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Alsterweiler Hofgut (Stift St. German und Moritz Speyer): Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Hauptstr_41_st_german_hofgut.jpg|thumb|350x250px|right|Alsterweiler Hofgut des [[Stift Sankt German und Moritz (Speyer)]], [[Hauptstraße Nr.41]]. <br />
 
 
<small>© Matthias C.S. Dreyer 2015</small>]]
 
<small>© Matthias C.S. Dreyer 2015</small>]]
Das ehemalige [[Art:Bauwerk::Haus| ]][[ist genutzt::Wohnhaus| ]][[ist genutzt (eh.)::Hofgut| ]] [[Alsterweiler Hofgut (Stift St. German und Moritz Speyer)]] steht in der [[Hauptstraße Nr.41]] in Alsterweiler.  
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{{PAGENAME}} ist ein ehemaliger Wirtschaftshof und steht in der [[Hauptstraße Nr.41]] in [[Alsterweiler]].  
Pfälzische Stifte und Klöster verfügten in vielen Gemeinden über teils umfangreichen Besitz an Grundstücken und Gebäuden<ref>Beispielhaft in der Gemeinde Böhl. Siehe dazu: www.hpmv.de/index.php/ortsgeschichte/ortsgeschichte-boehl/33-hafner-gut, das sog. Hafnergut.</ref><ref> Auch in der Gemeinde Alsheim (heute Ortsteil von Rödersheim-Gronau) befand sich ein Klosterhof. Siehe dazu: Kohl, Thomas (2009), ‹Die Gültverschreibungen des Klosters St. Maria Magdalena Speyer›, (Hg. Stiftung, zur Förderung der pfälzischen Geschichtsforschung, (Reihe B Abhandlungen zur Geschichte der Pfalz, Band 11;) 274 Seiten. (CMS), Seite 215.</ref>. Dies gilt auch für [[Alsterweiler]]<ref>siehe dazu: u.a. Stift St. Clara.  Andere Stifte und Klöster mit Besitz in Maikammer und Alsterweiler unter: {Debus 1984} sowie {{Rödel 2009}}. Zum Stift St. German siehe {{Jung, 2002, #68402}}, Seite 180 zum sog. Fensterstreit mit dem Mainzer Hofgerichtsrat Johann Theodor von Linden.</ref> und das [[Stift Sankt German und Moritz (Speyer)|St. Germanstift]] in Speyer. Die Erlöse aus diesen Wirtschaftsbetrieben dienten dazu, einen Teil<ref>siehe dazu: Steiner, Helmut (ohne Jahr), ‹Beiträge zur Wirtschaftsgeschichte des Klosters St. Klara in Speyer am Rhein›, Band Seite(n) 133-180.(CMS 577).</ref> der Kosten des weltlichen und religiösen Betriebs der Klöster und Stifte zu decken.
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Pfälzische Stifte und Klöster verfügten in vielen Gemeinden über teils umfangreichen Besitz an Grundstücken und Gebäuden<ref>Beispielhaft in der Gemeinde Böhl. Siehe dazu: www.hpmv.de/index.php/ortsgeschichte/ortsgeschichte-boehl/33-hafner-gut, das sog. Hafnergut.</ref><ref> Auch in der Gemeinde Alsheim (heute Ortsteil von Rödersheim-Gronau) befand sich ein Klosterhof. Siehe dazu: Kohl, Thomas (2009), ‹Die Gültverschreibungen des Klosters St. Maria Magdalena Speyer›, (Hg. Stiftung, zur Förderung der pfälzischen Geschichtsforschung, (Reihe B Abhandlungen zur Geschichte der Pfalz, Band 11;) 274 Seiten. (CMS), Seite 215.</ref>. Dies gilt auch für [[Alsterweiler]]<ref>siehe dazu: u.a. Stift St. Clara.  Andere Stifte und Klöster mit Besitz in Maikammer und Alsterweiler unter: Debus (1984) sowie Rödel (2009). Zum Stift St. German siehe Jung, 2002, Seite 180 zum sog. Fensterstreit mit dem Mainzer Hofgerichtsrat Johann Theodor von Linden.</ref> und das [[Stift Sankt German und Moritz (Speyer)|St. Germanstift]] in Speyer. Die Erlöse aus diesen Wirtschaftsbetrieben dienten dazu, einen Teil<ref>siehe dazu: Steiner, Helmut (ohne Jahr), ‹Beiträge zur Wirtschaftsgeschichte des Klosters St. Klara in Speyer am Rhein›, Band Seite(n) 133-180.(CMS 577).</ref> der Kosten des weltlichen und religiösen Betriebes der Klöster und Stifte zu decken.
  
