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Vierte Mittelhaingeraide: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Eine frühe Erwähnung geht auf das Jahr 1577 zurück in Form eines [[Weistum|Weistums]]: "Gereiden Spruch der vier Dörffer Maikammer, Kirrweiler, St. Martin und Diedesfeldt", das durch das [[Oberamt Kirrweiler]] im Jahre 1618 bestätigt bzw. erneuert | ||
{(pp.107-107) der Fürstl. Speier'sche Rath, Vogt und Oberamtmann zu Kirrweiler: Wolfgang Heinrich von und zu Weingarten erneuert den zuletzt 1577 erneuerten "Gereiden Spruch der vier Dörffer Maikammer, Kirrweiler, St. Martin und Diedesfeldt" nebst den späten Nachträgen dazu betr. den Anspruch der Gemeinden Lachen und Speierdorf auf den Steinbruch im Clausenthal vom 26. Juni 1618 (Fol. 6r. f), Eichelrecht (Fol. 10r) u.s.w. am "Montag vor dem Aschermittwoch" 1628. | {(pp.107-107) der Fürstl. Speier'sche Rath, Vogt und Oberamtmann zu Kirrweiler: Wolfgang Heinrich von und zu Weingarten erneuert den zuletzt 1577 erneuerten "Gereiden Spruch der vier Dörffer Maikammer, Kirrweiler, St. Martin und Diedesfeldt" nebst den späten Nachträgen dazu betr. den Anspruch der Gemeinden Lachen und Speierdorf auf den Steinbruch im Clausenthal vom 26. Juni 1618 (Fol. 6r. f), Eichelrecht (Fol. 10r) u.s.w. am "Montag vor dem Aschermittwoch" 1628. | ||
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Version vom 1. Juli 2017, 13:17 Uhr
Vierte Mittelhaingeraide ist eine genossenschaftliche Einrichtung, deren Ursprung auf das frühe Mittelalter zurückgeht.
Die IV. Mittelhaingeraide (auch V. Haingeraide[1], 4. Mittelhaingeraide[2]) umfasste die Orte Maikammer-Alsterweiler als Hauptort und Diedesfeld als Aufbewahrungsort der Waldaxt. Kirrweiler stellte den Waldmeister. Der Fläche summierte sich auf 3 023 ha[3]. Auch St. Martin zählte zur IV. Mittelhaingeraide. Auch die Gemeinde Duttweiler machte Ansprüche an die Haingeraide geltend. Sie sollten über das Oberamt Neustadt und damit die Kurpfalz durchgesetzt werden. Die Forderungen entstanden wohl aus einer Fehlinterpretation einer Urkunde[4]. Im Jahre 1755 wurde durch den Kurfürsten Karl Theodor und den Fürstbischof von Speyer Franz Christoff die Sachlage bereinigt. Die IV. Mittelhaingeraide wurde im Zuge der Einführung der bayerischen Forstverwaltung 1816 aufgelöst.
Erste urkundliche Nachweise
Eine frühe Erwähnung geht auf das Jahr 1577 zurück in Form eines Weistums: "Gereiden Spruch der vier Dörffer Maikammer, Kirrweiler, St. Martin und Diedesfeldt", das durch das Oberamt Kirrweiler im Jahre 1618 bestätigt bzw. erneuert wurde[5], vollständig wiedergegeben als "Copia geraidenspruchs der vier dörffer Maincammer, Kirweyler, St Marin und Diedesveldtt"[6].
Die genauen Zusammenhänge der Entstehung der Vierten Mittelhaingeraide sind nicht geklärt. So geht Bischof Matthias Ramung im Zeitraum von 1464/95 noch von einer Gereide von St. Martin aus, die wohl die Gemeinden Diedesfeld, Maikammer, Kirrweiler und Alsterweiler umfassten (wohl auch Weinsweiler)[7][8]. Denkbar ist auch, daß sich zu diesem Zeitpunkt nur der Sitz der Gereiden in St. Martin befand, also das Gebiet bereits seine feststehenden Grenzen hatte. In der Regel wurde die Haingeraide nämlich nach ihrem Sitzort benannt[9].
Organisation der Haingeraide
"Oberhaupt der Gemeinde und Vorsitzender des Gemeindegerichts vor 1798 war der Schultheiß oder Stabhalter, der auch zugleich Vorstand der 5. Haingeraide war."[10]. Wie bereits ausgeführt handelt es dabei um die 4. Mittelhaingeraide.
