingeraide besorgt werden durfte: {{Zitat|Zitattext=Der Bischof hatte das Recht, auf dem Spielfeld Kalksteine und Ziegelerde für seine am Eingang des Tälchens liegende Ziegelscheuer zu graben. Da nun der Teil, auf dem sich die Kalk- und Erdgruben befanden, an Maikammer fiel, so behielt sich der Bischof für St. Martin ein später zu bestimmendes Recht aus. Das Wingertsholz, das die St. Martiner zum Aufholzen der auf ihrem Teile neu anzulegenden Wingerten benötigten, mußte außerhalb der Geraide gemacht werden. Nur für abgegangene Balken usw. konnten sie Holz hernehmen, woher sie wollten.}}<ref group=anm>Mit Bezug zum Jahre 1580</ref>[[CiteRef::Leonhardt (1928)/Seite103/5]]. | ||
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Aktuelle Version vom 10. Oktober 2023, 08:43 Uhr
Straßen in Alsterweiler: Alsterweilerer Mühlweg, Deckelgass, Friedhofstraße, Gemein Gaß, Hartmannstraße, Hauptstraße, Kalmitstraße, Mühlgass, Mühlstraße, Rue Grande, Sandstraße, Schulgasse, Turmstraße
Weinspange, der alte Weinweg, bezeichnet eine Verbindung zwischen der Haardt und dem Elmsteiner Tal[1][web 1]. Über die Weinspange wurde Wein durch den Pfälzer Wald transportiert[2]. Die Weinspange verläuft in Alsterweiler von der alten römischen Wachstube über den Totenkopf zum Studerbild.[lit 1][lit 2][3] Die Weinspange wird auch als Weinweg oder Vizinalweg bezeichnet[4]: "Nun habe ich im Sinne, diesen Abend gegen 5 Uhr in Begleitung des Kirchenrechners das Thal hinein zu gehen, bis an die Helmbach und von dort den neuen Weinweg (richtig: Vizinalweg) aufzusuchen und nach Maikammer zu kommen..." Valentin Mühlhäuser
[5][zit 1].
Systematik:
Zweckbestimmung
Die Bischöfe von Speyer bzw. das Hochstift Speyer (Ministerialen) hatten seit jeher die Burg Spangenberg und den sog. Stutgarten in ihrer Verfügungsgewalt (siehe dazu: Oberamt Kirrweiler). Nun liegt es nahe, eine Verbindung zwischen Speyer dem Haardtrand und der Spangenburg anzunehmen. Da auch die Kästenburg im Mittelalter den Speyerer Bischöfen als Amtssitz diente, wird der Weg wohl über die Burg gezogen sein. Mit Sicherheit ging es dabei nicht allein um den Transport von Wein. Auch andere Waren mussten verbracht werden. Zudem galt es, den Betrieb der Spangenburg als auch des Stutgartens administrativ zu überwachen.
Unabhängig von der Spangenburg, dem Stutgarten und der Kästenburg gab es weitere Beziehungen zwischen der Westpfalz und der Vorderpfalz, was den Transport von Wein und Holz betraf. So wurde aus dem Bereich Waldleiningen Holz für den Kammertbau in die Vorderpfalz verbracht.
Urkunden / Hinweise
Urkundlich belegt ist, daß bei bestimmten Gelegenheiten Wingertsholz / Weinbergsholz nur aus dem Wald außerhalb der Haingeraide besorgt werden durfte: "Der Bischof hatte das Recht, auf dem Spielfeld Kalksteine und Ziegelerde für seine am Eingang des Tälchens liegende Ziegelscheuer zu graben. Da nun der Teil, auf dem sich die Kalk- und Erdgruben befanden, an Maikammer fiel, so behielt sich der Bischof für St. Martin ein später zu bestimmendes Recht aus. Das Wingertsholz, das die St. Martiner zum Aufholzen der auf ihrem Teile neu anzulegenden Wingerten benötigten, mußte außerhalb der Geraide gemacht werden. Nur für abgegangene Balken usw. konnten sie Holz hernehmen, woher sie wollten." [anm 1]1.