 
==Alsterweiler Hofgut==
 
==Alsterweiler Hofgut==
Erste Beziehungen zwischen dem Stift St. German und den Gemeinden [[Maikammer]], [[Alsterweiler]] sind bereits für das 14. Jahrhundert belegt<ref>Weiter unten im Text folgen die genauen Angaben dazu.</ref>Das Hofgut in Alsterweiler wird mit der [[Hauptstraße Nr.41|Hausnummer 41]] in der Hauptstraße angegeben<ref>OFB, Anlage Hausbilder, Seite XXX</ref>
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Erste Beziehungen zwischen dem Stift St. German und den Gemeinden [[Maikammer]], [[Alsterweiler]] sind bereits für das 14. Jahrhundert belegt<ref>Weiter unten im Text folgen die genauen Angaben dazu.</ref>. Das Hofgut in Alsterweiler wird mit der [[Hauptstraße Nr.41|Hausnummer 41]] in der Hauptstraße angegeben<ref>OFB, Anlage Hausbilder, Seite XXX</ref>
 
<ref>Martina Stöckl schreibt am 21. Januar 2016 (Email): Somit bleibt für das Germanstift nur die Nr. 41 übrig. Das deckt sich mit den Angaben im Grundkataster: Denn es war Kat. Nr. 5556 (Hauptstr. Nr. 41), die 1803 als Nationalgut (sprich, ehemaliges Kirchengut)  
 
<ref>Martina Stöckl schreibt am 21. Januar 2016 (Email): Somit bleibt für das Germanstift nur die Nr. 41 übrig. Das deckt sich mit den Angaben im Grundkataster: Denn es war Kat. Nr. 5556 (Hauptstr. Nr. 41), die 1803 als Nationalgut (sprich, ehemaliges Kirchengut)  
 
an Anton Fuchs, Notar in Edenkoben ging, und 1810 vom Notar in Edenkoben an Peter Nikolaus Platz. Die Nr. 43 ist übrigens das einzige Haus in der Hauptstraße, das auf beiden Seiten ein Gässel hat. Dies wird bei den Besitzern im 17. Jh. auch so erwähnt: Bei Frobenius von Lüss und bei Veit Straub hieß es noch, "zwischen den Brunnengässle"  bzw. "oberseits und unterseits Bachgässel". Ab dem 18. Jh. wird dagegen das Gässel unterseits nicht mehr explizit erwähnt, nur noch das Gässel oberseits, unterseits wird gleich der Nachbar genannt  
 
an Anton Fuchs, Notar in Edenkoben ging, und 1810 vom Notar in Edenkoben an Peter Nikolaus Platz. Die Nr. 43 ist übrigens das einzige Haus in der Hauptstraße, das auf beiden Seiten ein Gässel hat. Dies wird bei den Besitzern im 17. Jh. auch so erwähnt: Bei Frobenius von Lüss und bei Veit Straub hieß es noch, "zwischen den Brunnengässle"  bzw. "oberseits und unterseits Bachgässel". Ab dem 18. Jh. wird dagegen das Gässel unterseits nicht mehr explizit erwähnt, nur noch das Gässel oberseits, unterseits wird gleich der Nachbar genannt  
 
(vielleicht weil das Gässel unterseits schmäler und weniger wichtig ist?). Bei Veit Straub steht zur Nr. 43 außerdem der Vermerk, "hiebevor 2 Häuser gewesen". Der heutige Besitzer sagte mir, dass einmal (wohl im 19./20. Jh.) drei Parteien im Haus wohnten, die dritte im Verbindungsstück überm Tor (wohl der jüngste Teil). Diese Verhältnisse (2-3 Parteien für die Nr. 43) könnten theoretisch zum  
 
