Die Seite für Alsterweiler von Matthias C.S. Dreyer u.a.
Grabmal Oberstein: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | + | Das [[Art:Bauwerk::Grabmal| ]][[Grabmal Oberstein]] der Ritter [[Oberstein]] steht heute an der Südseite der katholischen Kirche von [[Maikammer]] (Schulstraße). Es handelt sich wohl um mehrere Monumente. Zum einen die Grabplatten rechts und links und dazwischen das Doppelgrabmal aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts mit einem Aufsatz, der von zwei Pilastern begrenzt ist. {{Infobox Karte | |
| + | |Wert=49°18'19.7" 8°7'54.6" | ||
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Der obere Teil des mittigen Aufsatzes (abgerundet) gehört möglicherweise nicht zu einem der Grabmäler<ref group=web>Anmerkung [[user:matzinger|Matzinger]]: vermutet auch der Autor dieser Seite dr-bernhard-peter.de/Heraldik/seite38.htm / Abruf: 01. Dezember 2012</ref>. | Der obere Teil des mittigen Aufsatzes (abgerundet) gehört möglicherweise nicht zu einem der Grabmäler<ref group=web>Anmerkung [[user:matzinger|Matzinger]]: vermutet auch der Autor dieser Seite dr-bernhard-peter.de/Heraldik/seite38.htm / Abruf: 01. Dezember 2012</ref>. | ||
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==Grabplatten== | ==Grabplatten== | ||
<gallery widths=150px heights=150x perrow=7 caption="Grabmal Oberstein, Kredenburg / Grabplatten" showfilename> | <gallery widths=150px heights=150x perrow=7 caption="Grabmal Oberstein, Kredenburg / Grabplatten" showfilename> | ||
| − | Bild:Oberstein_Grabstein.jpg|Das Grabmal der Ritter [[Oberstein]] in [[Alsterweiler]] (jetzt Südseite der Kirche in Maikammer, Schulstraße), Aufnahme aus dem Jahre 1928<ref>Mader, Felix (1974) Die Kunstdenkmäler der Pfalz II. Stadt und Bezirksamt Landau. München, Berlin, Deutscher Kunstverlag, Seite 260f. [ | + | Bild:Oberstein_Grabstein.jpg|Das Grabmal der Ritter [[Oberstein]] in [[Alsterweiler]] (jetzt Südseite der Kirche in Maikammer, Schulstraße), Aufnahme aus dem Jahre 1928<ref>Mader, Felix (1974) Die Kunstdenkmäler der Pfalz II. Stadt und Bezirksamt Landau. München, Berlin, Deutscher Kunstverlag, Seite 260f. [literatur.matthias-dreyer.de/index.php?action=resourceView&id=87] Literaturverzeichnis / Letzter Abruf 01. Dezember 2012</ref>. |
Bild:Grabmal_oberstein_7.jpg|[[Viax von Oberstein]] in Ritterrüstung kniend in betender Haltung | Bild:Grabmal_oberstein_7.jpg|[[Viax von Oberstein]] in Ritterrüstung kniend in betender Haltung | ||
Bild:Grabmal_oberstein_grabplatte_rechts.jpg|[[Margarete von Dalheim]] in Ornat kniend in betender Haltung | Bild:Grabmal_oberstein_grabplatte_rechts.jpg|[[Margarete von Dalheim]] in Ornat kniend in betender Haltung | ||
| − | Bild:Grabmal_oberstein_34.jpg| Über dem mittleren Teil ist ein quadratischer Aufsatz. Zwei kleine Säulen mit Blattornamenten schließen zwei vollständige Wappen (links Wappen 1, rechts Wappen 10) mit Helm und Helmzeichen ein<ref>Leonhardt, J. (1909) Grabmal der Grafen von Oberstein zu Maikammer. IN Pfälzisches Museum, 26. Jahrgang. 9–13, Seite 12. [ | + | Bild:Grabmal_oberstein_34.jpg| Über dem mittleren Teil ist ein quadratischer Aufsatz. Zwei kleine Säulen mit Blattornamenten schließen zwei vollständige Wappen (links Wappen 1, rechts Wappen 10) mit Helm und Helmzeichen ein<ref>Leonhardt, J. (1909) Grabmal der Grafen von Oberstein zu Maikammer. IN Pfälzisches Museum, 26. Jahrgang. 9–13, Seite 12. [literatur.matthias-dreyer.de/index.php?action=resourceView&id=113] Literaturverzeichnis / Letzter Abruf 01. Dezember 2012</ref>. |
| − | Bild:Grabmal_oberstein_37.jpg|Darüber ist als Abschluß ein halbkreisförmiger Stein, dessen oberer Teil mit einem Fächerornament, der untere etwas verlängerte gerade Teil aber mit den Wappen 1, 11, 12 und 13 ausgefüllt ist. Über dem Wappen 1 (links) ist wieder Helm und Helmzeichen angebracht<ref>Leonhardt, J. (1909) Grabmal der Grafen von Oberstein zu Maikammer. IN Pfälzisches Museum, 26. Jahrgang. 9–13, Seite 12. [ | + | Bild:Grabmal_oberstein_37.jpg|Darüber ist als Abschluß ein halbkreisförmiger Stein, dessen oberer Teil mit einem Fächerornament, der untere etwas verlängerte gerade Teil aber mit den Wappen 1, 11, 12 und 13 ausgefüllt ist. Über dem Wappen 1 (links) ist wieder Helm und Helmzeichen angebracht<ref>Leonhardt, J. (1909) Grabmal der Grafen von Oberstein zu Maikammer. IN Pfälzisches Museum, 26. Jahrgang. 9–13, Seite 12. [literatur.matthias-dreyer.de/index.php?action=resourceView&id=113] Literaturverzeichnis / Letzter Abruf 01. Dezember 2012</ref> |
