Die Seite für Alsterweiler von Matthias C.S. Dreyer u.a.

Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Alsterweiler
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|zitat=Leibeigene gab es besonders vor dem 30jährigen Kriege. 1530 waren in Maikammer unter 674 Bewohnern 168 Leibeigene, davon 65 Männer und 80 Frauen der Speyerer Herrschaft, 14 Männer und 5 Frauen der Kurpfalz und 4 Männer einer fremden Herrschaft untertan. In '''Alsterweiler''' waren unter 451 Bewohnern 110 Leibeigene, davon 43 Männer und 48 Frauen dem Hochstift Speyer 11 Männer und 7 Frauen der Kurpfalz und 1 Mann einer fremden Herrschaft untertan. Die meisten Leibeigenen flohen im 30jährigen Kriege und kamen nach dem Friedensschluß nicht mehr zurück.
 
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|zitat=Die Strafen waren zumeist Geldstrafen von einigen Gulden. Einsperren in die Beßenkammer oder körperliche Züchtigung mit dem Ochsenziemer (Farrenschwanz). So wurde am z. Oktober 1782 Joh. Rittler von '''Alsterweiler''' mit „25 wohl angemessenen Ochsenzaunstreichen" bestraft, weil er des Nachts Trauben gestohlen hatte.
 
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|zitat=Hinter der Mühlgasse in Alsterweiler wurde sogen. Wascherde gegraben und nach Grevenhausen zum Walken des Tuches verkauft.
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|anmerkung=Die Angabe ist ohne Quelle, wohl aus einer Gemeinderrechnung 1750 oder danach.
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|zitat=* Seite 142: …ammer und Alsterweiler je 2 Weinsticher, die 3on nun an dem Gemeinderat…
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|zitat=Bis 1826 wurde das Geschäft des Weinstichers und der Weinläder jährlich verpachtet. Letztere zahlten 75 fl. Pacht. Vom Jahre 1827 an wurden die 2 Adjunkten (Joh. Ernst und Sebastian Hauck) Weinsticher. Ihre Gehilfen und die Läder bestimmte der Gemeinderat.
 
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|zitat=Am 22. Dezember 1838 fand noch einmal eine Regelung statt. Es wurden für Maikammer und Alsterweiler je 2 Weinsticher, die von nun an dem Gemeinderat angehören sollten, gewählt. Jedes Jahr schied einer aus. Durch das Los kam ein neuer dazu. Ein Weinhändler konnte kein Weinsticher werden. Der Käufer hatte von 1 Fuder Wein 1 Gulden 30 Kr. zu zahlen. Davon erhielt der Weinsticher 5 Kreuzer Stichgeld, 15 Kreuzer Eichgeld, der Läder bezog 15 Kreuzer, der Rest von 55 Kreuzern floß in die Gemeindekasse. Kaufte ein hiesiger Weinhändler hier Wein, der auch hier blieb, so erhielt der Läder 40 Kreuzer Trägerlohn, wovon 8 Kreuzer in die Gemeindekasse flössen.
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|zitat=* Seite 143: …einer für Alsterweiler, zwei Drittel der Gebühren fielen dem Eichmeister…
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|zitat=Schon vorher und natürlich jetzt noch mehr übernahmen sog. Weinmakler die Vermittelung des Weingeschäftes. Als sog. Trinkgeld wurde 1/2 bis 2 Kronentaler (d. i. 2 Gulden 42 Kreuzer) je nach der Menge gezahlt. 1851 wurde die Stelle des Eichers alljährlich besetzt, einer für Maikammer und einer für '''Alsterweiler''', zwei Drittel der Gebühren fielen dem Eichmeister, ein Drittel der Gemeinde zu.
 
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|zitat=* Seite 143: …tstube in Alsterweiler. ^sür die Kirche war 1508 und 1757 der Turm zu ba…
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|zitat=Als Gemeindegebäude waren zu unterhalten das Gemeindehaus und Schulhaus am Lindeneck, das Hirtenhaus an der Niedergasse mit 3 Fasseln, die Gemeindeherberge an der Heergasse, das Armenhaus beim Kirchhof und ein Haus mit Wachtstube in '''Alsterweiler'''.
 
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|zitat=* Seite 149: …junkt, in Alsterweiler Peter Ad. Koch Agent und Friedrich Eisenbiegler A…
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|zitat=Nach den nun geltenden Bestimmungen erhielten Gemeinden unter 1500 Seelen einen Munizipalagenten und einen Adjunkten. Hier wurden Friedrich Schwarzwälder Agent und Emanuel Heilweck Adjunkt, in '''Alsterweiler''' Peter Ad. Koch Agent und Friedrich Eisenbiegler Adjunkt.
 
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|zitat=* Seite 149: …t, in der Alsterweiler eine eigene Verwaltung besaß. Sie dauerte aber ni…
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|zitat=Dies war die einzige Zeit, in der '''Alsterweiler''' eine eigene Verwaltung besaß. Sie dauerte aber nicht lange, noch im gleichen Jahre wurde Jakob Denier Maire der ganzen Gemeinde. (1798)
 
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|zitat=* Seite 149: …djunkt in Alsterweiler. Adam Eisen- biegler, Andreas Heilweck, Friedrich…
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|zitat=Vom Jahre 1821—1832 war Daniel Reinig Bürgermeister, Joh. Ernst 1. Adjunkt, Sebastian Hauck Adjunkt in '''Alsterweiler'''.
 
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|zitat=* Seite 149: …djunkt in Alsterweiler, Ad. Eisenbiegler, Andr. Heilweck, Friedr. Eisenb…
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|zitat=Von 1833—1835 war Franz Lederle Bürgermeister, Joh. Ernst 1. Adjunkt, Mich. Hauck Adjunkt in '''Alsterweiler'''
 
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|zitat=* Seite 151: …stets von Alsterweiler, jetzt erhielt es, weil räumlich von Maikammer ge…
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|zitat=Die Gemeinderatswahl am 3. Dezember 1884 war für die Wähler '''Alsterweilers''' verhängnisvoll. Sie brachten ihre eigens aufgestellten Kandidaten nur zu Ersatzmännern. Sebastian Frantz blieb Bürgermeister, Seb. Bachtler Adjunkt; Nikolaus Reif, Karl Reinig, Andreas Heilweck, Friedrich Schwarzwälder (trat gleich zurück), Karl Lederle und Christian Rech wurden wiedergewählt. Peter Schmitt, Balthasar Gerlach, Otto Ziegler, Peter Breiling, Franz Ziegler, Franz Ullrich, Karl Platz I., Adam Ullrich und Rochus Gerlach (+ 1888) wurden neu gewählt. Von '''Alsterweiler''' wurden dazu genommen, nachdem zwei Gemeinderäte zurückgetreten waren, Seb. Christmann als Polizeiadjunkt und Andreas Platz, denen 1888 noch Jak. Garth folgte.
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|anmerkung="Verhängnisvolle Gemeinderatswahl"
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Version vom 28. August 2018, 18:53 Uhr

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