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Bede: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Leonhardt (1928)/Seite 136|{{Zitat|Zitattext=Die hiesige Gemeinde (Maikammer mit Alsterweiler und Weinsweiler) hatte im Mai<ref group=anm>Hier ist keine Jahreszahl angegeben. Insofern handelt es sich um eine jährliche Abgabe.</ref> 60 fl. [[Maibedgeld|Maibed]]-, im Herbst 76 fl. 54 Kreuzer 2 Pfennig [[Herbstbedgeld]] zu zahlen. Dazu kamen 11/2 fl. [[Atzgeld]], 7 fl. [[Rindfleischgeld]] und 3 fl. [[Schenkgeld]].}}]]<ref group=zit>[[Leonhardt (1928)/Seite 136]], Leonhardt, Johannes (1928), ‹Geschichte von Maikammer=Alsterweiler›, (1 Hg., 1; Maikammer:) 216 Seiten. ([[CMS 125]]).</ref>. In dicken [[Buch|Büchern]] waren die Namen sämtlicher Besitzer mit ihren bedpflichtigen Gütern verzeichnet. Diese Bücher wurden von Zeit zu Zeit vom [[Oberamtmann]] oder [[Fauth]] mit [[Schultheiß]] und [[Gericht]], [[Bürgermeister]], [[Steinsetzer]] und [[Bedleger]] neu angelegt.
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Für [[Alsterweiler]] (mit Maikammer geführt) liegen Bücher aus den den Jahren [[Bedbuch (1580)|1580]], [[Bedbuch (1619)|1619]], [[Bedbuch (1669)|1669]] und [[Bedbuch (1730)|1730]] vor<ref group=anm>Die Bedbücher wurden von Schäfer und Stöckl für das [[Ortsfamilienbuch Maikammer-Alsterweiler]] ausgewertet.</ref>. Die [[Wingert]] (Weinberge) wurden {{Zitat|Zitattext=(1619 und 1669) in 3 Klassen eingeteilt und pro Morgen Wingert 2 Batzen bzw. 1 Batzen 10 Pfg., bzw. 1 Batzen, vom Morgen Acker 1 Batzen, vom Morgen Wiese 2 Batzen 2 Pfg. und vom Morgen [[Kastanienberg|Kestenberg]] 6 Pfg. erhoben. Später (1730) wurden die Güter in 3 Klassen mit 15—30 fl. abgeschätzt und daraus ein Prozentbetrag als [[Bede|Bed]] erhoben. Das [[Flurname (Alsterweiler)|Überfeld]] war bedfrei, weil es in der [[Gemeindegült]] lag. 1759 war ein Streit mit dem [[Allerheiligenstift Speyer]]<ref>[[Matzinger]]: wahrscheinlich ging es dabei um die Güter, die vom [[Alsterweiler Hofgut (Allerheiligenstift Speyer)]] abzuführen waren.</ref>, ob dessen hiesige Stiftsgüter ([[Alsterweiler Hofgut (Allerheiligenstift Speyer)]]) bedpflichtig seien. Die Gemeinde hatte von 1709—1731 für die Güter des Stifts, die Bede entrichtet.}}<ref>[[Leonhardt (1928)]] - Leonhardt, Johannes (1928), Geschichte von Maikammer=Alsterweiler›, (1 Hg., 1; Maikammer:) 216 Seiten. (CMS 125), Seite 136 ff.</ref>
 
Für [[Alsterweiler]] (mit Maikammer geführt) liegen Bücher aus den den Jahren [[Bedbuch (1580)|1580]], [[Bedbuch (1619)|1619]], [[Bedbuch (1669)|1669]] und [[Bedbuch (1730)|1730]] vor<ref group=anm>Die Bedbücher wurden von Schäfer und Stöckl für das [[Ortsfamilienbuch Maikammer-Alsterweiler]] ausgewertet.</ref>. Die [[Wingert]] (Weinberge) wurden {{Zitat|Zitattext=(1619 und 1669) in 3 Klassen eingeteilt und pro Morgen Wingert 2 Batzen bzw. 1 Batzen 10 Pfg., bzw. 1 Batzen, vom Morgen Acker 1 Batzen, vom Morgen Wiese 2 Batzen 2 Pfg. und vom Morgen [[Kastanienberg|Kestenberg]] 6 Pfg. erhoben. Später (1730) wurden die Güter in 3 Klassen mit 15—30 fl. abgeschätzt und daraus ein Prozentbetrag als [[Bede|Bed]] erhoben. Das [[Flurname (Alsterweiler)|Überfeld]] war bedfrei, weil es in der [[Gemeindegült]] lag. 1759 war ein Streit mit dem [[Allerheiligenstift Speyer]]<ref>[[Matzinger]]: wahrscheinlich ging es dabei um die Güter, die vom [[Alsterweiler Hofgut (Allerheiligenstift Speyer)]] abzuführen waren.</ref>, ob dessen hiesige Stiftsgüter ([[Alsterweiler Hofgut (Allerheiligenstift Speyer)]]) bedpflichtig seien. Die Gemeinde hatte von 1709—1731 für die Güter des Stifts, die Bede entrichtet.}}<ref>[[Leonhardt (1928)]] - Leonhardt, Johannes (1928), Geschichte von Maikammer=Alsterweiler›, (1 Hg., 1; Maikammer:) 216 Seiten. (CMS 125), Seite 136 ff.</ref>