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Die Wappen sind in mehreren Beiträgen<ref group=lit><wikindx keyword=84/></ref> abgehandelt. | Die Wappen sind in mehreren Beiträgen<ref group=lit><wikindx keyword=84/></ref> abgehandelt. | ||
====Wappen auf dem Pfeiler links von Johann Friedrich von Oberstein==== | ====Wappen auf dem Pfeiler links von Johann Friedrich von Oberstein==== | ||
| − | Im Doppelgrab auf dem Pfeiler links von [[Johann Friedrich von Oberstein]] sind zu erkennen: | + | Im Doppelgrab auf dem Pfeiler links von [[Johann Friedrich von Oberstein]] sind die folgenden Wappen zu erkennen. Die Reihenfolge der Wappen ergibt sich für beide Seiten aus der Stufung: |
| + | * Mutter | ||
| + | * Großmutter Vaterseite | ||
| + | * Urgroßmutter Vaterseite | ||
| + | * Gromutter Mutterseite | ||
=====Wappen 1 (Johann Friedrich von Oberstein)===== | =====Wappen 1 (Johann Friedrich von Oberstein)===== | ||
{{Tabelle Grabmal | {{Tabelle Grabmal | ||
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|BildWappenbuch75x75px_1=[[Bild:Wappen_dalheim.jpg|75x75px|Wappen Dalheim]] | |BildWappenbuch75x75px_1=[[Bild:Wappen_dalheim.jpg|75x75px|Wappen Dalheim]] | ||
|BildWappenLeonhardt75x75=[[Bild:Wappen_leonhardt_dalheim.jpg|75x75px|Wappen Dalheim]] | |BildWappenLeonhardt75x75=[[Bild:Wappen_leonhardt_dalheim.jpg|75x75px|Wappen Dalheim]] | ||
| − | |Text=Das Vollwappen der Dalheim ( | + | |Text=Das Vollwappen der Dalheim (Dhalheim, auch: Talheim) nach Scheibler Nr. 229<ref>Scheibler, Freiherren von (unbekannt), ‹Wappenbuch: Scheiblersches Wappenbuch›, (Hg. Scheibler, von Freiherren, Seiten. (CMS 266), auch in: Alberti S. 823, Siebmacher Band: WüA Seite: 68 Tafel: 43, Rietstap/Rolland</ref>ist dargestellt als eine silbern-schwarz gespaltene Spitze in wechselnden Farben. Die zugehörige Helmzier mit schwarz-silbernen Decken ein silbern-schwarz übereck geteiltes Paar Büffelhörner. Henschel <ref>Henschel, Hans-Dietrich (1995), ‹Rauenberg und die Junker von Dalheim Kraichgau. Beiträge zur Landschafts- und Heimatforschung.› XIV (Band Seite(n): 107-125). (CMS 98).</ref> führt ein anderes Wappen für die Dalheim an, das im Lehenbuch des Bischoff Matthias (Rammung) von Speyer dargestellt ist. Auch Siebmacher<ref>(1605), ‹Siebmacher: Siebmachers Wappenbuch›, (Hg. Siebmacher, Johann, Seiten. (CMS 267).</ref> führt in seinem Wappenbuch ein anderes Schild (möglicherweise auch eine andere Familie) unter dem Namen Thalheim. |
|Name=von Dalheim | |Name=von Dalheim | ||
|Nummer=2 | |Nummer=2 | ||
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|Anmerkung2=./. | |Anmerkung2=./. | ||
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=====Wappen 2 (Johann Friedrich von Oberstein)===== | =====Wappen 2 (Johann Friedrich von Oberstein)===== | ||
{{Tabelle Grabmal | {{Tabelle Grabmal | ||
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|Nummer=4 | |Nummer=4 | ||
|Bezugsperson= die Großmutter des Verstorbenen: [[Walpurga von Schweinheim]] | |Bezugsperson= die Großmutter des Verstorbenen: [[Walpurga von Schweinheim]] | ||
| − | |Erläuterung=. | + | |Erläuterung=schräggestellte Fidel in einem mit Schindeln bestreuten Schild - in diesem Bild fehlen die Schindeln, die aber bei der zweiten Abbildung deutlich zu erkennen sind. [[#Wappen 1 (Margarete von Dalheim)]] |
| − | |Anmerkung1=./. | + | |Anmerkung1=Das Wappen kann zugeordnet werden. Es liegen folgende Deutungen nahe: 1. CONRAT VON SCHW[egenheim].<ref>siehe dazu: Debus, Karl Heinz (2013), ’Gesamtverzeichnis der Siegel im Gatterer-Apparat’, Koblenz (Hg. Andre, Elsbeth, (Veröffentlichungen der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz, Verlag der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz, Koblenz, Band/Ausgabe: 116,1 und 116,2) 723 und 376 Seiten. (CMS 693), Seite 210 Nr.915.</ref><ref group=anm>Anmerkung [[Matzinger]]: Die im Siegel fehlende Schrift wird mit [egenheim] für Schwegenheim ergänzt. Ich gehe aber davon aus, daß es sich um Konrad von Schweinheim handeln könnte, was auch ergänzbar wäre.</ref><br /> |
| − | |Anmerkung2=. | + | 2. Es könnte sich um ein Siegel der von Partenheim handeln. Auch für diese Familie ist eine Fidel nachgewiesen. Es handelt sich um Brant von Partenheim. Allerdings wird dazu ein Dreiecksschild angegeben<ref>Debus, Karl Heinz (2013), ’Gesamtverzeichnis der Siegel im Gatterer-Apparat’, Koblenz (Hg. Andre, Elsbeth, (Veröffentlichungen der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz, Verlag der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz, Koblenz, Band/Ausgabe: 116,1 und 116,2) 723 und 376 Seiten. (CMS 693), Seite 168 Nr.715</ref>. |
