Die Seite für Alsterweiler von Matthias C.S. Dreyer u.a.

Kalmit: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Alsterweiler
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Zeile 208: Zeile 208:
 
!'''Wegweisersteine mit der Inschrift "Kalmit"'''
 
!'''Wegweisersteine mit der Inschrift "Kalmit"'''
 
|-
 
|-
|{{#ask: [[Kategorie:Grenzstein]] [[hat Bild Sammlung::{{PAGENAME}}]] AND [[Hat Bild Sammlung::Wegweiserstein]][[Koordinaten::+]]|?Koordinaten=|format=map}}
+
|{{#ask: [[Kategorie:Grenzstein]] [[hat Bild Sammlung::{{PAGENAME}}]] [[Hat Schlagwort::Wegweiserstein]][[Koordinaten::+]]|?Koordinaten=|format=map}}
 
|-
 
|-
 
|{{#ask: [[Kategorie:Bildquelle]] [[hat Bild Sammlung::{{PAGENAME}}]]|?hat Anmerkung|widths=35|heights=35|limit=10|format=gallery|navigation=auto|class=gallery-text}}
 
|{{#ask: [[Kategorie:Bildquelle]] [[hat Bild Sammlung::{{PAGENAME}}]]|?hat Anmerkung|widths=35|heights=35|limit=10|format=gallery|navigation=auto|class=gallery-text}}

Version vom 21. Oktober 2023, 11:19 Uhr

Siehe auch: Breitenberg, Erster Langenkopf, Flachkopf, Fliegende Wirtschaft (Kalmit), Hüttenberg, Kalmit, Kalmithütte (1908)… weitere Ergebnisse
Blick vom Kalmitgipfel nach Osten in die Rheinebene.
© Matthias C.S. Dreyer 2015
Ein Wegweiserstein mit der Inschrift "Weg zum Kalmit."[1][anm 1][anm 2]
© Matthias C.S. Dreyer 2015

Kalmit (auch Kallmethen1:Seite 341 Zeile 26/erste urkundliche Erwähnung im Jahre 1577), Kallenth[zit 1], Kallmitt2) ist ein Berg im Pfälzerwald.

Der oder die Kalmit[lit 1] (auch Kallmitt[2] und Calmit[3]) ist der Hausberg von Alsterweiler. Er liegt 673 Meter hoch über dem Meeresspiegel (NN). "Mächtig und doch im Zauber der lieblichen und belebenden Eigenart der deutschen Mittelgebirge liegt der Kalmit am Rande des Ostabfalles des Haardtgebirges."[4] Zur Abgrenzung gegenüber der "Kleinen Kalmit" (bei Ilbesheim)[5][6] wird die Kalmit auch als "Große Kalmit" bezeichnet[7].

Blick auf die Kalmitgruppe von Norden aus dem Gebirge heraus.
© Mehlis, Christian (1900 März) ‹Die Kalmitgruppe: Landschaftsbild aus der Rheinpfalz› In: Deutsche Rundschau für Geographie und Statistik. (Hg.), (Band Heft 6), Seite(n): 255-266 (CMS 329).

Auf den Namen geht Karl Geib ein: "Man glaubt, daß die Benennung jenes Berges von dem römischen Worte calamitas (Schade, hier namentlich Wetterschade) hergeleitet sey."[8][9] Eine andere Ableitung stammt ebenfalls aus dem Lateinischen calvus mons[10] (Übersetzung: kahler Berg) oder calvus meta (Übersetzung: kahle Miete).

"Wenn ich auf dem Kalmit stehe, will es mir er-

scheinen, daß hier Natur- und Menschenkräfte zu-
sammengewirkt haben, ein Landschaftsbild zu schaf-
fen, wie es wenig übertroffen werden kann."

"Oh, moi Kalmid, wo ich dich so see,

ich so klä, du Nadur,
so mächdich, so weid drowwe,
emol duschber, emol klar,
loss mich moi klä Läwe lewe."

"Kalmithaus

Wir wandern auf das Kalmithaus,
hoch auf dem Berg gelegen
und schauen in das Land hinaus,
beglückt von seinem Segen.

Hier kehrt man gern beim Wandern ein,
"Waldheil" tönt´s in der Runde.
Die Kalmit will uns Obdach sein,
hier war ich manche Stunde.

Das Kalmithaus im Pfälzer Wald
krönt stolz das Land der Reben.
In seiner Obhut spürt man bald,
der Wald ist unser Leben."

Franz Gabriel Allmaras im Jahre 1931 in seiner Veröffentlichung zur Kalmitstraße.[11]
Unbekannter Verfasser.[12] Otto Wilms[zit 2]

Die Kalmit ist über die Kalmitstraße zu erreichen. Die Kalmit ist auch für Sportler zu einer Herausforderung geworden[web 1].
Die Höhe des Kalmit und die freie Sicht gaben Anlass bereits zu früheren Zeiten den Berg als "Anlaufpunkt" zu nutzen. Im Jahre 1720 erfolgte die Anlage der Straße Schwetzingen-Heidelberg auf der geomantischen Achse Kalmit-Königstuhl ("Maulbeerallee") durch Kurfürst Karl Philipp.[13] [lit 2]

Geologie

Luftbildaufnahme mit Blick über den Kalmitgipfel nach Osten in die Rheinebene. Kalmitturm und Ludwigshafener Hütte sind zu sehen.
© Matthias C.S. Dreyer 2015
Mehlis "Kalmitgruppe".
© Matthias C.S. Dreyer 2015

Bisher völlig unterschätzt wird die geologische Bedeutung des Gebietes der Kalmit. Darauf verweist Häberle bereits 1932[14], als er schrieb: "die Wanderung bietet dem Naturfreund einen außergewöhnlichen Genuß (...)". Er spricht von wechselvollen Landschaftsbildern und dem Kennenlernen von Gebirgsbau und Schichtenfolge der Gesteine.

