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GHA OAN 202: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Urkunde liegt im Hauptstaatsarchiv München mit der Bezeichnung GHA OAN 200. Es handelt sich um eine Urkunde im Bestand der Mannheimer Urkunden. Die Urkunde stammt aus dem Oberamt Neustadt an der Haardt, Geheimes Hausarchiv (Kurpfalz) im Hauptstaatsarchiv München (Abteilung III). [web 1]
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{{Urkunde|
[Bearbeiten]Urkunde
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|Bild=person.jpg
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}}Die [[Urkunde]] trägt den Titel: '''Erlaubnis zum Verkauf des halben Teils von Duttweiler durch Viax von Oberstein an den Kurfürsten'''.
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==Übertragung==
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Wir Wolff vonn Hohennfels<ref group=beg>Hohenfels (Burg bei Imsbach, Verbandsgemeinde Winnweiler, Donnersbergkreis, Rheinland-Pfalz).</ref><ref group=lit>Zur Burg und Herrschaft vgl. BURKHART, Ulrich, Hohenfels Donnersberg, in: Pfälzisches Burgenlexikon, Band 2, Im Auftrag des Instituts für pfälzische Geschichte und Volkskunde herausgegeben von Jürgen KEDDIGKEIT, Alexander THON/Rolf ÜBEL (Beiträge zur pfälzischen Geschichte und Volkskunde herausgegeben vom Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde Kaiserslautern, Band 12.2), Kaiserslautern 2002, S. 390-400.</ref>
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her zu Reippoltzkirchenn<ref> Reipoltskirchen (Verbandsgemeinde Wolfstein, Landkreis Kusel, Rheinland-Pfalz). Zur Burg und Herrschaft vgl. DOLCH, Martin u. a., Reipoltskirchen, in: Pfälzisches Burgenlexikon, Band 4.1, Im Auftrag des Instituts für pfälzische Geschichte und Volkskunde herausgegeben von Jürgen KEDDIGKEIT-Ulrich BuRKHART/Rolf ÜBEL (Beiträge zur pfälzischen Geschichte und Volkskunde herausgegeben vom Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde Kaiserslautem, Band 12.4.1), Kai- serslautern 2007, S. 227-240.</ref>
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bekennenn unnd thun kunt offennbare mitt disem brieffe das wir dem vestenn unnserm liebenn getruwenn Viacus vom Oberstein<ref>[[Oberstein]] (Ortsteil von Idar-Oberstein, Landkreis Birkenfeld. Rheinland-Pfalz). Oberstein war Hauptort einer kleinen Reichsherrschaft der Herren von Oberstein, die am Ende des Heiligen Römischen Reichs zu den nicht eingekreisten Reichsteilen gehörte. Die Herrschaft wurde 1197 geteilt (KÖBLER, Gerhard, Historisches Lexikon der deutschen Länder. Die deutschen Territorien vom Mittelalter bis zur Gegenwart, Sechste, vollständig überarbeitete Auflage München 1999, S. 446). Bei dieser Teilung spaltete sich das Geschlecht in mehrere Linien und versippte sich mit anderen Familien, z. B. Daun/Eifel, Falkenstein, Leiningen-Heidesheim, Broich (Handbuch der historischen Stätten, Rheinland-Pfalz und Saarland, Herausgegeben von Ludwig PETRY, Dritte, neubearbeitete Auflage Stuttgart 1988, S. 148). Zu den Herren von Oberstein vgl. CONRAD, Otto, Die Herren und Ritter von Oberstein, Sobernheim [1956].</ref>
