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Zu dieser Zeit war [[Franz Jakob Hildenbrand]] [[Frühmesser]] und [[Johann Philipp Gödecke]] war [[Pfarrer]] in Maikammer<ref group=anm>Leonhardt/Damm/Treptow (1986), Seite 67: Johann Georg (geb. 1723) und Johann Adam (geb. 1734) Söhne des Winzers und Gerichtsschöffen Johann Heinrich Hildenbrand dienten in der Mitte des 18. Jahrhunderts im französischen Heere. Johann Georg brachte es zum Hauptmann in dem französischen Reiterregiment von Anhalt. Er starb, nachdem er von dem Dienst zurückgetreten war, im Jahre 1772. Johann Adam war Hauptmann in einem elsässischen Regiment und fand am 8. Januar des gleichen Jahres durch Schiffbruch im Mittelländischen Meere seinen Tod. Sie wurden beide in Maikammer begraben. Bei Aufhebung des alten Kirchhofs kam ihr Grabstein, auf welchem auch ein jüngerer Bruder Franz Jakob verzeichnet ist, in das frühere elterliche Haus, jetzt im Besitze von Herrn Ökonomierat Albert Spies. Johann Heinrich Hildenbrand baute das Haus 1745 einstöckig und 1754 zweistöckig. Bei Räumungsarbeiten fand Herr Spies die Grabplatte und ließ sie in seinem Garten aufstellen. Sie ist aus Sandstein und trägt über der Inschrift das Kreuz der Ehrenlegion. Johann Heinrich Hildenbrand war von 1734 bis 1754 Schöffe beim Gemeindegericht, seine Frau Barbara soll aus dem Edesheimer Schloß stammen. Sie hatten viele Kinder. Johann Adam wollte bei seiner Todesfahrt auf dem Mittelländischen Meer seine Braut auf der Insel Korsika besuchen.</ref><ref group=anm>Pfarrer in der Zeit von 1755-1787 war Johann Philipp Gödecke; er war auch Dekan, unter ihm wurde die Kirche gebaut, Leonhardt/Damm/Treptow (1986), Seite 215</ref>. In den Schriftstücken wird Grundbesitz in [[Alsterweiler]] erwähnt. | Zu dieser Zeit war [[Franz Jakob Hildenbrand]] [[Frühmesser]] und [[Johann Philipp Gödecke]] war [[Pfarrer]] in Maikammer<ref group=anm>Leonhardt/Damm/Treptow (1986), Seite 67: Johann Georg (geb. 1723) und Johann Adam (geb. 1734) Söhne des Winzers und Gerichtsschöffen Johann Heinrich Hildenbrand dienten in der Mitte des 18. Jahrhunderts im französischen Heere. Johann Georg brachte es zum Hauptmann in dem französischen Reiterregiment von Anhalt. Er starb, nachdem er von dem Dienst zurückgetreten war, im Jahre 1772. Johann Adam war Hauptmann in einem elsässischen Regiment und fand am 8. Januar des gleichen Jahres durch Schiffbruch im Mittelländischen Meere seinen Tod. Sie wurden beide in Maikammer begraben. Bei Aufhebung des alten Kirchhofs kam ihr Grabstein, auf welchem auch ein jüngerer Bruder Franz Jakob verzeichnet ist, in das frühere elterliche Haus, jetzt im Besitze von Herrn Ökonomierat Albert Spies. Johann Heinrich Hildenbrand baute das Haus 1745 einstöckig und 1754 zweistöckig. Bei Räumungsarbeiten fand Herr Spies die Grabplatte und ließ sie in seinem Garten aufstellen. Sie ist aus Sandstein und trägt über der Inschrift das Kreuz der Ehrenlegion. Johann Heinrich Hildenbrand war von 1734 bis 1754 Schöffe beim Gemeindegericht, seine Frau Barbara soll aus dem Edesheimer Schloß stammen. Sie hatten viele Kinder. Johann Adam wollte bei seiner Todesfahrt auf dem Mittelländischen Meer seine Braut auf der Insel Korsika besuchen.</ref><ref group=anm>Pfarrer in der Zeit von 1755-1787 war Johann Philipp Gödecke; er war auch Dekan, unter ihm wurde die Kirche gebaut, Leonhardt/Damm/Treptow (1986), Seite 215</ref>. In den Schriftstücken wird Grundbesitz in [[Alsterweiler]] erwähnt. | ||
