Die Seite für Alsterweiler von Matthias C.S. Dreyer u.a.
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler: Unterschied zwischen den Versionen
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| + | * Zitat, Seite 3 | ||
| + | Als Lehrer an der unteren Schule zu Alsterweiler sammelte ich vom Jahre 1905 alles, was in Büchern, Schriften und Hausbüchern zu finden war, um Stoff für den geschichtlichen Teil der Heimatkunde zu erhalten. | ||
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| + | * Zitat, Seite 6 | ||
| + | Hochstift 5perzer, 2) Archive. 'j Faszikel 21b, ') 48, ') 49, ') 179. ^ 185. «) 252. '1 510. «) 411. '1412«. wj 412 d, "1 513, '2) 514. «1 276, '^ 277, '5) 483. '») 737. "1 577. "j 635. '") Repertorium der Urkunden des ötaatsarchivs öpeuer von Dr. Glasschröder. Urkunden des Domstifts öperzer: 2") Nr. 385-396, "1 523. General-Landes-Archiv Karlsruhe: Bruchsal Generalia: 22) 2Ir. 461. '3) 620. ") 720, ") 744. 2^ 345, 27,997 «») 1072, '») 1079, ^"1 1122, ") 2471. «2) 2531. Bruchsal Copialbücher: ">)141,"1 159,^) 195.««)276. Ba^er. Hauptstaatsarchiu München. Rheinpfälzer Urkunden: »') 43, "°) 99, »»1 200. e') Gemeinde-Archiv. | ||
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| + | * Zitat, Seite 7 | ||
| + | Mitteilung der geschichtlichen Merkwürdigkeiten Maikammer-Alsterweilers an den geschichtlichen Verein des Rheinkreises 1831, von Pfarrer Weckesser. [Quellenangabe Nr. 65] | ||
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| + | * Zitat, Seite 7 | ||
| + | Aufzeichnung eines Alsterweiler Bürgers über die Erbauung der Kapelle zu Alsterweiler. (Erben von Michael Groß). [Quellenangabe Nr. 66] | ||
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| + | * Zitat, Seite 9 | ||
| + | Maikammer-Alsterweiler ist ein Doppeldorf, dessen beide Teile räumlich getrennt waren, doch stets politisch und kirchlich zusammengehörten und seit der Mitte des letzten Jahrhunderts zusammengebaut sind. | ||
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| + | * Zitat, Seite 9 | ||
| + | Alsterweiler zieht sich von Westen nach Osten, dem Bächlein Alster entlang und ist von zwei Hügelrücken eingeschlossen, einem nördlichen vom Wetterkreuz kommend und einem südlichen vom Breitenberg auslaufend. | ||
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| + | * Zitat, Seite 9 | ||
| + | Im Süden des Dorfes fließt der Kropsbach vorbei, der aus dem St. Martiner Tal kommt, die Mühlen des Dorfes treibt und nach Osten zum Speyerbache weiter fließt. | ||
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| + | * Zitat, Seite 9 | ||
| + | Aus dem Alsterweiler Tälchen fließt das kleine Bächlein Alster mitten durch Alsterweiler, wird beim „Schlössel" geteilt und fließt nach Osten zu, um teils in die Kanalisation aufgenommen zu werden, teils bei Kirrweiler in den Kropsbach zu fließen. | ||
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| + | * Zitat, Seite 9 | ||
| + | Aus dem Klausental fließt ein noch kleineres Wässerlein, der Hitschbach, der Gemarkungsgrenze entlang nach Osten. | ||
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| + | * Zitat, Seite 13 | ||
| + | Leichter zu erklären ist der Name Alsterweiler. Er kommt vor 1370 als Ageleisterwilre 30), 1464 als Aglasterweiler 33 ) 39) und 1495 als Allasterwyler. Es ist also ein Weiler (mhd. wilr — kleines Gehöft, ahd. wilari, mlat. villäre — Gehöft), der von dem Vogel Elster seinen Namen hat. | ||
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| + | * Zitat, Seite 14 | ||
| + | 1348 großes Erdbeben, grausame Pest, der „schwarze T o d " genannt, herrschte 2 Jahre, sodaß ein Viertel der Menschen sterben mußten. | ||
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| + | * Zitat, Seite 15 | ||
| + | In einer Eußerthaler Urkunde von 1318 werden Reben am Schloß zu Maikam erwähnt. 45) | ||
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| + | * Zitat, Seite 15 | ||
| + | 24. Februar 1345. Vor dem bischöflichen Gericht zu Speyer vermacht der Priester Petrus von Kirwilr, Alrads sel. Sohn, dem Cisterzienserkloster Eußerthal zu einem Seelengeräte einen jährlichen Zins von 4 Pfund Heller auf Gütern zu Menkemere . . . an dem Flosse, an der Huben, auj der Heiden und unter der Muren . . . | ||
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| + | * Zitat, Seite 15 | ||
| + | 29. März 1346. Vor dem bischöflichen Gerichte zu Speyer überläßt der Speyerer Bürger Johann von Kirwilr, genanntem Kloster zu Meinkemeren als Seelgeräte vermacht, einen anderen Zins von 3 Pfund Heller auf näherbezeichneten Gütern in den Gemarkungen von Neustadt und Meinkemeren: an dem Wasserschützen, an der Huben, an dem Flusse und an dem Grine. Unterzeichnet sind Schultheiß und Gericht von Meinkemern (Lat Qrig. Perg. mit Rest des Siegels des bischöfl. Gerichts). Quelle 37) | ||
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| + | * Zitat, Seite 15 | ||
| + | 14. Juni 1366. Das bischöfliche Gericht zu Speyer beurkundet, daß vor dem Stellvertreter des Schultheißen Dyecz Scherer und den geschworenen Richtern des Dorfs zu Meinkeymer im Speyerer Bistum und im Beisein des Hug von Brethein, Pfründners bei Allerheiligen in Speyer und Heinrich Winthers von Kirwilr Peter genannt Batschan, Bürger zu Speyer und seiner Hausfrau Guta, den Pfründnern Johannes von Landowe und Johans Boching bei Allerheiligen in Speyer an deren Pfründen für 65 Pfund Heller eine jährliche Martinigilt von 5 Pfund Heller verschrieben und für deren pünktliche Entrichtung „ihren hoff hus und hovereyde zu K i r w i l r mit einem stucke wingarten heltet vier morgen daran gelegen genannt Batschans gut zwuschen den Kemeren gelegen unde zinset zwene Cappen den Kemereren. I t e m einen morgen wingarten yme Lenmen an der Leymergasse oben an Werner Richel unde nyden an Gygel Serlich in Meinkeimer margke gelegen" zum Unterpfand gestellt haben. (Orig. Perg. ohne Siegel). ^) | ||
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| + | * Zitat, Seite 16 | ||
| + | ohans Boching bei Allerheiligen in Speyer an deren Pfründen für 65 Pfund Heller eine jährliche Illartinigilt von 5 Pfund Heller verschrieben und für deren pünktliche Entrichtung „ihren hoff hus und hovereyde zu K i r w i l r mit einem stucke wingarten heltet vier morgen daran ge- legen genannt Batschans gut zwuschen den Kemeren gelegen unde zinset zwene Cappen den Kemereren. I t e m einen morgen wingarten yme Lenmen an der Leymergasse oben an 22erner Eichel unde nyden an Gygel Serlich in Il^einkeimer margke gelegen" zum Unterpfand gestellt haben. (Orig. Perg. ohne Siegel). ^) | ||
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| + | * Zitat, Seite 16 | ||
| + | 19. August 1350. Das bischöfliche Gericht zu Speyer beurkundet, daß vor dem Schultheiß Wernher und den geschworenen Richtern des Dorfes Meinkeymer Henlin genannt Lange von da den Präbendaren des Dreifaltig- keitsstifts in Speyer Hugo von Bretheim und Mathias von Pforzheim an deren Präbenden eine jährliche Martinigilt von 10 Schilling Heller auf 1/2 corgen Wingert in der Gemarkung von Meinkeymer verschrieben habe. (Lat. Qrig. Perg. ohne Siegel). | ||
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| + | * Zitat, Seite 16 | ||
| + | 6. Juni 1370. Das bischöfliche Gericht zu Speyer beurkundet, daß von dem Stellvertreter des Schultheißen Dyederich Scherer und den geschworenen Gerichtsleuten zu Meinkeimer Kathrin, die Witwe des Speyerer Bürger Burkel Hergesheimer und ihre Tochter Ennel dem Contzelin, Contz Huges, Sohn von Ageleisterwilre 2 Morgen Wingert mit Namnen „einen morgen in der huben einsite an dem egen. Contzeln und andersite an Sygel Serich stoßet einsite uf den Weg und andersite uf Deyderich Scherers wise. Item der ander morgen lit in dem Schenderich neben dem vorgen. Contzel stoßet oben an Betschel und unden uff den mulacker in Meinkeimer markgelegen" zu „rechten Hanterbe" gegeben haben, wozu Hennl, Kathrins Sohn von Klyngen, der genannten Ennel Hauswirt, seine Zustimmung gab. (Org. Perg. ohne Siegel). | ||
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| + | * Zitat, Seite 17 | ||
| + | Die hiesigen Bauern wollten auch nicht untätig bleiben. Obwohl sie keine Fehde oder Feindschaft mit dem Grafen Viax v. Oberstein hatten, zerstörten sie dessen Haus, die Kredenburg, als Graf Via abwesend, im Dienste des pfälzischen Kurfürsten stand. Am 11. Juli 1525 bekannte der Schultheiß Coßman Moßbach im Namen der Gemeinde, daß sie ,,in dieser uffrurigen Empörung der Bauernschaft" die Burg „verwüst, zerrissen und zerbrochen" hätten und verspricht die Kosten der durch den Graf vorzunehmenden Wiederherstellung zu tragen. (Quelle:...) | ||
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| + | * Zitat, Seite 17 | ||
| + | Schulthei | ||
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| + | * Zitat, Seite 18 | ||
| + | Das Haus von Adam Wilhelm, Deckelgasse 9/11, durch seinen Turm auffallend, wurde 1591 erbaut. | ||
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| + | * Zitat, Seite 18 | ||
| + | Das Haus von Oskar Hafner, Alsterweiler Hauptstraße wurde 1595 erbaut. Es zeigt über dem Torbogen außer den Anfangsbuchstaben des Namens eine schwörende Hand, welche auf den Beruf eines Gerichtsschöffen hinweist. | ||
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| + | * Zitat, Seite 18 | ||
| + | Maikammer und Alsterweiler hatte um 1600 fast die gleichen Straßen wie heute, nur wird die Deckelgasse nichr erwähnt, die Hintergasse hieß Obergasse, die Spreiselgasse Hubengasse. | ||
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| + | * Zitat, Seite 18 | ||
| + | 1619 waren in Maikammer 163 und in Alsterweiler 87 Häuser. Sie waren nicht numeriert und wurden nach der Lage zu den Nachbarn bezeichnet. | ||
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| + | * Zitat, Seite 18 | ||
| + | 1602 sind auf 1. Mai durch den Frost die Reben erfroren. Am 21. September war nachts ein Erdbeben, daß die Hühner von den Balken geflogen sind und in manchen Orten die Glocken von selbst geläutet haben. Auch am 17. Oktober morgens zwischen 4 und 5 Uhr war ein Erdbeben. | ||
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| + | * Zitat, Seite 26 | ||
| + | Da ein Mädchen von hier namens Apollonia Anstand als Laienschwester im Kloster der Franziskanerinnen in Speyer war, flohen die Schwestern dieses Klosters 1689 nach Alsterweiler, wo sie ein Haus besaßen. 54) | ||
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| + | * Zitat, Seite 29 | ||
| + | Die bischöflichen Gemeinden sollen zirka 9000 Gulden Kosten gehabt haben: die Gemeinden Hambach, Diedesfeld, Maikammer-Alsterweiler und St. Martin zusammen 5 109 Gulden 56) | ||
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| + | * Zitat, Seite 29 | ||
| + | 1754 wurde das Pflaster zu Alsterweiler gemacht, es kostete 90 Gulden, der Plattenweg 70 Gulden. Die Gemeinde zahlte ihre Schuld an die Kirche zurück. | ||
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| + | * Zitat, Seite 32 | ||
| + | 1774 wurden im Alsterweiler Tälchen Sandsteine gebrochen zum Dombau in Speyer. Es gab nicht sehr viel aber guten Wein. | ||
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| + | * Zitat, Seite 34 | ||
| + | Am 5. September nachts 1/2 1 Uhr fiel ein Wolkenbruch. Das Wasser riß den oberen Brunnenstock zu Alsterweiler ab und verursachte auch sonst großen Schaden (1792) | ||
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| + | * Zitat, Seite 35 | ||
| + | In Alsterweiler fiel auf einen Offizier der Verdacht demokratischer Gesinnung. Er wurde deshalb wegen einer früheren Entwendung von 11 Gulden angeklagt, verurteilt zum Tode und im Tälchen erschossen. 55) | ||
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| + | * Zitat, Seite 35 | ||
| + | Am 29. November verlangte der prov. Kommissär in Speyer alle Zehnten und Gülten des Domkapitels und der anderen hiesigen Stifter. Diese waren aus Vorsicht in Geld umgewandelt worden, welches gegen Quittung in Speyer abgeliefert worden war. Nur die Weine der Klosterfrauen von St. Klara aus ihrem Besitz in Alsterweiler waren nach Speyer gefahren worden. (1792) | ||
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| + | * Zitat, Seite 37 | ||
| + | Am 30. März nahm Kommissar Wambsgans mit 6 M a n n 50 Kühe aus den Stallungen in Maikammer, am 2. April 80 Kühe aus den Stallungen von Alsterweiler.Wut und Verzweiflung erfaßte die Bewohner. Man verrammelte die Tore, bewarf die Eindringlinge mit Holzscheiten und widerstand mit Gewalt, aber alles half nichts. Nur wer rechtzeitig in den Hinterwald gefahren und sich dort einige Tage aufgehalten hatte, rettete seine Kuh. (1793) | ||
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| + | * Zitat, Seite 39 | ||
| + | Am 11. Dezember wurde Alsterweiler noch einmal geplündert. Truppen des deutschen Korps Benjowsky waren am 9. Dezember aus Edenkoben zurückgedrängt worden und mußten am 10. Dezember bis hierher zurückweichen. Mit einigen Freischützen brachen die Soldaten zu S t . M a r t i n und Alsterweiler in die Keller ein, schleppten Schweine und Kühe fort und erpreßten von den Einwohnern Geld unter Androhung des Todes. Hier wurde Schultheiß Rieth überfallen und mißhandelt. (1793) | ||
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| + | * Zitat, Seite 40 | ||
| + | Nach der weiteren Regelung der Gemeindeverwaltung wurde in Maikammer Friedrich Schwarzwälder Agent und Emanuel Heilweck Adjunkt, in Alsterweiler Peter Adam Koch Agent und Friedrich Eisenbiegler Adjunkt. | ||
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| + | * Zitat, Seite 41 | ||
| + | In diesem Jahre der Vereinigung der Pfalz mit Frankreich wurden in vielen Orten wieder Freiheitsbäume gesetzt, so auch in Alsterweiler, das durch die neue Verwaltung mehr Selbständigkeit erhalten hatte. (1798) (das Jahr 6 nach französicher Rechnung 22. September 1797 bis 22. September 1798) | ||
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| + | * Zitat, Seite 43 | ||
| + | Durch Gesetz vom 25. November 1802 wurde der Verkauf aller Nationalgüter angeordnet. In Mainz begann die Versteigerung aller früheren herrschaftlichen Güter. Die Credenburg zu Alsterweiler kam in den Besitz der Gebrüder Lederle in Hambach, 60 Morgen Äcker und 24 Morgen der Dieterwiese gingen in Privatbesitz über. Das sogenannte Nonnenhaus kaufte Franz Peter Schwarzwälder in Alsterweiler samt dem dazu gehörigen Gut um 465 Frs., zahlbar in 3 Terminen. | ||
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| + | * Zitat, Seite 44 | ||
| + | 1808 mußten die Bürger 355 Frs. 2 Cts. zur Wasserleitung aufbringen. Es gab sehr viel, leichten Wein. Er kostete 7a—80 Gulden. | ||
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| + | * Zitat, Seite 49 | ||
| + | Der Wein (8 Morgen gaben 2 Fuder) war so sauer, daß ihn kein Wirt kaufen wollte. Er kostete 100—130 Gulden. Jetzt kam der 15er (1815) Wein in den Preis. Friedrich Eisenbiegler in Alsterweiler verkaufte 1 Fuder zu 415 Gulden und 1 Kronentaler. (1816) | ||
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| + | * Zitat, Seite 51 | ||
| + | In diesem Jahre wurden zum erstenmal Leichenträger angestellt, 5 für Maikammer und 5 für Alsterweiler. Die Gemeinde kaufte 5 schwarze Mäntel und Hüte. Die Trägergebühr betrug 20 Kreuzer. Am 15. Mai wurden die bisher üblichen Leichenschmause verboten. (1824) | ||
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| + | * Zitat, Seite 52 | ||
| + | Am 2. Juni 1831 richteten Bürger von Alsterweiler an das Landkommissariat Landau die Bitte, Alsterweiler von Maikammer zu trennen und zu einer selbständigen Gemeinde mit eigener Verwaltung zu erklären. Als Gründe führten sie an die Vernachlässigung des Ortsteils Alsterweiler in den letzten 15 Jahren und die mutwillige Verschleuderung des Gemeindeeigentums in Alsterweiler zum Nachteil der Gemeinde. Die Schrift enthält viele scharfe Ausdrücke, woraus man die tiefe Erbitterung der Alsterweilerer Bürger ersieht. Der Zufahrtsweg von Maikammer nach Alsterweiler, der Plattenweg, war meist in derartig schlechtem Zustand, daß Fuhrwerke bis an die Achse einbrachen, und Fuhrleute, die Flachs, Weiden, Kartoffeln u. a. von auswärts brachten, es vorzogen in Maikammer zu bleiben. | ||
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| + | * Zitat, Seite 52 | ||
| + | 1826 war ein Betrag für Pflaster durch Alsterweiler im Gemeinde-Voranschlag eingesetzt, 1828 sollte eine Strecke gemacht werden, aber erst 1832 und 1833 wurde es ausgeführt. Es kostete 1873 fl . 34 Kr. | ||
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| + | * Zitat, Seite 53 | ||
| + | 1836 war am 17. Oktober Weinlese. Es gab ziemlich viel aber geringen Wein , der ^ r f l . kostete. D a die Kirchweih, welche seit undenklichen Zeiten auf den Srnntag Cantate (4 Wochen nach Ostern) gefeiert wurde, oft mit dem Landauer und Kandeler 3I?arkt zusammenfiel, wurde sie am 15. I^orcmber aul Exaudi (Sonntag vor Pfingsten) verlegt. | ||
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| + | * Zitat, Seite 53 | ||
| + | Kirchw | ||
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| + | * Zitat, Seite 53 | ||
| + | 1840 gab es in Maikammer 301, in Alsterweiler 104 Häuser. | ||
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| + | * Zitat, Seite 53 | ||
| + | Am 28. August 1842 wurde wieder im Gemeinderat über die Trennung des Ortsteiles Alsterweiler von Maikammer verhandelt. 5 Gemeinderäte waren ganz dafür, Gg. Frz. Straub wollte nur Trennung der Gemeindekasse. Andr. Platz war dafür, wenn die Straße nach Edenkoben nicht gerade, sondern in der Richtung des alten Weges gebaut wurde und das Pflaster der Deckelgasse gemacht werde. Die übrigen 16 Gemeinderäte von Maikammer waren gegen eine Trennung. | ||
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| + | * Zitat, Seite 53 | ||
| + | 1. weil zwei getrennte Haushaltungen kostspieliger zu führen wären als eine einzelne, 2. weil die Wasserleitung doch gemeinsam bleiben müsse und durch Alsterweiler geleitet werde; Reibereien und Prozesse würden entstehen, 3. weil die Trennung sehr bedeutende Kosten verursachen würde, 4. weil sich in zehn Jahren die beiden Dörfer durch Neubauten doch berühren würden und eine Wiedervereinigung notwendig machte. | ||
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| + | * Textanmerkung, Seite 54 | ||
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| + | * Zitat, Seite 54 | ||
| + | I. weil die Trennung sehr bedeutende Kosten verursachen würde, 4. weil sich in zehn fahren die beiden Dörfer durch Neubauten ooch beriihren würden und eine Wiedervereinigung notwendig machte. | ||
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| + | * Zitat, Seite 54 | ||
| + | I | ||
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| + | * Zitat, Seite 54 | ||
| + | In einer weiteren Sitzung am 3. Februar 1843 stellte Michael Eisenbiegler den Antrag, in Alsterweiler eine Abstimmung durch einen Regierungsbeamten vornehmen zu lassen. Es blieb aber bei dem vorigen Beschluß. | ||
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| + | * Zitat, Seite 54 | ||
| + | A m 20. M ä r z 1843 richteten mehrere Bürger von Alsterweiler ein Gesuch um Trennung von Maikammer an die Regierung der Pfalz. Die Mehrheit war aber gegen eine Trennung. In einer Kommissionssitzung der Höchstbesteuerten der ganzen Gemeinde am 13. August 1843 sprach man sich auch dagegen aus. Der neugewählte Gemeinderat verhandelte noch einmal am 28. August 1843 darüber, 20 Gemeinderäte, darunter 4 von Alsterweiler waren gegen eine Trennung nur Lorenz Groß und Pet. Ad. Frankmann beharrten auf ihrem seitherigen Standpunkt. So war diese Angelegenheit endgültig erledigt. | ||
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| + | * Zitat, Seite 55 | ||
| + | Die Teuerung hielt an, sodaß im Frühjahr 1847 noch große Not herrschte. Das Malter Korn kostete 20 f l . Da sich auf den Jahrmärkten verdächtiges Gesindel herumtrieb, wurde 1847 die Kirchweihe auf 25., 26. und 27. J u l i verlegt. | ||
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| + | * Zitat, Seite 56 | ||
| + | daß sie die unbedingte Rechtsgültigkeit der Reichsverfassung sowie aller Beschlüsse der Nationalversammlung anerkennen". Dieser Anerkennungsakt wurde hier am 9. Mai geleistet. Die Kirchweih wurde auf unbestimmte Zeit vertagt, dann aber überhaupt nicht abgehalten. (1848) (Seite 56) | ||
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| + | * Zitat, Seite 56 | ||
| + | Am 19. Mai zog der „Oberst" Blenker von Worms mit 4000 Mann die mit alten Waffen, Sensen und Mistgabeln ausgerüstet waren, nachts von Neustadt nach Landau, um diese Festung zu nehmen. Der Angriff endete aber kläglich. Die rechtsmäßigen Beamten der Regierung und der Landkommissariate (Bezirksämter) flohen zum Teil, doch alle wurden abgesetzt und durch Anhänger der Freiheitsbewegung ersetzt. Für Landau wurde Literat Schneider von Edenkoben Zivilkommissär. Gemeinde- und Staatsbeamte, die ihr Amt erhalten wollten, mußten den Eid auf die Reichsverfassung schwören. Der provisorischen Regierung mußten sie erklären: „Ich verpflichte mich den Anordnungen der provisorischen Regierung Folge zu leisten!" Auf Pfingsten (27. und 28. Nlai) hausten die Freischaren hier und Umgebung. Sie waren geführt von dem fahnenflüchtigen Leutnant Joh. Ernst Willich von der Insel Rügen. Er nahm am Pfingstmontage im Pfarrhause Quartier und zwang Pfarrer Weckesser den Eid auf die Verfassung zu schwören. Er ließ sich einige Tage aufwarten und von Fräulein Weckesser die Kleider flicken. In seiner Begleitung war viel Gesindel, besonders von Edenkoben, das sich hier einquartierte. Das Königslied „Domine salvum fac regem" durfte nach dem Hochamte nicht mehr gesungen werden. Lehrer M ü l l e r von Alsterweiler wettete am Pfingstmontag beim Frühschoppen in der „Krone", daß er nach dem Amte das Königslied singen werde, auch wenn die Freischaren es hören würden. Er sang es, wurde aber am nächsten Tage von Willich verhaftet und nach Kaiserslautern abgeführt. Als Pfarrer Weckesser im Pfarrhause belästigt wurde und er gar vom Altar weggeholt werden sollte, eilten die Bauern von Alsterweiler mit Sensen und Dreschflegeln zu Hilfe. Damals soll der Spruch entstanden sein: „Weg do newe, weg do newe, for unsern Parre lossen mer unser Lewe." | ||
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| + | * Zitat, Seite 56 | ||
| + | Das Königslied „Domine salvum fac regem" durfte nach dem Hochamte nicht mehr gesungen werden. | ||
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| + | * Zitat, Seite 57 | ||
| + | Lehrer Müller von Alsterweiler wettete am Pfingstmontag beim Frühschoppen in der „Krone", daß er nach dem Amte das Königslied singen werde, auch wenn die Freischaren es hören würden. Er sang es, wurde aber am nächsten Tage von Willich verhaftet und nach Kaiserslautern abgeführt. (1848) | ||
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| + | * Zitat, Seite 57 | ||