Im Tertiär ist der Rheingraben zentral eingesunken. Das westliche Randgebirge ist durch Tangentialdruck um 150-200 Meter nach oben gepresst worden. Dies erklärt die glazialen Erscheinungen auf dem Kesselberg und dem Querenberg. Auch die stark erhöhte Lage der Kalmit gegenüber der Höhe des westlich sich anschließenden Plateaus. Besonders deutlich wird diese Sichtweise bei einer Betrachtung von Westen, etwa vom Taubensuhl aus. Vom Queichtal bis zum Speyerbachtal zeigt sich über 16 Kilometer ein scharf nach oben aufragender Ostrand[15].

Kugelhorizont

Die Kugelbildungen sind Ergebnis von "chemischen-mechanischen Absonderungsprozessen"[16]. Die Kugeln entstehen unter Einwirkung von unfiltrierter Kieselsäure oder thermalem Kaltwasser. Der Horizont dieser vorderpfälzischen Kugelfelsregion reicht vom Kalmitgipfel auf 500 Meter Länge nach Osten, Südosten und Nordosten hinab und steigt von 550 Metern bis 673 Metern an.

Rippelmarken=Stein

Westlich vom (alten) Kalmithaus fand sich bei der "Steingewinnung eine braunrote Sandsteinplatte (Trippstadter Typ)"[17]. Die Ausmaße betragen 20x19x2 Zentimeter. Auf dem Rücken der Platte sind 8 Rippen von je 2 Zentimeter Durchmesser und 0,5 Zentimeter Höhe sichtbar. Derartige Platten werden Rippelmarken genannt oder auch Wellenfurchenstein. Weitere Fundstellen sind beim Hahnenschritt im oberen Kaltenbrunner Tal.[18]

Niveausteine, Dreieckstein, Vermessungspunkt

Der "aktuelle" trigonometrische Dreieckpunkt / Vermessungspunkt des Landesamtes für Vermessung und Geobasisdaten in Rheinland-Pfalz, also die exakte Höhenbestimmung der Kalmit, befindet sich direkt an der Außenwand des Kalmitturmes nach Osten hin etwa 50 Zentimeter oberhalb der großen Sitzbank. Der Punkt sitzt auf 675,241 Metern üNN. Im Nordosten des Turmes steht der "historische" Niveaustein mit einer Höhe von 673,24 Metern üNN [19].

Turm, Telegraph und Sendemast

Auf der Kalmit sind mindestens drei Türme nachgewiesen3.

Ansichtskarte Kalmitgipfel mit Hütte des Pfälzerwald-Vereins, dem neuen Kalmitturm und dem Denkmal (am rechten Rand). Die Karte trägt einen handschriftlichen Vermerk Sonntag, den 14. Juli 1929.[anm 3]
© Matthias C.S. Dreyer 2018
Ansichstkarte Kalmitgipfel mit Kalmitturm im Jahre 1921 und dem wohl ersten Bau der Hütte des Pfälzerwald-Vereins[20]
© Matthias C.S. Dreyer 2015

Holzturm

Napoleon I. hatte einen Beobachtungsposten auf der Kalmit. Deshalb wurde dort ein hölzerner Signalturm errichtet3.

Im Jahre 1866 wurde "auf Initiative von Wirt F.K. Lederle aus Maikammer, ein Holzturm errichtet"[zit 3]. Zur Finanzierung wurde in der Gemeinde Maikammer-Alsterweiler gesammelt. Diese Sammlung war durch das Landcommissariat Landau genehmigt worden. Bereits im Jahre 1867 (am 28. März) wurde der Holzturm an die Gemeinde verkauft.

Steinerner Turm 1

Der Gemeinderat von Maikammer-Alsterweiler beschloß auf der Grundlage eines Kostenvoranschlags die Errichtung eines steinernen Turms (August 1867). Er sollte 90 Gulden kosten. Im Jahr 1867 bildete sich ein Comité zur Erbauung eines Turms auf der Kalmit[zit 4].

Im Jahre 1868 (30. August) wurde der Turm eingeweiht[zit 5]. Am 1. September 1918 wurde das goldene Jubiläum der Einweihung des Kalmitturmes gefeiert. Der Turm war mit Kränzen und Fahnen geschmückt3.

Durch Witterungseinflüsse geriet der Turm in einen schlechten baulichen Zustand. Die königlich-bayerische Verwaltung ordnete deshalb an, den Turm abzureißen (im Jahr 1926). Zwei Jahre später, nämlich am 29. März 1928 ist der Turm dann tatsächlich eingestürzt. Johannes Leonhardt benennt das Datum des Einsturzes mit "am 1. April 1928"4.

Steinerner Turm 2

Im Jahre 1929 wurde der jetzige Turm errichtet. Er ist im typischen historisierenden wuchtigen Stil der dreißiger Jahre erbaut. Bereits im Jahre 1930 wurde ein Polizeisender auf dem Turm errichtet. Die Ansichtskarte aus dem Jahre 1929 zeigt bereits Sendemasten auf dem Turm.

Sendeanlage

Am Sendemast auf der Kalmit sind mehrere Sender und Empfangsanlagen untergebracht.[anm 4]
© Matthias C.S. Dreyer 2015
Bereits im 19. Jahrhundert befand sich auf dem Kalmit eine Sendestation. "Kalmit bey Alsterweiler im Canton Edenkoben. Ein im Spätherbste 1819 von Steinen erbauter Turm. Höhe 20', im Geviert 10'. Kostenbetrage = 475 fl 40 Xr."[21].

Es darf davon ausgegangen werden, dass zum Zwecke des Sendens von Signalen bereits in der französischen Zeit ein Turm errichtet worden war (siehe oben), vermutlich 1801. Der damalige Turm war ein sogenanntes "Signal", ein pfälzischer Dillegraph.

Am Sendemast auf der Kalmit sind heute mehrere Sender und Empfangsanlagen untergebracht.[22]

Am 18.08.1959 wird der Funkturm auf der Kalmit durch die Oberpostdirektion errichtet. "Nach langen, schwierigen Verhandlungen wurden der Gemeinde für die 2.500 m2 als Pacht pro Jahr und m2 DM 1,— zugesagt, fällig jeweils am 1. Oktober im voraus"[23].

