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Oberamt Kirrweiler

Aus Alsterweiler
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Das bischöfliche Amt, später Oberamt Kirrweiler, war eine Verwaltungseinheit im Hochstift Speyer. Das Amt wurde In der Salierzeit um die Abtei St. Lambrecht[1] erweitert. Im 17. Jahrhundert wurde das Amt zum Oberamt erhoben.

Alsterweiler unterstand dem Oberamt Kirrweiler. Der Oberamtmann wohnte bis 1460 auf der Kestenburg, dann nahm er seinen Sitz im Ort Kirrweiler selbst, im bischöflichen Schloß (dem heutigen Schulhaus). Zum Oberamt Kirrweiler gehörten neben Alsterweiler und Maikammer mit Weinsweiler, Diedesfeld, St. Martin, Venningen, Gräfenhausen, Großfischlingen, Freimersheim, Geinsheim, Weyher, Hambach, die Rietburg, die Kestenburg und die Spangenberg. Es unterstanden ihm zudem die Ämter Edesheim, Deidesheim und Marientraut bei Hanhofen. Der Bischof von Speyer hatte über seine Untertanen die Rechte eines "Königs". Er besaß die hohe und peinliche Gerichtsbarkeit, das Recht der Steuer und das Kriegsrecht. Seine Verordnungen über Kirche und Schule galten für das ganze Hochstift Speyer.[2][lit 1]

"Am 27. Januar (1798) wurden die Beamten des Oberamts Kirrweiler entlassen."[3] Ein Kantonsrichter wurde eingesetzt.

Anordnungen des Oberamts Kirrweiler

Die oberamtliche Verordnung um das Jahr 1600 ordnet wegen des vielen Trinkens in den Wirtschaften an, daß zu Sommerszeiten abends um 8 Uhr und zur Winterszeit um 7 Uhr geläutet werde und daß dann alle Wirtshausbesucher heimzugehen hätten. „Es soll auch kein Wirt über gemelde Zeit ihnen Wein geben. Wo aber ein Wirt solches übertritt und nach der Zeit Wein oder anderes geben wird, der soll ein Pfund Pfennig und ein jeder, so in der Zech ist, 10 Schilling Pfennig, so oft es geschieht, zu der Tätung unnachläßlich geben. Doch sollen fremde Gäste, so bei der Nachtzeit sich züchtig und gebührlich halten, hierein nit gemeint sein."[4]

