Die Seite für Alsterweiler von Matthias C.S. Dreyer u.a.

Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Zitate: Unterschied zwischen den Versionen

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|Zitat=Am 28. Februar 1784 war es so kalt, wie es keinem Menschen gedachte.
 
|Anmerkungen=Ursache für diese Kälte waren Aschewolken des Vulkanausbruchs auf Island (Móðuharðindin (isländisch etwa für: Not mit dem Nebel)). Sie verdunkelten den Himmel, so daß die Temperaturen drastisch sanken. Die Katastrophe machte sich in den Jahren 1783 und 1784 in ganz Europa bemerkbar. Der Vulkanausbrach der Lakikrater begann am 8. Juni 1783 und dauerte bis zum 7. Februar 1784<ref>Zu den Daten siehe wikipedia.de unter Laki-Krater</ref>. Wegen des Ausbruchs kam es weltweit zu Missernten und in der Folge auch zu Massensterben.
 
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|Zitat=Da die Zeiten sehr unruhig waren und die innere und äußere Ordnung bedroht war, genehmigte die Pfälzer Regierung am 7. März die Einführung der Landwehr. Auch hier (in Maikammer) organisierte sich eine solche Wehr. Die Gemeinde bat am 4. April um 200 oder 300 Flinten und Bajonette, am 4. Juni nochmals, aber sie erhielt nichts. Inzwischen zog das gebildete Bürgermilitär in die Dörfer der Umgebung und ängstigte die Bewohner so am 9. April nach St. Martin. Hier war dazu am 22. März der Schulstreit ausgebrochen, der die hiesigen Bürger in große Aufregung und Erbitterung versetzte. Pfarrer Weckesser wurde wegen eines Ausdrucks in diesem Streit, „der die Delikatesse verletzte", wie die Regierung meinte, dem Gerichte angezeigt und zu einem Tage Haft verurteilt. Der Zondersche „Volksbote" in München brachte längere Artikel über diese Zustände und forderte die Bürger von hier auf, einen Verein für konstitionelle Monarchie und religiöse Freiheit zu gründen, was auch geschah.
 
|Anmerkungen=Datenbank BSB-Katalog 7214412, Titel: Der Volksbote für den Bürger und Landmann, Ort: München, Verlag: Kirschbaum & Schuh, Erscheinungsjahr: 1848, Signatur: 4 Eph.pol. 42-1848
 
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|Quelle=Leonhardt (1928)
 
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|Schlagwort=Johann Nepomuk Weckesser;Zondersche Volksbote;Volksbote;1848;Landwehr;Schulstreit 1848;Pfarrer
 
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|Weiterleitung=Schulstreit 1848;Johannes Nepomuk Weckesser;Volksbote
 
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{{Infobox Zitat
 
|Zitat=Am 19. Mai zog der „Oberst" Blenker von Worms mit 4000 Mann die mit alten Waffen, Sensen und Mistgabeln ausgerüstet waren, nachts von Neustadt nach Landau, um diese Festung zu nehmen. Der Angriff endete aber kläglich. Die rechtsmäßigen Beamten der Regierung und der Landkommissariate (Bezirksämter) flohen zum Teil, doch alle wurden abgesetzt und durch Anhänger der Freiheitsbewegung ersetzt. Für Landau wurde Literat Schneider von Edenkoben Zivilkommissär. Gemeinde- und Staatsbeamte, die ihr Amt erhalten wollten, mußten den Eid auf die Reichsverfassung schwören. Der provisorischen Regierung mußten sie erklären: „Ich verpflichte mich den Anordnungen der provisorischen Regierung Folge zu leisten!" Auf Pfingsten (27. und 28. Mai) hausten die Freischaren hier und Umgebung. Sie waren geführt von dem fahnenflüchtigen Leutnant Joh. Ernst Willich von der Insel Rügen. Er nahm am Pfingstmontage im Pfarrhause Quartier und zwang Pfarrer Weckesser den Eid auf die Verfassung zu schwören. Er ließ sich einige Tage aufwarten und von Fräulein Weckesser die Kleider flicken. In seiner Begleitung war viel Gesindel, besonders von Edenkoben, das sich hier einquartierte. Das Königslied „Domine salvum fac regem" durfte nach dem Hochamte nicht mehr gesungen werden. Lehrer M ü l l e r von Alsterweiler wettete am Pfingstmontag beim Frühschoppen in der „Krone", daß er nach dem Amte das Königslied singen werde, auch wenn die Freischaren es hören würden. Er sang es, wurde aber am nächsten Tage von Willich verhaftet und nach Kaiserslautern abgeführt. Als Pfarrer Weckesser im Pfarrhause belästigt wurde und er gar vom Altar weggeholt werden sollte, eilten die Bauern von Alsterweiler mit Sensen und Dreschflegeln zu Hilfe. Damals soll der Spruch entstanden sein: „Weg do newe, weg do newe, for unsern Parre lossen mer unser Lewe."
 