(vielleicht weil das Gässel unterseits schmäler und weniger wichtig ist?). Bei Veit Straub steht zur Nr. 43 außerdem der Vermerk, "hiebevor 2 Häuser gewesen". Der heutige Besitzer sagte mir, dass einmal (wohl im 19./20. Jh.) drei Parteien im Haus wohnten, die dritte im Verbindungsstück überm Tor (wohl der jüngste Teil). Diese Verhältnisse (2-3 Parteien für die Nr. 43) könnten theoretisch zum  
Germanstift und Nachbar von Linden passen. Aber von der Hausgeschichte passt es nicht, da ist das Germanstift-Haus als Nr. 41 identifiziert!</ref>. Dabei kann es sich nur um das Hofgut des nach 1468 errichteten bzw. verlegten Stifts St. German und Moritz handeln. Jedenfalls zeigen die Quellen<ref>Illes </ref> keinen Hinweis auf ein Gebäude in [[Alsterweiler]] vor 1468. Es werden aber etliche Abgaben (Zinsen, Renten, Gülten, Zehnte) bezeichnet, die von Alsterweiler (und anderen Orten) sowie von Maikammer abzuliefern sind. Demnach muss es zumindest einen entsprechenden Grundbesitz des Vorgängerstifts St. German extra muros gegeben haben.{{Mehr zum Thema|X=Hofgut}}
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Germanstift und Nachbar von Linden passen. Aber von der Hausgeschichte passt es nicht, da ist das Germanstift-Haus als Nr. 41 identifiziert!</ref>. Dabei kann es sich nur um das Hofgut des nach 1468 errichteten bzw. verlegten Stifts St. German und Moritz handeln. Jedenfalls zeigen die Quellen<ref>Illes </ref> keinen Hinweis auf ein Gebäude in [[Alsterweiler]] vor 1468. Es werden aber etliche Abgaben (Zinsen, Renten, Gülten, Zehnte) bezeichnet, die von Alsterweiler (und anderen Orten) sowie von Maikammer abzuliefern sind. Demnach muss es zumindest einen entsprechenden Grundbesitz des Vorgängerstifts [[St. German extra muros]] gegeben haben.
  
==Urkunden==
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==Beständer, Besitzer, Eigentümer==
Es liegen bisher nur wenige Urkunden oder andere Hinweise auf den Übergang von Eigentums- und Besitz- sowie Beständerverhältnissen vor. Anhand dieser Aufstellung und einigen anderen Unterlagen kann die Geschichte des Alsterweiler Hofguts des Kollegiatsstifts zur Zeit nur bruchstückhaft nachvollzogen werden.  
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Wie auch die anderen [[Hofgut|Hofgüter]] wurde das Anwesen (Haus und Grundstücke, die über die gesamte [[Gemarkung]] von [[Maikammer]] und [[Alsterweiler]] verteilt waren) von einem [[Beständer]] verwaltet. Es ist anzunehmen, daß diese Bewirtschaftungsform bis zur Auflösung des Kloster andauerte, so daß mit der Versteigerung 1803 der erste "private" Eigentümer das Anwesen übernahm. 
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===Urkunden===
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Es liegen einige Urkunden oder andere Hinweise auf den Übergang von Eigentums- und Besitz- sowie Beständerverhältnissen vor. Anhand dieser Aufstellung und einigen anderen Unterlagen kann die Geschichte des Alsterweiler Hofguts des Stifts Sankt German und Moritz weitgehend nachvollzogen werden.  
  