Orte im Amt Kirrweiler

Orte und ihre Zugehörigkeit[5] (vollständig)
Nr Ortsname_1 Ortsname_2 Besitznachweis_1 Besitznachweis_2 Besitznachweis_3 Anmerkungen_1 Anmerkungen_2 Anmerkungen_3 Pfalzatlas Text[6] Pfalzatlas Karte[7] Alsterweiler
1 Kirrweiler ./. alter Besitz im 12. Jh. Speyerer Ministerialenburg später 2 Burgen Ende 14. Jh. die eine vorübergehend Residenz und auf Dauer Verwaltungssitz die zweite erst 1602 dem Deutschorden abgekauft ./. 1 1 ./.
2 St.Lambrecht ./. die von den Saliern gestiftete Benediktinerabtei 1065 an das Bistum die Regelung der Herrschaftsverhältnisse ebenso wie der zugehörigen Besitze bisher nicht erforscht ./. ./. ./. ./. 2 2 ./.
3 Wolfsburg mit Neustadt seit Ende des 12. Jh. als Speyerer Lehen für die Pfalzgrafschaft nachweisbar vermutlich alte bischöfliche Rechte ./. ./. ./. ./. 3 3 ./.
4 Mußbach ./. seit Ende des 12. Jh. als Speyerer Lehen für die Pfalzgrafschaft nachweisbar vermutlich alte bischöfliche Rechte ./. ./. ./. ./. 4 4 ./.
5 Spangenberg mit Wald wohl im 12. Jh. vom Bischof im mit Deidesheim erworbenen Waldgebiet angelegt seit 1317 in der Hand von Lehnsadel nachweisbar der Wald bleibt unter speyerischer Landeshoheit ./. ./. ./. 5 5 ./.
6 Hambach 865 Königsgut an Speyer die über dem Ort erbaute Kestenburg aus salischem Besitz über Bischof Johann 1100 an das Hochstift Verwaltungssitz im 14. Jh. durch Kirrweiler abgelöst ./. ./. ./. 6 6 ./.
7 Diedesfeld ./. (wohl wie 6) 865 Königsgut an Speyer ./. ./. ./. ./. ./. 7 7 ./.
8 Lachen-Speyerdorf ./. 960 Besitz in Lachen erwähnt die von Lachen im 13. Jh. Speyerer Ministerialen Mitte des 14. Jh. der Ort bei der Pfalz behält aber Anteil am Deidesheim-Spangenberger Wald ./. ./. 8 8 ./.
9 Geinsheim ./. wohl alter Besitz im 13. Jh. zum Teil an Adel verlehnt diese Teile nach Aussterben der Hirschhorn und Westfälischem Frieden heimgefallen im 16. Jh. Amtszugehörigkeit zwischen Kirrweiler und Marientraut schwankend ./. ./. 9 9 ./.
10 St. Martin ./. wohl früher Besitz die Kropsburg als Speyerer Ministerialenburg im 12. Jh. entstanden Domkapitelsbesitz 1336 vom Bischof wieder ausgelöst ab 1400 Ortsherrschaft beim Adel es bleibt eine lockere bischöfliche Landeshoheit über die vom 14. Jh. an weitgehend selbständige Adelsherrschaft 10 10 ./.
11 Maikammer mit Alsterweiler und Wüstung Weinsweiler alter Besitz ohne Unterbrechung ins Territorium überführt ./. ./. ./. ./. 11 11 A
12 Edenkoben mit Wüstung Wazenhofen alter Besitz dorthin 1262 das bei Harthausen gegründete Zisterzienserinnenkloster Heilsbruck verlegt und mit der Ortsherrschaft ausgestattet über die Landvogtei im Speyergau wurde der Pfalzgraf im 14. Jh. Schirmherr des Klosters und schließlich auch Landesherr dem Bischof verblieb ohne sonstige Rechte die Blutgerichtsbarkeit bis 1709 ./. ./. 12 12 ./.
13 Venningen ./. 960 Besitz der Speyerer Kirche bezeugt die von Henningen, ursprünglich Speyerer Ministerialen bald aus dem Ort ausgeschieden ./. ./. ./. 13 13 ./.
14 Böbingen ./. Zubehör zur Grafschaft Lutramsforst ./. ./. ./. ./. ./. 14 14 ./.
15 Rietburg ./. Speyerer Lehnsburg für edelfreies Geschlecht vor 1200 nach 1255 Reichsburg vor 1330 wieder an Speyer noch mehrfach verpfändet, aber immer wieder ausgelöst ./. ./. 15 15 ./.
16 Rhodt unter Rietburg ./. wohl alter Besitz ab Ende 12. Jh. mehrfach mit der Rietburg verlehnt so auch 1330 an die Grafen von Veldenz und damit dem Speyerer Territorium entfremdet ./. ./. ./. 16 16 ./.
17 Weiher ./. wohl alter Besitz mit der Rietburg zeitweilig verlehnt im 14. Jh. zurückerworbent ./. ./. ./. 17 17 ./.
18 Großfischlingen ./. 960 Besitz ./. ./. ./. ./. ./. 18 18 ./.
19 Kleinfischlingen ./. wohl alter Besitz seit 15. Jh. stärker unter pfälzischem Einfluß vor 1550 verloren ./. ./. ./. 19 19 ./.
20 Freimersheim ./. vielleicht alter Besitz Lehen für den Adel, lockere bischöfliche Landeshoheit ./. ./. ./. ./. 20 20 ./.
21 Roschbach ./. vielleicht alter Besitz Lehen für den Adel, lockere bischöfliche Landeshoheit ./. ./. ./. ./. 21 21 ./.

Bedienstete im Oberamt Kirrweiler

Bedienstete[8]
Gebiet: Fürstbistum Speyer
Zeitraum: Jahre 1600 bis 1789
Grad: unvollständig

Bedienstete im Oberamt Kirrweiler
'Nr Name Funktion Zeitraum Nachweise Sekundärquellen Anmerkungen_1 Anmerkungen_2 Verbindung Alsterweiler
1 Johann Ludwig Ivon Dorsonville Amtsschaffner 1743-17XX AusfauteiaktenXX Dienerbuch, Eintrag Nr.308 Aus dem Kirchenbuch Edesheim geht aus den Taufbüchern hervor, daß die Familie über einen hochstehenden Bekanntenkreis verfügte. Aus Edesheim mit Verbindung zu Maikammer. keine
2 Johann Michael Dorsonville Kammerkanzlist und Rechnungsrevisor 1761-1766 AusfauteiaktenXX Dienerbuch, Eintrag Nr.309 Aus dem Kirchenbuch Edesheim geht aus den Taufbüchern hervor, daß die Familie über einen hochstehenden Bekanntenkreis verfügte. Keine dirkete Amtsfunktion im Oberamt, aber wohl Kontrollaufgaben gegenüber den Oberämtern im Hochstift Speyer. Aus Edesheim mit Verbindung zu Maikammer. keine
3 Kämmerer von Worms ./. 1680 ./. Dienerbuch, Eintrag Nr.852 ./.
4 Gordiné ./. 1743 ./. Dienerbuch Eintrag Nr.308 ./.
5 Knebel von Katzenelnbogen ./. 1715 ./. Dienerbuch, Eintrag Nr.931 ./.
6 Neubeck ./. 1715 ./. Dienerbuch, Eintrag Nr.1238 ./.
7 Radenhausen von ./. 1746 ./. Dienerbuch Eintrag Nr.1324 ./.
8 Weingarten von ./. 1663 ./. Dienerbuch Eintrag Nr.1904 ./.
9 Obermann ./. 1751 ./. Dienerbuch, Eintrag Nr.1260 ./.
10 Dincker ./. 1683 ./. Dienerbuch Eintrag Nr.291 ./.