| + | Als Pfarrer Weckesser im Pfarrhause belästigt wurde und er gar vom Altar weggeholt werden sollte, eilten die Bauern von Alsterweiler mit Sensen und Dreschflegeln zu Hilfe. Damals soll der Spruch entstanden sein: „Weg do newe, weg do newe, for unsern Parre lossen mer unser Lewe." (1848) | ||
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| + | * Zitat, Seite 57 | ||
| + | So erhielt am 7. Juni der Löwenwirt Michael Hauck in Alsterweiler vom Rentamt Edenkoben, wo derselbe Rentbeamte weiter wirkte, die Mahnung, binnen 3 Tagen beim Rentamt Edenkoben 200 f l . als Zwangsanlehen zu zahlen. Hauck wollte nicht. Am 13. Juni kam eine 2. Mahnung mit Androhung der Verhaftung. Am 14. Juni zahlte er 100 fl. auf Abschlag. Weil er nicht ganz zahlte, wurde er gefangen nach Kaiserslautern abgeführt. (1848) | ||
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| + | * Zitat, Seite 58 | ||
| + | Karl Theodor Rieth in Alsterweiler verkaufte sein Haus mit 2 Gärten um 4000, fl. und ging nach Amerika. (1850) | ||
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| + | * Zitat, Seite 58 | ||
| + | Vom Jahre 1851 an wurde die Stelle des Eichers alljährlich besetzt, einer für Maikammer und einer für Alsterweiler. | ||
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| + | * Zitat, Seite 59 | ||
| + | Am 22. Juli besuchte König Ludwig I. von der Villa aus die Alsterweiler Kapelle. (1854) | ||
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| + | * Zitat, Seite 59 | ||
| + | Im September war es kalt, daß der Tabak erfror. | ||
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| + | * Zitat, Seite 59 | ||
| + | Der Weinverkauf ging im Herbste sehr schlecht. Most kostete die Hotte Traminer 71/2 fl. Das Fuder Wein kostete 190 fl. Im Dezember gab es einige Verkäufe zu 230 f l . , 1855 kostete er in Maikammer 125, in Alsterweiler 130 f l. (1854) | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 60 | ||
| + | Vor dem Herbst kostete 55er Wein 190—200 fl., 53er 121—135 fl. Weil die Wingert immer wenig trugen, wurde 1856 viel Tabak gepflanzt. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 60 | ||
| + | Der Handel mit Tabak, für den sich die Weinbauern interessierten, ging gut. Es wurden 1856 in der Pfalz für 2 Millionen fl. Tabak verkauft. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 61 | ||
| + | Man pflanzte auch in diesem Jahr in allen Rebstücken und Wingertsäckern statt Kraut und Rüben Tabak. (St. Martin hatte 60 Morgen Tabak angebaut.) (1857) | ||
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| + | * Zitat, Seite 61 | ||
| + | M ü l l e r schreibt: „In allen Gesichtern ist Zufriedenheit zu erblicken." „Soviel Geld ist noch nie nach Alsterweiler für Wein gekommen wie dieses Jahr, ein glückliches Jahr." (1857) | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 61 | ||
| + | Das Jahr 1857 war für Maikammer und Alsterweiler ein sonderbares Jahr. Im Juni wollte man verhungern und schenkte wegen Futtermangels das Vieh halb weg; im Herbst gab es noch genug Rüben und Kraut. Im November und Dezember war es noch warm. Der Wein kostete im November 140—14Z fl., im Dezember 150—160 fl. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 62 | ||
| + | Am 5. Oktober begann der Herbst; am 4. durfte das Faule geholt werden. In Alsterweiler gab es einen halben Herbst, in Maikammer etwas weniger. Der Most wog 75—90 Grad. Es gab einen vorzüglichen Wein. Portugieser kostete 6—8 fl., Traminer 6 fl. 12 Kr. die Hott. Der Weinverkauf ging schlecht. Im Dezember wurde in Alsterweiler ziemlich verkauft zu 125—130 fl. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 63 | ||
| + | Am 22. Oktober begann die Weinlese. Franken gab es viel, Gutedel und Traminer wenig. Der Ertrag war in Maikammer besser als in Alsterweiler. (1860) | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 63 | ||
| + | Am 10. Oktober begann die Weinlese. Es gab sehr wenig, aber vorzüglichen Wein; in Alsterweiler etwas mehr als in Maikammer. (1861) | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 64 | ||
| + | In Alsterweiler hatte man den Schoppen zu 6 Kr. über die Straße verkauft. (1862) | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 65 | ||
| + | Am 8. August war Speyerer Kavallerie auf den Dieterwiesen. (1865) | ||
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| + | * Zitat, Seite 67 | ||
| + | Bis November war in Alsterweiler der meiste Wein verkauft. (1868) | ||
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| + | * Zitat, Seite 68 | ||
| + | Am 1. August kam eine Abteilung preußischer Kavallerie. Am 2. August lagerten auf den Dieterwiesen 158 Mastochsen, welche 67 Mann der bayerischen Feldverpflegungsabteilung Nr. 3 und 32 Mann der Metzgereiverwaltung den Truppen nachtrieben. (1870) | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 69 | ||
| + | Schon im Jahre 1868 war beschlossen worden, eine eiserne Wasserleitung anzulegen. Sie war auf 17 000 fl. veranschlagt. Im Jahre 1870 kam die Sache wieder zur Sprache. 3 Gemeinderäte waren für Hausleitung, 13 nur für öffentliche Brunnen. Auch wurde die Chaussierung der heutigen Hartmannstraße beschlossen. Das dazu nötige Land kostete pro Dezimale 25 fl. Die Gemeinde nahm 12 000 f l . auf, um Wasserleitung und Bau der Straße ausführen zu können. 1871 wurde die Straße gemacht, sie kostete 7000fl. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 69 | ||
| + | Von November 1870 bis Januar 1871 starben viele jungen Männer, in der Deckelgasse allein 5 Männer und eine Frau. Die Blattern, die schon an vielen Orten gehaust hatten, kamen auch hierher. | ||
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| + | * Zitat, Seite 69 | ||
| + | Vom Januar bis Mitte Februar gab es viel Regen und Sturm. Am 10. Februar, morgens 1/26 Uhr, war ein Erdbeben von geringer Heftigkeit. Die Wingert erfroren. Der Wein stieg auf 140 und 145 fl. Es war großer Verkauf. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 70 | ||
| + | Die Bürger, denen durch Lagerung der Ochsen auf der Dieterwiese und durch Aufstellen der Kanonen auf den Bachwiesen Schaden am Gras entstanden war, forderten zusammen 165 f l . Entschädigung. Am 28. März kam noch einmal preußische Einquartierung. (1871) | ||
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| + | * Zitat, Seite 80 | ||
| + | Die Weinpanscherei stand in Blüte. Die Brunnentröge waren immer leer. Neuer gezuckerter Wein kostete in den Wirtschaften 18 Kreuzer der Schoppen. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 81 | ||
| + | Wein wurde in Alsterweiler viel zu 260 und 265 f l . verkauft. Im Januar 1874 kostete er 205 fl. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 81 | ||
| + | Im März und April war es kalt. Im März kostete der Wein 165 f l . Es gab kein Futter. Gerste, Klee und Tabakpflanzen erfroren.(1875) | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 83 | ||
| + | Am 22. März erwarb die Gemeinde von Eva Marg. Straub eine Wiese auf den Dieterwiesen für 1800 M für Anlegung der Schloßstraße. (1884) | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 84 | ||
| + | In Alsterweiler konnte gut verkauft werden, in Maikammer weniger gut. (1886) | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 87 | ||
| + | Der Sommer war trocken. Am 22. September gab es noch ein Gewitter mit Schloßen, die südlich von Maikammer und Alsterweiler schadeten. (1893) | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 88 | ||
| + | Am 1.Oktober war Weinlese. In Alsterweiler gab es sehr viel Wein, in Maikammer weniger. Der Most wog 50—65 Grad. Der Wein war gering. Portugiesermost kostete 5. M, Franken 6,50—7 M, Weißwein 180 bis 200 M. Der Mostverkauf war in Alsterweiler lebhaft, in Maikammer weniger.(1896) | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 88 | ||
| + | In diesem Jahre wurde hier ein protestantisches Vikariat errichtet. Der Winter 1897/98 war gelinde, das Frühjahr größtenteils naß. Mitte Mai herrschte große Hitze. Auf die Kirchweihe am 23. M a i gegen 6 Uhr abends war ein schweres Gewitter mit Hagel. (1896/97) (Seite 88/89) | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 91 | ||
| + | In den unteren Lagen gab es viel Spring- und Heuwurm, in Alsterweiler wenig. (1902) | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 94 | ||
| + | Das Wetter war nach dem Herbst noch sehr gut. Am 18. November abends um 1/211 Uhr gab es ein starkes Erdbeben von 7 Sekunden Dauer. Man hörte ein Rollen, Türen und Fenster zitterten. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 94 | ||
| + | Am 23. September zwischen Rot- und Weißherbst wurde die Alsterweilerer Winzergenossenschaft gegründet. Sie kelterte zuerst bei ihrem Mitgliede Michael Christmann, kaufte dann im Frühjahr 1912 das Haus in der Mühlgasse von Mathäus Schlosser und richtete Keller und Kelterhaus im Herbste 1912 ein.(1911) | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 94 | ||
| + | Am 15. gegen Abend gab es ein Gewitter mit Schloßen, die oberen Lagen von St. Martin, Alsterweiler, Diedesfeld und Hambach wurden ganz zerschlagen.(1912) | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 96 | ||
| + | Im Juni 1920 wurde die 3. Winzergenossenschaft mit dem Namen „Winzerverein Kalmit" gegründet. Da sie nicht an den Kauf eines Hauses denken konnten, mietete sie Kelter und Keller. So blieb es auch bis heute. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 103 | ||
| + | Die Gemarkung von Maikammer-Alsterweiler umfaßt mit der Dorffläche 605,67 Hektar, davon sind 521 Hektar Wingert, Äcker und Wiesen. Die letzte allgemeine Vermessung geschah im Jahre 1822, weshalb auch die Grenzsteine neben dem Zeichen des früheren Gerichtssiegels und den Buchstaben MK die Jahreszahl 1822 tragen. Es ergaben sich 7110 Parzellen. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 104 | ||
| + | Im Alsterweiler Tälchen, im Klausental und östlich von beiden ist der Boden aus angeschwemmtem Sand, dem Verwitterungsprodukt des Buntsandsteins, gebildet. Das übrige Hügelland hat im Westen als Hauptbestandteil Kalk mit angeschwemmtem Sand, im Osten Lehm mit Sand. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 105 | ||
| + | 1857 pflanzten viele Leute in seitherigen Repsstücken und Wingertsäckern statt Kraut und Rüben Tabak, was sich damals gut rentierte. Quelle: 74 = Georg Adam Müller, Lehrer) | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 106 | ||
| + | Im Klausental stand im 16. Jahrhundert eine Kapelle mit Klause. Sie wurde von einem Waldbruder bedient. Zu ihr gehörten Acker, Wiesen und Wald, Wein- und Geldzinsen. Von dem alljährlich dort stattfindenden Klausenfeste gingen die Teilnehmer nach Alsterweiler und aßen und tranken. Daraus soll die Kirchweih entstanden sein. Im Jahre 1573 vertauschte der edle Stephan zum Jungen und seine Hausfrau Ursula v. Dalheim die Klause nebst Kirche und allem Zubehör, die sie von ihrem Vater ererbt hatte, an seinen Schwager Moriz von Morschheim. 53) | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 107 | ||
| + | d) Die Flurnamen. Unsere Gemarkung ist in etwa 70 Gewannen oder Fluren eingeteilt, deren Namen aus der ältesten Zeit der fränkischen Besiedelung stammen. Einige Namen verschwanden im Laufe der Zeit, andere bildeten sich neu. So kommt 1370 oberhalb des Mühlackers der „Schenderich" vor. Um 1600 werden die Gewanne „Feulnig" und „Steingebiß" erwähnt, die heute in keinem Plan mehr stehen. Die meisten Gewannen gegen Edenkoben, wie Stößen, Lochhohl, Mai, Pfeifer und beim Dorf der Schnetz kommen um 1600 noch nicht vor. Bei vielen änderte sich die Schreibweise, so daß ihre Bedeutung nicht mehr klar ist. aa) Nach der Bodengewann werden benannt: der Letten, der Lehmen oder Leimen, die Lehmengrube, welche man früher als solche benutzte, als man noch Gebäude mit Holzfachwerk aufführte; Steingebiß, ist steiniger Boden; biß = boß = Steinbruch; Hartwiesen, 1875 zum erstenmal gerodet, = dürre, trockene steinige Wiese. Lohwiesen, loh = Wasser-Sumpf, also sumpfige Wiese; loh = auch dichtes Gebüsch von Erlen, Birken, Haseln auf wässerigem, moorigem Grunde; Bösgewann früher Ackerfeld = schlecht unterhaltene Gewanne, oder war schwer zu bearbeiten nach der ersten Urbarmachung. bb) Nach der Bodenform: Berg oder Eichelberg = Abhang des Wetterkreuzberges, Stotz = steiler Abfall eines Hügels; Held = Halde = Abhang mhd helde = Abhang; Grund = feuchte Senke; Hohl = ausgehöhlter Weg, alte Hohl = jetzt ausgefüllt, im Loch und Lochhohl = Vertiefung; Vogelsang, sang von senken, Senkung des Bodens, wo sich gern Vögel aufhielten; Schild nach der Schildform; cc) nach der Lage: am Kreuz, beim Dorfkreuz an der Diedesfelder Straße; am Hitschbach; am Mühlbach; Mühlacker; am Neustadter Weg; am Pfaffenweg, Weg, den ein Kloster (Heilsbruck) herstellen und benützen ließ; hinter der Herberge, die sich früher (1619) auf der Westseite der Heerstraße befand; am Petersbrunnen, im Frühjahr fließt dort ein Wässerlein heraus; am Sparbenbrunnen, Brunnen am Sparbenbaum; Überfeld, oberes Feld, von Maikammer aus über dem Bach gelegen; Böbig, von mhd bobe, bobene = oberhalb, liegt oberhalb des Baches; Bornsel von Born, Quell, Brunn. dd) Nach der Bepflanzung: Kirschengarten; Linsenfeld; Mandelacker; Spreiselgasse, Weg durch die Spreiselwiesen, früher Spreunzelwiesen genannt, von mhd. sprenzen = buntschmücken, also die buntfarbige, blumige Wiese; Zeile, von mhd zil = Busch, daneben Buschweg; Eulbusch, Büsche, in denen sich Eulen aufhielten: Hahnen = Hag, Hagen, Hain; Hahngipfel = Wald am Gipfel des Wetterkreuzberges, jetzt Wingert. ee) Nach der früheren Benützung: Schleife = Schleifweg für Holz; Holzweg, Weg zur Holzabfuhr; Kalkofen; Lehmengrube; Immengarten, worin Bienenstöcke aufgestellt waren; Geißweide, erinnert an arme Zeiten, wo viele Geißen gehalten wurden; Viehtrieb, Weg zum Weideplatz des Viehes auf dem Spielfeld; Sau, Weideplatz der Schweine oder von mhd. suhe = Graben; Wolfsloch an der Gemarkungsgrenze, Loch zum Fangen von Wölfen; Geraidestuhl; Ahlberg siehe Ziffer cc. Spielfeld von Spiel = Gesamtheit, einer Gesamtheit gehörig; Schießmauer, bei Schützenfesten in Gebrauch, ff) Nach früheren Gebäuden: in der Klause; Ziegelscheuer = Ziegelhütte; Poppel von kleine Puppe, vielleicht Bildstock mit dem Jesuskind; Heilgenberg mit Feldkapelle gegen St. Martin, vielleicht stand dort ein Heiligenbild, Bildstock; Waschhütte. gg) Nach der Größe: Hub, mhd. huobe = Stück Land von bestimmtem Maße, das vom Landesherrn im Erblehen vergeben war. hh) Nach den früheren Besitzern: Ferber; Dürkheimer; Dieterwiesen, früher Dieterswiese benannt; Pfeifer; Mai; Weinsper, früher Weinsweiler nach dem Personennahmen Win oder Wein. ii) Nach alten Rechten: Mundrecht, von munt = Hand, Schutz; Land, das einen besonderen Schutz genießt; Fronwingert = Herrenwingert, in Fron zu bearbeiten; Erb = Erbe. Einige Namen sind nicht zu erklären, so Eizum, das 1619 Eutzum geschrieben wurde Die Aussprache Eiz'm könnte Eizheim vermuten lassen, eine Siedlung an der Stelle ist aber nicht denkbar; ein Herr dachte bei der 1. Silbe an die Abstammung von aha, das Wasser, und an zuppen, das durchsickern bedeutet; es wäre also eine Gewann, die tiefe Lagen mit Frühjahrsquellen hat. Costre, früher Coster, könnte mit Küster zusammenhängen, dann wäre es Kirchengut gewesen; Schnetz = Waldschneise, mundartlich Schnääz; die Gewann liegt unterhalb des Dorfes, wo seit urdenklichen Zeiten kein Wald mehr war, der Name kommt zudem erst in der letzten Zeit vor. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 107 | ||
| + | Im Jahre 1714 wurde der sog. Kurbrunnen bei Edenkoben entdeckt. Das Grundstück gehörte dem Grafen v. Dalberg und lag im hiesigen Bann. Im August 1714 wollte der Dalbergische Kellerverwalter von Essingen mit Hand- und Fuhrfrönern und Handwerkern die Quelle fassen lassen, wurde aber von dem Kirrweiler Ausfauth daran verhindert. Die beiderseitig aufgestellten Wachen mißhandelten sich gegenseitig. So entstand um diese damals als wertvoll angesehene, jetzt unbedeutende, wertlose Quelle ein Streit, der 40 Jahre dauerte. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 108 | ||
| + | am Petersbrunnen, im Frühjahr fließt dort ein Wässerlein heraus; | ||
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| + | * Zitat, Seite 109 | ||
| + | Dieterwiesen, früher Dieterswiese benannt; | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 109 | ||
| + | 1492 kostete die 28 Morgen große Dieterwiese samt dem Burgstadel 600 rhein. fl. | ||
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| + | * Zitat, Seite 110 | ||
| + | 1830 - 1/2 Morgen Wiese auf den Dieterwiesen 50 fl. | ||
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| + | * Zitat, Seite 110 | ||
| + | 1836 - 1 Viertel Morgen Wiese auf den Dieterwiesen 210 fl. | ||
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| + | * Zitat, Seite 111 | ||
| + | Das Kloster St. Klara (Franziskanerinnen) hatte ein Haus am Hübel (Nr. 54) und 1 Doppelhaus in der Deckelgasse (Nr. 6 und 8) und 8 Morgen Wingert (Nonnenwingert (noch 1798) Quelle 54 / Remling Abteine und Klöster). | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 111 | ||
| + | b) ein Eußerthaler Propstei-Erbbestands-Weingut Quelle 7); es wurde im Jahre 1580 an Thomas Boscher gegen 4 Ohm schönen Wein im Erbbestand verliehen. 1759 weigerten sich die Erbbeständer weiter Erbgült zu entrichten, es sollten wegen schlechten Ertrages 2 Ohm eingezogen werden; es wurden aber bei der Renovation 1759 die 4 Ohm belassen. | ||
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| + | * Zitat, Seite 111 | ||
| + | d) Allerheiligen und S t . Germans Stiftsgüter; 1759 war ein Streit zwischen der Gemeinde und dem Allerheiligenstift wegen Zahlung der Bede von diesen Gütern. 1762 wurde dem Bürger Mathis Reinig 1 Morgen Dekanalwingert in der Eulbuschgasse für 5 fl. jährlichen Zins auf lebenslänglich überlassen. Die Mandeln davon waren abzuliefern. | ||
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| + | * Zitat, Seite 111 | ||
| + | Im Bereiche der Gemarkung Maikammer lagen früher vier Mühlen, eine im Klausental und drei am Kropsbach. | ||
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| + | * Zitat, Seite 111 | ||
| + | Die Mühle im Klausental wurde von dem Wasser des kleinen Hitschbaches getrieben. Jedenfalls war dort ein Staubecken und ein oberschlächtiges Mühlrad. Über ihre langsame Tätigkeit erzählt man sich hier: Einmal schüttete der Müller am Morgen auf und ging über Land. Spät am Abend kehrte er zurück. Als er beim Nachtessen saß, ertönte plötzlich die Glocke der leergelaufenen Mühle. Darüber wurde er unwillig, weil die Mühle schon „so rasch" leergelaufen war und ihn beim Essen störte. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 112 | ||
| + | Trotzdem das Oberamt sein Gesuch befürwortete, wurde es am 19. Juni 1745 abgelehnt, weil von St. Martin bis Kirrweiler 7 Mahlmühlen an dem kleinen Bächlein waren. (1745) | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 119 | ||
| + | Durch eine Verordnung vom 19. J u l i 1796 ( 1 . Thermidor 4) wurden die Waldungen unter die Aufsicht der Landes-Forstadministration gestellt und keine Fällung von Stammholz ohne Genehmigung der Staatsbehörde mehr erlaubt. Der Bedarf eines jeden Bürgers wurde durch die Ortsbehörde festgestellt, die Forstbeamten besorgten die Hiebe und wiesen das Holz an, das bis zu einer bestimmten Zeit abgefahren sein mußte. Die Gemeinden wurden verpflichtet, besonders geeignete und taugliche Waldaufseher anzustellen und solche zu honorieren, in Wirklichkeit wurden sie fortan durch die Forstbehörde angestellt. Die Jagd und Fischerei wurde ganz aufgehoben, das Geraidegut der Gemeindesteuer unterworfen, und die Geldstrafen flossen nicht mehr, was besonders wehe tat, in die Gemeinde-, sondern in die Staatskasse. | ||
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| + | * Zitat, Seite 120 | ||
| + | Von München kam ein Geometer mit Frau und 14jährigem Meßgehilfen nach Maikammer und nahm bei dem damaligen Gemeindeschreiber Hauck Wohnung. Dessen Sohn half auch beim Messen mit. Dieser erzählt von diesen Waldgängen in der Palatina. So fanden sie im Walde viele "balkenlange und pickelshelmsdicke" Schlangen. Einmal fanden sie bei der Kropsburg einen Storch, den eine Schlange umwickelt hatte. Sie befreiten den Storch. Der Geometer war ein eigentümlicher Mann, den die Leute Waldmesser nannten. Wenn sie ihm begegneten, grüßten sie ihn immer: „Guten T ag, Herr Waldmesser!" Darüber ärgerte er sich und erwiderte: „ Ich bin kein Waldmesser nicht: ich bin Geom'ter!" Die damals nicht feinen Leute, die auch infolge des Krieges und der Nachkriegszeit roher geworden waren, trieben ihren Spott mit ihm und riefen ihm, wo sie ihn von weitem sahen „Land-mes-ser" nach. Einmal ging er auch von der Vermessung durch Alsterweiler nach Hause; im Walde hatte er sich einen dicken Stock zum Benutzen beim Gehen abgeschnitten. Als er an die Deckelgasse kam, standen einige böse Buben dort und belästigten ihn durch Zurufen. Dabei schlug er dem Frechsten seinen Stock über. Die Folge war, daß man ihm Steine nachwarf und ihn bis zu seiner Wohnung verfolgte. Als auch noch nachts Steine in die Wohnung fuhren mit den Zurufen: „Wir schneiden ihm den Hals ab! Wo ist der Waldmesser, er muß sterben; der will kein Waldmesser sein!", brach er nachts noch auf und verließ das ungastliche Maikammer. Ein Knecht des Bürgermeisters Reinig brachte ihn mit der Chaise fort.(1816) | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 120 | ||
| + | Vom Jahre 1816 an stellte der bayerische Staat die Forstleute an, und nun begann eine Streiterei mit diesen Beamten, die bis mm heutigen Tage dauert. Der erste Forstmann hieß Albert, er kam von Forst nach Maikammer. Seine Arbeit war eine sehr schwierige. Der ruinierte V3ald bedürfte der Schonung und Pflege. Albert ließ im vorderen W a l d die ungleich großen Bäume, die noch vorhanden waren, entfernen, den Boden mit dem Pickel bearbeiten und Forlensamen säen, der aber zunächst nicht aufging, weil er in der Dürre verbrannt war. Durch die verständigen Bemühungen des Försters war bald eine Kuppe herangewachsen, die gutes Futter gab. Namentlich wuchsen darin Schmelen, die, weil vom Vieh gern gefressen, trotz Verbotes gerne gegrast wurden. Allein dic Leute kehrten sich nicht an das Verbot und holten immer Futter. Der Förster war erst nachsichtig und langmütig. Da aber seine Nachgiebig keit dem W a l d e zum Schaden gereichte, so mußte er strenger einschreiten und machte Protokolle wegen ^Waldfrevels. | ||
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| + | * Zitat, Seite 121 | ||
| + | Nun ging das Schelten an. Da er einen Knebelbart trug, nannten sie ihn „Gäsebart". Nun schallte es den Berg hinauf und herab, das Tälchen hinein und heraus, wie früher „Landmesser" jetzt „Gä—se—ba—rt". Aber der Förster behielt seinen Gleichmut. Als er einen der Alsterweiler Buben mit einem Kreuzer belohnte, weil er am lautesten „Gäsebart" schreien konnte, taten's die anderen nicht mehr, weil sie nichts bekommen hatten, und das „Gäsebart"-Geschrei nahm ab. (Palatina Jahrgang 1889 S. 403 f.) | ||