|Zitat=Am 19. Mai zog der „Oberst" Blenker von Worms mit 4000 Mann die mit alten Waffen, Sensen und Mistgabeln ausgerüstet waren, nachts von Neustadt nach Landau, um diese Festung zu nehmen. Der Angriff endete aber kläglich. Die rechtsmäßigen Beamten der Regierung und der Landkommissariate (Bezirksämter) flohen zum Teil, doch alle wurden abgesetzt und durch Anhänger der Freiheitsbewegung ersetzt. Für Landau wurde Literat Schneider von Edenkoben Zivilkommissär. Gemeinde- und Staatsbeamte, die ihr Amt erhalten wollten, mußten den Eid auf die Reichsverfassung schwören. Der provisorischen Regierung mußten sie erklären: „Ich verpflichte mich den Anordnungen der provisorischen Regierung Folge zu leisten!" Auf Pfingsten (27. und 28. Mai) hausten die Freischaren hier und Umgebung. Sie waren geführt von dem fahnenflüchtigen Leutnant Joh. Ernst Willich von der Insel Rügen. Er nahm am Pfingstmontage im Pfarrhause Quartier und zwang Pfarrer Weckesser den Eid auf die Verfassung zu schwören. Er ließ sich einige Tage aufwarten und von Fräulein Weckesser die Kleider flicken. In seiner Begleitung war viel Gesindel, besonders von Edenkoben, das sich hier einquartierte. Das Königslied „Domine salvum fac regem" durfte nach dem Hochamte nicht mehr gesungen werden. Lehrer M ü l l e r von Alsterweiler wettete am Pfingstmontag beim Frühschoppen in der „Krone", daß er nach dem Amte das Königslied singen werde, auch wenn die Freischaren es hören würden. Er sang es, wurde aber am nächsten Tage von Willich verhaftet und nach Kaiserslautern abgeführt. Als Pfarrer Weckesser im Pfarrhause belästigt wurde und er gar vom Altar weggeholt werden sollte, eilten die Bauern von Alsterweiler mit Sensen und Dreschflegeln zu Hilfe. Damals soll der Spruch entstanden sein: „Weg do newe, weg do newe, for unsern Parre lossen mer unser Lewe."
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|Zitat=Am 28. Februar 1784 war es so kalt, wie es keinem Menschen gedachte.
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|Anmerkungen=Ursache für diese Kälte waren Aschewolken des Vulkanausbruchs auf Island (Móðuharðindin (isländisch etwa für: Not mit dem Nebel)). Sie verdunkelten den Himmel, so daß die Temperaturen drastisch sanken. Die Katastrophe machte sich in den Jahren 1783 und 1784 in ganz Europa bemerkbar. Der Vulkanausbrach der Lakikrater begann am 8. Juni 1783 und dauerte bis zum 7. Februar 1784<ref>Zu den Daten siehe wikipedia.de unter Laki-Krater</ref>. Wegen des Ausbruchs kam es weltweit zu Missernten und in der Folge auch zu Massensterben.
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|Zitat=Nun sollte auch der Wunsch der Bürger von Alsterweiler erfüllt werden. Zuerst war das Schlößchen als Schulhaus in Aussicht genommen, dann aber beschloß man zu bauen, kam aber erst 1829 dazu. Baumeister war die Firma Waldschmitt und Hornbach von Venningen. Das Haus kostete 3988 fl., die Nebengebäude 450 fl.
 