Ehemaliges Militärgelände

Im nordwestlichen Bereich des Gipfels (etwa 659 bis 663 Meter Höhe üNN) liegt ein ehemals militärisch genutztes Gelände. Heute stehen dort zwei Gebäudekomplexe, die im Jahre 1981 errichtet worden waren. Die Gebäude werden nicht genutzt und verfallen zusehnds.

Kalmitweinberg

Innerhalb der Einzäunung des aufgelassenen Militärgeländes liegt der Kalmitweinberg, der im Jahre 2023 auf Initiative von Matthias C.S. Dreyer von Freiwilligen und Mitgliedern des Club Sellemols (Historienfreunde Maikammer-Alsterweiler) angelegt wurde. Der Weinberg erinnert an den ehemaligen Pflanzgarten des Observatoriums, der zwecks pflanzenklimatischer Untersuchungen in den 1932 Jahren angelegt worden war.

Die Entwicklung des im Jahr 2023 angelegten Kalmitweinbergs kann hier verfolgt werden.

Denkmal König Maximilian Joseph I. (Max I.)

Der Gemeinderat von Maikammer-Alsterweiler beschloß im Jahre 1824 ein Denkmal auf der Kalmit für König Max I. aufzustellen. Das Werk wurde von dem Bildhauer Johann Martin Baumann gefertigt5.

Das Denkmal wurde anlässlich des 25. Kronjubiläums des bayerischen Königs Maximilian I. Joseph errichtet. Darauf weist der folgende Text hin, der auf der Vorderseite eingemeißelt ist: Maximiliano Josepho Regi Bavariae Primo in annum XXV gloriosissimi eius regiminis hocce monumentum fides pietas et gratitudo civium pagi Maikammer et Alsterweiler erexerunt vivo anno MDCCC XXIV. "Die Treue, die Frömmigkeit und Dankbarkeit der Bürger des Dorfes Maikammer und Alsterweiler haben 1824 dieses Denkmal hier Maximilian Josef I., König von Bayern, im Jahre 25 seiner glorreichen Herrschaft errichtet."[24]. Oder etwas freier übersetzt: "Im Jahre 1824 haben die Bürger des Dorfes Maikammer und Alsterweiler in Treue, Frömmigkeit und Dankbarkeit dieses Denkmal hier für Maximilian Josef I., König von Bayern, im Jahre 25 seiner glorreichen Herrschaft errichtet." [25]

Das Denkmal steht auf einem Sockel, der mit Quadern aus Sandstein aufgebaut ist. Auf der Vorderseite, nach Osten ausgerichtet, ist die Inschrift zu Ehren von König Max I. eingelassen. Auf diesem Grundquader steht ein zweiter Sockel mit Inschriften an vier Seiten, die in stilisierten Schildern aufgebracht sind. Darauf sind wohl die Namen der Stifter aufgebracht, unter anderen Valentin Steyerer, Franz Ries. Abgeschlossen wird das Denkmal nach oben mit einer Säule aus vier Zylindern, auf denen eine Kugel gelagert ist.


Gedenkstätte Hilgard-Villard

Hilgard-Villard-Anlage unterhalb des Kalmitgipfels.
Gedenktafel aus dem Jahre 1882, hergestellt vom pfälzischen Verschönerungsverein unterhalb des Kalmitgipfels.

Der Eintrag auf der Plakettte lautet: "Schutzhaus und Anlage erstellt aus der reichen Spende des Herrn Hilgard-Villard in New-York hergestellt vom pfälz: Verschönerungs-Verein 1882". Sie ist unterhalb des Kalmithauses an einer künstlich errichteten Mauer angebracht. Nach den Angaben auf der Gedenktafel müsste hier ein Haus gestanden haben. Es ist davon auszugehen, daß es sich um eine landschaftsgärtnerisch gestaltete Anlage handelte, wie es viele entlang des Haardtrandes gibt. Im 19. Jahrhundert war es üblich, den Wald als zu gestaltende Landschaft zur Erbauung, Bildung und Erholung zu verstehen. Beispiele dafür sind der Werderberg bei Edenkoben mit dem Denkmal oder die Landschaftselemente rund um Sankt Martin.

Observatorium

Erste Überlegungen zur Einrichtung eines Observatoriums auf der Kalmit gab es wohl schon zu napoleonischer Zeit.