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| + | * Zitat, Seite 124 | ||
| + | Maikammer und Alsterweiler haben, wie alle Dörfer der Vorderpfalz, keine Bewohner, die seit Urzeiten hier sitzen, den gleichen Hof wie ihre Stammvater bewohnen und die gleiche Scholle bebauen. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 124 | ||
| + | Eine ganze Reihe von katholischen Priestern, Lehrern, Professoren, Ärzten nud anderen wissenschaftlichen Berufen brachten Maikammer und Alsterweiler im 19. Jahrhundert und jetzt noch hervor. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 124 | ||
| + | Die Bewohner von Alsterweiler sind infolge ihrer Abgelegenheit von Landstraße, Bahn, Post, Kirche und früher auch Schule, besonders aber durch die oft stiefmütterliche Behandlung durch die Muttergemeinde Maikammer etwas anders geartet wie in Maikammer. | ||
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| + | * Zitat, Seite 125 | ||
| + | Es änderte sich in Alsterweiler wenig an Straßen, Hausern und Bewohnern | ||
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| + | * Zitat, Seite 125 | ||
| + | Dazu ist man mißtrauisch und war zeitweise erbittert auf die Bewohner von Maikammer, die Alsterweiler nicht geben konnten und auch wollten, was diese brauchten, Zufahrtswege und Pflaster, Gemeindegebäude, Schule und Selbstverwaltung. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 125 | ||
| + | Die erste bekannteste Zahl der Einwohner ist vom Jahre 1530. Damals wohnten in Maikammer 674, in Alsterweiler 451 Seelen, zusammen 1125. | ||
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| + | * Zitat, Seite 125 | ||
| + | 1602 waren in Maikammer 149 und in Alsterweiler 74 Familien. | ||
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| + | * Zitat, Seite 125 | ||
| + | 1619 waren in Maikammer 160 Häuser, in Alsterweiler 90. | ||
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| + | * Zitat, Seite 125 | ||
| + | 1825, 2218 Einwohner, 1509 in Maikammer, 709 in Alsterweiler. 1830 2349 Einwohner, 1664 in Maikammer. 685 in Alsterweiler. | ||
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| + | * Zitat, Seite 126 | ||
| + | 1850 2626 Einwohner, 724 in Alsterweiler. 1864 2358 Einwohner, 1790 in Maikammer, 568 in Alsterweiler. | ||
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| + | * Zitat, Seite 126 | ||
| + | Das „Verzeichnis aller jetzigen und nachkünftig Gemeindsmanner, Weibern, Wittiben und Kindern samt ihrem Religionsbekenntnisse zu Maycammer und Alsterweiler. Angefangen 1602" enthalt folgende Namen: Anstett Albert, Anshelm (in Alsterweiler), Herger, Bender. Bormann (2), Burk, Busch, Degen, Deusch, Doster, Eich, 'Ehrhardt, Espach. Erbhel, Engelhard, Ewald, Fischer, Funk (in Alsterweiler), Geßner, Günther (2), Groß, Hang (2), Heinfelder (2), Hermann, Hertel (3), Hauser, Heinig, Hoßmann, Henig, Herold, Hettersheimer, Hartmann, Haffner. Hertzel (in Alsterweiler), Pfarr, Platz, Poß, Preßler, Röder (in Alsterweiler), Hoffmann (in Alsterweiler), Jörg (in Alsterweiler), Jung (2), Jakob, Kegel, Kaufmann (in Alsterweiler), Kelblin (in Alsterweiler), Kemmerer, Korb, Kotzenmach, Kreuthaver, Koch, Krug (in AIsterweiler). Kugel (in Alsterweiler), Ladenburg, Laux, Lohr, Mathis, Metzger, Meyer, Müller (3 in Alsterweiler), Nebling, Nieb, Neumeyer, Nachbaum (1 in Maikammer, 1 in Alsterweiler), Notgeber, Obendruf (2), Papst, Paul, Pfaff (in Alsterweiler), Pfarr, Platz, Poß, Preßler, Röder (in Alsterweiler), Flößer, Rudolf (in Alsterweiler), Schaub, Scherer, Schneider, Schmidt, Schupfer (in Alsterweiler), Schroh, Schwab (in Alsterweiler). Schwartz (11), Seiler (in Alsterweiler), Schultes (in Alsterweiler), Spiel, Stachel (in Alsterweiler), Stalmann, Stumpf, Sturm (2), Teutsch (in Alster weiler), Vogel, Vogt, Wagner, Wahl, Weber, Weigel, Wettersbach, Wilhel, Wingerter (2 in Alsterweiler), Weiß (in Alsterweiler), Wirth (in Alsterweiler), Woll , Wotz, Ziegler (3), Zimmermann und Zöllner. Kurz vor dem 30jährigen Krieg kommen dazu die Namen Frantz, Frankmann, Kautzmann und Klein. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 128 | ||
| + | Hauptberuf der Bewohner von Maikammer und Alsterweiler war alles, was mit dem Weinbau zusammenhing, Winzer, Winzertagner, Weinsticher, Weinläder (Weinlader) und Küfer. | ||
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| + | * Zitat, Seite 131 | ||
| + | Maikammer war als Bestandteil des Hochstiftes Speyer eine katholische Gemeinde. Auch nach dem 30jährigen Kriege, als die geflohenen Bürger zurückkehrten und neue Bürger aufgenommen wurden, machte man katholisches Religionsbekenntnis zur Pflicht. Es gab darum bis in die M i t t e des letzten Jahrhunderts wenige oder gar keine Nichtkatholiken in der Gemeinde. | ||
| + | 1602 waren es 5 Lutheraner und 1 Wiedertäufer. | ||
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| + | * Zitat, Seite 132 | ||
| + | 1718 sind bei 204 Haushaltungen 3 Judenfamilien und 1 Nichtkatholik. 1747 waren 2 Judenfamilien hier. 1823 sind keine Protestanten hier, 1836 3 und 27 Juden. AIs die Emaillefabrik fremde Arbeiter einstellte und die Freizügigkeit kam, vermehrten sich auch die Protestanten. | ||
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| + | * Zitat, Seite 133 | ||
| + | Leibeigene gab es besonders vor dem 30jährigen Kriege. 1530 waren in Maikammer unter 674 Bewohnern 168 Leibeigene, davon 65 Männer und 80 Frauen der Speyerer Herrschaft, 14 Männer und 5 Frauen der Kurpfalz und 4 Männer einer fremden Herrschaft untertan. In Alsterweiler waren unter 451 Bewohnern 110 Leibeigene, davon 43 Männer und 48 Frauen dem Hochstift Speyer 11 Männer und 7 Frauen der Kurpfalz und 1 Mann einer fremden Herrschaft untertan. 54) Die meisten Leibeigenen flohen im 30jährigen Kriege und kamen nach dem Friedensschluß nicht mehr zurück. | ||
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| + | * Zitat, Seite 133 | ||
| + | In den Mitteilungen des Historischen Vereins der Pfalz,, Band 16 vom Jahre 1892, findet sich folgendes Weistum: ,,Des Frone Hoffs Fryheyt und Recht zu Kirwir die Gemeyndten der tryer Dorffer nemlicher Kirwir, Meyckeymern und Sannt Marttin dry male im Jare off ihre Eyde sprechen, das Erst uff Dornstag nach der heyligen tryer Konnig tag, das ander uff den Dornstag nach dem Sonntag Quasimodogeniti und das drytte uff Dornstag nach Sannt Johanns Baptisten tag." | ||
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| + | * Zitat, Seite 136 | ||
| + | Eine weitere allgemeine Abgabe war b) d i e B e d e . Man bezeichnet damit eine Abgabe, welche von den Landesherren ursprünglich dafür erhoben wurde, daß sie die Landesverteidigung mit ihren | ||
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| + | * Zitat, Seite 136 | ||
| + | ine weitere allgemeine Abgabe war b) d i e B e d e . I l ^ a n bezeichnet damit eine Abgabe, welche von den Landesherren ursprünglich dafür erhoben wurde, daß sie die Landesverteidigung mit ihren | ||
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| + | * Zitat, Seite 137 | ||
| + | Mannschhaften übernahmen und das Aufgebot zum Reichsheer stellten. Ritter und Geistliche waren von Beden regelmäßig befreit. Aus freiwilli-gen, anfangs mehr privaten Leistungen wurde die Bede mit der Zeit eine regelmäßige, öffentliche, rechtliche Abgabe, deren Entrichtung von Amts wegen erzwungen wurde. In außerordentlichen Fällen (z. B . im Krieg) pflegten noch besondere Beden erhoben zu werden. Die hiesige Gemeinde hatte im Mai 60 fl. Maibed-, im Herbst 76 fl. 54 Kreuzer .2 Pfennig Herbstbedgeld zu zahlen. Dazu kamen 11/2 fl. Atzgeld, 7 fl. Rindfleischgeld und 3 fl. Schenkgeld. "') In dicken Büchern waren die Namen sämtlicher Besitzer mit ihren bedpflichtigen Gütern verzeichnet. Sie wurden von Zeit zu Zeit vom Oberamtmann oder Fauth mit Schultheiß und Gericht, Bürgermeistern, Steinsetzern und Bedlegern neu angelegt; hier 1580, 1619, 1669 und 1730. Die Wingert wurden (1619 und 1669) in 3 Klassen eingeteilt und pro Morgen Wingert 2 Batzen bzw. 1 Batzen 10 Pfg., bzw. 1 Batzen, vom Morgen Acker 1 Batzen, vom Morgen Wiese 2 Batzen 2 Pfg. und vom Morgen Kestenberg 6 Pfg. erhoben. Später (1730) wurden die Güter in 3 Klassen mit 15—30 fl. abge- schätzt und daraus ein Prozentbetrag als Bed erhoben. Das Überfeld war bedfrei, weil es in der Gemeindegült lag. 1759 war ein Streit mit dem Allerheiligenstift zu Speyer, ob dessen hiesige Stiftsgüter bedpflichtig seien. Die Gemeinde hatte von 1709—1731 für die Güter des Stifts, für die in den Bedbüchern eine Bede berechnet ist, die Bede und das Landschreibereigeld ausgelegt. Das S t i f t weigerte die Zahlung. ") | ||
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| + | * Fixierte Notiz, Seite 137 | ||
| + | Neue Notiz | ||
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| + | * Zitat, Seite 137 | ||
| + | 1759 war ein Streit mit dem Allerheiligenstift zu Speyer, ob dessen hiesige Stiftsgüter bedpflichtig seien. Die Gemeinde hatte von 1709—1731 für die Güter des Stifts, für die in den Bedbüchern eine Bede berechnet ist, die Bede und das Landschreibereigeld ausgelegt. Das S t i f t weigerte die Zahlung. ") | ||
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| + | * Zitat, Seite 139 | ||
| + | Die Strafen waren zumeist Geldstrafen von einigen Gulden. Einsperren in die Beßenkammer oder körperliche Züchtigung mit dem Ochsenziemer (Farrenschwanz). So wurde am z. Oktober 1782 Joh. Rittler von Alsterweiler mit „25 wohl angemessenen Ochsenzaunstreichen" bestraft, weil er des Nachts Trauben gestohlen hatte. | ||
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| + | * Zitat, Seite 140 | ||
| + | So gab es für die Kirche einen Kirchenjuraten (jurat, lat. = Geschworener, daher kommt das hier noch gebräuchliche „Kirchengrare" für Kirchendiener), einen Kirchenrüger (Fluchrüger), einen Skapulierpfleger und einen Kinderlehrzähler, für die Schule einen Schulaufseher, für die Metzger einen Fleischrüger und einen Fleischschätzer, für die Bäcker einen Brotwieger, für den Weinverkauf Weinsticher, Weinstiegler und Weinläder; | ||
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| + | * Zitat, Seite 140 | ||
| + | zur Beschützung des Dorfes und der Flur gab es Nachthäscher, Feuerbeschauer, Jahrschützen, Kastanienbergschützen. Brunnenschützen und Winzler (b. f. Hilfsschützen im Herbst): bei der Vermessung des Feldes wirkten mit Routenmeister, Feldgeschworene und Steinsetzer; zum Einsammeln der verschiedenen Gelder gab es Schatzungsammler, Hubkornsammler, Kamingeldsammler, Lagergeldsammler und Fruchtgeldsammler. | ||
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| + | * Zitat, Seite 141 | ||
| + | In den früheren Zeiten bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts bestand in allen weinbautreibenden Gemeinden der Pfalz das Institut des Weinstichs, worunter man das Amt der Weinsticher und Weinläder, der Vorgänger unserer heutigen Eichmeister, Kommissionäre und zum Teil auch der Küfer, verstand. Diese Einrichtung hatte den Zweck, Sicherheit und Beförderung bei Kauf und Verkauf des Weines zu handhaben. Der Weinsticher mußte über sämtliche im Orte feilgebotene Weine und deren Preise ein Verzeichnis führen, er mußte den Kauflustigen hiervon Kenntnis geben und sie in die Keller der Verkäufer begleiten. Er mußte in jeder Beziehung den Vermittler zwischen Käufer und Verkäufer beim Verkauf und Abfüllen des Weines machen und deren gegenseitiges Interesse wahren. Er mußte bei Verkäufen den Geldbetrag berechnen, wenn der Wein nicht gleich gefüllt wurde, den Preis und das sog. Draufgeld notieren und das Faß unter Siegel legen. Der Weinsticher war auch zugleich Eichmeister. Er hatte als solcher alle ungeeichten Fässer zu eichen und Inhalt und Eichzeichen auf dem Faßboden anzubringen. Er mußte aber auch untersuchen, ob die Zeichen der Fässer der Käufer richtig waren. Durch tägliche Übung war er imstande, die verschiedenartigen Eichzeichen zu kennen und auch zu erkennen, ob das Faß auch den Inhalt hatte, den die Eichzeichen angaben. Beim geringsten Zweifel mußte er die Fässer nacheichen. Das Amt des Weinstichers bekamen nur Männer, die allgemein als redlich, unparteiisch und völlig tadellos in der Gemeinde bekannt waren. Sie wurden vereidigt und für alle Handlungen verantwortlich gemacht. Das geringste Dienstvergehen zog ihre Entlassung nach sich. | ||
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| + | * Zitat, Seite 141 | ||
| + | Hinter der Mühlgasse in Alsterweiler wurde sogen. Wascherde gegraben und nach Grevenhausen zum Walken des Tuches verkauft. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 142 | ||
| + | Bis 1826 wurde das Geschäft des Weinstichers und der Weinläder jährlich verpachtet. Letztere zahlten 75 fl. Pacht. Vom Jahre 1827 an wurden die 2 Adjunkten (Joh. Ernst und Sebastian Hauck) Weinsticher. Ihre Gehilfen und die Läder bestimmte der Gemeinderat. Am 22. Dezember 1838 fand noch einmal eine Regelung statt. Es wurden für Maikammer und Alsterweiler je 2 Weinsticher, die von nun an dem Gemeinderat angehören sollten, gewählt. Jedes Jahr schied einer aus. Durch das Los kam ein neuer dazu. Ein Weinhändler konnte kein Weinsticher werden. Der Käufer hatte von 1 Fuder Wein 1 Gulden 30 Kr. zu zahlen. Davon erhielt der Weinsticher 5 Kreuzer Stichgeld, 15 Kreuzer Eichgeld, der Läder bezog 15 Kreuzer, der Rest von 55 Kreuzern floß in die Gemeindekasse. Kaufte ein hiesiger Weinhändler hier Wein, der auch hier blieb, so erhielt der Läder 40 Kreuzer Trägerlohn, wovon 8 Kreuzer in die Gemeindekasse flössen. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 143 | ||
| + | Schon vorher und natürlich jetzt noch mehr übernahmen sog. Weinmakler die Vermittelung des Weingeschäftes. Als sog. Trinkgeld wurde 1/2 bis 2 Kronentaler (d. i. 2 Gulden 42 Kreuzer) je nach der Menge gezahlt. 1851 wurde die Stelle des Eichers alljährlich besetzt, einer für Maikammer und einer für Alsterweiler, zwei Drittel der Gebühren fielen dem Eichmeister, ein Drittel der Gemeinde zu. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 143 | ||
| + | Im 17. und 18. Jahrhundert waren Ausgaben zu machen: 1. für Gemeindebauten, 2. für die Kirche, 3. für Brunnen, 4. für Gemeindewingert, 5. für Bede und Gülten, 6. für zurückzuzahlendes Kapital und Zins, 7. für die Armen, 8. für Zehrungen und 9. Allgemeines. In vielen Jahren kamen dazu Kriegskosten. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 143 | ||
| + | Als Gemeindegebäude waren zu unterhalten das Gemeindehaus und Schulhaus am Lindeneck, das Hirtenhaus an der Niedergasse mit 3 Fasseln, die Gemeindeherberge an der Heergasse, das Armenhaus beim Kirchhof und ein Haus mit Wachtstube in Alsterweiler. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 144 | ||
| + | Die Maycammerer Kirweih hat Freiheit und möcht jedermann uff solche Zeit, acht Tage vor oder nach der Kirweih ungefährlich Wein schenken. Doch welcher Wein schenken will zur Kirweih oder sonst, derselb soll von Stund an vor dem Weinschank sein Geschirr lassen eichen bei der Einung 1 Pfund Heller. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 144 | ||
| + | 10. Von altersher ist verboten, daß jemand in Gemeinen Wiegen und sonderlich uff dem Spielfeld Wasen soll hauen, desgleich soll man die Reben nit ausroden und insetzen bei poen i Pfund Heller; dann wann ein Weg not wird sein in der Mark zu machen, wird die Gemeind selber tun wie dann allweg her, und soll dann darüber ein jeglicher Gemeinsmann samt den verordneten Schützen bei seinem Eid den Übertreter anbringen und einigen. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 145 | ||
| + | Reben nit ausroden und insetzen bei poen i Pfund Heller; dann wann ein Weg not wird sein in der Mark zu machen, wird die Gemeind selber tun wie dann allweg her, und soll dann darüber ein jeglicher Gemeinsmann samt den verordneten Schützen bei seinem Eid den Übertreter anbringen und einigen. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 145 | ||
| + | 19. Alle Jahr soll man ein neuen Weinsticher ziehen. Und so die Schwobe oder andere Fuhrleut kommen in das Dorf und begehrten Wein zu kaufen, so soll man sie zum Weinsticher weisen; wann aber der Weinsticher im Dorf oder Gemark nit wär, soll man sie zu dem Dorfmeister weisen, damit die Fuhrleut nit gehindert werden. Und so ein Fuhrmann Wein kauft, soll derselbig Käufer 4 Pfennig und der Verkäufer 2 Pfennig von einem Fuder Wein zu geben schuldig sein. 20. Wann ein Gemeinsmann wollt Kaufleut umführen Wein zu versuchen ohn Befelch (Auftrag) des Schultheißen oder der Dorfmeister derselbig soll der Gcmeind für ein Taler verfallen sein. 21. So ein Weinsticher oder Gemeinsmann Fuhrleut außer Dorf führen tät, derselbig Übertreter soll der Gemeind 1 Pfund Pfennig verfallen sein. (aus Dorfordnung 1648-1656) | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 147 | ||
| + | 39. So ein Gemeinsmann oder wer das wäre, die Brunnentröge oder -steine ohne Bescheid bei Tag oder Nacht ab- oder auslaufen lassen würde, der oder dieselbigen sollen der Gemeind so oft und viel das geschieht, für 1 Pfund Pfennig zur Straf und Einung verfallen sein. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 147 | ||
| + | 40. W a n n eine Gans oder Ente uff der Gassen durch den Schützen erfunden (wird), soll dieselbige gerügt werden, jedes Stück für 1 Schilling Pfennig und soll der Gemeind vom Stück 1 Pfennig und dem Schützen 3 Pfennig gehörig sein." | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 147 | ||
| + | Als Schultheiße sind bekannt: Wernher um 1346/50, dem als Gerichtsherren 1346 Heilo Fronehover, Wernher Batzendorf, Johannes gen. Rorhuser, Johannes gen. Hemmerlin, Walther relikto Hugo, Dietz Keller und Johann Sterr, und 1350 Heinrich Silberberger, Heilo Fronhover, Sigelo gen. Klumpe, Johann der Bäcker, Dietzels und Peter der Bartscherer zur Seite standen. | ||
| + | 1366 und 1370 ist Dietrich Scherer stellvertretender Schultheiß. Das Gemeindegericht setzte sich zusammen 1366 aus Heinrich Dechan d. A., Heinrich Batschen, Peter Madin , Peter Eigelmar, Dietrich Bubenrez nnd Heinrich Silberberger. | ||
| + | |||
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| + | * Zitat, Seite 147 | ||
| + | 1366 und 1370 ist Dietrich Scherer stellvertretender Schultheiß. (Alsterweiler?)(Eigentümer der Dietrichswiese?) | ||
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| + | * Zitat, Seite 148 | ||
| + | 1462 war Stephan Wirt Schultheiß, zum Gememdegericht gehörten Kunz Egelmann, M a r t i n Gitzmann, W a l t e r Schuster, Kunz Botsch, Werner Günter und Damian Hensel. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 149 | ||
| + | Nach den nun geltenden Bestimmungen erhielten Gemeinden unter 1500 Seelen einen Munizipalagenten und einen Adjunkten. Hier wurden Friedrich Schwarzwälder Agent und Emanuel Heilweck Adjunkt, in Alsterweiler Peter Ad. Koch Agent und Friedrich Eisenbiegler Adjunkt. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 149 | ||
| + | Dies war die einzige Zeit, in der Alsterweiler eine eigene Verwaltung besaß. Sie dauerte aber nicht lange, noch im gleichen Jahre wurde Jakob Denier Maire der ganzen Gemeinde. (1798) | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 149 | ||
| + | Vom Jahre 1821—1832 war Daniel Reinig Bürgermeister, Joh. Ernst 1. Adjunkt, Sebastian Hauck Adjunkt in Alsterweiler. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 149 | ||
| + | Von 1833—1835 war Franz Lederle Bürgermeister, Joh. Ernst 1. Adjunkt, Mich. Hauck Adjunkt in Alsterweiler, | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 151 | ||
| + | Die Gemeinderatswahl am 3. Dezember 1884 war für die Wähler Alsterweilers verhängnisvoll. Sie brachten ihre eigens aufgestellten Kandidaten nur zu Ersatzmännern. Sebastian Frantz blieb Bürgermeister, Seb. Bachtler Adjunkt; Nikolaus Reif, Karl Reinig, Andreas Heilweck, Friedrich Schwarzwälder (trat gleich zurück), Karl Lederle und Christian Rech wurden wiedergewählt. Peter Schmitt, Balthasar Gerlach, Otto Ziegler, Peter Breiling, Franz Ziegler, Franz Ullrich, Karl Platz I., Adam Ullrich und Rochus Gerlach (+ 1888) wurden neu gewählt. Von Alsterweiler wurden dazu genommen, nachdem zwei Gemeinderäte zurückgetreten waren, Seb. Christmann als Polizeiadjunkt und Andreas Platz, denen 1888 noch Jak. Garth folgte. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 151 | ||
| + | Seither war der 2. Adjunkt stets von Alsterweiler, jetzt erhielt es, weil räumlich von Maikammer getrennt, nach § 73 der Gemeindeordnung einen Polizeiadjunkten. Die Wahl war am 14. Dezember 1869. Sebastian Frantz blieb Bürgermeister, Lorenz Platz Adjunkt, Peter Adam Koch wurde Polizeiadjunkt; | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 151 | ||
| + | Im Jahre 1874 war am 10. November die Wahl für die neue Periode 1875—1880. Als Polizeiadjunkt für Alsterweiler wurde Georg Schlosser gewählt. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 155 | ||
| + | Gegenüber in einer Scheuer (Wilh. Ernst gehörig) ist ein alter, verdeckter, 58 Schuh tiefer Brunnen, über dem sich ein steinerner Bogen mit einem Wappen befindet. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 156 | ||
| + | 1535 schließt er einen Vertrag mit den Gemeinden Alsterweiler und Maikammer wegen des Wasserlaufs von der Spring durch das Alsterweiler Tälchen. 15) (gemeint ist Viax von Oberstein) | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 156 | ||
| + | 1545 schloß Viax von Oberstein einen Vertrag mit den Gemeinden Alsterweiler und Nlaikammer weqen Teilung des Wassers aus dem Alsterweiler Tälchen durch seine Wiese, die Dieterswiese genannt. (Heute noch vorhanden) 15) | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 158 | ||
| + | Hans Philipp starb am 2. Juni 1611 zu Alsterweiler. (Hans Philipp von Schmittburg / Sohn der Katharina von Oberstein, die mit einem Grafen von Schmittburg vermählt war) | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 159 | ||
| + | 24 Morgen der Dieterwiese wurden 1768 in 5 Teilen zu 291 fl. auf 12 Jahre verpachtet, 1780 zu 403 fl. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 161 | ||
| + | Das Patronatsrecht hatte von Anfang an der Bischof von Speyer, der es als Lehen dem Grafen von Leiningen übertrug. Um das Jahr 1265 hatte der Ritter Reinhard von Hoinecken das Patronatsrecht als Afterlehen. Bischof Heinrich 2., Graf von Leiningen (1245—72) übertrug das Recht dem 1262 nach Edenkoben verlegten Kloster Heilsbruck, das es zum erstenmal nach dem Ableben des erwähnten Pastors Wernher ausüben durfte (1274) . " ) " ) Nach Aufhebung des Klosters Heilsbruck im Jahre 1560 erhielt dessen Nachfolger, die Kurpfalz, das Präsentationsrecht. Nach der französischen Revolution und der Wiedererrichtung des Bistums wurde Maikammer eine sog. königliche Pfarrei. Patrone der Kirche waren von jeher die hl. Kosmas und Damian. | ||
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| + | * Zitat, Seite 165 | ||