| − | Fol. 5 enthält ein Schreiben des Pfarrers an den | + | Fol. 5 enthält ein Schreiben des Pfarrers an den [[Frühmesser]] [[Franz Jakob Hildenbrand]]. Darin teilt der Pfarrer mit, daß es bei der gemäß Verordnung von Bischof Hutten angwiesenen Aufteilung der Spendengelder bleibe. |
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Stiftung zweier Anniversarien (Jahrtage) samt einer ewigen Ampel am Muttergottesaltar in der Pfarrkirche Maikammer durch die ein Haus in Alsterweiler besitzende Witwe des Registrators Vetter aus Mannheim. | Stiftung zweier Anniversarien (Jahrtage) samt einer ewigen Ampel am Muttergottesaltar in der Pfarrkirche Maikammer durch die ein Haus in Alsterweiler besitzende Witwe des Registrators Vetter aus Mannheim. | ||
==Erkenntnisse aus dieser Urkunde== | ==Erkenntnisse aus dieser Urkunde== | ||
| − | Der Registrator (unbekannt) Vetter besaß in [[Alsterweiler]] ein Anwesen mit Hof, Scheune und Garten. Nach seinem Tod stiftete seine Witwe, die weiterhin den Besitz in Alsterweiler innehatte, zwei Anniversarien mit einer ewigen Ampel. | + | Der Registrator (unbekannt) Vetter besaß in [[Alsterweiler]] ein Anwesen mit Hof, Scheune und Garten. Nach seinem Tod stiftete seine Witwe, die weiterhin den Besitz in Alsterweiler innehatte, zwei Anniversarien mit einer [[Ewige Ampel|ewigen Ampel]]. |
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Version vom 18. November 2024, 16:40 Uhr
Gebiet: Maikammer
Zeitraum: 1772
Grad: Unvollständig
Kategorie:
| Merkmal | Eintrag |
|---|---|
| Nummer | LA Sp D 2 Nr.412/16 |
| Archiv | Landesarchiv Speyer |
| Bestand | Hochstift Speyer |
| Best.Verz. | D 2 |
| Titel | Stiftung zweier Anniversarien samt Ampel. |
| Inhalt | Stiftung - Schriftverkehr |
| Umfang | 7 fol. |
| Aussteller | Vetter |
| Ausstellungsort | Fehlt |
| Empfänger | Vicariat |
| Siegler | Fehlt |
| Datum | 1772 |
| Ausstellungsjahr | Unbekannt |
| Ausstellungstag | Unbekannt |
| Regest | ja |
| Text-Original | ja |
| Text-Übertragung | ja |
| Weitere Personen | Franz Jakob Hildenbrand · Fehlt · Fehlt · Fehlt |
| Erwähnung in | N/A |
| CMS | Fehlt |
| Zitat | Zitat fehlt |
| Schlagwort |
Maikammer · Alsterweiler · Vetter · Mannheim · Witwe · ewige Ampel |
| Sammlung |
Urkunde · Maikammer · Alsterweiler · Stiftung |
Die Vorlage hat ausgefüllt: /2024-11-18
Die Urkunde trägt den Titel: Die Stiftung zweyer Jahrtägen samt einer ewig Ampel betreffend. Es handelt sich um den Schriftverkehr zwischen der Stifterin, der Registratorwitwe[anm 1][anm 2] Vetter aus Mannheim, sowie dem Pfarrer von Maikammer einerseits und dem Vicariat in Speyer andererseits1. Zu dieser Zeit war Franz Jakob Hildenbrand Frühmesser und Johann Philipp Gödecke war Pfarrer in Maikammer[anm 3][anm 4]. In den Schriftstücken wird Grundbesitz in Alsterweiler erwähnt.
Fol. 5 enthält ein Schreiben des Pfarrers an den Frühmesser Franz Jakob Hildenbrand. Darin teilt der Pfarrer mit, daß es bei der gemäß Verordnung von Bischof Hutten angwiesenen Aufteilung der Spendengelder bleibe.
Eingesehen am 12.November 2024 im Landesarchiv Speyer.
Übertragung
Übertragung: Matthias C.S. Dreyer 2020
Vollständiger Text - Edition
EDITION [Beginn der Übertragung.] fol. 1r
fol. 5r
An
den Frühmesser Franz Jakob Hildenbrand zu Maykammern vom 1ten März 1773
Exped.