Wingert und Pflanzgarten des Observatoriums

Im Jahre 1932 wurde vom Kalmitobservatorium ein Garten und ein Weinberg angelegt. Er diente der Beobachtung der Einflüsse des Wetters auf die Pflanzen. Dazu heißt es in einem Beitrag im Pfälzischen Kurier von 1935: "Einen Garten auf der Kalmit, in dem Blumen, Obst und Reben wachsen? Gibt es denn das? So wird wohl mancher fragen. Ja, es gibt auf dem höchsten Punkte der Kalmit einen Garten und auch einen Wingert. Diese Dinge sind aber nicht ihrer selbst wegen da, sondern stehen im Dienste der Wissenschaft. 1932 wurde der Garten auf der Kalmit angelegt. Man will hier, in Verbindung mit der Arbeit des Observatoriums, die Einwirkungen des Wetters und des Klimas in dieser Höhe auf die Pflanzen studieren. Es soll mit wissenschaftlicher Sicherheit und echt deutscher Gründlichkeit festgestellt werden, um wieviel später in dieser Höhe die Pflanzen grünen, blühen und gedeihen. Was man nun in den wenigen Jahren des Bestehens dieses seltsamen Gartens der Natur hier oben abgelauscht hat, gehört mit zu den interessantesten Forschungsergebnissen des Kalmitobservatoriums. Wir ließen uns vom Wetterwart, Assessor Burghardt, etwas über die Forschungsergebnisse erzählen. Die Beobachtungen haben ergeben, daß hier in 670 Meter Höhe der Wachstumsunterschied gegenüber den Pflanzen unten in der sonnigen Ebene sechs bis acht Wochen ausmacht. Vor etwa zwölf Tagen erschienen an den Weinstöcken auf der Kalmit schüchtern die ersten grünen Blättchen! Hier oben werden die Trauben niemals reif. Die Beeren bleiben hart und grün und erfrieren in den ersten kalten Nächten des Septembers. Selbst mit einer ganz späten Spätlese ists hier oben „Essig“! Aber diesen kleinen Wingert auf der Kalmit zu schauen, gehört mit zum Erleben dieses großen Berges. Im Garten selbst siehts nun freilich seltsam genug aus! Man erkennt – ohne vom Fach zu sein – sofort den wissenschaftlichen Charakter dieser kleinen Anlage. Und noch etwas hatte uns überrascht: Die vielen Vergißmeinnicht am Wegrande strahlen in einem Blau, das die bescheidene Pflanze in der Ebene nicht auszeichnet. Denn die ultraviolette Strahlung ist in dieser Höhe größer und macht die Farben der Pflanzen intensiver. Diese Strahlungswirkungen sind es, die man in diesen Garten genau untersucht. Da stehen Gladiolen vor einem schwarzen und einem weißen Halbzylinder. Die Pflanze vor dem schwarzen Hintergrund wächst langsamer als die Nachbarin vor der strahlend weißen Rückwand. Wetterharte Pflanzen, Gräser und Moose gedeihen prächtig. Im kleinen Alpinum des Gartens sind Edelweiß, Enzian und wie die würzigen Alpenblumen und Kräuter alle heißen, in dieser Höhe in ihrem Element. Dagegen siehts bei den Getreidearten traurig aus. Die anspruchsvollen Halmfrüchte des deutschen Landmannes kommen in dieser Höhe nicht recht vorwärts. Auch die Rosen, die in der Ebene in allen Farben duften und blühen, haben eben die ersten Knospen angesetzt. Das alles wird genau beobachtet und notiert , und die Ergebnisse werden dem Reichswetterdienst zugeleitet, der sie im Interesse der Landwirtschaft und der Gartenbaubetriebe verwertet. Die neuste Errungenschaft im pflanzenklimatischen Garten ist die Taumessung. Die Tauwaage aus Roßhaaren ist ein zierliches Instrument. Mit ihr kann festgestellt werden, wie der Tau mengenmäßig fällt. Diese Beobachtung soll dem Weinbau dienen und in höheren Lagen für die Erziehungsart der Rebenstöcke ausschlaggebend sein. Pflanzen, Bäume und Sträucher im Dienste der Wissenschaft beherbergt der Garten auf der Kalmit. Und beim Durchschreiten dieser Anlage, beim sinnenden Verweilen vor den interessanten Pflanzen, bekamen wir unbedingte Achtung vor der Gründlichkeit deutscher Wissenschaft, deren Ergebnisse aus ständigen Beobachtungen dem Volksganzen zugute kommen!"6.

Gefallenendenkmale

Unterhalb des Kalmitgipfels stehen zwei Denkmale. Sie erinnern an die Gefallenen des I. und II. Weltkrieges. Es handelt sich um Erinnerungssteine, die vom Pfälzerwaldverein für seine gefallenen Mitglieder errichtet wurden.

Gefallenendenkmal 1933

Das Gefallenendenkmal aus dem Jahre 1933.
Die Inschrift auf dem Gefallenendenkmal des Jahres 1933, unterhalb des Kalmitgipfels.

Der monumentale Felsen wurde im Jahre 1933 errichtet. Es handelt sich um einen typischen roten Sandsteinfelsen der Region. Unterhalb eines unbearbeiteten oberen Abschlusses, sitzt ein Steinadler, der seine rechte Schwinge über die Namen und Sterbedaten der Verstorbenen hält. In den Krallen trägt er ein Schriftband mit dem Eintrag:

"Pf.WV Maikammer Alsterw 1933"

Dahinter ist ein Eichenzweig mit Blättern und Eicheln zu erkennen. Unter dem Schriftband ist auf der rechten Seite der Name des Bildhauers eingemeißelt: Steger Neustadt.

Das symbolträchtige Denkmal erinnert an die gefallenen Mitglieder des Pfälzerwaldvereins Maikammer-Alsterweiler des I. Weltkrieges 1914-1918. Hersteller war der Bildhauer Jakob Wilhelm Steger aus Neustadt/Haardt. Steger ist auch bekannt für das Bauwerk auf dem städtischen Friedhof in Neustadt an der Weinstraße, in Erinnerung an den I. Weltkrieg[web 2][anm 5][lit 3].

Die Inschrift lautet:

"Den Heldentod fürs Vaterland starben
im Weltkriege 1914/18 folgende Mitglieder:

Garth Franz +26.10.1917 / Ziegler Herwart +4.11.1914
Vogler Hans +11.11.1914 / Hauck Arthur +14.3.1915
Buchenberger Albert +18.5.1915 / Ziegler Karl +4.6.1915
Ziegler Bruno +7.5.1916 / Ullrich Joh. Peter +25.7.1918
an den Folgen des Krieges starben
Ziegler Oskar +22.9.1912 / Platz Valentin +18.7.1919
Platz Georg +28.8.1929

Ehre Ihrem Andenken!"

Gefallenendenkmal 39-45

Das Gefallendenkmal der Jahre 39-45.

.

Die Inschrift lautet:

39/45

Gasthaus

Kalmit 1921 huette.jpg
Kalmit haus pwv 2012.jpg

Franz Gabriel Allmaras hatte sich bereits in den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts dafür eingesetzt, ein Gasthaus auf der Kalmit zu errichten. Es sollte dort entstehen, wo heute der Parkplatz unterhalb des Gipfels liegt. Sein Argument gegen eine Behausung auf dem Gipfel lautete: "Zu windig."
Nach den Angaben auf der Gedenktafel "Hilgard-Villard" bestand bereits im Jahre 1882 ein, nicht näher beschriebenes, Haus in der dortigen Anlage.