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uff synn vlissig annsuchenn bitten unnd begerenn den halbenn teil am dorff Dutwyler<ref group=beg>[[Duttweiler]] (Ortsteil von Neustadt an der Weinstraße, Rheinland-Pfalz).</ref>
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nust ußgenomen so er vonn unns unnd unnser herschafft Hohennfels bißher zulehen getragen dem durchluchtigen hochgebornen fursten unnd herren hern Ludwigenn pfaltzgraven by Ryne hertzogenn in Beyern des heiigen Romischen reichs ertzdruchsassenn churfursten unnd vicarienn<ref group=lit> Kurfürst Ludwig V. (1508-1544). Vgl. SCHAAB, Meinrad, Geschichte der Kurpfalz, Band 2, Stuttgart/Berlin/Köln 1992, S.
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13-20; KOLLNIG, Karl, Die Kurfürsten von der Pfalz. Heidelberg 1993, S. 35-37.</ref>
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unnserm gnedigstenn herrenn zuverkauffen bewilligt gegunt unnd zugelassen habenn bewilligen gunnenn unnd lassenn im sollichs alse zu in unnd mit krafft dis brieffe mit sollicher geding unnd maße<ref group=beg>geding unnd maße = Bedingung und Umfang.</ref>
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das er yetzbestimpter Viacus vom Oberstein an stat desselbigenn halben dorffs Dutwyler zwenntzig guldin jerlicher gultenn zulehen machen unnd von unns unnd unnsern erben zulehen empfahenn unnd tragen solle. Unnd obe es sich über kurtz oder lang unnd wie offt sich das begebe das dieselbigen zwentzig guldin jerlicher gultenn so er egerurter maße<ref group=beg>egerurter maße = in vorgenanntem Umfang.</ref>
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von unns zulehenn empfanngenn unnd getragen abgeloßt wurdenn so sollennt merbestimpter Viacus vom Oberstein unnd syne erbenn sollich heuptgellt<ref group=beg>Ablösesumme, Kapital.</ref>
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zu aller zit mit unnserm unnd unnserer erbenn wissenn willen unnd zulassenn widerumb gewißlichen daran wir in eigenthumbs unnd er Viacus vom Oberstein in lehens wise wethabend<ref group=beg> wet = Rechtsverbindlichkeit, Pfand (LEXER, Mittelhochdeutsches Taschenwörterbuch, S. 377).</ref>
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(?)<ref>Nicht zu lesen</ref>
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sigent annlegen unnd wie obstat vonn unns unnd unnsernn erben zulehenn empfahenn unnd tragenn allerding unngevarlichenn. Unnd des zu warem urkund habennt wir unnser sigell arm disenn brieffe lassen hennckenn der gebenn wardt am monntag nach dem sonntag vocem jocunditatis alls man zallt vonn Cristi unnsers liebenn herrenn geburt funffzehenhundert unnd zwentzig jare<ref>Montag, 14. Mai 1520.</ref>.<ref>Übertragung Dr. Johannes Weingart 2012.</ref><ref group=urk> GHA OAN 202</ref>
  