 
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|2||1379 (Dezember 24)||StA Luzern, Gatterer Apparat Nr. 808||StA Luzern, Gatterer Nr.808 (1379 XII. 24.) und [[LA Sp Kloster Eußerthal Nr.159]] (1413 I. 10.)||Auf Gütern des Klosters Eußerthal zu Maikammer lastete u.a. ein Zins von 1 Ohm Wein jährlich für das Germanstift, der seit 1379 nachzuweisen ist.||Weiterer Hinweis auf Beziehung Kollegiatstift St. German und Moritz und [[Maikammer]], in Form einer Gülte auf Eigentum des [[Zisterzienserkloster Eußerthal|Klosters Eußerthal]].||Nach Issle, Seite 236<ref>Issle, Hermann (1974), ‹Das Stift St. German vor Speyer›, (Hg. Reichert, Franz Rudolph, (Gesellschaft für Mittelrheinische Kirchengeschichte, 20; Mainz: Selbstverlag der Gesellschaft für Mittelrheinischen Kirchengeschichte) 295 Seiten, (CMS 675), (Seite 236)</ref>
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|2||1379 (Dezember 24)||Staatsarchiv Luzern||[[StA Luzern, Gatterer Nr.808 (1379 XII. 24.)]] und [[LA Sp Kloster Eußerthal Nr.159]] (1413 I. 10.)||Auf Gütern des Klosters Eußerthal zu Maikammer lastete u.a. ein Zins von 1 Ohm Wein jährlich für das Germanstift, der seit 1379 nachzuweisen ist.||Weiterer Hinweis auf Beziehung Kollegiatstift St. German und Moritz und [[Maikammer]], in Form einer [[Gülte]] auf Eigentum des [[Zisterzienserkloster Eußerthal|Klosters Eußerthal]].||Nach Issle, Seite 236<ref>Issle, Hermann (1974), ‹Das Stift St. German vor Speyer›, (Hg. Reichert, Franz Rudolph, (Gesellschaft für Mittelrheinische Kirchengeschichte, 20; Mainz: Selbstverlag der Gesellschaft für Mittelrheinischen Kirchengeschichte) 295 Seiten, (CMS 675), (Seite 236)</ref>
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|3||1619 (ab)||LA Sp...||Bedbuch ab 1619||"Haus und Hof in Alsterweiler sampt Einum, 2 ß, Summa 1 f 9(?) d"||Martina Stöckl||Es wird mit einer späten Nummer erwähnt, d.h. erst gegen Ende des Bedbuchs.
  
 
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|4||1669 (ab)||LA Sp...||Bedbuch ab 1669||"Haus und Hof samt einem Gärtlein dabey zu Alsterweiler mitten im Dorf, obers gemein Gässl, unters Hans Platz oberend der Bachstaden, unterend die Gass 2 B". Außerdem mehrere Wingert, u.a. im Garten zwischen den Häusern, und Wiesen. Summe 1 G 9 Kr||Es wird mit einer späten Nummer erwähnt, d.h. erst gegen Ende des Bedbuchs.||Martina Stöckl||
"Haus und Hof in Alsterweiler sampt Einum, 2 ß, Summa 1 f 9(?) d"||Martina Stöckl||
 
Es wird mit einer späten Nummer erwähnt, d.h. erst gegen Ende des Bedbuchs.
 
  
 
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|4||1669 (ab)||LA Sp...||Bedbuch ab 1669||
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|5||1762||LA Sp...||Ausfauteiakte Nr. 14||ab 1862 an (dessen Sohn) [[Nikolaus Christmann]]. Die im Bedbuch ab 1669 erwähnten Wingert "im Garten zwischen den Häusern" waren [[Hauptstraße Nr.40]] bis [[Hauptstraße Nr.44]], als Anrainer auch noch 1762 erwähnt (Ausfauteiakte 14).||Martina Stöckl||
"Haus und Hof samt einem Gärtlein dabey zu Alsterweiler mitten im Dorf, obers
 
gemein Gässl, unters Hans Platz oberend der Bachstaden, unterend die Gass 2 B"
 
Außerdem mehrere Wingert, u.a. im Garten zwischen den Häusern, und Wiesen.  
 
Summe 1 G 9 Kr|||Martina Stöckl|| Es wird mit einer späten Nummer erwähnt, d.h. erst gegen Ende des Bedbuchs.
 