| + | Ein zweites Gotteshaus besitzt unsere Gemeinde in der Kapelle zu Alsterweiler. Da die Bewohner von Alsterweiler von ihren Mitbürgern zu Maikammr nicht immer wohlwollend behandelt wurden, waren die Verbindungswege zwischen beiden Ortsteilen meist in schlechtem Zustand und darum der Schul- und Kirchenweg unangenehm. Man war aber in Alsterweiler immer frommgläubig und hielt streng am Althergebrachten. Darum war es schon lange ihr Streben, eine Schule und ein Gotteshaus zu bekommen. 1829 wurde die Schule eingerichtet. 1844 reifte der Plan zum Kapellenbau. Nikolaus Groß und seine Kinder Lorenz und Katharina Barbara stellten Grund und Boden zur Verfügung, die ledigen Jungfrauen Anna Maria Platz und Eva Margareta Hauck gaben die ersten namhaften Beträge. Zwei Sammlungen brachten zusammen 2123 fl. 49 Kreuzer. Der erwähnte Nikolaus Groß, der als der eigentliche Bauherr genannt werden kann, teilte seinen Plan Pfarrer Weckefser mit und ließ dann die Kapelle durch Maurermeister Joh. Georg Schneider von Edenkoben aufbauen. Am 2. Mai 1845 wurde begonnen, am 25. Juli war die Maurerarbeit fertig. Da Groß keine Genehmigung zum Bauen eingeholt hatte, erschien am 29. August ein Herr von Speyer und nahm verschiedene Messungen vor, machte aber keine Beanstandungen. | ||
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| + | * Zitat, Seite 166 | ||
| + | Schul- und Kirchenweg unangenehm. I l l a n war aber in Alsterweiler immer frommgläubig und hielt streng am Althergebrachten. Darum war es schon lange ihr Streben, eine Schule und ein Gotteshaus zu bekommen. 1829 wurde die Schule eingerichtet. 1844 reifte der P l a n zum Kapellenbau. Nikolaus Groß und seine Kinder Lorenz und Katharina Barbara stellten Grund und Boden zur Verfügung, die ledigen Jungfrauen Anna M a r i a Platz und Eva Margareta Hauck gaben die ersten namhaften Beträge. | ||
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| + | * Zitat, Seite 166 | ||
| + | Am 2. Mai 1845 wurde begonnen, am 25. Juli war die Maurerarbeit fertig. Da Groß keine Genehmigung zum Bauen eingeholt hatte, erschien am 29. August ein Herr von Speyer und nahm verschiedene Messungen vor, machte aber keine Beanstandungen. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 172 | ||
| + | Der Großteil der Katholiken von Maikammer und Alsterweiler hat sich immer glaubenstreu und -freudig erwiesen. | ||
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| + | * Zitat, Seite 173 | ||
| + | Im Bauernkrieg (1525) revoltierten die Bauern von Maikammer gegen den Grafen von Oberstein auf der Kredenburg in Alsterweiler, wie es in der Urkunde heißt, „ohne Fehde und Feindschaft" und nur die Zugehörigkeit zum bischöflichen Hochstift war schuld daran, daß nicht alle Bauern mit Sack und Pack zur lutherischen Neuerung übergingen. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 173 | ||
| + | Da Pfarrer Herres in der Folge Altkatholiken das katholische Begräbnis und ihren Kindern die Taufe verweigerte, wurde er heftig angegriffen. Was Herres nicht tun wollte, besorgte der abgefallene Priester Peter Kühn, der von Alsterweiler stammte und in dieser Zeit eine traurige Rolle spielte. (Kühn war bis 1882 altkatholischer Seelsorger zu Landau (wohl Landau in der Pfalz), studierte dann zu Straßburg und München Geschichte und Philologie, wurde 1888 geistesgestört und starb am 21. Juli 1892 in der Anstalt zu Klingenmünster, nachdem er kurz vor seinem Tode in lichten Augenblicken dem Hausgeistlichen erklärte, daß er alles bereue, und die Lossprechung empfangen hatte.) | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 175 | ||
| + | Die Kirchweihe zu Alsterweiler wird von altersher am Sonntag nach dem Weißen Sonntag (Misericordia) gefeiert. Sie verdankt ihre Entstehung dem sog. Klausenfeste im Klausental. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 176 | ||
| + | Geistliche aus der Gemeinde Maikammer-Alsterweiler. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 177 | ||
| + | 1772 stiftete die Registratorswitwe Vitterine von Mannheim, die in Alsterweiler Haus, Hof und Güter hatte, 50 Gulden für eine ewige Ampel, welche Samstag morgens beim Betglockläuten angezündet und abends beim Betglockläuten ausgelöscht werden sollte. 10) | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 181 | ||
| + | Vom Jahre 1588 an läßt sich dann ein Lehrer nachweisen, der sämtliche schulpflichtigen Kinder der Orte Maikammer und Alsterweiler zu unterrichten hatte. Das Schulhaus befand sich am Lindenplatz beim Gemeindehaus. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 182 | ||
| + | Jetzt wollte Alsterweiler einen Präzeptor, weil der Weg nach Maikammer zu weit und zur Regen- und Winterszeit schlecht sei und die Kinder schlechte Kleider hätten. Pfarrer Weber war dagegen. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 182 | ||
| + | Unterm 25. November 1766 richtete der Alsterweiler Bürger Peter Schmitt an das Generalvikariat die Bitte, es möge erlauben, daß den Kindern von Alsterweiler einige Nachtstunden in der christlichen Lehre durch ihn gegeben werde. Als Grund gab er weiten Weg und schlechte Kleidung der Kinder an. Pfarrer Gödecke war dagegen, weil er vermutete, daß es den Alsterweilerer Bürgern nicht um Nachtschule, sonden um eigene Tagesschule zu tun sei. Dem Lehrer von Maikammer wäre auch ein Teil des Schulgeldes entgangen. Das Generalvikariat entschied zugunsten des Schmitt, da das allgemeine Wohl dem privaten vorgehe; der Pfarrer sollte fleißig nachsehen. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 182 | ||
| + | Da kein Schulhaus zu Alsterweiler war, stellte Schmitt sein eigenes Haus zur Verfügung. Dazu erbat er sich, den armen Kindern umsonst Unterricht zu erteilen; nur bat er um die hohe Gnade, von Jagd-, Wacht- und Frondiensten befreit zu werden. Nach einiger Zeit bat nun Schmitt, auch Tagschule halten zu dürfen. Dekan Johann Bapt. Fischer aus Hambach hatte sich darüber gutachtlich zu äußern. Das Gutachten fiel schlimm aus. So wurde unter anderem festgestellt, daß Schmitt selbst sehr schlecht schreibe und darum die Schreib- verlagen von Kindern aus Maikammer entlehnte. Seine Nachtschule ging daher ein, und die Kinder von Alsterweiler, etwa 82, hatten wieder die Schule zu Maikammer zu besuchen. | ||
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| + | * Zitat, Seite 183 | ||
| + | Nun sollte auch der Wunsch der Bürger von Alsterweiler erfüllt werden. Zuerst war das Schlößchen als Schulhaus in Aussicht genommen, dann aber beschloß man zu bauen, kam aber erst 1829 dazu. Baumeister war die Firma Waldschmitt und Hornbach von Venningen. Das Haus kostete 3988 fl., die Nebengebäude 450 fl. | ||
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| + | * Zitat, Seite 183 | ||
| + | Trotz der Abtrennung von Alsterweiler war die Schülerzahl in Maikammer noch so groß, daß das Landkommissariat Landau 1830 die Gemeinde mehrfach aufforderte, wieder einen Gehilfen anzustellen. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 184 | ||
| + | In Alsterweiler waren immer viele Schüler, daß lange Abteilungsunterricht abgehalten werden mußte. Endlich am 1. November 1883 wurde eine zweite Stelle errichtet und mit einem Schulverweser besetzt. Man hatte sich lange, aber vergeblich für eine Schwester gewehrt. | ||
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| + | * Zitat, Seite 186 | ||
| + | Als zweiter Gehilfe wurde 1822 Jakob Hildenbrand angestellt, dem im Frühjahr 1824 Georg Adam Müller,geb.1803 zu Alsterweiler, folgte. Nach seiner Versetzung an die neue Stelle zu Alsterweiler folgten ihm als Gehilfen in Maikammer Joh. Adam Borell von Hainfeld von Herbst 1830 bis Herbst 1832. Joh. Adam Schlegel von Edesheim von Herbst 1832 bis Herbst 1834. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 190 | ||
| + | Am 1. Juni 1866 wurde Lehrer Müller in Alsterweiler pensioniert. Er bezog am 27. Oktober 1868 sein Haus zu Maikammer, später zog er nach Ludwigshafen a. Rh., wo er im Alter von 87 Jahren starb. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 191 | ||
| + | Am 11. Januar 1900 verließ Schulverweser Israng seine Stelle; nach kurzer Verwaltung durch Lehrer Ruf wurde Schulverweser Johannes Leonhardt (geb. 1778 zu Maxdorf, aus dem Seminar Speyer entlassen 1896) sein Nachfolger. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 191 | ||
| + | Im Frühjahr 1912 erkrankte Hauptlehrer Müller; seine Stelle wurde zuerst vom 20. Februar bis 10. März von Lehrer Leonhardt und dann von Aushilfslehrer Friedrich Keilhauer von Rodalben, Seminaraustritt 1911, bis 20. Mai und vom 21. Mai bis 18. Juli von Aushilfslehrerin Maria Aug von Winnweiler versehen. | ||
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| + | * Zitat, Seite 191 | ||
| + | Am 7. August 1914 rückte Lehrer Leonhardt zum Heeresdienst ein. Seine Schule wurde vom 31. August bis 17. September 1914 von Aushilfslehrerin Kath. Braun (geb. zu Maikammer), vom 15. Oktober 1914 bis 1. Januar 1916 von Hanptlehrer Ruf und vom 1. Januar 1916 bis 15. August 1917 von Aushilfslehrerin Heiderich von Neustadt gehalten. | ||
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| + | * Zitat, Seite 191 | ||
| + | Am 1. Mai 1919 übernahm Lehrer Leonhardt, der am 21. April aus dem Felde zurückgekehrt war, die obere Schule zu Alsterweiler. | ||
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| + | * Zitat, Seite 191 | ||
| + | Am 1. Mai 1919 übernahm Lehrer Leonhardt, der am 21. April aus dem Felde zurückgekehrt war, die obere Schule zu Alsterweiler. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 192 | ||
| + | Vom 1. August bis 13. September 1920 wurde die untere Knabenschule von Schulamtsbewerber Fritz Baaden von Kirchheimbolanden, Seminaraustritt 1919, geführt. Am 1. Oktober 1920 übernahm sie Hauptlehrer Leonhardt, der als Nachfolger Endres' nach Maikammer kam. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 192 | ||
| + | Vom 1. Oktober 1920 bis 31. Dezember 1920 führte Schulamtsbewerber Arthur Rutz von Hermersberg, Seminaraustritt 1920, die obere Schule zu Alsterweiler, dann übernahm sie Lehrer Peter Bayer von St. Martin, seither Lehrer in Wiesbach. | ||
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| + | * Zitat, Seite 192 | ||
| + | Im Januar 1923 wurden auf Grund der Bestimmungen des Gesetzes über Schulpflege, Schulleitung und Schulaufsicht an den Volksschulen vom 1. August 1922 Oberlehrer Maginot zum Schulleiter in Maikammer und Hauptlehrer Distler zum Schulleiter in Alsterweiler ernannt. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 192 | ||
| + | Am 1. Oktober 1924 wurde Oberlehrer Maginot pensioniert; seine Schule übernahm Hauptlehrer Leonhardt, die vierte Stelle wird vorläufig nicht mehr besetzt. Oberlehrer Schröttle wurde Schulleiter. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 192 | ||
| + | Am 7. Juli 1925 starb Oberlehrer Schröttle. Seine Schule wurde von Schulamtsbewerber Hermann Argus von Maikammer, Seminaraustritt 1925, weitergeführt und am 1. November 1925 mit Hauptlehrer Franz Straßer (geb. zu Edesheim, aus dem Seminar entlassen 1905, vorher Lehrer in Neukirchen) besetzt. Hauptlehrer Leonhardt wurde Schulleiter. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 193 | ||
| + | 1752 wurde hier (Maikammer) das sog. Kreuzergeld eingeführt. Es war dies 1 Kr. [Kreuzer] Abgabe bei 1 Gulden Erlös bei Versteigerungen und Verkauf von Gütern. Ein Teil dieser Steuer sollte für freie Schule für die Kinder genommen werden. | ||
| + | 1759 waren es 25 fl. [Florin] Vom Jahre 1776 ab wurde das Schulgeld quartalsweise von einem hierzu aufgestellten Manne eingesammelt und dem Lehrer übergeben. | ||
| + | Die Schulordnung vom Jahre 1785 setzte das Mindesteinkommen in Gemeinden über 100 Bürgern auf 150 fl. fest. Außer diesem Geldbezug hatte der Lehrer freie Wohnung mit Garten, war von sog. Ämtern, von Wach- und Frondienst frei und die Kinder brachten von Allerheiligen bis Georgitag [23. April - "Zu Georgi blinde Reben - volle Trauben später geben"] Holz mit. Wegen der dabei vorkommenden Streitigkeiten wurde diese Holzanlieferung 1785 abgeschafft und dem Lehrer 5 große oder 10 kleine Klafter [1 Klafter ca. 2 Cbm] Holz zugewiesen. | ||
| + | 1782 wurde das Einkommen aus dem Schuldienst bei fast 2oo Schülern mit 225 fl . angenommen. Die Gemeinde wollte quartalweise 56 fl. einsammeln lassen und, was fehlte, zulegen. | ||
| + | Von 1790 ab wurden 16 Klafter Holz geliefert. I m 1. Quartal 1790 war die Zahl der Schüler 190. Es mußten über 100 fl. aus dem Kreuzergeld zugewiesen werden. | ||
| + | 1793 bestanden die 225 fl. Gehalt aus 75 fl. 40 Kr. 2 Pfg. Schulgeld und 149 fl. 19 Kr. 2 Pfg. Kreuzergeld; dazu erhielt der Lehrer 6 Ohm Besoldungswein. | ||
| + | Als im Spätjahr 1798 Maikammer französisch geworden war, akkordierte Lehrer Eisele mit der Gemeinde am 8. Dezember wiederum für den Unterricht 225 fl. und 12 Klafter Holz. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 193 | ||
| + | Müller erhielt 1829 200 fl. und freie Wohnung, die zu 25 fl. veranschlagt war; 1832 erhielt er 3oo fl. mit dem Vorbehalt 1. so fleißig wie seither weiter zu arbeiten, 2. sich nie von Alsterweiler fortzumelden und 3. nie einen Gehilfen zu verlangen. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 193 | ||
| + | Als im Jahre 1830 wieder ein Gehilfe angestellt werden mußte, wollte die Gemeinde dessen Gehalt von dem der Lehrer abziehen, weil Maikammer für sich allein nur 1664 Einwohner zählte und Alsterweiler jetzt eine eigene Schule hatte. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 194 | ||
| + | Da das Landkommissariat mit diesem Standpunkt nicht zufrieden war, erneuerte der Gemeinderat am 19. Februar 184Z seinen früheren Beschluß. Als Gründe führte er an: Da die Lehrer seither zusammen 990 fl. bezogen, und jetzt 1350 (+ 200) fl. beziehen sollen, so wären, da in Alsterweiler die Anstellung eines Gehilfen sehr nötig war, 560 fl. mehr aufzubringen. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 194 | ||
| + | Müller erhielt 330, fl. und Wohnung im Schulhause zu Alsterweiler. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 195 | ||
| + | Der Verweser in Alsterweiler bezog 428.60 M Grundgehalt, 98.40 M Teuerungszulage und 43 M für Wohnung, zusammen 570 M. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 195 | ||
| + | Als Verweser Leonhardt am 1. März 1901 zum Lehrer befördert wurde, erhielt er 1000 M Gehalt und 200 M Wohnungsentschädigung. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 202 | ||
| + | c) Die Post. | ||
| + | In früheren Jahrhunderten gingen nach den Städten Neustadt, Speyer und Landau ständige Boten, die dorthin und in den dazwischen liegenden Dörfern alles besorgen konnten und Waren und anderes hierher brachten. Die Thurn und Taxis'sche Post, die über Speyer ging, brachte oder nahm die seltenen Briefe mit. | ||
| + | |||
| + | Als Ende des 18. Jahrhunderts immer mehr Städte von den Postlinien berührt wurden, erhielten wir unsere Post von Neustadt an der Haardt; als 1816 Landau Bezirkshauptort geworden war, von dort. | ||
| + | |||
| + | Seit 5. Februar 1833 wurden die Postsachen für den Kanton Edenkoben dort gesammelt und von 2 Postboten in die 21 Ortschaften tagtäglich hinausgetragen, so daß ein Bote einmal 10 und das nächstemal 11 Orte zu besuchen hatte, wenn dort überhaupt was abzugeben war. | ||
| + | |||
| + | Trotzdem 1855 Maikammer-Kirrweiler Bahnstation geworden war, dachte man doch nicht an die Errichtung einer Poststation dortselbst oder hier im Dorfe. | ||
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| + | Endlich am 1. Juni 1870 wurde hier eine Postexpedition errichtet und dem Militäranwärter Philipp Jordan übertragen. Als Postgebäude diente zuerst das Haus Heerstraße 48 (Gabriel Ferara). Ein Postbote (der erste hieß Gleich von Edenkoben) trug die Postsachen aus und versorgte auch Diedesfeld und Kirrweiler. | ||
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| + | Am 1. März 1872 kam die Post in das Haus St. Martiner Straße (Jakob Damm). | ||
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| + | Am 1. Oktober 1874 wurde eine Telegraphenstation eingerichtet. | ||
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| + | 1882 wurde ein zweiter Postbote angestellt. | ||
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| + | 1886 fielen Diedesfeld und Kirrweiler weg. Die Arbeit hatte sich aber so gehäuft, daß der Expeditor einen Gehilfen bekam. | ||
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| + | Am 1. Januar 1887 wurde am Bahnhof eine Postexpedition für Kirrweiler errichtet. | ||
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| + | Seit 1. März 1887 wurde die Post mittels Handwagen von der Bahnstation abgeholt. | ||
| + | |||
| + | 1889 wurde ein dritter Postbote, 1890 ein zweiter Gehilfe eingestellt. V o m 1. September 1890 bis 1. J u l i 1912 fuhr ein großer Postwagen. Herr C. A. Wolf, Wirt „Zum Adler" und Weinhändler, hatte den Poststall. | ||
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| + | Am 1. Oktober 1895 kam die Post in das Haus Hartmannstraße (Wwe. Heinrich Schwaab). | ||
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| + | 1896 kam noch ein dritter Gehilfe. | ||
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| + | Am 1. November 1898 wurde die seitherige Postexpedition zum Postamt I I I erhoben. | ||
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| + | 1906 wurde wegen Rückgang des Verkehrs an Stelle des großen ein kleiner Postwagen eingeführt, der am 1. Juli 1912 auch einging. | ||
| + | |||
| + | 1909 ging Herr Jordan in Pension. An seine Stelle trat Erpedltor Weindel, seither in Rheingönheim. | ||
| + | |||
| + | Am 1. Juli 1920 bezog die Post das Haus Heerstraße (Heinrich Schenk). | ||
| + | |||
| + | Am 1. April 1924 ging Postmeister Weindel in Pension. Auf ihn folgte Herr Postmeister Schlindwein. | ||
| + | |||
| + | * Zitat, Seite 203 | ||
| + | A m obersten Brunnen war früher auch ein steinerner Wasserbehälter, l>er durch einen eisernen ersetzt wurde. Der Brunnen vor dem Hause Hauptstraße 25 war Eichbrunnen, solange zwei Eichmeister hier waren. Der Brunnen am Gemeindehaus war Eichbrunnen, bis in die letzte Zeit. I m Jahre 1821 wurde der Wasserbehälter am Eichbrunnen in M a i - lammer erneuert, der alte stammte aus dem Jahre 1567. Als man im Februar 1925 bei der Kanalisation der Heerstraße den Brunnen kleiner machte, fand man im Boden eine große Steinplatte, deren Gewicht auf Ivc» Zentner geschätzt wurde. Der Brunnen an der Brunnengasse, dessen eine Röhre von der Brunnenkammer an der St. I??artiner Straße gespeist wird, wurde 1925 auch abgeändert. Zu dem Brunnen an der Neugasse gehört die Brunnenkammer im „Feulnig" (hinter dem Faselstall). Die Brunnen hatten früher eine große Bedeutung. Hier holten alle Familien ihr V3asser zum Hausgebrauch, hier tränkte man das V i e h , bei einer Feuersbrunst schöpfte man mit Eimern das Wasser aus den Trögen und schütete es auf das brennende Haus. Darum verbot auch die alte Dorfordnung das Leerlaufenlassen der Tröge bei Nacht. I m Jahre 183« versuchte man statt der hölzernen Deicheln steinerne zu verwenden. Da man aber schlechte Erfahrungen machte, führte man 1838 wieder hölzerne ein. 203 204 I m Jahre 1884 wurde die Einführung einer Wasserleitung in die Häuser beschlossen. i 8 8 Z stellte eine vom Gemeinderat gewählte Kom- mission die Teilnehmer und den eventuellen Wasserverbrauch fest. I m Jahre 1888 wurde auf dem Marktplatz eine Brückenwaage auf- gestellt und dahinter ein Springbrunnen errichtet. Am iZ. Juli 1889 wurde der Bau des Reservoirs am Eingang in das Tälchen begonnen. Die Ausführung war dem Baugeschäft Mees und Nees, Landau, übertragen worden. Nach Fertigstellung der Wasserleitung wurden am Kirchhof ein laufender Brunnen und in der neuen Hartmannstraße zwei Druckbrunnen ohne Wasserbehälter errichtet. 1899 und 1900 wurden Quellwiesen im St. Martiner Tal an- gekauft, da die Huellen im Tälchen nicht ausreichten. Die Anlage der Nasserleitung übernahm hier die Wasserbaugefell- schaft, der Bürgermeister und Gemeinderäte angehören, die aber ihr Ver- mögen selbständig verwaltet. Die V3asserleitung hat noch eine größere Bedeutung als die laufen- den Brunnen. Sie liefert reines Wasser überall hin, wo es die Bürger haben wollen, in Küche, Kelterhaus, Keller und S t a l l . Eine Drehung des Wasserhahns, und das köstliche, unentbehrliche Naß ist zur Stelle. A u f den Straßen sind in gewissen Abständen Hydranten, die auf- gedreht werden können und große V3assermengen liefern. S i e werden besonders bei Feuersbrünsten gebraucht. | ||
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| + | * Zitat, Seite 203 | ||
| + | Seit altersher wurden Maikammer und Alsterweiler durch laufende Brunnen, die von Brunnenkammern im Tälchen gespeist werden, mit Wasser versorgt. Die Verbindung mit dem Dorfe geschah durch hölzerne Deicheln. Solche Brunnen stehen heute noch an der Kirche, am Gemeindehaus, in der Heerstraße, an der Hintergasse, in der Hartmannstraße, an der Neugasse und am Frantzplatz. Letzterer wurde beim Bau des Anslinger'schen Hauses zurückgesetzt und bekam einen eisernen Wasserbehälter. In Alsterweiler stehen Brunnen vor dem Hause Hauptstraße 25 (Jean Ziegler), vor dem Hause Hauptstraße 59 (Fritz Damm) und neben dem Hause Hauptstraße 2 (Wwe. Frz. Rieth). | ||
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| + | * Zitat, Seite 203 | ||
| + | Der Brunnen vor dem Hause Hauptstraße 25 war Eichbrunnen, solange zwei Eichmeister hier waren. | ||
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| + | * Zitat, Seite 204 | ||
| + | Im Jahre 1884 wurde die Einführung einer Wasserleitung in die Häuser beschlossen. 1885 stellte eine vom Gemeinderat gewählte Kom die Teilnehmer und den eventuellen Wasserverbrauch fest. | ||
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| + | * Zitat, Seite 204 | ||
| + | Die Anlage der Nasserleitung übernahm hier die Wasserbaugefell- schaft, der Bürgermeister und Gemeinderäte angehören, die aber ihr Ver- mögen selbständig verwaltet. Die V3asserleitung hat noch eine größere Bedeutung als die laufen- den Brunnen. Sie liefert reines Wasser überall hin, wo es die Bürger haben wollen, in Küche, Kelterhaus, Keller und S t a l l . Eine Drehung des Wasserhahns, und das köstliche, unentbehrliche Naß ist zur Stelle. A u f den Straßen sind in gewissen Abständen Hydranten, die auf- gedreht werden können und große V3assermengen liefern. S i e werden besonders bei Feuersbrünsten gebraucht. | ||
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Version vom 30. Oktober 2015, 11:13 Uhr
Gebiet: Maikammer-Alsterweiler
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Grad: vollständig
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
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Die Angabe CMS bezieht sich auf eine interne Verabeitungsnummer im Datenbestand von Matthias C.S. Dreyer Geschichte von Maikammer=Alsterweiler.