Haupt- und Gerichtsort Maikammer-Alsterweiler
Geraidestuhl (Gerichtsplatz), Schultheiß und Schöffen auch Zentenmeister und Knechte genannt (Seite 244/245 Friedmann(2013)
Aufbewahrungsort der Waldaxt Diedesfeld
Waldmeister aus Kirrweiler
Teilung der Vierten Mittelhaingeraide
Im Verlauf der Jahre 1821 bis 1826 wurde die Teilung der Vierten Mittelhaingeraide durchgeführt. Als wesentliche Gründe dafür werden der schlechte Zustand des Waldes, die Mängel des Kollektivsystems sowie Neid und Mißgunst der Geraidegenossen benannt[11]. Natürlich spielte auch die grundlegend neue Ausrichtung der Forstverwaltung durch die bayerische Regierung eine Rolle. Im Intelligenzblatt von 1827[12] wird vermerkt, die ehemals herrschaftlichen Wälder leuchteten wie Oasen aus der trostlosen Wüste der Haingeraide hervor. Schon die französische Regierung hatte sich an das Kollektivgut Haingeraide gemacht, indem 1794 strenge Bestimmungen zur Neuordnung des Forstwesens erlassen worden waren[13]. Mit der Säkularisierung ab dem Jahre 1796 wurden die Wälder einem Generaldirektor unterstellt[14]. Nach 1801 (Frieden von Lunéville) wurden Forstkonservationen eingerichtet. Nummer 28 befand sich in Koblenz und war für die linksrheinischen Gebiete zuständig[15]. Eine Koblenz unterstellte Forstinspektion befand sich in Neustadt a.d.W. Die in dieser Zeit enstehenden Streitigkeiten konnten erst mit der Einführung der bayerischen Forstverwaltung beigelegt werden. Ab 1816 wurde dann auch die Teilung der Haingeraiden in Angriff genommen. Die Aussteinungen folgten 1821 und 1822.
Teilungsakt
Weblinks
Literatur
Einzelnachweise
- ↑ Artikel Blatt
- ↑ Frenzel, S. 267
- ↑ Frenzel, Seite 276
- ↑ ⭐ Quelle unvollständig ⭐ siehe dazu XXXX
- ↑ Mayerhofer, J. und F. Glasschröder (1892), ’Die Weistümer der Rheinpfalz: Mitteilungen des historischen Vereins der Pfalz Band XVI’, Speier (Hg. Pfalz, Historischer Verein der, (1 Hg., Mitteilungen des historischen Vereins der Pfalz, Gilardone’schen Buchdruckerei, Speier, Band/Ausgabe: XVI(XVI)) 252 Seiten. (CMS 351). {(pp.107-107) der Fürstl. Speier'sche Rath, Vogt und Oberamtmann zu Kirrweiler: Wolfgang Heinrich von und zu Weingarten erneuert den zuletzt 1577 erneuerten "Gereiden Spruch der vier Dörffer Maikammer, Kirrweiler, St. Martin und Diedesfeldt" nebst den späten Nachträgen dazu betr. den Anspruch der Gemeinden Lachen und Speierdorf auf den Steinbruch im Clausenthal vom 26. Juni 1618 (Fol. 6r. f), Eichelrecht (Fol. 10r) u.s.w. am "Montag vor dem Aschermittwoch" 1628. gedr. bei Jakob Grimm VI, 415-419 NB!Maikammer war der Sitz des "Gereidenstuhls".
- ↑ Friedmann, Andreas Urban (2013), ’Weistümer und Ordnungen pfälzischer Marknutzungsgenossenschaften und Großwaldungen’, Lingenfeld (Hg. Pfälzische, Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, (Veröffentlichungen der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, Maierdruck, Lingenfeld, Band/Ausgabe: 114) 494 Seiten. (CMS 416), Seite 327 bis 347.
- ↑ Ramung, Matthias (1469), ’Liber secretorum Matthiae (Matthias Ramung) -Auszug Alsterweiler und Auszug Fische’, (Band/Ausgabe:) Seiten. (CMS 586)
- ↑ riedmann, Andreas Urban (2013), ’Weistümer und Ordnungen pfälzischer Marknutzungsgenossenschaften und Großwaldungen’, Lingenfeld (Hg. Pfälzische, Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, (Veröffentlichungen der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, Maierdruck, Lingenfeld, Band/Ausgabe: 114) 494 Seiten. (CMS 416), Seite 258.
- ↑ Anmerkung Matzinger: Vergleichbar den Landdekanaten.
- ↑ Leonhardt, Johannes (1928), ’Geschichte von Maikammer=Alsterweiler’, Maikammer (Selbstverlag, Maikammer, Band/Ausgabe: 1) 216 Seiten. (CMS 125), Seite 138
- ↑ Frenzel, Walter (1963) <Die historischen Wälder der Pfalz>. IN: Alter, Willi (1963) (Hg.) Pfalzatlas. Pfälzische Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (Hrsg.), Speyer, Verlag der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, Seiten 266
- ↑ Frenzel, Walter (1963) <Die historischen Wälder der Pfalz>. IN: Alter, Willi (1963-1994) (Hg.) Pfalzatlas. Pfälzische Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (Hrsg.), Speyer, Verlag der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, Seiten 276
- ↑ Frenzel, Seite 276
- ↑ Frenzel, Walter (1963) <Die historischen Wälder der Pfalz>. IN: Alter, Willi (1963-1994) (Hg.) Pfalzatlas. Pfälzische Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (Hrsg.), Speyer, Verlag der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, Seiten 276
- ↑ Frenzel, Walter (1963) <Die historischen Wälder der Pfalz>. IN: Alter, Willi (1963-1994) (Hg.) Pfalzatlas. Pfälzische Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (Hrsg.), Speyer, Verlag der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, Seiten 276
Anmerkungen
Zitate
Urkunden
Begriffe
Kategorien
Vierte Mittelhaingeraide gehört den Kategorien an: Gemarkung, Genossenschaft
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Referenzierungen
- ^ Wochenblatt Landau (1825)/70