  
 
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|5||1762||LA Sp...||Ausfauteiakte Nr. 14||ab 1862 an (dessen Sohn) Nikolaus CHRISTMANN,
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|6||1766 (um)||LA Sp...||Ausfauteiakten Nr. 80 und Nr.91||Das Germanstift wird als o b e r e r Nachbar bei [[Caspar Schmitt]] (Bewohner der [[Hauptstraße Nr.39]]) bereits um 1766 in Ausfauteiakten Nr. 80 und 91 erwähnt. Die Nr. 39 (das darunter liegende Anwesen) für Caspar Schmitts Haus ist 1833 mit Katasternummer 5555 eindeutig belegt - das Haus ging von [[Caspar Schmitt]] 1785 an [[Heinrich Wilhelm]], und 1833 von letzterem an Schwiegersohn [[Theobald Schlosser]].||Martina Stöckl||
Die im Bedbuch ab 1669 erwähnten Wingert "im Garten zwischen den Häusern"
 
waren Haupstraße 40 bis 44, als Anrainer auch noch 1762 erwähnt (Ausfauteiakte
 
14).||Martina Stöckl
 
  
 
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|6||1766 (um)||LA Sp...||Ausfauteiakten Nr. 80 und Nr.91||
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|7||1777 (um)||LA Sp...||Ausfauteiakten Nr. 80 und Nr.91||Als u n t e r e r Nachbar wird das Germanstift erwähnt bei [[Theobald Platz]]. Theobald wohnte in der [[Hauptstraße Nr.43]], die lt. Ausfauteiakte 79 von 1739 an Sohn [[Lorenz Platz]] ging. Als nächstes ging die Nr. 43 laut ab 1777 geführtem Schatzungsbuch von [[Andreas Hauck]], der 1804 starb, an seinen Sohn [[Andreas Hauck junior]] (verh. Stier). Andreas junior vererbte es 1832 an seinen Sohn [[Rochus Hauck]]. Auch hier ist 1832 die Katasternr. genannt (5557), somit eindeutig Nr. 43.||Martina Stöckl||
Das Germanstift wird als o b e r e r Nachbar bei Caspar SCHMITT (Bewohner der  
 
Nr. 39) bereits um 1766 in Ausfauteiakten Nr. 80 und 91 erwähnt.
 
Die Nr. 39 (das darunter liegende Anwesen) für Caspar Schmitts Haus ist 1833 mit Katasternummer 5555 eindeutig  
 
belegt - das Haus ging von Caspar SCHMITT 1785 an Heinrich WILHELM, und 1833
 
von letzterem an Schwiegersohn Theobald SCHLOSSER.||Martina Stöckl
 
  
 
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|7||1777 (um)||LA Sp...||Ausfauteiakten Nr. 80 und Nr.91||
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|8||1777 (ab)||LA Sp...||Schatzungsbuch ab 1777||Dieses Haus des Germansstift in der [[Hauptstraße Nr.41]] wird noch als Anlieger im Schatzungsbuch ab 1777 genannt (bei [[Caspar Schmitt]], dessen Haus in der [[Hauptstraße Nr.39]] im Jahr 1785 an [[Heinrich Wilhelm]] ging)||Martina Stöckl||
Als u n t e r e r Nachbar wird das Germanstift erwähnt bei Theobald PLATZ.
 
Theobald wohnte in der Nr. 43, die lt. Ausfauteiakte 79 von 1739 an Sohn
 
Lorenz PLATZ ging. Als nächstes ging die Nr. 43 laut ab 1777 geführtem Schatzungsbuch von Andreas
 
HAUCK, der 1804 starb,  an seinen Sohn Andreas HAUCK junior (verh. Stier).
 
Andreas junior vererbte es 1832 an seinen Sohn Rochus HAUCK.
 
Auch hier ist 1832 die Katasternr. genannt (5557), somit eindeutig Nr. 43.
 
