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Ziegelhütte: Unterschied zwischen den Versionen

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Für die Ziegelhütte ist ein Bestandsbrief<ref group=urk>[[LA Sp D 1 Nr.72]]</ref> mit der Bezeichnung "Bestand Brief über die Zieglhüth zu Maycammer" aus dem Jahre 1683 erhalten.<br /> Es geht darin um die Verpflichtungen von [[Adolf Adam Cörver]]<ref>Der Name ist umstritten. Wittmer, Richard (Wittmer, Richard (2000), ‹Die Flur von Maikammer-Alsterweiler: Ihre Namen und steinernen Zeugen in Geschichte und Geschichten›, (Maikammer: Ortsgemeinde Maikammer) Seiten 31f. (CMS 4)), Seite 31 und 32 nimmt Rudolf an, zudem ist in der Urkunde später noch von Cörner die Rede.</ref> und [[Dietrich Friedrich Dincker|Friederich Dietherich Dincker]], die sich als [[Beständer]] beim Bischof bzw. seiner örtlich zuständigen [[Landschreiberei Kirrweiler|Landschreiberei]] in [[Kirrweiler]] bewarben. Aus diesem Brief geht auch hervor, daß neben den Ziegeln (Dachziegeln) auch Backsteine (Backensteine) und Platten (Plättlein) hergestellt wurden bzw. nach Instandsetzung des Anwesens wieder hergestellt werden sollten. Die Ziegelhütte war nämlich bereits "abgegangen" (vermutlich durch den 30-jährigen Krieg, oder schon davor). Lediglich der Ofen stand noch, musste aber ebenfalls in Stand gesetzt werden<ref>siehe dazu: [[LA Sp D 1 Nr.72]]</ref>.  
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Für die Ziegelhütte ist ein Bestandsbrief<ref group=urk>[[LA Sp D 1 Nr.72]]</ref> mit der Bezeichnung "[[LA Sp D 1 Nr.72|Bestand Brief über die Zieglhüth zu Maycammer]]" aus dem Jahre 1683 erhalten.<br /> Es geht darin um die Verpflichtungen von [[Adolf Adam Cörver]]<ref>Der Name ist umstritten. Wittmer, Richard (Wittmer, Richard (2000), ‹Die Flur von Maikammer-Alsterweiler: Ihre Namen und steinernen Zeugen in Geschichte und Geschichten›, (Maikammer: Ortsgemeinde Maikammer) Seiten 31f. (CMS 4)), Seite 31 und 32 nimmt Rudolf an, zudem ist in der Urkunde später noch von Cörner die Rede.</ref> und [[Dietrich Friedrich Dincker|Friederich Dietherich Dincker]], die sich als [[Beständer]] beim Bischof bzw. seiner örtlich zuständigen [[Landschreiberei Kirrweiler|Landschreiberei]] in [[Kirrweiler]] bewarben. Aus diesem Brief geht auch hervor, daß neben den Ziegeln (Dachziegeln) auch Backsteine (Backensteine) und Platten (Plättlein) hergestellt wurden bzw. nach Instandsetzung des Anwesens wieder hergestellt werden sollten. Die Ziegelhütte war nämlich bereits "abgegangen" (vermutlich durch den 30-jährigen Krieg, oder schon davor). Lediglich der Ofen stand noch, musste aber ebenfalls in Stand gesetzt werden<ref>siehe dazu: [[LA Sp D 1 Nr.72]]</ref>.  
  
 
Die Bedeutung einer Ziegelhütte, sowie des dazugehörigen Bodenschatzes, zeigt sich an folgendem Sachverhalt: "''Der Bischof hatte das Recht, auf dem Spielfeld Kalksteine und Ziegelerde für seine am Eingang des Tälchens liegende Ziegelscheuer zu graben. Da nun der Teil, auf dem sich die Kalk- und Erdgruben befanden, an Maikammer fiel, so behielt sich der Bischof für St. Martin ein später zu bestimmendes Recht aus.''"<ref>[[Geschichte von Maikammer=Alsteweiler]], Seite 103</ref>
 
Die Bedeutung einer Ziegelhütte, sowie des dazugehörigen Bodenschatzes, zeigt sich an folgendem Sachverhalt: "''Der Bischof hatte das Recht, auf dem Spielfeld Kalksteine und Ziegelerde für seine am Eingang des Tälchens liegende Ziegelscheuer zu graben. Da nun der Teil, auf dem sich die Kalk- und Erdgruben befanden, an Maikammer fiel, so behielt sich der Bischof für St. Martin ein später zu bestimmendes Recht aus.''"<ref>[[Geschichte von Maikammer=Alsteweiler]], Seite 103</ref>

Version vom 4. April 2016, 11:23 Uhr

Ziegelhütte
Liegt in:

Anwesen davor: In der freien Landschaft.
Anwesen danach: In der freien Landschaft.
Haus / hier zum Katasterplan: 1839 1821
Gebiet: Am Tälchen
Erbauung: unbekannt 16. Jahrhundert
Baustil: unbekannt
Geo: 49° 18' 24.80" N, 8° 6' 31.03" E


/ Bildergalerie nicht möglich Bildeindrücke Ziegelhütte / Bildergalerie nicht möglich