Inhaltsverzeichnis
Die Chronik von Maikammer=Alsterweiler befasst sich mit folgenden Themen
Gebiet: Alsterweiler
Zeitraum: Jahre Urzeit bis heute
Grad: unvollständig - Die Links beziehen sich auf Aussagen zu Alsterweiler.
Inhalt
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Siehe dazu auch: Chronik von Maikammer-Alsterweiler.
Auszüge aus dem Werk
Vorwort
Zitate
- Zitat, Seite 3
Als Lehrer an der unteren Schule zu Alsterweiler sammelte ich vom Jahre 1905 alles, was in Büchern, Schriften und Hausbüchern zu finden war, um Stoff für den geschichtlichen Teil der Heimatkunde zu erhalten.
- Zitat, Seite 6
Hochstift 5perzer, 2) Archive. 'j Faszikel 21b, ') 48, ') 49, ') 179. ^ 185. «) 252. '1 510. «) 411. '1412«. wj 412 d, "1 513, '2) 514. «1 276, '^ 277, '5) 483. '») 737. "1 577. "j 635. '") Repertorium der Urkunden des ötaatsarchivs öpeuer von Dr. Glasschröder. Urkunden des Domstifts öperzer: 2") Nr. 385-396, "1 523. General-Landes-Archiv Karlsruhe: Bruchsal Generalia: 22) 2Ir. 461. '3) 620. ") 720, ") 744. 2^ 345, 27,997 «») 1072, '») 1079, ^"1 1122, ") 2471. «2) 2531. Bruchsal Copialbücher: ">)141,"1 159,^) 195.««)276. Ba^er. Hauptstaatsarchiu München. Rheinpfälzer Urkunden: »') 43, "°) 99, »»1 200. e') Gemeinde-Archiv.
- Zitat, Seite 7
Mitteilung der geschichtlichen Merkwürdigkeiten Maikammer-Alsterweilers an den geschichtlichen Verein des Rheinkreises 1831, von Pfarrer Weckesser. [Quellenangabe Nr. 65]
- Zitat, Seite 7
Aufzeichnung eines Alsterweiler Bürgers über die Erbauung der Kapelle zu Alsterweiler. (Erben von Michael Groß). [Quellenangabe Nr. 66]
- Zitat, Seite 9
Maikammer-Alsterweiler ist ein Doppeldorf, dessen beide Teile räumlich getrennt waren, doch stets politisch und kirchlich zusammengehörten und seit der Mitte des letzten Jahrhunderts zusammengebaut sind.
- Zitat, Seite 9
Alsterweiler zieht sich von Westen nach Osten, dem Bächlein Alster entlang und ist von zwei Hügelrücken eingeschlossen, einem nördlichen vom Wetterkreuz kommend und einem südlichen vom Breitenberg auslaufend.
- Zitat, Seite 9
Im Süden des Dorfes fließt der Kropsbach vorbei, der aus dem St. Martiner Tal kommt, die Mühlen des Dorfes treibt und nach Osten zum Speyerbache weiter fließt.
- Zitat, Seite 9
Aus dem Alsterweiler Tälchen fließt das kleine Bächlein Alster mitten durch Alsterweiler, wird beim „Schlössel" geteilt und fließt nach Osten zu, um teils in die Kanalisation aufgenommen zu werden, teils bei Kirrweiler in den Kropsbach zu fließen.
- Zitat, Seite 9
Aus dem Klausental fließt ein noch kleineres Wässerlein, der Hitschbach, der Gemarkungsgrenze entlang nach Osten.
- Zitat, Seite 13
Leichter zu erklären ist der Name Alsterweiler. Er kommt vor 1370 als Ageleisterwilre 30), 1464 als Aglasterweiler 33 ) 39) und 1495 als Allasterwyler. Es ist also ein Weiler (mhd. wilr — kleines Gehöft, ahd. wilari, mlat. villäre — Gehöft), der von dem Vogel Elster seinen Namen hat.
- Zitat, Seite 14
1348 großes Erdbeben, grausame Pest, der „schwarze T o d " genannt, herrschte 2 Jahre, sodaß ein Viertel der Menschen sterben mußten.
- Zitat, Seite 15
In einer Eußerthaler Urkunde von 1318 werden Reben am Schloß zu Maikam erwähnt. 45)
- Zitat, Seite 15
24. Februar 1345. Vor dem bischöflichen Gericht zu Speyer vermacht der Priester Petrus von Kirwilr, Alrads sel. Sohn, dem Cisterzienserkloster Eußerthal zu einem Seelengeräte einen jährlichen Zins von 4 Pfund Heller auf Gütern zu Menkemere . . . an dem Flosse, an der Huben, auj der Heiden und unter der Muren . . .
- Zitat, Seite 15
29. März 1346. Vor dem bischöflichen Gerichte zu Speyer überläßt der Speyerer Bürger Johann von Kirwilr, genanntem Kloster zu Meinkemeren als Seelgeräte vermacht, einen anderen Zins von 3 Pfund Heller auf näherbezeichneten Gütern in den Gemarkungen von Neustadt und Meinkemeren: an dem Wasserschützen, an der Huben, an dem Flusse und an dem Grine. Unterzeichnet sind Schultheiß und Gericht von Meinkemern (Lat Qrig. Perg. mit Rest des Siegels des bischöfl. Gerichts). Quelle 37)
- Zitat, Seite 15
14. Juni 1366. Das bischöfliche Gericht zu Speyer beurkundet, daß vor dem Stellvertreter des Schultheißen Dyecz Scherer und den geschworenen Richtern des Dorfs zu Meinkeymer im Speyerer Bistum und im Beisein des Hug von Brethein, Pfründners bei Allerheiligen in Speyer und Heinrich Winthers von Kirwilr Peter genannt Batschan, Bürger zu Speyer und seiner Hausfrau Guta, den Pfründnern Johannes von Landowe und Johans Boching bei Allerheiligen in Speyer an deren Pfründen für 65 Pfund Heller eine jährliche Martinigilt von 5 Pfund Heller verschrieben und für deren pünktliche Entrichtung „ihren hoff hus und hovereyde zu K i r w i l r mit einem stucke wingarten heltet vier morgen daran gelegen genannt Batschans gut zwuschen den Kemeren gelegen unde zinset zwene Cappen den Kemereren. I t e m einen morgen wingarten yme Lenmen an der Leymergasse oben an Werner Richel unde nyden an Gygel Serlich in Meinkeimer margke gelegen" zum Unterpfand gestellt haben. (Orig. Perg. ohne Siegel). ^)
- Zitat, Seite 16
ohans Boching bei Allerheiligen in Speyer an deren Pfründen für 65 Pfund Heller eine jährliche Illartinigilt von 5 Pfund Heller verschrieben und für deren pünktliche Entrichtung „ihren hoff hus und hovereyde zu K i r w i l r mit einem stucke wingarten heltet vier morgen daran ge- legen genannt Batschans gut zwuschen den Kemeren gelegen unde zinset zwene Cappen den Kemereren. I t e m einen morgen wingarten yme Lenmen an der Leymergasse oben an 22erner Eichel unde nyden an Gygel Serlich in Il^einkeimer margke gelegen" zum Unterpfand gestellt haben. (Orig. Perg. ohne Siegel). ^)
- Zitat, Seite 16
19. August 1350. Das bischöfliche Gericht zu Speyer beurkundet, daß vor dem Schultheiß Wernher und den geschworenen Richtern des Dorfes Meinkeymer Henlin genannt Lange von da den Präbendaren des Dreifaltig- keitsstifts in Speyer Hugo von Bretheim und Mathias von Pforzheim an deren Präbenden eine jährliche Martinigilt von 10 Schilling Heller auf 1/2 corgen Wingert in der Gemarkung von Meinkeymer verschrieben habe. (Lat. Qrig. Perg. ohne Siegel).
- Zitat, Seite 16
6. Juni 1370. Das bischöfliche Gericht zu Speyer beurkundet, daß von dem Stellvertreter des Schultheißen Dyederich Scherer und den geschworenen Gerichtsleuten zu Meinkeimer Kathrin, die Witwe des Speyerer Bürger Burkel Hergesheimer und ihre Tochter Ennel dem Contzelin, Contz Huges, Sohn von Ageleisterwilre 2 Morgen Wingert mit Namnen „einen morgen in der huben einsite an dem egen. Contzeln und andersite an Sygel Serich stoßet einsite uf den Weg und andersite uf Deyderich Scherers wise. Item der ander morgen lit in dem Schenderich neben dem vorgen. Contzel stoßet oben an Betschel und unden uff den mulacker in Meinkeimer markgelegen" zu „rechten Hanterbe" gegeben haben, wozu Hennl, Kathrins Sohn von Klyngen, der genannten Ennel Hauswirt, seine Zustimmung gab. (Org. Perg. ohne Siegel).
- Zitat, Seite 17
Die hiesigen Bauern wollten auch nicht untätig bleiben. Obwohl sie keine Fehde oder Feindschaft mit dem Grafen Viax v. Oberstein hatten, zerstörten sie dessen Haus, die Kredenburg, als Graf Via abwesend, im Dienste des pfälzischen Kurfürsten stand. Am 11. Juli 1525 bekannte der Schultheiß Coßman Moßbach im Namen der Gemeinde, daß sie ,,in dieser uffrurigen Empörung der Bauernschaft" die Burg „verwüst, zerrissen und zerbrochen" hätten und verspricht die Kosten der durch den Graf vorzunehmenden Wiederherstellung zu tragen. (Quelle:...)
- Zitat, Seite 17
Schulthei
- Zitat, Seite 18
Das Haus von Adam Wilhelm, Deckelgasse 9/11, durch seinen Turm auffallend, wurde 1591 erbaut.
- Zitat, Seite 18
Das Haus von Oskar Hafner, Alsterweiler Hauptstraße wurde 1595 erbaut. Es zeigt über dem Torbogen außer den Anfangsbuchstaben des Namens eine schwörende Hand, welche auf den Beruf eines Gerichtsschöffen hinweist.
- Zitat, Seite 18
Maikammer und Alsterweiler hatte um 1600 fast die gleichen Straßen wie heute, nur wird die Deckelgasse nichr erwähnt, die Hintergasse hieß Obergasse, die Spreiselgasse Hubengasse.
- Zitat, Seite 18
1619 waren in Maikammer 163 und in Alsterweiler 87 Häuser. Sie waren nicht numeriert und wurden nach der Lage zu den Nachbarn bezeichnet.
- Zitat, Seite 18
1602 sind auf 1. Mai durch den Frost die Reben erfroren. Am 21. September war nachts ein Erdbeben, daß die Hühner von den Balken geflogen sind und in manchen Orten die Glocken von selbst geläutet haben. Auch am 17. Oktober morgens zwischen 4 und 5 Uhr war ein Erdbeben.
- Zitat, Seite 26
Da ein Mädchen von hier namens Apollonia Anstand als Laienschwester im Kloster der Franziskanerinnen in Speyer war, flohen die Schwestern dieses Klosters 1689 nach Alsterweiler, wo sie ein Haus besaßen. 54)
- Zitat, Seite 29
Die bischöflichen Gemeinden sollen zirka 9000 Gulden Kosten gehabt haben: die Gemeinden Hambach, Diedesfeld, Maikammer-Alsterweiler und St. Martin zusammen 5 109 Gulden 56)
- Zitat, Seite 29
1754 wurde das Pflaster zu Alsterweiler gemacht, es kostete 90 Gulden, der Plattenweg 70 Gulden. Die Gemeinde zahlte ihre Schuld an die Kirche zurück.
- Zitat, Seite 32
1774 wurden im Alsterweiler Tälchen Sandsteine gebrochen zum Dombau in Speyer. Es gab nicht sehr viel aber guten Wein.
- Zitat, Seite 34
Am 5. September nachts 1/2 1 Uhr fiel ein Wolkenbruch. Das Wasser riß den oberen Brunnenstock zu Alsterweiler ab und verursachte auch sonst großen Schaden (1792)
- Zitat, Seite 35
In Alsterweiler fiel auf einen Offizier der Verdacht demokratischer Gesinnung. Er wurde deshalb wegen einer früheren Entwendung von 11 Gulden angeklagt, verurteilt zum Tode und im Tälchen erschossen. 55)
- Zitat, Seite 35
Am 29. November verlangte der prov. Kommissär in Speyer alle Zehnten und Gülten des Domkapitels und der anderen hiesigen Stifter. Diese waren aus Vorsicht in Geld umgewandelt worden, welches gegen Quittung in Speyer abgeliefert worden war. Nur die Weine der Klosterfrauen von St. Klara aus ihrem Besitz in Alsterweiler waren nach Speyer gefahren worden. (1792)
- Zitat, Seite 37
Am 30. März nahm Kommissar Wambsgans mit 6 M a n n 50 Kühe aus den Stallungen in Maikammer, am 2. April 80 Kühe aus den Stallungen von Alsterweiler.Wut und Verzweiflung erfaßte die Bewohner. Man verrammelte die Tore, bewarf die Eindringlinge mit Holzscheiten und widerstand mit Gewalt, aber alles half nichts. Nur wer rechtzeitig in den Hinterwald gefahren und sich dort einige Tage aufgehalten hatte, rettete seine Kuh. (1793)
- Zitat, Seite 39
Am 11. Dezember wurde Alsterweiler noch einmal geplündert. Truppen des deutschen Korps Benjowsky waren am 9. Dezember aus Edenkoben zurückgedrängt worden und mußten am 10. Dezember bis hierher zurückweichen. Mit einigen Freischützen brachen die Soldaten zu S t . M a r t i n und Alsterweiler in die Keller ein, schleppten Schweine und Kühe fort und erpreßten von den Einwohnern Geld unter Androhung des Todes. Hier wurde Schultheiß Rieth überfallen und mißhandelt. (1793)
- Zitat, Seite 40
Nach der weiteren Regelung der Gemeindeverwaltung wurde in Maikammer Friedrich Schwarzwälder Agent und Emanuel Heilweck Adjunkt, in Alsterweiler Peter Adam Koch Agent und Friedrich Eisenbiegler Adjunkt.
- Zitat, Seite 41
In diesem Jahre der Vereinigung der Pfalz mit Frankreich wurden in vielen Orten wieder Freiheitsbäume gesetzt, so auch in Alsterweiler, das durch die neue Verwaltung mehr Selbständigkeit erhalten hatte. (1798) (das Jahr 6 nach französicher Rechnung 22. September 1797 bis 22. September 1798)
- Zitat, Seite 43
Durch Gesetz vom 25. November 1802 wurde der Verkauf aller Nationalgüter angeordnet. In Mainz begann die Versteigerung aller früheren herrschaftlichen Güter. Die Credenburg zu Alsterweiler kam in den Besitz der Gebrüder Lederle in Hambach, 60 Morgen Äcker und 24 Morgen der Dieterwiese gingen in Privatbesitz über. Das sogenannte Nonnenhaus kaufte Franz Peter Schwarzwälder in Alsterweiler samt dem dazu gehörigen Gut um 465 Frs., zahlbar in 3 Terminen.
- Zitat, Seite 44
1808 mußten die Bürger 355 Frs. 2 Cts. zur Wasserleitung aufbringen. Es gab sehr viel, leichten Wein. Er kostete 7a—80 Gulden.
- Zitat, Seite 49
Der Wein (8 Morgen gaben 2 Fuder) war so sauer, daß ihn kein Wirt kaufen wollte. Er kostete 100—130 Gulden. Jetzt kam der 15er (1815) Wein in den Preis. Friedrich Eisenbiegler in Alsterweiler verkaufte 1 Fuder zu 415 Gulden und 1 Kronentaler. (1816)
- Zitat, Seite 51
In diesem Jahre wurden zum erstenmal Leichenträger angestellt, 5 für Maikammer und 5 für Alsterweiler. Die Gemeinde kaufte 5 schwarze Mäntel und Hüte. Die Trägergebühr betrug 20 Kreuzer. Am 15. Mai wurden die bisher üblichen Leichenschmause verboten. (1824)
- Zitat, Seite 52
Am 2. Juni 1831 richteten Bürger von Alsterweiler an das Landkommissariat Landau die Bitte, Alsterweiler von Maikammer zu trennen und zu einer selbständigen Gemeinde mit eigener Verwaltung zu erklären. Als Gründe führten sie an die Vernachlässigung des Ortsteils Alsterweiler in den letzten 15 Jahren und die mutwillige Verschleuderung des Gemeindeeigentums in Alsterweiler zum Nachteil der Gemeinde. Die Schrift enthält viele scharfe Ausdrücke, woraus man die tiefe Erbitterung der Alsterweilerer Bürger ersieht. Der Zufahrtsweg von Maikammer nach Alsterweiler, der Plattenweg, war meist in derartig schlechtem Zustand, daß Fuhrwerke bis an die Achse einbrachen, und Fuhrleute, die Flachs, Weiden, Kartoffeln u. a. von auswärts brachten, es vorzogen in Maikammer zu bleiben.
- Zitat, Seite 52
1826 war ein Betrag für Pflaster durch Alsterweiler im Gemeinde-Voranschlag eingesetzt, 1828 sollte eine Strecke gemacht werden, aber erst 1832 und 1833 wurde es ausgeführt. Es kostete 1873 fl . 34 Kr.
- Zitat, Seite 53
1836 war am 17. Oktober Weinlese. Es gab ziemlich viel aber geringen Wein , der ^ r f l . kostete. D a die Kirchweih, welche seit undenklichen Zeiten auf den Srnntag Cantate (4 Wochen nach Ostern) gefeiert wurde, oft mit dem Landauer und Kandeler 3I?arkt zusammenfiel, wurde sie am 15. I^orcmber aul Exaudi (Sonntag vor Pfingsten) verlegt.
- Zitat, Seite 53
Kirchw
- Zitat, Seite 53
1840 gab es in Maikammer 301, in Alsterweiler 104 Häuser.
- Zitat, Seite 53
Am 28. August 1842 wurde wieder im Gemeinderat über die Trennung des Ortsteiles Alsterweiler von Maikammer verhandelt. 5 Gemeinderäte waren ganz dafür, Gg. Frz. Straub wollte nur Trennung der Gemeindekasse. Andr. Platz war dafür, wenn die Straße nach Edenkoben nicht gerade, sondern in der Richtung des alten Weges gebaut wurde und das Pflaster der Deckelgasse gemacht werde. Die übrigen 16 Gemeinderäte von Maikammer waren gegen eine Trennung.
- Zitat, Seite 53
1. weil zwei getrennte Haushaltungen kostspieliger zu führen wären als eine einzelne, 2. weil die Wasserleitung doch gemeinsam bleiben müsse und durch Alsterweiler geleitet werde; Reibereien und Prozesse würden entstehen, 3. weil die Trennung sehr bedeutende Kosten verursachen würde, 4. weil sich in zehn Jahren die beiden Dörfer durch Neubauten doch berühren würden und eine Wiedervereinigung notwendig machte.
- Textanmerkung, Seite 54
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- Zitat, Seite 54
I. weil die Trennung sehr bedeutende Kosten verursachen würde, 4. weil sich in zehn fahren die beiden Dörfer durch Neubauten ooch beriihren würden und eine Wiedervereinigung notwendig machte.
- Zitat, Seite 54
I
- Zitat, Seite 54
In einer weiteren Sitzung am 3. Februar 1843 stellte Michael Eisenbiegler den Antrag, in Alsterweiler eine Abstimmung durch einen Regierungsbeamten vornehmen zu lassen. Es blieb aber bei dem vorigen Beschluß.
- Zitat, Seite 54
A m 20. M ä r z 1843 richteten mehrere Bürger von Alsterweiler ein Gesuch um Trennung von Maikammer an die Regierung der Pfalz. Die Mehrheit war aber gegen eine Trennung. In einer Kommissionssitzung der Höchstbesteuerten der ganzen Gemeinde am 13. August 1843 sprach man sich auch dagegen aus. Der neugewählte Gemeinderat verhandelte noch einmal am 28. August 1843 darüber, 20 Gemeinderäte, darunter 4 von Alsterweiler waren gegen eine Trennung nur Lorenz Groß und Pet. Ad. Frankmann beharrten auf ihrem seitherigen Standpunkt. So war diese Angelegenheit endgültig erledigt.
- Zitat, Seite 55
Die Teuerung hielt an, sodaß im Frühjahr 1847 noch große Not herrschte. Das Malter Korn kostete 20 f l . Da sich auf den Jahrmärkten verdächtiges Gesindel herumtrieb, wurde 1847 die Kirchweihe auf 25., 26. und 27. J u l i verlegt.
- Zitat, Seite 56
daß sie die unbedingte Rechtsgültigkeit der Reichsverfassung sowie aller Beschlüsse der Nationalversammlung anerkennen". Dieser Anerkennungsakt wurde hier am 9. Mai geleistet. Die Kirchweih wurde auf unbestimmte Zeit vertagt, dann aber überhaupt nicht abgehalten. (1848) (Seite 56)
- Zitat, Seite 56
Am 19. Mai zog der „Oberst" Blenker von Worms mit 4000 Mann die mit alten Waffen, Sensen und Mistgabeln ausgerüstet waren, nachts von Neustadt nach Landau, um diese Festung zu nehmen. Der Angriff endete aber kläglich. Die rechtsmäßigen Beamten der Regierung und der Landkommissariate (Bezirksämter) flohen zum Teil, doch alle wurden abgesetzt und durch Anhänger der Freiheitsbewegung ersetzt. Für Landau wurde Literat Schneider von Edenkoben Zivilkommissär. Gemeinde- und Staatsbeamte, die ihr Amt erhalten wollten, mußten den Eid auf die Reichsverfassung schwören. Der provisorischen Regierung mußten sie erklären: „Ich verpflichte mich den Anordnungen der provisorischen Regierung Folge zu leisten!" Auf Pfingsten (27. und 28. Nlai) hausten die Freischaren hier und Umgebung. Sie waren geführt von dem fahnenflüchtigen Leutnant Joh. Ernst Willich von der Insel Rügen. Er nahm am Pfingstmontage im Pfarrhause Quartier und zwang Pfarrer Weckesser den Eid auf die Verfassung zu schwören. Er ließ sich einige Tage aufwarten und von Fräulein Weckesser die Kleider flicken. In seiner Begleitung war viel Gesindel, besonders von Edenkoben, das sich hier einquartierte. Das Königslied „Domine salvum fac regem" durfte nach dem Hochamte nicht mehr gesungen werden. Lehrer M ü l l e r von Alsterweiler wettete am Pfingstmontag beim Frühschoppen in der „Krone", daß er nach dem Amte das Königslied singen werde, auch wenn die Freischaren es hören würden. Er sang es, wurde aber am nächsten Tage von Willich verhaftet und nach Kaiserslautern abgeführt. Als Pfarrer Weckesser im Pfarrhause belästigt wurde und er gar vom Altar weggeholt werden sollte, eilten die Bauern von Alsterweiler mit Sensen und Dreschflegeln zu Hilfe. Damals soll der Spruch entstanden sein: „Weg do newe, weg do newe, for unsern Parre lossen mer unser Lewe."
