Die Kalmitstraße

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Artikel Die Kalmitstraße
Gebiet: Alsterweiler
Zeitraum: 1931 - Grad: vollständig -

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Referenzierungen

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    Allmaras, Franz (1931), ´Die Kalmitstraße. Ein Sozial- und Wirtschaftsproblem.´. In: Der Rheinpfälzer, Landau in der Pfalz,.
    Schlüssel: Allmaras (1931).
    Schlagwort: Franz Allmaras · Kalmitstraße · Geheimrat · Wetterkreuz-Berg
    Zusammenfassung:Bau der Kalmitstraße.
    Anmerkung:#Zitate daß aber gerade die Not der Zeit mit all ihren drückenden Begleiterscheinungen den Plan, die Straße auszubauen, verwirklicht, ist das eigenartige.

    Wir haben dafür unzählige Ämter und Stellen; wir haben soviel, damit immer die eine den Unterstützungsbedürftigen auf die andere abschieben kann.

    Vor allem fällt aber der asoziale Zustand in der Gemeinde weg, daß auf der einen Seite sparsame Winzer schwer arbeiten und sagen können, sie müßten für 100 andere sorgen, die nicht arbeiten, und daß auf der anderen Seite Menschen feiern müssen, die arbeiten wollen. Und nicht zu vergessen, daß fast das aufgewandte Geld nur innerhalb der Gemeinde weiter umgesetzt wird, an Geschäftsleute, Krämer, Bäcker, Metzger u. dergl.

    Bau der Kalmitstraße erheblich zum Frieden innerhalb der Gemeinde beigetragen hat, vielleicht weil der Winzer in dem Arbeiter nicht mehr den Faulenzer sieht, für den er sorgen muß, sondern den Mann, der bei schwerer Arbeit sein Brot verdient und weil der Arbeiter sich nicht mehr als mensch zweiter Klasse fühlt, denn er arbeitet schwer für knapp bemessenen Lohn. Allseitige Arbeit bedeutet Frieden.

    Man begreift wirklich nicht, warum diese Höhenstraße noch nicht gebaut ist, warum nicht einmal eine Straße auf den Kalmit besteht. Allenthalben in Deutschland haben die hohen Aussichtsberge ihre Straßenverbindung, so z.B. der Kreuzberg im Rhöngebirge, der Feldberg des Taunus und der Feldberg des Schwarzwaldes; auf den Brocken des Harzes geht eine Eisenbahn usw.

    und der bayerische Staat mit der Stadt München zusammen haben nach Zeitungsnachrichten nahezu 10 Millionen Mark für die Finanzierung der elektrischen Bahn auf die Zugspitze aufgebracht, ein Unternehmen, das meines Erachtens sich nicht rentieren wird u. das überflüssiger Weise erbaut ist, nachdem von österreichischer Seite schon eine leistungsfähige Drahtseilbahn auf dem gleichen Berg im Betrieb gewesen ist.

    Die Gründe warum sich die Regierung in Speyer darauf eingelassen hat, aus dem ihre verfügbaren kleinen Westfonds die Reichsbahn zu subventionieren, sind mir nicht bekannt. Hoffentlich ist es ihr nicht gegangen, wie dem früheren Gouverneur von Neu-Guinea dem 200 000 Mark von seinem Fonds abgestrichen werden mußten, weil er wie es in der Begründung hieß, in dem idyllischen Regierungssitz an der Gestaden des Stillen Ozeans nicht wußte, was er damit anfangen sollte

    Wenn nach den gleichen Richtlinien vorgegangen würde, dürfte es der Regierung und den beteiligten Gemeinden nicht schwer sein, auch die Verbindungssstaße Kalmit-Forsthaus Heldenstein, die rund 9 Kilometer lang sein wird, auszubauen.

    Man soll nur nicht viel schreiben oder gar den Verägerten(!) spielen, sondern sich zusammensetzen, miteinander reden und das, was der andere nötig hat, verstehen wollen.