Auf selben anhero geschehene Anzeige bleibet dem selben zum Verhalt, daß es beyder unter Emmo ab Hutten p: N: ergangenen Verordnung in betreff dar höher als 30 kr gestiftet werdenden Seelmeßen sein ledigliches verbleiben habe.
Regest
Stiftung zweier Anniversarien (Jahrtage) samt einer ewigen Ampel am Muttergottesaltar in der Pfarrkirche Maikammer durch die ein Haus in Alsterweiler besitzende Witwe des Registrators Vetter aus Mannheim.
Erkenntnisse aus dieser Urkunde
Der Registrator (unbekannt) Vetter besaß in Alsterweiler ein Anwesen mit Hof, Scheune und Garten. Nach seinem Tod stiftete seine Witwe, die weiterhin den Besitz in Alsterweiler innehatte, zwei Anniversarien mit einer ewigen Ampel.
Franz Jakob Hildenbrand war Frühmesser (Benefiziar).
NN. Vetter war bereits verstorben, sein Grab war in der Kirche von Maikammer (ad tumbam).
Weblinks
Literatur
Einzelnachweise
Anmerkungen
- ↑ Registrator ist der Leiter einer Registratur - Verwaltung des gesamten Schriftverkehrs einer Verwaltungseinrichtung.
- ↑ Die Witwe eines Registrators Vetter, der in Mannheim beschäftigt war.
- ↑ Leonhardt/Damm/Treptow (1986), Seite 67: Johann Georg (geb. 1723) und Johann Adam (geb. 1734) Söhne des Winzers und Gerichtsschöffen Johann Heinrich Hildenbrand dienten in der Mitte des 18. Jahrhunderts im französischen Heere. Johann Georg brachte es zum Hauptmann in dem französischen Reiterregiment von Anhalt. Er starb, nachdem er von dem Dienst zurückgetreten war, im Jahre 1772. Johann Adam war Hauptmann in einem elsässischen Regiment und fand am 8. Januar des gleichen Jahres durch Schiffbruch im Mittelländischen Meere seinen Tod. Sie wurden beide in Maikammer begraben. Bei Aufhebung des alten Kirchhofs kam ihr Grabstein, auf welchem auch ein jüngerer Bruder Franz Jakob verzeichnet ist, in das frühere elterliche Haus, jetzt im Besitze von Herrn Ökonomierat Albert Spies. Johann Heinrich Hildenbrand baute das Haus 1745 einstöckig und 1754 zweistöckig. Bei Räumungsarbeiten fand Herr Spies die Grabplatte und ließ sie in seinem Garten aufstellen. Sie ist aus Sandstein und trägt über der Inschrift das Kreuz der Ehrenlegion. Johann Heinrich Hildenbrand war von 1734 bis 1754 Schöffe beim Gemeindegericht, seine Frau Barbara soll aus dem Edesheimer Schloß stammen. Sie hatten viele Kinder. Johann Adam wollte bei seiner Todesfahrt auf dem Mittelländischen Meer seine Braut auf der Insel Korsika besuchen.
- ↑ Pfarrer in der Zeit von 1755-1787 war Johann Philipp Gödecke; er war auch Dekan, unter ihm wurde die Kirche gebaut, Leonhardt/Damm/Treptow (1986), Seite 215
Zitate
Urkunden
Begriffe
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Referenzierungen
- ^ Titel: Geschichte von Maikammer=Alsterweiler.
Schlüssel: Geschichte von Maikammer=Alsterweiler/Alsterweiler/151bis180#Seite_177/1
Seite: Seite_177/1
Zitat: 1772 stiftete die Registratorswitwe Vitterine von Mannheim, die in Alsterweiler Haus, Hof und Güter hatte, 50 Gulden für eine ewige Ampel, welche Samstag morgens beim Betglockläuten angezündet und abends beim Betglockläuten ausgelöscht werden sollte.
Übertragung: Eine Übertragung fehlt.
Es gibt keine Anmerkung.
Es gibt keine Notes.
Schlagwort: Vitterine von Mannheim · Alsterweiler · ewige Ampel · Betglocke · Registrator · Witwe
Quelle:
Vorkommnis: Ein Datum für das Vorkommnis fehlt.
Vorkommnistag: Eine Tagesangabe (Vorkommnistag) fehlt.
Stufe: 6
Sammlung: Alsterweiler · Vitterine von Mannheim
LINK: Alsterweiler
Eine urn fehlt.
Eine PDF-Angabe fehlt.
WIKI: Alsterweiler