  
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|8a||1777-1783 ||Generallandesarchiv Karlsruhe||[[GLA Ka 61 Nr.11137]]||Das Sankt Germansstift streitet mit [[Johann Theodor von Linden]] wegen eines Fensters und daraus hervorgehender Gerüche.||[[Fensterstreit (Alsterweiler)]]||
 +
* Stift Sankt German Speyer (1783 Juli 19), ‹Kapitelsprotokoll St. German 1782/83, Sitzung vom 19.07.1783, §6, pag. 104f.›. Generallandesarchiv Karlsruhe (GLA) (Bestand 61 (Generallandesarchiv Karsruhe)), Bestand: 61/11137, Nr(n): 11137, (CMS 519).
 +
* Jung, Norbert (2002), ’Der Speyerer Weihbischof Andreas Seelmann (1732-1789)’, (Hg. Kirchengeschichte, Gesellschaft für mittelrheinische, (Quellen und Abhandlungen zur mittelrheinischen Kirchengeschichte, Band/Ausgabe: 103) 1037 Seiten. (CMS 519), Seite 108.
  
 
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|8||1777 (ab)||LA Sp...||Schatzungsbuch ab 1777||
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|9||1787||LA Sp...||Schatzungsbuch||1787 im Schatzungsbuch (als das Nachbarhaus [[Hauptstraße Nr.46]] von [[Heinrich Blumenstiel]] an [[Georg Humm]] ging). Außerdem ein Grundstück (wohl nur Feld) in der [[Turmstraße Nr.21]]||Martina Stöckl||
Dieses Haus des Germansstift in der Hauptstr. 41 wird noch als Anlieger im  
 
Schatzungsbuch ab 1777 genannt (bei Caspar Schmitt, dessen Haus in der
 
Hauptstr. 39 im Jahr 1785 an Heinrich Wilhelm ging)||Martina Stöckl||
 
  
 
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|9||1787||LA Sp...||Schatzungsbuch||
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|10||1803 Dezember 06||LA Sp...||Nationalgüterversteigerung||Am 06.12.1803 wurde das Grundstück als Nationalgut an Anton Fuchs, Notar in Edenkoben verkauft (letzter Pächter hieß Groß). ||Liste erstellt von Georg Platz aus Kaiserslautern anhand der Werke Rudolf: "Die Nationalgüter im Departement Donnersberg, ihre Verwaltung und Veräußerung" und Pfr. C.A. Buchheit: "Säkularisation".||Antonie Wilhelm||Spätestens ab diesem Zeitpunkt hat das Gebäude keine Funktion mehr als Alsterweiler Hofgut. Bis heute befindet es sich ausschließlich Privatbesitz.
1787 im Schatzungsbuch (als das Nachbarhaus Hauptstr. 46 von
 
Heinrich Blumenstiel an Georg Humm ging). Außerdem ein Grundstück (wohl nur Feld) in der Turmstr. 21.
 
||Martina Stöckl
 
  
 
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|10||1803 Dezember 06||LA Sp...||Nationalgüterversteigerung||
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|11||1810||LA Sp...||Grundkataster von 1839||Der "Notar in Edenkoben" verkaufte es laut Grundkataster von 1839 im Jahr 1810 an [[Peter Nikolaus Platz]].||Martina Stöckl||
Am 06.12.1803 wurde das Grundstück als Nationalgut an Anton Fuchs, Notar in  
 
Edenkoben verkauft (letzter Pächter hieß Groß). ||Quelle: Liste von Frau Wilhelm
 
gezeigt, erstellt von Georg Platz aus Kaiserslautern anhand Rudolf: Die
 
Nationalgüter im Departement Donnersberg, ihre Verwaltung und Veräußerung" und
 
Pfr. C.A. Buchheit: Säkularisation.
 
  
 
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|11||1810||LA Sp...||Grundkataster von 1839||
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|12||1848 (ab)||LA Sp...||Umschreibekataster von 1848||Laut Umschreibkataster ging es ab 1848 an (Schwiegersohn) [[Friedrich Christmann]]||Martina Stöckl||
Der "Notar in Edenkoben" verkaufte es laut Grundkataster von 1839 im Jahr 1810
 
an Peter Nikolaus PLATZ.||Martina Stöckl
 
  
 
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|12||1848 (ab)||LA Sp...||Umschreibekataster von 1848||
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|13||1862 (ab)||LA Sp...||Umschreibekataster von 1848||ab 1862 an (dessen Sohn) [[Nikolaus Christmann]]||Martina Stöckl||
Laut Umschreibkataster ging es ab 1848 an (Schwiegersohn) Friedrich
 