Ich Viacus vom Oberstein bekenn öffentlich mit disem kaufbrive das ich fur mich und meyn erben eynes uffrechten stetten ewigen und unwiderrufflichen kauffs verkaufft und zukauffen geben hab unnd geben also gegenwurtiglich inn und mit crafft dises brives zukauffen wie dan ein solicher kauff nach lands sitten und gewonheit aller bast besten krafft hat haben sol und mag dem durchleuchtigen hochgebomen forsten und hem herre Ludwigen pfaltzgraven by Ryn hertzogen iu Beyern des heyligen Romischen rychs ertztruchses und kurfursten meynem genedigen hem und seyner fürstlichen genaden erben meyn dorff Dutwyler in seyner fürstlichen genaden ampt Neuenstat gelegen mit aller oberkeit herlikeit gerechtikeit dem gericht daselbs gebott verbott über hals und beyn ach der jerlichen bett sie mir byßher geben haben atzung feilen unfellen bussen besserung frondinsten faßnacht hunner felden wasser weyden weydgengen und allen andern nutzen und zugehorden im dorff und marck oben und under der erden nichs außgenomen und hynden gesetzt wie ich und vor mir meyn lieber vatter Heynrich vom Obersteyn das benant dorff Dudwyler ingehabt herbracht besessen und genossen hat haben hon solten oder mochten und ist solicher kauff geschehen umb achthundert gulden der ich von gedachtem meynem genedigen herre pfaltzgraven kurfursten etc. als bald woll gewert und vernugt bin des halben ich seyn fürstliche genad und seyner fürstlichen genaden erben hiemit gentzlich quit ledig und loß sagen und setze heruff den benanten meyn genedigsten hem seyner fürstlichen genaden erben hiemit inn recht nutze und gutter des obbeschriben dorff Dudwyler mit in und zugehordt als vor geschriben stett und mich und meyn erben gentzlich und gar darauß. Also das ir fürstlich genaden nu hinfure domit zuthon zu schalten und zu walten haben sollen irs willens und gefallens als mit ander irer fürstliche genaden eygen gutt unverhindert meyn oder meyner erben oder menigliche von unsert wegen. Doch so hab ich mir herin vorbehalten den burgsesß und meyn eygen gutter ich nach zu Dudwyler habe das mir die als eynes edelmans gutt hierfür fry und unbeschwerdt gelassen werden. Ach das ich macht haben soll fry des ortes wie byßher zu fischen und hasen zu jagen und zu fangen und nach dem ich das halbtheyll soliches dorffs mit aller oberkeit und zugehord von der herschafft Rupelskirch zu lehen trag so hab ich disen verkauff bey leben her Johansen hem zu Rupelskirchen etc. seligen mit seyner genaden wissen und verwilligung gethon und diewylle seyn genade in dem mit dott abgangen ist so hatt der wolgeborn herre Wolff her zu Rupelskirch und Hohenfels meyn genedi- ger her gedachter her Johansen sone und nachvolgender erbe mir zu solichem verkauff seyner genaden verwilligung gegeben und dises dorff mevner manschafft halben fry gestellet weliche verwilligung ich seyner fürstlichen genaden mit disem kauffbrive uberantwort hab dem nach gib ich mergenantem meynem genedigsten hern solich dorff als numehe fur fry eygen das es nit lehen wydam morgengabe ach sunst nit versetzt verpfendt oder verschriben sey und wo sich über kurtz oder lang anders herfund so sollen und wollen ich und meyn erben seyn fürstliche genaden und seyner fürstlichen genaden er- ben deshalben entledigen entheben und inn allwegen schadloß halten. Ach dises verkauffs halb wer- schaff tragen gegen meniglich nach lands recht und gewonheit ungeverd ich Viacus bered und ver- sprich ach heruff fur mich und all meyn erben mit meynen gutten waren truen und glauben in und mit crafft dises brives disen verkauff und was herin geschriben stete ware stette veste und unverbrüchlich zuhalten dawyder nit zu seyn zuthon verschaffen oder gestatten gethon werden in keyn wege heysse und befell ach in craff dises brives schultys gerichtes leuten und gemeynden zu Dudwyler bey den eyden damit sie meynem vatter und mir bißher verwant gewesen seynd dem obgenanten meynem genedigsten hern pfaltzgrave Ludwigen kurfursten etc. und seyner fürstlichen genaden erben als irer rechten hern zu hulden geloben und schweren wie sich das gepurt zelen sie heruff irer gelubd und eyde domit si meynem vatter oder mir bißher verwant gewesen seind hiemit quit ledig und loß und wysen sie domit an gedachten meynen genedigsten hern und seyner fürstlichen genaden erben. Aller ding ongeverlich und des zu warer urkunt hab ich Viacus vom Obersteyn meyn eygen ingesigel wissentlich gehangen an disen briff und zu nach merer gezeugnisse gebetten meynen lieben vatter Henrich vom Oberstein das er sein ingesigel ach heran gehangen hat welcher sigelung ich itzgenanter Henrich mich also beken gethon zuhalten. Datum uff den heyligen Christabent nach Christi unsers hern geburt tausent funffhundert und achtzehenn.[1][urk 1]
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==Regest==
[Bearbeiten]Regeste
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Am Montag, den 1520 Mai 14 zwei Jahre  nach Ausfertigung der Urkunde [[GHA OAN 200]], erlaubte [[Wolf von Hohenfels]] und [[Reipoltskirchen]] dem [[Viax von Oberstein]], das halbe Dorf [[Duttweiler]], das er von Hohenfels zu Lehen getragen hat, dem Kurfürsten zu verkaufen.  
  