- Zitat, Seite 56
Das Königslied „Domine salvum fac regem" durfte nach dem Hochamte nicht mehr gesungen werden.
- Zitat, Seite 57
Lehrer Müller von Alsterweiler wettete am Pfingstmontag beim Frühschoppen in der „Krone", daß er nach dem Amte das Königslied singen werde, auch wenn die Freischaren es hören würden. Er sang es, wurde aber am nächsten Tage von Willich verhaftet und nach Kaiserslautern abgeführt. (1848)
- Zitat, Seite 57
Als Pfarrer Weckesser im Pfarrhause belästigt wurde und er gar vom Altar weggeholt werden sollte, eilten die Bauern von Alsterweiler mit Sensen und Dreschflegeln zu Hilfe. Damals soll der Spruch entstanden sein: „Weg do newe, weg do newe, for unsern Parre lossen mer unser Lewe." (1848)
- Zitat, Seite 57
So erhielt am 7. Juni der Löwenwirt Michael Hauck in Alsterweiler vom Rentamt Edenkoben, wo derselbe Rentbeamte weiter wirkte, die Mahnung, binnen 3 Tagen beim Rentamt Edenkoben 200 f l . als Zwangsanlehen zu zahlen. Hauck wollte nicht. Am 13. Juni kam eine 2. Mahnung mit Androhung der Verhaftung. Am 14. Juni zahlte er 100 fl. auf Abschlag. Weil er nicht ganz zahlte, wurde er gefangen nach Kaiserslautern abgeführt. (1848)
- Zitat, Seite 58
Karl Theodor Rieth in Alsterweiler verkaufte sein Haus mit 2 Gärten um 4000, fl. und ging nach Amerika. (1850)
- Zitat, Seite 58
Vom Jahre 1851 an wurde die Stelle des Eichers alljährlich besetzt, einer für Maikammer und einer für Alsterweiler.
- Zitat, Seite 59
Am 22. Juli besuchte König Ludwig I. von der Villa aus die Alsterweiler Kapelle. (1854)
- Zitat, Seite 59
Im September war es kalt, daß der Tabak erfror.
- Zitat, Seite 59
Der Weinverkauf ging im Herbste sehr schlecht. Most kostete die Hotte Traminer 71/2 fl. Das Fuder Wein kostete 190 fl. Im Dezember gab es einige Verkäufe zu 230 f l . , 1855 kostete er in Maikammer 125, in Alsterweiler 130 f l. (1854)
- Zitat, Seite 60
Vor dem Herbst kostete 55er Wein 190—200 fl., 53er 121—135 fl. Weil die Wingert immer wenig trugen, wurde 1856 viel Tabak gepflanzt.
- Zitat, Seite 60
Der Handel mit Tabak, für den sich die Weinbauern interessierten, ging gut. Es wurden 1856 in der Pfalz für 2 Millionen fl. Tabak verkauft.
- Zitat, Seite 61
Man pflanzte auch in diesem Jahr in allen Rebstücken und Wingertsäckern statt Kraut und Rüben Tabak. (St. Martin hatte 60 Morgen Tabak angebaut.) (1857)
- Zitat, Seite 61
M ü l l e r schreibt: „In allen Gesichtern ist Zufriedenheit zu erblicken." „Soviel Geld ist noch nie nach Alsterweiler für Wein gekommen wie dieses Jahr, ein glückliches Jahr." (1857)
- Zitat, Seite 61
Das Jahr 1857 war für Maikammer und Alsterweiler ein sonderbares Jahr. Im Juni wollte man verhungern und schenkte wegen Futtermangels das Vieh halb weg; im Herbst gab es noch genug Rüben und Kraut. Im November und Dezember war es noch warm. Der Wein kostete im November 140—14Z fl., im Dezember 150—160 fl.
- Zitat, Seite 62
Am 5. Oktober begann der Herbst; am 4. durfte das Faule geholt werden. In Alsterweiler gab es einen halben Herbst, in Maikammer etwas weniger. Der Most wog 75—90 Grad. Es gab einen vorzüglichen Wein. Portugieser kostete 6—8 fl., Traminer 6 fl. 12 Kr. die Hott. Der Weinverkauf ging schlecht. Im Dezember wurde in Alsterweiler ziemlich verkauft zu 125—130 fl.
- Zitat, Seite 63
Am 22. Oktober begann die Weinlese. Franken gab es viel, Gutedel und Traminer wenig. Der Ertrag war in Maikammer besser als in Alsterweiler. (1860)
- Zitat, Seite 63
Am 10. Oktober begann die Weinlese. Es gab sehr wenig, aber vorzüglichen Wein; in Alsterweiler etwas mehr als in Maikammer. (1861)
- Zitat, Seite 64
In Alsterweiler hatte man den Schoppen zu 6 Kr. über die Straße verkauft. (1862)
- Zitat, Seite 65
Am 8. August war Speyerer Kavallerie auf den Dieterwiesen. (1865)
- Zitat, Seite 67
Bis November war in Alsterweiler der meiste Wein verkauft. (1868)
- Zitat, Seite 68
Am 1. August kam eine Abteilung preußischer Kavallerie. Am 2. August lagerten auf den Dieterwiesen 158 Mastochsen, welche 67 Mann der bayerischen Feldverpflegungsabteilung Nr. 3 und 32 Mann der Metzgereiverwaltung den Truppen nachtrieben. (1870)
- Zitat, Seite 69
Schon im Jahre 1868 war beschlossen worden, eine eiserne Wasserleitung anzulegen. Sie war auf 17 000 fl. veranschlagt. Im Jahre 1870 kam die Sache wieder zur Sprache. 3 Gemeinderäte waren für Hausleitung, 13 nur für öffentliche Brunnen. Auch wurde die Chaussierung der heutigen Hartmannstraße beschlossen. Das dazu nötige Land kostete pro Dezimale 25 fl. Die Gemeinde nahm 12 000 f l . auf, um Wasserleitung und Bau der Straße ausführen zu können. 1871 wurde die Straße gemacht, sie kostete 7000fl.
- Zitat, Seite 69
Von November 1870 bis Januar 1871 starben viele jungen Männer, in der Deckelgasse allein 5 Männer und eine Frau. Die Blattern, die schon an vielen Orten gehaust hatten, kamen auch hierher.
- Zitat, Seite 69
Vom Januar bis Mitte Februar gab es viel Regen und Sturm. Am 10. Februar, morgens 1/26 Uhr, war ein Erdbeben von geringer Heftigkeit. Die Wingert erfroren. Der Wein stieg auf 140 und 145 fl. Es war großer Verkauf.
- Zitat, Seite 70
Die Bürger, denen durch Lagerung der Ochsen auf der Dieterwiese und durch Aufstellen der Kanonen auf den Bachwiesen Schaden am Gras entstanden war, forderten zusammen 165 f l . Entschädigung. Am 28. März kam noch einmal preußische Einquartierung. (1871)
- Zitat, Seite 80
Die Weinpanscherei stand in Blüte. Die Brunnentröge waren immer leer. Neuer gezuckerter Wein kostete in den Wirtschaften 18 Kreuzer der Schoppen.
- Zitat, Seite 81
Wein wurde in Alsterweiler viel zu 260 und 265 f l . verkauft. Im Januar 1874 kostete er 205 fl.
- Zitat, Seite 81
Im März und April war es kalt. Im März kostete der Wein 165 f l . Es gab kein Futter. Gerste, Klee und Tabakpflanzen erfroren.(1875)
- Zitat, Seite 83
Am 22. März erwarb die Gemeinde von Eva Marg. Straub eine Wiese auf den Dieterwiesen für 1800 M für Anlegung der Schloßstraße. (1884)
- Zitat, Seite 84
In Alsterweiler konnte gut verkauft werden, in Maikammer weniger gut. (1886)
- Zitat, Seite 87
Der Sommer war trocken. Am 22. September gab es noch ein Gewitter mit Schloßen, die südlich von Maikammer und Alsterweiler schadeten. (1893)
- Zitat, Seite 88
Am 1.Oktober war Weinlese. In Alsterweiler gab es sehr viel Wein, in Maikammer weniger. Der Most wog 50—65 Grad. Der Wein war gering. Portugiesermost kostete 5. M, Franken 6,50—7 M, Weißwein 180 bis 200 M. Der Mostverkauf war in Alsterweiler lebhaft, in Maikammer weniger.(1896)
- Zitat, Seite 88
In diesem Jahre wurde hier ein protestantisches Vikariat errichtet. Der Winter 1897/98 war gelinde, das Frühjahr größtenteils naß. Mitte Mai herrschte große Hitze. Auf die Kirchweihe am 23. M a i gegen 6 Uhr abends war ein schweres Gewitter mit Hagel. (1896/97) (Seite 88/89)
- Zitat, Seite 91
In den unteren Lagen gab es viel Spring- und Heuwurm, in Alsterweiler wenig. (1902)
- Zitat, Seite 94
Das Wetter war nach dem Herbst noch sehr gut. Am 18. November abends um 1/211 Uhr gab es ein starkes Erdbeben von 7 Sekunden Dauer. Man hörte ein Rollen, Türen und Fenster zitterten.
- Zitat, Seite 94
Am 23. September zwischen Rot- und Weißherbst wurde die Alsterweilerer Winzergenossenschaft gegründet. Sie kelterte zuerst bei ihrem Mitgliede Michael Christmann, kaufte dann im Frühjahr 1912 das Haus in der Mühlgasse von Mathäus Schlosser und richtete Keller und Kelterhaus im Herbste 1912 ein.(1911)
- Zitat, Seite 94
Am 15. gegen Abend gab es ein Gewitter mit Schloßen, die oberen Lagen von St. Martin, Alsterweiler, Diedesfeld und Hambach wurden ganz zerschlagen.(1912)
- Zitat, Seite 96
Im Juni 1920 wurde die 3. Winzergenossenschaft mit dem Namen „Winzerverein Kalmit" gegründet. Da sie nicht an den Kauf eines Hauses denken konnten, mietete sie Kelter und Keller. So blieb es auch bis heute.
- Zitat, Seite 103
Die Gemarkung von Maikammer-Alsterweiler umfaßt mit der Dorffläche 605,67 Hektar, davon sind 521 Hektar Wingert, Äcker und Wiesen. Die letzte allgemeine Vermessung geschah im Jahre 1822, weshalb auch die Grenzsteine neben dem Zeichen des früheren Gerichtssiegels und den Buchstaben MK die Jahreszahl 1822 tragen. Es ergaben sich 7110 Parzellen.
- Zitat, Seite 104
Im Alsterweiler Tälchen, im Klausental und östlich von beiden ist der Boden aus angeschwemmtem Sand, dem Verwitterungsprodukt des Buntsandsteins, gebildet. Das übrige Hügelland hat im Westen als Hauptbestandteil Kalk mit angeschwemmtem Sand, im Osten Lehm mit Sand.
- Zitat, Seite 105
1857 pflanzten viele Leute in seitherigen Repsstücken und Wingertsäckern statt Kraut und Rüben Tabak, was sich damals gut rentierte. Quelle: 74 = Georg Adam Müller, Lehrer)
- Zitat, Seite 106
Im Klausental stand im 16. Jahrhundert eine Kapelle mit Klause. Sie wurde von einem Waldbruder bedient. Zu ihr gehörten Acker, Wiesen und Wald, Wein- und Geldzinsen. Von dem alljährlich dort stattfindenden Klausenfeste gingen die Teilnehmer nach Alsterweiler und aßen und tranken. Daraus soll die Kirchweih entstanden sein. Im Jahre 1573 vertauschte der edle Stephan zum Jungen und seine Hausfrau Ursula v. Dalheim die Klause nebst Kirche und allem Zubehör, die sie von ihrem Vater ererbt hatte, an seinen Schwager Moriz von Morschheim. 53)
- Zitat, Seite 107
d) Die Flurnamen. Unsere Gemarkung ist in etwa 70 Gewannen oder Fluren eingeteilt, deren Namen aus der ältesten Zeit der fränkischen Besiedelung stammen. Einige Namen verschwanden im Laufe der Zeit, andere bildeten sich neu. So kommt 1370 oberhalb des Mühlackers der „Schenderich" vor. Um 1600 werden die Gewanne „Feulnig" und „Steingebiß" erwähnt, die heute in keinem Plan mehr stehen. Die meisten Gewannen gegen Edenkoben, wie Stößen, Lochhohl, Mai, Pfeifer und beim Dorf der Schnetz kommen um 1600 noch nicht vor. Bei vielen änderte sich die Schreibweise, so daß ihre Bedeutung nicht mehr klar ist. aa) Nach der Bodengewann werden benannt: der Letten, der Lehmen oder Leimen, die Lehmengrube, welche man früher als solche benutzte, als man noch Gebäude mit Holzfachwerk aufführte; Steingebiß, ist steiniger Boden; biß = boß = Steinbruch; Hartwiesen, 1875 zum erstenmal gerodet, = dürre, trockene steinige Wiese. Lohwiesen, loh = Wasser-Sumpf, also sumpfige Wiese; loh = auch dichtes Gebüsch von Erlen, Birken, Haseln auf wässerigem, moorigem Grunde; Bösgewann früher Ackerfeld = schlecht unterhaltene Gewanne, oder war schwer zu bearbeiten nach der ersten Urbarmachung. bb) Nach der Bodenform: Berg oder Eichelberg = Abhang des Wetterkreuzberges, Stotz = steiler Abfall eines Hügels; Held = Halde = Abhang mhd helde = Abhang; Grund = feuchte Senke; Hohl = ausgehöhlter Weg, alte Hohl = jetzt ausgefüllt, im Loch und Lochhohl = Vertiefung; Vogelsang, sang von senken, Senkung des Bodens, wo sich gern Vögel aufhielten; Schild nach der Schildform; cc) nach der Lage: am Kreuz, beim Dorfkreuz an der Diedesfelder Straße; am Hitschbach; am Mühlbach; Mühlacker; am Neustadter Weg; am Pfaffenweg, Weg, den ein Kloster (Heilsbruck) herstellen und benützen ließ; hinter der Herberge, die sich früher (1619) auf der Westseite der Heerstraße befand; am Petersbrunnen, im Frühjahr fließt dort ein Wässerlein heraus; am Sparbenbrunnen, Brunnen am Sparbenbaum; Überfeld, oberes Feld, von Maikammer aus über dem Bach gelegen; Böbig, von mhd bobe, bobene = oberhalb, liegt oberhalb des Baches; Bornsel von Born, Quell, Brunn. dd) Nach der Bepflanzung: Kirschengarten; Linsenfeld; Mandelacker; Spreiselgasse, Weg durch die Spreiselwiesen, früher Spreunzelwiesen genannt, von mhd. sprenzen = buntschmücken, also die buntfarbige, blumige Wiese; Zeile, von mhd zil = Busch, daneben Buschweg; Eulbusch, Büsche, in denen sich Eulen aufhielten: Hahnen = Hag, Hagen, Hain; Hahngipfel = Wald am Gipfel des Wetterkreuzberges, jetzt Wingert. ee) Nach der früheren Benützung: Schleife = Schleifweg für Holz; Holzweg, Weg zur Holzabfuhr; Kalkofen; Lehmengrube; Immengarten, worin Bienenstöcke aufgestellt waren; Geißweide, erinnert an arme Zeiten, wo viele Geißen gehalten wurden; Viehtrieb, Weg zum Weideplatz des Viehes auf dem Spielfeld; Sau, Weideplatz der Schweine oder von mhd. suhe = Graben; Wolfsloch an der Gemarkungsgrenze, Loch zum Fangen von Wölfen; Geraidestuhl; Ahlberg siehe Ziffer cc. Spielfeld von Spiel = Gesamtheit, einer Gesamtheit gehörig; Schießmauer, bei Schützenfesten in Gebrauch, ff) Nach früheren Gebäuden: in der Klause; Ziegelscheuer = Ziegelhütte; Poppel von kleine Puppe, vielleicht Bildstock mit dem Jesuskind; Heilgenberg mit Feldkapelle gegen St. Martin, vielleicht stand dort ein Heiligenbild, Bildstock; Waschhütte. gg) Nach der Größe: Hub, mhd. huobe = Stück Land von bestimmtem Maße, das vom Landesherrn im Erblehen vergeben war. hh) Nach den früheren Besitzern: Ferber; Dürkheimer; Dieterwiesen, früher Dieterswiese benannt; Pfeifer; Mai; Weinsper, früher Weinsweiler nach dem Personennahmen Win oder Wein. ii) Nach alten Rechten: Mundrecht, von munt = Hand, Schutz; Land, das einen besonderen Schutz genießt; Fronwingert = Herrenwingert, in Fron zu bearbeiten; Erb = Erbe. Einige Namen sind nicht zu erklären, so Eizum, das 1619 Eutzum geschrieben wurde Die Aussprache Eiz'm könnte Eizheim vermuten lassen, eine Siedlung an der Stelle ist aber nicht denkbar; ein Herr dachte bei der 1. Silbe an die Abstammung von aha, das Wasser, und an zuppen, das durchsickern bedeutet; es wäre also eine Gewann, die tiefe Lagen mit Frühjahrsquellen hat. Costre, früher Coster, könnte mit Küster zusammenhängen, dann wäre es Kirchengut gewesen; Schnetz = Waldschneise, mundartlich Schnääz; die Gewann liegt unterhalb des Dorfes, wo seit urdenklichen Zeiten kein Wald mehr war, der Name kommt zudem erst in der letzten Zeit vor.
- Zitat, Seite 107
Im Jahre 1714 wurde der sog. Kurbrunnen bei Edenkoben entdeckt. Das Grundstück gehörte dem Grafen v. Dalberg und lag im hiesigen Bann. Im August 1714 wollte der Dalbergische Kellerverwalter von Essingen mit Hand- und Fuhrfrönern und Handwerkern die Quelle fassen lassen, wurde aber von dem Kirrweiler Ausfauth daran verhindert. Die beiderseitig aufgestellten Wachen mißhandelten sich gegenseitig. So entstand um diese damals als wertvoll angesehene, jetzt unbedeutende, wertlose Quelle ein Streit, der 40 Jahre dauerte.
- Zitat, Seite 108
am Petersbrunnen, im Frühjahr fließt dort ein Wässerlein heraus;
- Zitat, Seite 109
Dieterwiesen, früher Dieterswiese benannt;
- Zitat, Seite 109
1492 kostete die 28 Morgen große Dieterwiese samt dem Burgstadel 600 rhein. fl.
- Zitat, Seite 110
1830 - 1/2 Morgen Wiese auf den Dieterwiesen 50 fl.
- Zitat, Seite 110
1836 - 1 Viertel Morgen Wiese auf den Dieterwiesen 210 fl.
- Zitat, Seite 111
Das Kloster St. Klara (Franziskanerinnen) hatte ein Haus am Hübel (Nr. 54) und 1 Doppelhaus in der Deckelgasse (Nr. 6 und 8) und 8 Morgen Wingert (Nonnenwingert (noch 1798) Quelle 54 / Remling Abteine und Klöster).
- Zitat, Seite 111
b) ein Eußerthaler Propstei-Erbbestands-Weingut Quelle 7); es wurde im Jahre 1580 an Thomas Boscher gegen 4 Ohm schönen Wein im Erbbestand verliehen. 1759 weigerten sich die Erbbeständer weiter Erbgült zu entrichten, es sollten wegen schlechten Ertrages 2 Ohm eingezogen werden; es wurden aber bei der Renovation 1759 die 4 Ohm belassen.
- Zitat, Seite 111
d) Allerheiligen und S t . Germans Stiftsgüter; 1759 war ein Streit zwischen der Gemeinde und dem Allerheiligenstift wegen Zahlung der Bede von diesen Gütern. 1762 wurde dem Bürger Mathis Reinig 1 Morgen Dekanalwingert in der Eulbuschgasse für 5 fl. jährlichen Zins auf lebenslänglich überlassen. Die Mandeln davon waren abzuliefern.
- Zitat, Seite 111
Im Bereiche der Gemarkung Maikammer lagen früher vier Mühlen, eine im Klausental und drei am Kropsbach.
- Zitat, Seite 111
Die Mühle im Klausental wurde von dem Wasser des kleinen Hitschbaches getrieben. Jedenfalls war dort ein Staubecken und ein oberschlächtiges Mühlrad. Über ihre langsame Tätigkeit erzählt man sich hier: Einmal schüttete der Müller am Morgen auf und ging über Land. Spät am Abend kehrte er zurück. Als er beim Nachtessen saß, ertönte plötzlich die Glocke der leergelaufenen Mühle. Darüber wurde er unwillig, weil die Mühle schon „so rasch" leergelaufen war und ihn beim Essen störte.
- Zitat, Seite 112
Trotzdem das Oberamt sein Gesuch befürwortete, wurde es am 19. Juni 1745 abgelehnt, weil von St. Martin bis Kirrweiler 7 Mahlmühlen an dem kleinen Bächlein waren. (1745)
- Zitat, Seite 119
Durch eine Verordnung vom 19. J u l i 1796 ( 1 . Thermidor 4) wurden die Waldungen unter die Aufsicht der Landes-Forstadministration gestellt und keine Fällung von Stammholz ohne Genehmigung der Staatsbehörde mehr erlaubt. Der Bedarf eines jeden Bürgers wurde durch die Ortsbehörde festgestellt, die Forstbeamten besorgten die Hiebe und wiesen das Holz an, das bis zu einer bestimmten Zeit abgefahren sein mußte. Die Gemeinden wurden verpflichtet, besonders geeignete und taugliche Waldaufseher anzustellen und solche zu honorieren, in Wirklichkeit wurden sie fortan durch die Forstbehörde angestellt. Die Jagd und Fischerei wurde ganz aufgehoben, das Geraidegut der Gemeindesteuer unterworfen, und die Geldstrafen flossen nicht mehr, was besonders wehe tat, in die Gemeinde-, sondern in die Staatskasse.
- Zitat, Seite 120
Von München kam ein Geometer mit Frau und 14jährigem Meßgehilfen nach Maikammer und nahm bei dem damaligen Gemeindeschreiber Hauck Wohnung. Dessen Sohn half auch beim Messen mit. Dieser erzählt von diesen Waldgängen in der Palatina. So fanden sie im Walde viele "balkenlange und pickelshelmsdicke" Schlangen. Einmal fanden sie bei der Kropsburg einen Storch, den eine Schlange umwickelt hatte. Sie befreiten den Storch. Der Geometer war ein eigentümlicher Mann, den die Leute Waldmesser nannten. Wenn sie ihm begegneten, grüßten sie ihn immer: „Guten T ag, Herr Waldmesser!" Darüber ärgerte er sich und erwiderte: „ Ich bin kein Waldmesser nicht: ich bin Geom'ter!" Die damals nicht feinen Leute, die auch infolge des Krieges und der Nachkriegszeit roher geworden waren, trieben ihren Spott mit ihm und riefen ihm, wo sie ihn von weitem sahen „Land-mes-ser" nach. Einmal ging er auch von der Vermessung durch Alsterweiler nach Hause; im Walde hatte er sich einen dicken Stock zum Benutzen beim Gehen abgeschnitten. Als er an die Deckelgasse kam, standen einige böse Buben dort und belästigten ihn durch Zurufen. Dabei schlug er dem Frechsten seinen Stock über. Die Folge war, daß man ihm Steine nachwarf und ihn bis zu seiner Wohnung verfolgte. Als auch noch nachts Steine in die Wohnung fuhren mit den Zurufen: „Wir schneiden ihm den Hals ab! Wo ist der Waldmesser, er muß sterben; der will kein Waldmesser sein!", brach er nachts noch auf und verließ das ungastliche Maikammer. Ein Knecht des Bürgermeisters Reinig brachte ihn mit der Chaise fort.(1816)
- Zitat, Seite 120
Vom Jahre 1816 an stellte der bayerische Staat die Forstleute an, und nun begann eine Streiterei mit diesen Beamten, die bis mm heutigen Tage dauert. Der erste Forstmann hieß Albert, er kam von Forst nach Maikammer. Seine Arbeit war eine sehr schwierige. Der ruinierte V3ald bedürfte der Schonung und Pflege. Albert ließ im vorderen W a l d die ungleich großen Bäume, die noch vorhanden waren, entfernen, den Boden mit dem Pickel bearbeiten und Forlensamen säen, der aber zunächst nicht aufging, weil er in der Dürre verbrannt war. Durch die verständigen Bemühungen des Försters war bald eine Kuppe herangewachsen, die gutes Futter gab. Namentlich wuchsen darin Schmelen, die, weil vom Vieh gern gefressen, trotz Verbotes gerne gegrast wurden. Allein dic Leute kehrten sich nicht an das Verbot und holten immer Futter. Der Förster war erst nachsichtig und langmütig. Da aber seine Nachgiebig keit dem W a l d e zum Schaden gereichte, so mußte er strenger einschreiten und machte Protokolle wegen ^Waldfrevels.