| + | |Anmerkung2=Eine Verbindung zu der Stadt Alzey liegt nahe. Sie führt ebenfalls eine schräggestellte Fidel im Wappen. Der Bezug könnte sich über die Burgmannen von Alzey ergeben, zu denen auch Konrad von Schweinheim zählte. | ||
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=====Wappen 3 (Johann Friedrich von Oberstein)===== | =====Wappen 3 (Johann Friedrich von Oberstein)===== | ||
{{Tabelle Grabmal | {{Tabelle Grabmal | ||
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|BildWappenLeonhardt75x75=[[Bild:Wappen_leonhardt_dalbingen.jpg|75x75px|Wappen Dalbingen]] | |BildWappenLeonhardt75x75=[[Bild:Wappen_leonhardt_dalbingen.jpg|75x75px|Wappen Dalbingen]] | ||
|Text=./. | |Text=./. | ||
| − | |Name=von | + | |Name=von Dillingen (Siersberg) |
|Nummer=5 | |Nummer=5 | ||
| − | |Bezugsperson= die Urgroßmutter des Verstorbenen: [[Gertrud von | + | |Bezugsperson= die Urgroßmutter des Verstorbenen: [[Gertrud von Dillingen]] |
|Erläuterung=./. | |Erläuterung=./. | ||
| − | |Anmerkung1=./. | + | |Anmerkung1=Das Geschlecht der [[Dillingen (Familienname)|Dillingen]] konnte ausgemacht werden. An anderer Stelle wird auch "von Düllingen" angegeben, was aber wohl ein Lesefehler sein dürfte<ref>Burgenlexikon Band III, Seite 224</ref>. Im Keller des Anwesens [[Hartmannstraße Nr.80]] soll sich ein Brunnen befinden, auf dem das Wappen angebracht ist<ref>Burgenlexikon III, Seite 224</ref>. Das Geschlecht der von Dillingen ist mit den [[Siersberg (Familienname)|Siersberg]] und den [[Kirkel (Familienname)|Kirkel]] verwandschaftlich verbunden. Dahingehend ist auch das Wappen zu interpretieren. Es handelt sich ursprünglich um das Wappen der Siersberg, vierlätziger Turnierkragen und dreigezackter Sparrenbalken. Der Turnierkragen in Blau und die Sparrenbalken in Rot. Das Geschlecht saß auf der Burg in [[Dillingen]]. |
| − | |Anmerkung2=./. | + | |Anmerkung2=Auf der Burg Kirkel war ein [[Oberstein]] als Keller eingesetzt. In den Werken zum Adel des Mittelalters ist einheitlich der Name Siersberg (nicht wie manchmal irrtümlich Siersburg) eingetragen. Die Siersberg sind auch Herren zu Kirkel und seit 1327 Herren zu Dillingen. Das Geschlecht beginnt im Jahre 1180 mit einem Arnold Herr zu Siersberg und endet mit Landwein Herr zu Dillingen in den Jahren 1554/1555. |
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=====Wappen 4 (Johann Friedrich von Oberstein)===== | =====Wappen 4 (Johann Friedrich von Oberstein)===== | ||
{{Tabelle Grabmal | {{Tabelle Grabmal | ||
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|BildWappenbuch75x75px_1=[[Bild:Wappen_Randeck.jpg|75x75px|Wappen Randeck]] | |BildWappenbuch75x75px_1=[[Bild:Wappen_Randeck.jpg|75x75px|Wappen Randeck]] | ||
|BildWappenLeonhardt75x75=[[Bild:Wappen_leonhardt_randeck.jpg|75x75px|Wappen Randeck]] | |BildWappenLeonhardt75x75=[[Bild:Wappen_leonhardt_randeck.jpg|75x75px|Wappen Randeck]] | ||
| − | |Text=Das Wappen zeigt: In Rot einen silbernen Balken, begleitet von 3 (2:1) silbernen Lilien. Die Helmzier: 2 rote Stierhörner mit silbernem Balken bezeichnet.<ref>Wolfert, Alfred F. (1986) Die Wappen im Lehnbuch des Kurfürsten Friedrich I. von der Pfalz - 1471 -. In: Wackerfuß, Winfried (Hrsg.), Beiträge zur Erforschung des Odenwaldes und seiner Randlandschaften, Breuberg-Neustadt | + | |Text=Das Wappen zeigt: In Rot einen silbernen Balken, begleitet von 3 (2:1) silbernen Lilien. Die Helmzier: 2 rote Stierhörner mit silbernem Balken bezeichnet.<ref>Wolfert, Alfred F. (1986) Die Wappen im Lehnbuch des Kurfürsten Friedrich I. von der Pfalz - 1471 -. In: Wackerfuß, Winfried (Hrsg.), Beiträge zur Erforschung des Odenwaldes und seiner Randlandschaften, Breuberg-Neustadt, Seite 311 und Tafel Nr. 6.</ref> |
|Name=von Randeck | |Name=von Randeck | ||
|Nummer=3 | |Nummer=3 | ||
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|BildWappenbuch75x75px_1=[[Bild:Grabmal_oberstein_23.jpg|75x75px|Wappen Cronberg]] | |BildWappenbuch75x75px_1=[[Bild:Grabmal_oberstein_23.jpg|75x75px|Wappen Cronberg]] | ||
|BildWappenLeonhardt75x75=[[Bild:Wappen_leonhardt_cronberg.jpg|75x75px|Wappen Cronberg]] | |BildWappenLeonhardt75x75=[[Bild:Wappen_leonhardt_cronberg.jpg|75x75px|Wappen Cronberg]] | ||