Und hier diejenigen, die bereits auf der Seite Alsterweiler belegt sind:

 Hat ArbeitsortIst erwähntIst erwähnt in
Adolf Adam CörverLandschreibereiamt Kirrweiler
Oberamt Kirrweiler
Amt Madenburg
1683LA Sp D 1 Nr.72
Stuck (1988)
Dietrich Friedrich DinckerAmt Marientraut
Oberamt Kirrweiler
Amt Kirrweiler
1683
1687
1717
1734
LA Sp D 2 Nr.192neu
LA Sp D 1 Nr.72
LA Sp E6 Nr.20
LA Sp E6 Nr.22
Anastasius SpielOberamt KirrweilerLA Sp F 2 Nr.51

Weblinks

Literatur

  1. Leonhardt, Johannes (1928), ‹Geschichte von Maikammer=Alsterweiler›, (1 Hg., 1; Maikammer:) 216 Seiten (CMS 125).

Einzelnachweise

  1. Schaab, Meinrad (1963), ‹Territoriale Entwicklung der Hochstifte Speyer und Worms Pfalzatlas (Band I bis IV und zwei Kartenbände)› In: Alter, Willi (Hg.), 2 (Band Pfalzatlas), Speyer. Pfälzische Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften), Seite(n): 760-780) (CMS 305).
  2. Leonhardt, Johannes (1928), ‹Geschichte von Maikammer=Alsterweiler›, (1 Hg., 1; Maikammer:) 216 Seiten. (CMS 125), Seite 14ff.
  3. Leonhardt, Johannes (1928), ‹Geschichte von Maikammer=Alsterweiler›, (1 Hg., 1; Maikammer:) 216 Seiten (CMS 125), Seite 40.
  4. Leonhardt, Johannes (1928), ‹Geschichte von Maikammer=Alsterweiler›, (1 Hg., 1; Maikammer:) 216 Seiten (CMS 125)., Seite 167
  5. Anmerkung Matzinger: Die Orte sind verlinkt (blau) bzw. rot, wenn noch keine Seite angelegt ist.
  6. Schaab, Meinrad (1963), ‹Territoriale Entwicklung der Hochstifte Speyer und Worms Pfalzatlas (Band I bis IV und zwei Kartenbände)› In: Alter, Willi (Hg.), 2 (Band Pfalzatlas), Speyer. Pfälzische Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften), Seite(n): 760-780) (CMS 305).
  7. Schaab, Meinrad (1963), ‹Territoriale Entwicklung der Hochstifte Speyer und Worms Pfalzatlas (Band I bis IV und zwei Kartenbände)› In: Alter, Willi (Hg.), 2 (Band Pfalzatlas), Speyer. Pfälzische Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften), Seite(n): 760-780) (CMS 305). Nummer
  8. Anmerkung Matzinger: Die Personen sind verlinkt (blau) bzw. rot, wenn noch keine Seite angelegt ist.

Anmerkungen

Zitate

Urkunden

Begriffe

Kategorien

Oberamt Kirrweiler gehört den Kategorien an: Oberamt, Hochstift Speyer

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Referenzierungen

  1. ^  Titel: Geschichte von Maikammer=Alsterweiler.
    Schlüssel: Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Seiten#Seite_167/2
    Seite: Seite_167/2
    Zitat: Die oberamtliche Verordnung um das Jahr 1600 ordnet wegen des vielen Trinkens in den Wirtschaften an, daß zu Sommerszeiten abends um 8 Uhr und zur Winterszeit um 7 Uhr geläutet werde und daß dann alle Wirtshausbesucher heimzugehen hätten. „Es soll auch kein Wirt über gemelde Zeit ihnen Wein geben. Wo aber ein Wirt solches übertritt und nach der Zeit Wein oder anderes geben wird, der soll ein Pfund Pfennig und ein jeder, so in der Zech ist, 10 Schilling Pfennig, so oft es geschieht, zu der Tätung unnachläßlich geben. Doch sollen fremde Gäste, so bei der Nachtzeit sich züchtig und gebührlich halten, hierein nit gemeint sein.
    Übertragung: Eine Übertragung fehlt.
    Anmerkung: Regelung für Wirtschaften, Wirt, Verordnung im Oberamt Kirrweiler.
    Es gibt keine Notes.
    Schlagwort: Alsterweiler · Wirt · Wirtschaft · Läuten · Trinken
    Quelle:
    Vorkommnis: Ein Datum für das Vorkommnis fehlt.
    Vorkommnistag: Eine Tagesangabe (Vorkommnistag) fehlt.
    Stufe: 2
    Sammlung: Alsterweiler
    LINK: Wirtschaft
    Eine urn fehlt.
    Eine PDF-Angabe fehlt.
    WIKI: Leonhardt (1928)/Seite_167/2