Ein historischer Zusammenhang mit der Weinspange begründet sich auch aus einem Eintrag im Weistum von Elmstein. Dort heißt es unter 3.: "Und dann ist zu wissen, dass, wenn ein Armer es fertig bringt, ein Ohm Wein [in sein Haus] zu kaufen, um es mit seinem Weibe allein zu trinken, dann soll man's ihm gönnen und nicht verwehren, und er ist der Herrschaft nichts dafür schuldig." [zit 2]. Daraus leitet sich die Überlegung ab, wie der Wein nach Elmstein gelangt sein könnte. Die Gemarkung von Maikammer-Alsterweiler bzw. des Oberamtes Kirrweiler, heute der Gemeinde Kirrweiler stößt auch heute noch an Elmstein an.
Weblinks
- ↑ www.rlb.de/cgi-bin/wwwalleg/gooi.pl?s1=107t01144043 /abgerufen am 17.12.2015 - Auf der Weinspange. In: Pfälzerwald. 24 (= 50). 1978, H. 3, 1-4. Wanderweg v. d. Kestenburg z. Spangenburg. ,abgerufen am 22. September 2013.
Literatur
Einzelnachweise
- ↑ Unter dem Schutz der Madonna: Auf der "Weinspange" vom Elmsteiner Tal zum Studerbild. (2013/32) In: Der Pilger, Unterhaltung/Kultur, Neustadt - Speyer, Seite 26–26
- ↑ Anmerkung Matzinger: In einem Telefonat vom 12. September 2015 zwischen Matthias Dreyer und Herbert Schneider (Diedesfeld) bezweifelt dieser, dass die Weinspange ein historischer Begriff sei.
- ↑ siehe dazu: openstreetmap.org/relation/1559546
- ↑ Ziegler, Urban (1975) ‹Pfarrer Mühlhäuser und die Lambrechter Tuchmacherei› In: Blätter für pfälzische Kirchengeschichte und religiöse Volkskunde. (Hg.), Band/Ausgabe: 42. Jahrgang (Jahresband 1975), Seite(n): 134, (CMS 613), Seite 135
- ↑ Anmerkung Matzinger: Es handelt sich um den Pfarrer Valentin Mühlhäuser, dessen Vater Jakob Mühlhäuser aus Alsterweiler stammte.
Anmerkungen
- ↑ Mit Bezug zum Jahre 1580
Zitate
- ↑ Ziegler, Urban (1975) ‹Pfarrer Mühlhäuser und die Lambrechter Tuchmacherei› In: Blätter für pfälzische Kirchengeschichte und religiöse Volkskunde. (Hg.), Band/Ausgabe: 42. Jahrgang (Jahresband 1975), Seite(n): 134, (CMS 613), Seite 135
- ↑ Wohlfahrt, Dietrich (2001) ‹Das mittelalterliche Weistum für Elmstein und Iggelbach : Versuch einer Übertragung in heutiges Deutsch› In: Geschichte und Geschichten unserer Heimat. - 4 = 2001, S. 3-7. (Hg.), Seite(n): 3-7 (CMS 701), Seite 4 und 5.
Urkunden
Begriffe
Kategorien
Weinspange gehört den Kategorien an: Historische Straßen und Wege, Alsterweiler
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Referenzierungen
- ^ Titel: Geschichte von Maikammer=Alsterweiler.
Schlüssel: Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/101bis125#Seite_103/5
Seite: Seite_103/5
Zitat: Der Bischof hatte das Recht, auf dem Spielfeld Kalksteine und Ziegelerde für seine am Eingang des Tälchens liegende Ziegelscheuer zu graben. Da nun der Teil, auf dem sich die Kalk- und Erdgruben befanden, an Maikammer fiel, so behielt sich der Bischof für St. Martin ein später zu bestimmendes Recht aus. Das Wingertsholz, das die St. Martiner zum Aufholzen der auf ihrem Teile neu anzulegenden Wingerten benötigten, mußte außerhalb der Geraide gemacht werden. Nur für abgegangene Balken usw. konnten sie Holz hernehmen, woher sie wollten.
Übertragung: Eine Übertragung fehlt.
Anmerkung: Teilung des Spielfelds und Holzbeschaffung für die Weinberge - außerhalb der Haingeraide
Es gibt keine Notes.
Schlagwort: Alsterweiler · Grenzstein · Spielfeld · Wingertbalken · Wingertholz
Quelle:
Vorkommnis: 1580
Vorkommnistag: Eine Tagesangabe (Vorkommnistag) fehlt.
Stufe: 6
Sammlung: Alsterweiler · Spielfeld · Wingertbalken · St. Martin · Wingertholz
LINK: Alsterweiler
Eine urn fehlt.
Eine PDF-Angabe fehlt.
WIKI: Alsterweiler