| − | |Text=Das Wappen ist geviert. Im Feld 1 steht in rot eine goldene Krone (Hinweis auf den sog. Kronenstamm), Feld 2 und 3 zeigen in silber vier blaue Eisenhütlein, Feld 4 ist wiederum rot. Auf dem Helm mit Decken steht eine schwarze Disteldolde. Im Scheiblerschen Wappenbuch sind die Felder gewendet dargestellt<ref> | + | |Text=Das Wappen ist geviert. Im Feld 1 steht in rot eine goldene Krone (Hinweis auf den sog. Kronenstamm), Feld 2 und 3 zeigen in silber vier blaue Eisenhütlein, Feld 4 ist wiederum rot. Auf dem Helm mit Decken steht eine schwarze Disteldolde. Im Scheiblerschen Wappenbuch sind die Felder gewendet dargestellt<ref>Scheibler, Freiherren von (unbekannt), ‹Wappenbuch: Scheiblersches Wappenbuch›, (Hg. Scheibler, von Freiherren, (CMS 266).</ref>. Das Wappen ist dem sog. Kronenstamm der Kronberg zuzordnen. |
|Name=von Cronberg | |Name=von Cronberg | ||
|Nummer=8 | |Nummer=8 | ||
| Zeile 228: | Zeile 239: | ||
|BildWappenbuch75x75px_1=[[Bild:Wappen_oberstein_ingeram 251.jpg|75x75px|Wappen Oberstein (Löwe)]] | |BildWappenbuch75x75px_1=[[Bild:Wappen_oberstein_ingeram 251.jpg|75x75px|Wappen Oberstein (Löwe)]] | ||
|BildWappenLeonhardt75x75=[[Bild:Wappen_leonhardt_oberstein.jpg|75x75px|Wappen Oberstein]] | |BildWappenLeonhardt75x75=[[Bild:Wappen_leonhardt_oberstein.jpg|75x75px|Wappen Oberstein]] | ||
| − | |Text=Darstellung auf der Grabplatte (schwarz-weiß) als gedrehtes Wappen. Das Vollwappen der "Herren von Oberstey" aus dem Ingeram-Codex (251)<ref> | + | |Text=Darstellung auf der Grabplatte (schwarz-weiß) als gedrehtes Wappen. Das Vollwappen der "Herren von Oberstey" aus dem Ingeram-Codex (251)<ref>(1459), ‹Ingeram-Codex: Codex Cotta›, (Hg. Albrecht, IV. von österreich, Herzog, Seiten. (CMS 265).</ref>: Ein golden gekrönter roter Löwe. Helmzier ein roter, golden gekrönter Löwenrumpf zwischen zwei Federstößen aufstrebend, Helmdecken rot. |
|Name=von Oberstein | |Name=von Oberstein | ||
|Nummer=1 | |Nummer=1 | ||
| Zeile 260: | Zeile 271: | ||
|BildWappenbuch75x75px_1=[[Bild:Wappen_Randeck.jpg|75x75px|Wappen Randeck]] | |BildWappenbuch75x75px_1=[[Bild:Wappen_Randeck.jpg|75x75px|Wappen Randeck]] | ||
|BildWappenLeonhardt75x75=[[Bild:Wappen_leonhardt_randeck.jpg|75x75px|Wappen Randeck]] | |BildWappenLeonhardt75x75=[[Bild:Wappen_leonhardt_randeck.jpg|75x75px|Wappen Randeck]] | ||
| − | |Text=Das Wappen zeigt: In Rot einen silbernen Balken, begleitet von 3 (2:1) silbernen Lilien. Die Helmzier: 2 rote Stierhörner mit silbernem Balken bezeichnet.<ref>Wolfert, Alfred F. (1986) Die Wappen im Lehnbuch des Kurfürsten Friedrich I. von der Pfalz - 1471 -. In: Wackerfuß, Winfried (Hrsg.), Beiträge zur Erforschung des Odenwaldes und seiner Randlandschaften, Breuberg-Neustadt | + | |Text=Das Wappen zeigt: In Rot einen silbernen Balken, begleitet von 3 (2:1) silbernen Lilien. Die Helmzier: 2 rote Stierhörner mit silbernem Balken bezeichnet.<ref>Wolfert, Alfred F. (1986) Die Wappen im Lehnbuch des Kurfürsten Friedrich I. von der Pfalz - 1471 -. In: Wackerfuß, Winfried (Hrsg.), Beiträge zur Erforschung des Odenwaldes und seiner Randlandschaften, Breuberg-Neustadt, Seite 311 und Tafel Nr. 6.</ref> |
|Name=von Randeck | |Name=von Randeck | ||
|Nummer=? | |Nummer=? | ||
| Zeile 274: | Zeile 285: | ||
Wappen unten Nr.4 | Wappen unten Nr.4 | ||
|BildWappenGrabmal150x175px=[[Bild:Grabmal_oberstein_49.jpg|150x175px]] | |BildWappenGrabmal150x175px=[[Bild:Grabmal_oberstein_49.jpg|150x175px]] | ||
| − | |BildWappenbuch75x75px_1=[[Bild: | + | |BildWappenbuch75x75px_1=[[Bild:person.jpg|75x75px|Wappen ]] |
| − | |BildWappenLeonhardt75x75=[[Bild: | + | |BildWappenLeonhardt75x75=[[Bild:person.jpg|75x75px|Wappen ]] |
|Text=Das Wappen der von [[Randeck]]. Das GeschIecht führt das Wappen des .... | |Text=Das Wappen der von [[Randeck]]. Das GeschIecht führt das Wappen des .... | ||
|Name=von | |Name=von | ||
| Zeile 295: | Zeile 306: | ||
oben Nr. 1 | oben Nr. 1 | ||
|BildWappenGrabmal150x175px=[[Bild:Grabmal_oberstein_51.jpg|150x175px|Wappen Schweinheim (Fidel)]] | |BildWappenGrabmal150x175px=[[Bild:Grabmal_oberstein_51.jpg|150x175px|Wappen Schweinheim (Fidel)]] | ||
| − | |BildWappenbuch75x75px_1=[[Bild: | + | |BildWappenbuch75x75px_1=[[Bild:person.jpg|75x75px|Wappen Schweinheim]] |
|BildWappenLeonhardt75x75=[[Bild:Wappen_leonhardt_schweinheim.jpg|75x75px|Wappen Schweinheim]] | |BildWappenLeonhardt75x75=[[Bild:Wappen_leonhardt_schweinheim.jpg|75x75px|Wappen Schweinheim]] | ||