CHRISTMANN||Martina Stöckl
 
  
 
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|13||1862 (ab)||LA Sp...||Umschreibekataster von 1848||ab 1862 an (dessen Sohn) Nikolaus CHRISTMANN,
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|14||1862 (ab)||LA Sp...||Umschreibekataster von 1848||ab 1936 an (Enkel von Nikolaus Christmann) [[Eugen Christmann]].||Martina Stöckl||
  
 
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|- style="text-align:left;font-style:normal;color:black;background-color:#FFFFE0;font-size:85%;font-variant:normal"
|14||1862 (ab)||LA Sp...||Umschreibekataster von 1848||ab 1862 an (dessen Sohn) Nikolaus CHRISTMANN,
+
|15||1862 (ab)||LA Sp...||ohne Beleg||ab XXX an AK.||[[user:matzinger]]||
ab 1936 an (Enkel von Nikolaus Christamann) Eugen CHRISTMANN.||Martina Stöckl||
 
 
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|}
 
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 +
[[Kategorie:Wirtschaftshof]]
 +
{{Nachweise}}
  
[[Kategorie:Häuserbuch (Alsterweiler)]]
+
{{#set:
{{Nachweise}}
+
|Art:Bauwerk=Haus
 +
|ist genutzt=Wohnhaus;Scheune|+sep=;
 +
|ist genutzt ehemalig=Hofgut
 +
}}

Aktuelle Version vom 21. November 2024, 12:51 Uhr

Alsterweiler Hofgut des Stift Sankt German und Moritz (Speyer), Hauptstraße Nr.41.
© Matthias C.S. Dreyer 2015

Alsterweiler Hofgut (Stift St. German und Moritz Speyer) ist ein ehemaliger Wirtschaftshof und steht in der Hauptstraße Nr.41 in Alsterweiler. Pfälzische Stifte und Klöster verfügten in vielen Gemeinden über teils umfangreichen Besitz an Grundstücken und Gebäuden[1][2]. Dies gilt auch für Alsterweiler[3] und das St. Germanstift in Speyer. Die Erlöse aus diesen Wirtschaftsbetrieben dienten dazu, einen Teil[4] der Kosten des weltlichen und religiösen Betriebes der Klöster und Stifte zu decken.

Alsterweiler Hofgut

Erste Beziehungen zwischen dem Stift St. German und den Gemeinden Maikammer, Alsterweiler sind bereits für das 14. Jahrhundert belegt[5]. Das Hofgut in Alsterweiler wird mit der Hausnummer 41 in der Hauptstraße angegeben[6] [7]. Dabei kann es sich nur um das Hofgut des nach 1468 errichteten bzw. verlegten Stifts St. German und Moritz handeln. Jedenfalls zeigen die Quellen[8] keinen Hinweis auf ein Gebäude in Alsterweiler vor 1468. Es werden aber etliche Abgaben (Zinsen, Renten, Gülten, Zehnte) bezeichnet, die von Alsterweiler (und anderen Orten) sowie von Maikammer abzuliefern sind. Demnach muss es zumindest einen entsprechenden Grundbesitz des Vorgängerstifts St. German extra muros gegeben haben.

Beständer, Besitzer, Eigentümer

Wie auch die anderen Hofgüter wurde das Anwesen (Haus und Grundstücke, die über die gesamte Gemarkung von Maikammer und Alsterweiler verteilt waren) von einem Beständer verwaltet. Es ist anzunehmen, daß diese Bewirtschaftungsform bis zur Auflösung des Kloster andauerte, so daß mit der Versteigerung 1803 der erste "private" Eigentümer das Anwesen übernahm.

Urkunden

Es liegen einige Urkunden oder andere Hinweise auf den Übergang von Eigentums- und Besitz- sowie Beständerverhältnissen vor. Anhand dieser Aufstellung und einigen anderen Unterlagen kann die Geschichte des Alsterweiler Hofguts des Stifts Sankt German und Moritz weitgehend nachvollzogen werden.