Jedenfalls im Jahr 1908 enstand eine Schutzhütte[26] auf der Kalmit. Auf dem Bild aus dem Jahr 1921 sind außer der Schutzhütte, der Kalmitturm und das Denkmal zu erkennen.

Seit 1908 (mit Unterbrechungen) wird eine bewirtschaftete Hütte betrieben. Seit 1957 liegt die Bewirtung in den Händen des Pfälzerwaldvereins, Ortsgruppe Ludwigshafen-Mannheim.

Wege

Es führen viele Wege zum Kalmit; zu Fuß oder mit dem Fahrzeug über die Kalmitstraße. Der Wanderer kann den Kalmitgipfel "durch das Alsterweiler Tal auf gutem Fußpfad, allerdings streckenweise mit starker Steigung, dem blauen Strich folgend, erreichen."[27]

Die Markierung weiß-grüner Balken führt zum Kalmitgipfel
© Matthias C.S. Dreyer 2015
Beschrifteter Stein (Markierungsstein) auf dem Weg zur Kalmit mit Angabe Kalmit und Schöntal (bei Neustadt an der Weinstraße)
© Matthias C.S. Dreyer 2015

Erfreut wird er nach dieser Mühsal mit einem "unserer lohnendsten Aussichtspunkte".[28] Ein Wanderpfad (Markierung weiß-grüner Balken) führt von Alsterweiler aus in etwa 45 - 60 Minuten bergauf und überwindet dabei bis zum Gipfel der Kalmit etwa 500 Höhenmeter.

Wegweisersteine mit der Inschrift "Kalmit"
… weitere Ergebnisse


Vorlage:FunstelleSchlagwortSchriftgut


Weblinks

  1. tvm-neu.tv-maikammer.de/ Traditioneller Kalmitberglauf
    pace-makers.de/ Kalmithöhenmeterjagd per Rad
    kalmit-klapprad-cup.de/ Klappradcup
  2. Friedhof Neustadt an der Weinstraße

Literatur

  1. literatur.matthias-dreyer.de/index.php?action=listKeywordProcess&id=104 Bibliographie Alsterweiler: Schlagwort Kalmit
  2. Weiterführende Literatur zur Kalmit ohne unmittelbaren Bezug zu Alsterweiler:
    Häberle, Daniel (1933), Von der Kalmit und ihrem Namen, Neustadt an der Haardt (Pfalz), Meininger, 1933, 20 S. : Ill., Kt. (LBZ Sp Signatur: G 33.790/Signatur: K 73 403)
    Hartmann, J. (1915), Eine Kalmit-Wanderung, Ludwigshafen am Rhein, Pfälzerwald-Verein, 1915, 8 S. (LBZ Sp Signatur: Pf 2/324/Signatur: 27.878)
    Sonntag, Karl (1931), Das Kalmitobservatorium bei Neustadt an der Haardt in der Pfalz, Speyer, Pfälz. Ges. zur Förderung der Wissenschaften, 1932, [8] Bl. : Ill. (LBZ Sp Signatur:G 32.491/Signatur: K 64 121)
    Burckhardt, Hans (1934), Das Kalmit-Observatorium (673 m), s.l., 1934, IN: Jahresbericht des Sonnenblick-Vereines ; 43 (LBZ Sp Signatur: 1a 1779)
    Burckhardt, Hans (1937), Auftreten ungewöhnlich tiefer Feuchtigkeitsgrade, IN: Mitteilung aus dem Observatorium Kalmit des Reichsamts für Wetterdienst, s.l., 1937, IN: Meteorologische Zeitschrift ; 54 (LBZ Sp Signatur: 1a 4867)
    Burckhardt, Hans (1938), Messungen der Kernzahl auf der Kalmit, s.l., 1938, S. 190 - 198, IN: Beiträge zur Physik der freien Atmosphäre ; 24 (LBZ Sp Signatur: K 4542)
  3. Jakob Wilhelm Steger. Ein verdienstvoller Bildhauer.In: Rheinpfalz, Neustadt. 14, Nr. 186 v. 14.8.1958.

