Die Seite für Alsterweiler von Matthias C.S. Dreyer u.a.
Hauptstraße Nr.8
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| Liegt in: Hauptstraße Anwesen davor: Hauptstraße Nr.6
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Hauptstraße Nr.8 ist ein repräsentatives Wohnhaus aus der Epoche des Barock. Es erstreckt sich über eine Länge von gut 12 Metern entlang der Hauptstraße. Das Gebäude ist in sieben Fensterachsen gegliedert. Die Hofeinfahrt ist mit zwei Fensterachsen überbaut (nach 1839). Das Anwesen wurde etwa um die Jahre 1830/40 um den Teil des Obergeschoßes erweitert, der über der Hofeinfahrt sitzt. Dies ist an der Fassade zu erahnen, insbesondere aber auf der Rückseite (Innenseite) deutlich zu erkennen[anm 1]. Die ursprüngliche Toreinfahrt war auf der Grundstücksseite zum Haus Hauptstraße Nr.10 nur mit einer sogenannten Mure de cloture versehen (ebenfalls im Katasterplan erkennbar). Sie hatte allein den Zweck, das Anwesen zum Nachbarn hin abzugrenzen, also den Blick zu versperren. Im Zuge des Überbaus des Anwesens wurde festgestellt, daß diese "einfache Mauer" nicht den statischen Belastungen des neuen Geschoßes gewachsen war. Deshalb wurde die Mauer, zum Nachbargrundstück hin um 7 Centimeter auf einer Länge von 11 Metern verstärkt. Daraus, und aus der Tatsache, daß nunmehr mit dem Überbau die Fenster des Nachbars "dunkel" blieben, entstand der legendäre Fensterstreit (Alsterweiler)/Hauptstraße Nr.10-Hauptstraße Nr.8.
Der Schlußstein über dem Bogen weist die Jahreszahl 1751 als Erbauungsjahr aus, dürfte aber selbst erst im Jahre 1830/40 mit dem Torbogen entstanden sein.
Im überdachten Eingangsbereich führt eine hölzerne Eingangstür (vielleicht noch aus der Zeit des Anwesens) in einen weitläufigen Keller. Auf der Rückseite des Wohnhauses führt eine barocke Treppenanlage in das Anwesen.
Nach Norden schließen sich an das Wohngebäude umfangreiche Nebengebäude an. Wie in der typischen Siedlungsstruktur für den Ort Alsterweiler angelegt, schließen sich an die Baulichkeiten umfangreiche Ländereien (Weingärten) an.
Das Grundstück auf der gegenüberliegenden Straßenseite (heute Parkplatz) gehörte als Garten zu dem Anwesen Haupstraße Nr.8.
In diesem Haus befand sich einst die Gaststätte "Zum Löwen". Betrieben wurde die Gaststätte u.a. vom sog. Löwenwirt Michael Hauck (1799). Im Jahre 2017 erfolgte eine umfassende Sanierung der Fassade. Sie wurde in eine ortstypische Ansicht zurückversetzt.
Zeitleiste
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