Die Seite für Alsterweiler von Matthias C.S. Dreyer u.a.

Klause

Aus Alsterweiler
Zur Navigation springen Zur Suche springen


Eine Überarbeitung der Seite - Klause - ist notwendig.
Auf dieser Seite ist EINIGES zu verbessern, Rechtschreibung, Sprache, Inhalt on this page. Bitte, helfen Sie dabei, die Inhalte zu verbessern.

Die Klause im Klausental ist ein Sakralkomplex gewesen. Er umfasste die Klause selbst, eine Kapelle und Grundbesitz. Urkundliche Nachweise konnten bisher nicht erschhlossen werden. Sekundärquellen zeichnen kein eindeutiges Bild der Vorgänge und Besitztümer. [1]

Klause ist ein Flurname in Alsterweiler.

Palatia Sacra

Die grundlegende Arbeit zu den Sakralbauten in der Pfalz (Palatia Sacra)[2] trägt folgendes zusammen und bezieht sich dabei auf Urkunden sowie auf die Ausführungen bei Glasschröder, Leonhardt und Remling: "Kapelle unbek. Patroz. (in der Wittschbach). Über die Entstehung ist nichts bekannt. Die Verfügung lag vor 1573 bei der Familie von Dalheim und fiel auf dem Erbweg an Ursula von Dalheim, verheiratet mit Stephan zum Jungen. Beide Eheleute vertauschten verschiedene Besitzstücke, darunter die Klause in der Wittschbach, dem Moritz von Morschheim und dessen Frau Agnes, geb. von Wachenheim, gen. von Bühel. Beim Zubehör sind ausdrückl. Glocke u. Kelch aufgeführt, die in die Kirche und Klause gehören. Der eigentl. Bau mag daher nicht betroffen gewesen sein. Von einer Pfründe u. deren Inh. wird nichts erwähnt."[3]

Urban Ziegler

Zu keiner wesentlich anderen Einschätzung kommt Urban Ziegler, allerdings fügt er einige bemerkenswerte Informationen bei, wenn er schreibt: "Eine Folge der Reformation war im Jahre 1573 die Veräußerung der Klause im Klausental mit allen Rechten, mit den Feldern, den Glocken, den Kelchen und dem Gezier, kurz mit allem, was zu der Klause und der angeschlossenen Kirche gehörte. Die Eigentümerin war Ursula von Dalheim (auch die Frau des Viax von Oberstein in der Kredenburg war eine Herrin von Dalheim). Sie vertauschte die Klause gegen Wiesen im badischen Land. Die Alsterweilerer Kirchweih erinnert noch heute an die Weihe der Kirche im Klausental; außerdem ist auf einer alten Karte Alsterweiler als ,Altweiher', kirchlich zur Klause gehörig, eingezeichnet." [4]

Franz Xaver Remling

Etwas detaillierter geht Remling auf die Lage und die Verhältnisse an der Klause ein und führt aus: "Nördlich von Alsterweiler, in der Diedesfelder Gemarkung, an der Witschbach [5], liegt das Clausenthal, in welchem Herr Simon Baader zu Diedesfeld sich jetzt ein freundliches Landhäuschen erbaut hat, welches von den schönsten neuen Weinberganlagen umgeben ist. Dort stand ehemals eine Kapelle. Im Jahre 1573 vertauschte der edle Stephan zum Jungen und seine Hausfrau, Ursula von Dalheim, gegen eine Wiese zu Ulfersheim[6] in der Eisgasse und eine Wiese zu Walterthum[7], die Clause in der Witschbach mit allen Zugehörungen, Freiheiten und Gerechtigkeiten, Weidgange, Wässerung, Hauptrechte, Holz, Weinschenk, Freveln und Bußen, Aeckern, Wiesen, Kastanien, Wäldern, Wein- und Geldzinsen, sammt den Glocken, Kelchen und anderen Gezierden, welche sich in der Clause und in der Kirche befinden, - was Ursula von ihrem Vater ererbt und ihr von ihren Brüdern, Melchior und Hanns von Dalheim, im Loose zugefallen ist, - an seinen Schwager, Moritz von Morschheim, und an seine Schwägerin, Agnes von Wachenheim, genannt von Böhl. Kreisarchiv, S. A. Nro. 21. Von dieser Clause rührt noch heute die Alsterweiler Kirchweihe her. Oben in diesem Thälchen ist die Quelle gefunden, welche auf der Maxburg einen mächtigen freispriegenden Wasserstrahl bilden kann, und höchst wahrscheinlich dahin geleitet wird." [8]