    @(S.1) Am Fuß des Kalmits beim Kastanienwäldchen, wo sich bei schweren Regengüssen die Wassermassen vom Kalmitmassiv zusammendrängen, ist eine Steinbrücke mit 3 kreisförmigen Oeffnungen von je 3m lichte Weite geplant, die gleichfalls aus dem beim Bau anfallenden Steinmaterial in Zementmörtel hergestellt wird. [Steinbrücke bei Höhenmeter ca. 400 NN.]

    @(S.2) Die Straße verläuft oberhalb Alsterweiler bis nahe an den Privatwald auf dem Steinbruchweg. Von der Kreizung dieses Weges mit der Berggasse bis zum Kalmit sind rund 440 m Höhentunerschied; die Straße wird zwischen diesen beiden Punkten nach der Planmessung rund 6,2Klm. lang. Auf dem Streinbruchweg bis zur Waldgrenze liegen zwei kurze Strecken mit stärkeren STeigungen; die erstere läßt sich gut beseitigen dadurch, daß man sie beim höchsten Punkt 1,50 m bis 2,0 m abhebt und das Material beim vorliegenden Durchlaß aufschüttet. Bei der zweiten Steigung verlegt man die Linie in den talseitigen Fuß des alten Weges. Die dabei neuzubauende Strecke wird 328 m lang und erhält erst auf 55 m Länge 7 Prozent und dann 6 Prozent Steigung. Ungefähr 30 Dezimalen Weinbergland des Gemeindepachtlandes werden dafür erforderlich. Weitherhin sind auf der Steinbruchstrecke drei Durchlässe einzubauen.

    @(S.3) Bei der Waldgrenze trennt sich die neue Straßenlinie vom Steinbruchweg und zieht sich am äußeren Berghang entlang zur Kehrwende, die ca. 100 Meter hinter der Steinbruchwegkehre mit nur 2,8 Prozent Steigung und mit verbreiterter Fahrbahn von 6 m angelegt ist. Das für die Lichtkraftleitung auf dem Kalmit freizuhaltende Gelände ist möglichst benutzt. Gleich bei der Kehrwende soll mit kurzem Anschlußstück entlang der Lichtleitung der Sommerbergweg sich anschließen. Von der Kehrwende zieht sich der neue Weg zu den Abraumhalden des Steinbruchs, wobei auf kurzer Strecke der alte Steinbruchweg mit benutzt wird, zieht sich dann vorn am Wetterkreuzberg entlang zum rückliegenden Sattel, von da geht sie in gleichmäßiger Steigung auf dem Sommerberg zum Fuße des Kalmits beim Kastanienwäldchen, wo die Hälfte des Weges erstiegen ist, und wo auch die Brücke zu bauen ist. Vom Kastanienwäldschen steigt die Straße weiter am Breiten Berg an, wendet auf der Höhe mit der Kehrwende von 25 m Halbmesser, geht dann westlich zum Kalmitmassiv, zuerst an dessen Ostseite, dann an der Nordsteite weiter, wendet sich zum Sattel zwischen dem grßen und dem kleinen Kalmit und schließt sich dann in einer kurzen horizontalen Strecke an den Hambacher Weg an. Ursprünglich war geplant, unmittelbar vom Sattel des großen und kleinen Kalmits ohne Benutzung des Hambacher Weges emporzusteigen. Es wurde der längere Weg gewählt, weil gerade dieses obere Stück des Hambacher Weges landschaftlich reizend ist, auch weil vermieden werdne soll, daß den Berggipfel zu viele Wege durchziehen.

    @(S.4) Mächtig und doch im Zauber der lieblichen und belebenden Eigenart der deutschen Mittelgebirge liegt der Kalmit am Rande des Ostabfalles des Haardtgebirges.

    @(S.5) Wenn ich auf dem Kalmit stehe, will es mir erscheinen, daß hier Natur- und Menschenkräfte zusammengewirkt haben, ein Landschaftsbild zu schaffen, wie es wenig übertroffen werden kann..
    Kein Link.
    Kein PDF.
    WIKI: Franz Allmaras