| − | |Text=./. | + | |Text=Fidel mit zwei F-löchern (Klammern), drei Saiten (statt der üblichen 5), 3 Wirbeln (statt der üblichen 5), fünf und drei Schindeln. Die reduzierten Saiten und Wirbel könnten auf die vereinfachte Darstellung in Stein zurückzuführen sein. Es gibt auch Darstellungen in älteren Werken, die ebenfalls auf drei Saiten und 3 Wirbel zurückgreifen<ref>siehe dazu: Costumes of All Nations (1882)von Albert Kretschmer, painters and costumer to the Royal Court Theatre, Berlin, and Dr. Carl Rohrbach. siehe dazu commons.wikimedia.org/wiki/File:1000-1100,_Mixed_Misc._-_035_-_Costumes_of_All_Nations_(1882).JPG?uselang=de /abgerufen am 01. November 2016</ref>. |
|Name=von Schweinheim | |Name=von Schweinheim | ||
|Nummer=4 | |Nummer=4 | ||
| − | |Bezugsperson=[[Walpurga von Schweinheim]]. Sie war die Schwiegermutter der auf der Grabplatte abgebildeten [[Margarete von Dalheim|Margarethe von Dalheim]] und die Mutter des [[Viax von Oberstein]]. | + | |Bezugsperson=[[Walpurga von Schweinheim]]. Sie war die Schwiegermutter der auf der Grabplatte abgebildeten [[Margarete von Dalheim|Margarethe von Dalheim]] und die Mutter des [[Viax von Oberstein]]. Das Wappen kann einem Siegel des [[Konrad von Schweinheim]] zugeordnet werden (siehe Anmerkung). "Ein Geschlecht, das das Fiedelwappen ihres Ahnherrn, des Minnesängers. Volker v. Alzey in abgewandelten Farben führt."<ref>Armknecht, Karl Heinz (1968 (Januar/Februar)) ‹Die Wappen der Oberstein-Grabmäler in Maikammer.› In: Pfälzisch-rheinische Familienkunde. (Hg.), Band/Ausgabe: 17, Seite(n): 208-209, Pfälzisch-rheinische Familienkunde e.V., Ludwigshafen am Rhein, (CMS 101), Seite 209</ref> |
|Erläuterung=Das Wappen der von [[Schweinheim]]. | |Erläuterung=Das Wappen der von [[Schweinheim]]. | ||
| − | |Anmerkung1=./. | + | |Anmerkung1=Das Wappen kann zugeordnet werden. Es liegen folgende Deutungen nahe: 1. CONRAT VON SCHW[egenheim].<ref>siehe dazu: Debus, Karl Heinz (2013), ’Gesamtverzeichnis der Siegel im Gatterer-Apparat’, Koblenz (Hg. Andre, Elsbeth, (Veröffentlichungen der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz, Verlag der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz, Koblenz, Band/Ausgabe: 116,1 und 116,2) 723 und 376 Seiten. (CMS 693), Seite 210 Nr.915.</ref><ref group=anm>Anmerkung [[Matzinger]]: Die im Siegel fehlende Schrift wird mit [egenheim] für Schwegenheim ergänzt. Ich gehe aber davon aus, daß es sich um Konrad von Schweinheim handeln könnte, was auch ergänzbar wäre.</ref><br /> |
| − | |Anmerkung2=. | + | 2. Es könnte sich um ein Siegel der von Partenheim handeln. Auch für diese Familie ist eine Fidel nachgewiesen. Es handelt sich um Brant von Partenheim. Allerdings wird dazu ein Dreiecksschild angegeben<ref>Debus, Karl Heinz (2013), ’Gesamtverzeichnis der Siegel im Gatterer-Apparat’, Koblenz (Hg. Andre, Elsbeth, (Veröffentlichungen der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz, Verlag der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz, Koblenz, Band/Ausgabe: 116,1 und 116,2) 723 und 376 Seiten. (CMS 693), Seite 168 Nr.715</ref>. |
| + | |Anmerkung2=Eine Verbindung zu der Stadt Alzey liegt nahe. Sie führt ebenfall[s eine schräggestellte Fidel im Wappen. Der Bezug könnte sich über die Burgmannen von Alzey ergeben, zu denen auch Konrad von Schweinheim zählte. | ||
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=====Wappen 2 (Margarete von Dalheim)===== | =====Wappen 2 (Margarete von Dalheim)===== | ||
{{Tabelle Grabmal | {{Tabelle Grabmal | ||
| Zeile 312: | Zeile 325: | ||
|BildWappenbuch75x75px_1=[[Bild:Wappen_Randeck.jpg|75x75px|Wappen Randeck]] | |BildWappenbuch75x75px_1=[[Bild:Wappen_Randeck.jpg|75x75px|Wappen Randeck]] | ||
|BildWappenLeonhardt75x75=[[Bild:Wappen_leonhardt_randeck.jpg|75x75px|Wappen Randeck]] | |BildWappenLeonhardt75x75=[[Bild:Wappen_leonhardt_randeck.jpg|75x75px|Wappen Randeck]] | ||
| − | |Text=Das Wappen zeigt: In Rot einen silbernen Balken, begleitet von 3 (2:1) silbernen Lilien. Die Helmzier: 2 rote Stierhörner mit silbernem Balken bezeichnet.<ref>Wolfert, Alfred F. (1986) Die Wappen im Lehnbuch des Kurfürsten Friedrich I. von der Pfalz - 1471 -. In: Wackerfuß, Winfried (Hrsg.), Beiträge zur Erforschung des Odenwaldes und seiner Randlandschaften, Breuberg-Neustadt | + | |Text=Das Wappen zeigt: In Rot einen silbernen Balken, begleitet von 3 (2:1) silbernen Lilien. Die Helmzier: 2 rote Stierhörner mit silbernem Balken bezeichnet.<ref>Wolfert, Alfred F. (1986) Die Wappen im Lehnbuch des Kurfürsten Friedrich I. von der Pfalz - 1471 -. In: Wackerfuß, Winfried (Hrsg.), Beiträge zur Erforschung des Odenwaldes und seiner Randlandschaften, Breuberg-Neustadt, Seite 311 und Tafel Nr. 6.</ref> |
|Name=von Randeck | |Name=von Randeck | ||
|Nummer=3 | |Nummer=3 | ||
| Zeile 326: | Zeile 339: | ||