Im Jahre 1518 verkaufte Viax von Oberstein das Dorf Duttweiler an den Pfalzgrafen Ludwig.
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{{Nachweise}}
Erläuterung: Duttweiler war ursprünglich hohenfelsisch, wurde aber verlehnt an die Herren von Oberstein und an das Dominikanerinnenkloster St. Lambrecht. Kloster Lambrecht verkaufte 1372 sein halbes Dorfgericht an Gerhard von Odenbach, Ritter auf der Kropsburg bei St. Martin. Im gleichen Jahr verzichtete Hohenfels auf alle Ansprüche an diesem Teil des Gerichts, so daß es vollständig Kropsburger Eigentum wurde, in dessen Besitz schließlich auch die Obersteiner gekommen sein müssen. Sie konnten zwar 1518 Duttweiler an die Kurpfalz verkaufen, benötigten aber doch für die Hälfte die Zustimmung des Hohenfelser Lehensherrn.
 

Aktuelle Version vom 6. Oktober 2021, 18:50 Uhr

Urkunde GHA OAN 202

Gebiet: Duttweiler
Zeitraum: 1520 Mai 14 (Montag)
Grad: Grad ungeprüft
Kategorie:

Person.jpg

PDF Lizenz /nicht verfügbar
Merkmal Eintrag
Nummer GHA OAN 202
Archiv Hauptstaatsarchiv München
Bestand Geheimes Hausarchiv
Best.Verz. Mannheimer Urkunden
Titel Erlaubnis zum Verkauf des halben Teils von Duttweiler durch Viax von Oberstein an den Kurfürsten
Inhalt Zustimmung zum Kauf
Umfang 1 Seite
Aussteller Wolf von Hohenfels und Herr zu Reipoltskirchen
Ausstellungsort Fehlt
Empfänger Viax von Oberstein
Siegler Fehlt
Datum 1520 Mai 14 (Montag)
Ausstellungsjahr Unbekannt
Ausstellungstag 14. Mai
Regest ja
Text-Original ja
Text-Übertragung ja
Weitere Personen Fehlt · Fehlt · Fehlt · Fehlt
Erwähnung in N/A
CMS Fehlt
Zitat Lehen von Hohenfels
Schlagwort

Duttweiler · Hohenfels · Reipoltskirchen · Kurfürst Ludwig

Sammlung

Urkunde

Die Vorlage hat ausgefüllt: /2021-10-06

Die Urkunde trägt den Titel: Erlaubnis zum Verkauf des halben Teils von Duttweiler durch Viax von Oberstein an den Kurfürsten.

Übertragung

Wir Wolff vonn Hohennfels[beg 1][lit 1] her zu Reippoltzkirchenn[1] bekennenn unnd thun kunt offennbare mitt disem brieffe das wir dem vestenn unnserm liebenn getruwenn Viacus vom Oberstein[2] uff synn vlissig annsuchenn bitten unnd begerenn den halbenn teil am dorff Dutwyler[beg 2] mit aller unnd yeder oberkeit[beg 3] herlicheit[beg 4] unnd gerechtigkeit[beg 5] nust ußgenomen so er vonn unns unnd unnser herschafft Hohennfels bißher zulehen getragen dem durchluchtigen hochgebornen fursten unnd herren hern Ludwigenn pfaltzgraven by Ryne hertzogenn in Beyern des heiigen Romischen reichs ertzdruchsassenn churfursten unnd vicarienn[lit 2] unnserm gnedigstenn herrenn zuverkauffen bewilligt gegunt unnd zugelassen habenn bewilligen gunnenn unnd lassenn im sollichs alse zu in unnd mit krafft dis brieffe mit sollicher geding unnd maße[beg 6] das er yetzbestimpter Viacus vom Oberstein an stat desselbigenn halben dorffs Dutwyler zwenntzig guldin jerlicher gultenn zulehen machen unnd von unns unnd unnsern erben zulehen empfahenn unnd tragen solle. Unnd obe es sich über kurtz oder lang unnd wie offt sich das begebe das dieselbigen zwentzig guldin jerlicher gultenn so er egerurter maße[beg 7] von unns zulehenn empfanngenn unnd getragen abgeloßt wurdenn so sollennt merbestimpter Viacus vom Oberstein unnd syne erbenn sollich heuptgellt[beg 8] zu aller zit mit unnserm unnd unnserer erbenn wissenn willen unnd zulassenn widerumb gewißlichen daran wir in eigenthumbs unnd er Viacus vom Oberstein in lehens wise wethabend[beg 9] (?)[3] sigent annlegen unnd wie obstat vonn unns unnd unnsernn erben zulehenn empfahenn unnd tragenn allerding unngevarlichenn. Unnd des zu warem urkund habennt wir unnser sigell arm disenn brieffe lassen hennckenn der gebenn wardt am monntag nach dem sonntag vocem jocunditatis alls man zallt vonn Cristi unnsers liebenn herrenn geburt funffzehenhundert unnd zwentzig jare[4].[5][urk 1]

Regest

Am Montag, den 1520 Mai 14 zwei Jahre nach Ausfertigung der Urkunde GHA OAN 200, erlaubte Wolf von Hohenfels und Reipoltskirchen dem Viax von Oberstein, das halbe Dorf Duttweiler, das er von Hohenfels zu Lehen getragen hat, dem Kurfürsten zu verkaufen.


