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Theilungsakt der fünften Haimgeraide: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 2. September 2023, 16:13 Uhr
Theilungsakt der fünften Haimgeraide ist das Dokument zur Auflösung der Haingeraide. Es wird in einer Druckfassung im Landesarchiv Speyer verwahrt (LA Sp E 5 Nr.31). Daneben kursieren einige Exemplare, die aber unvollständig sind. Auch die Wiedergabe in der Ortschronik Maikammer Alsterweiler ist unvollständig. Es fehlt ein großer Teil des Abschnittes C) St. Martin und einige Angaben zu Maikammer und Alsterweiler.
Neben der gedruckten Abschrift gibt es auch noch die handschriftliche Originalakte, die unter LA Sp K 11 Nr.163 verwahrt wird. Bestandteil dieser Original-Notarsurkunde war auch der Lageplan, der nunmehr unter dem Bestand LA Sp W 1 Nr.3089 verwahrt wird. Eine bisher völlig unbeachtete Karte findet sich unter LA Sp W 1 Nr.2967. Es ist ein Übersichtplan über die III., IV. und V. Mittleren Haingeraiden.
→ Zu den Abschnitten des Teilungsaktes.
Die Teilung der 5. Haingeraide
Die vier Bürgermeister einigten sich, die 5. Haingeraide zu teilen (zu den genauen Hintergründen). Am 16. Mai 1820 stellten die Bürgermeister auf dem Landeskommissariat Landau den Antrag auf Teilung. Die Genehmigung durch die königliche Regierung des Rheinkreises erfolgte bereits am 20. Mai 1820. Der Kreisforstmeister Dreßler leitete die Vermessung, Abschätzung, Ausgleichung und Heimweisung der einzelnen Anteile. Die Gesamtfläche des Waldgebietes der 5. Haingeraide betrug 3.023 Hektar, 81 Ar und 94 Quadratmeter. Davon erhielt Maikammer wegen seiner höheren Einwohnerzahl ein Zwanzigstel im voraus, der Rest sollte zu vier gleichen Teilen bemessen werden. Im Jahr 1822 wurden die Log- oder Grenzsteine gesetzt.
Am 8. August 1823 erschienen vor dem Notar Karl Medicus in Edenkoben die vier Bürgermeister Georg Friedrich Seeber (St. Martin), Daniel Reinig (Maikammer), Jakob Gieß (Diedesfeld) und Caspar Becker (Kirrweiler), um die Teilungsurkunde zu unterzeichnen und im Empfang zu nehmen.
Karte zum Theilungsakt
Dem Theilungsakt war eine Plankarte beigefügt. In ihr sind die Grenzsteine und die Abteilungen der Gemeinden detailliert eingetragen LA Sp W 1 3089[1]. Zudem gibt es eine Übersichtskarte der 3., 4. und 5. Mittleren Haingeraide. Sie wird in LA Sp W 1 Nr.2967 verwahrt.
Grenzsteine nach Abschnitten
Abschnitt A (Die Gemeinde Diedesfeld)
Hier nicht weiter behandelt.
Abschnitt B (Die Gemeinde Maikammer-Alsterweiler)
Im Abschnitt B des Teilungsaktes von 1823 sind insgesamt 3 Grenzsteine belegt.
| Ist Steinnummer Maikammer | Typus | Erwähnung im Theilungsakt - Abschnitt B | |
|---|---|---|---|
| Grenzstein 39 | 39 | Eckstein | von diesem den Hüttenberg hinunter fünf hunter zwey und sechszig Metres drei Decimetres, zum Stein Nro. neun und dreisig der auf der Sanct Martiner Seite ein hundert acht und vierzig hat, mit einem einspringenden Winkel von acht und achtzig Graden zehn Minuten; |
| Grenzstein 42 | 42 | Eckstein | von da im Thale abwärts vier hundert ein und dreisig Metres vier Decimetres, bis an den Stein Nro. zwey und vierzig, wo ein ausspringender Winckel, von acht und siebenzig Graden dreisig Minuten; |
| Grenzstein 75 | 75 | Läuferstein | von hier das Kleien-Thal aufwärts ein hundert fünf und neunzig metres fünf Decimetres zum Stein Nro. fünf und siebenzig; |
| Grenzsteine Alsterweiler-Maikammer nach Angaben im Theilungsakt der fünften Haimgeraide/AbschnittB |
|---|
Abschnitt C (Die Gemeinde Sankt Martin)
Hier nicht weiter behandelt.
Abschnitt D (Die Gemeinde Kirrweiler)
Hier nicht weiter behandelt.