Richard Wittner

Die beste Zusammenstellung bisheriger Erkenntnis aus Urkunden liefert der Beitrag in die Flur von Maikammer-Alsterweiler. Demnach hatte sich Urban Ziegler ausführlich mit der Klause befasst. Nach seinen Erkenntnissen hauste dort ein Eremit; doch nach dem Brand der Limburg zu Anfang des 16. Jahrhunderts belebten Mönche des dortigen Klosters die hier vorhandene Klause oder Eremitage, um sie zur Kapelle zu erweitern. Die Klause wurde vom Domstift Speyer aus mit einem Klausner unterhalten, dem auch die Pflege der Karpfen- und Forellenteiche im Klausental oblag. Schon Mitte des 16. Jahrhunderts soll, so Ziegler, die Klause zehntpflichtig an den Kurfürsten gewesen sein. Zu dieser Zeit war auch das Kloster Limburg bereits kurfürstlich. Die Mönche hatten 9 Pfund Wachs abzuliefern, für das der Kurfürst gute Verwendung hatte. Die Universität Heidelberg benötigte erhebliche Mengen an Kerzen. Für die Bienen unterhielt die Klause Pflanzgärten, die wohl nur talabwärts gelegen haben können. Ferner gehörten vermutlich Fischteiche zum Besitztum.[9] Das erwähnte In-Schutt- und-Asche-Legen des Klosters Limburg muss der Brand von 1504 gewesen sein. Die Grafen von Leiningen hatten das Kloster niedergemacht.[10]

Leonhard

In der Ortschronik von Maikammer-Alsterweiler steht: ,,Im Klausental stand im 16. Jahrhundert eine Kapelle mit Klause. Sie wurde von einem Waldbruder bedient Zu ihr gehörten Acker, Wiesen und Wald, Wein- und Geldzinsen. Von dem aIljährlich dort stattfindenden Klausenfest gingen die Teilnehmer nach Alsterweiler und aßen und tranken. Daraus soll die Kirchweih entstanden sein.

Walter Eitelmann

Der Neustadter Walter Eitelmann bemerkt weiter: "Die gesamte Anlage wurde nach der Säkularisation 1803 versteigert. Von der Kapelle blieben nur Stützmauern und Gewölbereste im Wetterkreuzberg. Einer der Steigerer hieß Bader und er hoffte im Boden des exkirchlichen Besitzes auf Metalle zu stoßen. Und so wühlte er und grub und schaufelte sich dabei sein Grab. Einen Graben hat er sehr tief ausgehoben. war zur Untersuchung hineingestiegen. Doch die Wände hielten nicht und brachen zusammen." Diese Episode greift auch die Ortschronik auf: "Im frühen 19. Jahrhundert ersteigerte obige Ruine ein Mann namens Bader, der zur Kultivierung die Terrassen am Klausental anlegte und daür auch 1830 mit einem Orden des Königs ausgezeichnet wurde. Die Freude darüber soll durch Baders Versuche, am Klausental Gold zu finden, abrupt beendet worden sein. Der Einsturz eines Schürfgrabens führte zum versehentlichen Selbstbegräbnis des Dekorierten. Wo das Grab ist, weiss niemand. Vieles spricht dafür, dass die Klause einmal dort stand, wo heute die Hütte des Diedesfelder Pfälzerwaldvereins ist." [11]

Von Interesse ggf. zusätzlich die Urkunden, die über Nutzungen in diesem Bereich Auskunft geben [12]


Weblinks

Literatur

Einzelnachweise

  1. Anmerkung Matzinger: Hier müsste intensiv recherchiert werden, vor allem im Zusammenhang mit den genannten Namen und Urkunden. Offensichtlich fundieren die bisherigen Erkenntnisse alle auf einer einzigen Urkunde.
  2. Rödel, Volker (1988): Palatia Sacra. Teil 1 Bistum Speyer, Band 4 Landdekanat Weyher.Mainz, Seite 21
  3. Rödel, Volker (1988): Palatia Sacra. Teil 1 Bistum Speyer, Band 4 Landdekanat Weyher.Mainz, Seite 21
  4. Ziegler, Urban (1970): Aus der Geschichte unserer Pfarrei. In: ders. (Hg.), 100 Jahre Kirchenchor Maikammer, Maikammer, 23, 24
  5. Anmerkung Matzinger: Gemeint ist sicherlich die Hitschbach.
  6. Gemeinde Uelversheim
  7. Gemeinde Wallertheim
  8. Remling, Franz Xaver (1884): Die Maxburg bei Hambach.Mannheim: Schwan- und Götzsche Hofbuchhaltung, Seite 7
  9. <wikindx resource="4"></wikindx>
  10. Theodor Kast, Seite 47
  11. Leonhard...
  12. Wittmer, Seite 39.

Anmerkungen

Zitate

Urkunden

Begriffe

Kategorien

Klause gehört den Kategorien an: Klause, Alsterweiler

Matzinger sagt: "letzte Überarbeitung der Seite 26.01.2014". Alle Rechte der Seite bei ©Matthias C.S. Dreyer. Der Name dieser Seite lautet: Klause. Nutzen Sie zur Zitierung für Ihr Werk folgende vollständige Angabe: https://www.alsterweiler.net/wiki/Klause ©Matthias C.S. Dreyer /abgerufen am 20.04.2026 ↑... Seitenanfang