|Zitat=Nun sollte auch der Wunsch der Bürger von Alsterweiler erfüllt werden. Zuerst war das Schlößchen als Schulhaus in Aussicht genommen, dann aber beschloß man zu bauen, kam aber erst 1829 dazu. Baumeister war die Firma Waldschmitt und Hornbach von Venningen. Das Haus kostete 3988 fl., die Nebengebäude 450 fl.
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|Zitat=Die hiesige Gemeinde hatte im Mai 60 fl. Maibed-, im Herbst 76 fl. 54 Kreuzer 2 Pfennig Herbstbedgeld zu zahlen. Dazu kamen 11/2 fl. Atzgeld, 7 fl. Rindfleischgeld und 3 fl. Schenkgeld.
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==Werke==
 
==Werke==
 
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Aktuelle Version vom 20. Februar 2026, 19:53 Uhr

Geschichte von Maikammer=Alsterweiler · Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Zitate

Alle Unterseiten mit Zitaten aus Geschichte von Maikammer=Alsterweiler:

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Zitat (Seite 7)

Zitat Aufzeichnung eines Alsterweiler Bürgers über die Erbauung der Kapelle zu Alsterweiler. (Erben von Michael Groß) - (Quellenangabe Nr. 66)
Anmerkungen Die Aufzeichnungen liegen mir leider nicht vor.
Diese_Quelle Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Zitate
Quelle Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Zitate
ZIT Nicht verfügbar.
Sammlung Zitat
Schlagwort Kapelle · Erbauung · Aufzeichnung · Michael Groß · Mariä Schmerzen
KAT Nicht verfügbar.
Kategorie_Fest Kategorie:Alsterweiler
Weiterleitung Seite, auf die verwiesen werden soll Nicht verfügbar.

Matthias C.S. Dreyer.

Zitat (Seite 9)

Zitat Maikammer-Alsterweiler ist ein Doppeldorf, dessen beide Teile räumlich getrennt waren, doch stets politisch und kirchlich zusammengehörten und seit der Mitte des letzten Jahrhunderts zusammengebaut sind (...)Alsterweiler zieht sich von Westen nach Osten, dem Bächlein Alster entlang und ist von zwei Hügelrücken eingeschlossen, einem nördlichen vom Wetterkreuz kommend und einem südlichen vom Breitenberg auslaufend.
Anmerkungen Anmerkungen fehlen
Diese_Quelle Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Zitate
Quelle 1. Abschnitt Gesamtenticklung nach Zeiträumen 1.Urzeit bis 1525 a.Lage des Dorfes
ZIT Nicht verfügbar.
Sammlung Zitat
Schlagwort Doppeldorf · Alsterbach
KAT Nicht verfügbar.
Kategorie_Fest Kategorie:Alsterweiler
Weiterleitung Seite, auf die verwiesen werden soll Nicht verfügbar.

Matthias C.S. Dreyer.

Zitat (Seite14)

Zitat Maikammer gehörte nun zum Hochstift Speyer und unterstand dem Oberamt Kirrweiler, dessen Schicksale es im Großen und Ganzen auch teilte. Der Oberamtmann wohnte bis 1460 auf der Kestenburg, dann nahm er seinen Sitz zu Kirrweiler im bischöflichen Schloß (dem heutigen Schulhaus). Zum Oberamt Kirrweiler gehörten noch Diedesfeld, St. Martin Venningen, Großfischlingen, Freimersheim, Gemsheim, Weiher, Hambach, die Rietburg, die Kestenburg und die Spangenburg. Es unterstanden ihm noch die Ämter Edesheim, Deidesheim und Marientraut bei Hanhofen. Der Bischof von Speyer hatte über seine Untertanen die Rechte wie ein König. Er besaß die hohe und peinliche Gerichtsbarkeit, das Recht der Steuer und das Kriegsrecht. Seine Verordnungen über Kirche und Schule galten für die ganze Diözese Speyer.
Anmerkungen Keine
Diese_Quelle Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Zitate
Quelle Leonhardt_(1928)
ZIT Nicht verfügbar.
Sammlung Zitat
Schlagwort Oberamt Kirrweiler · Schloß Kirrweiler · Kirrweiler (Pfalz) · Gerichtsbarkeit · Steuer · Kriegsrecht
KAT Oberamt
Kategorie_Fest Kategorie:Alsterweiler
Weiterleitung Seite, auf die verwiesen werden soll LA Sp F 14 Nr.2798a · LA Sp U 103 Nr.2