Besitztums- und Eigentumsverhältnisse
Gebiet: Alsterweiler
Zeitraum: Jahre 1307 bis 2026-04-18
Grad: unvollständig

Weblinks

Literatur

Einzelnachweise

  1. Beispielhaft in der Gemeinde Böhl. Siehe dazu: www.hpmv.de/index.php/ortsgeschichte/ortsgeschichte-boehl/33-hafner-gut, das sog. Hafnergut.
  2. Auch in der Gemeinde Alsheim (heute Ortsteil von Rödersheim-Gronau) befand sich ein Klosterhof. Siehe dazu: Kohl, Thomas (2009), ‹Die Gültverschreibungen des Klosters St. Maria Magdalena Speyer›, (Hg. Stiftung, zur Förderung der pfälzischen Geschichtsforschung, (Reihe B Abhandlungen zur Geschichte der Pfalz, Band 11;) 274 Seiten. (CMS), Seite 215.
  3. siehe dazu: u.a. Stift St. Clara. Andere Stifte und Klöster mit Besitz in Maikammer und Alsterweiler unter: Debus (1984) sowie Rödel (2009). Zum Stift St. German siehe Jung, 2002, Seite 180 zum sog. Fensterstreit mit dem Mainzer Hofgerichtsrat Johann Theodor von Linden.
  4. siehe dazu: Steiner, Helmut (ohne Jahr), ‹Beiträge zur Wirtschaftsgeschichte des Klosters St. Klara in Speyer am Rhein›, Band Seite(n) 133-180.(CMS 577).
  5. Weiter unten im Text folgen die genauen Angaben dazu.
  6. OFB, Anlage Hausbilder, Seite XXX
  7. Martina Stöckl schreibt am 21. Januar 2016 (Email): Somit bleibt für das Germanstift nur die Nr. 41 übrig. Das deckt sich mit den Angaben im Grundkataster: Denn es war Kat. Nr. 5556 (Hauptstr. Nr. 41), die 1803 als Nationalgut (sprich, ehemaliges Kirchengut) an Anton Fuchs, Notar in Edenkoben ging, und 1810 vom Notar in Edenkoben an Peter Nikolaus Platz. Die Nr. 43 ist übrigens das einzige Haus in der Hauptstraße, das auf beiden Seiten ein Gässel hat. Dies wird bei den Besitzern im 17. Jh. auch so erwähnt: Bei Frobenius von Lüss und bei Veit Straub hieß es noch, "zwischen den Brunnengässle" bzw. "oberseits und unterseits Bachgässel". Ab dem 18. Jh. wird dagegen das Gässel unterseits nicht mehr explizit erwähnt, nur noch das Gässel oberseits, unterseits wird gleich der Nachbar genannt (vielleicht weil das Gässel unterseits schmäler und weniger wichtig ist?). Bei Veit Straub steht zur Nr. 43 außerdem der Vermerk, "hiebevor 2 Häuser gewesen". Der heutige Besitzer sagte mir, dass einmal (wohl im 19./20. Jh.) drei Parteien im Haus wohnten, die dritte im Verbindungsstück überm Tor (wohl der jüngste Teil). Diese Verhältnisse (2-3 Parteien für die Nr. 43) könnten theoretisch zum Germanstift und Nachbar von Linden passen. Aber von der Hausgeschichte passt es nicht, da ist das Germanstift-Haus als Nr. 41 identifiziert!
  8. Illes
  9. ⭐ Quelle unvollständig ⭐
  10. Issle, Hermann (1974), ‹Das Stift St. German vor Speyer›, (Hg. Reichert, Franz Rudolph, (Gesellschaft für Mittelrheinische Kirchengeschichte, 20; Mainz: Selbstverlag der Gesellschaft für Mittelrheinischen Kirchengeschichte) 295 Seiten (CMS 675).
  11. Issle, Hermann (1974), ‹Das Stift St. German vor Speyer›, (Hg. Reichert, Franz Rudolph, (Gesellschaft für Mittelrheinische Kirchengeschichte, 20; Mainz: Selbstverlag der Gesellschaft für Mittelrheinischen Kirchengeschichte) 295 Seiten, (CMS 675), (Seite 236)

Anmerkungen

Zitate

Urkunden

Begriffe

Kategorien

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