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Kein Vollbild vorhanden
Merkmal Eintrag
Erbauer unbekannt
Besitzer unbekannt
Anderer Name Ziegel Hütt
Inschriften unbekannt
Sigle Fehlt
Bauwerksart Hütte
Eigentümer keine
Eigentümer (ehemalig) Hochstift Speyer, Dietrich Friedrich Dincker, Adolf Adam Cörver
Ersterwähnung unbekannt
Erwähnungen (Datum) 1683
Erwähnungen (Belege) LA Sp D 1 Nr.72
Geschosse 0
Höhe 0
Breite 0
Liegt in {{{Liegt in}}}Der für das Attribut „Liegt in“ des Datentyps Seite angegebene Wert „{{{Liegt in}}}“ enthält ungültige Zeichen oder ist unvollständig. Er kann deshalb während einer Abfrage oder bei einer Annotation unerwartete Ergebnisse verursachen.
Material Backstein,Dachziegel,Holz
Dachart Ziegel
Ausrichtung unbekannt
Denkmalliste Nr. 0
Denkmalliste (Zusatz) Nr.
Nutzungen Hof, Ziegelbrennofen, Lagerstelle
Nutzungen ehemalig
Kataster Nr.
Kataster Nr. ehemalig
Hausnummer Immer zweistellig eingeben/01 etc. - NUR NR Fehlt
Zu Dorf Nummer mit Angabe der Zeit Immer mehrstellig eingeben/001 etc.- HIER RUE GRANDE Fehlt
Hausnummer mit Angabe der Zeit Immer zweistellig eingeben/01 etc. - JAHRESZAHL IN KLAMMER Fehlt
Anschrift 2016 Ziegelhütte
Die Vorlage hat ausgefüllt: Matthias C.S. Dreyer / 2016-04-04


Ziegelhütte (auch Ziegelscheuer) ist eine Einrichtung zum Brennen von Ziegeln (Dachziegeln), Backsteinen (Backensteinen) und Platten (Plättlein). In Alsterweiler wurde auch Kalk gewonnen, der ebenso als Ware weiterverkauft wurde.

Standort

Die Ziegelhütte befand sich am Eingang zum Tälchen. "Am Eingang des Tälchens gegen Süden stand früher eine bischöfliche Ziegelscheuer, die ein Hofmann des Bischofs verwaltete. Sie verschwand jedenfalls im Dreißigjährigen Krieg, nur der Name hat sich erhalten."[1] In den Urkunden und in der Literatur werden die Begriffe Ziegelscheune und Ziegelhütte zum Teil als gleichwertig angenommen. Der Standort ist umrissen durch den Flurname An der Ziegelscheuer, der ebenfalls durch Urkunden belegt ist. Für Alsterweiler gilt als Grundlage der Zuordnung Ziegelhütte/Ziegelscheuer der Bestandsbrief von 1683. Dort ist ausschließlich von der Ziegel Hütt die Rede.

Ziegelhütten und Ziegelscheuern standen meist unmittelbar beim Gewinnungsort von Lehm, Ton, Sanden, Erde oder Kalk[2] Dies gilt auch für Alsterweiler, wie aus der Urkunde zur Teilung des Spielfelds hervorgeht, gab es auch an dieser Stelle derartige Vorkommen[3].

Urkunden

Für die Ziegelhütte ist ein Bestandsbrief[urk 1] mit der Bezeichnung "Bestand Brief über die Zieglhüth zu Maycammer" aus dem Jahre 1683 erhalten.
Es geht darin um die Verpflichtungen von Adolf Adam Cörver[4] und Friederich Dietherich Dincker, die sich als Beständer beim Bischof bzw. seiner örtlich zuständigen Landschreiberei in Kirrweiler bewarben. Aus diesem Brief geht auch hervor, daß neben den Ziegeln (Dachziegeln) auch Backsteine (Backensteine) und Platten (Plättlein) hergestellt wurden bzw. nach Instandsetzung des Anwesens wieder hergestellt werden sollten. Die Ziegelhütte war nämlich bereits "abgegangen" (vermutlich durch den 30-jährigen Krieg, oder schon davor). Lediglich der Ofen stand noch, musste aber ebenfalls in Stand gesetzt werden[5].

Die Bedeutung einer Ziegelhütte, sowie des dazugehörigen Bodenschatzes, zeigt sich an folgendem Sachverhalt: "Der Bischof hatte das Recht, auf dem Spielfeld Kalksteine und Ziegelerde für seine am Eingang des Tälchens liegende Ziegelscheuer zu graben. Da nun der Teil, auf dem sich die Kalk- und Erdgruben befanden, an Maikammer fiel, so behielt sich der Bischof für St. Martin ein später zu bestimmendes Recht aus."[6]

In der Flur gab es weitere Stellen, die im Zusammenhang mit Ziegeln bzw. den Grundstoffen für die Herstellungen stehen. Dazu zählen: Im Letten,Lettengrube, Leimengrüb oder Im Erb, Im Leimen, Am Kalkofen.

Weblinks

Literatur

Einzelnachweise

  1. Geschichte von Maikammer=Alsterweiler, Seite 106
  2. Frank, Guy (2002) ‹Une tuilerie à Wintzenheim (Haut-Rhin) - première partie› Web: (Hg.), (Band 1), Seite(n): 1 Zugriff: PDF Datumsstand der Seite: fortlaufender Text einer Internetseite auf französisch, (CMS 699).
  3. ⭐ Quelle unvollständig ⭐ XXXUrkunde 103 Nr.1
  4. Der Name ist umstritten. Wittmer, Richard (Wittmer, Richard (2000), ‹Die Flur von Maikammer-Alsterweiler: Ihre Namen und steinernen Zeugen in Geschichte und Geschichten›, (Maikammer: Ortsgemeinde Maikammer) Seiten 31f. (CMS 4)), Seite 31 und 32 nimmt Rudolf an, zudem ist in der Urkunde später noch von Cörner die Rede.
  5. siehe dazu: LA Sp D 1 Nr.72
  6. Geschichte von Maikammer=Alsteweiler, Seite 103

Anmerkungen

Zitate

Urkunden

Begriffe

Kategorien

Ziegelhütte gehört den Kategorien an: Wirtschaftshof

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