unten Nr. 3 | unten Nr. 3 | ||
|BildWappenGrabmal150x175px=[[Bild:Grabmal_oberstein_54.jpg|150x175px|Wappen Dalbingen]] | |BildWappenGrabmal150x175px=[[Bild:Grabmal_oberstein_54.jpg|150x175px|Wappen Dalbingen]] | ||
| − | |BildWappenbuch75x75px_1=[[Bild: | + | |BildWappenbuch75x75px_1=[[Bild:person.jpg|75x75px|Wappen Dalbingen]] |
|BildWappenLeonhardt75x75=[[Bild:Wappen_leonhardt_dalbingen.jpg|75x75px|Wappen Dalbingen]] | |BildWappenLeonhardt75x75=[[Bild:Wappen_leonhardt_dalbingen.jpg|75x75px|Wappen Dalbingen]] | ||
| − | |Text=Das | + | |Text=Das Geschlecht führt das Wappen mit den ???<ref>{{Quelle fehlt}}</ref>. |
|Name=von Dalbingen | |Name=von Dalbingen | ||
|Nummer=5 | |Nummer=5 | ||
|Bezugsperson=die Großmutter des Ehemanns [[Gertrud von Dalbingen]]. | |Bezugsperson=die Großmutter des Ehemanns [[Gertrud von Dalbingen]]. | ||
|Erläuterung=Das Wappen der von [[Dalbingen]]. | |Erläuterung=Das Wappen der von [[Dalbingen]]. | ||
| − | |Anmerkung1=./. | + | |Anmerkung1=Das Geschlecht der Dalbingen konnte bisher nicht ausgemacht werden. Vielleicht sind es auch die "von Dalbenden". An anderer Stelle wird auch "von Düllingen" angegeben<ref>Burgenlexikon Band III, Seite 224</ref>. Im Keller des Anwesens Hartmannstraße 80 soll sich ein Brunnen befinden, auf dem das Wappen angebracht ist<ref>Burgenlexikon III, Seite 224</ref>. |
|Anmerkung2=./. | |Anmerkung2=./. | ||
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Aktuelle Version vom 25. Februar 2020, 17:38 Uhr
Das Grabmal Oberstein der Ritter Oberstein steht heute an der Südseite der katholischen Kirche von Maikammer (Schulstraße). Es handelt sich wohl um mehrere Monumente. Zum einen die Grabplatten rechts und links und dazwischen das Doppelgrabmal aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts mit einem Aufsatz, der von zwei Pilastern begrenzt ist.
Der obere Teil des mittigen Aufsatzes (abgerundet) gehört möglicherweise nicht zu einem der Grabmäler[web 1].
Doppelgrabmal (Mitte)
Die beiden Figuren im Doppelgrabmal (Johann Friedrich von Oberstein und Margarete von Frankenstein) stehen in einer Stichbogennische und werden von zwei Säulen (Pilaster) umrahmt. Auf diesen sind jeweils vier Wappen angebracht. Die linke Figur stellt einen verstorbenen Ritter (der Helm liegt zu seinen Füßen), die andere Figur seine Gemahlin in betender Haltung dar. Über dem Stichbogen nach vorne hängen zwei Tafeln mit Inschriften in Rollwerkeinfassung. Der Stichbogen selbst ist mit Engelsköpfen besetzt. In den Pilastern stehen unten "puttenartige" Wesen.
Inschrift zu Johann Friedrich von Oberstein
Die Inschrift mit Renaissancekapitalen (Großbuchstaben) ist stark verwittert. Sie lautet: ANNO DOMINI |||| AUFF SAMPSTAG DEN 29 IVLY ZWISCHEN IX UND X UHRN NACHMITTAG IST IN CHRISTO SELINGLICH ENTSCHLAFEN DER EDEL UND ERNUEST HANS FRIDERICH VOM OBERSTEIN SEINS ALTERS 36 DEM GOTT EIN FROHLICHE UFFERSTANDTNUS GNEDIGLICH VERLEICHEN WOLE AMEN.
Inschrift zu Margarethe von Franckenstein
Die Inschrift mit Renaissancekapitalen (Großbuchstaben) ist stark verwittert. Sie lautet: ANO DOMINI |||| FREITAG DEN 4 APRILIS MORGEN UM 4 UR IST IN GOT SELIGLICH ENTSCHLAFEN DIE WOLEDELE WITWE GEBORENE ZU FRANCKENSTEIN IRES ALTERS 74 IAR DER UND ALE CHRISTGLAUBIG GOT GNAD VERLEIHEN WOLLE AMEN.
Einzelgrabplatte (Links)
Es handelt sich um eine graue Sandsteinplatte mit einer Umschrift in spätgotischer Zierschrift. Sie lautet: Anno dni M ccccc liij Montags nach oculi. Ist uerschiden der Edel vnnd Ernuest Viax vom Oberstein Zu Kredenburg. Deß fele got gnad amen.
In der Mitte der Platte zeigt sich ein Relief des Verstorbenen Viax von Oberstein (kniend) in Rüstung. Hinter ihm liegt ein Helm, auf dem zwei Handschuhe abgelegt sind. In den Ecken der Platte sind vier Wappen angebracht. Sie zeigen die verwandtschaftlichen Verhältnisse des Viax an. Die Platte besitzt eine Höhe von ca. zwei Metern und eine Breite von ca. neunzig Zentimetern.
Einzelgrabplatte (Rechts)
Es handelt sich um eine graue Sandsteinplatte mit einer Umschrift in Renaissancekapiteln. Sie lautet: ANNO DOMINI 1557 DEN 26 JANVAR STARB DIE EDEL VND TVGENSAM FRAW MARG|||| GEBOREN VON DALHIEM WEILAND VIAX VOM OBERSTEINS VERLASENE WITWE DER SELN GOT GNAD AMEN.
Auf der rechten Seite der Platte ein Relief der Verstorbenen Margarete von Dalheim (kniend) vor einem Kreuz. Sie trägt einen Witwenschleier. In den Ecken der Platte sind vier Wappen angebracht. Die Platte besitzt eine Höhe von ca. zwei Metern (2,20) und eine Breite von ca. neunzig Zentimetern (0,92).