Waldanteile nach Abschnitten
Waldanteil Maikammer und Alsterweiler
Im Abschnitt ist dazu folgendes ausgeführt. Zunächst werden die Waldabschnitte benannt danach die Begrenzungen:
- „Nro. 5. die Diedesfelder Winterseite, zum Theil mit Diedesfeld, Abtheilung C B sechs und zwanzig Hectares zwei und achtzig Ares vier und achtzig Metres, Abtheilung C A sechszehn Hextares sechs und zwanzig Ares drei und fünfzig Metres.“ Es folgen weitere 20 Abschnitte, die hier nicht im einzelnen aufgelistet werden...(unvollständig).
Waldanteil Diedesfeld (mit angrenzend Maikammer)
Stein Nr. 1 - Dreymärker + Diedesfelder Winterseite + „Numero eins, ein Dreymärker, der die Bänne von Diedesfeld und Maikammer im Wald und Feld scheidet, stehet auf der Diedesfelder Winterseite, Angränzer Maikammerer Wald, geht von da in ein und ausspringenden Winkeln, zwei tausend ein hundert neun und zwanzig Metres neun Decimetre fort, bis“…
Felsen Nr. 25 + Hinckelstein + „Numero fünf und zwanzig an den Hinckelstein im Felsen eingehauen, wo ein ausspringender Winkel von ein hundert fünf und sechszig Graden zehn Minuten; von da weiter fort bis zum Stein“…
Stein Nr. 31 + Am Hahnenschritt + Nro. ein und dreißig am Hahnen=Schritt, und vier hundert sechs und vierzig Metres, wo ein einspringender Winckel von ein hundert ein und vierzig Graden ist, von da weiter von Stein zu Stein
Steine ohne Nummernangabe + Huttenberger Weg + an dem Huttenberger Weg hin, dreizehn hundert ein und siebenzig Metres sieben Decimetres, zum Stein
Stein Nr. 46/175Maikammer + Huttenhohl + Nro. sechs und vierzig an der Huttenhohl; - hat auf der Maikammer Seite Nro. ein hundert fünf und siebenzig – von da denen Krümmungen des Wegs nach, vierzehn hundert siebenzig Metres, an den Stein/(hier fehlt Text)/
Stein Nr. + +
Steig hinunter sechszehn hundert vier und neunzig Metres vier Decimetres, bis zum Stein
Stein Nr. 74 + Finsterthal + Nro. vier und siebenzig, von hier das Finsterthal hinunter achtzig Metres vier Decimetres, bis zum Stein
Stein Nr. 146Maikammer + Archenbach + Nro. fünf und siebenzig, der auf der Maikammerer Seite, Nro. einhundert sechs und vierzig hat; - von da weiter die Archenbach abwärts vier hundert dreißig und einen halben Metres, an den Stein
Stein Nr. 76 + Vorderer Kanzelkopf + Nro. sechs und siebenzig; von hier den vordern Kanzelkopf aufwärts acht hundert neun und achtzig Metres, zu dem Dreymärker
Stein Nr. 87 - Dreyermärker
+ Kastanienbaumeck über Bergrücken, Apfelthälchen hinunter an die Archenbach +
Nro. sieben und achtzig, am Kastanienbaumer=Eck, wo ein ausspringender Winckel von zwey und achtzig Graden fünfzig Minuten ist; hier Maikammerer ab= und Kirrweiler angränzend; von hier etwas aufwärts über den Bergrücken hin, das Apfelthälchen hinunter, schszehn hundert schszehn Metres sechs Decimetres an die Archenbach und an den Stein
Stein Nr. 106 - Dreyermärker + Am Hahnenschritt + Nro. ein hundert sechs, ist ein Dreymärker, der den Hambacher, Kirrweilerer und Diedesfelder Wald scheidet; /(weiterer Text für Maikammer nicht von Bedeutung)/
Die Gewannen/Gemarkungsbezeichnungen
Die Diedesfelder Winterseite entspricht dem nach Norden abfallenden Hang des Wetterkreuzberges, der auf Maikammerer Gemarkung liegt. Der Wetterkreuzberg ist die Erhebung auf der die Anna-Kapelle steht und auf dem ein Teil der Kalmitstraße verläuft.
Weblinks
Literatur
Einzelnachweise
- ↑ Die Plankarte war zunächst Teil des Bestandes LA Sp K 11 Nr.163 (Akte 5465) wurde dann aber aus dem Bestand gelöst und unter LA Sp W 1 3089 abgelegt
Anmerkungen
Zitate
Urkunden
Begriffe
Kategorien
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