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Die Bedeutung einer derartigen Einrichtung zeigt sich an folgendem Sachverhalt: "Der Bischof hatte das Recht, auf dem Spielfeld Kalksteine und Ziegelerde für seine am Eingang des Tälchens liegende Ziegelscheuer zu graben. Da nun der Teil, auf dem sich die Kalk- und Erdgruben befanden, an Maikammer fiel, so behielt sich der Bischof für St. Martin ein später zu bestimmendes Recht aus."<ref>[[Geschichte von Maikammer=Alsteweiler]], Seite 103</ref> | Die Bedeutung einer derartigen Einrichtung zeigt sich an folgendem Sachverhalt: "Der Bischof hatte das Recht, auf dem Spielfeld Kalksteine und Ziegelerde für seine am Eingang des Tälchens liegende Ziegelscheuer zu graben. Da nun der Teil, auf dem sich die Kalk- und Erdgruben befanden, an Maikammer fiel, so behielt sich der Bischof für St. Martin ein später zu bestimmendes Recht aus."<ref>[[Geschichte von Maikammer=Alsteweiler]], Seite 103</ref> | ||
Version vom 4. April 2016, 11:01 Uhr
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| Liegt in: Anwesen davor: In der freien Landschaft.
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Ziegelhütte (auch Ziegelscheuer) ist eine Einrichtung zum Brennen von Ziegeln (Dachziegeln), Backsteinen (Backensteinen) und Platten (Plättlein). In Alsterweiler wurde auch Kalk gewonnen, der ebenso als Ware weiterverkauft wurde.
Standort
Die Ziegelhütte befand sich am Eingang zum Tälchen. "Am Eingang des Tälchens gegen Süden stand früher eine bischöfliche Ziegelscheuer, die ein Hofmann des Bischofs verwaltete. Sie verschwand jedenfalls im Dreißigjährigen Krieg, nur der Name hat sich erhalten."[1] In den Urkunden und in der Literatur werden die Begriffe Ziegelscheune und Ziegelhütte zum Teil als gleichwertig angenommen. Der Standort ist umrissen durch den Flurname An der Ziegelscheuer, der ebenfalls durch Urkunden belegt ist. Für Alsterweiler gilt als Grundlage der Zuordnung Ziegelhütte/Ziegelscheuer der Bestandsbrief von 1683. Dort ist ausschließlich von der Ziegel Hütt die Rede.
Ziegelhütten und Ziegelscheuern standen meist unmittelbar beim Gewinnungsort von Lehm, Ton, Sanden, Erde oder Kalk[2] Dies gilt auch für Alsterweiler, wie aus der Urkunde zur Teilung des Spielfelds hervorgeht, gab es auch an dieser Stelle derartige Vorkommen[3].
Urkunden
Für die Ziegelhütte ist ein Bestandsbrief[urk 1] mit der Bezeichnung "Bestandt Brief über die Zieglhüth zu Maycammer" aus dem Jahre 1683 erhalten.
Es geht darin um die Verpflichtungen von Adolf Adam Cörver[4] und Friederich Dietherich Dincker, die sich als Beständer beim Bischof bzw. der Landschreiberei in Kirrweiler bewarben. Aus diesem Brief geht auch hervor, daß neben den Ziegel auch Backsteine (Backensteine) und Platten (Plättlein) hergestellt wurden bzw. wieder hergestellt werden. Die Ziegelhütte war nämlich bereits "abgegangen" (vermutlich durch den 30-jährigen Krieg, oder schon davor). Lediglich der Ofen stand, musste aber ebenfalls in Stand gesetzt werden[5].
Die Bedeutung einer derartigen Einrichtung zeigt sich an folgendem Sachverhalt: "Der Bischof hatte das Recht, auf dem Spielfeld Kalksteine und Ziegelerde für seine am Eingang des Tälchens liegende Ziegelscheuer zu graben. Da nun der Teil, auf dem sich die Kalk- und Erdgruben befanden, an Maikammer fiel, so behielt sich der Bischof für St. Martin ein später zu bestimmendes Recht aus."[6]
In der Flur gab es weitere Stellen, die im Zusammenhang mit Ziegeln bzw. den Grundstoffen für die Herstellungen stehen. Dazu zählen: Im Letten, Erb, im Leimen, am Kalkofen.
Weblinks
Literatur
Einzelnachweise
- ↑ Geschichte von Maikammer=Alsterweiler, Seite 106
- ↑ Frank, Guy (2002) ‹Une tuilerie à Wintzenheim (Haut-Rhin) - première partie› Web: (Hg.), (Band 1), Seite(n): 1 Zugriff: PDF Datumsstand der Seite: fortlaufender Text einer Internetseite auf französisch, (CMS 699).
- ↑ ⭐ Quelle unvollständig ⭐ XXXUrkunde 103 Nr.1
- ↑ Der Name ist umstritten. Wittmer, Richard (Wittmer, Richard (2000), ‹Die Flur von Maikammer-Alsterweiler: Ihre Namen und steinernen Zeugen in Geschichte und Geschichten›, (Maikammer: Ortsgemeinde Maikammer) Seiten 31f. (CMS 4)), Seite 31 und 32 nimmt Rudolf an, zudem ist in der Urkunde später noch von Cörner die Rede.
- ↑ siehe dazu: LA Sp D 1 Nr.72
- ↑ Geschichte von Maikammer=Alsteweiler, Seite 103
Anmerkungen
Zitate
Urkunden
Begriffe
Kategorien
Ziegelhütte gehört den Kategorien an: Wirtschaftshof
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