Version vom 25. Januar 2017, 12:43 Uhr

Bede (auch: Behde[1], Bed[2]) war eine erbetene oder freiwillig geleistete Abgabe[3].

Die Bede wurde von den Landesherren (hier: Hochstift Speyer durch die Gemeinde bzw. das Oberamt Kirrweiler) erhoben, um Ausgaben zu finanzieren. Dazu zählte auch die Landesverteidigung mit "Mannschaften", ggf. musste damit das Aufgebot zum Reichsheer bezahlt werden.[lit 1] Ritter und Geistliche waren von der Bede befreit. Aus freiwilligen, anfangs mehr privaten Leistungen, wurde die Bede mit der Zeit zu einer regelmäßigen, öffentlichen Abgabe, deren Entrichtung von Amts wegen erzwungen wurde[4]. In außerordentlichen Fällen (Krieg) wurden zustätzlich noch besondere Beden erhoben. Zwar wurden bereits in früheren Zeiten Abgaben erhoben (Türkensteuer), aber die Bede genießt den Ruf, eine der ersten regelmäßigen Abgaben zu sein. Die heutige erhobene Grundsteuer ist die Nachfolge der Bede. Und erstaunlicher Weise ist die Kirche von dieser Steuer auch heute noch befreit.

Situation in Alsterweiler

"Die hiesige Gemeinde" (Maikammer mit Alsterweiler und Weinsweiler) hatte im Mai[anm 1] 60 fl. Maibed-, im Herbst 76 fl. 54 Kreuzer 2 Pfennig Herbstbedgeld zu zahlen. Dazu kamen 11/2 fl. Atzgeld, 7 fl. Rindfleischgeld und 3 fl. Schenkgeld.}} ]] [zit 1]. In dicken Büchern waren die Namen sämtlicher Besitzer mit ihren bedpflichtigen Gütern verzeichnet. Diese Bücher wurden von Zeit zu Zeit vom Oberamtmann oder Fauth mit Schultheiß und Gericht, Bürgermeister, Steinsetzer und Bedleger neu angelegt.

Für Alsterweiler (mit Maikammer geführt) liegen Bücher aus den den Jahren 1580, 1619, 1669 und 1730 vor[anm 2]. Die Wingert (Weinberge) wurden "(1619 und 1669) in 3 Klassen eingeteilt und pro Morgen Wingert 2 Batzen bzw. 1 Batzen 10 Pfg., bzw. 1 Batzen, vom Morgen Acker 1 Batzen, vom Morgen Wiese 2 Batzen 2 Pfg. und vom Morgen Kestenberg 6 Pfg. erhoben. Später (1730) wurden die Güter in 3 Klassen mit 15—30 fl. abgeschätzt und daraus ein Prozentbetrag als Bed erhoben. Das Überfeld war bedfrei, weil es in der Gemeindegült lag. 1759 war ein Streit mit dem Allerheiligenstift Speyer[5], ob dessen hiesige Stiftsgüter (Alsterweiler Hofgut (Allerheiligenstift Speyer)) bedpflichtig seien. Die Gemeinde hatte von 1709—1731 für die Güter des Stifts, die Bede entrichtet." [6]

Weblinks

Literatur

  1. Leonhardt, Johannes (1928), ‹Geschichte von Maikammer=Alsterweiler›, (1 Hg., 1; Maikammer:) 216 Seiten. (CMS 125).

Einzelnachweise

  1. siehe: Leonhardt (1928)/Seite 136.
  2. siehe: Leonhardt (1928), Seite 136.
  3. Deutsches Rechtswörterbuch (DRW) in: woerterbuchnetz.de /abgerufen am 07. Januar 2017.
  4. Matzinger: Siehe dazu Bedbuch.
  5. Matzinger: wahrscheinlich ging es dabei um die Güter, die vom Alsterweiler Hofgut (Allerheiligenstift Speyer) abzuführen waren.
  6. Leonhardt (1928) - Leonhardt, Johannes (1928), Geschichte von Maikammer=Alsterweiler›, (1 Hg., 1; Maikammer:) 216 Seiten. (CMS 125), Seite 136 ff.