Aufsatz auf Doppelgrabmal (rechteckig, Mitte)
Der rechteckige Aufsatz wird von zwei Pilastern eingerahmt und zeigt zwei Wappen. Es handelt sich um das Wappen der verstorbenen Eheleute, links für Johann Friedrich von Oberstein (hier als Hans bezeichnet) und rechts der von Franckenstein. Die beiden Pilaster zeigen Schmuckwerk.
Aufsatz mit Muschel (oval, Mitte)
Der ovale Aufsatz wird dominiert von dem Muschelornament. Darunter finden sich 4 Wappen.
Hinweistafel an der Kirchenmauer
Die Hinweistafel links der Grabmäler zeigt folgenden Text: "Mehrteiliges Grabmal aus dem 16. und frühen 17. Jahrhundert der Grafen Viax und Hans Friedrich von Oberstein und ihrer Gattinnen (Margarete geb. von Dalheim und Margarete geb. zu Frankenstein)". Bei den von oder vom Oberstein handelt es sich nicht um Grafen.
Grabplatten
- Grabmal Oberstein, Kredenburg / Grabplatten
Oberstein Grabstein.jpg Das Grabmal der Ritter Oberstein in Alsterweiler (jetzt Südseite der Kirche in Maikammer, Schulstraße), Aufnahme aus dem Jahre 1928[1].
Grabmal oberstein 7.jpg Viax von Oberstein in Ritterrüstung kniend in betender Haltung
Grabmal oberstein grabplatte rechts.jpg Margarete von Dalheim in Ornat kniend in betender Haltung
Grabmal oberstein 34.jpg Über dem mittleren Teil ist ein quadratischer Aufsatz. Zwei kleine Säulen mit Blattornamenten schließen zwei vollständige Wappen (links Wappen 1, rechts Wappen 10) mit Helm und Helmzeichen ein[2].
Grabmal oberstein 37.jpg Darüber ist als Abschluß ein halbkreisförmiger Stein, dessen oberer Teil mit einem Fächerornament, der untere etwas verlängerte gerade Teil aber mit den Wappen 1, 11, 12 und 13 ausgefüllt ist. Über dem Wappen 1 (links) ist wieder Helm und Helmzeichen angebracht[3]
Personenansichten
Auf den Grabmälern sind vier Personen abgebildet. Deutlich erkennen lässt sich nur noch das Abbild von Viax von Oberstein. Alle anderen Profile sind stark verwittert oder waren, wie im Falle von Margarete von Dalheim, nicht sehr detailliert ausgearbeitet.
- Grabmal Oberstein, Kredenburg / Personenansichten
Profil des Viax von Oberstein
Nr.12 Ansicht des Johann Friedrich von Oberstein
Nr.13 Ansicht der Margarethe von Franckenstein
Profil der Margarethe von Dalheim
Wappen
Die Wappen sind in mehreren Beiträgen[lit 1] abgehandelt.
Wappen auf dem Pfeiler links von Johann Friedrich von Oberstein
Im Doppelgrab auf dem Pfeiler links von Johann Friedrich von Oberstein sind die folgenden Wappen zu erkennen. Die Reihenfolge der Wappen ergibt sich für beide Seiten aus der Stufung:
- Mutter
- Großmutter Vaterseite
- Urgroßmutter Vaterseite
- Gromutter Mutterseite
Wappen 1 (Johann Friedrich von Oberstein)
Pfeiler links
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Wappen 2 (Johann Friedrich von Oberstein)
Pfeiler links
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Wappen 3 (Johann Friedrich von Oberstein)
Pfeiler links
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Wappen 4 (Johann Friedrich von Oberstein)
Pfeiler links
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Wappen auf dem Pfeiler rechts von Margarethe von Franckenstein
Im Doppelgrab auf dem Pfeiler rechts von Margarethe von Franckenstein sind zu erkennen:
Wappen 1 (Margarethe von Franckenstein)
Pfeiler rechts
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Wappen 2 (Margarethe von Franckenstein)
Pfeiler rechts
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Wappen 3 (Margarethe von Franckenstein)
Pfeiler rechts
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Wappen 4 (Margarethe von Franckenstein)
Pfeiler rechts
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Grabplatte Viax von Oberstein
Auf der Grabplatte des Viax von Oberstein sind vier Wappen aufgetragen. Sie lauten wie folgt:
Wappen 1 (Viax von Oberstein)
Wappen links
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|---|
Wappen 2 (Viax von Oberstein)
Wappen rechts
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|---|
Wappen 3 (Viax von Oberstein)
Wappen rechts
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Wappen 4 (Viax von Oberstein)
Wappen links
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Grabplatte Margarethe von Dalheim
Auf der Grabplatte von Margarete von Dalheim sind vier Wappen aufgetragen. Sie lauten wie folgt:
Wappen 1 (Margarete von Dalheim)
Wappen links
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|---|
Wappen 2 (Margarete von Dalheim)
Wappen rechts
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|---|
Wappen 3 (Margarete von Dalheim)
Wappen links
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Wappen 4 (Margarete von Dalheim)
Wappen rechts
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Grabmal Aufsatz
- Grabmal Oberstein, Kredenburg / Wappen - Aufsatz
Wappen 10 nach Leonhardt / Franckenstein (Familienname) -- bisher keine gemeinfreie Datei gefunden.