- Zitat, Seite 121
Nun ging das Schelten an. Da er einen Knebelbart trug, nannten sie ihn „Gäsebart". Nun schallte es den Berg hinauf und herab, das Tälchen hinein und heraus, wie früher „Landmesser" jetzt „Gä—se—ba—rt". Aber der Förster behielt seinen Gleichmut. Als er einen der Alsterweiler Buben mit einem Kreuzer belohnte, weil er am lautesten „Gäsebart" schreien konnte, taten's die anderen nicht mehr, weil sie nichts bekommen hatten, und das „Gäsebart"-Geschrei nahm ab. (Palatina Jahrgang 1889 S. 403 f.)
- Zitat, Seite 124
Maikammer und Alsterweiler haben, wie alle Dörfer der Vorderpfalz, keine Bewohner, die seit Urzeiten hier sitzen, den gleichen Hof wie ihre Stammvater bewohnen und die gleiche Scholle bebauen.
- Zitat, Seite 124
Eine ganze Reihe von katholischen Priestern, Lehrern, Professoren, Ärzten nud anderen wissenschaftlichen Berufen brachten Maikammer und Alsterweiler im 19. Jahrhundert und jetzt noch hervor.
- Zitat, Seite 124
Die Bewohner von Alsterweiler sind infolge ihrer Abgelegenheit von Landstraße, Bahn, Post, Kirche und früher auch Schule, besonders aber durch die oft stiefmütterliche Behandlung durch die Muttergemeinde Maikammer etwas anders geartet wie in Maikammer.
- Zitat, Seite 125
Es änderte sich in Alsterweiler wenig an Straßen, Hausern und Bewohnern
- Zitat, Seite 125
Dazu ist man mißtrauisch und war zeitweise erbittert auf die Bewohner von Maikammer, die Alsterweiler nicht geben konnten und auch wollten, was diese brauchten, Zufahrtswege und Pflaster, Gemeindegebäude, Schule und Selbstverwaltung.
- Zitat, Seite 125
Die erste bekannteste Zahl der Einwohner ist vom Jahre 1530. Damals wohnten in Maikammer 674, in Alsterweiler 451 Seelen, zusammen 1125.
- Zitat, Seite 125
1602 waren in Maikammer 149 und in Alsterweiler 74 Familien.
- Zitat, Seite 125
1619 waren in Maikammer 160 Häuser, in Alsterweiler 90.
- Zitat, Seite 125
1825, 2218 Einwohner, 1509 in Maikammer, 709 in Alsterweiler. 1830 2349 Einwohner, 1664 in Maikammer. 685 in Alsterweiler.
- Zitat, Seite 126
1850 2626 Einwohner, 724 in Alsterweiler. 1864 2358 Einwohner, 1790 in Maikammer, 568 in Alsterweiler.
- Zitat, Seite 126
Das „Verzeichnis aller jetzigen und nachkünftig Gemeindsmanner, Weibern, Wittiben und Kindern samt ihrem Religionsbekenntnisse zu Maycammer und Alsterweiler. Angefangen 1602" enthalt folgende Namen: Anstett Albert, Anshelm (in Alsterweiler), Herger, Bender. Bormann (2), Burk, Busch, Degen, Deusch, Doster, Eich, 'Ehrhardt, Espach. Erbhel, Engelhard, Ewald, Fischer, Funk (in Alsterweiler), Geßner, Günther (2), Groß, Hang (2), Heinfelder (2), Hermann, Hertel (3), Hauser, Heinig, Hoßmann, Henig, Herold, Hettersheimer, Hartmann, Haffner. Hertzel (in Alsterweiler), Pfarr, Platz, Poß, Preßler, Röder (in Alsterweiler), Hoffmann (in Alsterweiler), Jörg (in Alsterweiler), Jung (2), Jakob, Kegel, Kaufmann (in Alsterweiler), Kelblin (in Alsterweiler), Kemmerer, Korb, Kotzenmach, Kreuthaver, Koch, Krug (in AIsterweiler). Kugel (in Alsterweiler), Ladenburg, Laux, Lohr, Mathis, Metzger, Meyer, Müller (3 in Alsterweiler), Nebling, Nieb, Neumeyer, Nachbaum (1 in Maikammer, 1 in Alsterweiler), Notgeber, Obendruf (2), Papst, Paul, Pfaff (in Alsterweiler), Pfarr, Platz, Poß, Preßler, Röder (in Alsterweiler), Flößer, Rudolf (in Alsterweiler), Schaub, Scherer, Schneider, Schmidt, Schupfer (in Alsterweiler), Schroh, Schwab (in Alsterweiler). Schwartz (11), Seiler (in Alsterweiler), Schultes (in Alsterweiler), Spiel, Stachel (in Alsterweiler), Stalmann, Stumpf, Sturm (2), Teutsch (in Alster weiler), Vogel, Vogt, Wagner, Wahl, Weber, Weigel, Wettersbach, Wilhel, Wingerter (2 in Alsterweiler), Weiß (in Alsterweiler), Wirth (in Alsterweiler), Woll , Wotz, Ziegler (3), Zimmermann und Zöllner. Kurz vor dem 30jährigen Krieg kommen dazu die Namen Frantz, Frankmann, Kautzmann und Klein.
- Zitat, Seite 128
Hauptberuf der Bewohner von Maikammer und Alsterweiler war alles, was mit dem Weinbau zusammenhing, Winzer, Winzertagner, Weinsticher, Weinläder (Weinlader) und Küfer.
- Zitat, Seite 131
Maikammer war als Bestandteil des Hochstiftes Speyer eine katholische Gemeinde. Auch nach dem 30jährigen Kriege, als die geflohenen Bürger zurückkehrten und neue Bürger aufgenommen wurden, machte man katholisches Religionsbekenntnis zur Pflicht. Es gab darum bis in die M i t t e des letzten Jahrhunderts wenige oder gar keine Nichtkatholiken in der Gemeinde. 1602 waren es 5 Lutheraner und 1 Wiedertäufer.
- Zitat, Seite 132
1718 sind bei 204 Haushaltungen 3 Judenfamilien und 1 Nichtkatholik. 1747 waren 2 Judenfamilien hier. 1823 sind keine Protestanten hier, 1836 3 und 27 Juden. AIs die Emaillefabrik fremde Arbeiter einstellte und die Freizügigkeit kam, vermehrten sich auch die Protestanten.
- Zitat, Seite 133
Leibeigene gab es besonders vor dem 30jährigen Kriege. 1530 waren in Maikammer unter 674 Bewohnern 168 Leibeigene, davon 65 Männer und 80 Frauen der Speyerer Herrschaft, 14 Männer und 5 Frauen der Kurpfalz und 4 Männer einer fremden Herrschaft untertan. In Alsterweiler waren unter 451 Bewohnern 110 Leibeigene, davon 43 Männer und 48 Frauen dem Hochstift Speyer 11 Männer und 7 Frauen der Kurpfalz und 1 Mann einer fremden Herrschaft untertan. 54) Die meisten Leibeigenen flohen im 30jährigen Kriege und kamen nach dem Friedensschluß nicht mehr zurück.
- Zitat, Seite 133
In den Mitteilungen des Historischen Vereins der Pfalz,, Band 16 vom Jahre 1892, findet sich folgendes Weistum: ,,Des Frone Hoffs Fryheyt und Recht zu Kirwir die Gemeyndten der tryer Dorffer nemlicher Kirwir, Meyckeymern und Sannt Marttin dry male im Jare off ihre Eyde sprechen, das Erst uff Dornstag nach der heyligen tryer Konnig tag, das ander uff den Dornstag nach dem Sonntag Quasimodogeniti und das drytte uff Dornstag nach Sannt Johanns Baptisten tag."
- Zitat, Seite 136
Eine weitere allgemeine Abgabe war b) d i e B e d e . Man bezeichnet damit eine Abgabe, welche von den Landesherren ursprünglich dafür erhoben wurde, daß sie die Landesverteidigung mit ihren
- Zitat, Seite 136
ine weitere allgemeine Abgabe war b) d i e B e d e . I l ^ a n bezeichnet damit eine Abgabe, welche von den Landesherren ursprünglich dafür erhoben wurde, daß sie die Landesverteidigung mit ihren
- Zitat, Seite 137
Mannschhaften übernahmen und das Aufgebot zum Reichsheer stellten. Ritter und Geistliche waren von Beden regelmäßig befreit. Aus freiwilli-gen, anfangs mehr privaten Leistungen wurde die Bede mit der Zeit eine regelmäßige, öffentliche, rechtliche Abgabe, deren Entrichtung von Amts wegen erzwungen wurde. In außerordentlichen Fällen (z. B . im Krieg) pflegten noch besondere Beden erhoben zu werden. Die hiesige Gemeinde hatte im Mai 60 fl. Maibed-, im Herbst 76 fl. 54 Kreuzer .2 Pfennig Herbstbedgeld zu zahlen. Dazu kamen 11/2 fl. Atzgeld, 7 fl. Rindfleischgeld und 3 fl. Schenkgeld. "') In dicken Büchern waren die Namen sämtlicher Besitzer mit ihren bedpflichtigen Gütern verzeichnet. Sie wurden von Zeit zu Zeit vom Oberamtmann oder Fauth mit Schultheiß und Gericht, Bürgermeistern, Steinsetzern und Bedlegern neu angelegt; hier 1580, 1619, 1669 und 1730. Die Wingert wurden (1619 und 1669) in 3 Klassen eingeteilt und pro Morgen Wingert 2 Batzen bzw. 1 Batzen 10 Pfg., bzw. 1 Batzen, vom Morgen Acker 1 Batzen, vom Morgen Wiese 2 Batzen 2 Pfg. und vom Morgen Kestenberg 6 Pfg. erhoben. Später (1730) wurden die Güter in 3 Klassen mit 15—30 fl. abge- schätzt und daraus ein Prozentbetrag als Bed erhoben. Das Überfeld war bedfrei, weil es in der Gemeindegült lag. 1759 war ein Streit mit dem Allerheiligenstift zu Speyer, ob dessen hiesige Stiftsgüter bedpflichtig seien. Die Gemeinde hatte von 1709—1731 für die Güter des Stifts, für die in den Bedbüchern eine Bede berechnet ist, die Bede und das Landschreibereigeld ausgelegt. Das S t i f t weigerte die Zahlung. ")
- Fixierte Notiz, Seite 137
Neue Notiz
- Zitat, Seite 137
1759 war ein Streit mit dem Allerheiligenstift zu Speyer, ob dessen hiesige Stiftsgüter bedpflichtig seien. Die Gemeinde hatte von 1709—1731 für die Güter des Stifts, für die in den Bedbüchern eine Bede berechnet ist, die Bede und das Landschreibereigeld ausgelegt. Das S t i f t weigerte die Zahlung. ")
- Zitat, Seite 139
Die Strafen waren zumeist Geldstrafen von einigen Gulden. Einsperren in die Beßenkammer oder körperliche Züchtigung mit dem Ochsenziemer (Farrenschwanz). So wurde am z. Oktober 1782 Joh. Rittler von Alsterweiler mit „25 wohl angemessenen Ochsenzaunstreichen" bestraft, weil er des Nachts Trauben gestohlen hatte.
- Zitat, Seite 140
So gab es für die Kirche einen Kirchenjuraten (jurat, lat. = Geschworener, daher kommt das hier noch gebräuchliche „Kirchengrare" für Kirchendiener), einen Kirchenrüger (Fluchrüger), einen Skapulierpfleger und einen Kinderlehrzähler, für die Schule einen Schulaufseher, für die Metzger einen Fleischrüger und einen Fleischschätzer, für die Bäcker einen Brotwieger, für den Weinverkauf Weinsticher, Weinstiegler und Weinläder;
- Zitat, Seite 140
zur Beschützung des Dorfes und der Flur gab es Nachthäscher, Feuerbeschauer, Jahrschützen, Kastanienbergschützen. Brunnenschützen und Winzler (b. f. Hilfsschützen im Herbst): bei der Vermessung des Feldes wirkten mit Routenmeister, Feldgeschworene und Steinsetzer; zum Einsammeln der verschiedenen Gelder gab es Schatzungsammler, Hubkornsammler, Kamingeldsammler, Lagergeldsammler und Fruchtgeldsammler.
- Zitat, Seite 141
In den früheren Zeiten bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts bestand in allen weinbautreibenden Gemeinden der Pfalz das Institut des Weinstichs, worunter man das Amt der Weinsticher und Weinläder, der Vorgänger unserer heutigen Eichmeister, Kommissionäre und zum Teil auch der Küfer, verstand. Diese Einrichtung hatte den Zweck, Sicherheit und Beförderung bei Kauf und Verkauf des Weines zu handhaben. Der Weinsticher mußte über sämtliche im Orte feilgebotene Weine und deren Preise ein Verzeichnis führen, er mußte den Kauflustigen hiervon Kenntnis geben und sie in die Keller der Verkäufer begleiten. Er mußte in jeder Beziehung den Vermittler zwischen Käufer und Verkäufer beim Verkauf und Abfüllen des Weines machen und deren gegenseitiges Interesse wahren. Er mußte bei Verkäufen den Geldbetrag berechnen, wenn der Wein nicht gleich gefüllt wurde, den Preis und das sog. Draufgeld notieren und das Faß unter Siegel legen. Der Weinsticher war auch zugleich Eichmeister. Er hatte als solcher alle ungeeichten Fässer zu eichen und Inhalt und Eichzeichen auf dem Faßboden anzubringen. Er mußte aber auch untersuchen, ob die Zeichen der Fässer der Käufer richtig waren. Durch tägliche Übung war er imstande, die verschiedenartigen Eichzeichen zu kennen und auch zu erkennen, ob das Faß auch den Inhalt hatte, den die Eichzeichen angaben. Beim geringsten Zweifel mußte er die Fässer nacheichen. Das Amt des Weinstichers bekamen nur Männer, die allgemein als redlich, unparteiisch und völlig tadellos in der Gemeinde bekannt waren. Sie wurden vereidigt und für alle Handlungen verantwortlich gemacht. Das geringste Dienstvergehen zog ihre Entlassung nach sich.
- Zitat, Seite 141
Hinter der Mühlgasse in Alsterweiler wurde sogen. Wascherde gegraben und nach Grevenhausen zum Walken des Tuches verkauft.
- Zitat, Seite 142
Bis 1826 wurde das Geschäft des Weinstichers und der Weinläder jährlich verpachtet. Letztere zahlten 75 fl. Pacht. Vom Jahre 1827 an wurden die 2 Adjunkten (Joh. Ernst und Sebastian Hauck) Weinsticher. Ihre Gehilfen und die Läder bestimmte der Gemeinderat. Am 22. Dezember 1838 fand noch einmal eine Regelung statt. Es wurden für Maikammer und Alsterweiler je 2 Weinsticher, die von nun an dem Gemeinderat angehören sollten, gewählt. Jedes Jahr schied einer aus. Durch das Los kam ein neuer dazu. Ein Weinhändler konnte kein Weinsticher werden. Der Käufer hatte von 1 Fuder Wein 1 Gulden 30 Kr. zu zahlen. Davon erhielt der Weinsticher 5 Kreuzer Stichgeld, 15 Kreuzer Eichgeld, der Läder bezog 15 Kreuzer, der Rest von 55 Kreuzern floß in die Gemeindekasse. Kaufte ein hiesiger Weinhändler hier Wein, der auch hier blieb, so erhielt der Läder 40 Kreuzer Trägerlohn, wovon 8 Kreuzer in die Gemeindekasse flössen.
- Zitat, Seite 143
Schon vorher und natürlich jetzt noch mehr übernahmen sog. Weinmakler die Vermittelung des Weingeschäftes. Als sog. Trinkgeld wurde 1/2 bis 2 Kronentaler (d. i. 2 Gulden 42 Kreuzer) je nach der Menge gezahlt. 1851 wurde die Stelle des Eichers alljährlich besetzt, einer für Maikammer und einer für Alsterweiler, zwei Drittel der Gebühren fielen dem Eichmeister, ein Drittel der Gemeinde zu.
- Zitat, Seite 143
Im 17. und 18. Jahrhundert waren Ausgaben zu machen: 1. für Gemeindebauten, 2. für die Kirche, 3. für Brunnen, 4. für Gemeindewingert, 5. für Bede und Gülten, 6. für zurückzuzahlendes Kapital und Zins, 7. für die Armen, 8. für Zehrungen und 9. Allgemeines. In vielen Jahren kamen dazu Kriegskosten.
- Zitat, Seite 143
Als Gemeindegebäude waren zu unterhalten das Gemeindehaus und Schulhaus am Lindeneck, das Hirtenhaus an der Niedergasse mit 3 Fasseln, die Gemeindeherberge an der Heergasse, das Armenhaus beim Kirchhof und ein Haus mit Wachtstube in Alsterweiler.
- Zitat, Seite 144
Die Maycammerer Kirweih hat Freiheit und möcht jedermann uff solche Zeit, acht Tage vor oder nach der Kirweih ungefährlich Wein schenken. Doch welcher Wein schenken will zur Kirweih oder sonst, derselb soll von Stund an vor dem Weinschank sein Geschirr lassen eichen bei der Einung 1 Pfund Heller.
- Zitat, Seite 144
10. Von altersher ist verboten, daß jemand in Gemeinen Wiegen und sonderlich uff dem Spielfeld Wasen soll hauen, desgleich soll man die Reben nit ausroden und insetzen bei poen i Pfund Heller; dann wann ein Weg not wird sein in der Mark zu machen, wird die Gemeind selber tun wie dann allweg her, und soll dann darüber ein jeglicher Gemeinsmann samt den verordneten Schützen bei seinem Eid den Übertreter anbringen und einigen.
- Zitat, Seite 145
Reben nit ausroden und insetzen bei poen i Pfund Heller; dann wann ein Weg not wird sein in der Mark zu machen, wird die Gemeind selber tun wie dann allweg her, und soll dann darüber ein jeglicher Gemeinsmann samt den verordneten Schützen bei seinem Eid den Übertreter anbringen und einigen.
- Zitat, Seite 145
19. Alle Jahr soll man ein neuen Weinsticher ziehen. Und so die Schwobe oder andere Fuhrleut kommen in das Dorf und begehrten Wein zu kaufen, so soll man sie zum Weinsticher weisen; wann aber der Weinsticher im Dorf oder Gemark nit wär, soll man sie zu dem Dorfmeister weisen, damit die Fuhrleut nit gehindert werden. Und so ein Fuhrmann Wein kauft, soll derselbig Käufer 4 Pfennig und der Verkäufer 2 Pfennig von einem Fuder Wein zu geben schuldig sein. 20. Wann ein Gemeinsmann wollt Kaufleut umführen Wein zu versuchen ohn Befelch (Auftrag) des Schultheißen oder der Dorfmeister derselbig soll der Gcmeind für ein Taler verfallen sein. 21. So ein Weinsticher oder Gemeinsmann Fuhrleut außer Dorf führen tät, derselbig Übertreter soll der Gemeind 1 Pfund Pfennig verfallen sein. (aus Dorfordnung 1648-1656)
- Zitat, Seite 147
39. So ein Gemeinsmann oder wer das wäre, die Brunnentröge oder -steine ohne Bescheid bei Tag oder Nacht ab- oder auslaufen lassen würde, der oder dieselbigen sollen der Gemeind so oft und viel das geschieht, für 1 Pfund Pfennig zur Straf und Einung verfallen sein.
- Zitat, Seite 147
40. W a n n eine Gans oder Ente uff der Gassen durch den Schützen erfunden (wird), soll dieselbige gerügt werden, jedes Stück für 1 Schilling Pfennig und soll der Gemeind vom Stück 1 Pfennig und dem Schützen 3 Pfennig gehörig sein."
- Zitat, Seite 147
Als Schultheiße sind bekannt: Wernher um 1346/50, dem als Gerichtsherren 1346 Heilo Fronehover, Wernher Batzendorf, Johannes gen. Rorhuser, Johannes gen. Hemmerlin, Walther relikto Hugo, Dietz Keller und Johann Sterr, und 1350 Heinrich Silberberger, Heilo Fronhover, Sigelo gen. Klumpe, Johann der Bäcker, Dietzels und Peter der Bartscherer zur Seite standen. 1366 und 1370 ist Dietrich Scherer stellvertretender Schultheiß. Das Gemeindegericht setzte sich zusammen 1366 aus Heinrich Dechan d. A., Heinrich Batschen, Peter Madin , Peter Eigelmar, Dietrich Bubenrez nnd Heinrich Silberberger.
- Zitat, Seite 147
1366 und 1370 ist Dietrich Scherer stellvertretender Schultheiß. (Alsterweiler?)(Eigentümer der Dietrichswiese?)
- Zitat, Seite 148
1462 war Stephan Wirt Schultheiß, zum Gememdegericht gehörten Kunz Egelmann, M a r t i n Gitzmann, W a l t e r Schuster, Kunz Botsch, Werner Günter und Damian Hensel.
- Zitat, Seite 149
Nach den nun geltenden Bestimmungen erhielten Gemeinden unter 1500 Seelen einen Munizipalagenten und einen Adjunkten. Hier wurden Friedrich Schwarzwälder Agent und Emanuel Heilweck Adjunkt, in Alsterweiler Peter Ad. Koch Agent und Friedrich Eisenbiegler Adjunkt.
- Zitat, Seite 149
Dies war die einzige Zeit, in der Alsterweiler eine eigene Verwaltung besaß. Sie dauerte aber nicht lange, noch im gleichen Jahre wurde Jakob Denier Maire der ganzen Gemeinde. (1798)
- Zitat, Seite 149
Vom Jahre 1821—1832 war Daniel Reinig Bürgermeister, Joh. Ernst 1. Adjunkt, Sebastian Hauck Adjunkt in Alsterweiler.
- Zitat, Seite 149
Von 1833—1835 war Franz Lederle Bürgermeister, Joh. Ernst 1. Adjunkt, Mich. Hauck Adjunkt in Alsterweiler,
- Zitat, Seite 151
Die Gemeinderatswahl am 3. Dezember 1884 war für die Wähler Alsterweilers verhängnisvoll. Sie brachten ihre eigens aufgestellten Kandidaten nur zu Ersatzmännern. Sebastian Frantz blieb Bürgermeister, Seb. Bachtler Adjunkt; Nikolaus Reif, Karl Reinig, Andreas Heilweck, Friedrich Schwarzwälder (trat gleich zurück), Karl Lederle und Christian Rech wurden wiedergewählt. Peter Schmitt, Balthasar Gerlach, Otto Ziegler, Peter Breiling, Franz Ziegler, Franz Ullrich, Karl Platz I., Adam Ullrich und Rochus Gerlach (+ 1888) wurden neu gewählt. Von Alsterweiler wurden dazu genommen, nachdem zwei Gemeinderäte zurückgetreten waren, Seb. Christmann als Polizeiadjunkt und Andreas Platz, denen 1888 noch Jak. Garth folgte.
- Zitat, Seite 151
Seither war der 2. Adjunkt stets von Alsterweiler, jetzt erhielt es, weil räumlich von Maikammer getrennt, nach § 73 der Gemeindeordnung einen Polizeiadjunkten. Die Wahl war am 14. Dezember 1869. Sebastian Frantz blieb Bürgermeister, Lorenz Platz Adjunkt, Peter Adam Koch wurde Polizeiadjunkt;
- Zitat, Seite 151
Im Jahre 1874 war am 10. November die Wahl für die neue Periode 1875—1880. Als Polizeiadjunkt für Alsterweiler wurde Georg Schlosser gewählt.
- Zitat, Seite 155
Gegenüber in einer Scheuer (Wilh. Ernst gehörig) ist ein alter, verdeckter, 58 Schuh tiefer Brunnen, über dem sich ein steinerner Bogen mit einem Wappen befindet.
- Zitat, Seite 156
1535 schließt er einen Vertrag mit den Gemeinden Alsterweiler und Maikammer wegen des Wasserlaufs von der Spring durch das Alsterweiler Tälchen. 15) (gemeint ist Viax von Oberstein)
- Zitat, Seite 156
1545 schloß Viax von Oberstein einen Vertrag mit den Gemeinden Alsterweiler und Nlaikammer weqen Teilung des Wassers aus dem Alsterweiler Tälchen durch seine Wiese, die Dieterswiese genannt. (Heute noch vorhanden) 15)
- Zitat, Seite 158
Hans Philipp starb am 2. Juni 1611 zu Alsterweiler. (Hans Philipp von Schmittburg / Sohn der Katharina von Oberstein, die mit einem Grafen von Schmittburg vermählt war)
- Zitat, Seite 159
24 Morgen der Dieterwiese wurden 1768 in 5 Teilen zu 291 fl. auf 12 Jahre verpachtet, 1780 zu 403 fl.
- Zitat, Seite 161
Das Patronatsrecht hatte von Anfang an der Bischof von Speyer, der es als Lehen dem Grafen von Leiningen übertrug. Um das Jahr 1265 hatte der Ritter Reinhard von Hoinecken das Patronatsrecht als Afterlehen. Bischof Heinrich 2., Graf von Leiningen (1245—72) übertrug das Recht dem 1262 nach Edenkoben verlegten Kloster Heilsbruck, das es zum erstenmal nach dem Ableben des erwähnten Pastors Wernher ausüben durfte (1274) . " ) " ) Nach Aufhebung des Klosters Heilsbruck im Jahre 1560 erhielt dessen Nachfolger, die Kurpfalz, das Präsentationsrecht. Nach der französischen Revolution und der Wiedererrichtung des Bistums wurde Maikammer eine sog. königliche Pfarrei. Patrone der Kirche waren von jeher die hl. Kosmas und Damian.