Matthias C.S. Dreyer.


Zitat (Seite 43)

Zitat Da ein Mädchen von hier namens Apollonia Anstand als Laienschwester im Kloster der Franziskanerinnen in Speyer war, flohen die Schwestern dieses Klosters 1689 nach Alsterweiler, wo sie ein Haus besaßen.
Anmerkungen Es könnte sich entweder um Apollonia geb. 1626 (Vater Adam Anstatt<<121>>) handeln oder um Klara Apollonia (Vater Johann Balthasar Anstatt<<123>> geb. 1677).[1].
Diese_Quelle Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Zitate
Quelle Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Zitate
ZIT Seite 43
Sammlung Zitat
Schlagwort Krieg 1689 · 1689 · Alsterweiler Hofgut (Kloster St. Klara Speyer) · Deckelgasse Nr.06 · Deckelgasse Nr.08 · Apollonia Anstatt
KAT Nicht verfügbar.
Kategorie_Fest Kategorie:Alsterweiler
Weiterleitung Seite, auf die verwiesen werden soll Nicht verfügbar.

Matthias C.S. Dreyer.


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Zitat Am 19. Mai zog der „Oberst" Blenker von Worms mit 4000 Mann die mit alten Waffen, Sensen und Mistgabeln ausgerüstet waren, nachts von Neustadt nach Landau, um diese Festung zu nehmen. Der Angriff endete aber kläglich. Die rechtsmäßigen Beamten der Regierung und der Landkommissariate (Bezirksämter) flohen zum Teil, doch alle wurden abgesetzt und durch Anhänger der Freiheitsbewegung ersetzt. Für Landau wurde Literat Schneider von Edenkoben Zivilkommissär. Gemeinde- und Staatsbeamte, die ihr Amt erhalten wollten, mußten den Eid auf die Reichsverfassung schwören. Der provisorischen Regierung mußten sie erklären: „Ich verpflichte mich den Anordnungen der provisorischen Regierung Folge zu leisten!" Auf Pfingsten (27. und 28. Mai) hausten die Freischaren hier und Umgebung. Sie waren geführt von dem fahnenflüchtigen Leutnant Joh. Ernst Willich von der Insel Rügen. Er nahm am Pfingstmontage im Pfarrhause Quartier und zwang Pfarrer Weckesser den Eid auf die Verfassung zu schwören. Er ließ sich einige Tage aufwarten und von Fräulein Weckesser die Kleider flicken. In seiner Begleitung war viel Gesindel, besonders von Edenkoben, das sich hier einquartierte. Das Königslied „Domine salvum fac regem" durfte nach dem Hochamte nicht mehr gesungen werden. Lehrer M ü l l e r von Alsterweiler wettete am Pfingstmontag beim Frühschoppen in der „Krone", daß er nach dem Amte das Königslied singen werde, auch wenn die Freischaren es hören würden. Er sang es, wurde aber am nächsten Tage von Willich verhaftet und nach Kaiserslautern abgeführt. Als Pfarrer Weckesser im Pfarrhause belästigt wurde und er gar vom Altar weggeholt werden sollte, eilten die Bauern von Alsterweiler mit Sensen und Dreschflegeln zu Hilfe. Damals soll der Spruch entstanden sein: „Weg do newe, weg do newe, for unsern Parre lossen mer unser Lewe."
Anmerkungen Keine
Diese_Quelle Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Zitate
Quelle Leonhardt_(1928)
ZIT „Ich verpflichte mich den Anordnungen der provisorischen Regierung Folge zu leisten!"
Sammlung Zitat
Schlagwort 1849 · 1850 · Aufstand · Krone
KAT Aufstand
Kategorie_Fest Kategorie:Alsterweiler
Weiterleitung Seite, auf die verwiesen werden soll Anklag-Akt 1850 · Domine salvum fac regem · Zur Krone

Matthias C.S. Dreyer.