Einzelnachweise

  1. Es handelt sich nicht um einen Ritterstein.
  2. Katasterkarte ca. aus dem Jahr 1850 mit der Bezeichnung "Karte des Gemeinde Wald und Feldgewannes von Maikammer". Katasterverwaltung (1850(?)) ‹Karte des Gemeinde Wald und Feldbannes von Maikammer.: ca. 1:25.000› In: (Hg.), (CMS 372).
  3. Intelligenzblatt des königlich baierischen Rheinkreises: : 10. Jahrgang 1827, 11. Jahrgang 1828, 12. Jahrgang 1829., Seite 16/1829, 12. Jahrgang
  4. Die Kalmitstraße. Ein Sozial= und Wirtschaftsproblem. In: Der Rheinpfälzer vol. October 16 1931, 4.
  5. Die Kleine Kalmit. de.wikipedia.org/wiki/Kleine_Kalmit Kleine Kalmit auf wikipedia
  6. Franz Allmaras spricht aber auch von der Kleinen Kalmit, die der Kalmit vorgelagert ist. Bibliographie Alsterweiler: Allmaras, Franz (1931) ‹Die Kalmitstraße. Ein Sozial- und Wirtschaftsproblem.› In: Der Rheinpfälzer. (Hg.), (CMS 97), Absatz 9
  7. Mehlis, C. Geologisches von der Großen Kalmit. In: Pfälzische Rundschau, Ausgabe: 29 (1928)/ Nr. 267, 28. September 1928.
  8. Die Kalmitstraße. Ein Sozial= und Wirtschaftsproblem. In: Der Rheinpfälzer vol. October 16 1931, 4.
  9. Ausführlicher dazu bei Karl Geib unter dem Ort Edenkoben: alsterweiler.matthias-dreyer.de/index.php?title=Edenkoben_(Kanton)#Immer_noch_auf_Weg_1_-_entlang_der_Höhen
  10. Anmerkung Matzinger: Mehlis geht von einer urkundlichen Erwähnung dieser Deutung aus. siehe dazu: Mehlis, Christian: Geologisches von der Großen Kalmit. In: Pfälzische Rundschau, Ausgabe: 29 (1928)/ Nr. 267, 28. September 1928, Fußnotet 1.
  11. Allmaras, Franz (1931): Die Kalmitstraße. Ein Sozial= und Wirtschaftsproblem. In: Der Rheinpfälzer (1931) Jahrgang 42, Nr. 241, Seite 4
  12. Unkannter Dichter (ohne Jahr): mündliche Überlieferung.
  13. Anmerkung Matzinger: siehe dazu: im Web: .s197410804.online.de/Zeiten/1700.htm Heidelberger Geschichtsverein auch der in den 1740er Jahren angelegt Schlossplatz, er befindet sich in der Verlängerung der Achse des Schlossgartens, orientiert sich an der Linie, die sich deutlich sichtbar vom Königsstuhl bei Heidelberg zur Kalmit in der Pfalz zieht.
  14. Häberle, Daniel (1932) ‹Die neue Kalmitstraße: In ihrer geologischen und verkehrsgeographischen Bedeutung.› In: Der Trifels. Heimatbeilage der Pfälzischen Rundschau (Hg.), (Band 4), Seite(n): 1 (CMS 105).
  15. Mehlis, Christian: Geologisches von der Großen Kalmit. In: Pfälzische Rundschau, Ausgabe: 29 (1928)/ Nr. 267, 28. September 1928.
  16. Mehlis, Christian: Geologisches von der Großen Kalmit. In: Pfälzische Rundschau, Ausgabe: 29 (1928)/ Nr. 267, 28. September 1928.
  17. Mehlis, Christian: Geologisches von der Großen Kalmit. In: Pfälzische Rundschau, Ausgabe: 29 (1928)/ Nr. 267, 28. September 1928.
  18. Mehlis, Christian: Geologisches von der Großen Kalmit. In: Pfälzische Rundschau, Ausgabe: 29 (1928)/ Nr. 267, 28. September 1928.
  19. Alle Angaben von Christian Müller.
  20. Angabe des Datums in Ortschronik (Teil 2), Seite 370
  21. Landesvermessungsamt Koblenz: Akte vom 8. September 1851 zu den Kosten für die Hauptsignale im Rheinkreis.
  22. Anmerkung Matzinger: de.wikipedia.org/wiki/Sender_Kalmit Aufstellung zu den Sendeanlagen am Sendemast Kalmit
  23. Leonhardt, Damm, Treptow: Ortschronik Maikammer-Alsterweiler. Ortsgemeinde, Maikammer-Alsterweiler: Ortsgemeinde Maikammer, S. 314
  24. Die Übersetzung lieferte freundlicherweise Herr Dr. Bernhard Kissler am 12. November 2014. Er schreibt in einer Email dazu: Wegen der Verwitterung ist der Text stellenweise nicht ganz einfach zu entziffern. Ich habe zuerst auch "paci" (Dativ on pax, Frieden) gelesen, aber es muß wohl "Page" (Genetiv von Paus, Dorf, Gau) heißen. Dann heißt es auch nicht "eium", sondern "civium" (Genetiv Plural von cives, Bürger) und "fies Pietas et gratitudo", das "j" statt "i" ist eine nachklassische Variante.
  25. Die Übersetzung lieferte freundlicherweise Herr Dr. Bernhard Kissler am 12. November 2014
  26. Anmerkung Matzinger: weitere Angaben zur Entstehung unter .pwv-luma.de/wordpress/?page_id=166 Pfälzerwaldverein Ludwigshafen Mannheim - Kalmithaus
  27. Häberle, Daniel (1932): Die neue Kalmitstraße. In: Der Trifels 4: 1
  28. Häberle, Daniel (1932): Die neue Kalmitstraße. In: Der Trifels 4: 1

Anmerkungen

  1. Der Stein steht direkt oberhalb der Totenkopfstraße (Sankt Martin nach Breitenstein), also auf Sankt Martiner Gemarkung. An der Stelle zweigt der Kalmitpfad ab.
  2. Gegenüber kommt der Pfad vom Bellachini-Weiher hoch, überquert die Totenkopfstraße und geht als Kalmitpfad weiter. Die Stelle liegt, von Sankt Martin kommend, ungefähr 2oo Meter nach der Abzweigung, die zum Haus am Weinberg führt.
  3. Anmerkung
  4. Anmerkung Matzinger: de.wikipedia.org/wiki/Sender_Kalmit Aufstellung zu den Sendeanlagen am Sendemast Kalmit
  5. J.W. Steger war ein renommierter Bildhauer, der zahlreiche Werke in Neustadt gestaltet hat, siehe dazu: https://denkmallisten.gdke-rlp.de/Neustadt.pdf.

Zitate

  1. Friedmann (2013), Seite 330 Zeile 18
  2. http://www.otto-wilms.de/Bibliothek/Gedichte/kalmithaus.htm
  3. Siehe dazu Ortschronik (Teil 2), Seite 362
  4. Dazu schreibt die Bayerische Zeitung (Münchener politische Zeitung), in der Mittags-Ausgabe vom 29.04.1867 unter der Rubrik "Aus der Pfalz, 26. April":"In Maikammer (bei Edenkoben) hat sich ein Comité zu dem Zweck gebildet, auf dem nahen Kalmit-Berge (einem der höchsten Punkte der Pfalz mit der großartigsten Aussicht) einen Thurm zu bauen."
  5. =bavaricon

Urkunden

Begriffe

Kategorien

Kalmit gehört den Kategorien an: Alsterweiler, Berg

Matzinger sagt: "letzte Überarbeitung der Seite 21.10.2023". Alle Rechte der Seite bei ©Matthias C.S. Dreyer. Der Name dieser Seite lautet: Kalmit. Nutzen Sie zur Zitierung für Ihr Werk folgende vollständige Angabe: https://www.alsterweiler.net/wiki/Kalmit ©Matthias C.S. Dreyer /abgerufen am 16.05.2026 ↑... Seitenanfang