- Zitat, Seite 165
Ein zweites Gotteshaus besitzt unsere Gemeinde in der Kapelle zu Alsterweiler. Da die Bewohner von Alsterweiler von ihren Mitbürgern zu Maikammr nicht immer wohlwollend behandelt wurden, waren die Verbindungswege zwischen beiden Ortsteilen meist in schlechtem Zustand und darum der Schul- und Kirchenweg unangenehm. Man war aber in Alsterweiler immer frommgläubig und hielt streng am Althergebrachten. Darum war es schon lange ihr Streben, eine Schule und ein Gotteshaus zu bekommen. 1829 wurde die Schule eingerichtet. 1844 reifte der Plan zum Kapellenbau. Nikolaus Groß und seine Kinder Lorenz und Katharina Barbara stellten Grund und Boden zur Verfügung, die ledigen Jungfrauen Anna Maria Platz und Eva Margareta Hauck gaben die ersten namhaften Beträge. Zwei Sammlungen brachten zusammen 2123 fl. 49 Kreuzer. Der erwähnte Nikolaus Groß, der als der eigentliche Bauherr genannt werden kann, teilte seinen Plan Pfarrer Weckefser mit und ließ dann die Kapelle durch Maurermeister Joh. Georg Schneider von Edenkoben aufbauen. Am 2. Mai 1845 wurde begonnen, am 25. Juli war die Maurerarbeit fertig. Da Groß keine Genehmigung zum Bauen eingeholt hatte, erschien am 29. August ein Herr von Speyer und nahm verschiedene Messungen vor, machte aber keine Beanstandungen.
- Zitat, Seite 166
Schul- und Kirchenweg unangenehm. I l l a n war aber in Alsterweiler immer frommgläubig und hielt streng am Althergebrachten. Darum war es schon lange ihr Streben, eine Schule und ein Gotteshaus zu bekommen. 1829 wurde die Schule eingerichtet. 1844 reifte der P l a n zum Kapellenbau. Nikolaus Groß und seine Kinder Lorenz und Katharina Barbara stellten Grund und Boden zur Verfügung, die ledigen Jungfrauen Anna M a r i a Platz und Eva Margareta Hauck gaben die ersten namhaften Beträge.
- Zitat, Seite 166
Am 2. Mai 1845 wurde begonnen, am 25. Juli war die Maurerarbeit fertig. Da Groß keine Genehmigung zum Bauen eingeholt hatte, erschien am 29. August ein Herr von Speyer und nahm verschiedene Messungen vor, machte aber keine Beanstandungen.
- Zitat, Seite 172
Der Großteil der Katholiken von Maikammer und Alsterweiler hat sich immer glaubenstreu und -freudig erwiesen.
- Zitat, Seite 173
Im Bauernkrieg (1525) revoltierten die Bauern von Maikammer gegen den Grafen von Oberstein auf der Kredenburg in Alsterweiler, wie es in der Urkunde heißt, „ohne Fehde und Feindschaft" und nur die Zugehörigkeit zum bischöflichen Hochstift war schuld daran, daß nicht alle Bauern mit Sack und Pack zur lutherischen Neuerung übergingen.
- Zitat, Seite 173
Da Pfarrer Herres in der Folge Altkatholiken das katholische Begräbnis und ihren Kindern die Taufe verweigerte, wurde er heftig angegriffen. Was Herres nicht tun wollte, besorgte der abgefallene Priester Peter Kühn, der von Alsterweiler stammte und in dieser Zeit eine traurige Rolle spielte. (Kühn war bis 1882 altkatholischer Seelsorger zu Landau (wohl Landau in der Pfalz), studierte dann zu Straßburg und München Geschichte und Philologie, wurde 1888 geistesgestört und starb am 21. Juli 1892 in der Anstalt zu Klingenmünster, nachdem er kurz vor seinem Tode in lichten Augenblicken dem Hausgeistlichen erklärte, daß er alles bereue, und die Lossprechung empfangen hatte.)
- Zitat, Seite 175
Die Kirchweihe zu Alsterweiler wird von altersher am Sonntag nach dem Weißen Sonntag (Misericordia) gefeiert. Sie verdankt ihre Entstehung dem sog. Klausenfeste im Klausental.
- Zitat, Seite 176
Geistliche aus der Gemeinde Maikammer-Alsterweiler.
- Zitat, Seite 177
1772 stiftete die Registratorswitwe Vitterine von Mannheim, die in Alsterweiler Haus, Hof und Güter hatte, 50 Gulden für eine ewige Ampel, welche Samstag morgens beim Betglockläuten angezündet und abends beim Betglockläuten ausgelöscht werden sollte. 10)
- Zitat, Seite 181
Vom Jahre 1588 an läßt sich dann ein Lehrer nachweisen, der sämtliche schulpflichtigen Kinder der Orte Maikammer und Alsterweiler zu unterrichten hatte. Das Schulhaus befand sich am Lindenplatz beim Gemeindehaus.
- Zitat, Seite 182
Jetzt wollte Alsterweiler einen Präzeptor, weil der Weg nach Maikammer zu weit und zur Regen- und Winterszeit schlecht sei und die Kinder schlechte Kleider hätten. Pfarrer Weber war dagegen.
- Zitat, Seite 182
Unterm 25. November 1766 richtete der Alsterweiler Bürger Peter Schmitt an das Generalvikariat die Bitte, es möge erlauben, daß den Kindern von Alsterweiler einige Nachtstunden in der christlichen Lehre durch ihn gegeben werde. Als Grund gab er weiten Weg und schlechte Kleidung der Kinder an. Pfarrer Gödecke war dagegen, weil er vermutete, daß es den Alsterweilerer Bürgern nicht um Nachtschule, sonden um eigene Tagesschule zu tun sei. Dem Lehrer von Maikammer wäre auch ein Teil des Schulgeldes entgangen. Das Generalvikariat entschied zugunsten des Schmitt, da das allgemeine Wohl dem privaten vorgehe; der Pfarrer sollte fleißig nachsehen.
- Zitat, Seite 182
Da kein Schulhaus zu Alsterweiler war, stellte Schmitt sein eigenes Haus zur Verfügung. Dazu erbat er sich, den armen Kindern umsonst Unterricht zu erteilen; nur bat er um die hohe Gnade, von Jagd-, Wacht- und Frondiensten befreit zu werden. Nach einiger Zeit bat nun Schmitt, auch Tagschule halten zu dürfen. Dekan Johann Bapt. Fischer aus Hambach hatte sich darüber gutachtlich zu äußern. Das Gutachten fiel schlimm aus. So wurde unter anderem festgestellt, daß Schmitt selbst sehr schlecht schreibe und darum die Schreib- verlagen von Kindern aus Maikammer entlehnte. Seine Nachtschule ging daher ein, und die Kinder von Alsterweiler, etwa 82, hatten wieder die Schule zu Maikammer zu besuchen.
- Zitat, Seite 183
Nun sollte auch der Wunsch der Bürger von Alsterweiler erfüllt werden. Zuerst war das Schlößchen als Schulhaus in Aussicht genommen, dann aber beschloß man zu bauen, kam aber erst 1829 dazu. Baumeister war die Firma Waldschmitt und Hornbach von Venningen. Das Haus kostete 3988 fl., die Nebengebäude 450 fl.
- Zitat, Seite 183
Trotz der Abtrennung von Alsterweiler war die Schülerzahl in Maikammer noch so groß, daß das Landkommissariat Landau 1830 die Gemeinde mehrfach aufforderte, wieder einen Gehilfen anzustellen.
- Zitat, Seite 184
In Alsterweiler waren immer viele Schüler, daß lange Abteilungsunterricht abgehalten werden mußte. Endlich am 1. November 1883 wurde eine zweite Stelle errichtet und mit einem Schulverweser besetzt. Man hatte sich lange, aber vergeblich für eine Schwester gewehrt.
- Zitat, Seite 186
Als zweiter Gehilfe wurde 1822 Jakob Hildenbrand angestellt, dem im Frühjahr 1824 Georg Adam Müller,geb.1803 zu Alsterweiler, folgte. Nach seiner Versetzung an die neue Stelle zu Alsterweiler folgten ihm als Gehilfen in Maikammer Joh. Adam Borell von Hainfeld von Herbst 1830 bis Herbst 1832. Joh. Adam Schlegel von Edesheim von Herbst 1832 bis Herbst 1834.
- Zitat, Seite 190
Am 1. Juni 1866 wurde Lehrer Müller in Alsterweiler pensioniert. Er bezog am 27. Oktober 1868 sein Haus zu Maikammer, später zog er nach Ludwigshafen a. Rh., wo er im Alter von 87 Jahren starb.
- Zitat, Seite 191
Am 11. Januar 1900 verließ Schulverweser Israng seine Stelle; nach kurzer Verwaltung durch Lehrer Ruf wurde Schulverweser Johannes Leonhardt (geb. 1778 zu Maxdorf, aus dem Seminar Speyer entlassen 1896) sein Nachfolger.
- Zitat, Seite 191
Im Frühjahr 1912 erkrankte Hauptlehrer Müller; seine Stelle wurde zuerst vom 20. Februar bis 10. März von Lehrer Leonhardt und dann von Aushilfslehrer Friedrich Keilhauer von Rodalben, Seminaraustritt 1911, bis 20. Mai und vom 21. Mai bis 18. Juli von Aushilfslehrerin Maria Aug von Winnweiler versehen.
- Zitat, Seite 191
Am 7. August 1914 rückte Lehrer Leonhardt zum Heeresdienst ein. Seine Schule wurde vom 31. August bis 17. September 1914 von Aushilfslehrerin Kath. Braun (geb. zu Maikammer), vom 15. Oktober 1914 bis 1. Januar 1916 von Hanptlehrer Ruf und vom 1. Januar 1916 bis 15. August 1917 von Aushilfslehrerin Heiderich von Neustadt gehalten.
- Zitat, Seite 191
Am 1. Mai 1919 übernahm Lehrer Leonhardt, der am 21. April aus dem Felde zurückgekehrt war, die obere Schule zu Alsterweiler.
- Zitat, Seite 191
Am 1. Mai 1919 übernahm Lehrer Leonhardt, der am 21. April aus dem Felde zurückgekehrt war, die obere Schule zu Alsterweiler.
- Zitat, Seite 192
Vom 1. August bis 13. September 1920 wurde die untere Knabenschule von Schulamtsbewerber Fritz Baaden von Kirchheimbolanden, Seminaraustritt 1919, geführt. Am 1. Oktober 1920 übernahm sie Hauptlehrer Leonhardt, der als Nachfolger Endres' nach Maikammer kam.
- Zitat, Seite 192
Vom 1. Oktober 1920 bis 31. Dezember 1920 führte Schulamtsbewerber Arthur Rutz von Hermersberg, Seminaraustritt 1920, die obere Schule zu Alsterweiler, dann übernahm sie Lehrer Peter Bayer von St. Martin, seither Lehrer in Wiesbach.
- Zitat, Seite 192
Im Januar 1923 wurden auf Grund der Bestimmungen des Gesetzes über Schulpflege, Schulleitung und Schulaufsicht an den Volksschulen vom 1. August 1922 Oberlehrer Maginot zum Schulleiter in Maikammer und Hauptlehrer Distler zum Schulleiter in Alsterweiler ernannt.
- Zitat, Seite 192
Am 1. Oktober 1924 wurde Oberlehrer Maginot pensioniert; seine Schule übernahm Hauptlehrer Leonhardt, die vierte Stelle wird vorläufig nicht mehr besetzt. Oberlehrer Schröttle wurde Schulleiter.
- Zitat, Seite 192
Am 7. Juli 1925 starb Oberlehrer Schröttle. Seine Schule wurde von Schulamtsbewerber Hermann Argus von Maikammer, Seminaraustritt 1925, weitergeführt und am 1. November 1925 mit Hauptlehrer Franz Straßer (geb. zu Edesheim, aus dem Seminar entlassen 1905, vorher Lehrer in Neukirchen) besetzt. Hauptlehrer Leonhardt wurde Schulleiter.
- Zitat, Seite 193
1752 wurde hier (Maikammer) das sog. Kreuzergeld eingeführt. Es war dies 1 Kr. [Kreuzer] Abgabe bei 1 Gulden Erlös bei Versteigerungen und Verkauf von Gütern. Ein Teil dieser Steuer sollte für freie Schule für die Kinder genommen werden. 1759 waren es 25 fl. [Florin] Vom Jahre 1776 ab wurde das Schulgeld quartalsweise von einem hierzu aufgestellten Manne eingesammelt und dem Lehrer übergeben. Die Schulordnung vom Jahre 1785 setzte das Mindesteinkommen in Gemeinden über 100 Bürgern auf 150 fl. fest. Außer diesem Geldbezug hatte der Lehrer freie Wohnung mit Garten, war von sog. Ämtern, von Wach- und Frondienst frei und die Kinder brachten von Allerheiligen bis Georgitag [23. April - "Zu Georgi blinde Reben - volle Trauben später geben"] Holz mit. Wegen der dabei vorkommenden Streitigkeiten wurde diese Holzanlieferung 1785 abgeschafft und dem Lehrer 5 große oder 10 kleine Klafter [1 Klafter ca. 2 Cbm] Holz zugewiesen. 1782 wurde das Einkommen aus dem Schuldienst bei fast 2oo Schülern mit 225 fl . angenommen. Die Gemeinde wollte quartalweise 56 fl. einsammeln lassen und, was fehlte, zulegen. Von 1790 ab wurden 16 Klafter Holz geliefert. I m 1. Quartal 1790 war die Zahl der Schüler 190. Es mußten über 100 fl. aus dem Kreuzergeld zugewiesen werden. 1793 bestanden die 225 fl. Gehalt aus 75 fl. 40 Kr. 2 Pfg. Schulgeld und 149 fl. 19 Kr. 2 Pfg. Kreuzergeld; dazu erhielt der Lehrer 6 Ohm Besoldungswein. Als im Spätjahr 1798 Maikammer französisch geworden war, akkordierte Lehrer Eisele mit der Gemeinde am 8. Dezember wiederum für den Unterricht 225 fl. und 12 Klafter Holz.
- Zitat, Seite 193
Müller erhielt 1829 200 fl. und freie Wohnung, die zu 25 fl. veranschlagt war; 1832 erhielt er 3oo fl. mit dem Vorbehalt 1. so fleißig wie seither weiter zu arbeiten, 2. sich nie von Alsterweiler fortzumelden und 3. nie einen Gehilfen zu verlangen.
- Zitat, Seite 193
Als im Jahre 1830 wieder ein Gehilfe angestellt werden mußte, wollte die Gemeinde dessen Gehalt von dem der Lehrer abziehen, weil Maikammer für sich allein nur 1664 Einwohner zählte und Alsterweiler jetzt eine eigene Schule hatte.
- Zitat, Seite 194
Da das Landkommissariat mit diesem Standpunkt nicht zufrieden war, erneuerte der Gemeinderat am 19. Februar 184Z seinen früheren Beschluß. Als Gründe führte er an: Da die Lehrer seither zusammen 990 fl. bezogen, und jetzt 1350 (+ 200) fl. beziehen sollen, so wären, da in Alsterweiler die Anstellung eines Gehilfen sehr nötig war, 560 fl. mehr aufzubringen.
- Zitat, Seite 194
Müller erhielt 330, fl. und Wohnung im Schulhause zu Alsterweiler.
- Zitat, Seite 195
Der Verweser in Alsterweiler bezog 428.60 M Grundgehalt, 98.40 M Teuerungszulage und 43 M für Wohnung, zusammen 570 M.
- Zitat, Seite 195
Als Verweser Leonhardt am 1. März 1901 zum Lehrer befördert wurde, erhielt er 1000 M Gehalt und 200 M Wohnungsentschädigung.
- Zitat, Seite 202
c) Die Post. In früheren Jahrhunderten gingen nach den Städten Neustadt, Speyer und Landau ständige Boten, die dorthin und in den dazwischen liegenden Dörfern alles besorgen konnten und Waren und anderes hierher brachten. Die Thurn und Taxis'sche Post, die über Speyer ging, brachte oder nahm die seltenen Briefe mit.
Als Ende des 18. Jahrhunderts immer mehr Städte von den Postlinien berührt wurden, erhielten wir unsere Post von Neustadt an der Haardt; als 1816 Landau Bezirkshauptort geworden war, von dort.
Seit 5. Februar 1833 wurden die Postsachen für den Kanton Edenkoben dort gesammelt und von 2 Postboten in die 21 Ortschaften tagtäglich hinausgetragen, so daß ein Bote einmal 10 und das nächstemal 11 Orte zu besuchen hatte, wenn dort überhaupt was abzugeben war.
Trotzdem 1855 Maikammer-Kirrweiler Bahnstation geworden war, dachte man doch nicht an die Errichtung einer Poststation dortselbst oder hier im Dorfe.
Endlich am 1. Juni 1870 wurde hier eine Postexpedition errichtet und dem Militäranwärter Philipp Jordan übertragen. Als Postgebäude diente zuerst das Haus Heerstraße 48 (Gabriel Ferara). Ein Postbote (der erste hieß Gleich von Edenkoben) trug die Postsachen aus und versorgte auch Diedesfeld und Kirrweiler.
Am 1. März 1872 kam die Post in das Haus St. Martiner Straße (Jakob Damm).
Am 1. Oktober 1874 wurde eine Telegraphenstation eingerichtet.
1882 wurde ein zweiter Postbote angestellt.
1886 fielen Diedesfeld und Kirrweiler weg. Die Arbeit hatte sich aber so gehäuft, daß der Expeditor einen Gehilfen bekam.
Am 1. Januar 1887 wurde am Bahnhof eine Postexpedition für Kirrweiler errichtet.
Seit 1. März 1887 wurde die Post mittels Handwagen von der Bahnstation abgeholt.
1889 wurde ein dritter Postbote, 1890 ein zweiter Gehilfe eingestellt. V o m 1. September 1890 bis 1. J u l i 1912 fuhr ein großer Postwagen. Herr C. A. Wolf, Wirt „Zum Adler" und Weinhändler, hatte den Poststall.
Am 1. Oktober 1895 kam die Post in das Haus Hartmannstraße (Wwe. Heinrich Schwaab).
1896 kam noch ein dritter Gehilfe.
Am 1. November 1898 wurde die seitherige Postexpedition zum Postamt I I I erhoben.
1906 wurde wegen Rückgang des Verkehrs an Stelle des großen ein kleiner Postwagen eingeführt, der am 1. Juli 1912 auch einging.
1909 ging Herr Jordan in Pension. An seine Stelle trat Erpedltor Weindel, seither in Rheingönheim.
Am 1. Juli 1920 bezog die Post das Haus Heerstraße (Heinrich Schenk).
Am 1. April 1924 ging Postmeister Weindel in Pension. Auf ihn folgte Herr Postmeister Schlindwein.
- Zitat, Seite 203
A m obersten Brunnen war früher auch ein steinerner Wasserbehälter, l>er durch einen eisernen ersetzt wurde. Der Brunnen vor dem Hause Hauptstraße 25 war Eichbrunnen, solange zwei Eichmeister hier waren. Der Brunnen am Gemeindehaus war Eichbrunnen, bis in die letzte Zeit. I m Jahre 1821 wurde der Wasserbehälter am Eichbrunnen in M a i - lammer erneuert, der alte stammte aus dem Jahre 1567. Als man im Februar 1925 bei der Kanalisation der Heerstraße den Brunnen kleiner machte, fand man im Boden eine große Steinplatte, deren Gewicht auf Ivc» Zentner geschätzt wurde. Der Brunnen an der Brunnengasse, dessen eine Röhre von der Brunnenkammer an der St. I??artiner Straße gespeist wird, wurde 1925 auch abgeändert. Zu dem Brunnen an der Neugasse gehört die Brunnenkammer im „Feulnig" (hinter dem Faselstall). Die Brunnen hatten früher eine große Bedeutung. Hier holten alle Familien ihr V3asser zum Hausgebrauch, hier tränkte man das V i e h , bei einer Feuersbrunst schöpfte man mit Eimern das Wasser aus den Trögen und schütete es auf das brennende Haus. Darum verbot auch die alte Dorfordnung das Leerlaufenlassen der Tröge bei Nacht. I m Jahre 183« versuchte man statt der hölzernen Deicheln steinerne zu verwenden. Da man aber schlechte Erfahrungen machte, führte man 1838 wieder hölzerne ein. 203 204 I m Jahre 1884 wurde die Einführung einer Wasserleitung in die Häuser beschlossen. i 8 8 Z stellte eine vom Gemeinderat gewählte Kom- mission die Teilnehmer und den eventuellen Wasserverbrauch fest. I m Jahre 1888 wurde auf dem Marktplatz eine Brückenwaage auf- gestellt und dahinter ein Springbrunnen errichtet. Am iZ. Juli 1889 wurde der Bau des Reservoirs am Eingang in das Tälchen begonnen. Die Ausführung war dem Baugeschäft Mees und Nees, Landau, übertragen worden. Nach Fertigstellung der Wasserleitung wurden am Kirchhof ein laufender Brunnen und in der neuen Hartmannstraße zwei Druckbrunnen ohne Wasserbehälter errichtet. 1899 und 1900 wurden Quellwiesen im St. Martiner Tal an- gekauft, da die Huellen im Tälchen nicht ausreichten. Die Anlage der Nasserleitung übernahm hier die Wasserbaugefell- schaft, der Bürgermeister und Gemeinderäte angehören, die aber ihr Ver- mögen selbständig verwaltet. Die V3asserleitung hat noch eine größere Bedeutung als die laufen- den Brunnen. Sie liefert reines Wasser überall hin, wo es die Bürger haben wollen, in Küche, Kelterhaus, Keller und S t a l l . Eine Drehung des Wasserhahns, und das köstliche, unentbehrliche Naß ist zur Stelle. A u f den Straßen sind in gewissen Abständen Hydranten, die auf- gedreht werden können und große V3assermengen liefern. S i e werden besonders bei Feuersbrünsten gebraucht.
- Zitat, Seite 203
Seit altersher wurden Maikammer und Alsterweiler durch laufende Brunnen, die von Brunnenkammern im Tälchen gespeist werden, mit Wasser versorgt. Die Verbindung mit dem Dorfe geschah durch hölzerne Deicheln. Solche Brunnen stehen heute noch an der Kirche, am Gemeindehaus, in der Heerstraße, an der Hintergasse, in der Hartmannstraße, an der Neugasse und am Frantzplatz. Letzterer wurde beim Bau des Anslinger'schen Hauses zurückgesetzt und bekam einen eisernen Wasserbehälter. In Alsterweiler stehen Brunnen vor dem Hause Hauptstraße 25 (Jean Ziegler), vor dem Hause Hauptstraße 59 (Fritz Damm) und neben dem Hause Hauptstraße 2 (Wwe. Frz. Rieth).
- Zitat, Seite 203
Der Brunnen vor dem Hause Hauptstraße 25 war Eichbrunnen, solange zwei Eichmeister hier waren.
- Zitat, Seite 204
Im Jahre 1884 wurde die Einführung einer Wasserleitung in die Häuser beschlossen. 1885 stellte eine vom Gemeinderat gewählte Kom die Teilnehmer und den eventuellen Wasserverbrauch fest.
- Zitat, Seite 204
Die Anlage der Nasserleitung übernahm hier die Wasserbaugefell- schaft, der Bürgermeister und Gemeinderäte angehören, die aber ihr Ver- mögen selbständig verwaltet. Die V3asserleitung hat noch eine größere Bedeutung als die laufen- den Brunnen. Sie liefert reines Wasser überall hin, wo es die Bürger haben wollen, in Küche, Kelterhaus, Keller und S t a l l . Eine Drehung des Wasserhahns, und das köstliche, unentbehrliche Naß ist zur Stelle. A u f den Straßen sind in gewissen Abständen Hydranten, die auf- gedreht werden können und große V3assermengen liefern. S i e werden besonders bei Feuersbrünsten gebraucht.
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Referenzierungen
- ^ Leonhardt, Johannes (1928)
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Titel: Geschichte von Maikammer=Alsterweiler.
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Anmerkung: Die gültige Referenz zur Geschichte von Maikammer und Alsterweiler.
Schlagwort: Alsterweiler · Geschichte
Quelle: Geschichte von Maikammer=Alsterweiler
Erscheinungsjahr: 1928
Stufe: 6
Sammlung: Buch · Alsterweiler
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WIKI: Johannes Leonhardt