Zitat (Seite 32)

Zitat Am 28. Februar 1784 war es so kalt, wie es keinem Menschen gedachte.
Anmerkungen Ursache für diese Kälte waren Aschewolken des Vulkanausbruchs auf Island (Móðuharðindin (isländisch etwa für: Not mit dem Nebel)). Sie verdunkelten den Himmel, so daß die Temperaturen drastisch sanken. Die Katastrophe machte sich in den Jahren 1783 und 1784 in ganz Europa bemerkbar. Der Vulkanausbrach der Lakikrater begann am 8. Juni 1783 und dauerte bis zum 7. Februar 1784[2]. Wegen des Ausbruchs kam es weltweit zu Missernten und in der Folge auch zu Massensterben.
Diese_Quelle Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Zitate
Quelle Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Zitate
ZIT Nicht verfügbar.
Sammlung Zitat
Schlagwort Unwetter · 1783-1784 · Vulkanausbruch · Laki-Krater · Missernten
KAT Nicht verfügbar.
Kategorie_Fest Kategorie:Alsterweiler
Weiterleitung Seite, auf die verwiesen werden soll Nicht verfügbar.

Matthias C.S. Dreyer.



Zitat Nun sollte auch der Wunsch der Bürger von Alsterweiler erfüllt werden. Zuerst war das Schlößchen als Schulhaus in Aussicht genommen, dann aber beschloß man zu bauen, kam aber erst 1829 dazu. Baumeister war die Firma Waldschmitt und Hornbach von Venningen. Das Haus kostete 3988 fl., die Nebengebäude 450 fl.
Anmerkungen Anmerkungen fehlen
Diese_Quelle Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Zitate
Quelle Leonhardt (1928)
ZIT Nicht verfügbar.
Lizenz
ohne
Sammlung Zitat
Schlagwort Schule · Alsterweiler · Bau · 1829
KAT Nicht verfügbar.
Kategorie_Fest Kategorie:Alsterweiler
Weiterleitung Seite, auf die verwiesen werden soll Alsterweiler Schulhaus

Matthias C.S. Dreyer.




Zitat Das Patronatsrecht hatte von Anfang an der Bischof von Speyer, der es als Lehen dem Grafen von Leiningen übertrug. Um das Jahr 1265 hatte der Ritter Reinhard von Hoinecken das Patronatsrecht als Afterlehen. Bischof Heinrich 2., Graf von Leiningen (1245—72) übertrug das Recht dem 1262 nach Edenkoben verlegten Kloster Heilsbruck, das es zum erstenmal nach dem Ableben des erwähnten Pastors Wernher ausüben durfte (1274) . 54) 43) Nach Aufhebung des Klosters Heilsbruck im Jahre 1560 erhielt dessen Nachfolger, die Kurpfalz, das Präsentationsrecht. Nach der französischen Revolution und der Wiedererrichtung des Bistums wurde Maikammer eine sog. königliche Pfarrei. Patrone der Kirche waren von jeher die hl. Kosmas und Damian.
Anmerkungen Keine
Diese_Quelle Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Zitate
Quelle Leonhardt_(1928)
ZIT Nicht verfügbar.
Sammlung Zitat
Schlagwort Bischof von Speyer · Reinhard von Hohenecken · Patronatsrecht · Afterlehen · Heinrich II. von Leiningen · Kloster Heilsbruck · Pastor Wernher · Kurpfalz · Präsentationsrecht
KAT Patronatsrecht
Kategorie_Fest Kategorie:Alsterweiler
Weiterleitung Seite, auf die verwiesen werden soll Kredenburg · Kropsburg · Kloster Heilsbruck

Matthias C.S. Dreyer.