Referenzierungen

  1. ^  Friedmann, Andreas Urban (2013)
    Autoren sind Pflichtangabe, ggf. N.N.
    Kein Titel angegeben.
    Kein Schlüssel angegeben.
    Seite: 494 494
    Kein Zitat angegeben.
    Eine Übertragung fehlt.
    Es gibt keine Anmerkung.
    Schlagwort: Haingeraide · Alsterweiler · Ordnung · Weistum
    Quelle: Weistümer und Ordnungen pfälzischer Marknutzungsgenossenschaften und Großwaldungen
    Erscheinungsjahr: 2013
    Die Einstufung fehlt noch.
    Sammlung: Weistum · Haingeraide
    LINK: Haingeraide
    Eine PDF-Angabe fehlt.
    Es ist keine Wikiseite vorhanden.
  2. ^  Hoffmann und Cerf (1823).
    Titel: Plan über die Theilung der 5te HainGeraideWaldung unter die Gemeinden Didesfeld, Maykammer, Kirrweiler und St. Martin..
    In: keine, Hoffmann und Cerf (Hg.),, Maikammer-Alsterweiler,, Band ,Heft Nummer: 1)
    Seite: 1
    Ein Schlüssel fehlt.
    Eine Übertragung fehlt.
    Anmerkung: Die gültige Kartenreferenz zur Teilung der Vierten Mittelhaingeraide.
    Schlagwort: Plan · Plan · Haingeraide · Vierte Mittelhaingeraide · Teilung · Alsterweiler
    Quelle: Plan über die Theilung der 5te HainGeraideWaldung
    Erscheinungsjahr: 1823
    Erscheinungstag: Eine Tagesangabe (Erscheinungstag) fehlt.
    Stufe: 6
    Sammlung: Alsterweiler · Plan · Teilung
    Ein Link fehlt.
    Eine PDF-Angabe fehlt.
    DOI: DOI nicht vorhanden.
    Es ist keine Wikiseite vorhanden.
  3. a b c  Titel: Geschichte von Maikammer=Alsterweiler.
    Schlüssel: Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Seiten#Seite_122
    Seite: Seite_122
    Zitat: Auf der Kalmit, dem höchsten Berge der Geraide und des ganzen Haardtgebirges, hatte Napoleon I. einen Beobachtungsposten, darum wurde ein hölzerner Signalturm errichtet. Im Jahre 1824 wurde das Denkmal zur Erinnerung an das 25jährige Regierungsjubiläum des ersten Bayernkönigs aufgestellt. Der dabei gegebene Name "Maxhöhe" kam nicht in Gebrauch. Im Jahre 1868 wurde der heute noch stehende Turm gebaut. Bei der am 30. August stattgefundenen Einweihung nahm die Bevölkerung aus der ganzen Umgebung teil. Seit der Gründung des Pfälzerwald-Vereins und seiner Ortsgruppen ist die Kalmit das Ziel vieler Ausflügler. Darum baute schon bald nach seiner Gründung in den ersten Jahren dieses Jahrhunderts die Ortsgruppe Ludwigshafen a. Rh. ein Blockhaus auf dem Gipfel der Kalmit. Am 1. September 1918 feierte man droben das goldene Jubiläum der Einweihung des Kalmitturmes. Der Turm war mit Kränzen und Fahnen geschmückt. Herr Direktor Ketterer von Ludwigshafen a. Rh. hielt eine Ansprache an die zahlreich erschienenen Festgäste, in welcher er die Geschichte des Turmes darlegte und seine Verwendung früher und jetzt besprach.
    Übertragung: Eine Übertragung fehlt.
    Es gibt keine Anmerkung.
    Es gibt keine Notes.
    Schlagwort: Alsterweiler · König Max I. · Kalmit · Denkmal · Einweihungsfeier
    Quelle:
    Vorkommnis: Ein Datum für das Vorkommnis fehlt.
    Vorkommnistag: Eine Tagesangabe (Vorkommnistag) fehlt.
    Die Einstufung fehlt noch.
    Sammlung: Die Zuordnung zu einer Sammlung fehlt.
    LINK: Kalmit
    Eine urn fehlt.
    PDF: https://alsterweiler.matthiasdreyer.de/images/7/7d/Geschichte_von_Maikammer%3DAlsterweiler_Seite_122.pdf
    WIKI: [[1]]
  4. ^  Titel: Geschichte von Maikammer=Alsterweiler.
    Schlüssel: Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Seiten#Seite_123
    Seite: Seite_123
    Zitat: Der Turm ist am 1. April 1928 zusammengestürzt.
    Übertragung: Eine Übertragung fehlt.
    Es gibt keine Anmerkung.
    Es gibt keine Notes.
    Schlagwort: Alsterweiler · Kalmit · Einsturz
    Quelle:
    Vorkommnis: Ein Datum für das Vorkommnis fehlt.
    Vorkommnistag: Eine Tagesangabe (Vorkommnistag) fehlt.
    Die Einstufung fehlt noch.
    Sammlung: Die Zuordnung zu einer Sammlung fehlt.
    LINK: Kalmit
    Eine urn fehlt.
    PDF: https://alsterweiler.matthiasdreyer.de/w/images/7/7d/Geschichte_von_Maikammer%3DAlsterweiler_Seite_123.pdf
    WIKI: [[1]]
  5. ^  Titel: Geschichte von Maikammer=Alsterweiler.
    Schlüssel: Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Seiten#Seite_51
    Seite: Seite_51
    Zitat: Am 16. Februar 1824 beschloß der Gemeinderat zur Erinnerung an das 25jährige Regierungsjubiläum des Königs Max I. der Kalmit den Namen „Maxhöhe" zu geben und daselbst ein Denkmal aufzustellen. Steinhauer Johann Martin Baumann schuf dasselbe um 1666 fl.
    Übertragung: Eine Übertragung fehlt.
    Anmerkung: Gemeinderatsbeschluss vom 16. Februar 1824
    Es gibt keine Notes.
    Schlagwort: Alsterweiler · König · Max I. · Gemeinderat · Johann Martin Baumann · Bildhauer
    Quelle:
    Vorkommnis: Ein Datum für das Vorkommnis fehlt.
    Vorkommnistag: Eine Tagesangabe (Vorkommnistag) fehlt.
    Die Einstufung fehlt noch.
    Sammlung: Die Zuordnung zu einer Sammlung fehlt.
    LINK: Kalmit
    Eine urn fehlt.
    PDF: https://alsterweiler.matthiasdreyer.de/images/7/7d/Geschichte_von_Maikammer%3DAlsterweiler_Seite_151.pdf
    WIKI: [[1]]
  6. ^  Tschirner, Adolf. (1935), Titel: Ein Wingert auf 670 m Höhe.
    In: Pfälzischer Kurier / Die Pfalz, (Hg.) (Herausgeber fehlt, bitte angeben.) ,
    Seite: Seite_1935-Juni-15-Sa
    Schlüssel: Pfälzischer Kurier#1935-Juni-15-Sa
    Kein Zitat angegeben.
    Übertragung: Ein Wingert in 670 m Höhe Besuch im pflanzenklimatischen Versuchsgarten auf der Kalmit Interessante Beobachtungen Von Adolf Tschirner Einen Garten auf der Kalmit, in dem Blumen, Obst und Reben wachsen? Gibt es denn das? So wird wohl mancher fragen. Ja, es gibt auf dem höchsten Punkte der Kalmit einen Garten und auch einen Wingert. Diese Dinge sind aber nicht ihrer selbst wegen da, sondern stehen im Dienste der Wissenschaft. 1932 wurde der Garten auf der Kalmit angelegt. Man will hier, in Verbindung mit der Arbeit des Observatoriums, die Einwirkungen des Wetters und des Klimas in dieser Höhe auf die Pflanzen studieren. Es soll mit wissenschaftlicher Sicherheit und echt deutscher Gründlichkeit festgestellt werden, um wieviel später in dieser Höhe die Pflanzen grünen, blühen und gedeihen. Was man nun in den wenigen Jahren des Bestehens dieses seltsamen Gartens der Natur hier oben abgelauscht hat, gehört mit zu den interessantesten Forschungsergebnissen des Kalmitobservatoriums. Wir ließen uns vom Wetterwart, Assessor Burghardt, etwas über die Forschungsergebnisse erzählen. Die Beobachtungen haben ergeben, daß hier in 670 Meter Höhe der Wachstumsunterschied gegenüber den Pflanzen unten in der sonnigen Ebene sechs bis acht Wochen ausmacht. Vor etwa zwölf Tagen erschienen an den Weinstöcken auf der Kalmit schüchtern die ersten grünen Blättchen! Hier oben werden die Trauben niemals reif. Die Beeren bleiben hart und grün und erfrieren in den ersten kalten Nächten des Septembers. Selbst mit einer ganz späten Spätlese ists hier oben „Essig“! Aber diesen kleinen Wingert auf der Kalmit zu schauen, gehört mit zum Erleben dieses großen Berges. Im Garten selbst siehts nun freilich seltsam genug aus! Man erkennt – ohne vom Fach zu sein – sofort den wissenschaftlichen Charakter dieser kleinen Anlage. Und noch etwas hatte uns überrascht: Die vielen Vergißmeinnicht am Wegrande strahlen in einem Blau, das die bescheidene Pflanze in der Ebene nicht auszeichnet. Denn die ultraviolette Strahlung ist in dieser Höhe größer und macht die Farben der Pflanzen intensiver. Diese Strahlungswirkungen sind es, die man in diesen Garten genau untersucht. Da stehen Gladiolen vor einem schwarzen und einem weißen Halbzylinder. Die Pflanze vor dem schwarzen Hintergrund wächst langsamer als die Nachbarin vor der strahlend weißen Rückwand. Wetterharte Pflanzen, Gräser und Moose gedeihen prächtig. Im kleinen Alpinum des Gartens sind Edelweiß, Enzian und wie die würzigen Alpenblumen und Kräuter alle heißen, in dieser Höhe in ihrem Element. Dagegen siehts bei den Getreidearten traurig aus. Die anspruchsvollen Halmfrüchte des deutschen Landmannes kommen in dieser Höhe nicht recht vorwärts. Auch die Rosen, die in der Ebene in allen Farben duften und blühen, haben eben die ersten Knospen angesetzt. Das alles wird genau beobachtet und notiert, und die Ergebnisse werden dem Reichswetterdienst zugeleitet, der sie im Interesse der Landwirtschaft und der Gartenbaubetriebe verwertet. Die neuste Errungenschaft im pflanzenklimatischen Garten ist die Taumessung. Die Tauwaage aus Roßhaaren ist ein zierliches Instrument. Mit ihr kann festgestellt werden, wie der Tau mengenmäßig fällt. Diese Beobachtung soll dem Weinbau dienen und in höheren Lagen für die Erziehungsart der Rebenstöcke ausschlaggebend sein. Pflanzen, Bäume und Sträucher im Dienste der Wissenschaft beherbergt der Garten auf der Kalmit. Und beim Durchschreiten dieser Anlage, beim sinnenden Verweilen vor den interessanten Pflanzen, bekamen wir unbedingte Achtung vor der Gründlichkeit deutscher Wissenschaft, deren Ergebnisse aus ständigen Beobachtungen dem Volksganzen zugute kommen!
    Es gibt keine Anmerkung.
    Schlagwort: 1916 · Eugen Alt · Kalmit · Meteorologie · Neumayer · Observatorium · Wetterbeobachtung · Wetterwarte · Gutachten
    Quelle: Pfälzischer Kurier
    Erscheinungsjahr: 1935
    Erscheinungstag: 15. Juni
    Stufe: 6
    Sammlung: Kalmit
    Ein Link fehlt.
    Eine urn fehlt.
    Eine PDF-Angabe fehlt.
    WIKI: Kalmit