Weblinks

Literatur

  1. Zur Burg und Herrschaft vgl. BURKHART, Ulrich, Hohenfels Donnersberg, in: Pfälzisches Burgenlexikon, Band 2, Im Auftrag des Instituts für pfälzische Geschichte und Volkskunde herausgegeben von Jürgen KEDDIGKEIT, Alexander THON/Rolf ÜBEL (Beiträge zur pfälzischen Geschichte und Volkskunde herausgegeben vom Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde Kaiserslautern, Band 12.2), Kaiserslautern 2002, S. 390-400.
  2. Kurfürst Ludwig V. (1508-1544). Vgl. SCHAAB, Meinrad, Geschichte der Kurpfalz, Band 2, Stuttgart/Berlin/Köln 1992, S. 13-20; KOLLNIG, Karl, Die Kurfürsten von der Pfalz. Heidelberg 1993, S. 35-37.

Einzelnachweise

  1. Reipoltskirchen (Verbandsgemeinde Wolfstein, Landkreis Kusel, Rheinland-Pfalz). Zur Burg und Herrschaft vgl. DOLCH, Martin u. a., Reipoltskirchen, in: Pfälzisches Burgenlexikon, Band 4.1, Im Auftrag des Instituts für pfälzische Geschichte und Volkskunde herausgegeben von Jürgen KEDDIGKEIT-Ulrich BuRKHART/Rolf ÜBEL (Beiträge zur pfälzischen Geschichte und Volkskunde herausgegeben vom Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde Kaiserslautem, Band 12.4.1), Kai- serslautern 2007, S. 227-240.
  2. Oberstein (Ortsteil von Idar-Oberstein, Landkreis Birkenfeld. Rheinland-Pfalz). Oberstein war Hauptort einer kleinen Reichsherrschaft der Herren von Oberstein, die am Ende des Heiligen Römischen Reichs zu den nicht eingekreisten Reichsteilen gehörte. Die Herrschaft wurde 1197 geteilt (KÖBLER, Gerhard, Historisches Lexikon der deutschen Länder. Die deutschen Territorien vom Mittelalter bis zur Gegenwart, Sechste, vollständig überarbeitete Auflage München 1999, S. 446). Bei dieser Teilung spaltete sich das Geschlecht in mehrere Linien und versippte sich mit anderen Familien, z. B. Daun/Eifel, Falkenstein, Leiningen-Heidesheim, Broich (Handbuch der historischen Stätten, Rheinland-Pfalz und Saarland, Herausgegeben von Ludwig PETRY, Dritte, neubearbeitete Auflage Stuttgart 1988, S. 148). Zu den Herren von Oberstein vgl. CONRAD, Otto, Die Herren und Ritter von Oberstein, Sobernheim [1956].
  3. Nicht zu lesen
  4. Montag, 14. Mai 1520.
  5. Übertragung Dr. Johannes Weingart 2012.

Anmerkungen

Zitate

Urkunden

  1. GHA OAN 202

Begriffe

  1. Hohenfels (Burg bei Imsbach, Verbandsgemeinde Winnweiler, Donnersbergkreis, Rheinland-Pfalz).
  2. Duttweiler (Ortsteil von Neustadt an der Weinstraße, Rheinland-Pfalz).
  3. Herrschaftliche Gewalt, Obrigkeit.
  4. Oberhoheitsrecht.
  5. Gerechtsame, Privileg.
  6. geding unnd maße = Bedingung und Umfang.
  7. egerurter maße = in vorgenanntem Umfang.
  8. Ablösesumme, Kapital.
  9. wet = Rechtsverbindlichkeit, Pfand (LEXER, Mittelhochdeutsches Taschenwörterbuch, S. 377).

Kategorien

GHA OAN 202 gehört den Kategorien an: Urkunde

Matzinger sagt: "letzte Überarbeitung der Seite 06.10.2021". Alle Rechte der Seite bei ©Matthias C.S. Dreyer. Der Name dieser Seite lautet: GHA OAN 202. Nutzen Sie zur Zitierung für Ihr Werk folgende vollständige Angabe: https://www.alsterweiler.net/wiki/GHA OAN 202 ©Matthias C.S. Dreyer /abgerufen am 18.04.2026 ↑... Seitenanfang