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Wolfsfänger standen in Diensten der Kurpfalz, aber auch geistlicher Stellen. Am Beispiel der Augustinerchorherren in Hördt ist dies belegt <ref>[[Weingart (2020)]]: Weingart, Johannes (2020): [[Wolfsjäger in den ältesten Stadtrechnungen Neustadts (bis 1528)]]. In: Pfälzisch-rheinische Familienkunde 69 (Band XIX, Heft 7), S. 330–334.</ref>. Die Wolfsfänger erhielten, wie in den Stadtrechnungen von der Stadt Neustadt aufgeführt, eine Entlohnung, das [[Wolfsgeld]]. Der Betrag richtete sich nach der Anzahl der gefangenen oder getöteten Wölfe. | Wolfsfänger standen in Diensten der Kurpfalz, aber auch geistlicher Stellen. Am Beispiel der Augustinerchorherren in Hördt ist dies belegt <ref>[[Weingart (2020)]]: Weingart, Johannes (2020): [[Wolfsjäger in den ältesten Stadtrechnungen Neustadts (bis 1528)]]. In: Pfälzisch-rheinische Familienkunde 69 (Band XIX, Heft 7), S. 330–334.</ref>. Die Wolfsfänger erhielten, wie in den Stadtrechnungen von der Stadt Neustadt aufgeführt, eine Entlohnung, das [[Wolfsgeld]]. Der Betrag richtete sich nach der Anzahl der gefangenen oder getöteten Wölfe. | ||
Version vom 28. November 2020, 14:24 Uhr
Wolfsjäger (auch: Wolfsfänger) war die Bezeichnung für Personen, die Wölfe fingen. Im Mittelalter lebten in den Wäldern zahlreiche Wölfe. Immer wieder kamen die Wölfe auch in die Nähe der Siedlungen. Die Wölfe waren eine Gefahr für das Wild und das im Wald nach Futter suchende Vieh. Die Wölfe wurden bejagt, gefangen und getötet. Dem normalen Bürger war es nicht gestattet, Waffen zu tragen oder gar einzusetzen. Deshalb wurden in großer Zahl Gruben, Löcher angelegt oder Wolfsangeln ausgelegt.
Wolfsfänger standen in Diensten der Kurpfalz, aber auch geistlicher Stellen. Am Beispiel der Augustinerchorherren in Hördt ist dies belegt [1]. Die Wolfsfänger erhielten, wie in den Stadtrechnungen von der Stadt Neustadt aufgeführt, eine Entlohnung, das Wolfsgeld. Der Betrag richtete sich nach der Anzahl der gefangenen oder getöteten Wölfe. Unter der Bezeichnung „Ußgabe an gelt von den Wolffen“ ist eine Rubrik in den Stadtrechnungen der Stadt Neustadt an der Weinstraße der Jahre 1501 und 1502 belegt. Benannt werden in diesen Stadtrechnungen auch einige Wolfsfänger aus Maikammer (Originalschreibweise des Ortes und Jahresangabe der Eintragung sowie Datumsangabe):
- Gunter Werner (wohl eher Werner (Vorname) Gunter (Nachname) zu lesen) (Meykemmern, 1476/1477), Mittwoch, den 7. Mai 1477.
- Hans Gunter (Menckermern, 1501/1502)
- Peter Gunther (Menckemmern, 1517/1518)
- Peter Gunther (Meynkamer, 1527/1528), Dienstag, den 19. Mai 1528.
Daneben sind auch Wolfsfänger verzeichnet, die aus anderen Ortschaften stammten, aber in Maikammer gejagt oder gefangen haben. Dazu zählt Peter von Eschbach, der in Menckemern einen Wolf gefangen hat.
Die Personen Peter und Werner Gunter finden sich ebenfalls in der Liste zum Gemeinen Pfennig aus dem Jahre 1495. Der Familienname "Gunter" oder "Günter" ist im Ortsfamilienbuch Maikammer-Alsterweiler aufgeführt.
Hinweis auf die Jagd nach den Wölfen gibt die Bezeichnung des Flurnamens "Wolfsloch" in Alsterweiler. So unter anderem auch am Flurkreuz "Im vorderen Wolfsloch" an der Mühlstraße in Alsterweiler - Bildstöcke und Flurkreuze in Alsterweiler.
Weblinks
Literatur
Einzelnachweise
- ↑ Weingart (2020): Weingart, Johannes (2020): Wolfsjäger in den ältesten Stadtrechnungen Neustadts (bis 1528). In: Pfälzisch-rheinische Familienkunde 69 (Band XIX, Heft 7), S. 330–334.
Anmerkungen
Zitate
Urkunden
Begriffe
Kategorien
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Matzinger sagt: "letzte Überarbeitung der Seite 28.11.2020". Alle Rechte der Seite bei ©Matthias C.S. Dreyer. Der Name dieser Seite lautet: Wolfsjäger. Nutzen Sie zur Zitierung für Ihr Werk folgende vollständige Angabe: https://www.alsterweiler.net/wiki/Wolfsjäger ©Matthias C.S. Dreyer /abgerufen am 18.04.2026 ↑... Seitenanfang