Wappen 1 nach Leonhardt / Oberstein (Familienname)
Grabplatte Aufsatz (2)
- Grabmal Oberstein, Kredenburg / Wappen - Aufsatz (2)
Details
- Grabmal Oberstein, Kredenburg / Details
Weblinks
Literatur
- ↑ <wikindx keyword=84/>
Einzelnachweise
- ↑ Mader, Felix (1974) Die Kunstdenkmäler der Pfalz II. Stadt und Bezirksamt Landau. München, Berlin, Deutscher Kunstverlag, Seite 260f. [literatur.matthias-dreyer.de/index.php?action=resourceView&id=87] Literaturverzeichnis / Letzter Abruf 01. Dezember 2012
- ↑ Leonhardt, J. (1909) Grabmal der Grafen von Oberstein zu Maikammer. IN Pfälzisches Museum, 26. Jahrgang. 9–13, Seite 12. [literatur.matthias-dreyer.de/index.php?action=resourceView&id=113] Literaturverzeichnis / Letzter Abruf 01. Dezember 2012
- ↑ Leonhardt, J. (1909) Grabmal der Grafen von Oberstein zu Maikammer. IN Pfälzisches Museum, 26. Jahrgang. 9–13, Seite 12. [literatur.matthias-dreyer.de/index.php?action=resourceView&id=113] Literaturverzeichnis / Letzter Abruf 01. Dezember 2012
- ↑ Scheibler, Freiherren von (unbekannt), ‹Wappenbuch: Scheiblersches Wappenbuch›, (Hg. Scheibler, von Freiherren, Seiten. (CMS 266), auch in: Alberti S. 823, Siebmacher Band: WüA Seite: 68 Tafel: 43, Rietstap/Rolland
- ↑ Henschel, Hans-Dietrich (1995), ‹Rauenberg und die Junker von Dalheim Kraichgau. Beiträge zur Landschafts- und Heimatforschung.› XIV (Band Seite(n): 107-125). (CMS 98).
- ↑ (1605), ‹Siebmacher: Siebmachers Wappenbuch›, (Hg. Siebmacher, Johann, Seiten. (CMS 267).
- ↑ siehe dazu: Debus, Karl Heinz (2013), ’Gesamtverzeichnis der Siegel im Gatterer-Apparat’, Koblenz (Hg. Andre, Elsbeth, (Veröffentlichungen der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz, Verlag der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz, Koblenz, Band/Ausgabe: 116,1 und 116,2) 723 und 376 Seiten. (CMS 693), Seite 210 Nr.915.
- ↑ Debus, Karl Heinz (2013), ’Gesamtverzeichnis der Siegel im Gatterer-Apparat’, Koblenz (Hg. Andre, Elsbeth, (Veröffentlichungen der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz, Verlag der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz, Koblenz, Band/Ausgabe: 116,1 und 116,2) 723 und 376 Seiten. (CMS 693), Seite 168 Nr.715
- ↑ Burgenlexikon Band III, Seite 224
- ↑ Burgenlexikon III, Seite 224
- ↑ Wolfert, Alfred F. (1986) Die Wappen im Lehnbuch des Kurfürsten Friedrich I. von der Pfalz - 1471 -. In: Wackerfuß, Winfried (Hrsg.), Beiträge zur Erforschung des Odenwaldes und seiner Randlandschaften, Breuberg-Neustadt, Seite 311 und Tafel Nr. 6.
- ↑ Scheibler, Freiherren von (unbekannt), ‹Wappenbuch: Scheiblersches Wappenbuch›, (Hg. Scheibler, von Freiherren, (CMS 266).
- ↑ (1459), ‹Ingeram-Codex: Codex Cotta›, (Hg. Albrecht, IV. von österreich, Herzog, Seiten. (CMS 265).
- ↑ Wolfert, Alfred F. (1986) Die Wappen im Lehnbuch des Kurfürsten Friedrich I. von der Pfalz - 1471 -. In: Wackerfuß, Winfried (Hrsg.), Beiträge zur Erforschung des Odenwaldes und seiner Randlandschaften, Breuberg-Neustadt, Seite 311 und Tafel Nr. 6.
- ↑ siehe dazu: Costumes of All Nations (1882)von Albert Kretschmer, painters and costumer to the Royal Court Theatre, Berlin, and Dr. Carl Rohrbach. siehe dazu commons.wikimedia.org/wiki/File:1000-1100,_Mixed_Misc._-_035_-_Costumes_of_All_Nations_(1882).JPG?uselang=de /abgerufen am 01. November 2016
- ↑ Armknecht, Karl Heinz (1968 (Januar/Februar)) ‹Die Wappen der Oberstein-Grabmäler in Maikammer.› In: Pfälzisch-rheinische Familienkunde. (Hg.), Band/Ausgabe: 17, Seite(n): 208-209, Pfälzisch-rheinische Familienkunde e.V., Ludwigshafen am Rhein, (CMS 101), Seite 209
- ↑ siehe dazu: Debus, Karl Heinz (2013), ’Gesamtverzeichnis der Siegel im Gatterer-Apparat’, Koblenz (Hg. Andre, Elsbeth, (Veröffentlichungen der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz, Verlag der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz, Koblenz, Band/Ausgabe: 116,1 und 116,2) 723 und 376 Seiten. (CMS 693), Seite 210 Nr.915.
- ↑ Debus, Karl Heinz (2013), ’Gesamtverzeichnis der Siegel im Gatterer-Apparat’, Koblenz (Hg. Andre, Elsbeth, (Veröffentlichungen der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz, Verlag der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz, Koblenz, Band/Ausgabe: 116,1 und 116,2) 723 und 376 Seiten. (CMS 693), Seite 168 Nr.715
- ↑ Wolfert, Alfred F. (1986) Die Wappen im Lehnbuch des Kurfürsten Friedrich I. von der Pfalz - 1471 -. In: Wackerfuß, Winfried (Hrsg.), Beiträge zur Erforschung des Odenwaldes und seiner Randlandschaften, Breuberg-Neustadt, Seite 311 und Tafel Nr. 6.
- ↑ ⭐ Quelle unvollständig ⭐
- ↑ Burgenlexikon Band III, Seite 224
- ↑ Burgenlexikon III, Seite 224
- ↑ ⭐ Quelle unvollständig ⭐
Anmerkungen
- ↑ Anmerkung Matzinger: Die im Siegel fehlende Schrift wird mit [egenheim] für Schwegenheim ergänzt. Ich gehe aber davon aus, daß es sich um Konrad von Schweinheim handeln könnte, was auch ergänzbar wäre.
- ↑ Anmerkung Matzinger: Die im Siegel fehlende Schrift wird mit [egenheim] für Schwegenheim ergänzt. Ich gehe aber davon aus, daß es sich um Konrad von Schweinheim handeln könnte, was auch ergänzbar wäre.
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