Zitat Viele Verwirrung und Erbitterung brachte der Schulstreit 1848-49. Rongeanismus (1845) und Altkatholizismus (1870) fanden hier Anhänger, ersterer nur wenige, aber letzterer eine ganze Reihe. 90 unterschrieben die Döllingeradresse. Da Pfarrer Herres in der Folge Altkatholiken das katholische Begräbnis und ihren Kindern die Taufe verweigerte, wurde er heftig angegriffen. Was Herres nicht tun wollte, besorgte der abgefallene Priester Peter Kühn, der von Alsterweiler stammte und in dieser Zeit eine traurige Rolle spielte. (Kühn war bis 1882 altkatholischer Seelsorger zu Landau (wohl Landau in der Pfalz), studierte dann zu Straßburg und München Geschichte und Philologie, wurde 1888 geistesgestört und starb am 21. Juli 1892 in der Anstalt zu Klingenmünster, nachdem er kurz vor seinem Tode in lichten Augenblicken dem Hausgeistlichen erklärte, daß er alles bereue, und die Lossprechung empfangen hatte.)
Anmerkungen Keine
Diese_Quelle Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Zitate
Quelle Leonhardt_(1928)
ZIT Nicht verfügbar.
Sammlung Zitat
Schlagwort Peter Kühn · Altkatholizismus · Rongeanismus · Schulstreit
KAT Priester
Kategorie_Fest Kategorie:Alsterweiler
Weiterleitung Seite, auf die verwiesen werden soll Peter Kühn · Pfarrer

Matthias C.S. Dreyer.



Zitat 1535 schließt er einen Vertrag mit den Gemeinden Alsterweiler und Maikammer wegen des Wasserlaufs von der Spring durch das Alsterweiler Tälchen. 15) (gemeint ist Viax von Oberstein)
Anmerkungen Anmerkungen fehlen
Diese_Quelle Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Zitate
Quelle Leonhardt_(1928)
ZIT Nicht verfügbar.
Sammlung Zitat
Schlagwort Vertrag · Wasserlauf · Spring · Tälchen · Viax von Oberstein
KAT Viax von Oberstein
Kategorie_Fest Kategorie:Alsterweiler
Weiterleitung Seite, auf die verwiesen werden soll LA Sp D 1 Nr.63

Matthias C.S. Dreyer.


Zitat (Seite111 Absatz8)

Zitat Die Mühle im Klausental wurde von dem Wasser des kleinen Hitschbaches getrieben. Jedenfalls war dort ein Staubecken und ein oberschlächtiges Mühlrad. Über ihre langsame Tätigkeit erzählt man sich hier: Einmal schüttete der Müller am Morgen auf und ging über Land. Spät am Abend kehrte er zurück. Als er beim Nachtessen saß, ertönte plötzlich die Glocke der leergelaufenen Mühle. Darüber wurde er unwillig, weil die Mühle schon „so rasch" leergelaufen war und ihn beim Essen störte.
Anmerkungen siehe auch unter Anekdoten (Alsterweiler).
Diese_Quelle Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Zitate
Quelle Leonhardt_(1928)
ZIT Mühle · Klausental · Hitschbach · Staubecken · Mühlrad · Müller · Glocke
Sammlung Zitat
Schlagwort Mühle · Klausental · Glocke · Hitschbach · Mühlrad · Klausentaler Mühle
KAT Klausental
Kategorie_Fest Kategorie:Alsterweiler
Weiterleitung Seite, auf die verwiesen werden soll Nicht verfügbar.

Matthias C.S. Dreyer.

Zitat (Seite111 Absatz9)

Zitat Die Mühle wurde im Jahre 1621 von den Mansfeldschen Truppen „ganz und gar verderbt und abgebrochen" und nicht mehr aufgebaut.(Quelle Nr.28).
Anmerkungen Keine
Diese_Quelle Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Zitate
Quelle Leonhardt_(1928)
ZIT Mansfeldsche Truppen · Mühle
Sammlung Zitat
Schlagwort Mühle · Klausental
KAT Klausental
Kategorie_Fest Kategorie:Alsterweiler
Weiterleitung Seite, auf die verwiesen werden soll GLA Ka 78 Nr.1072

Matthias C.S. Dreyer.