Anmerkungen

  1. Hier ist keine Jahreszahl angegeben. Insofern handelt es sich um eine jährliche Abgabe.
  2. Die Bedbücher wurden von Schäfer und Stöckl für das Ortsfamilienbuch Maikammer-Alsterweiler ausgewertet.

Zitate

  1. Leonhardt (1928)/Seite 136, Leonhardt, Johannes (1928), ‹Geschichte von Maikammer=Alsterweiler›, (1 Hg., 1; Maikammer:) 216 Seiten. (CMS 125).

Urkunden

Begriffe

Kategorien

Bede gehört den Kategorien an: Abgabe

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Referenzierungen

  1. ^  Titel: Deutsches Rechtswörterbuch (DRW).
    Seite: Bede
    Schlüssel: Deutsches Rechtswörterbuch#Bede
    Zitat: "erbetene oder freiwillig geleistete Abgabe".
    Eine Übertragung fehlt.
    Anmerkung: Bede hat eine vielfältige Bedeutung.
    Schlagwort: Bede
    Quelle: Deutsches Rechtswörterbuch
    Einrichtungsdatum: Ein Einrichtungsdatum fehlt.
    Das Datum des letzten Abrufs fehlt.
    Die Einstufung fehlt noch.
    Sammlung: Alsterweiler · DRW
    LINK: Alsterweiler
    Eine PDF-Angabe fehlt.
    WIKI: Bede
  2. ^ Leonhardt (1928)/Seite_137/3 
  3. ^ Leonhardt (1928)/Seite_137/7 
  4. ^  |  Titel: Geschichte von Maikammer=Alsterweiler.
    Schlüssel: Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/101bis125#Seite_111/1
    Seite: Seite_111/1
    Zitat: Das Kloster St. Klara (Franziskanerinnen) hatte ein Haus am Hübel (Nr. 54) und 1 Doppelhaus in der Deckelgasse (Nr. 6 und 8) und 8 Morgen Wingert (Nonnenwingert (noch 1798) Quelle 54 / Remling Abteien und Klöster).
    Übertragung: Eine Übertragung fehlt.
    Es gibt keine Anmerkung.
    Es gibt keine Notes.
    Schlagwort: Alsterweiler · Franziskanerinnen · Sankt Klara · Kloster · Haus am Hübel · Deckelgasse · Nonnenwingert
    Quelle:
    Vorkommnis: 1798
    Vorkommnistag: Eine Tagesangabe (Vorkommnistag) fehlt.
    Stufe: 6
    Sammlung: Alsterweiler · Franziskanerinnen · Sankt Klara · Kloster · Haus am Hübel · Deckelgasse · Nonnenwingert
    LINK: Alsterweiler
    Eine urn fehlt.
    Eine PDF-Angabe fehlt.
    WIKI: Alsterweiler
  5. ^  Titel: Geschichte von Maikammer=Alsterweiler.
    Schlüssel: Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Seiten#Seite_137/8
    Seite: Seite_137/8
    Zitat: 1759 war ein Streit mit dem Allerheiligenstift zu Speyer, ob dessen hiesige Stiftsgüter bedpflichtig seien. Die Gemeinde hatte von 1709-1731 für die Güter des Stifts, für die in den Bedbüchern eine Bede berechnet ist, die Bede und das Landschreibereigeld ausgelegt. Das Stift weigerte die Zahlung.
    Übertragung: Bedfreiheit · Bedpflicht · Allerheiligenstift · Landschreibereigeld.
    Es gibt keine Anmerkung.
    Es gibt keine Notes.
    Schlagwort: Bede · Alsterweiler · Allerheiligenstift (Speyer) · Landschreibereigeld · Stiftsgut · Hofgut · Bedbuch · 1709 · 1759 · 1731
    Quelle:
    Vorkommnis: Ein Datum für das Vorkommnis fehlt.
    Vorkommnistag: Eine Tagesangabe (Vorkommnistag) fehlt.
    Die Einstufung fehlt noch.
    Sammlung: Alsterweiler · Abgabe
    LINK: Bede
    Eine urn fehlt.
    Eine PDF-Angabe fehlt.
    WIKI: Bede