Zitat (Seite117)

Zitat Eine kleine Streitigkeit mit der Gräfin Margarete von Oberstein wurde durch Vertrag vom 26. Mai 1594 geschlichtet. Die von Oberstein hatten nämlich außer ihrer ihnen zustehenden Weidgerechtigkeit eine Schafherde mit eigenem Hirten gehalten. Dagegen beschwerten sich die Geraidegenossen. Nun wurde ein Vergleich geschlossen, nach welchem der Frau v. Oberstein und ihrem Sohne „aus gutem nachbarlichen Willen und dienstlichen Gefallen" gestattet wurde, so lange beide lebten, eine Schafherde von 150 Schafen allein in Winterszeiten von Martini bis Ostern in den Geraidewald zu treiben (Quelle Nr.66).
Anmerkungen Keine
Diese_Quelle Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Zitate
Quelle Leonhardt_(1928)
ZIT Schaftrieb
Sammlung Zitat
Schlagwort Schaftrieb · Haingeraide
KAT Kredenburg
Kategorie_Fest Kategorie:Alsterweiler
Weiterleitung Seite, auf die verwiesen werden soll LA Sp U 103 Nr.302

Matthias C.S. Dreyer.

Zitat (Seite136)

Zitat Die hiesige Gemeinde hatte im Mai 60 fl. Maibed-, im Herbst 76 fl. 54 Kreuzer 2 Pfennig Herbstbedgeld zu zahlen. Dazu kamen 11/2 fl. Atzgeld, 7 fl. Rindfleischgeld und 3 fl. Schenkgeld.
Anmerkungen Keine
Diese_Quelle Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Zitate
Quelle Leonhardt_(1928)
ZIT Abgaben
Sammlung Zitat
Schlagwort Bed · Maibed · Herbstbed · Rindfleischgeld · Atzgeld · Schenkgeld
KAT Abgaben
Kategorie_Fest Kategorie:Alsterweiler
Weiterleitung Seite, auf die verwiesen werden soll Bede

Matthias C.S. Dreyer.

Zitat (Seite143)

Zitat Schon vorher und natürlich jetzt noch mehr übernahmen sog. Weinmakler die Vermittelung des Weingeschäftes. Als sog. Trinkgeld wurde 1/2 bis 2 Kronentaler (2 Gulden 42 Kreuzer) je nach der Menge gezahlt. 1851 wurde die Stelle des Eichmeister/Eichers alljährlich besetzt, einer für Maikammer und einer für Alsterweiler, zwei Drittel der Gebühren fielen dem Eichmeister, ein Drittel der Gemeinde zu.
Anmerkungen Keine
Diese_Quelle Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Zitate
Quelle Leonhardt_(1928)
ZIT Weinsticher
Sammlung Zitat
Schlagwort Weinsticher · Eichmeister · Einnahme · Weingeschäft · Trinkgeld · Gebühr · Weinmakler
KAT Nicht verfügbar.
Kategorie_Fest Kategorie:Alsterweiler
Weiterleitung Seite, auf die verwiesen werden soll Weinwirtschaft

Matthias C.S. Dreyer.


Werke

1

  1. Schäfer/Stöckl (2015)
  2. Zu den Daten siehe wikipedia.de unter Laki-Krater

Referenzierungen

  1. ^  Leonhardt, Johannes (1928)
    Autoren sind Pflichtangabe, ggf. N.N.
    Titel: Geschichte von Maikammer=Alsterweiler.
    Kein Schlüssel angegeben.
    Die Zuordnung zu einer Seite fehlt.
    Kein Zitat angegeben.
    Übertragung: nicht erforderlich
    Anmerkung: Die gültige Referenz zur Geschichte von Maikammer und Alsterweiler.
    Schlagwort: Alsterweiler · Geschichte
    Quelle: Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
    Erscheinungsjahr: 1928
    Stufe: 6
    Sammlung: Buch · Alsterweiler
    Ein Link fehlt.
    Eine PDF-Angabe fehlt.
    WIKI: Johannes Leonhardt